Gomer
Gomer (aus Gâmir), Name eines nördlichen (genauer kleinasiatischen) Volkes, welches nebst Magog, Madai, Javan, Thubal, Mesech (diese beiden ebenfalls Kleinasiaten) und Thiras in der Völkertafel 1 Mo. 10,2 = 1 Chr. 1,5 von Japhet abgeleitet wird, während im folgenden Vers Askenas, Riphat und Thogarma (letzteres ein rosse- und maultierreiches Gebiet Kappadociens) als Söhne Gomers bezeichnet sind. Damit stimmt Hes. 38,6, wo im Gefolge Gogs von Magog (das heißt der Kimmerischen Skythen) auch Gomer samt Bêth-Thogarma (vorher 38,3 schon Mesech und Tubal) genannt werden — assyr. Gamir (fallen unter Sargon in Armenien ein), wie auch noch bei den christlichen Armeniern Kappadocien Gamir-k (Gamir mit Pluralendung) heißt. Vielleicht sind auch die von Asarhaddon ab oft in den Inschristen (auch noch unter Darius, wo das pers. Original Çaka, das heißt Saken, hat) erwähnten Gimirrai, die Kimmerier der griech. Klassiker, hieher gehörig; es wäre dann Gimir nur eine dialektische Nebenform von älterem Gamir, und der Einfall der Gamir unter Sargon ein früherer Vorstoß der späteren Kimmeriereinfälle, die vom Schwarzen Meer her (vgl. noch den Namen der Halbinsel Krim, an dem ihr Name hängen geblieben ist) nach Kleinasien herein (und dann weiter bis nach Assyrien, Syrien und Palästina) erfolgt sind.