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Apostelgeschichte 14,1-20

Apostelgeschichte 14,1-14,2015.01.2017
Serie•Teil 29 / 64Apostelgeschichte
Wenn Licht in die Dunkelheit kommt, reagiert sie oft mit Druck oder mit verführerischem Applaus. Die eigentliche Frage: Bleibst du Jesus treu – auch wenn es dich etwas kostet?

Einleitung und Rückblick auf die bisherige Reise

Also, mein Name ist Jürgen Fischer, für alle, die mich nicht kennen. Ich bin seit etwa einem Monat hier und bewege mich mit euch schon seit einiger Zeit durch die Apostelgeschichte, Neues Testament, die Geschichte von der Entstehung der Kirche, also das, was passiert ist nach Jesus.
Und wir haben da ganz am Anfang einige Kapitel lang den guten Petrus begleitet. Der hat das Ganze so, ich sage mal, losgeschossen. Und dann steigt später Paulus ein. Die Apostelgeschichte ist von Lukas geschrieben, einem Mitarbeiter des Paulus, und man hat den Eindruck, jetzt nähern wir uns dem Teil, der Lukas auch ganz besonders wichtig ist, nämlich zu verstehen, wie Paulus gearbeitet hat.
Wir haben uns die letzten Predigten miteinander einfach eine Predigt angeschaut, nämlich die Predigt, die der Apostel Paulus in einer Synagoge gehalten hat. Wir befinden uns geografisch irgendwo in der Türkei, und die Stadt hieß Antiochia. Dort hat der Apostel Paulus in einer Synagoge das Evangelium gepredigt. Er hat also zu Menschen gesprochen, die eine relativ gute Vorkenntnis vom Alten Testament hatten.
Das kann man heute meistens nicht mehr voraussetzen. Und vielleicht habt ihr euch gedacht: Na ja, so wie er es da gemacht hat, kann ich jetzt mit meinen Kollegen und mit meinen Freunden nicht reden. Kann ich mir vorstellen.
Wir kommen auf das Thema in drei Kapiteln wieder zurück. Da wird er nämlich in Athen zu echten, waschechten Heiden sprechen, und wahrscheinlich können wir davon dann auch für unsere eigene Evangelisationspraxis ein Stück mehr lernen.
Die Folge davon, dass er das Evangelium gepredigt hat, ist ganz einfach: Das Missionsteam muss die Stadt verlassen. Und jetzt kommen zwei neue Begebenheiten. Und diese beiden neuen Begebenheiten, die Lukas berichtet, habe ich mal unter eine Überschrift gesetzt, nämlich unter die Überschrift: Wie reagiert Heidentum beziehungsweise wie reagiert die Finsternis auf das Eindringen des Lichts?
Wir werden uns heute zwei Reaktionen anschauen, und in der übernächsten Predigt möchte ich euch noch eine dritte zeigen. Also: Da kommt jemand und bringt das Licht in die Finsternis, er predigt das Evangelium zu verlorenen Menschen. Frage: Wie reagiert jetzt die Finsternis?

Erste Reaktion: Widerstand und Vertreibung

Und wir lesen die erste Reaktion, die uns schon recht bekannt ist, in Apostelgeschichte 14,1-7. Erste Reaktion: Die Apostel predigen und werden verfolgt. Also, da heißt es: Es geschah aber zu Ikonion – diese ganzen städtischen Namen müsst ihr euch nicht merken, irgendwo passiert es halt –, dass sie zusammen in die Synagoge der Juden gingen und so redeten, dass eine große Menge sowohl von Juden als auch von Griechen glaubte.
Die ungläubigen Juden aber reizten und erbitterten die Seelen derer aus den Nationen gegen die Brüder. Also, die Nationen, das sind die Heiden, und die ungläubigen Juden, das sind jetzt die, die das in der Synagoge hören und Nein sagen. Und die gehen jetzt raus zu ihren ungläubigen Bekannten und machen da Stimmung gegen die Apostel.
Sie verweilten nun lange Zeit und sprachen freimütig in dem Herrn, der dem Wort seiner Gnade Zeugnis gab, indem er Zeichen und Wunder geschehen ließ durch ihre Hände. Wir lesen das und denken: Oh ja, das kennen wir schon. Die predigen, und Gott stellt sich dazu, wunderbar.
Die Menge der Stadt aber war entzweit. Und die einen waren mit den Juden, Achtung, das sind die ungläubigen Juden, die anderen mit den Aposteln. Als aber ein heftiges Bestreben entstand, sowohl von denen aus den Nationen, also den Nichtjuden, als auch von den Juden samt ihren Obersten, sie zu misshandeln und zu steinigen, da brodelt es jetzt so ein bisschen in der Gesellschaft. Und es gibt, wir würden heute sagen, so in den ersten Zeitungen Artikel, die sind gar nicht mehr nett. Da fragt man sich: Tun die uns gut, der Gesellschaft? Wäre es nicht besser, wir würden die Apostel loswerden?
Was machen die dann? Sie entflohen, als sie es bemerkten, in die Städte von Lykaonien, Lystra und Derbe und die Umgegend, und dort verkündigten sie das Evangelium.
Es gehört wahrscheinlich zu den total frustrierenden Erfahrungen des Christseins, dass eine Botschaft, das Evangelium, dass eine Botschaft, die sich um die Errettung von Menschen dreht, immer wieder auf Ablehnung stößt. Und Ablehnung kann jetzt verschiedene Formen annehmen. Da kann einfach nur Desinteresse sein: Lass mich mit deinem Gott in Ruhe, und nichts weiter. Oder es kann halt harte Verfolgung sein.
Ich habe manchmal, ich weiß nicht, ob es euch ähnlich geht, den Eindruck, man kann in dieser Welt wirklich den größten Blödsinn erzählen, und Menschen hören zu. Also, ich habe schon Sachen gehört, wo du einfach nur den Kopf kratzt und denkst: Wer hat sich den Blödsinn ausgedacht? Und Menschen sind total begeistert und wollen mehr hören.
Aber in dem Moment, wo du anfängst zu reden: Jesus ist für dich am Kreuz gestorben. Du, das ist das Wichtigste, was ich dir zu sagen habe. Mein ganzes Leben dreht sich um diesen einen Punkt. Darf ich mit dir mal längere Zeit darüber reden, was das für mich bedeutet? In diesem Moment kommen so Sprüche wie: Ey, bleib mir bloß weg mit deinem Jesus.
Hätte ich über Ufos gesprochen, über, ich weiß nicht, Schwarz-Weiß-Filme von Charlie Chaplin oder darüber, wie man Rosmarinkartoffeln noch ein bisschen leckerer macht, die Leute hätten mir total zugehört. Es wäre nur völlig egal, weil zu wissen, wie man Rosmarinkartoffeln macht oder welche Filme Charlie Chaplin gedreht und verantwortet hat, das spielt überhaupt keine Rolle für die Ewigkeit. Aber Jesus? Wer will denn was von Jesus hören?
Ablehnung und Verfolgung.

Jesu Vorbereitung auf Ablehnung

Das ist übrigens das, worauf Jesus seine Jünger von Anfang an einschwört. Es ist gut, dass wir uns das immer wieder vergegenwärtigen, solange wir es in dieser Drastik, wie wir es hier erleben, noch nicht an unserem eigenen Leib erfahren.
Jesus sagt zum Beispiel: Ich möchte mal Matthäus, Kapitel fünf, am Anfang der Bergpredigt aufschlagen. Matthäus 5, mitten hinein in die Seligpreisungen, die Verse 10 bis 12. Da heißt es: „Glückselig die um Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel.“ Du fragst Jesus: Wie wird man eigentlich richtig glücklich? Und er sagt: Dazu gehört für mich so ein bisschen, dass du Gerechtigkeit liebst, ihr nachjagst und dass andere das nicht toll finden werden.
„Glückselig die um Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen euch reden werden um meinetwillen.“ Also: Wir hängen an Gottes Gerechtigkeit, wir nehmen seine Gebote ernst und sagen: So wollen wir leben. Wir hängen an Jesus und wir sagen das den Leuten. Und die Leute sagen nicht: Super, endlich mal einer, der es richtig macht, sondern es folgen Lügen, Beleidigung, Verfolgung.
Und noch ein bisschen dramatischer: Matthäus, Kapitel zehn, ab Vers 16, Verse 16 bis 23. Matthäus 5 ist die Bergpredigt, ja, und dann die nächste Rede im Matthäus-Evangelium, das ist die sogenannte Aussendungsrede, und da stecken wir jetzt mittendrin. „Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter Wölfen.“ Und man liest das so und hat irgendwie so einen kurzen Flash: Oh, das ist wie im Zoo, Tiere. Wir haben ja nichts mehr mit Schafen und mit Wölfen so richtig zu tun. Wenn ich meinen Gebetsspaziergang durch den Wald mache, erwarte ich ja nicht, einem Rudel Wölfe zu begegnen. Also ihr in Brandenburg könnt mal so einen vereinzelten Wolf finden beim Beten, aber der läuft ja davon, der ist ja keine Gefahr, der hat ja mehr Angst vor euch als ihr vor ihm.
Aber in der damaligen Zeit? Und das Bild: Du bist so ein Schaf. Und alles, was ich je über Schafe gelesen habe: Schafe sind so die dümmsten Tiere, die man sich irgendwie vorstellen kann, die, wenn es gefährlich wird, irgendwie ihre Köpfe zusammenstecken statt wegzulaufen. Ich hatte am Freitag ein Tasting in der Stadt mit meinem Schwiegersohn zusammen, und da haben wir auch unter anderem Käse probiert. Dann kam jemand von so einer Ziegenfarm, und meine Ziegen sind relativ schlau: Wenn da was passiert, dann laufen die weg. Schafe bleiben einfach stehen.
Du stellst dir die Frage: Was ist das denn? Ein Schaf mitten unter Wölfen. Das ist ja wow! Und Jesus sagt: Das ist, worauf ihr euch vorbereiten müsst. „Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter Wölfen. So seid nun klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben.“ Also klug und einfältig. Denkt nach, nimm dein Leben mal als das, was es ist: eine echte Herausforderung.
Und dann sagt er in Vers 17: „Hütet euch aber vor den Menschen, denn sie werden euch an Gerichte überliefern und in ihren Synagogen euch geißeln.“ Hütet euch, ey, sei bitte nicht naiv, Menschen meinen es nicht immer gut mit dir. Die Geschichte ist voll von Beispielen für waschechte Christenverfolgung. Und dann wird das in Vers 18 noch ausgeführt: „Und auch vor Statthalter und Könige werdet ihr geführt werden um meinetwillen ihnen und den Nationen zum Zeugnis.“ Wenn sie euch aber überliefern, so seid nicht besorgt, wie oder was ihr reden sollt, denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Das heißt, Gott hat schon von Anfang an den Mechanismus eingebaut in unser Leben, wie wir in der Zeit der Verfolgung überleben können. Indem er sagt: Wenn es so weit ist, müsst ihr euch keinen Kopf machen, ich stehe direkt an eurer Seite, denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Geist eures Vaters, der in euch redet.
„Es wird aber der Bruder den Bruder zum Tode überliefern, und der Vater das Kind, und Kinder werden sich erheben gegen die Eltern und sie zu Tode bringen. Und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen.“ Und ich weiß nicht, wie es euch geht: Weltverfolgungsindex, das hört man manchmal so. Open Doors lässt das dann raus, und dann hört man mal, dass im Moment, ich glaube, 200 Millionen Christen aktiv verfolgt werden auf dieser Welt und dass wir die am meisten verfolgte Religionsgemeinschaft sind. Wie gesagt, wir leben hier in unserer in Watte gepackten Brandenburger Nettigkeit. Es ist niemand draußen, der euch verfolgt, das habe ich schon auch verstanden.
Noch nicht. Das haben Leute 1930 auch gedacht, und es hat keine fünf, keine acht Jahre gebraucht, bis die Verfolgung in einem Maß vor der Tür stand, dass alles kaputt war. Versteht ihr? Wir stehen heute hier und sagen: Oh ja, schön, das hat der Herr Jesus gesagt in Matthäus 10. Bloß gut, dass das nicht so ist, ja. „Und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden.“
Und dann die Aufforderung: „Wenn sie euch aber verfolgen in dieser Stadt, so flieht in die andere, denn wahrlich ich sage euch, ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende sein, bis der Sohn des Menschen gekommen ist.“ Also auf der einen Seite diese wunderbare Zusage: Ich bin bei euch in den dunkelsten Momenten, ich werde euch die Worte eingeben, die ihr sprechen müsst, wenn ihr vor Gerichten steht, wenn ihr angeklagt werdet. Und dann dieses Furchtbare: Ihr werdet von euren Kindern, von euren nächsten Verwandten überliefert werden. Und dann Vers 23, das, was wir bei Paulus sehen: Wenn ihr verfolgt werdet, haut ab. Wenn ihr verfolgt werdet, lauft weg!
Es sind viele Christen wortwörtlich als Märtyrer gestorben, aber das heißt nicht, dass Gläubige den Märtyrertod suchen sollen. Oder anders ausgedrückt: Verfolgung und Ablehnung erfahren ist eine Sache. Der Text macht klar, sich dumm und naiv zu verhalten und eine günstige Gelegenheit für Flucht zu verpassen, das ist eine ganz andere Sache.
Vielleicht atmet ihr durch und sagt: Boah, bloß froh, dass mir das nicht passiert. Ja, ich kann das verstehen, ich kann das voll verstehen. Ich lese das und denke mir: Boah, Wahnsinn, was Leuten ... Und jetzt können wir durch. Ich weiß nicht, ob ihr Open Doors lest und einfach ein bisschen mitbekommt, wie es Christen in anderen Ländern geht, wie es ihnen im Sudan geht, in Nordnigeria, wie es ihnen geht in typischen islamischen Staaten, wie es ihnen in Nordkorea geht. Ich weiß nicht, ob ihr das wisst, aber das ist genau das, was hier steht: Wo du morgens aufwachst und überlegst, komme ich durch den Tag? Oder stecke ich heute Nacht in irgendeiner Polizeiwache, werde gefoltert und geschlagen und weiß nicht, ob ich in irgendeinem Arbeitslager verschwinde? Das ist die Realität. Und Jesus sagt: Ich bereite euch darauf vor, dass euch das passiert.
Und in einer gewissen Weise finden wir das in 2. Timotheus 3,12. In gewisser Weise ist dieses Schicksal ein Schicksal, das alle Christen zu allen Zeiten immer teilen werden. 2. Timotheus 3,12. Und das ist ein guter Vers, um ihn auswendig zu lernen: „Alle aber auch, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden verfolgt werden.“ Wenn du keine Verfolgung erfährst, also wenn du null Ablehnung, null Einschränkung, null wirklich erlebst, würde ich noch mal ganz kurz überlegen, ob du vielleicht einfach nur ein bisschen mehr evangelisieren musst, ein bisschen mehr den Mund aufmachen musst, ein bisschen ehrlicher sein musst. Denn irgendwas, und nicht gleich, dass man dich umbringt, aber irgendeine Form von Verfolgung gehört zum Christsein dazu.
Weil wir sind die, die das Licht in die Finsternis bringen. Und die Finsternis, die das Licht nicht auslöschen kann, wird sich wehren. Sie wird nicht einfach aufgeben und sagen: Okay, du hast gewonnen. Am Kreuz? Ich weiß, das wird nicht passieren.

Zweite Reaktion: Verführung durch Anerkennung

So, obwohl es stimmt, dass alle, die gottesfürchtig leben wollen, verfolgt werden, lässt man uns an dieser Stelle vielleicht noch ein Stück weit in Ruhe. Es gibt aber eine andere Reaktion der Finsternis auf die Verkündigung des Evangeliums, und die ist viel angenehmer und dabei womöglich noch viel gefährlicher.
Gehen wir noch einmal zurück zu unserem Missionsteam. Sie ziehen weiter, tun, was Jesus sagt, und kommen in eine neue Stadt: Lystra. Dort treffen Barnabas und Paulus auf jemanden, der nicht laufen kann. Wir lesen in Apostelgeschichte 14,8-10:
Und ein Mann in Lystra saß da, kraftlos an den Füßen, lahm von seiner Mutter Leib an, der niemals umhergegangen war. Dieser hörte Paulus reden. Als der ihn fest anblickte und sah, dass er Glauben hatte, geheilt zu werden, sprach er mit lauter Stimme: Stelle dich geradehin auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher.
Wow, das ist schön, ja, das ist gut. Und wenn du das so liest, da ist ein Lahmer, der wird geheilt, woran denkst du? Apostelgeschichte? Denkst du: Die Geschichte kenne ich doch!
Ja, ich habe da einen Lahmen, der geheilt wird, das hatten wir doch bei Petrus auch schon, richtig, ganz am Anfang. Da macht Petrus das auch. Das ist in Jerusalem, kurz nach der ersten Predigt an Pfingsten. Da ist auch so ein Lahmer, geboren, am Eingang zum Tempel in Jerusalem. Und ja, was passiert? Petrus heilt ihn, und für einen kurzen Moment muss er sich der Verblüffung der Zuschauer erwehren.
Ich lese euch das mal kurz vor. Apostelgeschichte 3. Da heißt es dann, nachdem der Geheilte springt, in Apostelgeschichte 3,12:
Als aber Petrus es sah, sprach er zum Volk: Männer von Israel, was verwundert ihr euch hierüber, oder was seht ihr so gespannt auf uns, als hätten wir aus eigener Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, dass er gehen kann?
Also, in dem Moment, wo einer geheilt wird, was denken die Leute? Boah, was ist das für einer, ja toll! Und Petrus muss sofort sagen: Stopp, ich sehe es in euren Augen, ihr denkt, dass ich das getan hätte. Das war ich aber gar nicht. Das war Gott. Und er schließt sofort eine zweite Predigt an.
Das, was hier bei Petrus passiert, dasselbe Phänomen, nur viel krasser, begegnet uns jetzt in Lystra. Der Lahme ist geheilt: Stell dich gerade hin auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher.
Und dann die Verse 11-13:
Als die Volksmengen aber sahen, was Paulus tat, erhoben sie ihre Stimme und sagten auf Lykaonisch: Die Götter sind den Menschen gleich geworden und sind zu uns herabgekommen. Und sie nannten Barnabas Zeus, Paulus aber Hermes, weil er das Wort führte. Der Priester des Zeus-Tempels aber, der vor der Stadt war, brachte Stiere und Kränze an die Tore und wollte mit den Volksmengen opfern.
Wow, das ist doch mal eine Erfahrung, oder? Alle sind für dich. Eben noch hat man darüber nachgedacht, dich zu misshandeln, dich zu steinigen, und jetzt würden wir doch fast denken: Was für eine glückliche Wendung.
Stellt euch mal vor, was so ein Typ wie, wen kennen wir denn schon, Simon der Zauberer aus Apostelgeschichte 8, also so einer, der Religion als eine Methode versteht, um möglichst viel Geld zu machen, möglichst leicht Einfluss auf Menschen zu gewinnen, stellt euch mal vor, was dieser Typ in so einem Moment gemacht hätte. Ihr wollt mir opfern, ihr nennt mich Zeus, ihr nennt mich Hermes, super, ja, das bin ich, werft euch vor mir nieder! Gebt mir euer Geld, haltet mich aus, baut mir ein Tempelchen, ich habe da auch schon Pläne, wie der aussehen könnte. Ja, ihr habt völlig Recht, ich bin es, Zeus ist da.
Das wäre doch mal eine einmalige Chance.
Achtung, unser Thema heißt: Wie reagiert die Finsternis auf das Licht? Und das eine, was wir immer wieder sofort sehen, ist Verfolgung. Die zweite Reaktion ist Vergötterung. Wenn der Teufel dir keine Angst einjagen kann, dann wird er dich kaufen.
Das sage ich noch einmal, weil es so schön ist: Wenn der Teufel dir keine Angst einjagen kann, wird er dich kaufen.

Persönliche Erfahrung und die Versuchung des Systems

Und jetzt sagst du: Haha, Jürgen, es ist noch nie jemand zu mir gekommen und hat mich für eine Göttin oder einen Gott gehalten.
Ja, verstehe ich. Aber darf ich dir eine kurze Geschichte erzählen?
In meinem Leben habe ich 1999 meinen Job aufgegeben und bin in den sogenannten vollzeitlichen Dienst gegangen, um zu predigen, Gemeinde zu gründen und Jugendarbeit zu machen. Auf diesem Weg dahin gab es einen entscheidenden Schritt. Das war ein neunmonatiges Bibelschulprogramm in Österreich, es nannte sich TMG, Trainingsprogramm für Mitarbeiter im Gemeindebau.
Gott hatte uns dahin geführt, uns dafür zu bewerben. Und ich kann heute sagen: Wenn ich dort nicht gewesen wäre, und zwar weniger wegen der Inhalte als wegen der Vorbilder, wenn ich nicht die Menschen erlebt hätte, die ich da erlebt habe, mit ihrer Leidenschaft, ihrem Einsatz und ihrer Bereitschaft, das Evangelium, koste es, was es wolle, unter das Volk zu bringen und Gemeinde zu bauen, dann wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Das Vorbild dieser Frauen und Männer in Österreich, mit denen ich da zusammen Gemeindebau gemacht habe, hat mich maßgeblich geprägt.
Ich habe mich für dieses Programm beworben, und ich war damals bei den Berliner Verkehrsbetrieben angestellt. Ich war an der Stabsstelle, als du vorhin sagtest, oder du sagtest, dass er Umweltschutz ... Das war auch so. Ich steckte in so einer Stabsstelle für Umweltschutz drin, Sachbearbeiter. Eine unkündbare Stelle, sehr nett, auch nicht überfordernd. Also war es ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, so um durchs Leben zu kommen.
Und dann dieser Wunsch, neun Monate Bibelschule zu machen, neun Monate auszusteigen. Wir haben uns beworben, wir wollten alles auf diese Karte setzen. Und ich habe an einem Donnerstag meine Zusage für Österreich bekommen. Am Mittwoch davor, keine 24 Stunden vorher, ruft mich mein Direktionsabteilungsleiter in sein Büro und stellt mir eine Frage: Haben Sie schon mal über Ihre Zukunft nachgedacht?
Und er bietet mir exklusiv an, mich als seinen Nachfolger aufzubauen. 29 Jahre alt stehst du da und bekommst einen Direktionsabteilungsleiter-Posten serviert. Hier ist er. Das Einzige, was du tun musst, ist: Solltest du eine Zusage bekommen bei diesem Bibelschulprogramm, kannst du nicht hingehen, weil du natürlich nicht neun Monate aus dem Job aussteigen kannst, wenn du der zukünftige Chef sein willst.
Und ich habe ihm das dann gesagt, und er meinte dann: Sie wissen schon, dass wir fünf Stellen abbauen wollen. Das heißt, wenn Sie jetzt hier neun Monate rausgehen, werden Sie Ihren Job verlieren. Du wirst nicht nur nicht Chef, du wirst keinen Job mehr haben.
Und merk dir, wie diese zwei Dinge parallel gehen: Ja, ein bisschen Verfolgung, ein bisschen Druck, wovon willst du denn leben, wenn du wiederkommst, und ganz viel: Ich biete dir, hey, du willst doch Karriere machen, oder? Sorry, ich bin ein Alphatier, okay, ja! Ja, logisch, ich will was machen, will vorne dran stehen, das macht mir Spaß.
Hier ist es, das Angebot. Nimm es. Es kostet dich nur dieses Programm, das du nicht kennst: neun Monate Bibelschule. Hey, du kannst doch auch zu Hause Bibel lesen. Du kannst doch auch zu Hause studieren. Du hast doch auch Vorbilder in Berlin.
Das ist das, was ich meine. Wenn der Teufel dich nicht durch Angst verschrecken kann, wird er dir ein Angebot machen. Er wird dir präsentieren, was er braucht, um dich zu kaufen. Weil eines kann er nicht ausstehen: Er kann nicht ausstehen, dass wir sagen, es ist mir egal, was es mich kostet. Ich gehe den Weg, den Gott für mich hat, um sein Reich zu bauen.
Und ja, ich bin nie in meinem Leben Direktionsabteilungsleiter geworden. Stimmt, habe ich nie geschafft, ist so. Ja, das ist einer der Dinge, in die ich nicht ging. Ich musste mich entscheiden.
Wenn der Teufel dir keine Angst einjagen kann, wird er dich kaufen. Er wird das investieren, was es braucht, um dich mundtot zu machen. Das Angebot lautet immer gleich: Werde Teil des Systems, lass dich ein bisschen feiern, tausche Nachfolge gegen Bequemlichkeit.

Nachfolge als Leben auf der Durchreise

Und das, obwohl Jesus etwas sagt, Matthäus Kapitel. Wo einer kommt, der ihm nachfolgen will: Was sagt Jesus dazu, wie unser Leben aussehen wird?
 Matthäus 8,18: Als aber Jesus eine große Volksmenge um sich sah, befahl er, an das jenseitige Ufer wegzufahren. Und ein Schriftgelehrter kam heran und sprach zu ihm: Lehrer, ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst. Ich will ein Jünger von dir sein.
Und was sagt Jesus? Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester, aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er das Haupt hinlegen kann.
Jünger Jesu führen ein Leben, das unstete Leben eines Wanderers, der in Bewegung ist. Sie werden nicht Teil des Systems. Warum? Weil wir nur auf der Durchreise sind. Wir haben hier auf dieser Erde schnell etwas zu erledigen. Wir haben ein paar Jahrzehnte Zeit, aber wir gehören nicht hierher. Sondern wir gehören in die himmlische Welt.
Um es deutlich zu sagen: Du hast keine zwei Staatsbürgerschaften, sondern genau eine. Du bist Himmelsbürger.
Wir sind die, die wissen, dass diese Welt vergehen wird. Und deswegen macht es keinen Sinn, hier hängen zu bleiben. Diese Welt ist ein Ladenhüter, sie ist ein Auslaufmodell, sie ist B-Ware. Sie darf unser Herz nicht in Beschlag nehmen.

Die Frage nach Status, Loyalität und Kompromiss

Frage: Warum reden evangelikale Christen in Deutschland so wenig über das Evangelium? Haben sie Angst vor Verfolgung? Glaube ich nicht. Sie haben vielleicht dieses ungute Gefühl in der Magengegend. Was sagen wohl die Arbeitskollegen, wenn ich jetzt hier über Jesus rede und mich als Christ oute?
Aber wisst ihr was? Ich glaube, Christen in Deutschland haben ganz viel Angst, ihren Status zu verlieren. Ganz viel Angst, ihren Status zu verlieren. Schaut mal raus, und das ist jetzt total lustig, wenn ich das sage, und das ist alles andere als ein Vorwurf: Schaut euch einfach nur um, schaut euch raus, was für Autos auf eurem Parkplatz stehen. Wir sind doch größtenteils schön in der Mitte der Gesellschaft angekommen, oder?
Und die Frage ist: Ist euch das gelungen, wirklich ganz ohne Kompromisse? Das ist die Frage. Ist das wirklich gelungen, ganz ohne Kompromisse? Und ich kann diese Frage für dich einfach nicht beantworten. Ich weiß nicht, wofür du lebst. Ich weiß nicht, wofür du berufen bist. Ich weiß nicht, wie sehr das System Welt dich gekauft hat, dich beschäftigt, dich mundtot macht. Ich weiß es wirklich nicht.
Ich stehe nicht hier vorne als dein Richter, kein Stück. Ich stehe zusammen mit dir hier vorne als einer der vor dem Wort Gottes steht. Wisst ihr, ich habe auch nur ein Leben. Ein Leben, das ich einmal Minute für Minute, Wort für Wort, Atemzug für Atemzug investieren kann.
Unterm Strich ist Leben immer eine Frage der Loyalität. Lasse ich mich feiern, oder sorge ich dafür, dass Gott alle Ehre bekommt? Habe ich ein reines, ein ungeteiltes Herz, das radikal für Gott schlägt, auch auf Kosten von Bequemlichkeit, vielleicht auch von Wohlstand, Anerkennung, Karriere? Oder will ich ein schönes Leben und dulde in meinem Leben auch etwas Religion, weil ich ganz genau weiß, dass wir nicht doof sind? Weil ich ganz genau weiß, es gibt Momente, wo man Religion im Leben braucht.
Wo stehe ich?

Die Haltung der Apostel gegenüber falscher Verehrung

Für Paulus und Barnabas ist die Sache völlig klar. Schaut euch mal Verse 14 und 15 in Apostelgeschichte 14 an.
Als aber die Apostel Barnabas und Paulus es hörten, zerrissen sie ihre Kleider. Also merken sie: Hier wird das erste Gebot, du sollst keine anderen Götter haben neben mir, gebrochen. Ich weiß nicht, ich habe das noch nie auf der Bühne gemacht, Kleider zu zerreißen, und ich finde es auch jetzt nicht sinnvoll. Aber ihr versteht, worum es hier geht. Das ist ein Ausdruck tiefster Betroffenheit.
Sie zerrissen ihre Kleider, sprangen hinaus unter die Volksmenge und riefen und sprachen: Männer, warum tut ihr dies? Auch wir sind Menschen von gleichen Empfindungen wie ihr und verkündigen euch, dass ihr euch – und jetzt kommt es, und es ist mutig, das so zu formulieren – von diesen nichtigen Götzen bekehren sollt zu dem lebendigen Gott, der den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hat und alles, was in ihnen ist.
Das ist Konfrontation. Stopp, hör auf so zu leben, lass den Blödsinn! Und ob der Götze Zeus und Hermes heißt oder ob der Götze Selbstverwirklichung und Habsucht ist oder mein Traum vom Leben oder was auch immer du da einsetzen magst und der Zeitgeist dir vorgibt, spielt ja keine Rolle.
Vers 16: Er ließ in den vergangenen Geschlechtern alle Nationen in ihren eigenen Wegen gehen, obwohl er sich doch nicht unbezeugt gelassen hat, indem er Gutes tat und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gab und eure Herzen mit Speise und Fröhlichkeit erfüllte. Ich verkündige euch den Schöpfergott, der es nur gut mit euch meint.
Und als sie dies sagten, beruhigten sie mit Mühe die Volksmengen, dass sie ihnen nicht opferten. Merkt ihr was? Das ist die Wahrheit, die materiell arm macht, weil es darum geht, Seelen zu retten. Als sie fertig sind, will keiner mehr opfern.
Und einmal mehr müssen wir stattdessen erleben, dass religiöse Menschen, die formal an den gleichen Gott glauben wie die Apostel, was tun? Und jetzt schwankt es wieder zurück: Sie werden zum Motor für Verfolgung.

Eskalation bis zur Steinigung

Vers: Es kamen aber aus Antiochia und Ikonion Juden an. Nachdem sie die Volksmengen überredet und Paulus gesteinigt hatten, schleiften sie ihn zur Stadt hinaus, da sie meinten, er sei gestorben.
Ist das der Grund, warum wir uns häufig scheuen, das Evangelium zu predigen? Dass Menschen trotz aller Religiosität Heiden sind, dass sie nicht so anbeten, dass sie verloren gehen? Wissen wir vielleicht, dass instinktiv verletzter Stolz eine ganz mächtige Provokation ist?
Die Juden, die hier kommen, und es sind nicht Juden als solche, sondern es sind Juden, die nicht an Jesus glauben, also nicht pauschal alle Juden, sondern die, die dagegen sind, dass andere in Jesus den Messias sehen, die kommen, und sie haben leichtes Spiel. Leichtes Spiel. Es ist total irre: Die kommen, und es ist ihnen lieber, dass Menschen verloren gehen, als dass sie das Evangelium hören. Und sie überzeugen, schnipp, die ganze Menge, dass man Paulus umbringt.
Ein Vers. Ein Vers. Und nachdem sie die Volksmengen überredet und Paulus gesteinigt hatten.
Ist das brutal? Weißt du, was das bedeutet, dich auf einen Marktplatz zu zerren? Und dann heben Leute Steine auf und werfen sie auf dich. Du kriegst den ersten Stein, was weiß ich, gegen den Oberschenkel, und den zweiten in die Nieren und den dritten an den Kopf. Und dann geht das so weiter, bis du irgendwann das Bewusstsein verlierst und einfach umfällst. Paulus liegt wie tot da.
Und dann schleift man ihn wie so einen toten Hund aus der Stadt, wirft ihn wie Abfall einfach weg.
Wir lesen über solche Verse ganz schnell hinweg, ist mir klar. Ich glaube sogar, dass wir uns innerlich distanzieren, dass wir irgendwie denken: Oh, das ist Paulus, boah, der hatte auch so eine hohe Berufung, der kriegt bestimmt im Himmel auch mal ganz viel Lohn. Ja, und deswegen hat er halt sowas durchzumachen. Boah, bloß bin ich froh, dass ich nicht Paulus bin. Außerdem, das war damals, heute passiert das nicht mehr.

Kosten der Nachfolge und das Kreuztragen

Tun wir dieses schnelle Wegtun vielleicht auch deshalb, weil wir uns nicht oder weil wir nicht nahe an unser Herz herankommen lassen wollen, was Jesus zum Thema Jesusnachfolge sagt?
Jesus sagt: Überschlag die Kosten. In Lukas Kapitel 9 definiert er das. Er sagt in Lukas Kapitel 9, Vers 26 und 27 – Entschuldigung, das ist falsch, Lukas 14, Vers 26 und 27 – was sagt der Herr Jesus zu denen, die ihm nachfolgen wollen?
Er sagt: Wenn jemand zu mir kommt und seinen Vater, seine Mutter, seine Frau, seine Kinder, seine Brüder und Schwestern nicht hasst, also wenn du es nicht schaffst, deine Familie, die engsten Beziehungen, auf Nummer zwei zu setzen und zu sagen: Auf eins steht Jesus mit seinem Anspruch an mein Leben, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein. Es ist unmöglich.
Und dann sagt er etwas, was häufig falsch verstanden wird: Und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht mein Jünger sein.
Häufig denkt man, dass Kreuztragen heißt, so die Schwierigkeiten im Leben irgendwie auf sich zu nehmen, in einer gewissen Gelassenheit oder im Gottvertrauen durch schwierige Zeiten zu gehen. Jeder muss sein Kreuz tragen. In der damaligen Zeit war Kreuztragen etwas ganz anderes.
Kreuztragen damals hieß: Ich bin tot. Ich bin ein Gekreuzigter, man hat mich zum Tode verurteilt. Wenn jemand sein Kreuz trug, hat er damit zum Ausdruck gebracht: Mein Leben ist vorbei.
Sein Kreuztragen heißt: Nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir. Und mein Leben gehört einem anderen, ich lebe nicht mehr. Meine Träume, meine Visionen vom Leben, das, was ich gerne hätte, ist aus. Es geht nicht um mich, es geht um ihn, es geht um sein Reich.
Und ich darf die Frage stellen, wo das zusammengeht. Und glaub mir, es ist ein spannendes Leben, mit Jesus zu leben und sein Reich zu bauen, auch wenn du nicht Direktionsabteilungsleiter wirst. Es ist ein anderes Leben, aber es ist ein spannendes Leben und hoffentlich unterm Strich ein wertvolleres.
Aber das ist der Punkt: Hasse ich mein Leben? Bin ich bereit, mich selbst zurückzunehmen und zu sagen: Herr Jesus, du sitzt wirklich auf dem Thron, du bist wirklich die Nummer eins.

Schluss: Entscheidung für Zeugnis oder Anpassung

Für Paulus ist das klar. Paulus sagt: Ich lasse mich lieber steinigen, als dass ich den Mund halte. Wenn es mich mein Leben kostet, das Evangelium zu predigen, werde ich das tun. Ich werde den Preis bezahlen. Ich lasse mich nicht kaufen. Und ich lasse mich nicht durch körperliche Gewalt davon abhalten, immer weiterzuziehen und jedem zu sagen, dass er Jesus braucht, um gerettet zu werden.
Deswegen endet der Text auch in Vers 20: Als aber die Jünger ihn umringten, weiß ich nicht, wie das dann war. Hat Gott ihn mirakulös noch einmal auferweckt, oder war er einfach nur noch nicht ganz tot? Ich weiß es nicht. Auf alle Fälle: Die Jünger stehen drum herum, er steht auf und ging in die Stadt hinein, und am folgenden Tag zog er mit Barnabas aus nach Derbe.
Boah, ey, das ist jemand, der weiß, was er tut.
Abschließende Frage: Wo stehe ich? Die Frage würde ich euch mitgeben wollen. Predige ich das Evangelium? Bin ich ein Zeuge von dem, was Jesus für mich getan hat? Ist er wirklich Herr in meinem Leben? Oder habe ich mich an der einen oder anderen Stelle arrangiert, bin Teil des Systems geworden, beziehungsweise habe ich vielleicht mehr Angst vor Ablehnung und vor Nachteilen, ja, nicht nur für mich, sondern auch für meine Familie, als ich Leidenschaft habe und Loyalität für die Errettung von Menschen?
Das ist die Frage, die sich für mich aus dem Text ergibt und die ich mir und die ihr euch beantworten müsst. Amen.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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