Hohn
Hohn, höhnisch, Hohnlachen. Hohn ist ein solcher Spott, der das Unglück oder die Schwächen des Nächsten benutzt, um ihn verächtlich zu machen (Ps. 44,14; 89,46; Jes. 43,28; Hes. 5,15 usw.). Sehr nahe verwandt ist das Höhnen mit der Schadenfreude, Hes. 25,6; 36,5 („Hohnlachen“). Ist das Höhnen überhaupt schon ein Zeichen einer niedrigen Gesinnung (Hi. 19,3), so ist es vollends eine schwere Sünde, wenn irgendwie Gott durch den Hohn mitgetroffen wird. Dies wird häufig hervorgehoben bei dem Hohn, höhnisch, Hohnlachen, den der Fromme (Jer. 20,8, vgl. Mt. 22,6) und den das Volk Gottes erleiden muß (1 Sa. 17,26). Aber die Sprüche sagen noch weiter: Wer des Dürftigen spottet, der höhnet desselben Schöpfer (17,5). Die schwerste Sünde ist es endlich, wenn der Hohn, höhnisch, Hohnlachen sich unmittelbar gegen den lebendigen Gott wendet (2 Kö. 19,4).