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Ituräa

Ituräa (Luk. 3,1) hat seinen Namen von Jetur, der als ein Sohn Ismaels genannt wird u. der Stammvater der arabischen Ituräer, eines rauhen, wilden Räubervolks wurde. Sie waren besonders als treffliche Bogenschützen bekannt. 1 Chr. 5,19 werden sie noch als von den ostjordanischen Stämmen bekämpft und besiegt erwähnt. Sie wohnten wohl in der syrischarabischen Wüste im Osten oder Südosten des Ostjordanlandes. Später müssen sie sich in Cölesyrien, Libanon u. Antilibanus ausgebreitet haben; sie wurden hier zur Landplage der Nachbarschaft bis nach Tripolis, Berytus und Damaskus. Zirka 85 bis 36 v. Chr. bestand ein größeres Ituräerreich im Libanon mit der Hauptstadt Chalkis, das auch Panias, die Landschaft um das spätere Cäsarea Philippi, und vielleicht sogar zu Zeiten Galiläa umfaßte, nach 36 aber in mehrere Teile zerfiel. Im Neuen Testament wird die Landschaft Ituräa, Luk. 3,1, als Erbe des Philippus genannt. Diese Angabe macht Schwierigkeit, da Josephus J. weder unter den dem Herodes verliehenen Landschaften noch als Teil der Herrschaft des Philippus (Trachonitis, Batanäa, Gaulanitis, Auranitis) nennt. Nach Schürer wird das J., Luk. 3,1, in der Hauptsache mit der Landschaft Panias gleichbedeutend sein.

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