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Hophra

Hophra, Jer. 44,30 als ägyptischer Pharao genannt, griechisch Apries, regierte etwa 589-564; er zog (im Jahr 587) dem belagerten Jerusalem zu Hilfe, wodurch die Chaldäer für kurze Zeit von Jerusalem abgezogen wurden (Jer. 37,5); aber bald mußten die Ägypter wieder heimziehen (37,7), worauf Jerusalem fiel. Den nach Ägypten geflüchteten Israeliten kündigte Jeremia einen vernichtenden Heereszug Nebukadnezars an (Jer. 43. 44, vgl. Hes. 30,3 ff.). Dieses Gericht ist, wie erst in neuerer Zeit ägyptische und assyrische Inschriften bestätigten, in der Tat eingetroffen, indem Nebukadnezar (568/67) in Ägypten einfiel und es bis Syene plündernd durchzog.

Apries, der im Anfang seiner Regierung manche Erfolge gehabt hatte, entging dem Jer. 44,30 verkündigten Geschick nicht. Ein von ihm gegen Kyrene geschicktes Heer wurde geschlagen und empörte sich. Apries, geschlagen und gefangen, mußte den Anführer Amasis zum Mitregenten annehmen (570) und wurde später von Amasis einem Volksaufstand preisgegeben u. erwürgt.

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