Hitze
Hitze.
1) Zwar ist die Abwechslung von Frost und Hitze ein Gesetz des Schöpfers (1 Mo. 8,22), aber doch überwiegt die Hitze im Morgenland. Während des Sommers ist monatelang kein Gewölk am Himmel, Wsh. 2,4; Jes. 18,4. Die Pflanzen, soweit sie nicht am Wasser stehen (Jer. 17,8), verdorren, Iak. 1,11, die Bäche in der Wüste, an denen die Karawanen Wasser vermuten, versiegen, Hi. 6,17. Der Wolken Schatten, Jes. 25,5, und Tau lindern einigermaßen Glühhitze (Sir. 18,16; 43,24), die nicht selten Sonnenstich verursacht, 2 Kö. 4,19; Jud. 8,3; Jon. 8,4; Ps. 121,6. In den Ebenen Mesopotamiens wechselt Hitze bei Tag und Kälte bei Nacht schroff ab, daher die Klage Jakobs 1 Mo. 31,40, vgl. Mt. 20,12; Hi. 7,2. Deswegen wird —
2) im bildlichen Sinn allerlei Leiden und Anfechtung mit der ausdörrenden Hitze verglichen, so der Druck der Tyrannen (Jes. 25,4. 5; 18,4), der Untergang des Reichen (Jak. 1,11), die Anfechtung des Christen (1 Pe. 4,12, vgl. Jes. 48,10). Hier liegt die Hitze des Ofens zugrunde, 1 Pe. 1,7. Auch von Fieberhitze (5 Mo. 28,22; Hi. 30,30), von Hitze der Trunkenen (Jer. 51,39) ist die Rede. —
3) Endlich wird durch die vierte apokalyptische Zornschale die Hitze der Sonne unnatürlich gesteigert (Offb. 16,19) und am Tage des Herrn zerschmelzen die Elemente vor der Hitze des Feuers (2 Petr. 3,10. 12). Aber in der Erlösungszeit wird keinerlei Art von Hitze mehr drücken. Jes. 49,10; Offb. 7,16.