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Judith

Judith (Jüdin).

1) Heldin des ursprüngl. hebräisch oder aramäisch geschriebenen apokryphischen Buches, welches erzählt, wie sie, eine gesetzesfromme, schöne Witwe, ihre Vaterstadt Betylua (Bethulia) durch Ermordung des feindlichen Feldherrn Holofernes vom Untergang gerettet habe. Die geographischen Angaben sind genau, auch wenn die Stadt selbst bis jetzt nicht wieder aufgefunden wurde. Um so verwirrter sind dafür die geschichtlichen Beziehungen: Nebukadnezar, König von Ninive (!), soll im 12. Jahr seiner Regierung, als die Juden kürzlich aus dem Exil zurückgekehrt waren (!), den Holofernes entsendet haben. Die Entstehung des Buchs fällt in die Makkabäerzeit (vgl. 3,11; 5,26), es ist geschrieben in der Absicht, durch das Beispiel eines gesetzestreuen Weibes zum Kampf für religiöse u. politische Freiheit zu ermutigen. Das Wagnis der Judith ist sittlich anfechtbar, ihre Begründung 9,2 vollends bedenklich. —

2) Ein Weib Esaus, 1 Mo. 26,34.

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