Zum Inhalt

Herrschaft

Herrschaft, königliches Regieren, wird Jes. 9,6 vom Davidssohn ausgesagt; auf seiner Schulter ist die Herrschaft, das heißt Gott hat sie ihm übergeben und er nimmt sie auf sich und trägt sie in fester Kraft. Daher kommt es dazu, „daß die Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende sei“ (Vers 7). Knechtung und Bedrückung ist mit seinem Erscheinen zu Ende; das Joch wird zerbrochen; er selbst steht in gebietender Macht über allem und so auch sein Volk. Dagegen ist Jes. 33,6 im Grundtext nicht von Herrschaft die Rede. Es heißt dort: „was deinen Zeiten Bestand und Sicherheit gibt, das ist Reichtum an Hilfe und Heil, an Weisheit und Erkenntnis; die Furcht Gottes ist sein Schatz“. Die „vorige Herrschaft“, Mi. 4,8, ist das Königtum eines David und Salomo, das in dem jetzt zunächst zerstörten Jerusalem wieder erneuert werden wird. Paulus spricht im Blick auf die Engel von „Herrschaften“ (Eph. 1,21; 3,10; Kol. 1,16), sofern ihnen eine von uns nicht zu ergründende, aber durch die Schrift bezeugte Machtstellung auch gegenüber der Welt und den Menschen zukommt; der Apostel stellt uns damit Christi Allgenugsamkeit vor Augen, in welchem als im Sohne Gottes auch für jene Herrschaften der Ursprung und das Ziel alles Lebens und aller Kräfte liegt, so daß wir nichts bei ihnen zu suchen haben, weil uns alles vollständig in Christo gegeben ist. Wenn Jud. 8; 2 Petr. 2,10 von den dort geschilderten Irrlehrern gesagt wird, daß sie die Herrschaft en verachten, so wird auch hier an Mächte der Geisterwelt gedacht sein, über die sie in aufgeblasener Vermessenheit spotteten, während sie gleichzeitig in der Befleckung ihres Fleisches die Gebundenheit und Schande ihres sündigen Wesens an sich erfuhren. Allgemeiner ist das Wort 1 Kor. 15,24 gebraucht von allem, was in der Welt Macht besitzt. All dies wird machtlos werden vor der königlichen Herrlichkeit Jesu, wie sie sich durch seine Wiederkunft an der Welt offenbaren wird.

Zur Übersicht