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Habicht

Habicht, zunächst als unreiner Vogel bezeichnet, dessen Genuss verboten (3 Mo. 11,13), wird Hi. 39,26-30 als der Raubvogel, dessen Junge „Blut saufen“ und der auf Felsen wohnt und auf festen Orten, bezeichnet. Luther übersetzt Habicht und Sperber; der große Habicht (Astur palumbarius) ist seltener, der kleine, kecke Sperber in ganz Palästina gewöhnlich. Allerdings versteht sich unter Habicht nicht wohl der altgermanische Jagdvogel, der Falke (Falco islandicus), da er nur in den Gebirgen des nördlichen Europas zu Hause ist; so hat wohl Luther ganz recht, das Wort „Sperber“ anzuwenden.

Die Palästinaforscher haben konstatiert, dass zum Beispiel in den Türmen von Lydda der Rötelfalke (tinnunculus cenchris) sehr häufig ist. Desgleichen sind der große Turmfalke (tinn. alaudarius), der Rotfußfalke (Erythropus vespertinus), der Lerchenfalke (Hypotriorchis subbuteo) und die Weihe (Elanus melanopterus) in Palästina verbreitet.

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