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Karmel

Karmel (Baumgarten).

1) Ein 5-6 Stunden langer Bergrücken, der sich von den Bergen Samarias abzweigt und in nordwestlicher Richtung gegen das Mittelländische Meer hin erstreckt. Sein höchster Punkt ist 552 m hoch, sein nordwestl. Ende, das prächtige Vorgebirge, erhebt sich nur noch 170 m über das Meer. Er zeichnet sich, wie sein Name zeigt, durch seine Fruchtbarkeit und Schönheit, seinen Waldreichtum und seine grasreichen Triften aus, weshalb die Propheten des Alten Bundes seine Pracht rühmen, Jes. 35,2; Hohel. 7,6. Noch heute hat er, dank seinem Wasserreichtum, eine üppige Vegetation, er ist ein „schöner, mit Fichten und Steineichen reich bewaldeter, unten auch im Schmuck der Öl-, Walnuß- und Lorbeerbäume prangender Berg, mit Grastriften, Kräutern, Blumen reich geschmückt.“ Im Westen, dem Vorgebirg zu, ist der Berg kahl. Seine Waldungen sind meist Niederwaldungen, wenn gleich auch Hochwaldungen, von Seestrandskiefern gebildet, nicht ganz fehlen. Hier das Gottesgericht zwischen Elia und den Baalspriestern 1 Kö. 18,32 ff. Die Tradition zeigt die Stätte, die Muhraka das heißt Ort der Verbrennung, auf der Südostspitze des Karmel. Auf dem schönen Vorgebirge steht das dem Elia geweihte Karmeliterkloster (Tafel 23). Am Fuße des Karmel hat sich zwischen der Stadt Haifa (ca. 13000 E.), und dem Kloster eine schwäb. Kolonie niedergelassen, Mitglieder des „Tempels“, ungefähr 360 Seelen, die in freundl. Häusern wohnen und mit Erfolg Weinberge hier angelegt haben. —

2) Eine Stadt im Gebirge Juda, Jos. 15,55, noch mit dem alten Namen in bedeutenden Ruinen erhalten, etwa ½ St. nördlich von Maon. Hieher ging Saul nach seinem Siege über die Amalekiter, 1 Sa. 15,12, und hier hatte Nabal seine Besitzungen, 1 Sa. 25,2, daher Karmeliter, 2 Sa. 2,2; 3,3; vgl. 1 Sa. 27,3.

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