Serie•Teil 7 / 7Regionalkonferenz Schweiz 2015
Generierte Mitschrift
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Ermutigung am Ende der Konferenz
Es ist erstaunlich, wie schnell die Konferenz vorbeigeht. Wir stehen schon kurz vor dem Ende. Ich hoffe, dass Sie diese Konferenz ermutigt verlassen werden. Ich bin auf jeden Fall ermutigt, einfach durch die Gespräche, die ich auch mit einzelnen von euch führen konnte.
Manchmal, wenn wir auf uns allein sind, kann es sein, als ob wir sehr allein sind und keiner wirklich glaubt, was wir glauben. Manchmal, wenn wir für uns alleine sind, kann es sein, dass wir uns auch sehr einsam vorkommen und wir denken, wir seien die Einzigen, die noch glauben, was wir glauben. Und dann kommen wir zu so einer Konferenz und merken: Hey, da gibt es ja noch andere.
Aber dann gehen wir eben wieder auseinander. Und obwohl es schwierig ist, wieder auseinander zu gehen, ist es sowohl gut als auch notwendig, denn nur so kann das Werk getan werden, das wir tun sollen. Aber ich hoffe, dass ihr aufgrund dieser Konferenz, wenn ihr dann nach Hause zurückkehrt, wisst, dass ihr nicht alleine dasteht. Es gibt andere, die auch in diese Richtung ziehen. Und ihr seid Teil einer Bewegung in der deutschsprachigen Schweiz, aber auch im deutschsprachigen Europa, sogar in Grossbritannien und über die Grenzen Grossbritanniens hinaus.
Manchmal können wir sagen, die Bewegung definiert sich über Auslegungspredigt oder reformierte Theologie. Aber über all diesen Dingen, und das dürfen wir nie vergessen, geht es um Christus selbst, sein Evangelium und seine Herrlichkeit.
Und der Text für heute Nachmittag ist jetzt Kolosser 1,24-29. Schlag das bitte auf! Wir lesen ab Vers 24 bis und mit 29:
Jetzt freue ich mich in den Leiden für euch und ergänze in meinem Fleisch das, was noch fehlt an den Drangsalen des Christus für seinen Leib, das ist die Versammlung, deren Diener ich geworden bin nach der Verwaltung Gottes, die mir in Bezug auf euch gegeben ist, um das Wort Gottes zu vollenden, das Geheimnis, das von den Zeitaltern und von den Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen offenbart worden ist, denen Gott kundtun wollte, welches der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses ist unter den Nationen: das ist Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit, den wir verkündigen, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden Menschen lehren in aller Weisheit, damit wir jeden Menschen vollkommen in Christus darstellen, wozu ich mich auch bemühe, indem ich kämpfend ringe gemäß seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt in Kraft.
Ein persönliches Beispiel für die Frage nach echter Glaubwürdigkeit
When I was a student, I was involved in leading the Christian group at our university. Als ich noch jünger war, war ich der Verantwortliche für die Bibelgruppe an der Universität, die ich besuchte. Es war unsere Aufgabe als Leiter dieser Gruppe, Redner einzuladen, die zum Thema Mission sprechen würden, und alles für die kommenden 18 Monate zu planen.
I heard a particular speaker who was from another country and was really impressed by him, thinking, he could be the man. And then someone said he'd be preaching evangelistically in England, and I thought, I'll go along and just hear what he's really like in person. Und jemand hat mir dann gesagt: Du, der ist gerade in England und hält hier einige evangelistische Vorträge. Und dann dachte ich: Na ja, das lasse ich mir nicht entgehen. Ich gehe mal dorthin, höre mir das an, sehe mir das an, damit ich ihn auch in Person mal sehe.
So myself and a friend, we went to this church and we were looking around, trying to work out which it was, because we'd only heard his voice; we'd never seen him. Und mein Freund und ich, wir sind dann zu dieser Gemeinde hingefahren und haben versucht herauszufinden, wer es denn ist, denn wir wussten nicht, wie er aussieht. Wir haben ihn nur gehört.
And there at the front was a tall man, very tanned from the sun, very good looking, and we thought it must be him. Und dann ganz vorn saß ein groß gewachsener Kerl, schön braun gebrannt und gut gebaut, und wir dachten: Na, das muss er sicher sein. Und dann hat jemand mich gestupst und mich auf jemand hingewiesen. Es war ein alter, dicker, hässlicher Mann, der ganz vorn in der ersten Reihe saß. Ich sagte: Nein, das kann nicht sein. Er sagte: Nein, das ist sicher nicht die Person, die wir suchen. Aber es war es. Aber es war es.
Wie sieht man einen Gospelminister? Wie oder woran erkennst du einen Diener des Evangeliums? Das war eine sehr wichtige Frage, mit der sich auch die Christen in Colossae beschäftigen.
Paul, you may know, had never been to Colossae; the church was founded by his friend Epaphras. Ihr wisst vielleicht, dass Paulus noch nie in Colossae war. Die Gemeinde wurde durch seinen Freund Epaphras gegründet. Und Epaphras hat ihn wahrscheinlich darüber informiert, was in der Gemeinde dort läuft, und das hat Paulus veranlasst, diesen Brief zu schreiben.
Manchmal braucht es eine Weile, bis man herausfindet, warum ein gewisser Brief verfasst wurde, mit welcher Absicht. Ein junger Knabe hat einen Brief geschrieben an seine Großtante, und darin stand Folgendes:
Dear Great Aunt Anna, I'm writing to say how very sorry indeed I am that I failed to write to thank you very much for the wonderful Christmas present you gave me last year.
Und der Knabe schreibt: Meine liebe Großtante, es tut mir sehr leid, dass ich es verpasst habe, dir schon früher zu schreiben, für das tolle Weihnachtsgeschenk, das du mir letztes Jahr gegeben hast. Und ich hoffe, dass es dir wirklich gut geht und du gesundheitlich auch gut beisammen bist.
„Mir geht es sehr gut, und ich freue mich sehr auf meinen Geburtstag, der in zwei Wochen sein wird. Und ich freue mich auch auf hoffentlich einige Geschenke, die ich bekommen werde. Dein lieber Großneffe Vaughn.“
It takes a while, but you work out why he wrote that letter. Und na ja, mit der Zeit wird man wissen, warum er diesen Brief geschrieben hat.
And Paul begins by thanking the Lord for all the good things that are going on in Colossi; it's an encouraging church. Und Paulus beginnt seinen Brief, indem er Gott dankt für all die guten, die ermutigenden Dinge, die dort in der Gemeinde laufen.
Und wir versuchen immer noch herauszufinden, warum schreibt er eigentlich diesen Brief? Und es ist sehr wichtig, dass wir uns diese Frage immer wieder stellen, denn jedes Buch, jeder Brief ist situativ bedingt, in einer bestimmten Situation in der Zeit an die Leute gerichtet. Und es ist auch für euch wichtig, wenn ihr ein Buch der Bibel lest, dass ihr euch fragt: Warum wurde dieses Buch verfasst? Was ist die Absicht dahinter? Denn so könnt ihr zuallererst herausfinden, was dieser Brief damals für die damaligen Empfänger bedeutete, um dann die Brücke zu schlagen: Was bedeutet es für uns hier und heute?
Die Gefahr einer verfälschten Botschaft
Die Gemeinde in Kolossä hat sicher sehr gut begonnen, aber mittlerweile haben sich dort einige Gefahren eingeschlichen. Zum Beispiel in Kapitel 2, Vers 4, wo es heißt: Dies sage ich aber, damit niemand euch verführe durch überredende Worte. Der Gemeinde geht es an und für sich gut, aber hier ist eine Gefahr im Anmarsch durch Leute, die Dinge verkündigen und lehren, die nicht wahr sind.
Und wir müssen quasi zwischen den Zeilen lesen, um herauszufinden, worin diese Gefahr tatsächlich bestand. Ihr wisst, es gibt zwei Arten von Irrlehren: Die einen sind offensichtlich, die anderen erkennt man nicht gleich auf den ersten Blick. Die einen sind Irrlehrer, quasi Jesus minus irgendetwas. Sie nehmen Dinge weg, die Christus definieren. Nein, er ist nicht der Sohn Gottes. Nein, er ist nicht auferstanden aus den Toten. Und es ist einfach, diese Irrlehre zu entlarven. Man sieht das auf den ersten Blick.
Aber es gibt auch die Irrlehren, die Jesus nehmen und Dinge hinzufügen. Das ist schwieriger zu erkennen. Sie sagen: Ja, das ist alles super, was du glaubst, wir sehen das auch so. Ja, er ist der Sohn Gottes, und er ist auferstanden aus den Toten. Aber wenn du Gott wirklich kennen willst und wirklich reifen willst in Christus, dann brauchst du eben noch etwas mehr.
Und diese Gefahr, diese Irrlehre, lauerte hier bei den Kolossern. Und Paulus muss also die zentrale Begegnung seines Briefes geben, die das Scharnier bildet, um das sich der Brief dreht: Kapitel 2, Verse 6 und 7. Das ist quasi die Türangel, um die sich letztendlich alles dreht. Das ist das Herzstück des Briefes, und das müssen wir verstehen, um zu begreifen, worum es im Brief eigentlich geht.
Kolosser 2,6-7, wo es heißt: Wie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen habt, so wandelt in ihm, gewurzelt und auferbaut in ihm und befestigt in dem Glauben, so wie ihr gelehrt worden seid, überströmend darin mit Danksagung.
Alles dreht sich um Christus. So wie ihr ihn angenommen habt, so wandelt jetzt auch in ihm.
Und in dem Kapitel unmittelbar davor hat Paulus all die Herrlichkeiten Jesu Christi erhöht und dargestellt. Und doch spricht er in dem Abschnitt, den wir heute betrachten wollen, plötzlich viel von sich selbst. Ich, ich, fünfmal Ich.
Und die Art und Weise, wie Christus selbst untergraben wurde, war, dass sie den Botschafter des Evangeliums, Paulus, unglaubwürdig dargestellt haben. Stellt euch vor, es ist ein Christ aus der Gemeinde in Kolossä und er trifft jemanden im Laden. Und er sagt: Es ist wunderbar, ich glaube diese Botschaft über Jesus, was Paulus gesagt hat. Und dann sagt er: Na ja, weißt du, es ist so toll, ich glaube diese Botschaft von Jesus Christus, er ist der Herr über das ganze Universum, das ist das, was Paulus auch sagt.
Und dann sagt er: Hm, das ist interessant, wer hat dir denn das gesagt? Na ja, Epaphras hat uns das erzählt, und der hat es von Paulus. Oh, such an impressive message, he must be a very impressive man, this Paul, is he the chaplain to the emperor?
Und dann sagt man: Na ja, das ist doch eine sehr beeindruckende Botschaft, dieser Überbringer der Botschaft muss wahrscheinlich auch sehr beeindruckend sein. Ist er irgendwie eine wichtige Person am Hof des Herrschers?
Dieser eine Christ aus Kolossä, der will sich ein bisschen drücken vor der Antwort, er schämt sich und sagt: Na ja, weißt du, Tatsache ist, er sitzt gerade im Gefängnis. Wirklich? Und du basierst dein ganzes Leben jetzt auf der Botschaft von einem, der im Knast sitzt?
Willst du mal meine Lehrer kennenlernen? Die sind wirklich wundervoll. Sie kennen deinen Jesus auch, und ja, der ist schon okay, das ist wirklich alles ganz nett und gut. Aber meine Lehrer wissen eben auch von ganz tollen Erfahrungen und philosophischen Gebäuden, die wirklich beeindruckend sind. Und weißt du, du hast schon eine Ahnung von Gott, aber wenn du zu meinen Lehren kommst, dann wirst du wirklich eine tiefe Erkenntnis Gottes gewinnen.
Indem sie Paulus unglaubwürdig machen, indem sie ihn klein machen, machen sie auch seine Botschaft, sein Evangelium des Christus, klein. Paulus ist nicht einer, der gern über sich selbst spricht, aber manchmal sieht er sich dazu gezwungen, um der Sache Christi willen, damit sie die Fälschung erkennen können.
Und jetzt will er ihnen eben aufzeigen, wie ein echter Diener des Evangeliums aussieht, damit sie die Fälschungen erkennen und entlarven können. Und das ist sehr wichtig für alle von uns. Einige von uns hat Gott ausgesondert und mit dem speziellen Auftrag beauftragt, dass wir eben Pastoren, Hirten, Lehrer in der Gemeinde sind. Und hier ist es sehr wichtig, dass wir dieses Muster erkennen. Es definiert quasi, wie unser eigener Dienst beschaffen sein sollte.
Und auch wenn es darum geht, Älteste oder Leiter in der Gemeinde einzusetzen, dann sollten wir diese Eigenschaften bei ihnen sehen und erkennen können. Und heute wollen wir uns drei Merkmale vor Augen führen, drei Merkmale, die jemanden als einen echten Diener Gottes bestätigen.
Dienen am Volk Gottes trotz Leiden
Wahre Diener Gottes dienen dem Volk Gottes.
Vers 24: Jetzt freue ich mich in den Leiden für euch und ergänze in meinem Fleisch das, was noch fehlt an den Drangsalen des Christus für seinen Leib, das ist die Versammlung. Und am Anfang von Vers 25 sagt er: „I have become the Church's servant.“ Am Anfang von Vers 25 sagt er dann, die Versammlung, deren Diener ich geworden bin.
Ich kann mir das sehr gut vorstellen. Es steht nicht ausdrücklich hier, aber ich denke, diese Lehrer, diese Irrlehrer, na ja, die haben schon etwas dargestellt. Die waren sehr beeindruckend. Aber Paulus sieht wie ein Verletzter aus. Er ist in der Gefahr. Ich denke, die Kolosser könnten ihn überrascht haben. Aber Paulus sitzt im Knast, das ist nicht gerade etwas, was man vorzeigen will, und die Kolosser hätten sich sehr leicht seiner schämen können.
But Paul is not embarrassed or ashamed of his suffering. In fact, he says: I rejoice in it. Aber Paulus schämt sich seiner Leiden nicht. Nein, er schreibt hier sogar, dass er sich darin freut. I rejoice in what I'm suffering for you. Er freut sich in seinen Leiden, denn er leidet das für sie, für die Gemeinde.
Now those are strange words because he had never even met these people before. How was he suffering for them? Das scheint ein bisschen befremdend. Er hat diese Leute gar nie getroffen. Wie kann er sagen, dass er für sie leidet? Ich denke, er meint das in einem allgemeinen Sinne in Bezug auf sein Apostelamt, das er erhalten hat für alle Heiden. Er hat einen hohen Preis dafür bezahlt, ein Diener der Heiden zu sein. Man hat ihn ausgelacht, verspottet, ja sogar verfolgt. Und er sagt: Ich mache das für euch, für die Heiden.
Aber wie kann er sagen, dass er in diesen Leiden sogar noch freut? Es ist nicht so, dass Paulus masochistisch veranlagt wäre und sich einfach über Schmerz und des Schmerzes willen freuen würde. Nein, er freut sich, weil er eben ergänzt in seinem Fleisch das, was noch fehlt an den Drangsalen des Christus für den Leib Christi. Das ist doch irgendwie komisch. Was fehlt irgendetwas an den Drangsalen, an den Leiden Christi? Ist da etwas untergegangen?
Was er damit sicher nicht sagen will, ist, dass in Jesu Leiden am Kreuz irgendetwas vergessen gegangen wäre, dass dort irgendetwas fehlt. Er hat ja bereits davon geschwärmt, dass der Tod Christi am Kreuz dafür gesorgt hat, dass wir wirklich versöhnt sind, ein für allemal mit Gott. Kapitel 1, Vers 22 hat er aber nun versöhnt in dem Leib seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und untadelig und unsträflich vor sich hinzustellen.
Das ist erstaunlich! Unsere Sünde macht uns so hässlich, so viel hässlicher, als wir je gegen außen hin erscheinen könnten. Gegen außen sehen die meisten von uns wenigstens ganz ordentlich aus. Aber in uns drin, das ist eine ganz andere Geschichte.
If you knew the kind of things that I'm capable of thinking, saying and doing and have done in the past, you wouldn't want to listen to me. Wenn du wüsstest, welche Dinge ich in der Vergangenheit getan, gedacht habe oder wessen ich fähig bin, dann würdest du mir wohl nicht zuhören wollen, wenn du das alles wüsstest.
And you might think, if I knew all the things that you've thought and said and done in your lives, I wouldn't want to speak to you. Und vielleicht denkst du: Na ja, wenn du wüsstest, was ich schon alles gesagt und gedacht und getan habe in meinem Leben, dann würdest du gar nicht hierher kommen, um zu uns zu reden.
Absolutely everything, and yet he will be presented perfect in his sight. Aber Gott kennt alles von allen von uns, und nichtsdestotrotz sind wir vor ihm vollkommen dargestellt.
And that's all achieved through the death of Christ. Und das ist nur dem zu verdanken, was Christus am Kreuz für uns getan hat.
I was talking to someone recently who when he heard reference to the wrath of God. Vor kurzem habe ich mit jemandem gesprochen, und als ich ihm vom Zorn Gottes erzählt habe, da war er so eingeschüchtert, er ist fast in Ohnmacht gefallen. Er war bereits errettet, er war Christ, aber irgendwo dachte er, es kann nicht sein, dass Gott wirklich für all seine Sünden bezahlt hätte, denn er hat solch schreckliche Dinge getan. Und irgendwie dachte er, dass er vielleicht auch die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen hätte.
Würde das helfen, wenn du mir sagen würdest, was denn diese Sünde ist? Und dann hat er genickt. Und er sagt: Willst du es mir erzählen? Und er konnte einfach nichts sagen. Und er sagt: Könntest du es vielleicht aufschreiben? which definitely means that he could not be right with God. Und dann hat er diese schreckliche Sünde in seinen Augen aufgeschrieben, von der er dachte, dass sie garantiert verhindern würde, dass er vor Gott gerechtfertigt sein könnte.
Und dann habe ich ihm gesagt: Mein lieber Bruder, genau für diese Sünde ist Christus gestorben. Und dann habe ich ein Streichholz genommen und das Papier vor seinen Augen angezündet. Und dann haben wir die Asche in den Garten rausgeworfen, und der Wind hat sie weggetragen.
Christus hat alle Sünden hinweggenommen. Durch Christus, in Christus sind wir heilig, unbefleckt, unabhängig. Es ist nichts mehr an uns, was uns daran hindern würde, Gemeinschaft mit ihm zu haben.
Und ich will nicht einfach davon ausgehen, dass wir alle um diese Dinge wissen. Vielleicht ist jemand hier, der Jesus noch nie wirklich vertraut hat oder der mit ähnlichen Problemen ringt. Aber wir können wirklich befreit werden von allen Anklagen, die es gegen uns gibt. Und vielleicht bist du bereits errettet, aber der Teufel klagt dich an und sagt: Was, du willst ein Christ sein? Schau mal, was du hier alles wieder angestellt hast. Das ist unmöglich. Christen tun solche Dinge nicht. Du kannst unmöglich errettet sein.
Und wir müssen uns immer wieder daran erinnern: Es ist das Blut Christi, das uns reinigt von all unserer Schuld und Sünde. Im Opfertod Christi gibt es nichts, was für uns fehlen würde.
Was meint denn Paulus jetzt hier? Ich glaube, wir verstehen es, wenn wir Matthäus 24,8 vor Augen haben. Ihr müsst das jetzt nicht aufschlagen. Er beschreibt dort, was passieren muss in der Zukunft, bevor er wiederkommt. Er beschreibt dort schreckliche Dinge, die kommen werden, und sagt: Das ist der Anfang der Geburtswehen. Er nimmt dort Bezug auf einen Gedanken aus dem Alten Testament.
Bevor der Herr wiederkommt und die Zeit an ein Ende kommt, bevor der Messias wiederkommt, werden schlimme Dinge passieren. Paulus sagt: Meine Leiden sind Teil dessen. Die Tatsache, dass ich um des Evangeliums willen leide, sollte euch nicht erstaunen, denn die Bibel hat vorausgesagt, dass das allen Christen so ergehen wird. Und diese Leiden sind nicht negativ, denn sie bewirken Gutes. Es sind keine Leiden, deren ich mich schämen müsste.
They are not the death throes of a failed religious movement. Es ist nicht so, dass es hier ein Ausdruck dessen ist, dass diese Religion einfach versagt hätte, sondern das sind Geburtswehen des Reiches Gottes. Es ist ein Zeichen dafür, dass wir uns eben in den letzten Tagen befinden. Und es scheint, als würde Paulus hier darauf Bezug nehmen, dass es ein gewisses Maß an Leiden gibt, das voll werden muss, bevor der Herr dann wiederkommen wird. Und jeder Christ, der um des Evangeliums willen leidet, trägt dazu bei, dass dieses Maß voller und voller wird. Und das bedeutet, dass weniger Leiden kommen werden in der Zukunft.
Und das ist der Grund, warum Paulus sich in seinem Leiden freut, weil er weiß, sie tragen dazu bei, dass das Königreich näherkommt. Es bestehen keine Zweifel, und seine Kritiker haben diese Leiden als Anlass genommen, um aufzuzeigen: Na ja, er ist kein Bote Gottes, und seine Botschaft, die könnte ja auch knicken, er hat nichts zu sagen. Aber Paulus stellt hier eine Beziehung her zwischen seinen Leiden und den Drangsalen des Christus.
Ich frage mich, ob er in dem Moment an die Worte dachte, die Jesus ihm gesagt hatte auf dem Weg nach Damaskus: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Saul, Saul, warum verfolgst du mich?
When Christ's people suffer and are persecuted, that's a persecution against Christ. Wenn die Christen, die Kinder Gottes, leiden, dann ist es so, als würde Christus selbst leiden. Es ist so, als würden wir ihn persönlich verfolgen.
So if you are experiencing suffering for Christ. Wenn du Dinge erleiden musst um des Evangeliums willen, wenn du ausgelacht wirst um der Wahrheit willen, dann ist dir Christus ganz speziell nahe.
Da war ein Mann, der hat das Evangelium gepredigt auf der Straße, und jemand, der vorbeiging, hat ihn angespuckt. Und dann ist jemand gekommen und wollte das wegwischen, und er sagt: Nein, nein, lass das nur, das ist wie eine Ehrenmedaille. Es ist eine Auszeichnung.
Diese Irrlehren waren wahrscheinlich sehr beliebt, alle haben ihnen zugejubelt, wo immer sie aufgetaucht sind. Manchmal sehen wir vielleicht andere Leute und denken: Mann, deren Gemeinden sind immer voll. Und wenn sie reisen, dann fliegen sie natürlich erste Klasse und verbringen die Nacht nur in Fünf-Sterne-Hotels.
And here's Paul in jail. Und Paulus, der sitzt im Knast. But he got it right. Aber er hat begriffen, worum es wirklich geht.
No, we need to be clear, there's no merit in suffering for the sake of it. Wir müssen aber eins hier ganz klar festhalten: Leid ist nicht gut einfach um des Leides willen.
But we should be willing to embrace it as servants of the people of God. Aber als Diener Gottes sollten wir bereit sein, Leiden, so wie es in unser Leben kommt, anzunehmen. Das ist ein Test, ein Merkmal, ob wir wirklich echte Diener Gottes sind oder nicht. Bin ich bereit, Leiden auf mich zu nehmen, Schmerzen zu erdulden, egal was es ist, um des Evangeliums willen?
Paulus beschreibt sich hier als Diener der Gemeinde, er ist ein Diener der Versammlung geworden. Eigentlich ist er doch ein Apostel Christi, aber er sagt: Nein, ich bin euer Diener. Und wer immer ein Leiter sein will in der Gemeinde, muss darauf achten, dass er sich immer selbst als Diener der Gemeinde sieht.
Als ich Präsident der universitätschristlichen Gruppe war, wurde ich auf ein Camp für Teenager eingeladen. Und ich dachte: Mann, diese Jungs können sich wirklich glücklich schätzen, dass ich komme. Ich meine, ich bin sehr begabt, ich bin der Präsident der Studentenvereinigung. Und ich dachte: Ja, ich bin gespannt, wie viel oder wie oft ich dort sprechen kann und was für verantwortungsvolle Dinge ich dort zu erledigen habe.
Und ich bin dort angekommen, und ich habe wirklich eine ganz spezielle, einzigartige Aufgabe gefasst. Nämlich meine Aufgabe war es, und zwar während der ganzen Woche dafür zu sorgen, dass immer genug Klopapier da ist. Ich kann mir vorstellen, dass die Leute wussten, es gibt ein paar Dinge, die ich lernen musste in meinem Leben.
Die Leiter der Gemeinde des Volkes Gottes müssen die Einstellung eines Dieners haben. Die Realität über den Dienst Christi ist: Meistens wird er nicht geschätzt, man sieht es nicht, man bekommt es nicht mit, und man wird nicht geschätzt dafür. Es geht nicht um Status, es geht nicht um Selbstverwirklichung, es geht um Dienen.
Captain Cook war ein Forscher im Pazifik, aus England. Er kam auf eine bestimmte Insel und er in einer Lette diese Worte. Und er ist dann auf einer Insel gelandet und hat einen Brief zurückgeschickt an seine Freunde, und dort stand Folgendes: Niemand würde sich je auch nur ein bisschen dafür anstrengen, in Aramanga das Christentum einzuführen, weil das ihnen keine Ehre bringen würde, niemand würde sie bewundern dafür.
„Wenn sie keinen Gewinn davon haben, wenn sie keine Ehre davon haben, warum sollten sie sich um diese Sache kümmern?“ Aber Tatsache ist: Viele Dienste, die wir tun, dafür werden wir keine Anerkennung bekommen. Niemand wird das wahrnehmen, niemand wird es mitbekommen. Niemand kriegt mit, wie viel Zeit du auf deinen Knien im Gebet verbringst oder wie lange du dich im Wort vorbereitest. Und niemand weiß, was es dich finanziell oder auch emotional, dich und deine Familie, gekostet hat, diesen Dienst wahrzunehmen, den Gott dir gegeben hat. Und niemand weiß, wie weh es tut, wenn du von allen Leuten kritisiert wirst, selbst von Leuten in der Gemeinde, und einige denken, du bist völlig verrückt, dass du wirklich Pastor wirst.
Und vielleicht fragen wir uns selbst manchmal: Lohnt sich das wirklich? Worum geht es eigentlich in der Geschichte? Was war Pauls Gewinn? Er war im Gefängnis. Aber für ihn war es ein Vorrecht, mit und für Christus zu leiden, und zwar zum Wohle des Volkes Gottes. Echter Dienst am Evangelium zeichnet sich dadurch aus, dass wir dem Volk Gottes dienen.
Das Wort Gottes treu weitergeben
Zweitens lehrt ein authentischer Gospelminister Gottes Wort. In den Versen 25 und 26 heißt es: „Deren Diener ich geworden bin nach der Verwaltung Gottes, die mir in Bezug auf euch gegeben ist, um das Wort Gottes zu vollenden, das Geheimnis, das von den Zeitaltern und von den Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen offenbart worden ist.“
Gott selbst hat Paulus eingesetzt, um eine Botschaft weiterzugeben. Das Geheimnis Gottes, all die Dinge des Wortes Gottes, waren noch nicht vollständig offenbart. Vieles war noch verborgen. Aber jetzt ist es offenbart. Das Geheimnis ist nicht mehr verborgen.
Paulus’ Aufgabe bestand also nicht darin, irgendwie neue Ideen zu haben oder kreativ zu sein, sondern diese Botschaft treu weiterzugeben. Und die Leute haben oft gesagt: „Ach, Paulus, der ist arrogant, mir gefällt nicht, was er sagt.“ Sie dachten, er sei arrogant, weil sie meinten, er würde hier seine eigene Meinung zum Besten geben. Sie dachten, das sei das, was Paulus sich ausgedacht hätte.
Das sagt man auch über uns: dass wir arrogant seien, wenn wir uns hinstellen und sagen: Das ist die Wahrheit.
Stellt euch für einen Moment vor, dass wir alle hier in diesem Raum zur Welt gekommen wären. Keiner von uns wäre je draußen gewesen, und eines Tages diskutieren wir darüber, ob es überhaupt etwas außerhalb dieses Raums gibt. Es gibt keine Fenster, wir können nicht sehen, was draußen passiert. Und jemand steht auf und sagt: Ja, klar gibt es da draußen etwas, die Welt ist voll von grünen Riesen. Und jemand anders sagt: Nein, das stimmt nicht, die Welt ist voll von violetten kleinen Männchen. Und wieder jemand anders steht auf und sagt: Ach, vergesst es, da draußen gibt es gar nichts. Dann kommt jemand, dem das alles zu viel wird, und sagt: Was soll das eigentlich? Ihr habt alle nur Spekulationen. Du spekulierst, du spekulierst, keiner weiß, was wirklich da draußen ist. Also lassen wir das Ganze doch einfach. Es ist sehr arrogant, dass du mit deiner Meinung daherkommst und sie so verkaufst, als wäre sie die Wahrheit.
Und so dachten die Leute damals von Paulus. Und so denken sie zum Teil auch von uns, wenn wir uns hinstellen und sagen: Das ist die Wahrheit.
Aber stellt euch vor, wir sind mitten in dieser Diskussion, und jetzt kommt jemand von draußen herein. Er kommt durch die Tür, und die Person fragt: Worüber streitet ihr denn? Und dann sagen wir: Na ja, wir diskutieren gerade darüber, ob da draußen überhaupt irgendetwas ist, ob es irgendetwas gibt. Und er sagt: Ach so, ja, ich kann euch schon sagen, wie es da draußen aussieht. Ich komme ja von da draußen. Da gibt es Autos, da gibt es Bäume.
Und dann sagen wir: Hock dich hin, sei nicht so arrogant und fang nicht an, uns zu sagen, was deiner Meinung nach die Wahrheit ist. Woher willst du wissen, was da draußen ist?
Aber er spricht mit Autorität. Er kommt von außen. Er weiß, wovon er spricht. Er spricht mit Autorität, weil er um die Dinge weiß, denn er kommt von da draußen.
Und Jesus Christus ist der Mann, der von außen gekommen ist. Er ist der Sohn Gottes, der mit Autorität über Dinge spricht, die er kennt. Und er hat Paulus mit einer Botschaft beauftragt, die er verkündigen soll.
Im allerersten Vers des Briefes sagt Paulus, dass er ein Apostel von Christus Jesus ist, ein beauftragter Prediger. Er hat die Botschaft nicht erfunden, sondern empfangen. Christus selbst hat ihn beauftragt, sie weiterzugeben. Er ist nicht die Quelle, nicht der Ursprung der Botschaft, sondern ein Diener, ein Überbringer der Botschaft.
Das beschreibt er in Vers 23, wo er sagt, dass er ein Diener des Evangeliums geworden ist. Und in Vers 25 sagt er, dass er der Gemeinde dient, indem er diese Botschaft weitergibt.
Und die Frage, die wir uns stellen müssen, ist: Was passiert, nachdem die Apostel nicht mehr da sind? Die Apostel haben Autorität direkt von Gott empfangen und hatten eine Botschaft zu verkündigen. Wie geht es weiter?
Paulus gibt uns die Antwort, zum Beispiel in 2. Timotheus. Am Ende seines Lebens sagt Paulus nicht, dass Gott neue Apostel bringt. Nein, er sagt vielmehr: Das, was ihr von mir gelernt habt, das haltet fest und vertraut es anderen an, damit sie es wiederum weitergeben. Das ist apostolische Nachfolge.
Nicht, dass irgendwo weit, weit zurück ein Papst ist und dann gibt es Bischöfe und Priester, die alle in der Macht dieses scheinbaren Papstes eingesetzt werden. Nein, apostolische Nachfolge bedeutet einfach, dass wir die Lehre der Apostel, so wie wir sie bekommen haben, empfangen und treu an die nächste Generation weitergeben. Das ist alles.
Es ist durch das Evangelium, dass Leute in der ersten Zeit zum Glauben kommen, dass Leute errettet werden, durch nichts anderes. Und es ist durch dasselbe Evangelium, dass Menschen wachsen in der Gnade und Erkenntnis Gottes. Das Evangelium ist es, durch welches wir errettet werden, und das Evangelium ist es auch, das dazu beiträgt, dass wir reifen und in der Heiligung wachsen.
Wenn wir eine christliche Gemeinde sein wollen, dann brauchen wir das Evangelium. Wir brauchen das Wort Christi. Und genau darum ging es im Kern zur Zeit der Reformation: Was ist eine wahre Gemeinde? Kann eine wahre Gemeinde ohne den Papst bestehen? Kann Gemeinde echt sein, ohne Beziehung zum Papst?
Und Luther sagte: Nein, darum geht es nicht. Eine wahre Gemeinde bist du erst dann, wenn das Wort Gottes da ist und gepredigt wird. Das ist das Entscheidende. Denn Gott gebraucht das Wort Gottes, um die Gemeinde ins Leben zu rufen und um sie zu bauen.
Und Paulus sagt: Ich diene der Gemeinde, indem ich am Wort Gottes diene.
Deshalb ist ein Merkmal eines echten, eines wahren Dienstes am Evangelium immer, dass er vom Wort geprägt ist.
Vielleicht ist hier ein Jugendleiter, und du überlegst dir, ob du ihn wirklich in der Gemeinde einsetzen willst. Du hast tolle Berichte über ihn gehört, darüber, was er in der Gemeinde, in der er vorher war, alles gemacht hat. In zwei Jahren ist die Jugendgruppe gewachsen, und zwar von fünf auf fünfzig. Er ist ein toller Organisator, und alle Kinder schwärmen davon, wie toll es in der Jugendgruppe ist. Er kann sehr gut zuhören, und die Kinder hatten alle den Eindruck, dass sie sich ihm wirklich anvertrauen konnten. Er ist doch der perfekte Jugendleiter, denn wir wollen eine Jugend, die wächst.
Hat sich irgendjemand Zeit genommen, um genau hinzuschauen und sich zu fragen, worum es eigentlich geht? Worum dreht sich diese Arbeit, die er macht? Verweist er sie je auf die Schrift? Will er sie einfach unterhalten und dafür sorgen, dass sie irgendwie Spaß haben, oder führt er sie immer wieder zum Wort Gottes?
Ein Freund von mir war in einer Situation, in der er dachte, es sei unmöglich, das Wort Gottes in diese Jugend hineinfließen zu lassen, denn sie wollten einfach nichts davon wissen. Es gab so viele andere Dinge. Und als er darauf pochte, der Bibel mehr Platz einzuräumen, sagten sogar die anderen Jugendleiter: Nein, lass das. Wenn wir das machen, dann werden die Kinder nicht mehr kommen.
Na ja, dann hat er die Jugendgruppe dichtgemacht. Und zwei Monate später hat er wieder begonnen, und es war ungefähr ein Viertel der Größe, die sie vorher hatte. Da war nur noch ein Viertel der Jugendlichen dabei. Aber im Zentrum stand jetzt das Wort Gottes. Und auch heute, fünfzig Jahre nachdem das stattgefunden hat, kenne ich immer noch Leute, die damals durch diesen Dienst in dieser Jugendgruppe zum Glauben gefunden haben.
Damit will ich nicht sagen, dass die Jugendgruppe keinen Spaß haben darf oder dass ein Jugendarbeiter nicht in der Lage sein sollte, gut zuzuhören und ein Ohr für die Jungen zu haben. Es bedeutet nicht, dass in der Jugendstunde nur eine Predigt und keine Spiele sein dürfen. Sonst nichts. Aber das Herz, der Kern, muss das Wort Gottes sein. Und dasselbe gilt für jeden Dienst am Evangelium.
Oft sind es gerade die Dinge, die Pastoren davon abhalten, das zu tun, was sie eigentlich tun sollten. Das sind nicht Dinge, die an und für sich schlecht sind. Es sind gute Dinge.
Am Anfang, in den ersten Stunden der Gemeinde in der Apostelgeschichte, gab es viele Bedrohungen für die junge Gemeinde, sogar Verfolgung. Und dann gibt es in Apostelgeschichte 6 eine andere Bedrohung, die sehr harmlos aussieht, als ob sie kein Problem wäre. Aber dann lesen wir in Apostelgeschichte 6 von einer Gefahr, die so unscheinbar ist, dass man sie kaum wahrnimmt.
Es wurde darüber gestritten, wie man sich um die Versorgung der Witwen kümmern soll. Und die Apostel haben sich um diese Sache gekümmert. Das war eine gute Sache. Aber gleichzeitig haben sie vernachlässigt, was tatsächlich ihr Dienst ist, nämlich das Gebet und das Wort. Das ist genauso schlimm für die Gemeinde wie Verfolgung.
Es ist doch eine gute Sache, sich um die Versorgung der Witwen zu kümmern. Aber das Gute, das sie getan haben, hat sie davon abgehalten, das zu tun, was wirklich ihre Aufgabe ist, nämlich Gebet und Wort. Denn so breitet sich das Evangelium aus.
Und die Lösung dieses Problems ist nicht, zu sagen: Diese Probleme mit den Witwen kümmern uns nicht mehr, wir widmen uns ausschließlich dem Gebet und dem Wort. Nein, es ist wichtig, dass die Witwen versorgt werden. Und die Lösung ist, dass die Diakone eingesetzt wurden. Sie haben sich dann um diese Sache gekümmert, damit die Apostel wieder die Zeit hatten, sich dem Gebet und dem Wort zu widmen.
Und das Resultat? In Apostelgeschichte 6,7 heißt es: So breitete sich das Wort Gottes aus. Das Resultat war also, dass wir sehen, wie das Wort Gottes sich weiter ausbreitet. Die Krise wurde auf die richtige Art und Weise gemanagt, und die Leute hören jetzt wieder das Wort Gottes.
Sie haben sich um die Dinge gekümmert, um die sie sich kümmern sollten, nämlich die Vorbereitung der Predigt und auch Zeit, um eins zu eins mit den Leuten Gespräche zu führen. Und ihr Pastoren müsst aufpassen, dass das Wichtigste in eurem Dienst auch das Wichtigste bleibt.
Wahre Diener am Evangelium dienen dem Volk Gottes durch das Wort Gottes, mittels des Wortes Gottes.
Christus als Inhalt und Ziel des Dienstes
Und der dritte Punkt, das dritte Merkmal eines echten, eines wahren Dieners des Evangeliums: Er verkündigt den Sohn Gottes.
Was ist denn dieses Wort Gottes, dieses Geheimnis, das einst verborgen war, aber jetzt offenbar geworden ist? Vers 27. Es dreht sich alles um Christus, den Gott kundtun wollte. Welches der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Nationen ist: Das ist Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.
Das ist ein gewaltiges Evangelium, das Paulus hier im Brief an die Kolosser entfaltet. In Kapitel 1, Versen 15-20, ist Christus der Schöpfer, der Erhalter, der Erlöser des ganzen Universums. Und in Vers 20 heißt es, dass er alles mit sich versöhnt hat, alle Dinge mit sich. Es ist ein universelles, aber gleichzeitig auch ein sehr persönliches Evangelium. Kapitel 1, Vers 27: Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.
Und wir müssen darauf achten, dass wir in unserem Dienst Christus wirklich in seiner Fülle lehren und predigen. Ja, wir müssen auch predigen, dass er für uns gestorben ist. Er ist am Kreuz für uns gestorben, um uns mit Gott zu versöhnen. Aber wir müssen auch Christus in uns lehren und predigen.
Es ist eine Gefahr, dass wir mit einer Sache zu kämpfen haben. Mein Freund nennt das die Leberspendekarte. Dass wir diese Sicht vom Evangelium haben. Vielleicht hast du eine Organspendekarte, wo draufsteht, welche Teile von dir sie verwenden können, wenn du stirbst. Es spielt keine Rolle, ob du lebst oder nicht, diese Karte wartet nur darauf, dass du stirbst.
Und einige Leute denken: Na ja, so ist es mit dem Christentum. Sie haben hier eine Karte, wo draufsteht: gerechtfertigt. Klar, Christus ist für mich gestorben, ich bin gerechtfertigt, und jetzt warte ich einfach, bis ich in den Himmel komme. Und da ziehe ich meine Karte, wo draufsteht: gerechtfertigt, und dann kann ich eingehen.
Das stimmt, das ist Teil des Evangeliums. Aber es ist nicht das ganze Evangelium. Christ for me, but also Christ in me. Christus ist nicht nur für mich, er ist auch in mir. Und ich muss beides lehren, nämlich Errettung und Erlösung aus Glauben, aber auch Heiligung, die daraus folgt, aus Glauben.
Warum wollen die Leute so oft mehr als Christus? Manchmal heißt das einfach, darauf zurückzuführen: Wir lehren und predigen nur Rechtfertigung. Und dann denken sie: Na ja, wie soll ich jetzt wachsen in Heiligung und in der Erkenntnis Christi? Irgendwo muss ich das woanders hier bekommen. Nein, es ist durch Glauben in Christus, dass ich jetzt verändert werden kann.
Es ist nicht so, dass ich einfach meine Rechtfertigung in Christus suche und dann, na ja, wende ich mich irgendeinem Gesetz oder irgendwelchen Verordnungen zu, die irgendwo stehen. Sondern die Aufgabe des Geistes ist es, Christus mehr und mehr zu erkennen, und zwar ihn in seiner Herrlichkeit zu erkennen. Und je mehr das geschieht, umso mehr werde ich umgestaltet in sein Bild.
Und Gottes Maßstab ist nicht mehr wie ein Gesetz, das irgendwo an einer Wand steht. Sondern der Geist hat es auf unsere Herzenstafeln geschrieben. Und ich möchte eben so leben, weil ich Christus liebe. Ich möchte ihm gefallen. Und dieser Christus, der mich eben umgestaltet, das ist die Hoffnung der Herrlichkeit. Und er ist das Ziel meiner Errettung. Ich warte darauf, bis ich bei ihm bin, für immer und ewig. Und dann werden wir sein wie er.
Und deshalb, Vers 28: Ihn verkündigen wir. Er ist das Mittel, er ist der, der uns rechtfertigt, er ist der, der uns heiligt, und er ist der, der uns letztendlich auch in die Verherrlichung führt.
Und, meine lieben Geschwister, ich hoffe, dass ihr euch nie langweilt, Christus zu predigen. Wir predigen nicht irgendwelche Techniken, nicht irgendwie ein System und auch nicht irgendwelche: Lass dies und tu jenes. Sondern das Ziel, die Absicht der Predigt ist, jeden Menschen in Christus vollkommen darzustellen.
Und so stelle ich mir die Leute vor, denen ich diene, und mein Ziel ist es, sie am Ende vollkommen Christus zu präsentieren, jeden von ihnen. Herr Jesus, hier ist John, vollkommen in Christus, reif und vollkommen gereift in dir. Präsentiere Johanna, fully mature in Christ. Und Vater, hier ist Johanna, auch sie reif, vollkommen in Christus.
Dafür lohnt es sich doch, zu ringen und zu arbeiten. Es geht doch nicht nur darum, dass Leute errettet werden und zu Christus kommen, sondern dass sie heranreifen, dass sie erwachsen werden und vollkommen in Christus. Das braucht eine Menge Zeit im Gebet, Vorbereitung in der Schrift auf die Predigt. It takes hours of speaking to individuals and trying to explain where things are not clear in their minds.
Und ihr werdet viel Zeit damit verbringen, mit Leuten eins zu eins euch hinzusetzen, um Dinge zu klären, wo sie noch nicht klar sehen, wie die Sache sich verhält. Es bedeutet auch, dass ihr viel Zeit und Herzblut investieren werdet, um mit jemandem zu ringen, ihn anzuflehen, dass er auch endlich Buße tun möge und umkehre und Christus wieder Herr sein lässt in seinem Leben.
Warum nehme ich alle diese Dinge auf mich? Denn niemand wird mir dafür in diesem Leben danken. So that we can say, Lord Jesus, here they are, your people, perfectly mature in Christ. Wir tun das, weil wir vor unserem Herrn erscheinen wollen und jeden einzelnen vollkommen ihm darstellen möchten.
Es braucht sehr viel Kraft, sehr viel Einsatz, und zum Glück müssen wir das nicht aus uns selbst herausmachen. Christ Jesus ist die Botschaft, ihn verkündigen wir. Christus ist auch das Ziel. Das Ziel ist, dass alle vollkommen sind in ihm. Und Christus ist es auch, der uns befähigt, der in uns wirkt, damit wir diesen Dienst überhaupt wahrnehmen können.
So let's make sure we follow the example of Paul. Und lasst uns wirklich darauf achten, dass wir dem Beispiel von Paulus folgen: serving God's people, teaching God's word, proclaiming God's son, dass wir wirklich für den Herrn leiden, dass wir sein Wort verkünden und seine Kinder vollkommen vor ihm darstellen und den Sohn verkünden.
Und möge Gott euch Ausharren geben in diesen Dingen, dass ihr das nicht nur diese Woche oder diesen Monat macht, sondern für den Rest eures Lebens. Lord Jesus, erhalte uns wirklich, gib uns Ausharren in dieser Aufgabe, und zwar bis an das Ende unseres Lebens. Amen.
