Serie•Teil 6 / 9Regionalkonferenz West 2016
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einleitung und Ausgangspunkt für die letzte Einheit
Also, Robin musste schon los. Noch einmal lieben Dank an die Übersetzer. Der Übersetzer hat es manchmal schwerer, weil er Sachen zweimal machen muss. Also vielen Dank, dass er so lange durchgehalten hat. Und jetzt ist es sicher am schlimmsten, ganz am Ende noch einmal durchzuhalten. Unsere Augenlider fallen fast zu. Das ist für den, der predigt, natürlich sehr unfair.
Wir wollen uns noch einmal mit dem Wort Gottes beschäftigen. Das ist unsere letzte Einheit, und jetzt geht es darum, in die Welt hinauszugehen. Deshalb wollen wir uns zwei Bibelstellen anschauen, jeweils wieder aus dem Matthäusevangelium: einmal Matthäus 13,31-33 und Matthäus 14,13-21.
Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das einer nahm und auf seinen Acker säte. Es ist zwar das kleinste unter allen Samenkörnern, aber sobald es hochgewachsen ist, ist es größer als alle anderen Gewächse und wird ein Baum, sodass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.
Ein anderes Gleichnis erzählte er ihnen: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Scheffel Mehl mischte, bis alles durchsäuert war.
Und nun Matthäus 14,13-21: Jesus, der davon gehört hatte, fuhr in einem Boot von dort weg und zog sich an einen einsamen Ort zurück, wo er für sich war. Als die Leute das erfuhren, folgten sie ihm zu Fuß aus den Städten. Als er ausstieg, sah er viel Volk versammelt. Da hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken unter ihnen.
Als es Abend wurde, traten seine Jünger zu ihm und sagten: Abgelegen ist der Ort, und die Stunde ist vorgerückt. Schick die Leute in die Dörfer, damit sie sich etwas zu essen kaufen können. Jesus aber sagte zu ihnen: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen. Sie aber sagten zu ihm: Wir haben hier nichts außer fünf Broten und zwei Fischen. Er sagte: Bringt sie zu mir.
Und er befahl den Leuten, sich im Gras niederzulassen, nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern, und die Jünger gaben sie den Leuten. Und alle aßen und wurden satt, und sie sammelten die übrig gebliebenen Brocken, zwölf Körbe voll. Es waren an die fünftausend Männer, die gegessen hatten, Frauen und Kinder nicht mitgezählt.
Gottes Nähe in Jesu Reaktion auf Leid und Ablehnung
Manchmal stellen wir uns Gott als jemanden vor, der emotional sehr weit entfernt ist. Wir denken, er sei so weit über uns und so sehr mit den Dingen in der Welt beschäftigt, dass er eigentlich keine richtigen Gefühle hat. Manchmal stellen wir uns Gott so vor: Gott ist so mächtig, aber er kann sich nicht wirklich mit Emotionen befassen. Und die einzigen Emotionen, die wir für Gott zulassen, sind oft entweder Wut oder Liebe. Alles andere scheint uns zu menschlich für Gott zu sein.
Aber wenn man sich die Evangelien anschaut, dann kann man eigentlich nicht mehr so denken. Denn es wird ja gesagt, dass Jesus das Bild Gottes ist. Er ist das Ebenbild, das genaue Ebenbild Gottes. Er ist das A bis Z von Gott. Jesus hat gesagt: Wenn ihr mich gesehen habt, dann habt ihr den Vater gesehen. Also wenn ihr wirklich sehen wollt, wie Gott ist, dann müsst ihr auf Jesus schauen. Er ist die Offenbarung Gottes für uns.
Schaut ihn euch hier an in Matthäus 14,12. Was passiert ist: Johannes der Täufer, Jesus’ Cousin, war getötet worden. Entschuldigung, Matthäus 14,12. Und was passiert war, war, dass Johannes der Täufer schon umgebracht worden war. Und hier wird in Vers 12 gesagt: Die Jünger von Johannes kamen, holten den Leichnam und begruben ihn. Dann gingen sie und erzählten es Jesus.
Sie haben Jesus vom Tod seines Cousins erzählt, und schaut, wie Jesus darauf reagiert. Also spiegelt Jesus hier genau den Vater wider. When Jesus heard what had happened, he withdrew by boat privately to a solitary place. Jesus, der davon gehört hatte, fuhr mit dem Boot an einen einsamen Ort und zog sich dorthin zurück.
Als er gehört hatte, dass sein Cousin gestorben war, war das nicht einfach nur eine Nachricht. Er hat es wirklich in seinem Herzen gehört, in seiner Seele. Er hat gerade seinen Cousin verloren, Johannes den Täufer, und er ist durch einen Mord umgekommen. Sie haben ihn enthauptet, also auf sehr gewaltsame Weise. Sie haben ihn als Prediger sozusagen stumm gemacht, indem sie seinen Kopf abgeschlagen haben.
Und das berührt natürlich auch Jesus, und er muss sich in die Einsamkeit zurückziehen. Er braucht Raum und Zeit, weil das eine sehr grausame Sache war. Ich hoffe, ihr könnt die Emotion nachempfinden. Und er wusste auch, weil Johannes zurückgewiesen wurde, dass man auch ihn ablehnen würde.
Matthäus schreibt das genau in die Mitte des Evangeliums, um zu zeigen, dass Jesus am Ende des Evangeliums sterben wird. Und Jesus wird natürlich auch emotional davon berührt. Er weiß: Weil Johannes abgelehnt wurde, wird auch er abgelehnt werden.
Ich weiß nicht, ob ihr jemals von anderen abgelehnt wurdet. Das tut sehr weh, oder? Wenn sich Menschen gegen dich wenden und dich verspotten, dann ist das etwas, woran man wirklich zerbrechen kann. Und Jesus wusste, dass das kommen wird.
Er hat auch gerade ein Gleichnis erzählt, das Gleichnis vom Sämann. Es ist ein Gleichnis von einem Sämann, der den guten Samen sät, um eine Ernte zu bekommen. Und Jesus ist der Sämann. Er möchte, dass der Boden gute Frucht trägt. Und wenn Menschen diesen Segen ablehnen, den er eigentlich säen will, dann ist das schwer.
Jesus ist kein Stoiker. Es berührt ihn wirklich tief, und wir sehen das hier besonders im nächsten Vers, Vers 13.
Das Mitleid Jesu mit der Menge
Also, als er das von Johannes dem Täufer hörte, geht es eigentlich darum, dass das Volk gehört hatte, dass Jesus sich dann in das Boot zurückgezogen hatte. Als die Leute das erfuhren, sind sie ihm zu Fuß aus den Städten gefolgt.
Und als Jesus ausstieg, sah er viel Volk versammelt. Er hatte Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken unter ihnen. Es ist wieder dieses Wort: Mitleid.
Jesus ist das genaue Bild Gottes. Er spiegelt Gott wider, und er hat Mitleid. Er hat Mitleid mit Leuten, von denen er weiß, dass sie ihn ablehnen werden. Sie sind unstete Menschen. Sie folgen ihm nur nach wegen der Wunder. Er weiß, dass sie ihn ablehnen werden, genauso wie sie Johannes den Täufer abgelehnt haben.
Und Jesus hätte sich jetzt den Leuten zuwenden können, die ihm nur wegen der Wunder nachfolgen, und sie wegschicken können. Er hätte sagen können: Geht weg! Ihr atmet meine Luft, ihr lauft auf meiner Erde, ihr trinkt mein Wasser, ihr trinkt von meinen Flüssen, aber ihr verdient überhaupt nichts von mir. Geht weg.
Aber Jesus denkt so nicht. Er gibt sich wieder in Mitleid. Und in Vers 14 wird uns gesagt: Jesus landete, sah die große Gruppe und hatte Mitleid mit ihnen und heilte sie. Vers 14 sagt, er stieg aus, er hatte Mitleid mit dem Volk und heilte die Kranken.
Das Ganze ist jetzt der Hintergrund für das nächste Wunder, die Speisung der Fünftausend. Und für die wenigen Minuten, die wir haben, möchte ich, dass wir uns dieses wirklich erstaunliche Wunder anschauen. Das ist die Geschichte, mit der ich euch dann rausschicken will.
Das scheinbar unlösbare Problem der Menge
Seht ihr zunächst das Problem? In Vers 15, als es Abend wurde, traten seine Jünger zu ihm und sagten: „This is a remote place and it's already getting late. Send the crowds away so they can go to the villages and buy themselves some food.“
Abgelegen ist der Ort, und die Stunde ist vorgerückt. Schickt die Leute in die Dörfer, damit sie sich etwas zu essen kaufen können.
Seht ihr das Problem? Dieses unstete Volk kommt einfach nur wegen der Wunder zu Jesus. Sie sind um den See gelaufen, während Jesus mit dem Boot hinübergefahren ist. Jesus hat Mitleid mit ihnen. Sie haben bis zum Abend gewartet, aber es gibt nichts zu essen.
Hier liegt ein großes Problem vor, weil es 5.000 Männer sind. Wenn von Männern die Rede ist, dann sind damit immer die Häupter der Haushalte gemeint. Also sind es möglicherweise bis zu 20.000 Menschen, die hier sind. Das ist ein großes Problem, nicht wahr? 20.000 Menschen in der Dunkelheit. Also ist es ein großes Problem: 20.000 Menschen im Dunkeln und hungrig.
Und die Jünger sind richtig gut, denn sie sehen das Problem. Aber Jesus scheint das Problem nicht zu sehen. Er scheint irgendwo an etwas ganz anderes zu denken. Kann er wirklich die Gefühle nachempfinden, die hier im Volk sind? Kann Gott wirklich Hunger nachempfinden?
Deswegen versuchen jetzt die Jünger, das Problem zu lösen, indem sie einfach die Menschen wegschicken von Jesus. Das ist, was ein Jünger von Jesus machen könnte: dass er die Leute wegschickt von Jesus. Und eigentlich macht es Sinn, weil sie in den Dörfern dann Essen bekommen könnten. Wenn man wirklich Mitleid hat, dann muss man doch praktisch denken. Unser Rat ist: Schick sie weg.
Es sieht so aus, als ob sie Mitleid gelernt haben. Sie kümmern sich um ein richtiges Problem, und das ist der Hunger. Aber Jesus weiß, dass diese Menschen mehr brauchen als nur ordentliches Brot. Sie brauchen das Brot, das Jesus bringt.
Die Jünger sehen nur das Problem an der Oberfläche, und deswegen ist auch die Lösung nur oberflächlich: Schickt sie weg von Jesus zu jemand anderem. Und in dem Ganzen lehrt Jesus, was wirkliches Mitleid ist, während die Jünger nur die Oberfläche sehen.
Also, Vers 15: Als der Ort und die Stunde vorgerückt waren, schickt die Leute in die Dörfer, und es ist wirklich zu spät. Schickt die Leute weg.
Habt ihr das Problem verstanden? Großes Problem, oder? Einfache Lösung: Schickt sie weg. Und man kann sich die Hände waschen.
Der Auftrag Jesu und die Grenzen menschlicher Ressourcen
Hier ist der zweite Punkt. Das ist der Gedanke von Jesus: Ihr sollt sie speisen. Ist er verrückt?
Schaut euch Vers 16 an. Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen. Ich liebe das, das ist doch verrückt, oder? Könnt ihr euch die Reaktion der Jünger vorstellen? Was hat er gesagt? Ist er verrückt geworden? Ich glaube, er ist noch nicht darüber hinweg, dass Johannes der Täufer gestorben ist, und irgendwie ist er dadurch ein bisschen nicht bei Sinn. Er denkt nicht richtig nach. Ihr gebt ihnen zu essen.
Vers 17, schaut euch das an: „Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische“, haben sie geantwortet. „Sei nicht dumm, Jesus, unsere Idee ist viel besser. Schick sie weg. Wir könnten sie doch niemals speisen. Unsere Ressourcen sind doch wirklich viel zu klein.“
Schau dir die Menge an. Wir haben nur fünf Fischsandwiches. Die können noch nicht einmal einen Brotkrumen haben, wie viel dann ein Sandwich für jeden? Jesus, du bist total verrückt. Das Gebot ist zu groß, es ist unmöglich zu tun, du redest Unsinn. Schick sie weg.
Schaut noch einmal Vers 16 an: Jesus aber sagte zu ihnen: Gebt ihr ihnen etwas zu essen. Wir haben nur fünf Laibe Brot und zwei Fische, antworteten sie. Sie aber antworteten: Wir haben hier nichts außer fünf Broten und zwei Fischen.
Seht ihr das Problem? Seht ihr den Rat von Jesus? Hier ist die dritte Sache, die ich euch zeigen will. Jesus sagt: Bringt sie her zu mir. Die Jünger sagen: Schick die Menschen weg. Jesus sagt: Bringt die fünf Fischsandwiches zu mir.
Vers 17: Sie aber sagten zu ihm: Wir haben hier nichts außer fünf Broten und zwei Fischen. Er sagte: Bringt sie zu mir. Und er befahl den Leuten, sich im Gras niederzulassen. Er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis und brach die Brote. Dann gab er sie den Jüngern, und die Jünger gaben sie den Leuten.
Bring das, was ihr habt, zu mir. Fangt an mit dem, was du hast, egal wie klein es ist, so ein kleines Fischbrötchen. Bring es zu Jesus, und dann wirst du fähig sein, das zu tun, was er dir aufträgt. Das ist der Prozess hier, oder?
Schau dir Vers 20 an: Und alle aßen und wurden satt. Und die Jünger sammelten die übrig gebliebenen Brocken, zwölf Körbe voll. Es waren an die fünftausend Männer, die gegessen hatten, Frauen und Kinder nicht mitgezählt.
Erinnerung an Gottes Rettung und Blick auf das Kreuz
Ich will die drei Punkte da noch einmal besonders anwenden. Aber jetzt möchte ich noch etwas anderes davor sagen. Es gibt noch einen vierten Punkt, und der ist: zurück in die Zukunft.
Jeder Jude, der dieses Wunder in der Wüste gesehen hat, würde sich an etwas erinnern. Und wenn man in die Vergangenheit geht, dann springt man wieder zurück in die Zukunft. Und das passiert hier gerade. Denn wenn Sie hier die Speisung der 5.000 Frauen und Kinder sehen, dann würden Sie sich an den Auszug aus Ägypten erinnern. Das ist das wichtigste Ereignis im Denken der Juden.
Hier ist das Volk Gottes in der Knechtschaft in Ägypten. Gott rettet sie, erlöst sie aus Ägypten. Er tut das durch das Blut eines Lammes an den Türpfosten. Das ist das Passa. Jeder, der unter dem Blut des Lammes ist, an dem geht der Todesengel vorüber. Sie sind aus Ägypten befreit, gehen durch das Rote Meer und kommen dann in die Wüste. Und dort speist sie Gott auf wundersame Weise mit Brot vom Himmel mitten in der Wüste.
Und das Essen hier in der Wüste, das von Gott geschenkt wird, soll sie an den Auszug aus Ägypten erinnern, an diese Zeit. Sie sind durch Blut erkauft, durch das Blut des Lammes, und dann von dem lebendigen Gott ernährt. Und dieses Wunder hier, die Speisung der 5.000, sollte Sie an das andere Ereignis erinnern. Und das Ereignis in der Vergangenheit soll dann eigentlich auf die Zukunft hinweisen.
Hört euch diese Worte von Jesus an in Matthäus 26: Während sie aber aßen, nahm Jesus Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es den Jüngern und sprach: Nehmt, esst, das ist mein Leib! Und er nahm einen Kelch und sprach das Dankgebet, gab ihn ihnen und sprach: Trinkt alle daraus; denn das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
Er bricht das Brot, und das soll seinen Körper, seinen Leib, darstellen. Und dann schenkt er den Wein aus, und das spiegelt sein Blut wider. Und es geht hier um die Vergebung der Sünden. Das ist, was dort geschieht.
Aber ihr seht, dass die Sprache in Matthäus 26 sehr ähnlich ist wie die Sprache in Matthäus 14. Er schaut zum Himmel, spricht das Dankgebet und bricht das Brot. Und dann geben es die Jünger wiederum an andere Leute. Das ist die Botschaft der Barmherzigkeit für eine verlorene Welt.
Jesus ist das Brot des Lebens. Jesus ist das Brot des Passas. Jesus speist uns mit dem Manna vom Himmel. Er ist für uns gestorben, weil er uns so sehr liebt. Sein Mitleid ist nicht nur, ein Wunder zu tun und sie mit normalem Brot zu speisen. Das ist nur ein Bild von dem, was er am Kreuz für sie machen würde.
Die Jünger hatten nur Angst oder Sorgen, dass sie nicht genug menschliches Brot bekommen. Jesus wollte ihnen zeigen, dass er das Passalam ist und das Brot vom Himmel.
Anwendung auf Gemeinde, Berufung und kleine Anfänge
Wir sind fast fertig. Lass uns das anwenden.
Das Problem. Wir haben ein Problem. Deutschland hat ein Problem. Grossbritannien hat ein Problem. Es ist ein sehr, sehr grosses Problem.
Lass mich über London sprechen, und ihr könnt es dann auf Deutschland anwenden. Was sollen wir in London machen? Zwölf Prozent der Menschen in ganz Grossbritannien leben in London. Über acht Millionen Menschen leben in London. Die meisten können ihre rechte Hand nicht von der linken unterscheiden, geistlich gesprochen. Viele Leute verbringen ihre Zeit und ihr Geld auf Brot, das vergeht. Es gibt Tausende Menschen, die ihre ganze Zeit und ihr ganzes Geld für Brot ausgeben, das eigentlich vergeht. Es sind Tausende, die an geistlicher Hungersnot sterben.
Es ist ein grosses Problem: Wie erreichen wir diese ganzen Menschenmassen? Und ihr habt das Problem hier in Deutschland. Hier ist eine Gemeinde, in der ich bin, packt aus am Sonntagmorgen, was ich erfahren habe, jeden Sonntag. Aber wie gross ist der Prozentsatz der Menschen, die hier sind, im Vergleich zu denen, die draussen sind? Das Problem ist, wenn wir Gebäude haben, und wenn wir denken, die Gebäude sind voll, dass wir eigentlich einen guten Job machen. Aber du könntest ein Gebäude haben, das so klein ist wie eine Telefonzelle, und es mit zwei Leuten füllen und sagen: Wir sind voll, und sagen, wir machen da eigentlich gute Arbeit. Aber es sind mehr Leute draussen als hier drin.
Es ist ein riesiges Problem: Wie erreichen wir die Mengen? Wie speisen wir sie? Das ist die Aufgabe. Jemand anders, lass sie wegschicken, lass uns wegschicken. Jesus kann uns nicht bitten, das Unmögliche zu tun.
Hier ist das Problem: Diese ganzen jungen Leute, die Einwanderer, die Flüchtlinge, die Deutschen, die brauchen Jesus. Wie wirst du sie erreichen? Du, deine kleine Gemeinde, schau dich um hier! Jeder, der normal denkt, wird eigentlich denken, wir sind verrückt. Eine kleine Gruppe wie hier, und wir reden davon, Deutschland zu erreichen.
Es ist ein grosses Problem. Man lässt es jemand anderen lösen. Oder schickt sie rüber nach Amerika. Oder Amerikaner sollen herkommen und sie für uns erreichen. Sie haben das Geld, sie können sie speisen. Aber wir sind zu klein. Das ist das Problem.
Jesus sagt: Ihr gebt ihnen Speise. Du, du! Schau Vers 16: Jesus antwortete, sie brauchen nicht wegzugehen, gebt ihr ihnen zu essen. Ich meine, weiss er eigentlich, mit wem er hier redet? Wir haben ja nur ein Fischsandwich zwischen uns. Also, das würde vielleicht gerade das Essen hier für uns ausreichen, aber wir müssen ganz Deutschland damit speisen. Die Aufgabe ist einfach zu gross.
Aber ich möchte das sagen: Gott, Jesus, ist ein Meister darin, klitzekleine Dinge zu benutzen und sie zu gebrauchen. Unser Problem ist, dass wir beeindruckt sind von dem, was beeindruckend ist. Das ist aber nicht bei Jesus so.
Ich erinnere mich noch, als ich als Predigtdienst angefangen habe, und ich habe bei einem Jugendtreffen gepredigt. Es war ein älterer Mann da, der zu mir nachgekommen ist. Er war später ein älterer, ein bisschen älterer Mann, der zu mir gekommen ist. Und er hat eigentlich meine Predigt ganz gut gemocht, aber er wollte nicht so richtig darauf reagieren, bis er herausgefunden hat, welches Auto ich fahre.
Und zu der Zeit hatte ich überhaupt kein Geld, und ich hatte ein total runtergekommenes Motorrad, das jemand weggeworfen hatte, aber ich es gekauft habe. Jemand anders hat es weggeworfen, ich habe es aufgesammelt. Und ich habe zu ihm gesagt: Ich habe im Moment kein Auto, ich fahre ein Motorrad. Er hat dann gesagt: Dir muss ich nicht zuhören, du bist kein Mann Gottes. In seiner Vorstellung musste man ein ganz tolles Auto fahren, um ein Mann Gottes zu sein. Ich kann euch sagen: Als ich ihn dann später gesehen habe und ich war auf meinem Motorrad, wollte ich ihn überfahren.
Wir sind beeindruckt von dem, was äusserlich beeindruckend ist. Wir können nichts tun, wenn wir nicht mit dem ganzen Talent der Welt machen. Aber Jesus sagt: Bring die Fischbrötchen zu mir.
Diese kleine Illustration, die wir in Matthäus 13 lesen, über das Senfkorn, ist brillant. Er sagt, das Senfkorn ist das kleinste, es ist ganz klein. Wenn man so ein Senfkorn neben die Kokosnuss stellt, dann sieht die Kokosnuss riesig aus im Vergleich als Samen. Aber so ein Senfkorn sieht ganz klein aus als Samenkorn, kann man einfach wegpusten. Die Kokosnuss sieht riesig aus, aber so ein Senfkorn kann man einfach wegpusten. Es fliegt im Wind und geht zwischen einen kleinen Spalt im Beton und sprengt ihn auf. Unser Senfkorn schafft es dann aber, durch den Wind umhergepustet, dann irgendwo in den Beton rein, sogar den aufzubrechen.
Jesus sagt, dass das Senfkorn wächst dann so gross, dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten. Aber alles, was mit dem Evangelium zu tun hat, fängt klein und unbedeutend an, aber es bleibt nicht so. Denk an deine Gemeinde oder an dich selbst: Es ist nur ein Fischbrötchen, aber nicht in den Händen Jesu, nur ein Senfkorn. Es gab nur zwölf Jünger, und einer von ihnen hat Jesus verraten, aber jeder von uns kennt jetzt Jesus, und es hat damals so angefangen. Das Samenkorn ist rausgegangen, und es ist zu einer grossen Pflanze geworden.
Hier ist das Problem: Ihr speist sie, bringt sie zu mir. Hast du dich selbst zu Jesus gebracht? Bring dich selbst zu Jesus, dein Gehirn. Du sagst vielleicht: Ich habe einen kleinen Verstand. Du sagst vielleicht: Ich bin kein grosser Theologe oder Intellektueller. Bring dein kleines Fischbrötchen-Gehirn zu Jesus. Lass es von ihm brechen und dass er es gebraucht. Es ist erstaunlich.
Was ist mit deinem Herzen? So ein hartes Herz, es ist hart gegenüber Gott. Bring auch dieses Fischbrötchenherz zu Gott. Lass es ihn brechen. Oder deine Zunge. Es ist manchmal schwer, sogar damit zu reden. Bring deine Zunge zu Jesus und lass sie von ihm brechen. Oder dein Mannsein oder dein Frausein. Bring alles zu Jesus. Bring alles zu Jesus.
Du bist klein, du bist ein Senfkorn, du bist ein Fischsandwich. Er ist ein Experte darin, kleine Dinge zu benutzen. Du bist klein, du bist unbedeutend, du bist so ein Fischsandwich, und er ist ein Experte, diese kleinen Dinge zu benutzen. Er hat das Brot und den Fisch genommen und die zwanzigtausend Leute damit gespeist.
Gott ist ein Experte darin, kleine Dinge zu benutzen, wie wir welche sind. David hatte eine kleine Schleuder und einen Stein gegen Goliath. Samuel hatte einen Eselskiefer gegen alle Philister. Samson hatte einen Eselskinnbacken und hat damit für Gott gekämpft. Gideon hatte eine kleine Armee, und Gott hat sie gebraucht.
Kann ich mal die ansprechen, die hier jung sind? Lass dir nicht zu viel Zeit, bis du etwas Verrücktes für Jesus machst. Bring deine ganze Jugend, deine Unerfahrenheit, dein Fischsandwich zu Jesus.
Die von euch, die älter sind und du fühlst, als ob du schon ein bisschen verdorbenes Fischsandwich bist, du siehst vielleicht sogar so aus: Bring das zu Jesus. Bring deine Rentenzeit zu Jesus. Lass es nicht zu lange dauern, bis du deinen Ruhestand für Jesus benutzt. Und wenn du nicht im Ruhestand bist, dann setz dich zur Ruhe bald. Du hast dich schon immer über deine Arbeit beschwert, also geh da raus und nimm deine Zeit für Jesus.
Diese kleinen Pfennige, die du hast, und das ist alles, was du hast, gib sie für die Arbeit von Jesus. Die ganz wenige Zeit, die du hast, setz sie trotzdem für den Dienst am Herrn ein.
Die von euch, die ganz kleine Sonntagsschulklassen lehren, ist es wichtig für dich, die Bibel zu studieren, um so ein paar Kinder in der Sonntagsschule zu lehren? Gib das an den Herrn. Die zwei Kinder können die nächsten Billy Grahams sein. Gib es dem Herrn, er bricht es, und er benutzt es. Es ist ein Senfkorn, und es wird wachsen, und die Vögel des Himmels werden darin nisten.
Wir sollen in die Welt gehen, um die Welt zu speisen, eine unmögliche Aufgabe, aber nicht, wenn wir alles zu Jesus bringen und zu ihm sagen: Gebrauche uns.
Schlussgebet
Vatergott, du kennst jeden von uns in diesem Raum. Du siehst, wie klein und unwichtig wir uns fühlen. Du siehst auch, dass vielleicht sogar andere Leute auf uns herabgeschaut und uns verspottet haben. Aber du liebst uns.
Und du gibst uns eine großartige Aufgabe zu tun. Es gibt Tausende und Millionen von Menschen in Deutschland zu erreichen. Und wir haben die Ressourcen, das zu tun. Und doch wollen wir es immer an jemand anderen abschieben.
Aber hilf uns, mit dem Kleinen zu kommen, das wir haben. Brich uns und gebrauche uns, damit wir Mitleid mit der Menge haben und sie mit der Botschaft von Jesus Christus speisen.
Und wir beten das in Jesu Namen.
