Jethro
Jethro 2 Mo. 3,1; 4,18; 18,1-12 der Schwiegervater Moses, ein Priester der südöstlich von Elat (Akaba) im nordwestl. Arabien wohnenden Midianiter (s. über die Lage d. Art. Sinai). Der Name Jethro (aus Jethron und dies aus arabischem Witrân) trägt durchaus das Gepräge der Personennamen der Südaraber, die (s. d. Art. Maon) im Lande Midian eine Kolonie zum Schutz ihres Weihrauchhandels hatten und aus deren in Midian gefundenen Inschriften wir erfahren, daß gerade hier ein Priestertitel lawî’u (Fem. lawî’at) in Gebrauch war (s. d. Art. Levit), wie denn überhaupt das Ritual gerade bei diesen midianitischen Minäern eine hohe Ausbildung gefunden hatte. So ist es denn begreiflich, wie gerade hier der Grundstock der israelitischen Ritualgesetzgebung, gewissermaßen unter den Augen Jethros, der ja auch in Rechtssragen seinem Schwiegersohn zur Seite stand (2 Mo. 18,13 ff.), entstehen konnte; hier und nicht erst im Exil ist die historische Voraussetzung zum sogen. Priesterkodex (3. u. 4. Mo.) gegeben. Wenn 2 Mo. 2,18 Jethro Regu-el heißt, so ist diese Doppelnamigkeit auch wieder ein echt südarabischer Zug; Witrân war der Beiname, und Re‘û-il (aramaisierende Umbildung eines südarabisch. Ridwu-il Huld Gottes) der eigentliche Name. Reguels Sohn, der nach 4 Mo. 10 den Israeliten durch die Wüste als Führer diente, hieß Hobab (s. d.); auch dieser Name (Chobab, mit sogen. Kehlkopf-Hauchlaut) ist auf südarabischen Inschriften als Personenname nachgewiesen.