Hamath
Hamath, eigentl. Chamât, das heißt geweihter Bezirk, vgl. arab. Haram, was ein sich damit genau deckendes Synonym ist. Es gab verschiedene Orte dieses Namens, so eines bei Zoba an der Nordgrenze Israels Hes. 47,17; 4 Mo. 13,21; 2 Sa. 8,9 u. ö., das deshalb 2 Chr. 8,3 f. auch Hamat-Zoba heißt. Das berühmte und „große“ (Am. 6,2) Hamat aber war die alte hethitische Rönigsstadt dieses Namens am Orontes, noch heute Homà, wo man auch Inschriften in hethitischer Bilderschrist gefunden hat. Es wird als Ham(a)t in den ägyrt. Inschriften des neuen Reiches des öfteren erwähnt, wenn es auch nicht die Rolle in den Hethiterkriegen wie das etwas südlicher gelegene Kadesch spielte; sein Hauptgegner war aber vom 9. Jahrh. v. Chr. ab Assyrien, dessen Könige es als, Amattu, bezw. Amàtu oft nennen. Ein etwas weiterer Name war Chammatu, ein Gebiet, zu dem Hamat mitgehörte, das aber bis ans Mittelmeer reichte; Friedr. Delitzsch hält es für die assyrische Wiedergabe der bibl. Heviter (ebr. Chiwwi). Die wichtigsten alttest. Stellen, wo Hamath erwähnt ist, sind Jes. 10,9; Jer. 49,23; Am. 6,14; Sach. 9,2; 2 Kö. 14,28; 17,24 u. ö. Daß in der Völkertafel 1 Mo. 10,18 mit den unter den Nachkommen Kanaans an letzter Stelle (nach Arvad und Zemar) genannten Hamathitern die Bewohner von Hamath am Orontes gemeint sind, ist so gut wie sicher. Von Antiochus IV. Epiphanes ab hieß die Stadt Epiphania, später unter den Arabern wieder Hama.