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Getünchte

Getünchte Wand Dan. 5,5 in der eigentlichen Bedeutung. Hes. 13,10 ff. ist es das Bild der die Gefahr verbergenden Vorspiegelungen der falschen Propheten, die jedoch bald sich als täuschend erweisen werden, wie die Tünche an der Wand von Regen, Hagel, Wind schnell weggetilgt wird. Apg. 23,3 schilt Paulus den Hohepriester Ananias eine g. Wand; dieser stand da im weißen Priestergewand, das den Eindruck der Reinheit und Heiligkeit machen konnte und sollte, aber es war nur äußere Tünche, dahinter war Ungerechtigkeit u. Gewalttat verborgen. Das fluchende Wort des Paulus wurde allerdings erfüllt, indem Ananias im J. 66 ermordet wurde. Doch fällt der Unterschied in die Augen zwischen Pauli heftigem Aufbrausen und Christi sanfter Gelassenheit in derselben Lage, Joh. 18,23.

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