Serie•Teil 3 / 7E21 Regionalkonferenz Ost 2018
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Ein Vorbild mit Licht und Schatten
Luther ist in vielerlei Hinsicht ein Vorbild für uns, auch in mancher Hinsicht ein schlechtes Vorbild. Aber in vielem ist er ein gutes Vorbild.
Was ich besonders immer wieder merke, ist, dass seine Sicht für den geistlichen Kampf sehr wach war. Er sah das ganz klar und fühlte sich eigentlich sehr oft angegriffen und vom Teufel angefochten.
Auf der anderen Seite steht diese tiefe Gewissheit: Ein Wirtlein kann ihn fällen, das Reich muss uns doch bleiben. Diese absolute Sicherheit und dieses Vertrauen, dass Gott das letzte Wort spricht. Unterwegs ist das manchmal jedoch nicht so leicht.
Es ist gut, dass unsere Augen offen sind für den geistlichen Kampf. Das wird uns im Gebet helfen.
Ein Blick hinter das Markus-Projekt
Ich dachte, es wäre gut, bevor wir den zweiten Vortrag von Andrew hören, dass wir ein bisschen mehr über ihn erfahren. Also möchte ich ihm jetzt einige Fragen stellen. Wenn er jetzt nach vorne kommt und anschaltet, hoffentlich piept es nicht.
Andrew, du hast es kurz erwähnt, glaube ich, über Markus Experiment, Markus Theater. Markus Theater auf Englisch ist es Markus Experiment, nein, es ist nirgendwo. Auf Englisch? Ja, in Deutschland hat man manchmal das Theater das Experiment genannt, aber das ist das Markustheater. Markustheater, Markustheater.
Könntest du Ihnen ein bisschen erklären, wie das entstanden ist? Das war während deiner Zeit in Österreich, glaube ich.
Ja, ich bin eingeladen worden, auf einer Konferenz durch das Markus-Evangelium zu predigen. Ich war nicht begeistert, weil ich damals ein Fan von Matthäus war und nicht von Markus. Ich dachte, der beste Teil von Markus ist sowieso in Matthäus und noch mehr dazu. Und ich habe gesagt: Welchen Teil des Markus-Evangeliums soll ich predigen? Und sie haben gesagt: das Ganze.
Ich hatte eine ganze Woche, acht Einheiten. Dann habe ich angefangen, das Markus-Evangelium zu studieren, einfach mit dem Gedanken: Welche Abschnitte werde ich in jeder Einheit machen? Dann habe ich angefangen, eine Struktur im Markus-Evangelium entweder zu finden oder zu erfinden, die es erlaubt, die Reihenfolge der Begebenheiten sehr leicht auswendig zu lernen.
Das hat mich sehr begeistert, weil ich gedacht habe: Wenn man die Reihenfolge der Begebenheiten im Markus-Evangelium auswendig gelernt hat, dann kann man Bibelstudien unter der Dusche machen, ohne dass die Bibel nass wird. Das ist mir super vorgekommen. Ich habe gar nicht an Theater gedacht. Ich habe nur gedacht, es wäre super, diese Reihenfolge zu haben.
Warum denkst du, dass Markus das erfunden hat und nicht du? Was ist deine Überzeugung?
Meine Überzeugung ist, dass das Markus-Evangelium zum Wort Gottes gehört. Ich weiß gar nicht. Mir kommt es vor, dass es logisch ist, wenn man im ersten Jahrhundert ein sehr wichtiges Buch geschrieben hat, also zu einem Thema, das einem sehr wichtig ist, dann kommt es mir sehr logisch vor, dass man das mit einer Struktur schreibt, die man leicht lernen kann und an die man sich erinnern kann. Denn man konnte nicht einfach Exemplare des Markus-Evangeliums austeilen. Aber wenn man den Gläubigen in der Gemeinde die Reihenfolge der Begebenheiten beibringen konnte und wenn sie dann die Geschichten erzählen würden, dann könnten sie das Evangelium kennen und weitergeben. Das kommt mir sehr logisch vor.
Das heißt, ich kann nicht sagen, dass ich sicher bin, dass meine Struktur vom Markus-Evangelium die Struktur von Markus ist. Es kann sein, dass Markus auf der neuen Erde auf mich zukommt und sagt: Was hast du angestellt? Aber ich habe kein schlechtes Gewissen, weil es nicht so ist, dass ich eine neue Lehre verkünden oder eine Sekte aufbauen will. Es ist einfach eine Methode, die Reihenfolge der Begebenheiten auswendig zu lernen.
Es könnte auch hilfreich sein für verfolgte Christen, die keine Bibel haben.
Es kann auch hilfreich sein für verfolgte Christen. Ja, super. Ich kenne Achtjährige, die die Reihenfolge aller Begebenheiten im Markus-Evangelium auswendig können, und ich kenne Achtzigjährige, die die Reihenfolge der Begebenheiten im ganzen Markus-Evangelium auswendig können. Das finde ich cool. Und die meisten von uns hier sind zwischen acht und achtzig Jahre alt. Es ist möglich.
Man kann ein Sechstel des Markus-Evangeliums, also die Reihenfolge der Begebenheiten in einem Sechstel des Evangeliums, in zehn Minuten lernen. Und wenn du mir das nicht glaubst, komm auf mich zu und frag mich, und ich bringe dir ein Sechstel in zehn Minuten bei.
Und ja, ich habe dich immer wieder unterbrochen. Was war dann der Übergang zum Markus-Theater?
Theater, ja, gute Frage. Also nachdem ich diese Struktur hatte, habe ich mir die Frage gestellt, was könnte ich sonst mit der Struktur machen? Und ich weiß nicht warum, ich habe gewusst: Man könnte ein Theaterstück daraus machen. Ich habe gewusst, es muss Rundtheater sein. Ich habe gewusst, wir brauchen drei Gänge, damit die Schauspieler hinein- und hinausgehen können. Ich habe gewusst, dass die Handlung nicht nur in der Mitte stattfinden würde, sondern auch in den Gängen und hinter dem Publikum.
Einen Tag lang habe ich gedacht, ich brauche dreißig Schauspieler. Aber ich habe gewusst, das ist nicht realistisch, das werde ich nie finden. Dann habe ich entdeckt: Wenn man acht, wenn man fünfzehn Schauspieler hat und wenn acht mehrere Rollen spielen, dann ist das möglich. Denn viele Leute im Markus-Evangelium tauchen nur einmal auf und sind dann weg.
Wenn man also in diesem Plus-Team ist, dann spielt man zum Beispiel Jairus oder die Tochter von Jairus oder die Frau von Jairus oder einen besessenen Mann oder einen Feigenbaum oder Pilatus. Jemand spielt den Feigenbaum oder Herodes oder den Hohepriester. Also acht Leute spielen viele kleine Rollen, und die anderen sieben Leute spielen jeweils nur eine Rolle: Jesus, zwei Pharisäer und Petrus, Andreas, Johannes und Jakobus.
Dann hatte ich eine, sagt man auf Deutsch, eine blaue Nacht? Ist das Deutsch? Nicht. Ist es auch nicht Englisch. Was ist der Ausdruck? Ich lag im Bett, und es war ganz dunkel. Ich versuchte einzuschlafen, aber ich war so aufgeregt. Ich ging die ersten Kapitel des Markus-Evangeliums durch und stellte mir vor, wie man jede Begebenheit spielen würde.
Ich war so begeistert. Nach drei Kapiteln dachte ich: Super, aber jetzt schlaf. Es war schon nach Mitternacht. Aber ich konnte nicht. Dann habe ich die nächsten Kapitel durchgegangen. Es war eine Nacht, in der ich gar nicht schlafen konnte. Das ist keine blaue Nacht. Wie nennt man das? Eine schlaflose Nacht? Österreichisch vielleicht. Ja, auf jeden Fall.
Ich habe die ganze Nacht, also vier, fünf Stunden, alle Begebenheiten im ganzen Evangelium durchgegangen, weil ich die Reihenfolge auswendig konnte. Und dann habe ich am Morgen, bevor ich geduscht habe usw., ein Heft genommen und auf jeder Seite den Namen der Begebenheit geschrieben. Dann einen Kreis mit drei Eingängen und eine kurze Erklärung, wie man diese Szene spielt. Und so ist es entstanden.
Von der ersten Aufführung zur internationalen Bewegung
Ursprünglich in Österreich? Ja, ja, in Österreich. Das war wirklich ein Experiment, als ich das zum ersten Mal mit einem Team in Innsbruck gemacht habe. Das heißt, es war auf Deutsch, und wir waren 15 Leute im Team. Ich glaube, 25 Leute waren im Publikum. Aber ich habe gesehen, dass daraus schon etwas werden könnte.
Wenn du mich nach dieser Erstaufführung gefragt hättest, wo das sonst noch aufgeführt wird, hätte ich gesagt: Ja, ein paar andere Gemeinden in Österreich werden das machen. Meine Heimatgemeinde in England wird das machen, aus Mitleid. Sie werden denken, das ist wahrscheinlich Quatsch, aber es ist Andrew, und wir lieben ihn, also machen wir das ihm zuliebe. Aber ich hätte nie gedacht, dass es in zwanzig Ländern stattfindet.
Und wer hat so ein Markustheater schon gesehen? Es war hier in der FG vor etwa fünf Jahren, es waren schon einige. Es hat richtig Power. Ich weiß nicht, wie man das ausdrückt, aber es trifft einen, also mehr, als man erwarten würde.
Kurz gesagt: Wie geht das? Was ist die Vorgehensweise? Wenn eine Gemeinde das eventuell machen will, dann kontaktiert sie den Koordinator beziehungsweise die Koordinatorin des Markustheaters im jeweiligen Land. Dann sagt sie: Wir hätten Interesse, aber wir wissen nicht, ob wir ein Team finden, ob wir die 15 Leute finden und so weiter. Dann kommt jemand und macht einen Infoabend, oder sie leitet einen Infoabend in der Gemeinde für alle, die mehr wissen möchten.
Das bedeutet nicht, dass man, wenn man zum Infoabend kommt, automatisch sagt: Ich spiele mit. Aber einige Leute denken sicher: Nicht über meine Leiche, also spiele ich sicher nicht mit. Ich komme nur und schaue mir das an. Und nachdem die Leute verstanden haben, worum es geht und wie es funktioniert, können sie sich entscheiden, ob sie Ja sagen und mitmachen.
Wir brauchen acht Männer und sieben Frauen. Wichtig ist, dass einer der Männer dazu bereit ist, die Rolle von Jesus zu übernehmen, weil viel davon abhängt. Es gibt kein Drehbuch, aber die 14 oder 15 Leute müssen nur die Reihenfolge der Begebenheiten auswendig können. Das kann man leicht lernen. Der Jesus-Schauspieler muss fast alle Jesusworte im Markusevangelium lernen, aber das ist absolut machbar.
Und wie lange übt man? Das sollte wirklich gegen das Gesetz sein. Sie haben sechs Wochen, um die Reihenfolge der Begebenheiten zu lernen, und der Jesus-Schauspieler lernt die Jesusworte. Die erste Probe ist Donnerstagabend, die zweite Probe ist Freitagabend, die dritte Probe ist Samstag, von neun Uhr bis sechzehn Uhr. Dann sind die Aufführungen Samstagabend und Sonntagabend. Das heißt, es ist nur ein sehr volles Wochenende. Es sind zehn bis zwölf Stunden Probezeit. Es ist absolut machbar.
Ich habe schon hundertdreißig Mal Regie geführt, in verschiedenen Ländern, und ich staune. Das funktioniert. Aber es funktioniert.
Und wie technisch entwickelt ist das mit Licht, Kostümen und so weiter? Keine Kostüme, obwohl wir schon Kleidung tragen, aber Jeans und T-Shirt oder irgendetwas Ähnliches. Im Grunde sind es nur die Worte und die Akte.
Ja, und keine Requisiten. Die einzigen Requisiten sind eine Münze, ein Stuhl, ein Block Holz und ein Hammer. Das sind die einzigen Requisiten. Keine Kostüme, keine Mikrofone. Wenn es hier wäre, in diesem Raum, wäre dieser Raum super. Es gibt einen kleinen Kreis in der Mitte mit nur zwölf Stühlen, aber mit Platz in drei Gängen, sodass die Leute und das Publikum das Gefühl haben, dass sie mittendrin sind. Sie müssen nichts machen, sie schauen nur zu und hören zu.
Aber zum Beispiel darf ich von zwei Szenen erzählen. Zum Beispiel am Sonntag, wenn Jesus anfängt, einen Gang hinunterzukommen, und sobald er anfängt, stehen die anderen aus dem Team rundherum hinter der letzten Reihe des Publikums. Und sie fangen alle an zu rufen: Hosanna, willkommen in Jerusalem, Jesus, willkommen, Hosanna! Das ist laut. Wenn ich das in diesem Raum mache, ist es laut. Wenn 14 Leute das machen, ist es wirklich laut.
Das Publikum macht natürlich nicht mit, aber man hat das Gefühl, man wäre Teil der Menschenmenge, weil man mittendrin ist. Wenn alles vorne auf der Bühne passieren würde, hätte man dieses Gefühl nicht. Man würde einfach da sitzen und denken: Ja, das machen sie sehr gut, das ist gut.
Oder zehn Minuten später: In der Mitte ist Jesus mit einem Soldaten. Der Hohepriester ist da, zwei Pharisäer sind da und Pilatus ist da. Die anderen sind rundherum hinter der letzten Reihe des Publikums. Und der Augenblick kommt, in dem Pilatus sagt: Was soll ich mit Jesus tun? Und der Hohepriester und die zwei Pharisäer, die in der Mitte sind, und die anderen, die nicht in der Mitte sind, die rundherum stehen, fangen an zu schreien: Kreuzige ihn ans Kreuz! Er ist ein Verbrecher, er ist ein Gotteslästerer, er soll sterben, kreuzige ihn!
Und das dauert eine halbe Minute. Das ist lang. Man sieht manchmal, dass im Publikum einige Leute nicht wollen, dass es so lang ist. Sie wissen, dass das nicht wirklich Jesus ist, aber wenn sie Christen sind, dann lieben sie den wirklichen Jesus, und es ist ein schreckliches Erlebnis, mitten in dieser Menschenmenge zu sein. Stur.
Also ich staune, wie bewegend das ist. Aber es ist sehr einfach, ohne Requisiten, ohne Kostüme, ohne Mikrofone. Ich könnte fast begeistert werden vom Markustheater. Gewaltig!
Ja, finde ich auch. Danke!
Bücher, die aus derselben Idee entstanden sind
Und Bücher sind auch dann der nächste Schritt, vielleicht kurz, die sind hinter dir. Willst du kurz vorstellen, was da sind?
Ja, also das ist: Wie lehre ich die Bibel, damit Menschen Gott begegnen? Das ist diese einfache Methode, wie man anfängt, die Bibel zu lehren.
Dann das Markus-Experiment. Es geht nicht um das Theater, weil das Theater das Markus-Theater heißt. Ist das zu kompliziert für euch? Ja, ja, das Buch hat einen anderen Namen. Das Markus-Experiment ist einfach. Es erklärt diese Struktur und erklärt, wie man das auswendig lernen kann und wie man dadurch Jesus besser kennenlernen kann. Der ganze Titel lautet: Das Markus-Experiment – Jesus kennenlernen mit dem Markus-Evangelium. Also darum geht es. Es ist wie ein einfacher Kommentar über das Markus-Evangelium.
Dann gibt es auch auf Englisch das Matthew Experiment, das Gleiche mit dem Matthäus-Evangelium. Aber es ist kein Theater dazu. Man kann die Reihenfolge der Begebenheiten im Matthäusevangelium auswendig lernen, so dass man auch unter der Dusche die Studien machen kann.
Dann gibt es das John Experiment auf Englisch. Das ist das Johannesevangelium. Man kann die Reihenfolge der Begebenheiten auswendig lernen.
Und das letzte Buch ist Die fünf Gewohnheiten von zutiefst zufriedenen Menschen. Ich muss immer lachen, weil das ein Titel ist, der meiner Meinung nach ein bisschen gewagt ist. Aber letztlich geht es darum, was es bedeutet, im Ebenbild Gottes geschaffen zu sein.
Ich schaue 1. Mose 2 an. Adam macht fünf Dinge in 1. Mose 2, weil er im Ebenbild Gottes geschaffen worden ist. Dinge, die die Tiere nicht machen können. Und das Interessante ist: Ich fange jetzt an zu predigen, sorry. Das Interessante ist, jeder Mensch, auch Atheisten, tut diese fünf Dinge, weil sie im Ebenbild Gottes geschaffen worden sind, auch wenn sie nicht glauben, dass es Gott gibt. Es funktioniert, sie tun das eh. Aber wir können das verstärkt machen, wir können das ausbauen, wir können überlegen, wie kann ich diese Gewohnheiten mehr in mein Leben einbringen.
Also das sind Die fünf Gewohnheiten von zutiefst zufriedenen Menschen.
Ich kenne meine Schwägerin, sie ist nicht gläubig. Sie wusste, dass ich dieses Buch schreibe, weil ich das bei ihnen zu Hause geschrieben habe. Und sie hat gesagt: Um was geht es im Buch? Ich habe das erklärt, und dann hat sie gleich gesagt: Was sind die fünf Gewohnheiten? Ich habe sie kurz erklärt, und sie hat gleich gesagt: Ja, sie funktionieren. Aber ich habe nicht gewusst, dass so etwas in der Bibel ist. Ich werde das lesen. Ach so, eigentlich findest du es gut. Ende der Geschichte. Ich glaube nicht, dass sie das gelesen hat, aber vielleicht eines Tages. Noch nicht.
Und Lukas fehlt. Und wer die Reihenfolge für Lukas empfängt, der soll mit Andrew sprechen, und er schreibt es auf.
Und Wie lehre ich die Bibel und Die fünf Gewohnheiten und das Markus-Experiment sind auch auf Englisch erhältlich?
Darf ich nach Hause gehen?
Ja, kurz. Kurze Pause.
Gebet und Übergang zur Predigt
Ich bete für Andrew und für uns, dass wir jetzt bald mehr von Andrew hören. Wir wissen nicht, ob das von Markus absichtlich war, aber wir danken dir für diese Art und Weise, wie man das Evangelium so gut merken kann.
Bitte dich, Vater, dass es ein Segen für viele Menschen wird, denen es nicht erlaubt ist, ein Evangelium zu haben. Und bitte dich, Vater, dass du weiterhin dieses Markus-Theater benutzt, um ein Segen für viele zu sein. Wir bitten dich, Vater, dass es für Christen vertiefend ist, aber dass es auch evangelistisch ist und vielen Nichtchristen die Augen öffnet.
So benutze du diese Initiative weiter und diese Bücher weiter. Und segne du alle, die lesen und das Theater sehen. Und jetzt bitten wir dich auch, dass wir gesegnet werden, indem wir deine Stimme hören, indem Andrew jetzt über 2. Timotheus spricht.
Danke, dass dein Wort ewig gültig ist! Amen!
Der Auftrag an Timotheus und die Gemeinde
2. Timotheus 2,14-26
Erinnere die Verantwortlichen der Gemeinde immer wieder an diese Dinge. Schärfe ihnen vor Gott ein, sich nicht in Diskussionen einzulassen, bei denen nur um Worte gestritten wird. Denn das hat keinerlei positive Auswirkungen und lässt nur verwirrte Zuhörer zurück.
Setze alles daran, dich vor Gott als ein bewährter Mitarbeiter zu erweisen, der sich für sein Tun nicht zu schämen braucht und der die Botschaft der Wahrheit unverfälscht weitergibt.
Geh dem ehrfurchtslosen Geschwätz jener Leute aus dem Weg, die alles Heilige in den Schmutz ziehen. Solche Menschen werden immer tiefer in der Gottlosigkeit versinken, und was sie lehren, wird wie ein Krebsgeschwür um sich fressen. Zu ihnen gehören Hymenäus und Philetus, die sich so weit von der Wahrheit entfernt haben, dass sie behaupten, die Auferstehung sei schon geschehen. Damit zerstören sie den Glauben mancher Menschen.
Doch Gott hat ein sicheres Fundament gelegt, das durch nichts erschüttert werden kann. Es trägt folgende Inschrift: Der Herr kennt die, die zu ihm gehören, und wer sich zum Herrn bekennt, trenne sich von allem, was Unrecht ist.
In einem grossen Haushalt gibt es nicht nur goldene und silberne Gefässe, sondern auch solche aus Holz oder Ton. Die einen sind für ehrenvolle Anlässe bestimmt, die anderen dienen weniger ehrenvollen Zwecken. Wenn sich jemand von Menschen fernhält, die einem Gefäss mit unreinem Inhalt gleichen, wird er ein Gefäss sein, das ehrenvollen Zwecken dient. Er steht Gott zur Verfügung und ist ihm, dem Hausherrn, nützlich, bereit, all das Gute zu tun, das dieser ihm aufträgt.
Lass dich nicht von den Leidenschaften fortreissen, die besonders junge Menschen in Gefahr bringen. Dein Ziel soll ein Leben sein, das von Gerechtigkeit, Glauben, Liebe und Frieden erfüllt ist. Verfolge dieses Ziel zusammen mit allen, die den Herrn aufrichtig und mit reinem Gewissen anbeten.
Mit törichten Spekulationen hingegen, die nur von Unverstand zeugen, gib dich nicht ab. Du weisst ja, dass sie zu nichts anderem führen als zu Streitigkeiten. Und wer ein Diener des Herrn sein will, darf nicht streiten, sondern soll zu allen freundlich sein. Er muss fähig sein, die Lehre des Evangeliums weiterzugeben, muss es gelassen ertragen können, wenn ihm Unrecht zugefügt wird, und soll denen, die sich gegen das Evangelium stellen, geduldig den rechten Weg zeigen.
Vielleicht gibt Gott ihnen ja die Möglichkeit zur Umkehr, so dass sie die Wahrheit erkennen und zur Besinnung kommen. Dann können sie sich aus der Schlinge befreien, in der sie der Teufel gefangen hält, um ihnen seinen Willen aufzuzwingen.
Die große Linie des Abschnitts
Ich bin froh, dass wir diese Stelle vor uns haben: 2. Timotheus 2,14-26. Dass ihr mich ein zweites Mal an einem Tag habt. Aber ich freue mich sehr, dass ich da sein kann, und ich freue mich, noch eure Gesichter vor mir zu haben. Das freut mich sehr.
Wir haben heute Nachmittag Johannes 16 angeschaut. Jesus baut Gemeinde durch seinen Geist. Und jetzt geht es in dieser Stelle darum, dass Jesus Gemeinde durch seine Jünger baut. Denn Jesus verwendet uns. Er will, dass wir mitmachen in seinem Dienst.
Ich denke, wir sind alle deshalb hier, weil wir begeistert sind. Die Gemeinde Jesu ist das grösste Projekt auf Erden: dass die Gemeinde gebaut wird, dass immer mehr Leute zu Jesus finden und dass die Gemeinde immer Jesus ähnlicher wird. Und wir dürfen mitmachen. Das ist ein riesiges Geschenk, oder?
Und der, der hier in diesem Brief mitmacht, das ist Timotheus. Timotheus ist in Ephesus, und ich mag Timotheus, weil er irgendwie ein ängstlicher Typ ist, oder? Er ist ziemlich unsicher. Auf Englisch gibt es ein Wort, timid, das bedeutet ängstlich. Und Timotheus ist timid, also er ist ängstlich. Er glaubt nicht, dass Gott ihn verwenden kann.
Das freut mich sehr, dass dieser Brief von Paulus an Timotheus kommt. Denn Timotheus ist nicht einfach jemand, der nie aufgibt. Ich glaube, Aufgeben ist bei ihm eher eine Gewohnheit. Ich glaube, Timotheus gibt oft auf. Und das spricht mich an, weil ich ein Aufgebertyp bin. Wenn ich einsam bin, sehr müde oder down, dann will ich aufgeben. Dann denke ich, es bringt eh nichts, dass ich weitermache in der Gemeinde oder was auch immer, oder im Markus-Theater oder was auch immer das ist. Und ich will manchmal aufgeben.
Und ich bin sehr froh, dass Jesus Platz für Aufgebertypen in seiner Gemeinde hat. Timotheus hat nicht aufgegeben, und wir brauchen auch nicht aufzugeben. Das freut mich. Das baut mich auf. Ich fühle mich ermutigter, als ihr ausschaut, aber wurscht, egal.
Also, wir werden uns die Bibelstelle anschauen. Die Struktur von dieser Bibelstelle, die Verse 14 bis 26, finde ich interessant. Paulus spricht hier von einem Problem, das in der Gemeinde da war. Timotheus ist in der Gemeindeleitung, und es gibt ein bestimmtes Problem in der Gemeinde.
Er sagt dreimal, was das Problem ist. Er verwendet manchmal andere Worte, um es zu beschreiben. Aber dreimal beschreibt er das Problem. Dann erklärt er immer, was die Auswirkungen von diesem Problem sind. Und dann sagt er immer, was die Lösung für dieses Problem ist. Und die Lösung ist, dass Timotheus die richtigen Prioritäten haben soll.
Und die Lösung hat immer mit einem Bild zu tun. Ich sage euch nur, wo die Bilder sind, und dann schauen wir uns die Stelle an. Die Bilder sind der Arbeiter in Vers 15, das Haus in Vers 20 und der Knecht in Vers 24. Der Arbeiter in Vers 15, das Haus in Vers 20 und der Knecht in Vers 24.
Und dreimal kommen das Problem, die Auswirkung und die Lösung. Und die Lösung ist, dass Timotheus die richtigen Prioritäten hat. Und wir sollten auch die richtigen Prioritäten haben, wenn wir wollen, dass Jesus uns in der Gemeinde verwendet. Super! Schauen wir uns die erste Lösung an, aber wir schauen uns den ganzen Abschnitt an.
Erste Priorität: gesunde Lehre
Zunächst einmal: In den Versen 14 und 15 ist die erste Lösung gesunde Lehre. Gesunde Lehre, Problem, Auswirkung, Lösung.
Schau dir das Problem an, Vers 14. Die Leute streiten um Worte, Vers 14, siehst du das? Die Leute streiten um Worte. Das heißt, sie streiten über Nebensächlichkeiten. Es geht hier nicht um das Evangelium, es geht um Nebensachen, es geht um Dinge, die nicht so wichtig sind. Aber sie streiten, und das lenkt ab. Das ist ein Problem.
Die Auswirkung davon: Schau das Ende von Vers 14 an. Man soll nicht um Worte streiten, was zu nichts nütze ist, als zur Verwirrung der Zuhörer. Die Gemeinde wird nur verwirrt, wenn es Streitereien gibt, über Nebensachen, über Kleinigkeiten.
Jetzt schauen wir uns die Lösung an. Es gibt immer eine negative Lösung und eine positive Lösung. Die negative Lösung, was Timotheus machen soll, sehen wir in Vers 14: Bringe dies in Erinnerung und bezeuge ernstlich vor dem Herrn, dass man nicht um Worte streiten soll. Er soll hingehen und sagen: Streitet nicht darüber, über diese Dinge. Das bringt nichts. Das führt nur zu Verwirrung. Das lenkt ab vom Wesentlichen, vom Evangelium.
Aber positiv ist in Vers 15 die Lösung, und das ist gesunde Lehre. Schau Vers 15 an: Strebe eifrig danach, dich Gott als bewährt zu erweisen, als ein Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht teilt. Mit anderen Worten: Es geht um gesunde Lehre. Timotheus, lass dich nicht ablenken von diesen Streitereien, die in der Gemeinde stattfinden. Lehre das Wort, gib nicht auf, lehre das Wort. Das ist die Lösung.
Das wird sogar wiederholt in diesem Brief. Schau bitte Kapitel 4 im 2. Timotheusbrief an. Kapitel 4, Vers 1 bedeutet, dass das, was in Vers 2 kommt, sehr, sehr wichtig ist: Daher bezeuge ich dir ernstlich vor dem Angesicht Gottes und des Herrn Jesus Christus, der Lebende und Tote richten wird, um seine Erscheinung und seines Reiches willen. Vers 2: Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen, überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung.
Und Paulus erklärt sogar, warum das so wichtig ist. Vers 3, ich werde das nicht alles vorlesen, aber schau Vers 3 an, schau Vers 4 an: Viele Leute werden das nicht wollen, denn sie wollen das nicht hören, diese Lehre, diese gesunde Lehre. Aber lehre weiter, immerhin lehre weiter: gesunde Lehre.
Das ist das, was in Kapitel 2, Vers 15 steht. Das bezieht sich schon auf die Predigt im Gottesdienst, aber es bezieht sich auch auf Kindergottesdienst, auf Männerkreis, Frauenkreis, Hauskreis, Jugendarbeit, Seniorenarbeit. Es bezieht sich auf das Bibellesen zu zweit: gesunde Lehre. Gesunde Lehre ist gesunde Lehre, was sie gesund macht. Und sie erinnert uns daran, was wirklich wichtig ist, sodass wir uns nicht ablenken lassen durch Streitereien, durch Wortstreit.
Die Frage ist jetzt an mich und an uns: Ist das dir ein Anliegen, gesunde Lehre? Denn wir alle sind dazu berufen. Du bist vielleicht nicht dazu berufen, Prediger zu sein, aber du bist dazu berufen, mit der Bibel umzugehen, um anderen zu helfen, die Bibel zu verstehen. Das gehört zu unserer Aufgabe als Christen.
Ich frage nicht, ob du die Bibel so gut kennst wie ein großer Theologe. Das interessiert mich weniger. Ich frage mich: Kennst du dich besser aus in der Bibel als vor einem Jahr? Willst du im kommenden Jahr die Bibel besser kennenlernen, oder bist du irgendwie zufrieden damit, wie es jetzt ist mit der Bibel?
Ich glaube, es ist gesund, wenn wir hungrig sind, danach die Bibel besser kennenzulernen, die Bibel besser verstehen zu können, sodass wir das anderen erklären können, anderen weitersagen können. Bist du hungrig? Ich hoffe. Sehnst du dich danach, die Bibel besser zu kennen, als du sie jetzt kennst?
Es geht hier nicht darum, ich sage das nicht, um uns fertig zu machen. Wir sind alle auf einer Reise, oder, mit der Bibel? Es geht einfach darum: Will ich mehr lernen?
Ich habe einen Freund in der Gemeinde in England, und er hat gesagt, als er Student war, hat er den Vorschlag von einem älteren Christen bekommen, jede Woche ein ganzes Bibelbuch durchzulesen. Manchmal ist das leicht, man kann zum Beispiel den 2. Johannesbrief nehmen, und das dauert nicht lang. Aber dann gibt es Hesekiel und das 5. Buch Mose. Hin und wieder musste er also zwei, drei, vier Stunden am Sonntag nur dafür nehmen oder während der Woche einige Zeit lang lesen. Also manchmal hat es länger gedauert, weil einige Bibelbücher länger sind, manchmal hat es sehr kurz gedauert.
Aber mein Freund, wenn du ihn kennenlernen würdest, er kennt sich aus in der Bibel. Ich wünschte mir, dass jemand mir das gesagt hätte, als ich Student war. Ich würde die Bibel jetzt besser kennen, als ich sie kenne. Das wäre eine Möglichkeit, oder? Jeden, jede Woche ein ganzes Bibelbuch lesen. Es wäre spannend. Du könntest es mit einem Freund ausmachen, der da ist, er sitzt, sie sitzt fast neben dir. Ihr könntet sagen: Machen wir das miteinander, probieren wir das, ob das funktioniert, ob das uns etwas bringt.
Aber wollen wir weitermachen, sodass wir die Bibel besser kennenlernen, sodass wir auch gesunde Lehre weitergeben können? Das ist die erste Priorität, die erste Priorität eines Jüngers, eines Menschen, der wirklich in der Gemeindearbeit mitmachen will. Das ist die erste Priorität.
Zweite Priorität: ein reines Leben
Zweitens: Die zweite Lösung hier, die zweite Priorität, sind die Verse 16 bis 22: ein reines Leben, ein reines Leben. Erinnert ihr euch daran? Problem, Auswirkung, Lösung.
Das Problem sind in Vers 16 die unheiligen, nichtigen Schwätzereien. Ich kenne das Wort Schwätzereien nicht, aber es ist, glaube ich, ein bisschen wie Wortstreit, oder? Es ist fast das Gleiche. Er wiederholt sich, Paulus verwendet andere Worte dafür, aber es geht wieder einfach darum, dass Leute über Blödsinn streiten, über Nebensächlichkeiten streiten. Und das ist das Problem. Das lenkt vom Wesentlichen ab.
Die Auswirkung: „Schau, die unheiligen, nichtigen Schwätzereien, Vers 16, meide, denn sie fördern nur noch mehr die Gottlosigkeit.“ Es führt nicht dazu, dass Leute Jesus ähnlicher werden. Es führt zu Gottlosigkeit. Und schau die Auswirkung an am Anfang von Vers 17, das ist sehr starke Sprache hier: Ihr Wort frisst um sich wie ein Krebsgeschwür. Schau, wie ernst Paulus das nimmt.
Dann gibt er ein Beispiel, ein konkretes Beispiel für Timotheus in Ephesus: Zu ihnen gehören Hymenäus und Philetus, die von der Wahrheit abgeirrt sind, indem sie behaupten, die Auferstehung sei schon geschehen. Wenn sie gesagt haben, die Auferstehung sei schon geschehen, geht es nicht um die Auferstehung Jesu, weil das doch schon geschehen ist. In einem Sinn ist unsere Auferstehung auch schon geschehen, weil wir neu geworden sind in Jesus. Aber sie haben wahrscheinlich gesagt: Wir sind total neue Menschen, wir sündigen nicht mehr. Ja, wir sind total neu, wir sündigen nicht mehr. Das heißt, das, was du für eine Sünde hältst, das ist keine Sünde, wir sind neu, wir sind aufgestanden. Gottlosigkeit. Ende von Vers 16. Wahrscheinlich haben sie das gelehrt, und die Auswirkung war: Sie haben den Glauben etlicher Leute umgestürzt, Vers 18.
Also, das sieht schlecht aus, dieses Problem mit der Auswirkung. Aber wir brauchen keine Angst zu haben, Vers 19: „Aber der feste Grund Gottes bleibt bestehen und trägt dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen.“ Gott kennt seine Kinder, er lässt sie nicht los. Aber es ist wichtig, dass Christen nicht gottlos leben. Der zweite Teil von Vers 19: „Jeder, der den Namen des Christus nennt, wende sich ab von der Ungerechtigkeit.“
Okay, schauen wir uns die Lösung an. Was soll Timotheus machen, was sollen wir machen, wenn diese Streitfragen, diese Schwätzereien in der Gemeinde da sind?
Negative Lösung: Wir sollten diese Schwätzereien meiden, Vers 16. Wir sollten uns nicht einmischen, wir sollten nicht mitmachen, wir sollten das meiden.
Und die positive Lösung, das ist das Bild in Vers 20: Es geht um ein reines Leben. Vers 20: „In einem großen Haus gibt es aber nicht nur goldene und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene, und zwar die einen zur Ehre, die anderen aber zur Unehre.“ Ich bin wie ein großes Haus. Es gibt Dinge in mir, die schön und positiv und gut sind, Eigenschaften, die positiv sind. Aber es gibt auch Schlechtes in mir.
Vers 21: „Wenn nun jemand sich von diesen reinigt, wird er ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt und dem Hausherrn nützlich, zu jedem guten Werk zubereitet.“ Mit anderen Worten: Es ist wichtig, dass wir ein reines Leben führen, nicht um gerettet zu werden, sondern weil Jesus uns gerettet hat. Sehr wichtig. Aber ein reines Leben ist da, oder? In diesem Bild, in den Versen 20 und 21. Das heißt, wir sollten nicht mit der Sünde spielen. Es steht nicht da: ein vollkommenes Leben. Das schaffen wir erst, nachdem wir Jesus physisch gesehen haben. Dann werden wir vollkommen leben. Aber wir sollten nicht mit der Sünde spielen.
Und das tun wir alle manchmal, oder bin ich der Einzige? Ein Araber war unterwegs in der Wüste mit seinem Kamel. Als es Nacht geworden ist, hat er sich gedacht, es ist Zeit zum Schlafen, hat sein Zelt aufgerichtet und ist ins Zelt hineingegangen und eingeschlafen. Und ein paar Stunden später ist er wach geworden, und der Kopf des Kamels war im Zelt drinnen. Und der Araber hat gesagt: Das geht nicht. Araber schlafen im Zelt, Kamele schlafen draußen, raus.
Und das Kamel hat geantwortet: Ich weiß nicht, ob das eine wahre Geschichte ist, bitte, es ist irrsinnig kalt draußen. Ich weiß, dass es eine Wüste ist, aber nachts ist es sehr kalt. Nur der Kopf, nicht weiter, ich komme nicht weiter, ich verspreche es dir. Und der Araber hat gesagt: Okay, aber nur der Kopf.
Dann ist er wieder eingeschlafen. Zwei Stunden später ist er wach geworden, und die vordere Hälfte des Kamels war im Zelt. Und der Araber hat gesagt: Okay, jetzt ist das zu weit. Und das Kamel hat gesagt: Na, na, bitte, es ist so kalt, du kannst es dir gar nicht vorstellen, wie schwierig es für mich ist. Ich kann gar nicht schlafen, weil es so kalt ist. Bitte, bitte, nicht weiter, ich komme nicht weiter. Und er sagt: Okay, aber nicht weiter.
Und er schläft ein, und zwei Stunden später wird er wach, und das ganze Kamel ist im Zelt. Und bevor der Araber etwas sagen kann, sagt das Kamel: Raus.
Das ist eine blöde Geschichte, aber kommt sie dir bekannt vor? Das ist genau so, wie die Sünde manchmal mit mir redet. Das ist ein ziemlicher kleiner Sünder, das ist nichts Wichtiges. Und mehr wird es eh nicht werden. Geht schon, oder? Aber es wächst, es wird immer mehr. Ich rede aus Erfahrung, und ich denke, dass viele von uns das erkennen, oder?
Ein reines Leben ist irrsinnig wichtig. Es ist irrsinnig wichtig, wenn andere Christen, die vielleicht Blödsinn reden mit Wortstreit und Schwätzereien, was immer Schwätzereien sind, wenn sie uns anschauen, sollen sie sehen, dass wir ein reines Leben führen wollen. Wir wollen ein Leben führen, das Jesus ehrt. Ein reines Leben.
Spricht der Heilige Geist zu dir? Ich brauche diese Erinnerung immer wieder, weil ich manchmal in gewissen Bereichen meines Lebens einfach schlampig bin. Paulus fasst es zusammen, diesen Teil, Vers 22: „So fliehe nun die jugendlichen Lüste, jage aber der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden nach, zusammen mit denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen.“
Tolle Beschreibung vom Gemeindeleben, oder? Vers 22. Also das ist eine Botschaft für mich, vielleicht nicht für dich, aber für mich. Jugendliche Lüste hat man nicht nur, wenn man jung ist. Ich sage das aus Erfahrung. Also sollten wir gewissen Dingen fliehen und anderen Dingen nachjagen, ja, ein reines Leben.
Ich habe mit einem Studenten gesprochen in England. Er hat in einer WG gelebt mit, sagt man WG hier, ja? Er hat in der WG gelebt mit einem Christen, und sie haben sich gut verstanden. Ich wollte einmal mit dem Christen reden, und ich bin hingegangen, aber der Christ war nicht da. Sein Kollege war da, und er hat mich gekannt. Er hat gesagt: Komm rein, trink einen Tee. Wir waren in England, und wir trinken einen Tee.
Und irgendwann einmal im Gespräch sage ich: Wie ist es, mit Glenn in einer WG zu sein? Er ist Christ, du sagst, dass es nicht wahr ist, wie ist das? Und er hat gesagt: Das ist schrecklich.
Und ich sage: Warum ist das schrecklich?
Weil er immer wieder versucht, dich zu bekehren.
Und er sagt: Nein, nein, überhaupt nicht. Er hat mich ein paar Mal eingeladen, in die Studentengruppe zu gehen, aber ich habe gesagt: Nein, es interessiert mich nicht, ich will nicht. Es interessiert mich nicht, die ganze Sache mit Jesus. Ich bin froh, dass wir in einer WG zusammen sind, aber ich will nicht über Jesus reden. Und Glenn hat das total akzeptiert, und er setzt mich überhaupt nicht unter Druck. Nein, nein, wir verstehen uns super.
Und dann habe ich gesagt: Warum ist es so schwierig, mit ihm eine WG zu teilen, in einer WG zu sein? Und er hat gesagt: Ich kann ihn nicht sehen, wie er durch die Uni geht, ohne an Jesus erinnert zu werden.
Und Glenn hat kein langes weißes Gewand getragen mit Sandalen, aber er hat versucht, ein reines Leben zu führen, und das hat seinen Freund, den Kollegen, an Jesus erinnert. Manchmal habe ich nicht den Glauben zu glauben, dass es möglich wäre, dass Freunde von mir mich anschauen und dann an Jesus erinnert werden. Aber der Heilige Geist kann es tun: ein reines Leben. Das ist die zweite Lösung. Super, wow: gesunde Lehre, ein reines Leben.
Dritte Priorität: sanftmütige Ermahnung
Eine dritte Priorität für einen Jünger, der wirklich in der Gemeinde Gottes mitmachen will, ist sanftmütige Ermahnung. Sanftmütige Ermahnung, Vers 23: die törichten und unverständlichen Streitfragen. Das ist wieder das Problem. Es ist Wiederholung. Habt ihr das gesehen? Dreimal erwähnt er das Problem mit anderer Wortwahl, aber letztlich ist es dasselbe Problem.
Und dann sagt er, was die Auswirkung ist. Vers 23: da du weißt, dass sie nur Streit erzeugen. Streit bringt noch mehr Streit. Streitfragen sind zum Beispiel: Was ist die genaue Reihenfolge der Begebenheiten, bevor Jesus zurückkommt, bei seiner Wiederkunft? Was ist die genaue Reihenfolge davor? Du hast deine Meinung dazu, es gibt verschiedene Möglichkeiten. Aber streitest du darüber? Man kann darüber reden, aber streitest du darüber? Es gibt verschiedene Themen, und wir lenken uns ab. Wir lassen uns vom Wesentlichen ablenken.
Die Lösung ist jetzt eine negative Lösung: Timotheus soll diese Streitfragen zurückweisen, Vers 23. Und schaut die positive Lösung an. Die positive Lösung ist wieder das Bild. Und das dritte Bild ist ein Knecht. Vers 24: Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern milder sein gegen jedermann, fähig zu lehren, geduldig im Ertragen von Bosheiten. Er soll mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweisen, ob ihnen Gott nicht noch Buße geben möchte zur Erkenntnis der Wahrheit und sie wieder nüchtern werden aus dem Fallstrick des Teufels heraus, von dem sie lebendig gefangen worden sind für seinen Willen.
Der Knecht des Herrn, und es geht in Vers 24 und 25 um sanftmütige Ermahnung. Also rede mit den Leuten darüber, sag ihnen, sie sollen nicht so streiten, aber mach es sanftmütig. Interessant, oder? Es ist eine interessante, sehr biblische Kombination: Liebe und Wahrheit. Die gehören zusammen, Liebe und Wahrheit. Liebe ohne Wahrheit betrügt, Wahrheit ohne Liebe zerstört. Liebe ohne Wahrheit betrügt, Wahrheit ohne Liebe zerstört. Wahrheit und Liebe zusammen bauen auf. Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.
Und ich bin sicher, jeder von uns, der da ist, denkt: Ja, Wahrheit und Liebe sind beide sehr wichtig. Jeder von uns ist anders. Für einige von uns ist Wahrheit wichtig. Wir sind klare Denker, wir können sagen: Das ist nicht biblisch, das ist nicht richtig, pass auf. Aber wir sind nicht sehr gut mit Sanftmut, mit Liebe.
Es gibt andere von uns, die sehr stark in Liebe sind. Die können das wirklich zeigen, dass sie andere Leute schätzen. Das ist super. Aber sie sind ein bisschen unwillig, nicht so bereit zu sagen: Ich glaube nicht, dass das stimmt, was du gesagt hast. Die Wahrheit fehlt ein bisschen. Wir brauchen beides.
Also, sobald ich das sage, möchte ich beten. Ich möchte beten, dass ich in Wahrheit und Liebe wachse. Sanftmütige Ermahnung, das ist die dritte Lösung. Und ich glaube, diese drei Prioritäten, die da an der Leinwand sind, die sind sehr wichtig für uns.
Ich habe zu zweit die Bibel gelesen mit einem jungen Christen. Er war schon vier oder fünf Jahre gläubig. Vor einem Jahr ist er fertig geworden auf der Uni, und jetzt war er Praktikant bei uns in der Gemeinde. Josh hatte er geheißen, Joshua. Er war super, ich bin nach wie vor sehr begeistert von Josh. Aber ein Problem, das er hatte, ist, dass sein Gehirn so groß war wie ein Planet. Er ist nie zu Vorlesungen gegangen im Studium und hat eine First Class gehabt, also das beste Diplom bekommen, weil er einfach so ein großes Gehirn hatte. Er war sehr clever.
Und das Problem bei ihm war: Wenn immer er etwas gespürt hat bei einem anderen Christen, was nicht ganz richtig war, hat er sogar unterbrochen und gesagt: Nein, das ist falsch, und alles erklärt. Was er gesagt hat, vom Inhalt her, hat sehr oft gestimmt. Aber es war nicht sanftmütig, überhaupt nicht. Und er hat einige Leute ziemlich fertig gemacht, einfach durch seine Art und Weise.
Und wir haben den zweiten Timotheusbrief miteinander gelesen, Josh und ich. Also jedes Mal, wenn wir uns getroffen haben, ein halbes Gebütt miteinander gelesen. Und an diesem Tag kommen wir zu Gebütt 2, zu den Versen 14 bis 26. Und wir reden darüber, und wir schauen, was die drei Lösungen da sind. Die drei Bilder sind da: der Arbeiter in Vers 15, das Haus in Vers 20, der Knecht in Vers 23. Und dann haben wir diese drei Prioritäten gesehen: gesunde Lehre, ein reines Leben, sanftmütige Ermahnung.
Und dann habe ich gesagt, und das war wahr, es war keine Lüge: Ich habe gesagt, Josh, ich muss aufs Klo gehen. Überleg dir, während ich weg bin, von diesen drei Sachen, wo wir beide wachsen können. Also beide von uns, wir müssen in allen drei Bereichen wachsen, natürlich. Aber wo ist deine Schwachstelle von diesen drei? Und dann gehe ich aufs Klo, und ich habe mir Zeit gelassen am Klo. Ich werde das nicht näher beschreiben, aber ich habe mir Zeit gelassen.
Und dann komme ich zurück, setze mich und sage: Josh, was ist deine Schwachstelle bei diesen drei? Und er hat gelächelt und gesagt: Du weißt eh, was meine Schwachstelle ist. Und ich sage: Ja, und zwar? Und er sagt: sanftmütige Ermahnung.
Wir haben darüber geredet, wir haben darüber gebetet. Wir haben oft nachher, als wir weitergemacht haben im zweiten Timotheusbrief, auch darüber gebetet, dass er in der Sanftmut wächst, dass er in der Liebe wächst.
Und die Frage an mich und die Frage an dich heute Abend ist: Wenn du diese drei Dinge anschaust, wo ist deine Schwachstelle? Jeder von uns muss in allen drei Bereichen wachsen. Ich mache mir keine Sorgen. Ich mache mir nur Sorgen um dich, wenn du da sitzt und denkst: Ich bin ganz stark in allen drei Bereichen, überhaupt kein Problem. Dann mache ich mir Sorgen um dich. Aber ich nehme an, dir geht es nicht so. Du schaust es an und denkst: Ja, ich muss in allen drei Bereichen wachsen, aber es ist eh Nummer eins bei mir, die Schwäche ist oder Nummer zwei oder Nummer drei, oder?
Es wäre super, wenn wir am Ende des Abends, wir sind bald so weit, oder ich bin bald fertig, dass wir den Mut hätten, einander zu fragen: Von den drei Dingen heute Abend, was ist deine Schwachstelle? Fühl dich frei, mich zu fragen. Ich weiß genau, was meine Antwort ist momentan. Und jeder überlegt und denkt: Ich schätze, das ist seine Schwachstelle. Aber es wäre super, einander zu fragen. Das ist keine Schande, wir sollten uns nicht schämen. Wir müssen alle wachsen.
Aber diese drei Prioritäten sind da im zweiten Timotheusbrief. Sie sollen Timotheus helfen, in der Gemeindearbeit weiterzumachen und nicht aufzugeben. Und was Timotheus geholfen hat, kann auch uns helfen. Jesus baut Gemeinde durch seine Jünger. Er hat Timotheus verwendet, er will uns verwenden. Machen wir uns auf für den Heiligen Geist und beten wir, dass der Geist in uns wirkt und dass wir wachsen in diesen drei Bereichen. Beten wir!
Die drei Prioritäten sind noch oben. Deine Schwachstelle. Vielleicht denkst du, alle drei sind Schwachstellen. Ja, das gilt für uns alle. Aber nimm eine von diesen drei Prioritäten und bete in der Stille. Sag dem Herrn, bitte den Herrn, dass er in dir wirkt und dir hilft, in diesem Bereich weiterzukommen. Paulus schreibt: Du nun, mein Kind, sei stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist.
Vater, vielen, vielen Dank, dass du ein Herz hast für uns, dass du uns liebst, dass du uns angenommen hast, dass uns vergeben ist. Danke, dass du uns angenommen hast, nicht wegen dem, was wir für dich tun, sondern wegen dem, was Jesus für uns am Kreuz getan hat. Wir beten dich an, Halleluja!
Und danke, dass viele von uns, die da sitzen, mitmachen wollen in der Gemeinde. Wir wollen bitten, dass du uns dabei verwendest, wenn du, Herr Jesus, deine Gemeinde baust. Hilf uns, in diesen drei Prioritäten zu wachsen, bitte, so wie Timotheus gewachsen ist. Nimm unser Leben und schenk, dass unser Leben andere Menschen an dich erinnern kann und dass unser Leben dich verherrlicht.
Und wir beten im Namen Jesu. Amen.

