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1. Timotheus 2, 1-15

1. Timotheus 2,1-1525.05.2013
SerieTeil 7 / 13Neuwied 2013 - Der 1. Timotheusbrief
Gemeinde heißt nicht Zuschauen: Wer Leitung trägt, braucht Gebet, Entlastung und ehrliche Unterstützung. Die eigentliche Frage ist: Übernimmst du mit – oder erwartest du alles von oben?

Einordnung der Gemeinde in die Verantwortung der Ältestenschaft

Also hier noch die Folie Exkurs: wie die Beziehung der Gemeinde zur Ältestenschaft sein soll. Einerseits geht es um Anerkennung und Wertschätzung, andererseits soll die Gemeinde auch eine Entlastung sein. Vor allem soll sie die Hirten im Gebet tragen und darauf achten, wo Dienste übernommen werden können. Man darf nicht alles von den Hirten erwarten.
Man darf nicht meinen, die Hirten tun die Arbeit, und wir schauen zu, wie die Hirten arbeiten. Die Gemeinde Jesu ist nicht wie eine Fußball-WM. Es sind 22 Leute, die dringend Erholung bräuchten, und rundherum sind 22, die dringend Bewegung bräuchten. Es ist ein gemeinsames Dienen. Man hilft einander, und einige haben mehr Verantwortung als andere. Und dann schauen wir, wie man andere entlasten kann. Nicht immer gleich denken: Das müssen die Ältesten tun. Warum nicht du? Da gehört jemand besucht? Ja gut, dann besuch du ihn.
Zusammenarbeit, Einmütigkeit, Fleiß. Ich habe jetzt keine Bibelstellen dazu, aber man merkt das im Neuen Testament: Die Arbeit tun nicht einfach nur die Ältesten oder die Hirten. Ältester oder Hirte, das ist synonym. Ich sage einmal so und einmal so.
Manchmal ist auch Korrektur nötig. Wir sind ja alle Menschen und brauchen immer wieder Korrektur, dann vom Wort Gottes her und in der rechten Art und Weise. Da lässt man sich gerne korrigieren, lässt man sich gerne etwas sagen. Und die Ältesten oder Hirten wollen ja, dass mehr noch Hirten werden. Also das ist ein Anliegen von den Ältesten, dass weitere hinzukommen. Und von daher sollten auch die Ältesten immer wieder Ausschau halten nach weiteren Ältesten.
Es ist nicht so wie in der Welt, da sind irgendwelche Könige und die schauen, dass möglichst niemand anderer König wird. Das ist gerade das Gegenteil. Hirten schauen, dass noch möglichst viele andere Hirten werden, damit die Last auf mehreren Schultern verteilt werden kann.
Und Unterstützung im Gebet, in Diensten, im Verhalten, auch materielle Unterstützung habe ich hier gar nicht erwähnt. Natürlich sollten Älteste auch in materieller Weise von der Gemeinde unterstützt werden und durch eine positive Art und Weise, durch positives Sprechen über die Ältesten. Das hilft sehr für den Dienst und fördert die Gemeinde Jesu. Negatives gibt es ohnehin genug, und das Positive muss man unterstreichen.

Der Weg zur Einsetzung von Hirten

Nächste Folie habe ich noch eine Folie zum Thema: Wie wird man Ältester oder Hirte?
Nun, das ist so: Natürlich ist es der Heilige Geist, der uns zurüstet. Apostelgeschichte 20,28. Ich habe die Bibelstellen hier nicht angegeben. Gott ist es, der zurüstet und begabt. Apostelgeschichte 20, die Gemeinde Gottes, in welcher er euch eingesetzt hat als Hirten. Das war jetzt ein bisschen frei zitiert. Apostelgeschichte 20,28: Gebt also stets Acht auf euch selbst und auf die ganze kleine Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern setzte, um Hirten zu sein für die Gemeinde Gottes.
Also: Der Heilige Geist ist derjenige, der das tut. Er rüstet zu.
Und wie werden die dann eingesetzt? Ja, die werden einfach eingesetzt. Es wird nicht genau gesagt, wie sie eingesetzt werden. Es ist offensichtlich nicht so wichtig, ob da die Hände aufgelegt werden oder nicht aufgelegt werden und ob eine eigene Versammlung ist oder nicht. Das ist nicht das Entscheidende. Ein eigener Wunsch darf vorhanden sein, also das haben wir schon gelesen: 1. Timotheus 3,1.
Die Führung der Gemeinde, die bereits bestehende Führung, hält Ausschau: Wo sind solche, die wir noch weiterhin einsetzen könnten als Hirten? Und die ganze Gemeinde darf man auch einbeziehen. Die darf man ja fragen: Gibt es irgendwelche Einwände für den Bruder? Man kann ja ankündigen: Den wollen wir als Ältesten einsetzen. Wenn es irgendwelche Einwände gibt, dann soll das gemeldet werden. Die Gemeinde soll also die wirklich anerkennen können. Und dann werden sie irgendwie eingesetzt oder anerkannt, öffentlich. Das heißt, irgendwie wird geklärt: Der ist jetzt Ältester.
Wie man das macht, steht nicht in der Bibel. Aber irgendwie so, dass allen klar ist: Der ist jetzt auch ein Ältester. Viel wichtiger ist der Dienst, dass derjenige dann auch dient.
Wie viele Leiter soll eine Gemeinde haben, oder wie viele Hirten oder Älteste soll eine Gemeinde haben? Das steht nicht in der Bibel. So viele da sind. Und wenn keine da sind, dann gibt es keine Ältesten. Wenn niemand den Qualifikationen entspricht, dann gibt es keine Ältesten. Dann muss man warten. So viele reif sind, so viele Zeit haben und die Hingabe haben und die Qualifikationen erfüllen, so viele sollen eingesetzt werden als Älteste.
Sind dazu Fragen? Zu diesem kurzen Gedanken über Älteste?
Aha, demokratische Wahl. Ja, das ist nicht in der Heiligen Schrift. Da gibt es keine Stelle. Man nimmt ganz gerne Apostelgeschichte 14,23 her, aber da steht das nicht. Apostelgeschichte 14: Da heißt es, nachdem sie ihnen in jeder Gemeinde Älteste das nächste Wort, Elberfelder hat gewählt, hatten, Schlachter hat bestimmt, hatten, nachdem sie ihnen in jeder Gemeinde Älteste bestimmt hatten.
Wenn natürlich jetzt hier steht, in der deutschen Übersetzung, nachdem sie Älteste gewählt hatten, dann denkt jeder mit dem heutigen Verständnis von Wahl an eine demokratische Wahl. Aber man vergisst, wer gewählt hat. Gewählt haben zwei: Paulus und Barnabas haben gewählt. Das waren die Wähler. Und gewählt wurde aus der Menge derer, die da war, nämlich die Geschwister dort in Galatien. Also Wählen im Sinne von Bestimmen: Ja, der und der.
Das Wort heißt Cheirotoneo. Cheiro heißt die Hand, Toneo – jetzt muss ich da mein kluges Lexikon befragen – Cheirotoneo, ja, wie beim Wählen streckt man die Hand aus, also die Hand ausstrecken. Da streckt man die Hand aus, oder? Und wenn Paulus und Barnabas das tun, dann strecken sie die Hand aus, oder? Du und du. So wählten sie sie aus der Menge heraus.
Die zwei haben gewählt, nicht die anderen haben gewählt. Sie, das ist der Zusammenhang, macht ganz klar, wer diese Sie sind.

Die Bedeutung von Auswahl und Leitung im biblischen Zusammenhang

Nachdem sie ihnen in jeder Gemeinde Älteste gewählt hatten, wobei sie unter Fasten gebetet hatten, übergaben sie sie dem Herrn, an den sie gläubig geworden waren.
Wer ist mit „sie“ gemeint? Da muss man vorher lesen, Vers 22: Sie festigten die Seelen der Jünger, sie riefen sie auf, im Glauben zu bleiben, sie sprachen ihnen zu: Wir müssen durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen.
Nachdem sie ihnen in jeder Gemeinde Älteste gewählt hatten: Zwei Apostel, Paulus und Barnabas, waren hier natürlich die Leitung der Gemeinde, das ist klar. Paulus und Barnabas kamen hin, da waren sie die einzigen Christen. Dann haben sie evangelisiert, dann waren mehr Christen da. Und wer hat geleitet? Natürlich Paulus und Barnabas.
Dann sind Paulus und Barnabas weitergezogen und kamen wieder zurück vorbei. Jetzt haben diese zwei, die bisher ja die Leitung waren, Älteste eingesetzt und sind dann weitergezogen. Apostelgeschichte 14,23 war das.
Also eine demokratische Wahl war das in dem Sinne nicht. Das wäre ja auch nicht gut, oder? Denn wenn man lauter unreife Christen vor sich hat und jeder hat eine gleichwertige Stimme, dann werden, wenn es viele unreife Christen sind, die unreifen Christen in der Mehrheit sein. Dann gibt es vielleicht eine unreife Entscheidung.
Nicht allein da, sondern er ist auch von den Gemeinden bestimmt worden als unser Mitreisender. Das Gleiche: Er wurde gewählt im Sinne von bestimmt, also man hat gesagt, der soll, der ist es, ja, der soll mit. Von den Gemeinden natürlich. Die Gemeinden, die haben hier gesagt, der soll gehen. Wer von den Gemeinden, steht nicht da. Also nicht durch eine demokratische Wahl, sondern es waren ja schon leitende Brüder vorhanden, die konnten auch dementsprechend entscheiden. Aber das steht alles nicht da.
Der Text selber sagt nur: „von den Gemeinden bestimmt“, gewählt im Sinne von also deklariert, ausgelesen. Wir haben geschaut, wer käme in Frage, der, der, der oder der, und haben gesagt: Na, der. So haben sie ihn ausgewählt. Ja, können wir weitergeben.

Aufgaben und Stellung der Diener in der Gemeinde

Jetzt kommen wir zu den Dienern. Hier also Bestimmungen für die Diener.
Bestimmungen für die Diener: Diakonoi, Diakone. Man kann einfach Diener übersetzen, aber hier sind Diener als solche gemeint, die eine besondere Stellung haben. Das, was wir Diakone nennen, ist genau das. Sie sind Helfer, die den Hirten zur Seite stehen. Sie sind nicht die Gemeindeleitung. Sie unterstehen der Gemeindeleitung. Die Gemeindeleitung sind die Ältesten, die Aufseher, die Hirten.
Sie sind auch nicht geistliche Seelsorger, sondern einfach Helfer, weil die Ältesten diese Arbeit nicht tun können. Es sind Arbeiten, die die Ältesten abdelegieren können an diese Diener, zum Beispiel die Aufsicht über finanzielle Angelegenheiten, die Aufsicht über irgendwelche Gebäude oder die Aufsicht über eine Essensverteilung. Es gab dort in Apostelgeschichte 6 eine Essensverteilung für die Witwen. Es geht also um praktische Aufgaben, nicht um eine zweite Leitung.
Zum Beispiel ist in Österreich jährlich eine Konferenz, die dort stattfindet. Es sind tausend Leute, vor allem junge Leute, die dorthin kommen. Und die Gemeinde, in der das stattfindet, dort sind die Diakone zuständig, um die Konferenz zu organisieren. Natürlich in Absprache mit den Ältesten, aber die Hauptarbeit liegt bei den Diakonen. Diese wiederum suchen sich ihre Mitarbeiter aus, sodass die Arbeit dann verteilt wird.

Voraussetzungen für den Dienst und Fragen der Auslegung

Qualifikationen für Diener, ebenso: Gibt es also Voraussetzungen für die Diakone? Ebenso die Diakone, die Diener, sie sollen ehrbar sein, nicht doppelzüngig, nicht vielem Wein ergeben, nicht auf schändlichen Vorteil aus. Sie sollen das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen bewahren.
Ehrbar, das hatten wir schon: würdig, respektvoll, Leute, die man respektieren kann, weil sie so sind, ehrenhaft, also des Respekts würdig. Die Gemeinde achtet sie.
Zweitens: nicht doppelzüngig, also nicht dieselbe Sache zweimal sagen, hier so und dort anders. Das wäre heuchlerisch, mit doppelter Zunge. Die eine Zunge redet so, die andere Zunge redet anders. Solche Leute müssen also zuverlässige Leute sein und müssen mit Wahrheit umgehen. Warum? Weil sie mit vielen Personen zu tun haben. Sie kommen vielleicht auch in verschiedene Häuser. Weil sie eben viel bei den Leuten sind, ist es gefährlich, wenn wir da Menschen hätten, die zum einen so reden und beim anderen anders reden. Das gibt dann grosse Probleme.
Nicht viel im Wein ergeben, hatten wir schon, also nicht Leute, die gerne den Alkohol lieben. Dann viertens: nicht schändlichem oder unehrlichem Gewinn nachgehend. Auch das hatten wir bei den Ältesten, also die nicht gewinnsüchtig sind, unzufrieden mit dem, was sie haben. Warum? Sie haben viel zu tun mit anderen Häusern, mit dem Besitz anderer Leute, und wenn sie jeweils neidisch sind, weil der andere so viel hat, dann ist das nicht gut.
Interessant ist dieses Wort „geldliebend“: Es kommt gar nicht oft vor in der Bibel. Aber es ist eine gefährliche Sache. Fünftens übrigens: Nicht geldliebend heisst nicht, dass man selber nichts haben darf. Man kann viel Geld haben und trotzdem Geld nicht lieben. Man kann wenig Geld haben und sehr geldliebend sein. Das ist eine Haltung.
Fünftens: die das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen bewahren. Das Geheimnis des Glaubens festhalten oder bewahren. Das Geheimnis, das ist etwas, was verborgen ist, was Menschen von sich aus nicht lüften können. Dazu braucht es Gottes Offenbarung. Und hier ist es ein Geheimnis, das schon geoffenbart wurde, nämlich das Geheimnis des Glaubens. Der Glaube ist hier das Glaubensbekenntnis, die Wahrheit, und das war vorher ein Geheimnis. Paulus spricht davon im Epheserbrief: das Geheimnis, das in vergangenen Zeiten verborgen war, jetzt aber geoffenbart wurde.
Wir haben es hier also zu tun mit einem geoffenbarten Geheimnis. Diese Wahrheiten sind jetzt geoffenbart. Es geht hier also um die Wahrheit des Evangeliums, das ist das Geheimnis des Glaubens. Und das wird festgehalten, das muss man festhalten, mit einem reinen Gewissen. Das heisst, dass man dementsprechend auch lebt. Durch ein Leben mit einem reinen Gewissen wird dieses Evangelium bewahrt und festgehalten. Das heisst, sie sollen wirklich das leben, was sie lehren beziehungsweise was andere gelehrt haben. Sie sollen das Evangelium mit einem reinen Gewissen festhalten, nämlich in ihrem praktischen Leben. Vorbilder sein in dieser Hinsicht.

Prüfung, Vorbildlichkeit und offene Auslegungsfragen

Vers 10: Auch sie sollen zuerst geprüft werden, also einem Test unterzogen werden. Treue im Kleinen führt dann zu einem Dienst im Großen.
Interessant ist, dass das bei den Ältesten fehlt. Dort steht nicht, dass sie geprüft werden sollen. Die Diakone sollen geprüft werden, die Ältesten nicht. Das kann aber einfach daran liegen, dass es bei den Ältesten ohnehin eine gewisse Zeit dauert, bis sie reif werden. Sie werden nicht schnell einfach eingesetzt. Bei den Diakonen könnte das jedoch schneller geschehen, und da muss man sagen: Nein, nicht so schnell. Man braucht Leute, ja, das kann schon sein. Aber man soll sie nicht sofort in diesen Dienst einsetzen. Zuerst muss man schauen: Sind sie im Kleinen treu? Dann kann man sie einsetzen.
Sie brauchen eine Probezeit. Sie tun diesen Dienst schon, aber sie haben noch eine Probezeit, wie das auch in der Welt üblich ist. Dort kommt man irgendwohin und hat erst einmal drei Monate Probezeit. Das heißt, es wird noch nicht öffentlich angesagt: Der ist jetzt Diener. Vielmehr wird ihm immer wieder etwas aufgetragen, und er soll das jetzt tun. Öffentlich eingesetzt wird er erst ein paar Monate später, wenn sie ohne Anklage sind. Danach sollen sie ihren Dienst tun, wenn sie unanklagbar sind, also ohne dass ihnen jemand etwas vorwerfen kann.
Ebenso auch die Frauen. Ja, das ist die Frage: Welche Frauen sind denn gemeint? Ebenso sollen die Frauen ehrbar sein, nicht Verleumderinnen, nüchtern, treu in allem.
Hier kann man wahrscheinlich verschiedener Auffassung sein, welche Frauen hier gemeint sind. Manche meinen, die Frauen der Diakone seien gemeint, also die Ehefrauen der Diakone. Das ist eine Möglichkeit. Dann hätte er vielleicht gesagt: ihre Frauen oder diejenigen, die Frauen haben. Es ist schwierig zu sagen, wirklich nicht einfach.
Jedenfalls sind da Frauen da. Es könnte ja auch sein, dass sich Frauen melden, nicht als Diakonissen, also nicht als Diakone, die genau das Gleiche tun, sondern die den Diakonen zur Hilfe stehen. Es kann also auch sein, dass Schwestern zusätzlich diakonisch arbeiten und mit diesen Diakonen zusammenarbeiten. Das kann die Ehefrau sein, muss aber nicht. Es könnten auch andere Schwestern sein, natürlich in einer keuschen Art und Weise, keine Frage. Aber es gibt doch Schwestern, die einem zur Seite stehen können.
Ich weiß es, ehrlich gesagt, nicht. Da wäre es sicher interessant, wenn da jemand einmal darüber arbeitet und schaut, was die Kommentare sagen, und die Argumente abwägt. Der Bruder Herbert Jansen, mit dem ich ja zusammenarbeite, meint, es seien die Frauen, die den Diakonen zur Seite stehen, also dienende Frauen, die den Diakonen helfen. Ich weiß es nicht. Es könnte sein, es könnte auch die Ehefrauen der Diakone sein. Jedenfalls diejenigen, die halt mitdienen.
Warum sind dann die Männer nicht erwähnt, die diesen Diakonen zur Seite stehen? Es könnten ja auch Männer ihnen zur Seite stehen. Das ist ein gutes Argument gegen diese dienenden Frauen, die den Diakonen beistehen. Wenn Ehefrauen gemeint sind, dann müsste man einfach einschränken: diejenigen, die halt Ehefrauen haben. Das könnte man. Das heißt, die Diakone müssen auch von der Ehe her ein Vorbild sein, und ihre Frauen müssen also irgendwie vorbildhaft sein.
Und möglicherweise ist es ja wirklich so, dass die Ehefrauen den Diakonen zur Seite stehen, dass die Ehefrauen mitdienen. Manche anderen haben gemeint, es seien weibliche Diakone gemeint, also Frauen, die Diakone sind. Aber dann hätte Paulus das anders gesagt. Dann hätte er gesagt: Wenn sie Frauen sind, dann müssen sie ... Und wieso erwähnt er sie dann gesondert? Da hätte er gleich sagen können: also Diakone, Männer oder Frauen, die so und so und so sind. Warum erwähnt er hier sie gesondert?
Außerdem ist es fraglich, ob Frauen in eine Stellung von Diakonen gehören. Diakone haben ja in einem gewissen Sinn auch ein leitendes Amt. Sie sind nicht die Gemeindeleitung, aber sie helfen der Gemeindeleitung und haben von daher auch eine gewisse Stellung in der Gemeinde. Ob das Frauen sein sollen?
In Römer 16 ist von einer Dienerin die Rede, die heißt Phöbe, eine Dienerin der Gemeinde in Kenchreä. Da hätten wir eine Frau, die dient. Da ist aber fraglich, ob sie die gleiche Stellung hat wie diese Diakone hier. Das Wort für Diener kann ja einfach ganz normal das Wort Diener sein, das wir auch haben. Im Deutschen unterscheiden wir zwischen Diakonen und Diener, das Griechische nicht. Dort steht einfach das Wort Diakonos, und das kann so oder so sein. Das wissen wir nicht. Von daher würde ich es offen lassen.
Der Vers würde auch etwas schwierig sein. Der Vers zwölf: Die Diener sollen Männer einer Frau sein. Ja, wenn das eine Frau schon ist, dann geht das natürlich nicht.
Also in diesem Abschnitt sind sowieso Männer gemeint, das ist klar, die Diakone. Und das scheint auch wirklich sinnvoll zu sein. Er spricht von Ältesten, das sind Männer. Er spricht von Diakonen, das sind Männer. Und bei diesen Diakonen: Bitte! Ja, ja.
Richtig, also wenn er Dienerinnen, wie im Sinn von Diakonissen, gemeint hätte, hätte er hier sagen können: die Dienerinnen. Das weibliche Wort von Diakon stimmt. Er sagt aber die Frauen. Also ich lasse es offen, ob es jetzt die Ehefrauen sind oder Frauen, die sonst geholfen haben, mitgeholfen haben, oder ob es Ehefrauen sind, die mitgeholfen haben.
Kunstverträgt meines Nebenabhängigen wäre als erstes kein Diakon, genauer kann sein Dienst unterstreichen oder durchschweichen. Das kann man praktisch so übertreiben, das andere ist klar, jemand, der sich mal in der Schwellerei teilgeschafft hat, auch als Frau, kann dienen, wenn sie noch 100 Minuten Arbeit und so weiter oder auch nicht, oder das weiß ich nicht, Herr Hohmann.
Ja, also das erste scheint mir sehr sinnvoll zu sein, sehr naheliegend, passend: dass die Ehefrauen der Diakone nicht verrufene Leute sein sollten, damit auch die Diakone diesen Dienst ohne üble Nachrede tun können.

Abschlussgedanken über den Dienst und die Würde des Amtes

Dann kommen wir zu Vers zwölf: Diener sollen Männer von einer Frau sein. Das würde dem nicht widersprechen, wenn er vorher von Frauen redet. Jetzt will er nämlich sagen, also nur einmal verheiratet, nicht mit zwei Frauen gleichzeitig verheiratet.
Auch im Blick auf die Familie gilt: Sie sollen den Kindern in guter Weise vorstehen und ein eigenes Haus gut leiten. Das hatten wir bereits bei den Ältesten, und es wird auch bei den Diakonen verlangt. Sie sollen in dieser Hinsicht ein Vorbild sein.
Denn die, die gut dienen, erwerben sich selbst eine gute Stufe und viel Freimütigkeit im Glauben, der in Christus Jesus ist. Eine gute Stufe meint hier natürlich Respekt und Wertschätzung von anderen. Sie erwerben sich also eine gute Stellung.
Damit wollen wir heute schließen. Danke für Ihre Aufmerksamkeit und auch für das Mitmachen. Wir werden uns so Gott will in zwei Wochen wiedersehen. Dann werden wir das Ende von Kapitel drei und die restlichen drei Kapitel durchmachen.
Eine Ehrenstufe, eine Würde, ein Respekt – wir sprechen ja auch so. Wir sagen nicht Stufe, wir sagen: Der hat eine anerkannte Stellung. Die Leute schätzen ihn, eine Ehrenstufe.
Dann schließen wir mit Gebet. Vielleicht würden uns ein oder zwei Brüder.