Serie•Teil 3 / 9Prophetische Texte
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Wir sind heute bei unserer weiteren Betrachtung von Texten über die sogenannte Endzeit. Wir haben gestern einen Text im Buch Daniel angeschaut, über die Siebzig-Jahr-Wochen. Ich habe betont, dass es dort drei Teile sind: die Zeit von sieben Wochen, plus 62 Wochen, plus eine Woche. Und ich wurde noch gebeten, ein paar Dinge zur Berechnung der Wochen zu sagen.
Wir haben ja gesagt, der erste Abschnitt geht sieben Wochen, und da ist kein Bauen. Das geht dann bis zu dem Zeitpunkt, wo die Israeliten angefangen haben zu bauen, von dem Zeitpunkt an, als Gott das Wort ausgehen ließ, dass Jerusalem wiederhergestellt und gebaut werden soll. Wir meinen, dass sich das wohl auf die Zeit etwa von der Zerstörung Jerusalems bezieht, als Jeremia diese Weissagung empfing. Jeremia 29 bis 34, diese Kapitel, wurden etwa um diese Zeit gegeben.
Dann kamen wir auf das Jahr 538. Dann kommt dieser lange Abschnitt mit den 62 Wochen, wo gebaut wurde, und zum Schluss die eine Woche der großen Bedrängnis unter Antiochus. Jetzt, wenn man genau rechnet, kommt man natürlich nicht auf die exakten Jahre, denn vor allem im mittleren Teil, diese lange Zeit. Das wären ja, wenn man das ausrechnen würde, 434 Jahre, aber das ist nicht mathematisch gezählt, habe ich gesagt. Von 538 bis 171 sind nur 367 Jahre und nicht 434 Jahre, aber Prophetie ist nicht Berechnung. Hier ist eine ungefähre Zählweise mit einer starken symbolischen Bedeutung.
Das haben wir oft in der Bibel. Dem Daniel wurde gesagt: nicht siebzig Jahre, sondern siebzig mal sieben Jahre. Und es erinnert an 3. Mose 26,23, wo Gott zu dem Volk sagte: Wenn ihr euch nicht von mir zurechtweisen lasst und mir widersteht, werde ich euch siebenfach schlagen. Also aus den siebzig, bis Jerusalem ganz wiederhergestellt werden wird, bis schließlich der Weg frei ist für den Messias, der das ewige, herrliche Jerusalem aufrichten wird, gehen siebenmal siebzig Jahre. Also deshalb eine ungefähre Zahl mit starker Symbolbedeutung.
Siebzig Jahre babylonische Gefangenschaft waren auch nicht genau siebzig, sondern etwa sechsundsechzig oder siebenundsechzig Jahre, von 605 bis 538 v. Chr. Manchmal begegnen wir in der Bibel diesem Ausdruck siebzig mal sieben. Zum Beispiel in Matthäus 18,22 und in 1. Mose 4,24. Dort wird es allerdings übersetzt mit siebenundsiebzig Mal. Siebenundsiebzig Mal soll Lamech gerecht werden; im Griechischen wird aber genau der gleiche Ausdruck gebraucht.
Auch in Matthäus 1, beim Geschlechtsregister, heißt es: Von da bis da sind es 14 Glieder, und von da bis da sind es noch mal 14 Glieder, und von da bis da sind es noch mal 14 Glieder. Er will unbedingt auf die Zahl 14 kommen. In Wirklichkeit hat er einfach drei Könige ausgelassen, um auf die Zahl 14 zu kommen, weil 14 die Zahl Davids ist. In der Bibel gibt es das manchmal, dass die Zahlensymbolik stark herausgestrichen wird. Deshalb ist wahrscheinlich hier dieser mittlere Teil ein bisschen kürzer ausgefallen, als er wirklich wäre.
Die Prophetie von Daniel 9 geht nicht auf die Kreuzigung, wie das die traditionelle Deutung sagt. Sie spricht von Antiochus, nicht von dem Herrn Jesus. Es wäre auch nicht möglich, denn es heißt dort: Nach den 62 Wochen wird die Stadt zerstört. Nun, wenn der Messias gekommen ist, wurde die Stadt ja nicht zerstört, als der Messias gekommen ist. Das ging ja noch 40 Jahre. Also dann würde hier die Zählung nicht mehr stimmen, verstehen Sie? Es passt einfach nicht hinein. Aber bei Antiochus passt alles, nur dass wir den mittleren Teil mit einer symbolischen Bedeutung messen, so dass der mittlere Teil nicht genau so arithmetisch, mathematisch gerechnet werden kann. Ansonsten passt alles bei Antiochus, bei der Deutung auf Antiochus hin.
Alle Prophetie in Daniel geht auf Antiochus: Kapitel 2, das Seleukidenreich ist das letzte; Kapitel 7 geht auf Antiochus, haben wir schon angeschaut; Kapitel 8 geht auf Antiochus; Kapitel 9 am Ende geht auf Antiochus; Kapitel 11 geht auf Antiochus; und Kapitel 12 geht auf Antiochus. Es geht immer um Antiochus. Das sollte eigentlich zu denken geben.
Warum sage ich das alles? Weil in den Endzeitbüchern diese Textstelle immer wieder verwendet wird. Und die bringt Verwirrung, Geschwister, bringt völlige Verwirrung über unsere Erwartung. Deshalb habe ich diese schwierige Textstelle gestern ausgewählt. Gut, dann kommt das Messiasreich, dann ist der Weg offen für das neue Jerusalem, das der Herr der Herrlichkeit aufrichtet, und sein ewiges Königreich, ein bisschen dargestellt in verkürzter Perspektive. Das heißt, er sieht nicht: Ab dem Antiochus sieht er dann gleich den Messias kommen. Das hatten wir schon gestern.
Heute wollen wir uns mit Matthäus 24 beschäftigen, das heißt eigentlich besser gesagt mit der Ölbergrede, die ja dreimal überliefert wurde. Wir sind froh, weil dadurch, dass auch Markus und Lukas uns einen Bericht über diese wichtige Rede überliefert haben, wir es jetzt noch genauer wissen. Ich würde sagen, wir schlagen Matthäus 24 auf, aber wir sollten auch einen Finger oder einen Zettel hineinlegen bei Markus 13 und vor allem bei Lukas 21, so dass ich auch versucht habe, auf der Folie ein paar Verse gegenüberzustellen. Den ganzen Text konnte ich aber nicht.
Also, in Matthäus 24, worum geht es? Wir lesen dort von einer Frage der Jünger an den Herrn Jesus. In Vers 3 sagen sie: Sage uns, wann wird das sein, und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung der Weltzeit? Bei Markus lautet die Frage: Sage uns, wann wird das sein, und was ist das Zeichen, wann das alles im Begriff ist, vollendet zu werden? Und bei Lukas heißt die Frage: Lehrer, wann wird das also sein, und was ist das Zeichen, wann dieses im Begriff ist zu geschehen?
Was denn? Wir müssen da zurückgehen in Matthäus 24, ganz am Anfang. In Vers 1 heißt es, Jesus ging hinaus und verließ die Tempelstätte. Und seine Jünger kamen herzu, ihm die Bauwerke der Tempelstätte zu zeigen. Aber Jesus sagte zu ihnen: Seht ihr nicht auf dieses alles? Wahrlich, ich sage euch, keinesfalls wird hier Stein auf Stein gelassen werden, der nicht abgebrochen werden wird.
Der Herr Jesus hat hier also von der Tempelzerstörung gesprochen. Und es sollte der Tempel völlig zerstört werden, es soll nicht Stein auf Stein bleiben. Er redet also von einem ganz konkreten Ereignis. Und auf diese Aussage hin haben die Jünger ihn gefragt, als sie dann alleine waren: Wann wird das sein? Nach Markus: Was ist das Zeichen, wann das alles im Begriff ist, vollendet zu werden? Und bei Lukas auch so ähnlich: Wann wird das sein, und was ist das Zeichen, wann dieses im Begriff ist zu geschehen?
Nur bei Matthäus kommt noch ein kleiner Zusatz hinzu: Wann wird das sein, und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung der Weltzeit? In den Augen der Jünger war es ganz klar: Wenn der Tempel zerstört wird, ist die Vollendung der Weltzeit, das heißt des Zeitalters, und die Ankunft.
Wenn wir jetzt den Zusammenhang beachten, müssen wir noch ein bisschen weiter zurückgehen in Matthäus 23. Dort hatte der Herr Jesus ein Gespräch mit den Pharisäern und Schriftgelehrten. In Vers 34 sagte er: Deswegen siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte, und von ihnen werdet ihr einige töten und kreuzigen, und einige von ihnen werdet ihr in euren Synagogen geißeln, und ihr werdet sie verfolgen von Stadt zu Stadt, auf dass über euch komme alles Gerechte auf der Erde vergossene Blut, vom Blut Abels des Gerechten bis zum Blut des Zacharias, des Sohnes Berechias, den ihr zwischen dem Heiligtum und dem Altar ermordetet. Wahrlich, ich sage euch, dieses alles wird über dieses Geschlecht kommen.
Jerusalem, Jerusalem, die die Propheten tötet und die steinigt, die zu ihr hingesandt worden sind. Wie oft wollte ich deine Kinder sammeln, in der Weise, wie eine Henne ihre eigenen Küken unter die Flügel sammelt, und ihr wollt nicht. Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen werden. Denn ich sage euch: Hinfort werdet ihr mich nicht sehen, bis ihr sagt: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn.
Hier ist ein Gespräch mit den Führern Jerusalems, und der Herr spricht über das Gericht, das kommen wird. Er sagt in Vers 36: Dieses alles wird über dieses Geschlecht kommen. Und in Vers 1 spricht er zu den Jüngern und betont, dass der Tempel zerstört werden wird. Die Jünger fragen dann, wann das sein wird, und fragen auch, was das Zeichen ist, woran sie das erkennen können. Es ist ja etwas, was sie betrifft. Der Herr hat hier von einem nahen Gericht gesprochen, und natürlich ist die Frage ganz klar, dass die Jünger jetzt fragen: Wann und was ist das Zeichen?
Wir müssen also jetzt erwarten, dass der Herr Jesus auf diese Frage eine Antwort gegeben hat. Und so wie der Herr Jesus ist, hat er zuerst ein seelsorgerliches Anliegen. So beginnt er in Vers 4 mit den Worten: Seht zu, dass nicht jemand euch irreführe. Denn viele werden kommen unter Berufung auf meinen Namen und sagen: Ich bin der Gesalbte, der Messias. Und sie werden viele irreführen.
Der Herr Jesus hat ein Anliegen. Er möchte, dass diese Jünger, die er so liebt und die er so mühsam belehrt hat, sich nicht verführen lassen. Gerade dann, wenn es drunter und drüber geht, ist man oft in Gefahr, wenn alle aufgeregt sind, auf irgendwelche Leute zu hören, die nicht die Wahrheit sprechen. Lasst euch nicht verführen!
Vers 6: Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgerüchten. Seht euch stets vor, seid nicht beunruhigt, denn es muss alles geschehen, doch es ist noch nicht das Ende. Also das Ende kommt nicht gleich, wenn ihr irgendwo hört, dass es jetzt einen Krieg gibt.
Nun, es war damals so, dass es Kriege und Kriegsgerüchte gab in jener Zeit. Zum Beispiel im Jahre 54 fielen die Parther in Armenien ein, und Nero, der Kaiser des Römischen Reiches damals, hat eine Armee zusammengetrommelt und ist dann dort im Osten gegen die Parther gezogen. Das war gar nicht weit weg von Israel. Das haben die Jünger gehört: Kriege und Kriegsgerüchte.
Oder natürlich ab 66 wurde es dann sowieso sehr, sehr schwierig, denn dann begann der römisch-jüdische Krieg. Aufgrund dieses Krieges, das begann schon im Jahr 66 damit, dass ein Statthalter von Jerusalem, der hieß Gessius Florus, drei Kohorten von Römern in die Stadt geholt hat und dort 3000 Zivilisten niedergeschlagen hat in Jerusalem. Also der römische Statthalter, der Prokurator, der eigentlich dort für Ruhe und Ordnung sorgen sollte, hat die Juden angestachelt zum Krieg. Er hat den Tempelschatz aus dem Tempel dort in Jerusalem geraubt und alles Mögliche gemacht, um die Juden zu einem Krieg gegen Rom anzustacheln. Wir werden darüber noch reden.
Dann, im Oktober des gleichen Jahres 66, kam der Legat von Syrien, als Nero den Juden den Krieg erklärte. Und der Legat von Syrien ist mit 30 Soldaten herangerückt an Jerusalem und hat Jerusalem belagert. Also war da wirklich von Krieg die Rede, und zwar sehr stark. Zum Glück hat er die Belagerung wieder abgebrochen. Dann haben die Zeloten, die eifrige Partei der Juden, die Armee besiegt, weil der Mann taktisch unklug gehandelt hat. Und dann sind die Zeloten ihm nachgejagt, und es waren viele, viele Soldaten dort von Juden, die dann 6000 Römer getötet haben, von den 30.000. Es war eine fürchterliche Niederlage des Cestius Gallus, so hieß der Mann.
Und so ging es dann weiter. Im Jahr 67 kam Vespasian, der Generaloberste des römischen Heeres, mit einem Riesenheer von 60.000 Soldaten über den Nordflügel, über Asia, über die heutige Türkei, kam er dann vom Norden nach Israel und bekriegte die Juden. Alle Juden sind aus der Diaspora, aus der Zerstreuung, zurück ins Land und haben sich dort gesammelt, um ihm zu begegnen, mit 100.000 Mann. Also 60.000 Römer gegen 100.000 Juden, und es gab eine schreckliche Niederlage der Juden. Vespasian hat die Römer zum Sieg geführt dort in Galiläa, und das ging dann weiter so bis ins Jahr 70 hinein. Wir werden später noch darüber reden.
Jedenfalls gab es Volkserhebungen auch schon unter Caligula. Er sagt hier: Ihr werdet hören, Vers 7: Es wird sich Volk gegen Volk erheben und Königreich gegen Königreich. Gemeint sind die kleinen Königreiche innerhalb des Reiches beziehungsweise am Rand des Reiches. Gemeint sind also alles Dinge im ersten Jahrhundert, die dann tatsächlich geschahen. Caligula wollte Statuen im Tempel aufstellen lassen, und da gab es eine Volkserhebung der Juden in Jerusalem, und Caligula ist zum Glück früh gestorben. Sonst wäre es zu einem Krieg gekommen.
Dann, im Jahr 54, lässt der Prokurator Felix, der Statthalter, den Hohen Priester von Jerusalem durch irgendwelche Sikarier töten, also eine verbrecherische Gruppe. Er lässt den Hohen Priester töten. Und die Wut der Juden steigerte sich. Man kann sich vorstellen, wie es geschwelt hat dort in Jerusalem. Und man versteht hier die Worte, wenn der Herr Jesus sagt: Es wird sich Volk gegen Volk erheben und Königreich gegen Königreich.
Also, das bezieht sich auf die Jünger damals, auf ihre Situation. Der Herr redet hier nicht von Japan und von Russland und vom Zweiten Weltkrieg, das war nicht sein Thema. Hier redet er zu diesen seinen geliebten Jüngern, und er hat ein seelsorgerliches Anliegen für sie. Und er sagte: Ihr werdet hören von Hungersnöten.
Vers 7: Es werden Hungersnöte und Seuchen und Beben sein an verschiedenen Orten. Es gab eine riesengroße Hungersnot in den 40er-Jahren, und ein paar Jahre vorher und nachher gab es Missernten zur Zeit von Claudius. Dann entstand eine riesengroße Hungersnot, vor allem auch in Judäa, und die Geschwister haben ihnen Geld geschickt von Makedonien, damit die Geschwister in Judäa überleben können. Davon lesen wir in Apostelgeschichte 11,28.
Dann gab es Seuchen, zum Beispiel im Jahr 61 gab es eine sehr große Pest in Asia, in der heutigen Türkei, in Ephesus und den umliegenden Städten dort, eine riesengroße Seuche, die viele dahinraffte. Es gab auch Erdbeben damals. Unter Claudius, unter Caligula gab es schon Erdbeben in den 50er- und 40er-Jahren. Da gab es Erdbeben, ein großes Erdbeben im 60er-Jahr in Laodicea und in Kolosse und Hierapolis, in Smyrna, in Milet, in Chios und Samos. Das sind die griechischen Inseln, die zwei letzten, und Milet ist an der Küstengegend und Smyrna auch nicht weit von der Küste. Jedenfalls, ich weiß nicht, nicht weit von der Küste, es ist ein bisschen übertrieben, es ist schon weit von der Küste. Aber es gab dort ein großes Erdbeben oder mehrere große Erdbeben. Laodicea ist zerstört worden, wurde dann aber schnell wieder aufgebaut, weil die eine sehr reiche Stadt waren.
Im Jahr 62 in Kampanien, im Jahr 63 in Pompeji ein großes Erdbeben, im Jahr 68 gab es in Jerusalem ein Erdbeben und in Judäa. Also es gab so genügend Erdbeben in jener Zeit, von der der Herr Jesus hier spricht.
Und vergessen wir nicht: Der Rahmen, von dem er spricht, ist immer noch die Tempelzerstörung. Er sagt: Wartet, es werden viele Dinge geschehen, aber das ist noch nicht das Ende, das Ende, von dem er vorher gesprochen hat. Es wird hier nicht Stein auf Stein bleiben, das Ende des Tempels und damit auch der alttestamentlichen Haushaltung.
Also, diese Zeit war eine schwere Zeit, und der Herr Jesus warnt seine Jünger und sagt in Vers 8: Aber dieses alles ist der Anfang der Wehen. Das heißt, es wird noch dicker kommen, es wird noch schwerer kommen, bis das geschieht, was ich jetzt gesagt habe, dass kein Stein auf dem anderen bleiben wird.
Dann werden sie euch in Bedrängnis ausliefern, also euch meint der Herr Jesus, diese Jünger, mit denen er gerade spricht. Dann werden sie euch in Bedrängnis ausliefern und werden euch töten, und ihr werdet von allen Völkern gehasst sein wegen meines Namens. Das Wort Völker heißt in der Bibel auch Heiden, also man könnte entweder Heiden übersetzen oder Völker, und es ist nicht klar: Heißt es jetzt von den Heidenvölkern oder heißt es von allen Völkern?
Nun, das Wort alle Völker, wenn wir das lesen, dann müssen wir Acht geben, dass wir das nicht im wissenschaftlichen Sinne verwenden. Wir dürfen nicht die Bibel so lesen, mit dem Verständnis, das wir heute im 21. Jahrhundert von allen Völkern haben, nicht allen Nationen, denn die haben nichts gewusst von allen Nationen. Gemeint sind die Völker rundherum natürlich, gemeint sind diese Völker, die im Römischen Reich vertreten waren, und das waren viele.
In Apostelgeschichte 2,5 lesen wir, dass in Jerusalem alle Völker vertreten waren, alle Völker waren da, damals am Pfingstfest. Wir lesen Apostelgeschichte 2,5: Es waren in Jerusalem wohnhaft Juden, gewissenhafte und gottesfürchtige Männer aus jedem der Völker unter dem Himmel. Aus jedem der Völker, bitte das dürfen wir nicht im wissenschaftlichen Sinne verstehen, sondern aus diesen Völkern, die dort im Römischen Reich vertreten waren. Das waren hier 14 Stück, er zählt die dann alle auf in den nächsten Versen: Parther und Meder und Elamiter und Mesopotamier, Judäa, Kappadozien, Pontus, Asien, Phrygien, Pamphylien, Ägypten, Libyen, Kyrene und so weiter.
Also was er meint: aus jedem Volk unter dem Himmel. Das ist relativ zu verstehen, und so ist es auch gemeint. Die Jünger sollten von allen Völkern, von allen Heiden, die hier vertreten sind im Römischen Reich, gehasst und verfolgt werden. Aber sie sollen ein Zeugnis sein für diese Menschen.
Also gehen wir wieder zurück zu Matthäus 24: Ihr werdet von allen Völkern gehasst sein wegen meines Namens, und dann werden viele Anstoß nehmen und zu Fall kommen, und werden einander ausliefern und einander hassen. Es ist hier nicht ganz klar, ob der Herr Jesus mit ihr, ihr Juden meint oder ihr Christen, aber ich nehme an, dass er die Gläubigen meint. Aber es sind ja alles Judenchristen gewesen. Petrus und Johannes und Jakobus und alle, wie sie da stehen vor ihm, sind jüdischer Herkunft. Und deshalb hier ein Unterschied: Ihr, ihr jüdischen Christen, werdet von den Heiden gehasst werden, das heißt, es wird eine Verfolgung über euch kommen, und sie werden gegen euch sein. Aber nicht nur gegen euch Gläubige, es wird sogar so weit kommen, dass sie gegen die Juden überhaupt sein werden. Und dann wird im Volk, in diesem jüdischen Volk, ein Bürgerkrieg ausbrechen oder ein gegenseitiges Hassen, ein gegenseitiges Sich-Ausliefern. Sie werden einander ausliefern und einander hassen.
Sie werden Anstoß nehmen und zu Fall kommen, viele Christen werden abfallen, weil sie unter Druck kommen, und werden sogar einander verraten und ausliefern, ob es jetzt Christen und Christen betrifft oder Juden und Juden, wahrscheinlich beides. Also sagt der Herr Jesus hier eine ganz, ganz schlimme Zeit voraus, und das alles im Rahmen dessen, was er gesagt hat: Der Tempel wird zerstört werden. Aber er sagt: Das ist noch nicht das Ende. Noch nicht das Ende, von dem er gerade vorher gesprochen hat, noch nicht das Ende des Tempels. Bevor der Tempel zerstört wird, wird das alles geschehen.
Nun, wir wissen mittlerweile heute, dass der Tempel im Jahre 70 nach Christus zerstört wurde. Das heißt, es verliefen 40 Jahre, vom Jahr 30, als der Herr Jesus hier das sprach, bis zum Jahre 70. Und in dieser Zeit war das in Israel eine ganz schreckliche Zeit, vor allem die letzten zehn Jahre. Die Sechzigerjahre in Israel waren schrecklich.
Er sagt hier: Und wegen der Vermehrung der Gesetzlosigkeit wird die Liebe der vielen erkalten. Dieser Ausdruck der vielen, das haben wir bei Daniel auch schon gehabt, die vielen, ist hier die Masse des Volkes. Die Masse des Volkes wird kalt werden, was die Liebe betrifft. Das heißt, unter dem ganzen Druck, der jetzt kommen wird auf das Volk, wird die Liebe erkalten.
Wenn Sie die Geschichte lesen, es gibt ja Geschichtsbücher aus der damaligen Zeit. Tacitus zum Beispiel hat seine Annalen, seine Jahrbücher geschrieben. Tacitus schreibt darüber. Hegesippus schreibt darüber. Und einen habe ich mitgenommen, der heißt Flavius Josephus, Josephus Flavius. Das war ein Jude. Er hat ein Buch geschrieben, die Geschichte des jüdischen Krieges. Er war einer, der damals das Heer anführte mit hunderttausenden Soldaten von Juden, jüdischen Soldaten gegen die Römer. Und als er gesehen hat, sie verlieren gegen die Römer, dann ist er übergelaufen zu den Römern, und das rettete sein Leben, und er wurde der Informant für die Römer. Also er war eigentlich ein Verräter. Er hat dann die Geschichte geschrieben. Er hat ja als Augenzeuge einiges zu sagen gehabt. Manchmal schmeichelt er den Römern ein bisschen in seinem Buch, das merkt man, aber ansonsten, denke ich, dürfen wir schon das meiste hier als Fakten annehmen, was er beschrieben hat. Das ist ein sehr interessantes Buch und es gibt uns sehr viel Aufschluss über die damalige Zeit.
Aber jetzt zurück zum Text: Und wegen der Vermehrung der Gesetzlosigkeit wird die Liebe der vielen erkalten. Aber der, der bis zum Ende Ausdauer bewahrt haben wird, der wird gerettet werden. Hier kommt das seelsorgerliche Anliegen des Herrn Jesus wieder zum Ausdruck. Er möchte, dass seine Jünger in dieser furchtbaren Zeit festhalten an der Wahrheit, festhalten an dem Herrn Jesus. Sie müssen hierdurch, sie müssen ausharren. Und wenn sie ausharren, dann werden sie ihre Seele retten.
In der Parallelstelle in Lukas 21 sagt er: Durch euer Ausharren rettet eure Seelen. Ich lese das vor: Lukas 21,19: Durch eure Ausdauer oder durch euer Ausharren gewinnt eure Seelen, rettet eure Seelen. Es geht also um die Seelenrettung, es geht darum, dass man in dieser schweren Zeit treu bleibt. Das ist übrigens für alle Christen wichtig. In schwierigen Zeiten, in Kriegszeiten, in Zeiten, wo großer Druck kommt, da gilt dieses Wort, und viele haben sich schon an dieses Wort geklammert: Durch euer Ausharren gewinnt eure Seelen.
Übrigens, Lukas berichtet hier noch ein bisschen mehr. Wenn wir gerade bei Lukas sind, können wir gerade hier noch lesen: Lukas 21,10: Es wird aufstehen Volk gegen Volk und Königreich gegen Königreich, auch große Beben an verschiedenen Orten, und Hungersnöte und Seuchen werden sein, auch Schreckensereignisse, und große Zeichen vom Himmel wird es geben. Interessant, dass dieser Mann Josephus Flavius berichtet, dass es am Himmel Zeichen gab, ganz eigenartige Planetenkonstellationen und einige eigenartige Erscheinungen am Himmel. Einmal sagte er, es seien irgendwelche Engelsgestalten erschienen am Himmel, und verschiedene Dinge, eigenartige Dinge soll es gegeben haben. Und ich glaube nicht, dass der Mann einfach phantasiert, und er sagt, das hätten mehrere bezeugt. Also diese Zeichen und Wunder am Himmel und Schrecknisse an der Himmelswelt, also an dem Firmament, waren tatsächlich vorgekommen.
Vers 12: Aber vor diesem allen, also bevor dieses alles geschieht, werden sie ihre Hände an euch legen und euch verfolgen. Also diese Zeichen am Himmel berichtet Josephus, das war in dem Jahr 66, wenn ich mich recht erinnere. Und vor diesem allen, also vor dem Jahr 66, werden sie die Hände an euch legen. Das war dann tatsächlich so. Es gab eine schreckliche Christenverfolgung schon vor dem Jahr 66, ich komme gleich darauf zurück. Sie werden die Hände an euch legen und euch verfolgen, und sie werden euch an Synagogen und Gefängnisse ausliefern und vor Könige und Statthalter führen.
Merken Sie: Könige und Statthalter, wir sind immer noch im jüdischen Bereich. Statthalter, das waren Menschen in Judäa, das waren die Eingesetzten von den Römern. Hier geht es nicht um irgendeine Verfolgungszeit im 20. Jahrhundert, hier geht es um die Zeit damals, vor den Statthaltern, vor den Königen wurden sie geführt, wie der Apostel Paulus ja auch vor König Agrippa geführt wurde. Und auch vor den Statthalter Felix.
Wegen meines Namens. Vers 13: Es wird euch aber zu einem Zeugnis ausschlagen. Setzt es euch also in eure Herzen hinein, nicht im Voraus in Sorge zu sein, wie ihr euch verteidigen sollt, denn ich werde euch geben Mund und Weisheit, der alle eure Gegner nicht werden widersprechen noch widerstehen können. Ihr werdet aber sogar von Eltern und Brüdern und Verwandten und Freunden ausgeliefert werden.
Hier merkt man: Unter dem großen Druck der Verfolgung werden sogar die eigenen Verwandten, jüdische Verwandte, diese, die Christen geworden sind, ausliefern. Also eine furchtbare Zeit in der Verfolgung. Und vielleicht kann ich das hier jetzt schon sagen: Diese Verfolgungszeit, die wurde, wenn wir die Apostelgeschichte lesen, wir lesen ja öfter von Verfolgung, und zwar war die größte Verfolgung, die die Christen erlitten, von den Juden. Zum Beispiel in Thessalonich. Da waren die Juden die, die die Römer anstachelten, dass die Römer die Christen einkerkern sollten und verfolgen sollten, weil die Juden die Christen hassten, weil die Christen den Namen des Messias Jesus verkündigten, und das war ihnen ein Dorn im Auge, denn sie sagten: Nein, das sind Irrlehrer, das sind falsche Juden, das sind nicht richtige Juden und so weiter.
Jedenfalls gab es in dieser Zeit schon Verfolgung. Aber es gab dann eine Zeit, und Petrus’ Brief schrieb davon. Petrus schrieb in seinem Brief, dass sie sich über die Hitze der Verfolgung, die über sie kommt, nicht befremden lassen sollten, als widerführe ihnen etwas Fremdartiges, sondern insofern sie der Leiden des Christus teilhaftig sind, sollten sie sich freuen, dass sie auch Mitteilhaber an der Herrlichkeit werden. 1. Petrus 4,12.
Und Petrus hat mehrmals darauf hingewiesen, dass ein großes Gericht kommen werde. Im Petrusbrief, geschrieben ungefähr 63 nach Christus, hat er geschrieben: 1. Petrus 4,7: Das Ende aller Dinge ist nahe herbeigekommen. Also er spricht auch von einem Ende. Aller Dinge heißt hier nicht das Ende von dem Globus, sondern er spricht auf seine Zeit hin, deshalb sagt er ja nahe herbeigekommen. Das war das Ende der jüdischen Haushaltung, das Ende des Judentums, mit dem Ende des Tempels und mit all dem Drumherum. Petrus wusste, dass sie hier auf eine riesengroße Krise zugehen. Aber er hat auch gewusst, es wird eine Christenverfolgung noch stärker werden, und er schreibt dann in 1. Petrus 4,17, Sie können das nachlesen, es wird das Gericht am Hause Gottes beginnen. Am Hause Gottes, damit meint er wahrscheinlich die Christen und nicht den Tempel, obwohl ja der Tempel auch gerichtet wurde. Aber dort in 1. Petrus 4,17: Der Zeitpunkt ist da, der Zeitpunkt ist da, sagt er, es ist schon am Anbrechen, der Zeitpunkt ist schon da, zu dem Zeitpunkt, als er das geschrieben hat, damals, im Jahr 63, der Zeitpunkt ist schon da, an welchem Gericht vom Hause Gottes her beginnen sollte. Wenn aber zuerst bei uns, was wird das Ende derer sein, die der guten Botschaft Gottes im Unglauben ungehorsam sind? Und wenn der Gerechte mit Mühe gerettet wird, wo wird der Ehrfurchtslose und Sünder erscheinen?
Inwiefern hat das Gericht bei den Christen begonnen? Es kam eine ganz große Christenverfolgung, das war so. In Rom gab es einen riesengroßen Brand im Jahre 64. Rom war eingeteilt in 14 Stadtteile, und zehn Stadtteile von Rom sind abgebrannt, und vier Stadtteile sind übrig geblieben, und zwar deshalb, weil der Fluss Tiber da gerade so einen Bogen macht, und auf der anderen Seite des Flusses konnte das Feuer nicht hin, weil das Wasser dazwischen war. Und so sind diese Häuser verschont geblieben. Und wer wohnte auf dieser Seite? Dort wohnten meistens Juden und Christen. Also die meisten, die in diesem Viertel, das verschont geblieben war, wohnten, waren Juden und waren Christen.
Dann war die Frage: Wer hat das Feuer gelegt? Und dann gab es für alle Leute nur eine Antwort, und der Kaiser Nero hat sich dann entschieden: Die Schuldigen sind die Christen. Entweder die Christen oder die Juden, aber die Juden, mit denen war er auf gutem Fuß. Damals noch im Jahr 64 war Nero, der Kaiser, mit den Juden in Rom und auch mit anderen Juden im Land eigentlich noch freundschaftlich. Warum? Weil er mit einer Frau verheiratet war, die hieß Poppaea, und Poppaea war eine Proselytin, eine Jüdin, also eine Frau, die zum Judentum übergetreten war. Und über diese jüdische Frau war eine ganz gute Beziehung zu den Juden vorhanden. Also konnte man die Schuld nicht den Juden in die Schuhe schieben, sondern man hat die Schuld den Christen in die Schuhe geschoben. Die Juden haben sich so gefreut darüber, denn die Juden hassten die Christen bis aufs Blut. Sie wollten, dass diese Christen ohnehin schon längst beseitigt gehören.
Dann ging ab August, das Feuer war im Juli, ab August 64 ging dann eine so schreckliche Christenverfolgung los, wie man sie sich nicht vorstellen kann. Nero hat sich alle Späße ausgedacht, was er den Christen tut, und hat sie öffentlich angezündet, hat sie eingenäht in Säcke und furchtbare Dinge, die will ich gar nicht aussprechen. Jedenfalls ist diese Christenverfolgung, die erste globale Christenverfolgung, über das ganze Römische Reich ausgebreitet worden. Manche Geschichtsschreiber verneinen das und sagen: Nein, diese Verfolgung blieb beschränkt auf die Stadt Rom. Aber es gibt Geschichtsschreiber, und ich bin dem nachgegangen, einige Sachen habe ich auch hier. Wen das interessiert: Es gibt genügend Beweise, dass die Christenverfolgung damals eine globale Christenverfolgung war, das heißt, im ganzen Römischen Reich haben die Juden die Gelegenheit wahrgenommen: Jetzt können wir den Christen jetzt heimzahlen. Und die Juden haben die Römer verwendet auf diese Weise, um jetzt die Christenheit auszuradieren im Römischen Reich.
Und wir wissen nicht, wie viele Tausende von Christen getötet wurden in diesen Jahren 64, 65, 66 und ich weiß nicht wie weit hinein. Bis jedenfalls Nero starb im Jahre 68, spätestens da hat sich das dann gelegt. Aber ich will jetzt nur davon sagen: Wenn Petrus geschrieben hat, das Gericht wird beim Hause Gottes beginnen, dann schreibt er in seiner Situation, ein Jahr vor dem Brand Roms, das ist doch sehr, sehr deutlich, dass es hier also um eine Christenverfolgung geht, die unmittelbar bevorstand. Und der sagt: Wenn es bei uns schon so schrecklich wird, wie viel schlimmer wird das Gericht über die Gottlosen und Sünder? Und er denkt hier an seine Stammesgenossen, an Israel, das gottlose Israel, das ihm so am Herzen lag. Wie wird das Gericht werden, das über Israel kommen wird? Und das kam in den Jahren 67 bis in furchtbarer Weise, wir werden gleich noch davon hören.
Also, jetzt gehen wir wieder zurück zu unserem Text in Matthäus 24. Nein, wir waren ja in Lukas 21. Vers 14: Setzt es euch also in eurem Herzen hinein, nicht im Voraus in Sorge zu sein, wenn ihr euch verteidigen sollt. Ich merke gerade, jetzt hätten wir eine gute Zeit, wo wir eine Pause machen könnten. Singen wir hier ein Lied und stehen wir dann auch dazu auf? Wollen wir hier einen Schnitt machen? Ja, wir sind jetzt in Lukas 21,14, und der Finger ist auch noch in Matthäus 24 drinnen. Da werden wir gleich zurückkehren, aber bleiben wir noch bei Lukas 21.
Ich werde euch, Vers 15, Mund und Weisheit geben, Weisheit, der alle eure Gegner nicht werden widersprechen noch widerstehen können. Und dann Vers 16, habe ich schon gelesen: Ihr werdet sogar von Eltern und Brüdern und Verwandten und Freunden ausgeliefert werden, und sie werden etliche von euch zu Tode bringen, und ihr werdet gehasst sein bei allen wegen meines Namens, bei allen, in Matthäus hatten wir gelesen, bei allen Völkern. Hier sagt er: bei allen. Das zeigt, es geht um die Menschen, bei den Heiden und bei den Juden, aber vor allem bei den Heiden.
Und gar kein Haar von eurem Haupt soll umkommen. Also die Christen werden gehasst werden von Juden und Heiden, und die Juden werden gehasst werden mit der Zeit mehr und mehr von den Heiden, je mehr dann der römisch-jüdische Krieg sich entwickelt. Aber was die Gläubigen betrifft, für sie gilt Vers 18: Und gar kein Haar von eurem Haupt soll umkommen. Durch euer Ausharren gewinnt eure Seelen.
Wenn ihr aber Jerusalem von Heerestruppen umringt seht, dann habt Kenntnis, dass ihre Verwüstung nahe gekommen ist. Dann sollen die in Judäa in Richtung der Berge fliehen, und die in ihrer Mitte daraus entweichen usw. Also, wir sehen hier, es geht um die Zeit der Zerstörung Jerusalems und die Zeit vorher, das heißt die Jahre von 30 bis 70 nach Christus.
Jetzt gehen wir wieder zurück zu Matthäus 24. Dort waren wir gerade stehen geblieben, wenn Sie sich erinnern, in Matthäus 24,13: Aber der, der bis zum Ende Ausdauer bewahrt haben wird, der wird gerettet werden. Also die Gläubigen sind aufgerufen auszuharren. Und in Vers 14 sagt er: Und dieses Evangelium, diese Botschaft vom Königreich, wird im ganzen Weltreich verkündet werden, allen Völkern zum Zeugnis, und dann wird das Ende kommen.
Welches Ende? Was war der Zusammenhang? Er hat immer noch, wir sind immer noch beim gleichen Thema, Geschwister, der Herr verändert das Thema nicht so schnell. Er ist immer noch beim selben Thema. Er ist immer noch bei dem, dass kein Stein auf dem anderen bleiben wird von diesem Tempel. Danach haben sie ihn ja gefragt, und das hat er ihnen geantwortet.
Also die gute Botschaft vom Königreich wird im ganzen Weltreich verkündet werden. Der Herr Jesus hat hier vorausgesagt, dass bis zur Zerstörung des Tempels die Botschaft im gesamten Weltreich verkündet wird. Übrigens, das Wort, das hier verwendet wird, heißt im Griechischen Ökumene, und Ökumene für Weltreich bedeutet auf Lateinisch Imperium. Das heißt, es ist einfach die bewohnte Welt, das, was man kennt als Welt. Überall wird das Evangelium verkündet werden. Das hier ist nicht eine Weissagung, dass einmal in Jakutien und in Australien und überall das Evangelium verkündet wird und auf den Neuen Hebriden und überall. Das ist hier nicht das Thema.
Was der Herr Jesus hier meinte, ist, dass das Evangelium überall hinausgehen wird in die damals bekannte Welt. Paulus hat geschrieben im Kolosserbrief. Wir wollen das jetzt aufschlagen in Kolosser 1,5 und 6. Paulus hat geschrieben, als er im Jahre 60 aus dem Gefängnis schrieb, oder 60 oder 61 dort schrieb, da hat er gesagt: Und da spricht er von der Hoffnung, Vers 5, die euch in dem Himmel hinterlegt ist, von der ihr zuvor hörtet im Wort der Wahrheit der guten Botschaft, die zu euch kam, so wie auch in aller Welt, und sie bringt von sich aus Frucht. Also die Botschaft kam zu euch und kam in die ganze Welt, und sie bringt von sich aus Frucht, so wie es auch unter euch ist von dem Tage an, als ihr sie hörtet und die Gnade Gottes in Wahrheit erkanntet.
Vers 23 im selben Kapitel, Kolosser 1,23: Wenn ihr wirklich im Glauben bleibt, gegründet und gefestigt und nicht abbewegt werdet von der Hoffnung der guten Botschaft, die ihr hörtet, die verkündigt wurde in der ganzen Schöpfung. Haben wir es gelesen? Zur Zeit von Paulus war das Evangelium verkündigt worden in der ganzen Schöpfung. Das, was der Herr gesagt hat: Verkündigt es in der ganzen Schöpfung. Das haben sie getan. Natürlich war das die damals bekannte Schöpfung. Man wusste nichts von China und von Schottland und Irland und Grönland und so weiter. Aber der Herr Jesus bezieht sich dennoch auf diese Zeit von damals.
Also alles, was wir jetzt gelesen haben, wir gehen wieder zurück zu Matthäus 24, alles, was da steht von Vers 4 bis Vers 14, bezieht sich auf jene Zeit jener Jünger, mit denen der Herr gesprochen hat, bis zu dem Zeitpunkt, wann kein Stein auf dem Tempel mehr bleiben wird. Und dann kommt Vers 15, Matthäus 24,15: Und der Herr setzt seine Rede fort: Wenn ihr also den Gräuel der Verwüstung, von dem durch Daniel, dem Propheten, geredet wurde, an heiligem Ort werdet aufgestellt sehen, der es liest, bedenke es, dann sollen die, die in Judäa sind, auf die Berge fliehen. Der, der auf dem Dach ist, steige nicht hinab, etwas aus dem Haus zu holen, und der, der auf dem Feld ist, kehre nicht um, seine Oberkleider zu holen. Wehe aber den Schwangeren und Stillenden in jenen Tagen. Aber betet, dass eure Flucht nicht im Winter geschehe, noch am Sabbat, denn es wird dann große Bedrängnis sein. Mal bis hierher.
Wir dürfen jetzt wieder auf die Folie schauen. Ich habe jetzt alle drei Texte nebeneinander gestellt, hoffentlich können Sie das lesen, ist ein bisschen klein der Text. Also ich lese vor: Vers 15 bei Matthäus: Wenn ihr also den Gräuel der Verwüstung, von dem durch Daniel den Propheten geredet wurde, an heiliger Stätte werdet hingestellt sehen, der Leser bedenke es, dann sollen die, die in Judäa sind, auf die Berge fliehen. Dann Markus 13,14: Aber wenn ihr den Gräuel der Verwüstung, von dem von Daniel, dem Propheten geredet wurde, werdet hingestellt sehen, wo er nicht stehen sollte, der Leser bedenke es, dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen, und der, der auf dem Dach ist, steige nicht hinab in das Haus, gehe auch nicht hinein, etwas aus seinem Haus zu holen, und der, der ins Feld gegangen ist, kehre nicht um, seine Oberkleider zu holen.
Und jetzt die Parallele bei Lukas, Vers 20: Wenn ihr aber Jerusalem von Heerestruppen umringt seht, dann habt Kenntnis, dass ihre Verwüstung nahegekommen ist. Dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen, und die in ihrer Mitte daraus entweichen, und die in dem Lande sollen nicht in sie hineingehen, weil das Tage der Vergeltung sind, damit erfüllt werde alles, was geschrieben steht. Und dann heißt es weiter in Vers 23 bei Lukas: Wehe aber den Schwangeren und Stillenden in jenen Tagen. Bei Markus heißt es: Wehe aber den Schwangeren und Stillenden in jenen Tagen. Bei Matthäus heißt es: Wehe aber den Schwangeren und Stillenden in jenen Tagen.
Merken Sie, das ist parallel. Das ist genau: Jeder dieser drei Evangelisten berichtet die Rede des Herrn Jesus, und es werden ein paar Wörtchen anders verwendet, aber im Großen und Ganzen ist es genau die gleiche Rede. Es sind nicht drei verschiedene Reden des Herrn Jesus, es ist eine Rede, die von einer und derselben Sache spricht. Das heißt, das, was der Herr Jesus in Lukas 21 gesagt hat, ist das, was der Herr Jesus in Matthäus 24 gesagt hat. Es sind nicht zwei verschiedene Dinge.
Jetzt können wir aber etwas lernen. Wenn wir diese Textstellen gegenüberstellen und schauen Sie bitte zuerst auf diese erste graue Linie, also bei Matthäus 24,15, Markus 13,14, Lukas 21,20: Wenn wir diese drei gegenüberstellen, dann heißt es bei Matthäus und bei Markus, wenn er den Gräuel der Verwüstung sieht, und bei Lukas heißt es, wenn er Jerusalem von Heerestruppen umringt sieht, das ist das Signal zur Flucht. Also die Christen, mit denen der Herr Jesus hier redet, bekommen ein Signal, wann sie fliehen sollen. Sie haben ja gefragt: Herr, was ist das Zeichen, wann dieses alles im Begriff ist zu geschehen, was ist das Zeichen, woran können wir es erkennen? Wir müssen ja dann wahrscheinlich fliehen oder wir müssen uns ja irgendwie vorbereiten, das wird ja gefährlich.
Und dann sagt der Herr Jesus in seiner seelsorgerlichen Art: Wenn ihr das seht, dass die Truppen kommen und den heiligen Ort betreten, er sagt, bei Matthäus sagt er den Gräuel der Verwüstung, wenn er den hingestellt sieht, oder bei Lukas sagt er, wenn er Jerusalem von Heerestruppen umringt sieht, dann ist das Signal zur Flucht gegeben. Dann müsst ihr schnell fliehen, denn dann dürft ihr keine Minute verlieren. Denn dann ist das die Gelegenheit zur Flucht, und wer weiß, ob eine spätere Gelegenheit je kommen wird zu fliehen. Also hier ist es für die Christen ein ganz, ganz kritischer Punkt, und dem Herrn Jesus ist das sehr wichtig.
Also, wir lernen dadurch, wenn wir die zwei Texte gegenüberstellen: Aha, der Gräuel der Verwüstung ist also was? Wenn das Signal bei Matthäus, der Gräuel der Verwüstung, wenn er aufgestellt ist, das ist Signal zur Flucht. Nach Lukas, wenn Jerusalem von Heerestruppen umringt ist, das ist Signal zur Flucht. Folgedessen: Was ist also der Gräuel der Verwüstung? Wenn Jerusalem umringt ist. Das ist der Gräuel der Verwüstung.
Nun wissen wir von Daniel her, wir sind ja noch ganz frisch bei Daniel. Jetzt haben wir den Vorteil, dass wir Daniel studiert haben. Sehen Sie, es hat sich doch ausgezahlt, dass wir uns gestern und vorgestern abgeplagt haben mit Daniel. Aber jetzt ist uns klar: Ah, wie bei Daniel, da war der Antiochus, und was hat er gemacht? Er hat einen Gräuel der Verwüstung aufgestellt, das heißt, er hat etwas hingestellt an den heiligen Ort, was dort nicht stehen darf. Das war in dem Fall ein Götzenbild drauf. Und die Römer, als die kamen mit ihren Heeren, die hatten übrigens auch die Adler dabei, nicht die griechischen Adler, sondern die römischen Adler, das waren die Legionsadler. Aber jedenfalls, als die Römer kamen und die Stadt betraten, war das, und auch zuerst umzingelten und betraten, dann war das das Signal zur Flucht.
Jetzt ist die Frage: Ja, wann war denn das? Nun, da gibt es jetzt mehrere Möglichkeiten. Josephus Flavius erzählt uns, dass dieser Gessius Florus im Jahr 66 im Frühling drei Kohorten römischer Soldaten hat. Also, wie viele sind das? Ich glaube, das ist eine Kohorte, es sind 600 Mann, wenn ich richtig informiert bin. Das sind also 1800, danke, 1800 Mann hat er geholt, und jetzt stellen Sie sich einmal vor: 1800 Soldaten, er hat sie in die Stadt hereingeholt. Das heißt, jetzt betraten diese 1800 Soldaten die Stadt. Das war aber eine heilige Stadt, denn die Stadt ist deshalb heilig, weil hier der heilige Tempel steht. Der Tempel macht die Stadt heilig.
Und jetzt beginnt ein Abschlachten. Dieser Gessius Florus wollte ja wirklich einen Krieg anzetteln mit den Zeloten, und es begann, wie ich schon gesagt habe, 3000 Opfer, Frauen und Kinder und Männer wurden getötet in diesem Aufstand, den die Römer da niedergeschlagen haben. Und da sollten die Christen fliehen. Also mir scheint es sehr, sehr logisch, wenn Christen das gesehen haben damals. Hat nicht der Herr Jesus gesagt: Wenn der Gräuel kommt, die nicht hierher gehören, die die Stadt verunreinigen, die den Tempel verunreinigen, die an die heiligen Stätten herankommen, dann müssen wir fliehen. Also wenn ich dort gewesen wäre, ich wäre geflohen in dem Zeitpunkt. Wenn ich so viele Soldaten sehe, dann merke ich: Jetzt kommt die Zeit, wo der Herr Jesus gesagt hat.
Andere Ausleger meinen: Nein, das war noch nicht so richtig, sondern das Richtige war dann ein halbes Jahr später dieser Cestius Gallus, der Legat von Syrien kam mit 30 Soldaten und die Stadt richtig belagert hat, das war das. So meinen andere Ausleger. Ich bin eher der anderen Auffassung, dass das erste gemeint ist. Aber egal, jedenfalls gab es damals eine solche Situation, wo die Römer in die Stadt kamen und die Stadt einkesselten. Beim Zweiten war es nur eine Einkesselung, beim Ersten kamen sie in die Stadt herein und haben ein Blutbad angerichtet. Also jedenfalls ist das wirklich eine Entweihung der heiligen Stadt.
Was hat Antiochus gemacht? Er hat die Stadt Jerusalem zerstört, die Mauern eingerissen, hat 80 Juden getötet und hat den Tempel entweiht. Hier beginnt jetzt ein Krieg zwischen den Römern und den Juden, und die Römer betreten den heiligen Ort, die heilige Stätte, das ist die Stadt. Die heilige Stätte übrigens, ich habe hier, ich muss schauen, ob ich das finde. Ich muss ein bisschen vorsausen, Entschuldigung. Ich habe irgendwo hier der Gräuel der Verwüstung an heiliger Stätte. Dieser Begriff heilige Stätte, der wird öfters verwendet, zum Beispiel in Esra 9,8: Nun ist es für uns einen kleinen Augenblick Gnade von Seiten des Herrn unseres Gottes zuteil geworden, indem er uns Entronnene übrig gelassen und uns einen Pflock gegeben hat an seiner heiligen Stätte. Damit ist die Stadt hier gemeint in Jerusalem. Damit unser Gott uns unsere Augen erleuchte und so weiter. Ich lese nicht den ganzen Satz. Ich will nur zeigen, hier wird Jerusalem eine heilige Stätte genannt.
Oder hier in Prediger 8,10: Und dann habe ich Ehrfurchtslose gesehen, die begraben wurden und zur Ruhe eingingen, diejenigen aber, die recht gehandelt haben, mussten von der heiligen Stätte wegziehen und wurden in der Stadt vergessen. Die heilige Stätte ist hier wiederum die Stadt, wo der Tempel steht, auch hier also. Oder in 5. Mose 12,5: Sondern die Stätte sollt ihr aufsuchen, die Jahwe, euer Gott, aus allen euren Stämmen erwählen wird, um seinen Namen dahin zu setzen, dass er dort wohne und dahin so zu kommen. Das ist hier die Stätte des Tempels.
Deshalb, weil hier der Tempel stand, der heilige Tempel, wurde die ganze Stadt heilige Stadt genannt. Auch noch zur Zeit, in dem Jahr 66, sogar als der Herr Jesus getötet worden war, sagte man immer noch die heilige Stadt, also obwohl die Juden den Herrn getötet haben, blieb die Stadt immer noch heilig. Matthäus 27,53 wird das dort erwähnt. Die Stadt Jerusalem ist dort die heilige Stadt, auch in Matthäus 4,5. Matthäus nennt also das, als er das Evangelium schreibt, als er das schreibt, irgendwann in den 50er-Jahren oder wann er das Evangelium geschrieben hat, nennt er Jerusalem noch eine heilige Stadt. Matthäus 4,5.
Ich wollte damit nur zeigen, dass dieser Name heilige Stadt sich also durchaus auf Jerusalem beziehen könnte, wenn also diese heilige Stadt betreten wird. Das heißt, wir können jetzt den Text weiterlesen in Matthäus 24,15: Wenn ihr also den Gräuel der Verwüstung, von dem durch Daniel den Propheten geredet wurde, an heiligem Ort werdet aufgestellt sehen, der liest, wer das liest, der bedenke es, dann sollen die in Judäa sind auf die Berge fliehen.
Der Gräuel der Verwüstung, diesen Ausdruck hatten wir bei Daniel schon, Gräuel der Verwüstung. Das war also die Verwüstung, die Antiochus angerichtet hatte, und der Herr Jesus macht die Brüder hier darauf aufmerksam und sagt: Denk doch an Daniel, wer Daniel liest, soll daran denken, was dort geschehen ist, diese schreckliche Gräuel der Verwüstung, die Antiochus aufgerichtet hat. So etwas wird noch einmal geschehen, aber in viel, viel größerem Maße. Und Jerusalem wird viel schlimmer noch zugesetzt bekommen als bei Antiochus.
Das heißt, der Herr Jesus zieht hier eine Parallele. Es ist nicht so, wie manche Ausleger gemeint haben, das, was in Daniel steht, wird hier dann erfüllt beim Tempel. Nein, da wird die Parallele gezogen. Der Herr Jesus sagt nicht: Auf dass erfüllt würde, was in dem Propheten Daniel geschrieben steht, und dann zitiert er etwas. Nein, er sagt nur: Wer Daniel liest, soll daran denken. Das heißt, Geschichte wiederholt sich in einem gewissen Maße, indem dieses Jerusalem in furchtbarer Weise verwüstet werden wird, und auch der Tempel wird verwüstet werden, so wie er noch nie verwüstet worden ist, denn er wird dem Erdboden gleichgemacht werden.
Nebukadnezar hat ihn auch zerstört, aber nicht so gründlich wie die Römer. Das war ja dann so, als der Tempel brannte, im Jahr 70, da haben Titus, der Kaiser, der damals, der wollte den Tempel bewahren. Der sagte zu seinen Soldaten, wenn ihr jetzt die Stadt einnehmt, verschont den Tempel. Diese Soldaten waren aber so wütend, es war so in diesem Kampf gegen diese halsstarrigen Zeloten. Einer der Soldaten hat eine Feuerfackel geworfen, und dann hat das Holz zu brennen begonnen, und der Tempel stand in Flammen. Als der Tempel in Flammen stand, dann war das das Ende, da ist jeder Widerstand gebrochen.
Und dann, was geschieht dann? Im Tempel war alles aus Gold. Was geschieht mit dem Gold, wenn es brennt? Das rinnt zwischen die Steine runter, überall hin rinnt das Gold, und diese römischen Soldaten waren gierig nach Gold, und man wollte dieses Gold haben. Jetzt hat man allen Stein, jeden Stein weggetan, um zu dem Gold zu kommen. So hat sich erfüllt, was der Herr Jesus gesagt hat. Eine Grundmauer ist noch stehen geblieben, diese ganz, ganz berühmte Klagemauer.
Ich merke, die Zeit ist schon abgelaufen. Nun, wir werden morgen hier weiter fortsetzen. Aber damit will ich einfach hier schließen, dass das, was der Herr Jesus hier gesprochen hat vom Gräuel der Verwüstung, nicht etwas ist, was in der Zukunft geschehen wird, wie viele Christen meinen, sondern was schon geschehen ist in der Vergangenheit. Das ist der Grund, warum ich mich jetzt hier so gründlich darüber gesprochen habe, weil wir Orientierung brauchen heute, Geschwister. Und wir haben nur dann Orientierung, wenn wir genau in der Bibel lesen. Und wenn wir etwas lesen, was in der Vergangenheit schon geschehen ist, und wir meinen, es kommt in der Zukunft, dann haben wir keine Orientierung.
Und es ist auch nicht eine Doppelerfüllung, wie manche meinen, das wird alles noch einmal geschehen. Das hat der Herr Jesus seinen Jüngern nicht gesagt. Dann hätte er sie in die Irre geführt, wenn er hier von etwas spricht, was einmal da geschieht. Aber ich sage euch das nicht nur hinter vorgehaltener Hand: Es wird noch einmal geschehen, noch ein drittes Mal sozusagen. Nein, er hat gesagt: Bei Antiochus ist es geschehen, Sie sollen daran denken, da war eine Parallele, und jetzt wird es furchtbar schlimm werden, das hat er gesagt. Er hat nicht gesagt, es wird ein drittes Mal noch einmal geschehen.
Und wir müssen also schon schauen, dass wir genau hier die Schrift wahrnehmen. Und wir kommen dann sicher noch im Laufe der Woche zu den anderen Stellen, so dass wir ein klareres Bild bekommen. Wir wollen an dieser Stelle abbrechen, morgen fortsetzen, und wir wollen jetzt dem Herrn danken, dass er uns Orientierung gegeben hat und dass er den Jüngern so klare Orientierung gegeben hat. Wenn der Herr mit den Jüngern so klar ist, dann ist auch mit uns klar. Der Herr will nicht, dass wir in Unklarheit und Verwirrung leben. Das wollte er bei den Jüngern nicht, will er bei uns nicht. Dann möge der Herr uns weiterführen, und bitte beten Sie auch für diese Woche, dass der Herr uns hilft, dass wir uns jetzt weiter hantieren. Wie geht es weiter, wohin geht das jetzt? Möge der Herr uns helfen. Wir stehen dazu auf und beten.

