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Hütte

Hütte ist in der luther. Übersetzung meist das Wort für „Zelt“, das leicht bewegliche Obdach des Nomaden; wie es die Israeliten teils selbst in manchen Perioden ihrer Geschichte (Wüstenwanderung) oder bei manchen Beschäftigungen (Jes. 38,12: eines Hirten Hütte) in Gebrauch hatten, teils bei andern Völkern kennen lernten (vgl. Zelt). Als die ersten, die in Hütten wohnten und Vieh zogen, das heißt eine nomadische Lebensweise führten, nennt die Bibel die Nachkommen Jabals (1 Mo. 4,20). Ebenso werden Nomaden erwähnt Ri. 8,11. Bildlich ist Hütte oft = Wohnung überhaupt (zum Beispiel Jes. 16,5 Hütte Davids, Jer. 30,18 Hütten Jakobs). Eine Hütte ist für den, der im freien Feld sich aufhalten muß, ein Schutz gegen die Hitze. Daher oft bildlich (Jes. 4,6, vgl. 25,4; Ps. 27,5, vgl. 31,21; 61,5; Sir. 34,19). Auch von der Sonne, die jeden Abend gleichsam zur Ruhe geht und am Morgen frischgestärkt wieder hervorkommt, heißt es in der Dichtersprache des Psalmisten (19,5): Gott hat der Sonne eine Hütte gemacht. Und Jesus nennt noch die Zuflucht, welche der abgeschiedenen Seele im Jenseits sich auftut: „die ewigen Hütten“ (Luk. 16,9). Weil er wie ein Zelt bald wieder abgebrochen wird, heißt auch unser Leib eine Hütte (Wsh. 9,15; 2 Kor. 5,1. 4). Hütte des Stifts, s. Stiftshütte.

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