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Geschlecht

Geschlecht, Geschlechtsregister. Die zwölf Stämme gliederten sich je in eine Anzahl von Geschlechtern (4 Mo. 26), die Geschlechter wieder in Familien („Vaterhäuser“), Jos. 7,14 ff., zu welchen eine mehr oder weniger große Anzahl von Männern gehörte. Während die Zwölssahl der Stämme stets dieselbe blieb, wechselte die Zahl der Geschlechter (abgesehen vom Stamm Levi mit seinen 3 Geschlechtern). An der Spitze jedes Geschlechts stand ein Fürst; diese Stamm- und Geschlechtsfürsten bilden eine Art Volksvertretung. Legte man im Morgenland überhaupt großen Wert auf den Nachweis der Abstammung, so trug in Israel die ganze Geschichte des Volks, namentl. auch die den Vätern gegebenen Verheißungen besonders dazu bei, daß man frühe schon Geschlechtsregister anlegte und sorgfältig bemüht war, den genealogischen Zusammenhang mit den Vorfahren herzustellen, vgl. Chronik. Besonders wichtig waren die Geschlechtsregister der Priesterfamilien und die der königlichen Häuser. (Die Geschlechtsregister Jesu siehe Art. Jesus Christus I. 3).

Ob die 1 Tim. 1,4, Tit. 3,9 genannten Geschlechtsregister jüdische Patriarchenoder griechische Götter- u. Heroen-Genealogien, oder bereits die gnostischen Reihen der Mittelwesen zwischen Welt und Gottheit sind, ist nicht sicher auszumachen.

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