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Kennen

Kennen ist die Frucht des Erkennens (s. d. Art.).

1) Das Kennen Gottes und seines Sohnes Jesu Christi ruht ganz auf Offenbarung Gottes. Daher heißen die Heiden: solche die Gott nicht k. (Ps. 79,6; Jes. 55,5; Jer. 10,25). Und der Zweck aller Offenbarung Gottes ist, daß man ihn kenne, Jer. 24,7; 31,34. Weil aber viele ihn nicht k. wollen, das heißt seine Offenbarungen, selbst die höchste durch den Sohn, nicht anerkennen (Jer. 9,6; Hos. 2,10; Joh. 1,10; 8,19; 17,25), so ist der Ruhm, Gott zu k., eine Auszeichnung der Frommen (Ps. 9,11; 36,11; Jer. 9,23). Und nur derjenige darf auf diesen Ruhm Anspruch machen, der Gottes Gebot hält und „lieb hat“ 1 Joh. 2,3. 4; 4,7. 8); ja Chtistus selbst beweist das, daß er Gott kennt, mit der Tatsache, daß er seines Vaters Gebote halte (Joh. 8,55). —

2) Wenn es von Gott heißt, daß er uns kenne, so liegt darin häufig, wie bei erkennen, daß er uns liebend und teilnehmend im Auge hat (Ps. 1,6; Na. 1,7, vgl. Joh. 10,27).

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