Hals
Hals. Die Sitte, um den Hals eine Kette zu tragen zum Schmuck, ist Hohel. 4,9; Spr. 1, 9 Bezeugt. Gefangene konnten mit einem Hals eisen gefesselt werden (Sir. 6,25. 30). Bei inniger Begrüßung siel man sich um den Hals, 1 Mo. 45,14; Luk. 15,20 u. oft. Besiegten Feinden auf den Hals zu treten als Zeichen ihrer gänzlichen Unterwerfung (Jos. 10,24), war eine rohe Kriegssitte morgenländischer Völker, die zum Beispiel auch auf einem persischen Denkmal abgebildet ist (vgl. auch ); bildlich Jes. 11,14; Bar. 4,25. Sofern bei der Enthauptung der Hals durchschnitten wird, bedeutet „den Hals kosten“ das Leben kosten, 1 Chr. 12,19, vgl. Röm. 16,4. Am östesten wird die Sitte, den Zugtieren ein Joch auf den Hals zu legen, bildlich verwertet für die Einschränkung der Freiheit, bei Kindern durch strenge Zucht (Sir. 7,25; 30,12), bei unterjochten Völkern durch den Gehorsam gegen einen fremden Herrscher (Jer. 27,12), bei einer religiösen Gemeinde durch Einführung willkürlicher Satzungen (Mt. 23,4; Apg. 15,10). Noch stärker: einem einen Strick um den Hals werfen, das heißt ein zwingendes Gebot auflegen (1 Kor. 7,35).