kochen
Koch, kochen. In vornehmeren Haushaltungen war ein Teil der männlichen oder weiblichen Dienerschaft mit dem Garmachen der Speisen beauftragt (Samuel hatte einen Koch, 1 Sa. 9,22 ff.; zum königl. Hofstaat gehörten Köchinnen, 1 Sa. 8,13). Ursprünglich war wohl das Koch, kochen vorwiegend Sache der Frauen (Rebekka 1 Mo. 27,3 ff., Thamar 2 Sa. 13,8), doch finden wir auch Männer damit beschäftigt (Jakob 1 Mo. 25,29 u. 34, Gideon Ri. 6,19, Knechte 1 Mo. 18,7; Luk. 17,8).
Kochen steht öfters allgemein für garmachen von Speisen am Feuer, so für Braten am Bratspieß (5 Mo. 16,7; 2 Chr. 35,13), aber auch für das Koch, kochen im engeren Sinn, garmachen von Speisen durch Zusatz einer Flüssigkeit, die zum Sieden gebracht wird (Linsen 1 Mo. 25,29; 2 Mo. 16,23) in irdenen oder metallenen Töpfen oder Kesseln. Am Sabbat durfte kein Feuer zum Kochen angezündet werden.
Küchen oder Kochherde werden erwähnt beim Tempel, Hes. 46,20-24.