Keniter
Keniter (4 Mo. 24,22; Ri. 4,11 steht dafür Kain) werden 1 Mo. 15,19 (vielleicht proleptisch) neben den Kenisitern unter den Völkern Palästinas genannt. Sie waren ein Zweig der Midianiter, da Hobab. Moses Schwager, bald ein heißt. Ri. 1,16; 4,11, bald zu den Midianitern gerechnet wird, 4 Mo. 10,29, wie Jethro. 2 Mo. 2,16; 3,1; 18,1. Zum Teil zogen die Keniter mit den Israeliten vom Sinai fort und schlossen sich ganz denselben an. Sie wohnten meist im südl. Grenzgebiet Judas, nur vereinzelt im Norden. Ri. 4,11. 17; 5,24. Diese Keniter standen noch zur Zeit Sauls und Davids in durchaus freundlicher Beziehung zum Volk Israel, 1 Sa. 15,6; 27,10. Warum sie wie die Amalekiter im Spruch Bileams, 4 Mo. 24,21. 22, trotz ihrer Felsennester mit Untergang und Wegführung bedroht werden, ist nicht klar; vielleicht sind Keniter gemeint, die im Süden im Gebirg Seir neben Amalekitern nomadisierten und vielleicht manchmal mit den Edomitern gegen Juda gemeinsame Sache machten. Zwei ganz verschiedene Völker, amalckitische u. midianitische Keniter anzunehmen, ist nicht nötig. Aus den Keniter gingen die Rechabiter hervor (s. d. Art.).