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Kleinod

Kleinod, irgend eine begehrenswerte, kostbare Sache, Klagel. 1,10 und 11; Na. 2,10, insbesondere Schmuckgegenstände für Frauen von Gold und Silber, 1 Mo. 24,53; 2 Sa. 1,24; Jer. 4,30; Hes. 7,20; 16,11, s. Art. Geschmeide. Goldene Nachbildungen der Mäuse und Beulen, mit denen die Philister geplagt waren wegen Entführung der Bundeslade, 1 Sa. 6,8. 15. Gefäße aus edlem Metall, 2 Sa. 8,10, endlich in den Nebengelassen des Tempels aufgestellte Weihgeschenke, Luk. 21,5, welche entsprechend dem bei heidnischen Tempeln üblichen Gebrauch hauptsächlich von den Heiden gestiftet worden waren, die heil. Gefäße von Augustus, andere von Ptolemäus Philadelphus, besonders der prächtige goldene Weinstock von Herodes d. Gr. Bildlich wird ein vernünftiger Mund, Spr. 20,15, als Kleinod bezeichnet 1 Kor. 9,24; Phi. 3,14, der Siegerkranz bei den Olympischen Spielen als Bild des Gnadenlohnes im ewigen Leben.

Als ein güldenes Kleinod sind in der Überschrift die Psalmen 16. 56. 57. 58. 59. 60 bezeichnet. Ob das Wort eigentlich Kleinod oder Geheimnis bedeutet oder sich auf den musikalischen Vortrag bezieht, läßt sich nicht entscheiden.

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