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Herodianer

Herodianer oder wie Luther übersetzt: „Herodis Diener“ werden nur zweimal genannt: Mk. 3,6 und Mt. 22,16, vgl. Mk. 12,13; beidemal treten sie verbündet mit den Pharisäern auf, das eine Mal in Galiläa, um sich mit diesen zu beraten, wie sie Jesum töten könnten, das andere Mal in Jerusalem, um ihn in seiner Rede zu fangen. Da sie nicht bloß in Galiläa, sondern auch in Jerusalem auftreten, so sind sie ohne Zweifel eine besondere politische Partei, wohl den Pharisäern entgegengesetzt, nach den einen Anhänger der von den Römern eingesetzten und beschirmten Herrschaft der Familie des Herodes, mehr für eine römerfreundliche Partei (dafür scheint Mt. 22 zu sprechen), nach anderen nicht ohne weiteres als reine Römerfreunde anzusehen. Daß sie sich mit den Pharisäern Jesu gegenüber verbünden, erklärt sich daraus, daß beiden ein solcher Messias unbequem war.

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