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Gefilde

Gefilde. Mit diesem Wort übersetzt Luther das hebr. Arabah (eigentlich = trockene, dürre Steppe), den Namen des Jordantals und seiner Verlängerung bis zum älanitischen Meerbusen (jetzt heißt das eigentliche Jordantal el Nor, die Senkung, und nur die Verlängerung Arabah), zum Beispiel 5 Mo. 1,1; 2,8; Jos. 12,1. 3, auch „Blachfeld“, 2 Sa. 4,7; 2 Kö. 25,4, vgl. darüber Art. Jordan. Das Gefilde Moab oder der Moabiter (4 Mo. 22,1; 26,3; 31,12; 33,49. 50; 5 Mo. 34,1. 8, hebr. Arboth, das heißt Steppen Moabs) ist der südlichste Teil des Jordantales gegenüber von Jericho, etwas südlich vom Dschebel Oscha, 3-4 Stunden von Norden nach Süden, 2-3 non Westen nach Osten ausgedehnt. Es ist in der Tat eine meist ausgedörrte Steppe, die nur an den Flußläusen mehr Vegetation zeigt. Hier verweilten die Israeliten am Ende ihrer Wanderung, 4 Mo. 22-25. Hier fand die Volkszählung, 4 Mo. 26, von hier der Zug gegen die Midianiter, 4 Mo. 31, hier die Einschärfung des Gesetzes (5 Mo. 1,1) und die Totenklage um Mose (5 Mo. 34,1. 8) statt. Gleicher Beschaffenheit ist das Gefilde Jerichos (arboth), Jos. 4,13; 5,10, auf der westl. Seitedes Jordans, auch Blachfeld Jerichos, 2 Kö. 25,5, genannt, s. Jericho.

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