Wir haben heute Nachmittag ein Seminar mit dem Thema: Glaube. Was ist
Glaube überhaupt? Bevor wir jetzt ein bisschen reinschauen, möchte ich noch
zusammen beten.
Ich glaube, das ist ein sehr wichtiges Thema, weil: Wir reden viel über
Glauben. Viele Leute sagen: Ich glaube an Gott, ich glaube an Jesus Was
heißt das? Wenn ich jetzt dich fragen würde, ganz persönlich: Glaubst du
an Gott? Und du sagst: Ja! zum Beispiel. Und ich frage dich dann: Was
meinst du damit? Was heißt das? Wenn dich ein Mensch in der Fußgängerzone
fragt: Glaubst du? und du sagst: Ja und er fragt dich: Was meinst
du? Was würdest du sagen? Was bedeutet Glaube? Es ist ein Wort, das wir
sehr oft verwenden, aber ich glaube, dass wir sehr oft nicht wissen, was
wir überhaupt damit meinen.
Und so möchte ich beten und Gott danken, dass er da ist und dass er uns
lehrt und hilft sein Wort recht zu verstehen, damit wir Männer und Frauen
sind, die der Welt zeigen: Es ist ein Abenteuer mit Jesus zu leben, es ist
eine schöne Sache!
Lieber Vater, ich danke dir für deine große Güte und Liebe zu uns. Ich
danke dir, dass du der wahrhaftiger, der lebendige Gott bist. Ich danke dir
Herr, dass wir nicht an ein Hirngespinst glauben, an einen Mythos oder an
irgendeine Offenbarung, sondern an den lebendigen, auferstandenen, realen
Herrn. Dass du hier und heute unter uns bist, so wie alle Tage des Lebens -
überall in dieser Schöpfung, die du gemacht hast. Und du wartest nur
darauf, dass wir zu dir kommen, in diese Beziehung zu Gott zurückfinden und
nach Hause kommen in deine Arme. An dich glauben und Menschen sind, die
deinen Namen verherrlichen. Dafür bete ich jetzt Herr, um das rechte Reden
und Verstehen. Amen!
Wir haben viel gehört und es hat mein Leben verändert zu erkennen: Es ist
Christus der in mir lebt. Es ist sein Leben in mir, nicht mein Leben für
ihn. Dann bekomme ich oft die Frage: Ja, aber – Hans Peter, was muss ich
jetzt tun? Wenn jetzt Christus in mir lebt, was muss ich dann überhaupt
noch tun? Wenn er alles tut, was bleibt für mich übrig? Eine gute Frage!
Es gibt auch eine gute Antwort darauf. In Hebräer 11, 6 lesen wir: Ohne
Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss
glauben, dass er ist... (Elberfelder). Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott
zu gefallen! Es steht hier nicht: Ohne Glauben ist es schwierig, Gott zu
gefallen" - Ohne Glauben ist es extrem schwierig Gott zu gefallen. Ohne
Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen! Und einmal kamen die Jünger zu
Jesus – Johannes 6, 28 – und fragten ihn: Da sprachen sie zu ihm:... -
eine gute Frage - ... Was sollen wir tun, damit wir die Werke Gottes
wirken? Mit anderen Worten – die Jünger fragen: Herr Jesus, Du machst
hier alles! Du bist das Leben! Was sollen wir jetzt tun? Was ist unser
Teil? Johannes 6, 29: Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Dies ist das
Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat. Glauben – nun,
die Frage ist: Was ist Glaube? Nicht selten bekommt ein Christ den Vorwurf
zu hören, einen blinden Glauben zu haben. Wie viele von euch haben von
Leuten schon gehört: Du hast ja einen blinden Glauben an einen Gott, den
niemand sieht - kann ich mal die Hände sehen? Das sind ganz sicher 100
Hände. Wenn dir schon gesagt wurde: Du hast einen blinden Glauben, an
einen Gott, den man weder sehen kann, noch hören kann, noch riechen kann.
Dieser Vorwurf ist berechtigt! Aber es ist ein biblischer Vorwurf, denn –
Johannes 1, 18: Niemand hat Gott jemals gesehen. Du kannst Gott nicht
herzeigen! Die Russen – als sie zum ersten Mal in den Weltraum geflogen
sind – mit der Sputnik. Die kamen zurück und haben gesagt: So Freunde,
jetzt wissen wir: Gott existiert nicht, denn wir waren im Weltraum, haben
die Sterne gesehen, aber wir haben Gott nicht gesehen. Schlussfolgerung: Es
gibt keinen Gott! Das hätte ich ihnen schon vorher sagen können, weil die
Bibel sagt (Johannes 1, 18): Niemand hat Gott jemals gesehen. Gott ist
unsichtbar, weil: Gott ist Geist! Das Auge ist das falsche Instrument, um
Gott zu sehen! Das ist ungefähr so wie, wenn du mit dem Fieberthermometer
versuchst die Luftfeuchtigkeit zu messen. Das geht nicht! Das ist das
falsche Instrument für die falsche Messung. Das Fieberthermometer kann
funktionieren und die Luftfeuchtigkeit ist auch da, aber die Messung
funktioniert nicht. Um Gott wahrzunehmen, braucht es ein anderes Instrument
als das Auge, nämlich den Glauben. Es ist so: Das Evangelium von Jesus
Christus ist eigentlich eine lächerliche Botschaft. Ich und du, falls du
glaubst – wir glauben an einen Christus, der nicht hörbar ist – zumindest
für die meisten nicht – wir präsentieren einen Jesus, obwohl er nicht
sichtbar ist. Darum sagt Paulus übrigens im 1. Korinther 1, 18: ... das
Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verlorengehen; ...
(Schlachter). Das Wort vom Kreuz ist und bleibt eine Dummheit. Und versuch
es nie klüger zu machen, es wird nicht klüger. Es ist mir nicht mögliche,
wenn ein Atheist mit mir am Tisch sitzt – und er sagt: Hans Peter, du
glaubst an Jesus – zeig ihn mir". Ich kann ihm Jesus nicht auf den Tisch
legen. Es geht nicht. Ich kann Gott nicht vorzeigen. Aber: Damit zu
glauben, dass Gott nicht existiert ist natürlich eine völlig falsche
Schlussfolgerung. Übrigens, wenn du dir nicht alles merkst was ich sage:
Vieles steht in meinem zweiten Buch davon – Nach dem Amen bete weiter. Da
hab ich nämlich auch darüber nachgedacht. Wie kann ich einem Atheisten
beweisen, dass es Gott gibt, obwohl ich Gott nicht auf den Tisch legen
kann? Es ist ganz einfach! Im Grunde ist es einfach – ob er es dann glauben
will, ist eine andere Sache. Ich bin überzeugt, dass in diesem Raum Strom
vorhanden ist – die Birne, die leuchtet mich gerade an. Ich habe
elektrischen Strom noch nie gesehen. Ich kann dir elektrischen Strom nicht
auf den Tisch legen und vorzeigen, aber die glühende Birne ist ein Beweis
dafür, dass Strom existiert. Ich glaube auch daran, dass in diesem Zelt zur
Zeit mindestens 20 verschiedene Stimmen da sind. Ich höre zwar keine, aber
sie sind da. Hätte ich ein Radio und würde das Radio aufdrehen, würde das
Radio all diese Stimmen empfangen und umwandeln, sodass ich sie höre. Die
Stimmen sind da. Ich sehe sie zwar nicht, aber sie sind da. Ist keine
Illusion! Ich hab mal windgesurft – ich kann das sowieso nicht mehr. Da
haben die Surfer immer gesagt: Hast du heute am See den Wind gesehen?
Tut mir leid, ich hab den Wind noch nie gesehen, aber er ist da! Wisst ihr,
wie ich sehe, dass der Wind da ist? Weil's den Baum biegt und meine Haare
durch die Luft wirbeln. Niemand zweifelt an der Realität von Liebe! Ich
glaube, jeder von uns glaubt an Liebe. Jetzt hab ich eine Frage: Zeig sie
mir! Leg sie auf den Tisch! Wo ist Liebe? Kannst du nicht beweisen! Das
heißt aber nicht, dass Liebe nicht existiert. Das ist ungefähr so, wie wenn
du ein Klavier zerlegst – du hast Schraubenschlüssel und Schraubenzieher.
Und du zerlegst das ganze Klavier in 1000 Stücke, aber du findest die Musik
nicht. Jetzt kommst du zum Schluss: Es gibt keine Musik! Siehst du: Du
kannst Musik nicht mit Schraubenschlüssel finden, aber sie existiert. Nun,
wie erkenne ich die Realität von Strom, wenn auch für das Auge unsichtbar?
Durch die brennende Glühbirne! Wie erkenne ich die Realität von
Radiowellen, wenn auch für mein Ohr nicht vernehmbar? Durch ein Radio! Wie
erkenne ich die Realität von Wind, auch wenn ich den Wind noch nie gesehen
habe? Durch den gebogenen Baum! Wie erkenne ich die Realität von Musik,
obwohl ich Musik nicht auf den Tisch legen kann? Indem du das Klavier
bedienst! Jetzt eine letzte Frage: Wie erkenne ich die Realität von Gott,
auch wenn ich ihn noch nie gesehen habe, meine Ohren ihn noch nie akustisch
wahrgenommen haben, ich ihn noch nie berührt habe? Ganz einfach: Durch
Menschen, die in Glauben an Jesus leben! Ihr Leben ist ein Beweis, dass
Gott existiert! So wie der gebogene Baum der Beweis ist, dass Wind
existiert, ist der Mensch, der in Glauben an Gott lebt der Beweis, dass
Gott existiert! Menschen, die aus Glauben an Gott leben, sind der lebendige
Beweis für die Existenz eines unsichtbaren Gottes. Schlagt mal auf –
Hebräer 11, 1 - wird oft zitiert – hab den Vers nie kapiert, ich sage auch
nicht, dass ich ihn jetzt kapiere, aber ein bisschen vielleicht - Hebräer
11, 1: Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, ein
Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht (Elberfelder). Martin Luther
hat übersetzt: ...ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Das hat
mich immer verwirrt – hab gedacht: Das ist komisch! Glaube bedeutet, dass
ich nicht zweifle, an dem was ich nicht sehe. Ich habe gedacht, das ist
eine Art Selbsthypnose. Als ich Berufsschüler war – hab Automechaniker
gelernt – da hab ich manchmal auf einer Bank gesessen, hab die Kreide
angeschaut, die bei der Tafel liegt und hab gesagt: Ich glaube, dass die
Kreide jetzt darüber geht". Hab mich so konzentriert, und die Kreide hat
sich nie gerührt. Ich hab gedacht: Wenn ich nur fest genug glaube, dass
die Kreide sich bewegt, dann wird sie sich bewegen - hat sich aber nicht
bewegt. Der Schlachter, der hat auch eine Bibel übersetzt – der hat es
besser übersetzt: Es ist aber der Glaube ein Beharren auf dem, was man
hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht." Glaube
bedeutet: Ich bin überzeugt von einer Tatsache, wenn ich diese Tatsache
auch nicht sehe. Obwohl ich Strom, Radiowellen, Wind, Liebe und Musik nicht
zeigen kann, glaube ich an die Tatsache dieser Dinge. Weil ich sie sehe –
in der brennenden Glühbirne, im Radioempfänger, am Liebespaar und an dem,
der das Klavier bedient. Und obwohl ich dir Gott nicht zeigen kann, ist
seine Existenz eine Tatsache, sichtbar in Männern und Frauen, die im
Vertrauen auf Gott leben. Wenn du einen Menschen siehst, einen gläubigen
Mann, wie er sich verhält in Zeiten der Not – das ist ein Beweis der
Existenz Gottes. Wenn du einen Menschen siehst, eine Frau, die
unerschütterlich ist in ihrer Liebe – das ist der Beweis eines unsichtbaren
Gottes. Wir sehen Gott in Aktion in einem gläubigen Menschen. Manche Leute
haben versucht mich zu überzeugen: Liebe ist nur ein chemischer Vorgang.
Aber er kann mir nicht erklären, warum manche Menschen ihr Leben geben. Das
ist keine Chemie mehr! Das ist mehr als Chemie! Und genauso kannst du Gott
als ein psychologisches und philosophisches Konstrukt von manchen Menschen
abtun. Du kannst aber nicht erklären, warum manche Menschen ihr Leben für
Jesus geben. Das ist keine Philosophie mehr, das ist mehr! Darum werden
Christen übrigens zu jeder Zeit verfolgt. Zur Zeit werden mindestens 200000
Menschen abgeschlachtet, nur weil sie an Jesus glauben. Christenverfolgung
war noch nie so groß wie jetzt. Ein 30 Jähriger Mann hat einmal gesagt – er
hat Gott aus seinem Leben ausgeklammert – und hat gesagt: Ich habe
intellektuell kein Problem mein Leben ohne Gott zu erklären, aber ich kann
meinen gläubigen Vater nicht wegerklären. Das ist übrigens das schönste
Zeugnis. Die Leute, die um dich herum leben, die mögen sagen: Gott ist
Blödsinn, ist Einbildung, ist Psychologie, ist eine Philosophie und nicht
real. Aber wisst ihr, was sie nicht wegerklären können? Dein Leben mit
Jesus! Die Schwestern hier in Aidlingen kannst du nicht wegerklären, die
sind da! Leben aus Glauben an Jesus. Du kannst das Leben von Luis Palau und
Millionen Menschen, die zu Jesus kommen nicht wegerklären, die sind nun mal
da. Und irgendeine Erklärung musst du dafür finden. Das ist das Leben Jesu.
Der zweite Punkt, den ich machen möchte ist: Die Tatsache der Existenz
Gottes finde ich nur durch eine persönliche Erfahrung! Ich habe gestern
einen jungen Mann getroffen, mit ihm kurz geredet. Und er hat gesagt, er
möchte Christus ausprobieren. Er hat gesagt: Ich hab schon so viel
probiert, dann probiere ich halt ihn auch – wie geht das? Dann hab ich
gesagt: Kannst nicht ausprobieren. Genauso wie du Ehe nicht ausprobieren
kannst. Du kannst mit jemandem Sex haben, aber das ist keine Ehe! Du kannst
dich auf die Ehe nur einlassen, das kann nie ausprobiert werden! Seht ihr:
Im Christsein geht es nicht nur darum die richtige Theologie zu haben, sie
ist wichtig. Christsein bedeutet: Gott, Christus persönlich zu kennen! Wenn
du zum Beispiel ein Liebespaar beobachtest. Zum Beispiel da draußen aufm
Gras, da liegen sie meistens. Jetzt ist es zu kühl, jetzt liegen sie im
Zelt. Wenn du ein Liebespaar beobachtest, wie die sich angreifen, anschauen
und lachen, obwohl überhaupt nichts witzig ist, wirst du zum Schluss
kommen: Es gibt so etwas wie Liebe. Ich kann sie nicht sehen, ich kann sie
nicht auf den Tisch legen, aber Liebe existiert. Durch das Liebespaar, das
ich da sehe, erkenne ich die Existenz von liebe, wenn ich auch Liebe nicht
auf den Tisch legen kann. Aber die volle Gewissheit der Realität von Liebe
wirst du erst dann haben, wenn du dich selbst verliebst. Dann weißt du:
Liebe existiert! Gleichermaßen: Wenn du Menschen beobachtest, die im
Glauben an Jesus leben, kommst du vielleicht zum Schluss: Es muss Gott
geben! Warum lässt er sich sonst abschlachten – für Christus? Warum nimmt
er soviel in Kauf – für Jesus? Also, es muss doch was dran sein. Aber die
letzte Gewissheit darüber, dass Gott existiert, hast du erst, wenn du dich
selbst auf Gott einlässt! Es ist theologisch richtig, wenn du glaubst, dass
Gott allwissend ist und allgegenwärtig und allmächtig. Aber dieses Wissen
alleine, bringt dich Gott noch nicht nahe. Ich sage das oft – habt ihr
sicherlich schon gehört, wenn ihr eine Kassette gehört habt – aber ist
egal. Paulus hat sich auch oft wiederholt – ist mir auch egal. Und zwar
unterscheide ich zwischen dem Yeti-Glauben und dem Aspirin-Glauben. Ihr
kennt ja den Yeti, oder auch nicht. Wenn du ihn nicht kennst, hast du nicht
viel versäumt. Das ist das wuschlige, weiße Tier, das der Reinhold Messner
im Himalaja gesehen hat. Das ist ungefähr so, wie das Loch-Ness-Monster,
das die Schotten immer sehen – im See da. Der Reinhold Messner hat es
gesehen – hat wahrscheinlich zu wenig Sauerstoff gehabt oder was. Aber:
Wenn ich dich jetzt frage: Glaubst du an Yeti?, dann werden ein paar von
euch sagen – Fans von Reinhold Messner: Ja Ja, Yeti gibt's. Und die
anderen von euch werden sagen: Totaler Blödsinn, Schwachsinn, so ein
wuscheliges Tier gibt es da nicht". Ob du jetzt an Yeti glaubst oder nicht - das wird dein Leben heute kein Stück beeinflussen. Der, der von euch an
Yeti glaubt und der, der nicht an Yeti glaubt wird ungefähr ziemlich gleich
leben, was Yeti anbelangt. Wenn du den Durchschnittsösterreicher fragst:
Glaubst du an Gott?, wird dir die Mehrzahl der Österreicher sagen: Ja.
Aber: Wisst ihr was sie damit meinen? Sie glauben, dass irgendein Gott
irgendwo und irgendwie existiert. Das ist Yeti-Glaube! Das beeinflusst ihr
Leben kein bisschen. Der Mensch, der behauptet – in Österreich – er glaubt
an Gott und der Mensch, der behauptet: Nein, ich glaube nicht an Gott",
leben beide genau gleich. Es hat keinen Einfluss auf ihr Leben. Aber: Da
gibt es den anderen Glauben, das ist der biblische Glaube. Der so genannte
Aspirin-Glaube. Wenn ich dich frage: Glaubst du an Aspirin? Was frage
ich dich dann? Ich frage dich dann nicht, ob du glaubst, dass diese weißen
Pillen existieren – in der Erste-Hilfe-Box. Das ist nicht die Frage. Wenn
ich dich frage: Glaubst du an Aspirin?, dann frage ich dich: Glaubst du,
dass wenn du Kopfschmerzen hast und du ein Aspirin nimmst, dass deine
Kopfschmerzen dann weggehen und du ein ganz anderes Leben vor dir hast, als
ohne Aspirin? Glaubst du, dass ein Tag mit Aspirin ein wesentlich
angenehmerer Tag ist, wenn du Kopfschmerzen hast, als ohne Aspirin? Glaubst
du an Aspirin?" Und seht ihr: Wenn du daran glaubst und es dann schluckst
und die Kopfschmerzen dann weggehen, dann lebst du den Tag völlig anders
als ohne Aspirin. Und das ist biblischer Glaube! Wenn ich sage: Glaubst du
an Jesus? - übrigens, wisst ihr wie ich jetzt frage – seit Jahren? Ich
frage niemanden mehr: Bist du Christ? Das ist sinnlos bei uns. Das ist
fast jeder. Ich frage immer nur: Bist du ein Mensch, der von Jesus
Christus verändert wurde? Und dann schauen sie mal ein bisschen lang und
dann müssen sie denken – das ist unangenehm. Weil: Jetzt müssen sie eine
Antwort geben. An Tauernhof – ich frag das oft: Bist du ein Mensch, der
von Jesus Christus verändert wurde? Das ist biblischer Glaube! Die Eva
Maria, die kleine da, die hat noch echt glauben an mich. Wenn irgendwas
schief läuft – ich und Gott sind auf der selben Stufe – noch. Das ändert
sich bald. Wenn irgendwas kaputtgeht, kommt die Eva mit dem kaputten Zeug
und sagt: Vati, du kannst es reparieren! Ich werf's weg, kauf was Neues
und sie ist ganz beeindruckt. Aber, wisst ihr? Sie hat totalen Glauben an
mich! Und ihr Glaube an mich, lässt mich etwas für sie tun. Wenn du an
Aspirin glaubst, dann glaubst du an Aspirin und du lässt das Aspirin etwas
für dich tun. Die Eva glaubt an mich, und weil sie an mich glaubt, lässt
sie mich etwas für sie tun. Wenn du an Jesus glaubst, dann lässt du Jesus
etwas für dich tun. Das ist Glaube! Das ist biblischer Glaube! Das ist der
dritte Punkt: Nicht dein Glaube bewegt Dinge und Menschen, sondern Gott
bewegt Dinge und Menschen! Ich hab schon viele Menschen getroffen und ich
hab's früher selbst geglaubt: Ein Gläubiger Mensch ist ein Mensch, der fest
fest fest glaubt - der ist gläubig. Und je fester du glaubst, desto
gläubiger bist du. So eine Art Selbsthypnose, ein Einreden. Das glauben
viele Menschen. Glauben, glauben – die glauben, glauben – ist
Selbsthypnose. Ich bitte euch, dass ihr euch das merkt. Das braucht ihr oft
im Gespräch mit ungläubigen. Glaube an Gott, biblischer Glaube, bezieht
sich nicht in erster Linie auf deinen Glauben, sondern auf Gott! Seht ihr:
Dein Glaube alleine bewirkt überhaupt nichts! Glaube ist notwendig, um
gerettet zu werden und mit Jesus zu leben! Aber ein wahrer Glaube, braucht
ein wahres Objekt! Wieder ein Beispiel, das ich oft verwende: Übermorgen
fliege ich nach Schweden – hab eine Konferenz da oben. Ich bin ab und zu im
Winter in Schweden und da sind die Seen total dick zugefroren. Ich war
letzten Winter oben, da sind wir mit dem Auto über den See gerast und es
war Spaß – hinten haben wir so ein Surfboard gehabt, mit einem Seil dran,
und vorne ist man mit dem Auto Kilometer über den See und hinten bist du
dran und der Schnee spritzt – das ist wie im Wasser. Am Anfang war mir das
total unheimlich, weil: In Österreich gehe ich auf kaum einen See – muss
schon extrem kalt sein. In Österreich sind unsere Bergseen auch zum Teil
zugefroren, aber nur so dünn. Wenn du darauf gehst, ist es meistens nicht
gut. Und du könntest jetzt sagen: Ich stehe vor dem See in Österreich, ich
weiß das Eis ist so dünn, aber mein Glaube ist groß. Und mein großer
Glaube, bringt mich von dieser Seite des Sees auf die andere Seite. Und
mit diesem großen Glauben steigst du auf das Eis, brichst ein, erfrierst
und bist tot. Andererseits kannst du in Schweden vor dem See stehen, so wie
ich, und sagen: Das Eis hält nie. Das Eis, das trägt mich nicht. Ich hab
kaum einen Glauben, aber ich versuch's mit meinem kleinen glauben. Jetzt
steigst du mit dem kleinen Glauben auf den See und: Surprise, surprise – du
kommst ans andere Ende. Warum? Weil das Eis gehalten hat! Das Wesentliche
im Glauben, ist das Objekt an das du glaubst und nicht der Glaube an sich!
Letzten September war ich wieder in Brisbane und da kam, nach meinem
Vortrag, ein Mann auf mich zu und hat gesagt: Das war ein wunderbarer
Abend, ich habe die Energie gespürt. Dann hab ich gesagt: Interessant,
erklär mal ein bisschen. Da hat er mir erklärt: Heute Abend, war die
Energie da. Dann hab ich gefragt: Glaubst du, dass Gott dich liebt?
Dann hat er gesagt: Ja, Gott ist liebe. Hab gesagt: Wer ist Gott? -
Ja, Gott ist alles. Gott ist Energie. Dann hab ich gesagt: Bist du in
Energie verliebt? In was bist du verliebt? Das hat ihn ein bisschen
auseinandergerüttelt, aber: Dann hat er gesagt: Aber, Buddhismus usw., die
glauben". Dann hab ich ihm genau das mit dem See erklärt, was ich euch
gerade erklärt habe und er hat gesagt: Weißt du was? Wenn du nur genug
glauben hättest, dann würdest du auch über einen See mit so dünnem Eis
drüber gehen können. Dann hab ich gesagt: Ok - wir haben beide
gestanden, und da stand ein Sessel - Wenn du dich jetzt hinsetzt, trägt
dich dann der Sessel oder dein Glaube? Hat er denken müssen. Dann wusste
er schon, das geht nicht gut aus. Hat er versuch ein bisschen rauszuzögern,
aber schließlich hat er gesagt: Ja, der Sessel halt. Hab ihn gefragt:
Glaubst du, dass du auf deinem Glauben sitzen kannst? Er hat gesagt:
Wenn ich genug Glauben hätte, könnte ich auf meinem Glauben sitzen". Dann
bin ich vom Sessel weggegangen und hab gesagt: Ok, setzt dich auf deinen
Glauben. Er hat gelacht und gesagt: Ja, ich hab nicht genug Glauben, aber
es gibt Menschen, die haben Glauben. Dann hab ich gesagt: Kennst du einen
Menschen im ganzen Universum, der so großen Glauben hat, dass er ohne
Sessel sitzen kann? Wisst ihr, das sind so die Dinge, die schwirren so im
Kopf rum, aber die sind völlig unlogisch. Eine Frau auf einer Berghütte hat
mir mal gesagt: Weißt du was? Ihr Christen, ihr seid so arrogant! Ihr
Predigt auf der ganzen Welt Christus – ich war in Nepal und Indien. Ich hab
Hindus gesehen, die sind viel gläubiger als du. Ich hab Moslems erlebt, die
sind viel hingegebener als du usw. Dann hab ich gesagt: Hut ab vor ihrem
Glauben. Es ist keine Kunst einen größeren Glauben zu haben als ich – das
ist keine Kunst. Dass ein Buddhist mehr glaubt als ich, das nehme ich
sofort an. Dass ein Hinduist einen größeren Glauben hat als ich, das
akzeptiere ich ohne weiteres. Aber wisst ihr, was ich sie frage? Ich frage
den Buddhisten: Was ist dein Objekt?". Ich frage den Hindu: Was ist dein
Objekt?". Ich frage den Moslem: Was ist dein Objekt? Denn seht ihr:
Entscheidend ist nicht der Glaube an sich, entscheidend ist das Objekt
deines Glaubens! Und wenn dein Objekt nicht trägt, dann kann dein Glaube
noch so groß sein, du wirst nicht getragen werden. Und wenn da kein Sessel
da ist, kann dein Glaube noch so groß sein, du wirst mit dem Hintern auf
dem Boden landen. Weil: Es ist das Objekt, worauf es ankommt! Jetzt noch
was anderes: Wie wird Glaube im Leben sichtbar? Da gibt's viel Verwirrung!
Nämlich – das wir euch vielleicht verwirren: Das Maß deines Glaubens – du
fragst dich jetzt vielleicht: Bin ich jetzt gläubig? Bin ich ein gläubiger
Mensch oder nicht? Hab ich großen Glauben oder hab ich kleinen Glauben?
Ich kann es dir gleich sagen: Das Maß deines Glaubens - ist gleich – das
Maß deines Gehorsams! Gehorsam ist Glaube und Ungehorsam ist Unglaube. Ich
hab schon Christen getroffen, die haben gesagt: Mit dem Gehorsam hab ich
nicht so, aber gläubig bin ich. Ich hab so großen Glauben – Gehorsam ist
nicht so meine Sache, aber Glaube schon. Das ist Unsinn! Wenn du nicht
gehorsam bist, dann bist du nicht gläubig oder hast einen kleinen Glauben!
Lass mich das erklären: Der Lukas, der ist 13, ziemlich groß schon. Vor
sechs, sieben Jahren, da war er sechs, sieben – was weiß ich. Ich bin gut
in Mathe, gell? Da sind wir im Frühjahr klettern gegangen. Da gibt's so
einen Felsen bei uns der heißt: Der Totenstein. Da geh ich immer mit den
Kindern hin – zum Totenstein – da mach ich Andacht. Und da bin ich mit ihm
raufgeklettert – er ist recht geschickt. Ich bin zuerst rauf, hab das Seil
rumgefädelt durch einen Karabiner. Seil runter – Lukas angeseilt – beim
Raufklettern, ist er ziemlich schnell rauf. Freude daran gehabt, war das
erste Mal nach einem langen Winter. Und dann war er oben, hat
runtergeschaut und ist völlig ausgeflippt. Er hat nicht gewusst, dass es so
hoch ist. Und er hat oben angefangen zu schreien, hat sich überall
festgehalten und dann hab ich gesagt: Lukas, du musst dich ein bisschen
zurücklehnen. Ich lass dich runter, ich hab dich am Seil hier.". Der hat
nicht mehr zugehört, der hat nur noch geschrieen und geflucht und alles
Mögliche. Da hing er dann da oben und mir blieb nichts mehr übrig: Hab das
Seil ordentlich angerissen, dass...von der Wand. Und dann kam er halt
runter, hat geflucht und geschrieen und: War unmöglich. Da saß er da wie
ein Häuflein Elend – hab gewartet bis er sich beruhigt. Und dann hab ich
gefragt: Lukas, was war los da oben? Dann hat er gesagt: Ich weiß ja
nicht, ob du mich da hältst und usw. Dann hab ich noch ein bisschen
gewartet. Und als es besser wurde hab ich gesagt: Lukas, glaubst du echt,
dass ich nicht willig oder fähig wäre dich zu halten? Dann hat er noch
mehr geweint, weil: Natürlich weiß er, dass ich total fähig bin ihn zu
halten. Und ich bin total willig – würde mein Leben für ihn geben, das
weiß er. Dann hab ich gesagt: Glaubst du, dass ich fähig und willig bin
dich zu halten? Dann hat er gesagt: Ja, natürlich glaub ich's. Wie
konnte der Lukas mir jetzt beweisen, dass er an mich glaubt? Es gibt nur
eine Möglichkeit! Er ist wieder raufgeklettert und hat dann genau das
getan, was ich gesagt habe. Er konnte seinen Glauben an mich nur durch eine
Sache beweisen: Indem er in Gehorsam das tut, was ich ihm sage. Wenn du
dich gläubig nennst, kannst du das Gott nur durch eine Sache beweisen:
Indem du ihm glaubst und im Gehorsam das tust, was er sagt! Denn Glaube ist
Gehorsam! Schlagt mal auf – Jakobus 2, 17-18: So ist auch der Glaube, wenn
er keine Werke hat, in sich selbst tot. Es wird aber jemand sagen: Du hast
Glauben, und ich habe Werke. Zeige mir deinen Glauben ohne Werke, und ich
werde dir aus meinen Werken den Glauben zeigen! (Elberfelder). Ich werde
dir durch meine Werke, meinen Gehorsam, zeigen, dass ich glaube. Hier
geht's über Abraham – wir lesen dann in Jakobus 2, 21-23: Ist nicht
Abraham, unser Vater, aus Werken gerechtfertigt worden, da er Isaak, seinen
Sohn, auf den Opferaltar legte? Du siehst, dass der Glaube mit seinen
Werken zusammenwirkte und der Glaube aus den Werken vollendet wurde. Und
die Schrift wurde erfüllt, welche sagt: >>Abraham aber glaubte Gott, und es
wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet<<, und er wurde >>Freund Gottes<<
genannt." Ihr seht also, dass ein Mensch aus Werken gerechtfertigt wird und
nicht aus Glauben allein – ganz logisch. Denn: Dein Glaube kann nur
sichtbar werden durch Werke. Seht ihr: Gott kam zu Abraham und hat gesagt:
Abraham, ich möchte, dass du deinen Sohn Isaak opferst.". Abraham hätte
sagen können: Gott, ich glaube, dass wenn ich meinen Sohn Isaak opfere,
dass du ihn von den Toten auferwecken kannst. Ich glaube das kannst du tun,
ich glaube das kannst du tun.". Das hätte er 100 Mal sagen können, aber
wenn er nie gegangen wäre, wäre sein Glaube ohne Werke geblieben. Und damit
wäre sein Glaube tot. Wie konnte er Gott beweisen, dass er tatsächlich
glaubt, dass Gott die Toten auferwecken kann? Er hat gehen müssen, den
Isaak auf den Altar legen – bis dahin wo er ihn abschlachten wollte und
dann sagte Gott: Ok, du glaubst und dein Glaube rechtfertigt dich". Glaube
ohne Werke gibt es nicht! Seht ihr: Beim Abseilen ist es immer so
wunderbar. Ich hatte jetzt eine Gruppe mit so 20 Alkoholikern – super Zeit
gehabt – trockene Alkoholiker. Und die arbeiten mit anderen Alkoholikern,
jetzt helfen sie ihnen, um davon wegzukommen. Wir haben so ein Seminar
gemacht. Da waren wir vor ein paar Tagen wieder abseilen. Und da steht man
oben und erklärt ihnen: Das Seil hält 2500 Kilogramm, glaubst du das?".
Und die sagen: Ja, natürlich!". Ich bin ein Bergführer usw. - das glauben
sie schon. Das sind wirklich Gläubige. Dann sag ich: So, seil dich an,
fall zurück und erfreu dich am Abseilen.". Aber interessant: Ein paar
machen das nicht. Dann stehen sie oben, zittern und halten sich an allem
fest. Und dann sag ich: Glaubst du, dass das Seil 2500 Kilogramm hält?".
Sagen: Ja, glaub ich!" - Wie viel Kilogramm hast du?" - 70" - Glaubst
du, dass es dich tragen kann?" - Ja." - Lehn dich zurück." - Nein". Seht
ihr: Der Glaube ist da! Wie kann er jetzt beweisen, dass er wirklich
glaubt? Nur, indem er sich zurücklehnt. Und wenn du dich zurücklehnst und
merkst: Das hält!, dann fängst du an dich daran zu erfreuen. Das ist der
Titel vom anderen Buch: Nur wer loslässt, der wird gehalten. Wenn du nicht
loslässt, kannst du nie gehalten werden. Ein letztes noch und damit
schließe ich - eine Gefahr in christlichen Kreisen und zwar: Ich hab schon
Christen erlebt, die sagen: Mein fester Glaube bewirkt die Dinge". Das
heißt: Wenn ich an etwas nur fest genug glaube, dann bin ich echt ein
großgläubiger Mensch. Und es geht dann soweit, dass man sagt: Wir beten
über einen Kranken und wenn wir nur fest genug glauben, dann wird er
geheilt. Das ist so! Und wenn er nicht geheilt wird, dann haben wir zu
wenig geglaubt." Und wenn man dann betet – hab schon Christen getroffen –
wenn man für Heilung betet: Herr, nicht unser Wille, sondern dein Wille
geschehe", dann wird das als Glaubensschwäche interpretiert. Ich möchte
nicht missverstanden werden: Ich glaube an Heilung – bin selbst geheilt
worden. Es kann auch sein, dass Gott ein ganz klares Wort schenkt, dass
jemand geheilt wird. Dann kann man's auch beanspruchen. Aber: Zu behaupten,
dass ich von Gott mit meinem großen Glauben immer das bekomme, was ich
will, ist völlig unbiblisch! Ein Beispiel: Angenommen, ich fahre mit dem
Auto zum Nordkap – ganz schön weit. Und ich hätte jetzt einen alten,
klapprigen VW-Bus aus den 60er Jahren - rostig, halb kaputt. Und ich sage
zu dir: Weißt du was? Ich fahre mit diesem Ding morgen zum Nordkap". Weißt
du was einige von euch sagen würden? Sie würden sagen: Wow, du hast ganz
schön großen Glauben! Du glaubst mit diesem Ding zum Nordkap zu kommen!?".
Die bewundern meinen Glauben! Angenommen, ich hätte einen nagelneuen
Geländewagen hier stehen. Nagelneuer Geländewagen, alles durchgecheckt,
Reservereifen, alles drauf. Niemand würde mich nach meinem Glauben fragen!
Weil: Sie würden das Objekt anschauen und würden sagen: Ja, mit dem Ding
schaffst du es wahrscheinlich". Weißt du wann du deinen Glauben betonen
musst? Wenn du einen kleinen Gott hast! Wenn du an einen großen Gott
glaubst, an einen Geländewagen, der verlässlich ist, dann kommt dein Glaube
gar nicht ins Gespräch, sondern nur der große Gott! Wenn dein Gott aber
sehr klein ist, dann musst du andauernd deinen Glauben betonen. Weil: Dann
musst du mit deinem Glauben den kleinen Gott überreden, dass er etwas tut.
Christen, die immer ihren Glauben betonen haben einen kleinen Gott! Wenn
dein Gott groß ist, dann ist der Glaube eine selbstverständliche Sache!
Weil: Es geht ja um den großen Gott, dem du vertraust. Menschen und
Gemeinschaften, die immer nur den Glauben betonen, beweisen damit, dass sie
kein großes Vertrauen in das Objekt haben – in ihren Gott. Und ich betone
es deshalb, sonst würde ich's gar nicht sagen, weil ich immer wieder
Christen begegne, die sehr darunter leiden, die unter Druck kommen, die
ständig Angst haben: Ich hab zu wenig Glauben, und darum bin ich ein
schlechter Christ usw.". Sie fühlen sich dauernd unwürdig und kleingläubig.
Und wenn ich nur mehr Glauben hätte, dann wäre ich nicht deprimiert, dann
wäre ich nicht krank, dann hätte ich keine Geldsorgen und wäre froh und
glücklich.". Eine Theologie, die lehrt, dass wenn du großen Glauben hast,
immer froh, glücklich und gesund bist, ist eine gute Theologie für Menschen
denen es gut geht. Aber Freunde, es ist ein zermürbende Theologie, wenn du
mal krank wirst, Krebs bekommst und dein Kind verlierst. Seid vorsichtig!
Es ist nicht der Glaube, der in der Bibel betont wird, es ist das Objekt
des Glaubens – Gott, Jesus Christus, der betont wird! Im Hebräer 11 haben
wir eine ganze Liste von Glaubensvorbildern, in deren Leben Gott
eingegriffen hat. Wir lesen in Hebräer 11, 32: Und was soll ich noch
sagen? Denn die Zeit würde mir fehlen, wenn ich erzählen wollte von Gideon,
Barak, Simson, Jeftah, David und Damuel und den Propheten, die durch
Glauben Königreiche bezwangen, Gerechtigkeit wirkten, Verheißungen
erlangten, der Löwen Rachen verstopften, des Feuers Kraft auslöschten, des
Schwertes Schärfe entgingen, aus der Schwachheit Kraft gewannen, im Kampf
stark wurden, der Fremden Heere zurücktrieben. Frauen erhielten ihre Toten
durch Auferstehung wieder;" (Elberfelder) Durch ihren Glauben hat Gott in
ihr Leben eingegriffen. Dann geht die Liste weiter – Hebräer 11, 36:
Menschen mit demselben Glauben ... wurden gefoltert, sie wurden verhöhnt
und gegeißelt...Sie wurden gesteinigt, zersägt und versucht. Sie starben
den Tod durch das Schwert, gingen umher in Schafpelzen und Ziegenfellen.
Sie hatten Mangel, Drangsal...Sie, deren die Welt nicht wert war, irrten
umher in Wüsten und Gebirgen und Höhlen und den Klüften der Erde." Durch
denselben Glauben hat Gott in ihr Leben nicht eingegriffen. Jeder Mensch
wünscht sich Wohlstand, Glück und Gesundheit. Das ist völlig berechtigt.
Aber, wir können diesen Wunsch nicht beanspruchen. Das hat nichts mit
Glauben zu tun! In Apostelgeschichte 12 lesen wir, wie Jakobus enthauptet
wurde und gleichzeitig lesen wir, wie Petrus aus dem Gefängnis befreit
wurde. Derselbe Gott, der bei Petrus die Gefängnistüren aufgeschwungen hat,
ist der Selbe Gott, der dabeistand, als Jakobus enthauptet und als
Stephanus (Apostelgeschichte 7, 54-60) gesteinigt wurde. Mache niemals den
Umstand deines Lebens zu einer Glaubenssache! Wisst ihr warum Hiob gelitten
hat? Wer weiß, warum Hiob so gelitten hat? Weil er ein ungerechter Mann
war? Hat er gelitten, weil er ein ungläubiger Mann war? Wisst ihr warum
Hiob gelitten hat? Weil er ein gerechter Mann war, darum hat er gelitten!
Und Hiob war verwirrt. Und ich möchte schließen mit Hiob 23. Da war Hiob
verwirrt, er wusste nicht was los war. In Hiob 23, 3 lesen wir: Ach, dass
ich wüsste, wie ich Gott finden und zu seiner Stätte kommen könnte!..." und
dann - Hiob 23, 8-9: ...Siehe, gehe ich nach vorn, so ist er nicht da,
nach hinten, so bemerke ich ihn nicht, nach links, sein Tun schaue ich
nicht, biege ich ab nach rechts, so sehe ich ihn nicht." Weißt du was
manchmal die ehrlichste Antwort ist, wenn Menschen dich fragen: Was tut
Gott in deinem Leben?"? Die ehrlichste Antwort ist manchmal: Ich habe
keine Ahnung! Ich weiß es nicht! Ich schau nach vorn und sehe ihn nicht und
schau nach hinten und sehe ihn nicht. Links und rechts kein Spur von ihm."
Aber wisst ihr, was Hiob im nächsten Vers sagt? - Hiob 23, 10: Ja, er
kennt meinen Weg; wenn er mich prüft, so werde ich wie Gold hervorgehen!"
(Schlachter) Wisst ihr, was Hiob gesagt hat? Er hat gesagt: Ich habe keine
Ahnung, wo Gott ist. Ich verstehe den Umstand nicht, aber eins weiß ich:
Gott weiß, wo ich bin! Er kennt meinen Weg! Und, wenn er mich geprüft hat,
gehe ich hervor, wie reines Gold!". Das ist Glaube! Glaube an einen großen
allmächtigen Gott, der dich liebt, der dich niemals missbraucht und der es
gut mit dir meint! Jesus ist der einzige, der dein Leben verdient, denn er
ist der einzige, der es nie missbraucht! Glaubst du das? Glaubst du das?
Wenn du in deinem Herzen Ja sagst, kannst du es Gott nur beweisen, indem du
hier raus gehst und das tust, was er sagt. Es gibt keine andere Möglichkeit
zu glauben!
Himmlischer Vater, ich danke dir für dein gutes Wort. Ich danke dir für das
Geheimnis des Glaubens. Ich danke dir Herr, dass wir uns auf das Objekt
unseres Glaubens so völlig, ganz und gar, mit Haut und Haaren, einlassen
dürfen, weil wir wissen, dass du hältst, was du versprichst. Wir wissen:
Das Eis ist dick genug, um uns zu halten. Denn du bist der einzige, der für
unsere Sünden bezahlt hat mit seinem eigenen Blut. Du bist der einzige, der
von den Toten zurückgekommen ist und uns vom Vater erzählt hat. Du bist der
einzige, der uns heute füllen kann mit seinem Heiligen Geist und uns
befähigt ein Leben zu leben, das wir nicht können. Das wollen wir glauben,
Herr! Und im Glauben und im Gehorsam, wollen wir mit dir leben. Keine Frage
mehr, nur Gehorsam, im Glauben und Vertrauen an einen großen, liebenden,
allmächtigen, allgegenwärtigen Gott. Danke Herr, dass du der bist um den
sich alles dreht und dass wir deine Kinder sein dürfen! So viele aber ihn
aufnahmen, denen gab er das Recht Gottes Kinder zu sein, die an seinen
Namen glauben. Danke Herr! Danke für diese Zeit! Danke für diesen Ort!
Segne du und lass uns hinausgehen, als Kinder, die dir glauben – an einen
großen Gott. Amen!

