Zum Inhalt

Gerste

Gerste, Gerstenbrot, die gemeine Nahrung des Volks (3 Mo. 27,16; Ru. 1,22; Hes. 4,9; 2 Kö. 4,42; Joh. 6,9), diente aber auch als Futter für Vieh und Pferde (1 Kö. 5,8). Da die Gerste zuerst geschnitten wurde und wird, so bedeutet der Ausdruck: Gerstenernte (Ru. 1,22; 2,23; 2 Sa. 21,9) zugleich den Anfang der Sommerzeit. Fraas beobachtete den Anfang der Gersteernte in Sgharda und Tripoli am 27. bis 29. Mai (1875).

Die Hauptverwendung der Gerste besteht heutzutage in Bereitung des Biers; wie weit die alten Hebräer schon Gerstensaft brauten, ist nicht sicher. Manche vermuten ihn in schechar 3 Mo. 10,9 und sonst; Luther: stark Getränke, das jedenfalls vom Wein unterschieden wird. Die Anstcht der Kulturhistoriker ist hierüber geteilt; während die einen die Bierbereitung der Hebräer für unwahrscheinlich erklären, bringen andere (wie Hehn) Beweise für die allgemeine Verbreitung des Gerstensaftes schon zu den Zeiten der alten Ägypter und Ebräer.

Zur Übersicht