Jair
Jair.
1) Name eines Richters (Ri. 10,3-5), der 22 Jahre gerichtet hat, dem an dieser Stelle dreißig Söhne und dreißig Städte in Gilead zugeschrieben werden. Da das a. a. O. als sein Begräbnisplatz bezeichnete Kamon (s. d. Art.) mit einiger Wahrscheinlichkeit südlich vom Jarmuk bei Irbis nachgewiesen ist, wird man die Städte Jairs im nördl. Gilead, südlich vom Jarmuk, zu suchen haben.
Daneben werden Dörfer (ebr. Chavvoth, genauer Zelte oder Zeltdörfer) erwähnt, die ein Sohn Manasses, Jair, eingenommen und so benannt habe (4 Mo. 32,41). Sie werden als Wohnorte von nomadisierenden Beduinen von den obigen Städten zu unterscheiden sein, obgleich Ri. 10,4 sie für dasselbe hält. Ihre Lage ist nicht näher bestimmt. Die Stellen 5 Mo. 3,14; Jos. 13,30 bringen sie in Beziehung zu dem Bezirk Argob und zu Basan, während 1 Kö. 4,13 daneben Gilead genannt wird. Sie könnten nach der letzten Stelle im Osten von den Städten Jair, am Rand der Wüste gelegen haben, man kann aber auch annehmen, daß der Name Gilead in weiterem Sinn auch Basan umfaßt habe und in diesem lagen. Näheres wird sich über das Verhältnis der Städte und der Dörfer Jair und über das Verhältnis des Richters zu dem andern Jair nicht ausmachen lassen.
Jair Wird (4 Mo. 32,41) als Abkömmling Manasses bezeichnet, daneben aber findet sich 1 Chr. 2,4; 5,21-23 die Angabe, daß er nur mütterlicherseits von Manasse abstammte, väterlicherseits von Juda. Das würde darauf weisen, daß Judäer sich auch im Osten des Jordans angesiedelt haben. —
2) Der Vater des Mardochai, Esth. 2,5. —
3) Der 1 Chr. 20,5 genannte Jair, Vater Elhanans, schrieb im Hebräischen seinen Namen anders.