Ja
Ja ist das Versicherungswort, durch welches entweder eine von anderen zum Beispiel fragweise ausgesprochene Annahme bestätigt, Mt. 9,28; 13,51; 15,27; 17,25; Joh. 11,27; 21,15 f., oder eine eigene Aussage bekräftigt wird, Mt. 11,9; Luk. 11,51; Offb. 1,7; 14,13; 22,20. In der zweifelnden Frage dient es wie unser: wirklich? zur Verschärfung des Zweifels, 1 Mo. 3,1. Christen sollen sich auch in ihren angelegentlichsten Versicherungen nur des Ja und Nein bedienen, aber nicht des Schwurs. Mt. 5,37; Jak. 5,12. Wenn Paulus gegenüber den Angriffen der Gegner auf seine Wahrhaftigkeit von sich sagt, bei ihm sei nicht Ja und Nein zugleich gewesen, 2 Kor. 1,17 ff. (Vers 17 muß, wofern der Text in Ordnung ist, übersetzt werden: oder sind meine Anschläge fleischlich, so daß bei mir das Ja Ja und das Nein Nein zugleich ist), so verwahrt er sich damit gegen jeden Verdacht der Zweizüngigkeit und Unzuverlässigkeit und weist darauf hin, daß ihn sein apostolischer Beruf über solchen Verdacht hinausheben sollte. Hat er doch ein Wort verkündigt, das sich als wahr und wirksam erwiesen hat, V. 18, und ist doch Christus selber das Ja, die unverkürzte Erfüllung aller Verheißungen Gottes, welche durch das zustimmende Amen der Gemeinde (vgl. 1 Kor. 14,16), welche diese Erfüllung erfährt, ihre Bestätigung findet.