Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Die prophetische Verheißung als Ausgangspunkt
Nun bitte ich Sie, aufzuschlagen: Jesaja 9,5-6. Es gehört zusammen, was wir am ersten Advent gehört haben. Dieser gottlose, liederliche König von Jerusalem, Ahas, der vom Propheten in einer kritischen Angriffskriegslage aus dem Irak, Assyrien, nein, zuerst waren es diese Ephraimiter und die Syrer, die in diesem Gesamtzusammenhang kamen, der gefragt wird: Glaubst du nicht, so bleibst du nicht!
Da das Zeichen, das Gott gibt, eine Jungfrau wird ein Kind gebären, und den Namen, den wird sie nennen: Immanuel, Gott mit uns.
Dann hatten wir am letzten, dritten Advent: Es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst sind, dem Volk, das im Finstern wohnt. Wandel zieht ein großes Licht.
Nun, nun Verse fünf und sechs: Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Und dieses Kind heißt wunderbarer Rat, Gott hält sie schon mal so von Kindern Namen gehört, ewiger Vater, Friedefürst, auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er es stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth.
Warum Weihnachten überhaupt gefeiert wird
Auch bei Ihnen sind jetzt überall zu Hause schon die weihnächtlichen Ausschmückungen da. Nicht nur in unserer Stadt, die schon seit Tagen und Wochen im Weihnachtsschmuck prangt. Es ist sehr schön, wie wahrscheinlich fast alle Leute mitfeiern und wie sie Kerzen und Zweige haben, Geschenke und Gebäck vorbereiten und Familienfeiern planen. Sie überlegen, wie man Kindern Freude machen kann.
Aber warum feiern eigentlich alle Leute Weihnachten? Warum? Ist das wegen Tannenreis, oder ist das wegen der Kerzen, oder ist das wegen der Geschenke? Warum eigentlich der ganze Umstand?
Es gab ja lange Jahrhunderte, wahrscheinlich die größte Zeit der Christengeschichte, in denen man keinen Tannenbaum und keinen Tannenreis hatte. Ja, wie haben die dann gefeiert? Was war denn das Entscheidende, was war denn da in der Mitte des Festes gestanden? Um was geht es denn da?
Auch nicht um die Armut. Auch nicht um die Not von Flüchtlingen. Was war denn in der Mitte gestanden? Was ist das Eigentliche?
Da muss man auf die Propheten sehen, die es angekündigt haben, Jahrhunderte vor dem Kommen Jesu. Ein Kind wird geboren, das Kind in der Krippe, aber ein ganz seltsames Kind. Dieses Kind ist identisch mit dem ewigen Gott und Herrn der Welt, begreife, wer es will.
Der Name dieses Kindes: Immanuel, Gott mit uns. Gott zum Anfassen, vor den Augen der Menschen, die Zeugen dies gesehen haben, die seine Taten beschrieben haben. Heute sagt mein Sohn in unserer saloppen Sprache: Das ist ein Hammer. Vielleicht würden Ihre Kollegen, wenn Sie mit ihnen darüber sprechen, oder Freunde, die Sie damit aufziehen wollten, sagen, sie wollten Sie veralbern, dass in der Mitte der Weihnachtsgeschichte ein Baby steht.
Und das ist viel, viel wichtiger als alles andere, was gefeiert wird. Wir wollen das nicht madig machen, sondern das zieht die Menschen. Und darum feiern so viele. Das war der Anlass. Über Jahrhunderte hinweg hat das die Menschen bewegt, und das war so ein wichtiges Zeichen, dass die Menschen sagen: Das ist der Höhepunkt für uns. An das kann man sich halten.
Das Kind im Tempel und die Erkenntnis des Glaubens
Ich will es immer gern ein wenig illustrieren. Es ist schön im Evangelium beschrieben, dass in Jerusalem im Tempel ein alter, uralter Mann stand. Ein Mann, den die Leute immer für einen etwas sonderbaren Menschen hielten. Sie meinten, bei ihm seien ein paar Schrauben locker. Er rannte immer wieder auf dem Tempelvorplatz umher, und sobald er eine Mutter mit einem Baby sah, lief er hin und riss diese Decke zurück, die da oft über das Köpflein des Kindes gehüllt ist. Dann wollte er in das Gesicht dieses Kindes starren. Ist der nicht mehr ganz sauber, oder was ist da los?
Nein, der Simeon hatte eine Offenbarung des Geistes Gottes. Der Heilige Geist hatte ihm etwas gesagt: Du wirst den Messias Gottes, den einen geweihten, den sehnlichst erwarteten Heiland sehen. Und so kannte der Simeon seine Bibel, dass er wusste: Dann kann es nur ein Baby sein. Denn er war schon sehr alt, und die Jahre werden immer kürzer. Darum stand er da und sagte: Irgendwo muss sie kommen, die Mutter mit dem Kind.
Und als er das Kind sah, frage ich mich immer: Was hat eigentlich der Simeon gesehen, wo es doch heißt, er hatte keine Gestalt noch schöne? Was hat ihn an diesem Bild des Kindes Jesus gezogen? Ach, das war doch alles eine Rede des Heiligen Geistes, der ihm die Augen öffnete. Er nimmt das Kind auf den Arm und sagt: Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, meine Augen haben dein Heil gesehen. Ich habe den Herrn aller Herren, den König aller Könige gesehen.
Es gab große Menschen, ob Napoleon oder Augustus oder wie sie alle heißen, die Mongolen, Herr Robro oder die Pharaonen, kein Mensch wie er. Auch von den großen Gelehrten und von den Wohltätern und den Findern und Denkern und Dichtern keiner wie er. Keiner wie dieses Kind. Dass wir wissen, worum es geht an Weihnachten: um dieses Kind, das geboren wird, Jesus, der Sohn Gottes.
Vielleicht hätte man heute nur einen Punkt machen sollen und da aufhören, um ihn richtig deutlich zu machen. Aber ich will immer verschiedene Gedanken sagen. Es steckt so viel drin.
Das Ärgernis des göttlichen Handelns
Zuerst: Das ist ein Ärgernis, das ist ein Ärgernis. Es ist gut, wenn Sie Ihre Bibel dabeihaben, denn da wird in dieser Weissagung des Jesaja noch mehr gesagt. Schauen Sie in Jesaja 8,14. Das ist gerade eine Spalte weiter drüben. Dort heißt es:
Er wird ein Fallstrick sein, ein Stein des Anstoßes, ein Fels des Ärgernisses für die beiden Häuser Israel, ein Fallstrick und eine Schlinge für die Bürger Jerusalems.
Die werden gar nicht merken, wer dieser Jesus ist. Ist das nicht eine Tragik! Das ist, als läge plötzlich auf dem Trottoir ein Balken oder ein Stein, und die Leute stolpern darüber. Über dieses Kind, das geboren wird, werden die Leute stolpern.
Der Ahas ist darüber gestolpert. Er vertraute seinem eigenen politischen Geschick. Er war ein ganz cooler König, eiskalt der Macht zugewandt, und er ging unter im Strudel der Weltgeschichte. Aber nicht nur Ahas: An diesem Kind haben sich alle gestoßen.
Haben Sie schon einmal gemerkt, wie sich Theologen heute daran stoßen? Unzählige Theologen, wir wollen jetzt über niemanden reden, aber Sie wissen doch, die sich daran stoßen: Das kann ja gar nicht sein, und Jesus war nur ein Mensch und eine Legende. Lassen Sie sich ja daran stoßen. Schon die Schriftgelehrten und Pharisäer haben sich an Jesus gestoßen, ein Fallstrick, ein Fels des Ärgernisses. Im Griechischen steht da immer ein Wort für Ärgernis: Skandalon. Es ist ein Skandal, es ist ein Skandal!
Lassen Sie sich doch nichts daraus machen, wenn andere Leute über Sie spotten oder über Sie lachen. Was, du glaubst das? Fahren Sie zurück: Du glaubst es nicht. Es war doch die Not Israels, dass sie den Heiland und Retter vor sich verstossen haben.
Wissen Sie, dass daran das Schicksal unserer Kirche steht und fällt, nicht an der Kirchensteuer? Es steht und fällt die Verkündigung nicht mit den Orgeln, die gebaut werden, und den Kirchen, die gebaut werden, und mit allem Personal, sondern damit, ob Jesus als der Heiland noch geglaubt, erkannt und gefunden wird.
Gottes Weisheit gegen menschliche Vernunft
Nun, wenn jemand von Ihnen sagt: Das verstehe ich nicht, haben Sie gemeint, Sie könnten Gott verstehen? Wollen Sie Gott verstehen? Ich kann Gott nicht verstehen. Wie soll ich Gott je verstehen können? Es ist ein Wunder, dass man nur anbeten kann, vor dem man nur stehen kann.
Und wenn es Gott gefallen hat, so mit uns umzugehen, dann hat er gewusst, warum. Denn der Skandal hat Gott gewollt, damit wir endlich einmal von unserem Kopf heruntersteigen und nicht meinen, alles müsse sich vor unserer Vernunft ausweisen können. Gott lehnt es ab, sich vor uns rechtfertigen zu müssen. Und das ist der beste Beweis. So hat er die Weisen und die Klugen der Welt immer wieder zunichte gemacht. Deshalb macht Gott das absichtlich so.
Sie können in diesen Tagen viele Deutungen der Weihnachtsgeschichte hören, und all die Deutungen der Weihnachtsgeschichte fallen eigentlich durch ihre seichte, dümmliche Auslegung auf. Da wird gesagt: Das ist der Sinn der Weihnachtsgeschichte, Gott hat dich lieb. Nun ja, wo kann ich das nicht sagen? Oder: Kümmere dich um die Not der Welt. Gut, da kann ja nichts Falsches dran sein. Aber im Weihnachtsevangelium geht es um etwas ganz anderes: dass der eine Retter meines Lebens dieses Kind in der Krippe ist, sonst niemand, und dass Gott allein in seiner Barmherzigkeit mich retten kann.
Ich habe auf dem Gemeindebrief, der hier in die Häuser getragen wurde, ein paar Sätze von dem alten Friedrich von Bodelschwingh geschrieben. Mit den Kinderhänden, vor denen die Hirten niederknien, wissen Sie, das hat der alte Bodelschwingh am besten begriffen: dass Gott nicht durch mächtige Menschen wirkt, sondern ganz schlicht. Und das ist so ergreifend, wenn man da steht auf dem Hirtenfeld von Bethlehem. Die Hirten waren ja Leute, die derbe Fäuste hatten. Und da, nur ein paar Kilometer weiter drüben, ist dieser Berg, wo das Herodeshaus, denn seiner Trutzburg, dieser grausame Wüstling, so ein Symbol der Herrscher dieser Welt ist. Und die Hirten haben auf einmal begriffen: Nein, nicht die Herren dieser Welt und nicht meine Fäuste sind es, sondern diese zarten Kinderhände sind es, durch die Gott mein Heil wirkt.
Verstehe, wer es will, das ist ein Wunder.
Die Namen des Messias und ihre Bedeutung
Und so hat auch Gott durch die Jahrhunderte immer wieder gehandelt. Das steht doch vom Thron Davids. Wissen Sie noch, wie es war bei David? Als damals Samuel in das Haus Isais kam und einen König salben sollte, da liefen die Söhne herbei. Sie hatten sich vorher noch einmal schön den Scheitel gezogen, damit sie gut wirkten, und ließen ihre Muskeln spielen. Und jedes Mal, wenn einer hereinkam, dachte Samuel in seiner fleißigen Art: Auf, der ist der Gesalbte, das wäre ein toller König!
Und dann waren acht durchmarschiert. Da sagt er: Sind das alle Knaben, oder hast du noch einen? Ja, ich habe noch einen, aber der zählt noch nicht. Der ist noch nicht einmal konfirmiert. Oder wie hat er gesagt: Der ist noch draußen auf dem Feld, der ist noch nicht einmal ganz voll zu nehmen, das ist noch ein Junge. Hol ihn!
Und dann sagt der Geist Gottes: Den Salbe! Gott hat es immer gefallen, an den Mächtigen der Welt vorbeizuhandeln. Gott hat doch nie die Schriftgelehrten gebraucht. Gott hat doch auf den Tempel seinen eigenen Bau verzichtet. Gott hat doch auf die Theologen und Heilpriester verzichtet. Damit baut er doch nicht sein Reich, sondern durch die Schwachen und durch die Geringen.
Es ist nicht herrlich, wenn es im Weihnachtsoratorium kommt, dass dieses schwache Knebelein soll unser Trost und Freude sein, dazu den Satan zwingen und letztlich Frieden bringen? Das ist Weihnachtsbotschaft. Und machen Sie daraus bitte keinen dünnen Aufguss. Eine billige Limonade, ein Freudenwein: Das ist der Heiland Gottes. Ein Skandalon, ein Ärgernis, über den Israel fällt, über den eine Christenheit stolpert. Und die Jesusgemeinde lobt ihn und preist ihn und singt ihm ihre Lieder.
Ein zweiter Punkt: Wir ahnen von ferne die Größe dieses Messias, dieses Gottgesalbten. Wir ahnen von ferne die Größe. Jesus hat zeitlebens auf jeden Glanz verzichtet, keinen Titel hat er gesucht, kein Empfehlungsschreiben von irgendeiner kirchlichen Institution. Jesus hat nie gesagt, man brauche einen gewissen Grundbestand an Geld, um in dieser Welt wirken zu können. Jesus hat auf Hausverzicht, auf alles verzichtet, was irgendwie für uns wichtig ist, auf Kleidung, auf alles, was wichtig war, um den Menschen zu imponieren. Kleider machen Leute, oder was wir sagen, der Ruf war alles ihm unwichtig. Armselig, unscheinbar, schlicht bis heute die Art Jesu.
Aber große Namen werden über Jesus, über dem Kind, ausgesprochen, ganz große Namen. Und wenn Namen gesprochen werden, ist das bei Gott nie so wie bei uns. Sie wissen doch: Mein Name oder Ihr Name oder so, das sind ja einfach Zufallsprodukte. Warum haben die die und heißen die anders? Bei Jesus ist ganz wichtig: Wenn Gott den Namen Jesus gibt, wir haben da mal darüber gesprochen, vor Jahren an Weihnachtstagen, und ich weiß noch, dass manche noch daran denken, was Namen bedeuten können. Und Gott gibt einen Namen, und in diesem Namen ist alles gesagt. Durch die Jahrhunderte bleibt Gott seinem Namen treu und dem Namen, den er seinem Sohn Jesus gibt.
Was ist der Name? Wunderbar, wunderlich, seltsam, unbegreiflich. So werden Sie Jesus erleben in Ihrem Leben. Es hat sich jetzt nie gedacht: Wie Jesus mich führt. In meinem Alter darf man schon auf Jahrzehnte zurückblicken und sagen: Das hätte ich nie gedacht. Ein Staunen. Es war alles viel, viel größer. Und wie hat er mich beschämt in meiner Angst, wie hat er alles wunderbar hinausgeführt, wunderbarer Ratgeber!
Leg doch dein Schicksal in seine Hand, vertraue dich ihm doch an. Er macht alles viel, viel herrlicher, als du denkst. „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Gedanken höher als eure Gedanken, und meine Wege höher als eure Wege.“ Wunderbarer Rat, er ist der Ratgeber, der Führer.
Ich will jetzt gleich die Brücke zu Ihnen schlagen: Vertrauen Sie doch seinem Namen, glauben Sie an seinen Namen. Er ist das Ende unserer Ratlosigkeit.
Der Friedensbringer und der göttliche Held
Und was ist das andere, was an ihm gerühmt wird? Gott, Held.
Wenn Sie zu mir sagen, ich sei ein Hochstapler, ist das nicht schlimm. Aber wenn Sie sagen, Jesus hätte sich als Gott ausgegeben und er wäre es wirklich nicht, dann ist das schlimm.
Wo schon die Propheten rühmen, dass in ihm die ganze Fülle Gottes wohnt, wie das sich vereint und zusammen, ich verstehe es auch nicht. Aber beten Sie es doch an!
Gott hält. Und in diesem Wort hält, das war ja schon das, was Jakob in der großen Messiasverheißung sah. Dann wird der Held kommen, der Held, der Israel löst aus seinen dumpfen Verstrickungen.
Wer ist denn der Held, der Gott hält? Wer kann uns denn befreien aus den dunklen Verstrickungen des Lebens? Das ist doch dieser Held, der im Sturm den Wellen gebietet, und es wird ganz still. Wer ist denn der, der vor das Grab hinsteht und dem Tod gebietet? Wer kann denn ihr Leben lösen aus der Verstrickung mit der Schuld, als dieser Gott hält?
Wen feiern wir denn an Weihnachten? Als diesen einen Gotthelden, Jesus!
Und dann steht da ewig Vater, und im Bild Jesus schwingt alles mit. Die Kindlichkeit, die Mütterlichkeit und die Väterlichkeit, das Erbarmen, wie sich ein Vater über Kinder erbarmt. Im Angesicht Jesu sehen wir die Herrlichkeit des Vaters.
Ich brauche über Gott gar nicht zu grübeln, wie Gott ist. So wie es Jesus mir zeigt: sein grenzenloses Erbarmen, seine Liebe, seine Güte, die mir gilt. Und er ist der, der den Frieden bringt, den ewigen Frieden. Nicht den äußeren Frieden, nicht den UN-Frieden. Nicht den Waffenstillstand, sondern den Frieden.
Meinen Frieden gebe ich euch, nicht gebe ich euch so, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
Wer Jesus kennt, der ist im Frieden. Das Messiasamt Jesu. Und nur durch die Propheten sehen wir Jesus dann richtig mit seinem Kommen.
Die Herrschaft des Kindes und der Auftrag der Gemeinde
Und noch ein Letztes: In diesem Kind liegt der triumphale Sieg. Ich weiss nicht, ob Sie alles noch fassen können, aber in dem Wort ist alles drin. Der triumphale Sieg Gottes ist in Jesus da.
Ich kann die feierlich und fromm gesprochenen Worte nicht mehr hören, in denen man Jesus als blossen Menschen rühmt, der meinem Leben doch noch etwas Tröstliches gibt. Ja, meine Frau gibt mir auch viel, und Sie wissen, wie ich verliebt bin. Aber es ist doch etwas ganz anderes, was der Heiland uns noch gibt: der uns lösen kann von allem, was uns bedrückt, den kann uns keiner nehmen.
Die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Was heisst denn das, ruhen? Ruhen heisst: Jetzt liegt sie da, endgültig, deponiert, keiner zieht sie mehr weg. Die Herrschaft Gottes liegt auf den Schultern dieses Kindes, Jesus. Darum haben die Hirten ihre Knie gebeugt. Machen Sie es denen nach. Freuen Sie sich, dass Ihr Chef nicht mehr das letzte Wort hat, und die Krankheit hat nicht das letzte Wort, und der Arzt hat nicht das letzte Wort, sondern Jesus hat das letzte Wort.
Obwohl Jesus in ganzer Ohnmacht daherkommt, die Herrschaft liegt auf seiner Schulter. Ich will noch einmal sagen, wie wichtig das jetzt ist. In unserer Zeit sieht es so aus, als ob wir in dieser gottlosen Zeit gar nichts mehr von Jesus sehen. Oh, da haben Sie den falschen Blick. Wenn Sie einmal richtig die Augen aufmachen, sehen Sie: Jesus geht oft an den stolzen Frommen vorbei, und dann baut er seine Gemeinde. Vielleicht schreien die anderen noch: Was ist das für eine komische Gruppe? Da bricht es doch wieder auf, und in anderen Ländern und in der Welt und überall kommen Menschen in grosser Zahl zum Glauben an Jesus, und er richtet sein Reich auf.
So steht es doch da: dass des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich ist, das er stärkt und stützt durch Recht und Gerechtigkeit. In diesen letzten bösen Tagen ist es genauso, dass das Reich Jesu gebaut wird. Sind Sie dabei? Hat Jesus das Sagen in Ihrem Leben? Die Herrschaft ruht auf seiner Schulter.
So stark und mächtig, dass der Tod nichts mehr kann. Wo Jesus ist, kann auch ihr Sterben sie nicht einen Augenblick mehr vom Lebensfürsten Jesus trennen. Selbst die ganze geballte Macht der Hölle kann nichts mehr tun gegen die Herrschaft Jesu. Und er baut sein Reich durch Recht und Gerechtigkeit. Was ist denn das? Durch die Bundestreue, die Vertragstreue. Er löst sein Wort ein, buchstäblich. Es wird einmal ein Staunen geben in der Ewigkeit. Zweifeln Sie gar nicht daran, dass alles eingelöst und erfüllt wird, was die Prophetin und was die Schrift verheissen hat, weil uns der Herr ein Licht geben wollte in der Dunkelheit dieser Welt, einen gewissen Grund unseres Glaubens.
Und jeder darf es fassen, vom kleinsten Kind bis zu dem klügsten Professor, aber immer nur das Gleiche: durch die gebeugten, anbetenden Knie. Und wenn Jesus in unseren Tagen Grosses wirkt, dann tut er es durch den schlichten Dienst seiner Leute. Er braucht keine genialen Leute. Er muss nicht irgendwelche grossen Namen von der Welt kaufen, damit sein Evangelium besser rüberkommt. Wenn er Leute braucht, die führen, dann sind das Leute, die auf den Knien beten können. Das sind die Leute, die er brauchen kann; andere kann er nicht brauchen. So baut er sein Reich bis heute.
Das hat bei ihm System, das ist Gottesmethode. So hat es Gott immer gemacht. Und darum hat er die ganze Welt an der Nase herumgeführt, auch mit der Geburt des Erlösers. Sinnen Sie einmal darüber nach: Wenn Sie die Erlösung der Welt hätten erfinden wollen, Sie hätten etwas anderes erfunden. Würde gesagt, dann macht Gott einen grossen Erlass, und dann vergibt er einfach. Gottes Weisheit ist weiser, als die Menschen sind. Er hat einen Weg gewählt, auf dem er die Klugheit und die Weisheit zunichte macht. Und so macht er es mit den Schwachen.
Wissen Sie, warum er Sie gerufen hat? Er hat die Hoffnung gehabt, sie mögen doch, wo sie doch so schwach sind, ihm mehr Raum geben als die Stolzen. Nur deshalb hat er Sie gewählt, nicht weil Sie so hübsch aussehen, das ausserdem, aber er hat Sie gewählt um ihrer Schwachheit willen, damit seine Herrlichkeit in Ihrem Leben aufleuchten kann. Er hat uns gerufen, er hat uns bevollmächtigt, er hat uns in Dienst genommen, weil er wunderbarer Rat, Kraft, ewig Vater, Friedefürst sein will.
Und wenn wir in diesen Tagen feiern, dürfen Sie alles mit hineinnehmen: all den Glanz, alles Lametta und was Ihnen Freude macht. Vergessen Sie nur das Wichtigste nicht: den Heiland, den Gottessohn, den Erlöser und den Retter.
Der Eifer des Herrn wird es tun. Gott eifert darum. Gott eifert um unser gottloses Stuttgart, um unsere gottlose Christenheit, um uns ungläubige Zweifler. Gott eifert, und er will, dass wir doch in diesen Tagen anbetend stehenbleiben vor dem Wunder, dass Gott in unser armes Fleisch und Blut einkehren will, dass er aus unserem fehlsamen, schmutzigen Leben etwas machen will zu seinem Lob und zu seiner Ehre.
Sein Eifer wird es tun, ganz gewiss. Amen.

