Kanne
Kanne.
1) Unter den 2 Mo. 25,29; 37,16; 4 Mo. 4,7 genannten Kannen (kesavoth) des Schaubrottisches sind wohl eher Schalen zu verstehen. —
2) Die Kanne (zappachat), 1 Kö. 19,6 = Krug, wie er auch sonst zum häuslichen Gebrauch für Wasser oder Öl diente (ebr. dasselbe Wort wie Wasserbecher, 1 Sa. 26,11 ff., und Ölkrug, 1 Kö. 17,12). —
3) Hos. 3,1, „Sie buhlen um eine Kanne Weins“, genauer, „Liebhaber von Traubenkuchen“, ein leckeres Backwerk, welches häufig zum Götzenopfer verwendet und dabei auch von den Opfernden verzehrt wurde: das abgöttische Volk wird spottweise so genannt, als wäre die sinnliche Begierde nach Traubenkuchen der Grund ihres Abfalls.