Serie•Teil 4 / 12Spurgeon-Konferenz 2017
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Fragen zum Umgang mit Gericht, Züchtigung und Anwendung
Aber bevor wir damit anfangen, möchte ich die Gelegenheit anbieten: Falls es Fragen wegen Hosea gibt, wegen dem, was wir heute oder gestern gemacht haben, bin ich offen für Fragen. Ich bin nicht sicher, dass ich immer antworten kann, aber ich höre gern auf die Fragen. Also, wenn Leute Fragen haben, entweder was den Text betrifft oder was die Art und Weise betrifft, wie ich das angegangen bin, wie ich es vorbereitet habe, wie ich es studiert habe, wie ich es vorbereitet habe, solche Fragen auch, also was immer, oder wie man das heute lehren kann, wie man es predigen kann, wie man es heute anwenden kann. Gibt es Fragen?
Ja, bitte.
Kannst du den letzten Satz noch einmal sagen? Rein jenseitig oder auch ein Gericht auf unsere heutige Zeit bezogen?
Ich gebe eine Antwort, und dann sagst du mir, ob ich die Frage beantwortet habe. Ist das okay?
Wenn man das zum Beispiel in einer Gemeinde predigt, das Buch Hosea, dann gibt es meiner Meinung nach dieses Thema Gericht klar: Sünde, Gericht. Aber für uns als Christen wissen wir, dass uns vergeben ist wegen dem, was Jesus getan hat. Das heißt, Gott wird mich in dem Sinn nicht richten, aber er wird mich züchtigen. Und teilweise, wenn man das dann anwendet, also für Christen heute, müsste man sagen: Ja, aber für uns, wenn du an Jesus vertraust, weißt du, dass du angenommen bist von Gott, dass du gerettet bist, dass du erlöst bist. Aber Gott wird uns manchmal züchtigen.
Können wir kurz Hebräer 12 aufschlagen oder 12 sogar? Hebräer 12.
Ich glaube, es ist wichtig, dass das Thema Gericht erwähnt worden ist, weil man das sonst missverstehen kann für uns als Christen. Kapitel 12 von Hebräer, Vers 4:
„Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde und habt das Trostwort vergessen, das zu euch als zu Söhnen spricht: Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm zurechtgewiesen wirst; denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt. Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? Wenn ihr aber ohne Züchtigung seid, an der sie alle Anteil bekommen haben, so seid ihr ja unecht und keine Söhne. Zudem hatten wir ja unsere leiblichen Väter als Erzieher und scheuten uns vor ihnen; sollten wir uns da nicht vielmehr dem Vater der Geister unterwerfen und leben?“
Das heißt, dass ich Christ bin, bedeutet nicht, dass Gott mich nicht manchmal züchtigen wird. Wenn ich mich manchmal Götzen hingebe, Sünden hingebe, dann wird Gott manchmal eingreifen und mich züchtigen. Er wird mich in Schwierigkeiten bringen, und das bringt mich zum Überlegen und dann zur Umkehr. Also, das ist wichtig, aber das ist nicht Gericht, das ist Züchtigung, weil ich in Christus bin. Macht das Sinn?
Ich glaube, im Buch Hosea geht es hauptsächlich, überwiegend, um Gericht in der Geschichte, in der Situation, weil sie sich gegen Gott aufgelehnt haben, weil sie Gott den Rücken gekehrt haben. Da hat Gott eingegriffen, und das war Gericht in der Situation, genauso wie Gott mich jetzt in diesem Leben züchtigt. Ich glaube nicht, dass das jüngste Gericht im Buch Hosea großgeschrieben ist, oder habe ich unrecht?
War das eine Antwort auf deine Frage oder nicht wirklich?
Sie würden das Buch Hosea individuell anwenden und nicht national? Wie würde ich das anwenden? Ich verstehe. Ich würde nicht sagen: Okay, das war die Situation mit Israel damals, jetzt schau mal Deutschland an oder schau mal England an. Ich glaube nicht, weil Israel in einer bestimmten Situation war. Das war das Volk Gottes, das ausgewählte Volk Gottes. Das war eine andere Situation.
Man kann es anwenden, man kann Dinge sagen, aber das sind nicht die Hauptanwendungen. Man kann schon etwas sagen über die Gefahr, wenn eine Nation sich gegen Gott auflehnt. Aber in England sehe ich das ganz klar: Wir werden immer säkularer, und die ganze Sache mit Gott, ich meine, bitte, sei erwachsen, denke nicht an Glauben, denke nicht an Gott. Und jetzt haben wir keine Grundlage mehr für die Entscheidungen, was richtig und was falsch ist, weil wir Gott gestrichen haben. Also, das kann man schon machen. Aber das kann man auch einzeln machen. Für Christen ist es statt Gericht Züchtigung. Und für Nichtchristen ... Also, ich meine, ich habe das Buch Hosea noch nie gelesen zu zweit mit einem Freund, der nicht Christ ist. Aber es stimmt, dass Gott manchmal Dinge in unser Leben schickt, um uns zum Nachdenken zu bringen, damit wir dann umkehren. Das kann man schon machen.
Auch die Frage ist wichtig und schwer für mich. Es ist ein Grund, warum es mir viel leichter fällt, das Johannesevangelium auszulegen als das Buch Hosea.
Ja, Matthias, hast du eine bessere Antwort, bitte?
Nein, das ist deine Verantwortung. Ich stelle mir nur die Fragen.
Danke, ich fühle mich sehr unterstützt, danke.
Ich könnte es auch anders sagen, Andrew: Deine Antwort war so gut, was soll ich dem noch hinzufügen?
Ich gebe dir das Geld nach, Herr, danke.
Der dritte Tag und die Frage nach dem Christusbezug
Ich habe eine Frage zu dem, was du gesagt hast: Am dritten Tag, in Kapitel 6, Vers 2, mit Bezug auf 1. Korinther 15,4. Du bist da ein bisschen bei der Andeutung geblieben und hast gesagt, dass es in 1. Korinther 15,4 eindeutig um Jesus geht, hier aber scheinbar um Israel. Wie würdest du deiner Gemeinde da vielleicht noch weiterhelfen, um die Verbindung zu sehen? Oder wie kannst du uns vielleicht noch weiterhelfen, um noch mehr zu erkennen: Gibt es da jetzt wirklich eine Verbindung oder nicht, und wo ist sie zu finden?
Ja, ich bin unsicher, deswegen habe ich das so ausgedrückt. Ich bin vorsichtig mit dem Gedanken, zu sagen: Ja, das ist sicher der Vers, an den Paulus in 1. Korinther 15 gedacht hat. Es ist nur sehr interessant für mich, dass diese Phrase „am dritten Tag“ da ist, und das ist genau die Phrase, die Paulus verwendet. Natürlich gibt es andere Stellen, an die Paulus denkt, wahrscheinlich die Jona-Geschichte: War er drei Tage im großen Fisch? Ja? Wo sonst drei Tage?
Ich glaube, darum ging es mir jetzt in der Frage gar nicht so sehr. Worum es in der Frage mehr ging, war der Evangeliumsbezug, der christologische Bezug aus dem Buch Hosea. Also gar nicht so sehr die Frage: Wie legen wir 1. Korinther 15,4 richtig aus, was hat Paulus im Sinn gehabt? Sondern: Wie wird dieser dritte Tag zu etwas, das noch klarer in Christus gegründet ist, als nur eine grundsätzliche Hoffnung, dass es Leben nach dem Tod gibt, wenn man so will, dass es ein neues Leben gibt, vielleicht auch im Sinne des neuen Bundes?
Ich gebe eine Antwort, und du sagst mir, ob es eine Antwort auf deine Frage ist, weil ich die Gabe habe, manchmal Dinge zu missverstehen. Wahrscheinlich war das nicht die Frage. Ich sage es trotzdem, und dann frage ich.
Die Tatsache, dass Jesus auferstanden ist, ist wichtig, natürlich aus vielen Gründen. Erstens bedeutet das, dass Jesus jetzt lebt und dass wir ihn kennen können, Erkenntnis des Herrn. Aber es ist auch sehr wichtig, weil es die Bestätigung ist, dass das Kreuz gelungen ist. Wenn Jesus nicht auferstanden wäre, würden wir nicht wissen, ob Jesus die Sache mit der Sünde am Kreuz wirklich erledigt hat. Wir würden es hoffen, aber wir würden es nicht wissen. Aber als Gott der Vater Jesus auferweckt hat, sagt er dem ganzen Universum: Es ist gelungen, es ist vollbracht, Jesus hat es geschafft.
Und deswegen ist die Auferstehung so wichtig. Und deswegen ist es in 1. Korinther 15 zum Beispiel sehr wichtig, dass es nicht nur um das Kreuz geht. Oft reden wir vom Evangelium, als ob es nur um das Kreuz gehen würde. Deswegen ist es ein Grund, warum die Auferstehung noch sehr wichtig dazu ist, weil sie eine Bestätigung dafür ist, dass das Kreuz gelungen ist. Aber das war wahrscheinlich nicht die Frage.
Kannst du bitte eine Antwort geben? Ich sage dir mal, was ich mir vorstellen würde, und du sagst mir, ob ich da falsch bin. Du wirst nicht wagen, aber sagst du es ja.
Ja, ja, natürlich. Ich wäre jetzt von Hosea 6, Vers 2 davon ausgegangen, dass da tatsächlich der konkrete Bezug zum „am dritten Tag“ drinsteht, dass das wahrscheinlich die Auferstehung am dritten Tag ist. Aus meinem Verständnis der ganzen Schrift heraus ist das ganz eindeutig Jesus Christus. Von daher wäre ich dazu geneigt, von diesem Vers her Jesu Auferstehung ganz explizit zu predigen und zu sagen: Er ist der Israelit schlechthin, und er ist das repräsentative Haupt aller Gläubigen, aller Glaubigen, aller Glauben.
Und von daher bin ich mit ihm, wir sind mit ihm auch auferweckt, nach Epheser 2, und so stecken wir nun mit drin. Und unser neues Leben da mit drin. Aber da hätte ich jetzt gedacht: einen klaren christologischen Bezug. Und du bist vorhin in die Richtung gegangen und hast bis dann da gewusst: Gehst du jetzt weiter oder nicht?
Ja, ich habe es nicht gewagt, weiterzugehen. Aber wenn ich höre, wie du das sagst, dann bringt mich das zum Anbeten. Das freut mich, wirklich! Aber dieser Gedanke, dass Jesus der Israelit schlechthin ist – ja, danke, Mike. Ich habe auch gesagt, die Auferstehung des Volkes ist nur möglich, weil Jesus auferstehen würde. Aber du bist weitergegangen, du bist mutiger gewesen als ich, und ich finde das sehr gut, danke.
Ich würde es mir merken, ja, ja, ich glaube schon, ich glaube schon. Ich würde trotzdem, weil ich ein vorsichtiger Typ bin, nicht darauf bestehen, sondern einfach sagen: Es kann sein. Und beten, dass der Heilige Geist in Menschen wirkt. Und einige werden sagen: Ja, wow! Und andere werden sagen: Das macht nichts, damit kann ich leben. Gibt es weitere Fragen?
Weitere Bezüge, die im Hintergrund mitlaufen
25 in seinen Kopf, wenn er schreibt, über diese Flüche und so, diese Bestrafung, die Gott schickt für Ungehorsam. Puh, 5. Mose 28, diese Flüche, Flüche, Flüche, Flüche, wenn Israel in Ungehorsam leben würde. Kann sein, kann wohl sein. Ich habe es nicht verglichen, aber einige Sachen sind wahrscheinlich dieselben, oder die Beispiele, die erwähnt werden, mit den Fischen und mit den Tieren und so weiter, mit der Ernte. Ja, ich meine, ich habe es nicht gemacht, aber man könnte schon 5. Mose 28 dazuschreiben. Danke, wow, gibt’s, ja, Jonathan.
Ich glaube schon, dass ein Überrest von Israel gekommen ist, und am Ende des letzten Vortrags über Hosea werde ich das kurz erwähnen. Ist das okay? Kann man warten bis dann? Wenn wir können, privat darüber reden. Wenn ich das jetzt beantworte, werde ich zum letzten Vortrag kommen, und alle werden es schon gehört haben. Ja, bitte.
In Vers 15, Kapitel 4, wurde ja gesagt, dass Juda sich nicht versündigen soll und dass sozusagen die Bitte war, dass man Juda sozusagen nicht verführt. Und dann geht es aber im folgenden Kapitel trotzdem darum, um ... Bist du in 5,14? Genau. Und dann in 5,14, wo es dann heißt, dass „Ich bin wie ein Löwe gegen Ephraim und wie ein junger Löwe gegen das Haus Juda“. Also hier scheint Gott ja gegen das Haus Juda vorzugehen. Und in Kapitel 4 lässt sich ein bisschen vermuten, dass Juda aber noch verschont ist oder noch auf einem guten Wege ist, dass es sich nicht versündigt hat. Wie ist diese Spannung da zu erklären?
Wenn ich den Eindruck gegeben habe, dass Juda irgendwie, wenn ich den Eindruck gegeben habe, dass in Juda alles irgendwie in Ordnung war, ist das falsch. Aber die Zuhörer für Hoseas Botschaft sind überwiegend die Leute in Israel, im Nordreich. Und deswegen geht es sehr viel um Israel und was Israel passiert, also Gericht und Assyrien und Exil und so weiter und so fort. Aber immer wieder gibt es diese Sachen. Manchmal gibt es Andeutungen, dass es in Juda nicht so schlecht ist, aber nicht unbedingt gut, aber nicht so schlecht wie in Israel. Und hier gibt es doch eine Warnung in 5,14, dass das Gericht nicht nur auf Israel kommt, sondern auch auf Juda. Ich glaube, ich sehe das nicht als Widerspruch. Ich sage nur, es ist noch nicht so weit mit Juda, aber die Warnungen an Juda sind schon da. Das Spannungsverhältnis 4,15 und 5,14. Also 4,15 heißt halt: Wenn du Israel in Unzucht bringst, so soll sich doch Juda nicht versündigen. Und er lässt fast den Eindruck, dass in einer entweder speziellen Sünde oder in einer allgemeinen Sünde Juda sich nicht versündigen soll und auch sich nicht versündigt hat. Ich weiß nicht, ob 4,15 bedeuten muss, dass Juda nicht gesündigt hat. Natürlich hat Juda auch gesündigt, vielleicht in ... aber es ist nicht so weit gegangen in Juda wie in Israel. Da würde ich das sehen, aber ich bin nicht sicher. Es gibt vieles, ja, 4,15, 5,14, ja, danke. Ich werde darüber nachdenken, aber ich glaube eher, dass es nicht so schlecht war in Juda, aber die Gefahr war da. Und deswegen diese Warnungen immer wieder. Und hier die Warnung in 5,14, dass doch Gericht auch auf Juda zukommt.
Ja, Jonathan. Kannst du lauter sein, weil ich 64 Jahre alt bin? Wenn wir am Anfang von Hosea die Liste von Königen sehen und so weiter, sind es gute Könige, die genannt werden in Juda, aber auch schlechte Könige und auch Könige, die während der Weltführung von Israel miterlebt haben, also wie Ahab oder so. Wir werden weitere Möglichkeiten für Fragen und Diskussionen haben, aber jetzt gehen wir zum Vortrag. Ist das okay? Super, vielen Dank!

