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Nachfolge: Du bist wertvoll und wichtig

Matthäus 5,13-16
Matthäus 5,13-5,1605.08.2002
Serie•Teil 19 / 37Matthäus-Evangelium
Du bist wertvoll und hast eine wichtige Rolle in dieser Welt! Christliche Nachfolge bedeutet, wie Salz die Erde zu würzen und wie Licht in die Dunkelheit zu strahlen. Doch was passiert, wenn wir uns von der Welt abschotten oder uns durch Sünde verunreinigen? Wir verlieren unsere Salzkraft und werden unbrauchbar. Wie können wir also die Welt beeinflussen und den Glauben authentisch leben? Indem wir unser Licht scheinen lassen und durch unser Leben Orientierung geben. Welche Schritte kannst du gehen, um deinem Wert gerecht zu werden und dein Licht leuchten zu lassen?

Ein Leben im Schatten und ein wöchentliches Licht

Wir schreiben das Jahr neunzehnhundertneunundsiebzig. In einem kleinen Dorf in Bayern mit nicht einmal zweitausend Einwohnern wohnt ein kleiner Junge. Ganz so klein ist er auch nicht mehr, etwa zwölf, vielleicht dreizehn, so in der Größenordnung. Er wohnt bei seiner Oma in einem großen Haus an der Hauptstraße.
Vor ein paar Monaten ist sein Opa gestorben, ein strenger Mann, weil er Lehrer war und in vielen Vereinen aktiv war, auch im ganzen Dorf anerkannt und geschätzt. Unser kleiner Junge geht natürlich auch zur Schule, und zwar aufs Gymnasium in der Kreisstadt, etwa zehn Kilometer entfernt. Nach dem Tod seines Großvaters sind seine schulischen Leistungen schlechter geworden. Aber davon nahm kaum jemand Notiz, auch nicht von den traurigen Augen, die nicht länger mit ansehen wollten, wie seine Oma jeden Tag aufs Neue ihre Leere im Alkohol ertränkte.
Niemand im Dorf wollte wirklich wissen, was sich in der Bachstraße Nummer zwei jeden Tag abspielte. Dass die Frau des Oberlehrers zur Trinkerin geworden war, war bekannt, aber man schaute darüber hinweg. Angesehene Leute lässt man nämlich in Ruhe. Und der kleine Junge? Na ja, wahrscheinlich dachten die meisten, er würde schon irgendwie damit fertig werden. Hatte er nicht noch Eltern, die sich irgendwo in der Welt herumtrieben? Sollen die sich doch um ihn kümmern.
Einmal in der Woche kam etwas Licht in das Dunkel dieses Jungen. Im Gemeindehaus der evangelischen Kirche fand eine Jungschar des CVJM statt: biblische Geschichten, Schlumpfhockey und belegte Brote. Einmal in der Woche war da jemand, der ihn lieb hatte, der ihm zuhörte, der sich um ihn kümmerte. Einmal in der Woche bekam er Orientierung für sein völlig durcheinandergeratenes Leben, bekam Vorbilder, hatte jemanden, der seinen Kinderglauben aufrichtete und ihm Mut zum Weiterleben gab.
Einmal in der Woche durfte er Männern begegnen, die Gott fürchteten, die mit ihrem Leben Gott ehrten und die mit ihm Gottes Liebe teilten. Die Namen dieser Männer sind heute unbekannt, und die Jungschar gibt es schon längst nicht mehr. Aber heute Morgen möchte ich die Predigt diesen Männern widmen, die mir ein Licht waren in meiner Dunkelheit. Und ich bete darum, dass Gott ihnen ihren Einsatz vergilt und sie segnet für ihren Dienst.

Der Maßstab Gottes und die Angst vor Ablehnung

Lass uns die Bibel aufschlagen: Matthäus, Kapitel 5.
Wir haben in der letzten Predigt die Seligpreisungen verlassen. Hinter uns liegt eine Reihe von Predigten, in denen wir uns achtmal Gedanken gemacht haben über die Kriterien von Menschen, die Jesus als überglücklich bezeichnet. Achtmal haben wir gesehen, dass Gottes Maßstab sich überhaupt nicht mit dem der Menschen verträgt.
Was Gott am Menschen sucht und was den Menschen wirklich glücklich machen würde, das will der natürliche Mensch, das ist der Mensch, der ohne Gott lebt, vielleicht ein bisschen frech ausgedrückt: der Gottlose, biblisch ausgedrückt der Mensch, der verloren geht, überhaupt nicht haben.
Gott hat uns durch die Seligpreisungen aufgefordert, rücksichtslos in uns zu gehen und dabei festzustellen, wie arm wir wirklich vor ihm sind, wie wenig wir ihm etwas zu bieten haben. Und man könnte es so formulieren: Das Einzige, was wir Gott bringen können, das sind die Tränen aufrichtiger Buße über die Sünden in unserem Leben.
Die Seligpreisungen haben uns klargemacht, wie wichtig Sanftmut ist, diese Bereitschaft, sich von Gott verändern zu lassen. Und dass wir mit jeder Faser unserer Seele, mit jedem Element unserer Persönlichkeit einer Sache nachjagen sollen, nämlich der Gerechtigkeit, die vor Gott gilt.
Es ist nicht die Gerechtigkeit der Pharisäer, die selbstgemachte Gerechtigkeit von Menschen, die meinen, einen bestimmten Maßstab zu erfüllen, sondern es ist die Gerechtigkeit aus Glauben an den Herrn Jesus, eine geschenkte Gerechtigkeit, eine Gerechtigkeit, die das Gewissen des Menschen endgültig zur Ruhe bringt und die Angst und Selbstanklage beendet.
Als Träger dieser göttlichen Gerechtigkeit haben wir dann gesehen, sollen wir in diese Welt hinausgehen und letztlich Gottes Charakter widerspiegeln. Wir sollen barmherzig sein, ein reines Herz haben, wir sollen Frieden bringen und letztlich bereit sein, auch Verfolgung und Ablehnung zu erdulden. Weil es das Ziel wert ist.
Und wir haben beim letzten Mal gesehen, dass gerade die letzte Seligpreisung, da, wo es um Verfolgung ging, uns eigentlich Angst macht. Also mir jedenfalls geht es so. Wenn ich das dann so durchdenke und auch formuliere und mir sage: Ja, es ist eigentlich normal in der Bibel, dass man abgelehnt wird; in der Kirchengeschichte ist es relativ normal, dass man den Gläubigen erst die Häuser, dann die Kinder und dann das Leben genommen hat; das ist eher der Durchschnitt. Und das, was wir hier erleben, das ist komplett die Ausnahme. So etwas gab es in der ganzen kirchlichen Geschichte nur ganz punktuell. Dann kriege ich auch ein bisschen Angst.
Und dann stellt sich für mich eine Frage. Und die Frage lautet: Wenn mein Leben als Christ immer auf Konfrontation hinausläuft, wäre es dann nicht eigentlich für mich das Beste, mich so ein bisschen anzupassen? Also so ein bisschen so zu werden wie die Welt um mich herum, damit dieser Moment der Konfrontation nicht zu krass ausfällt.
Oder wäre es nicht eigentlich ganz schön, wenn ich meinen Glauben so für mich lebe, wenn ich so in meiner kleinen Gemeinschaft den Glauben ausleben würde? Ich muss es ja nicht allen sagen, aber ich könnte ja in so einer christlichen WG wohnen.
Oder vielleicht ist eine WG für uns schon zu klein. Wir kaufen uns einen Bauernhof oder zwei Bauernhöfe oder ein ganzes Dorf, und da machen wir unsere Kommunität auf. Und da leben wir unseren Glauben. Und da tut uns ja auch keiner was. Wäre das nicht eine schöne Alternative zu dem, verfolgt zu werden?

Salz mit Aufgabe

Und der Text, den wir heute betrachten wollen, gibt uns genau darauf eine Antwort. Und er sagt: Nein. Nein, und er gibt zwei Gründe.
Der erste Grund lautet: Wir sind wertvoll, aber wir sind wertvoll nur in Verbindung mit unserer Funktion. Erfüllen wir unsere Aufgabe in dieser Welt nicht, weil wir unser Leben durch Sünde verunreinigen, dann sind wir tatsächlich zu nichts anderem brauchbar.
Und der zweite Punkt: Wir können unseren Dienst, den wir in dieser Welt haben, diesen wertvollen Dienst, nicht losgelöst von der Welt ausüben. Wir sollen in eine Welt hineinwirken. Und deswegen müssen wir auch Kontakt zu Menschen haben.
Und wir werden das Bild von dem Licht sehen. Stellt euch vor, ihr kommt nach Hause, es ist dunkel im Wohnzimmer, jemand sagt: Mach Licht an. Und jemand geht zum Deckenfluter. Jeder hat so ein Ding, ja, 300 Watt an die Wand. Und dann nimmt er den Deckenfluter und sagt: Warte mal, ich habe noch etwas Besseres. Und schiebt ihn unter die Couch. Und denkt: Äh, warte mal, du wolltest doch hell hier drin haben.
Stimmt, jeder wird sagen: völliger Unsinn. Und genau so wird die Bibel uns beschreiben. Es ist total unsinnig, wenn wir als Christen in die Welt hineingesandt sind, als Licht, und unser Licht verstecken, wenn wir uns in so kleine Gemeinschaften bündeln, wo das Licht nicht mehr nach draußen in die Welt hineinstrahlen kann, wo wir uns nur noch gegenseitig anstrahlen.
Dazu sind wir nicht gedacht. Wir sind dazu berufen, die Welt zu beeinflussen und durch unser Leben dieser Welt den Vater im Himmel vor Augen zu malen.
Das werden die beiden Antworten sein auf die Frage, und wir wollen sie jetzt im Einzelnen einmal durchgehen.

Der Wert, der nicht übersehen werden darf

 Matthäus 5,13a: Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Salz der Erde.
Ich bin mir sicher, wir können uns heute nicht mehr vorstellen, was Salz in der damaligen Zeit für einen Wert hatte. In der griechischen Geschichte gab es eine Epoche, da nannte man Salz, also ganz normales Speisesalz, Theon, das Göttliche. Das sagt man nicht zu einer Sache, die keinen Wert hat. Das Göttliche ist einfach unglaublich wertvoll.
Bei den Römern gab es nur eine Sache, die noch wertvoller war als Salz, und das war die Sonne. Die Römer sagten also: Das Wichtigste, was wir zum Leben brauchen, ist die Sonne, und danach ist das zweitwertvollste Salz. Entsprechend verblüfft es auch nicht, dass römische Soldaten oft nicht mit festerbarer Münze bezahlt wurden, sondern Salz bekamen. Salz als Lohn, weil es einen so hohen Wert hatte und weil man damit einfach so viel eintauschen konnte. Das wollte jeder haben.
Und wenn Jesus seine Jünger hier belehrt, und ich hoffe, ihr habt das noch im Hinterkopf: In Matthäus 5,1 heißt es: Und als er sich gesetzt hatte, traten seine Jünger zu ihm. Vers 2: Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach. Die ganze Bergpredigt ist an Jünger gerichtet, also an Menschen, die mit Jesus leben wollen. Und zu diesen Menschen sagt er: Ihr seid das Salz der Erde. Damit bringt er zum Ausdruck: Ihr habt einen unglaublich hohen Wert.
Heutzutage wären es vielleicht Diamanten, die eine vergleichbare Stellung einnehmen. Mir fällt nichts Wertvolleres ein als Diamanten. Irgendetwas, wo du dir das in deinem Kopf vorstellst und einfach denkst, so wie bei Dagobert Duck: Du hast dann schon in den Pupillen die Dollarzeichen, wenn du daran denkst. So unglaublich wertvoll.
Und ich denke, es ist wichtig, dass Jesus das so deutlich macht, welchen Wert seine Jünger haben, und warum er auch möchte, dass sie das nicht vergessen. Stellt euch das vor: Ihr habt gerade noch im Kopf, wie die Menschen mit ihnen umgehen werden. Sie werden sie belächeln, sie werden schlecht über sie reden, sie werden sie für ein bisschen überdreht halten. Und Jesus sagt: Egal, was die Menschen von euch denken, und egal, was die Menschen von euch sagen, ich will nur eines klar machen: Sie haben nicht Recht.
Ich finde das unglaublich wichtig, wenn der Spiegel, diese Zeitschrift, Gemeinden wie uns, die bibeltreu sind, in eine Linie stellt mit fanatischen Moslems und sagt, na ja, diese Fanatiker sind doch alles das Gleiche, und nicht mehr unterscheidet, dann kann ich nur sagen: Sie haben nicht Recht. Wenn es passieren kann, dass unser Antrag auf einen Informationsstand in Spandau vom Bezirksamt abgelehnt wird, weil davon auszugehen ist, dass beabsichtigt wird, Passanten von der religiösen Lebensart des Vereins zu überzeugen und Mitglieder zu gewinnen, dann bringt der Sachbearbeiter hier zum Ausdruck: Ihr seid irgendwie gefährlich oder nicht so ganz dicht. Und ich darf wissen: Er hat nicht Recht.
Wenn in meinem persönlichen Umfeld Menschen auftreten, die mir sagen: Du bist doch kleinkariert mit deinem Denken, oder unvorsichtig, oder gesetzlich, oder fanatisch, oder rückständig, dann darf ich immer wieder sagen: Nein, die haben nicht Recht. Und ich finde es wichtig, dass ich mir das immer wieder sage.
In dieser Welt mögen die Menschen sagen: Du hast keinen Wert hier zu sein, du hast überhaupt keine Bedeutung, du bist das Letzte, du bist überhaupt nicht wichtig. Wenn es dich nicht geben würde, würde nichts fehlen. Und Jesus sagt: Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Wertvollste womöglich, was auf dieser Erde herumläuft.
Ja, mehr noch: Ich möchte mit euch mal einen Sprung in die Geschichte machen. Schlag dazu mal Hebräer 11 auf, das ist eine Liste von Glaubenshelden. Hebräer 11. Und am Anfang nimmt sich der Schreiber noch ein bisschen Zeit, sagt zu jedem einzelnen etwas, und anscheinend hat er gemerkt, wie lang die Liste ist, und hat am Ende dann ein bisschen gerafft.
Und da gab es Glaubenshelden, die standen einfach gut da. Da heißt es dann: Und was soll ich sagen? Denn die Zeit würde mir fehlen, wenn ich erzählen wollte von Gideon, Barak, Simson, Jephtha, David und Samuel und den Propheten, die durch Glauben Königreiche bezwangen, Gerechtigkeit wirkten, der Löwen Rachen verstopften, aus der Schwachheit Kraft gewannen und im Kampf stark wurden.
Boah, denkst du, denen geht es nur gut, diesen Glaubenshelden. Irrtum, denn jetzt zeigt uns der Schreiber die andere Seite, quasi jetzt lesen wir von der Seite der achten Seligpreisung, wenn ich es mal so sagen darf. Hebräer 11,36: Andere aber wurden durch Verhöhnung und Geißelung versucht, dazu durch Fesseln und Gefängnis. Sie wurden gesteinigt, verbrannt, zersägt, starben den Tod durch das Schwert. Ein bisschen weiter hinten hatten sie Mangel, Drangsal, Ungemach.
Und jetzt kommt der Vers, auf den es mir ankommt. Jetzt heißt es: Sie, deren die Welt nicht wert war, irrten umher in Wüsten und Gebirgen und Höhlen und in den Klüften der Erde.
Da gibt es Menschen, die sind äußerlich total bemitleidenswerte Gesellen. Da findest du an jeder Ecke einen aufgeknüpft, zersägt, zerkloppt. Du denkst dir: Wahnsinn, wozu muss es die Typen überhaupt auf der Welt geben? Die treten auf, und ein anderer bringt sie um. Äußerlich total bemitleidenswert.
Aber wir wissen schon: Wenn es um diese Welt geht, wenn es um Information geht, muss man lernen, tiefer zu blicken. Man muss eine Realität erkennen, die wirklich das Wort Realität verdient. Man muss sehen: Wie denkt Gott über die Dinge? Und Gott sagt: Die Welt war ihrer nicht wert. Sie waren schlichtweg zu kostbar, zu wertvoll für diese Welt.
Und wir als Christen stehen, wie wir beim letzten Mal in der achten Seligpreisung gesehen haben, in einer Linie genau mit solchen Leuten, mit solchen alten Propheten, die für ihren Glauben bereit waren zu sterben. Und wir teilen tatsächlich nicht nur ihr Schicksal in der Ablehnung, sondern wir teilen auch ihren Wert.
Aber, und das ist mir immer ganz wichtig, da gibt es natürlich eine Einschränkung. Und die müssen wir lesen in Matthäus 5,13, wenn wir weiterlesen. Also Matthäus 5,13: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden.

Wenn das Salz seine Kraft verliert

Wir taugen nur als Salz der Erde, wenn wir auch salzig sind.
Stell dir vor, du sitzt am Frühstückstisch und hast dein Ei so gekocht, dass es genau richtig ist: weich oder hart. Daneben steht ein Salzstreuer. Und jetzt klopfst du da so drauf, tak, tak, tak, pelzt das ab, nimmst den Salzstreuer, streust etwas darüber und denkst: Ah, super, ja.
Und in dem Moment war da irgendwie etwas Weißes im Salzstreuer. Aber das, was da herauskam, schmeckte überhaupt nicht nach Salz, sondern war irgendwie so, dass dir der Brechreiz kam. Ja, und du sprintest ins Klo und entledigst dich halt der Sache.
Das ist der Gedanke, der hier hinter dem Text steckt. Wenn du wiederkommst vom Klo, was machst du mit deinem Salzstreuer? Den lasse ich stehen, soll doch der Nächste auch noch ein bisschen Spaß haben? Nee, du nimmst ihn und sagst: Ich weiß nicht, wie das passiert ist, aber da ist irgendetwas Falsches reingekommen. Vielleicht so Glaubersalz oder irgendein Zeug, das halt so ähnlich aussieht, aber doch ganz anders schmeckt. Und du gehst zum Mülleimer und sagst: Tschüss. Du kannst nichts anderes damit anfangen.
Und so war es heute, und so war es damals auch. Vielleicht muss ich das erklären, wie es damals dazu kommen konnte. Wenn man in Palästina Salz gewonnen hat, dann war das Salz oft nicht rein, es war verunreinigt. Es gab verschiedene Mineralien, mit denen es verunreinigt sein konnte. Oft war es mit Gips verunreinigt. Aber es gab eben auch Salze, mit denen es verunreinigt sein konnte, die es einfach bitter gemacht haben, richtig so, wie ich es gerade mit meinem Beispiel vorgestellt habe.
Und wenn du jetzt so eine Packung Salz kaufst, siehst du ja nicht, wie viel Verunreinigung da drin ist. Dann kannst du dir sagen: Walli, mach mal erst eine Analyse. Den Walli gab es damals noch nicht. Das heißt, du kaufst dein Salz und probierst es aus. Und wenn jetzt sehr viel Gips drin war, dann merkst du: Na ja, ich habe viel Salz gekauft, aber es schmeckt nur ein bisschen danach. Es wird so fade, es schmeckt kaum nach Salz.
Und wenn du diese anderen Mineralien drin hast, die bitter schmecken, dann kann es sein, dass du so einen Pfund Salz hast und sagen musst: Sorry, das kann ich nicht verwenden, das schmeckt nicht. Und du kannst es dann nur noch nehmen, raus auf den Müll oder sagen: Na ja, ich habe hier noch ein Loch in meinem Gehweg, ja, da stecke ich es rein. Das ist das Einzige, was du damit noch anstellen kannst.
Das heißt, Salz konnte in der damaligen Zeit kraftlos werden. Es konnte seine Funktion als Salz verlieren. Jetzt steht da im Grundtext, wo kraftlos steht, eigentlich nicht kraftlos, sondern es steht dumm. Jetzt ist logisch: Salz kann in dem Sinn ja eigentlich nicht dumm werden, weil es nie klug war. Das geht nicht. Oder töricht. Aber wir haben ja schon gemerkt, es geht gar nicht um Salz.
Also die Lektion mit dem Salz und dem Gips und den anderen Mineralien könnt ihr eigentlich vergessen. Es geht ja darum, dass der Herr Jesus sagt: Ihr seid das Salz der Erde. Er meint ja eigentlich gar nicht: Ihr braucht eine Nachhilfestunde in Chemie. Sondern ihr müsst überlegen, wie ihr in eurem Leben dazu kommen könnt, dumm zu leben, töricht zu leben.
Und wenn ich den Herrn Jesus richtig verstehe, dann sagt er: Christen, die nicht als Christen leben, sind eigentlich Narren. Wenn Christen an ihrer Berufung vorbeileben, egal, was sie sonst für Ziele haben oder welche Ideale sie verwirklichen, ist ihr Leben wertlos. Das ist närrisch, so zu leben.
Und ich habe mir gedacht: Wie kann das passieren? Und mir sind aus meinem eigenen Leben zwei Bereiche aufgefallen, wo ich merkte, da stand ich auch mindestens schon in der Gefahr, falsch zu leben. Das eine war Karriere. Es gibt Leute, die klettern auf der Karriereleiter einen Schritt nach dem anderen und stecken sehr viel Zeit in den Beruf und in ihre berufliche Ausbildung.
Natürlich ist es nicht verkehrt, seine Familie zu ernähren. Aber wenn wir nicht Salz der Erde sind und diese Funktion nicht erfüllen, spielt es keine Rolle, wie weit wir auf dieser Karriereleiter nach oben gegangen sind. Und wenn wir vielleicht Superfamilientypen sind und ganz angenehme Nachbarn, aber wir sind nicht Salz der Erde, dann sind wir tatsächlich, was unser Leben angeht, was unsere Funktion angeht, wertlos.
Und dabei können wir uns nicht aussuchen, ob wir Salz der Erde sein wollen, sondern wir sind es. Die Predigt heißt ja auch: Du bist wertvoll und wichtig. Wir werden nicht durch unser Leben zum Salz oder dann später zum Licht, sondern wir sind es. Gott hat uns dazu gemacht. Wir sind unendlich wertvoll für diese Welt, und wir haben in dieser Welt eine Aufgabe, die wirklich ihresgleichen sucht.
Aber wenn wir nicht Salz sind, dann sind wir auch nichts. Es gibt keinen Plan B, keine zweite Berufung für unser Leben.

Berufung, Preis und Verantwortung

Ich habe euch etwas mitgebracht, um das noch einmal zu illustrieren. Das ist mein Handy. Mein Handy hat jetzt auf dem kommenden Sommerlager eine wichtige Funktion. Wenn nämlich etwas mit den Kindern passiert, dann kann ich mit diesem Handy Hilfe holen. Und wenn du vor dir ein Kind hast, das sich gerade mit der Axt zwei Finger abgeschlagen hat, dann ist es wichtig, wie schnell du die Rettungsstation anrufen kannst. Und dazu sind Handys gut. Deswegen ist dieses Handy absolut wichtig.
Dieses Handy hat ein Problem. Wenn es warm wird, funktioniert der Akku nur so lange, wie er will. Also eben noch hast du im Display voll, und zwei Sekunden später macht es piep, piep, piep, piep, und die Verbindung ist weg. Ja, warte mal, das ist ganz wichtig und wertvoll für das Sommerlager, damit Menschenleben gerettet werden können. Aber wenn der Akku nicht funktioniert, was kannst du dann noch damit machen? Du kannst nichts mehr damit machen. Ich würde es nicht auf den Müll schmeißen, aber du kannst tatsächlich dann in so einem Fall nur noch sagen: Weg damit. Du brauchst etwas anderes, das kannst du nicht mehr gebrauchen.
Und genauso ist es mit uns Christen. Wir sind in dieser Welt, um Leben zu retten. Aber wenn wir unsere Funktion nicht ausfüllen, wenn wir unser Leben so leben, dass wir es nicht mit Salzkraft leben, wenn da Sünde ist in unserem Leben, die unser Leben verunreinigt, sodass wir unsere Funktion nicht mehr ausfüllen können, dann mögen wir in welchen Bereichen unseres Lebens auch immer große Erfolge erzielen, beliebt sein, aber wir werden unterm Strich wertlos, funktionslos für Gott sein.
Meine Frau hat sich letzte Woche eine Uhr gekauft. Die, die sie davor hatte, hatte so ein bisschen die Angewohnheit, die Zeit nur noch in einem bestimmten Rahmen anzuzeigen, ja, plus minus eine halbe Stunde etwa. Das war dann irgendwann zu viel, also hat sie sich eine Uhr gekauft. Und jeder, der Frauen kennt, weiß: Die kommen dann nach Hause und sagen: Ich habe eine Uhr gekauft. Ja, schau sie dir mal an. So richtig interessiert ist man eigentlich nicht an der Uhr, aber man liebt ja seine Frau. Also: Ja, zeig doch mal her, Schatz. Oh, ist die schön. Ja, ein blaues Ziffernblatt, toll. Und dann kommt so die Frage: Du, was kostet das Ding eigentlich? Und dann kommt der Preis.
Eigentlich, wenn ich so eine Frage stelle: Was kostet so ein Ding eigentlich?, dann geht es mir nicht darum, einfach nur zu wissen, was es kostet. Mich interessiert eigentlich: Ist das Ding, also diese Uhr, ihren Preis wert? Versteht ihr? Also eine Uhr kann ruhig ein bisschen teurer sein, wenn sie ihren Preis wert ist und du sagst: Okay, hier auf die nächsten Jahre, das ist es erst mal. Punkt. Ich habe volles Verständnis dafür, auch etwas Teures zu kaufen, wenn ich dafür nur einmal kaufen muss und es lange habe. Völlig in Ordnung.
Ich möchte jetzt die Frage uns stellen: Ist unser Leben den Preis wert, der für uns gezahlt worden ist? Ist unser Leben den Preis wert, der für uns gezahlt worden ist? Und wenn ich diese Frage formuliere, dann habe ich immer ein Bild vor Augen. Albanien, vor ein paar Jahren. Jean Gibson hat da unten einen ganzen Tag, es war irre heiß, von morgens bis abends entweder gepredigt oder er hat seelsorgerliche Gespräche gehabt. Er war damals schon über achtzig, und ich bin immer mitgezottelt. Und wir kamen abends rein von diesem vollen Tag und standen unter dem Torbogen des Hauses vom Missionar. Da dreht sich dieser alte Mann um, schaut mich an und sagt: Jürgen, was meinst du? War der Tag heute den Tod des Messias wert?
Ich kann nicht sagen, die Frage hat mich bis heute nicht losgelassen. War der Tag heute den Tod des Messias wert? Ist mein Leben, das ich führe, wirklich der Preis wert, der dafür bezahlt worden ist? Leben wir den Wert aus, den Gott in unser Leben hineingelegt hat?
Wir können von Petrus lernen, welcher Preis für uns bezahlt worden ist. Er schreibt im ersten Petrusbrief: Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit Silber oder Gold erlöst worden seid, sondern mit dem kostbaren Blut Christi. Ihr wollt wissen, wie wertvoll ihr seid? Schaut euch an, was Gott bezahlt hat für jede einzelne eurer Seelen. Es ist nicht weniger, als dass Gott Mensch wurde und von Menschen an einem Kreuz umgebracht wurde, gestorben ist, die Schuld bezahlt hat und dann wieder auferstanden ist. Das ist Gottes Kaufpreis gewesen für jede einzelne Seele, die hier sitzt. Ein Preis, den wir nie hätten bezahlen können, wo wir nie gedacht hätten, dass wir so wertvoll sind, aber Gott war dazu bereit.
Wir sind wertvoll, weil Gott einen enormen Preis für uns bezahlt hat, und wir müssen uns die Frage stellen, ob wir entsprechend leben.

Licht, das sichtbar werden soll

Bleibt die Frage: Wie geht das? Und ich denke, dass die nächsten drei Verse uns das zeigen.
 Matthäus 5,14-16: Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht eine Lampe an und setzt sie unter den Scheffel, sondern auf das Lampengestell, und sie leuchtet allen, die im Hause sind. So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.
Auch hier geht es um das, was wir sind, nämlich das Licht der Welt. Und die zwei Bilder, einmal von der Stadt und einmal von dem Licht unter dem Scheffel, zeigen uns das. Wisst ihr, was ein Scheffel ist? Das ist so eine Art Eimer. Stellt euch einen Zehn-Liter-Eimer vor, das kommt ziemlich gut hin. Es ist ein Maß, ein Messbecher, ein großer Messbecher, in den ungefähr neun Liter hineinpassen. Das ist ein Scheffel.
Und die Idee hier ist, dass du eine Öllampe nimmst und sie unter so einen Eimer stellst. Das war dann so ungefähr wie ein Deckenfluter und eine Couch, etwa auf derselben Größendimension. Und diese beiden Bilder, die Sache mit der Stadt und die Sache mit dem Scheffel, machen zwei Dinge klar im Blick auf uns, die wir Licht der Welt sind.
Erstens: Wenn du mit dem Herrn lebst, dann brauchst du dir keine Sorgen darum zu machen, dass andere es nicht sehen werden. Das kommt von allein. Wie bei einer Stadt, die auf einem Berg liegt: Es wird dunkel, und dann gehen die Lichter an. Auf Kilometer hinweg kann man das sehen. Wenn du mit dem Herrn lebst, werden andere Leute es sehen. Du brauchst dir darüber keine Sorgen zu machen.
Zweitens geht es jetzt zum Deckenstrahler und zur Couch beziehungsweise zu der Öllampe und dem Scheffel. Wenn wir schon eine Lampe anmachen, dann sollen auch alle etwas davon haben, oder? Und wenn Gott in dieser Welt Licht gemacht hat, indem er jeden von uns von Neuem geboren hat als Licht der Welt, dann sollen auch alle Menschen etwas davon mitbekommen. Und deswegen ist es falsch, sich in ein Kloster einzuschließen oder sein ganzes Leben in einer christlichen WG oder auf einem christlichen Bauernhof zu verbringen. Das Licht muss raus, der Eimer muss weg. Unsere Aufgabe besteht darin, dass wir leuchten.
Paulus drückt das so aus: Tut alles ohne Murren und Zweifel, damit ihr tadellos und lauter seid, unbescholtene Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter dem ihr leuchtet wie Himmelslichter in der Welt.
Christen sind wie Sterne. Du schaust nachts hinauf und siehst die Sterne. Und wenn du jemanden dabei hast, dann sagt er dir vielleicht: Schau mal, der Stern da zeigt dir, wo Norden ist. Und Leute, die mit dem Schiff unterwegs sind, können die Sterne nehmen und sich daran orientieren. Sie können über Tausende von Kilometern hinweg genau ihr Ziel erreichen, einfach nur durch die Sterne. Die Sterne sind dazu da, Orientierung zu geben.
Und genauso ist es mit uns. Wir sind in dieser Welt als Licht, um Orientierung zu geben. Unser Licht soll in einer Welt voller Dunkelheit den suchenden Menschen Orientierung geben.
Jesus konnte sagen: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis bleiben, sondern das Licht des Lebens haben. Und wenn wir die Evangelien lesen, begreifen wir, wie er das gemacht hat. Er hat sein Leben so gelebt, dass Menschen aus der Nacht ihrer Verlorenheit herausgerettet wurden und ewiges Leben gefunden haben. Er hat Menschen an den Punkt gebracht, dass sie bereit waren zu sagen: Jetzt folge ich dir nach, wohin du gehst, denn du hast Worte ewigen Lebens. Und wenn alle anderen weggehen, ich bleibe treu, ich bleibe dabei, ich gehe mit. Du bist für mich derjenige, dem ich folgen will.
Und wisst ihr was? Ich hoffe, es verschlägt euch wie mir den Atem, wenn man so etwas formuliert. Wir können dasselbe tun. Wir sind zu demselben Dienst berufen. Wir sind nicht dazu berufen, für die Menschen zu sterben, das hat der Herr Jesus getan. Aber so wie der Herr Jesus Licht war, so können durch unser Leben andere Menschen ins Licht Gottes hineingestellt werden. Sie können quasi durch uns Jesus kennenlernen. Ist das nicht eine fantastische Sache?
Wie das funktioniert, das steht auch hier. Ich fasse die Idee mal so zusammen: Durch unsere Werke – hier im Text steht gute Werke, das steht eigentlich nicht im Grundtext da, da stehen nur Werke – also durch das, was wir tun, gewinnt unser Leben an Leuchtkraft.
Wenn ihr euch eine Taschenlampe vorstellt und hinten in der Lampe sind die Batterien, und die sind schon ein bisschen schwach, dann merkt ihr: Schaust du vorne rein und denkst, na ja, könnte ein bisschen mehr Saft vertragen. Machst du neue Batterien rein, boah, da kommt richtig Licht raus. Und das ist es, wozu uns der Herr Jesus auffordert: durch unsere Werke, durch unser Leben immer wieder frische Batterien in unsere Lampe zu stecken, damit vorne auch möglichst richtig Licht herauskommt.
Unser Leben kann an Leuchtkraft gewinnen durch das, was wir tun. Und es kann Menschen an den Punkt bringen, dass sie anfangen nachzudenken. Und das kann Jana genauso gut wie ihre Mama. Einfach durch ihr Leben können Menschen fragen: Warum machst du denn das? Warum gehst du nur in die Kinderstunde? Na ja, weißt du, da gibt es den Herrn Jesus, und den habe ich lieb, und deswegen gehe ich da hin.
Einfach durch ihr Leben können wir Menschen überzeugen. Und ein anderer sagt: Ja, also ich gehe nicht mehr in die Kinderstunde, ich mache jetzt andere Sachen. Aber ich lebe mein geistliches Leben so aus, dass ein anderer ins Nachdenken kommt und die Frage stellt: Du, warum machst du denn das? Und dann kann ich sagen: Weißt du, ich mache das, weil es Gott gibt. Und ich glaube an diesen Gott, und ich lebe mit diesem Gott, und ich möchte auch gar nicht mehr ohne ihn leben, weil das eine fantastische Sache ist.
Ah ja, ah ja, kannst du mir noch mehr davon erzählen? Und dann erzählen wir ihm mehr.
Also: Unser Leben, das, was wir tun, führt Menschen dahin, dass sie nachdenken und dass sie letztlich nachfragen, Gott kennenlernen und, wie es dann hier heißt, euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen, das heißt ihn anbeten.

Sichtbarkeit, Nachfolge und der Schluss der Predigt

Also, wie wir leuchten können, das geschieht durch das, was wir tun: durch unser Auftreten, unseren Arbeitsstil, den wir haben, durch unseren Umgang mit Zeit, mit Geld, mit Prioritäten, mit den Nachbarn, auch mit den Geschwistern hier. Durch all das, was wir so tun können, können wir leuchten.
Paulus formuliert im Galaterbrief an einer Stelle: Und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir. Ich versuche das noch einmal nachzuvollziehen. Paulus sagt: Nicht mehr lebe ich. Der alte Paulus lebt gar nicht mehr, da lebt ein neuer Paulus. Aber der neue Paulus lebt eigentlich gar nicht sein eigenes Leben, sondern er lebt das Leben Jesu Christi.
Und wir können es so formulieren: Unser Ziel als Christen besteht darin, dem Herrn Jesus immer ähnlicher zu werden, indem wir ihm immer mehr Raum in unserem Leben geben. Es soll immer mehr zugelassen werden, dass er unser Leben mit seinem Leben ausfüllt, oder dass er als das Licht des Lebens durch unser Leben hindurchstrahlt. Wie so eine ganz helle Lampe, die man in einem ... Ich kenne diese Laternen, die man immer bei den Umzügen mit sich trägt. Mitten drin ist da so eine Kerze. Aber da kann es nicht nur eine Kerze sein, da kann man auch mal eine Hundert-Watt-Birne reinstellen. Und du wirst merken: Je heller das da drin ist, umso mehr strahlt es nach außen.
Und in uns ist das Licht des Lebens, und es darf nach draußen strahlen. Und jetzt strahlt da nicht wirklich etwas, das heißt, wir können nicht immer hier bei der Gebetsstunde morgen Abend das Licht ausmachen, weil alle strahlen, sondern es strahlt nach außen durch unser Tun.
Gott ist unsichtbar, aber Christen können ihn durch ihr Leben sichtbar machen.
Kommen wir zum Schluss. Ich hatte gesagt: Wir sind wertvoll, und wir sind wichtig. Gott hat uns dazu berufen, diese Welt zu durchdringen, und es ist so, dass seine Berufung feststeht. Daran können wir gar nichts ändern. Aber es liegt an uns, ob wir unser Leben mit Sünde verunreinigen, bis es seine Salzkraft eingebüßt hat, oder ob unser Leben den Preis wert ist, den Gott dafür bezahlt hat.
Und es ist zweitens nicht Gottes Fehler, wenn unser Licht nicht gesehen wird. Wir sollen uns nicht isolieren, sondern durch unseren Lebensstil Menschen dazu bringen, dass sie Gott verherrlichen. Es ist vor allem unser Tun, das Menschen überzeugen wird, wahrscheinlich weniger unser Reden.
Und ich möchte es noch einmal aus meiner Perspektive sagen: Ich bin heute noch meinem Herrn von Herzen dankbar für die Männer vom CVJM, die mir als kleinem Jungen wirklich Licht geworden sind. Sie haben mir durch ihr Leben eine Orientierung gegeben, die ich beibehalten habe, bis zu dem Tag, an dem ich auf den Knien lag und Gott als Zwanzigjähriger mein Leben übergeben habe.
Möge der Herr es schenken, dass wir, die wir hier sitzen, einfach in gleicher Weise zu Lichtträgern werden.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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