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Die Wiederkunft Christi – Teil 2

Jesu Leben und Lehre, Teil 616/697
08.09.2025Lukas 17,24-25
SERIE - Teil 616 / 697Jesu Leben und Lehre

Gott wird Mensch – Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist.

Episode 615: Die Wiederkunft Christi, Teil 2

Die Bedeutung der Wiederkunft im Reich Gottes

Nachdem die Pharisäer den Herrn Jesus nach dem Reich Gottes gefragt haben, spricht er zu den Jüngern. Dabei redet der Herr ebenfalls über das Reich Gottes, konzentriert sich jedoch auf seine Wiederkunft. Warum? Weil er damit genau den Aspekt des Reiches Gottes beschreibt, auf den die Pharisäer warten.

Einerseits ist das Reich Gottes nämlich schon da. Es findet in den Gläubigen statt, macht aber nach außen hin, wenn man sich die Untertanen anschaut, wenig her. Gott beruft die Armen, das Törichte der Welt, die Nobodies. Doch durch das Zeugnis dieser unscheinbaren Gläubigen baut Gott sein Reich. Er baut es hinein in eine zutiefst antigöttliche Umgebung.

Paulus weiß, warum er den Teufel als Gott dieser Welt bezeichnet. Es ist kein Spaß, das Reich Gottes zu bauen und die mit diesem Projekt verbundenen Nöte zu ertragen. Es ist erstaunlich, mit welcher Ehrlichkeit der Herr Jesus seinen Jüngern im Vorhinein die Probleme schildert, auf die sie im Rahmen der Nachfolge stoßen werden.

Sie dürfen damit rechnen, dass sich ihnen ihre Familien, die Gesellschaft, in der sie leben, ihr eigener nicht erlöster Körper und erst recht die okkulte Welt in den Weg stellen werden. Nachfolger Jesu sind Außenseiter, oft genug verfolgte Außenseiter. Deshalb kann man sich gut vorstellen, dass diese Gläubigen sich aus tiefstem Herzen wünschen, Jesus würde bald wiederkommen.

Das Reich Gottes findet heute im Verborgenen statt, es ist in uns. Aber es gibt eine zukünftige Form, die herrlich sein wird. Den Übergang markiert die Wiederkunft Christi. Diese verherrlichte Form des Reiches Gottes ist eine Zeit, in der es keine Feinde mehr zu besiegen gibt, weil alle Gegner bis hin zum Tod weggetan sein werden.

Diese verherrlichte Form erwarten die Pharisäer, und wir als Jünger Jesu tun das natürlich auch. Wenn Jesus also über seine Wiederkunft redet, beantwortet er damit auch die ursprüngliche Frage der Pharisäer. Diese wollten wissen: Wann kommt das Reich Gottes?

Die Antwort lautet: Die Art von Reich Gottes, die ihr herbeisehnt – also das Reich Gottes in Macht und Herrlichkeit – kommt bei der Parusie, der Wiederkunft des Messias.

Warnung vor falschen Christussen und die Deutlichkeit der Wiederkunft

Bis dahin sollen die Jünger vorsichtig sein und sich nicht von falschen Christussen verführen lassen. Dabei müssen sie keine Angst haben, die Wiederkunft selbst zu verpassen.

In Lukas 17,24 heißt es: „Denn wie der Blitz blitzend leuchtet von einem Ende unter dem Himmel bis zum anderen Ende unter dem Himmel, so wird der Sohn des Menschen sein an seinem Tag.“ Die Bedeutung dieses Verses ist einfach. Wenn der Messias kommt, wenn sein Tag anbricht, dann ist es so deutlich wie ein hell leuchtender Blitz.

Stellen Sie sich ein heftiges Gewitter mitten in der Nacht vor. Dann ein greller Blitz, so einer, bei dem man reflexartig die Augen schließt und sich das Nachglühen trotzdem noch in die Netzhaut einprägt. In so einem Moment wird niemand fragen: War das jetzt ein Blitz? Niemand wird das fragen, weil jeder weiß: Ja, das war ein Blitz, so einer von der Sorte, die man nicht übersehen kann.

Und genau dasselbe kann man über den Sohn des Menschen an seinem Tag sagen. Deshalb brauchen die Jünger auch nicht zu denken, sie hätten die Ankunft des Christus verpasst, wenn jemand behauptet, Jesus wäre schon da. Deshalb gilt: Dieses Deutliche „geht nicht hin, folgt auch nicht nach“. Man kann die Wiederkunft des Herrn Jesus nicht verpassen.

Wer den Himmel entblitzt, so auch der Messias die Welt. Alle werden wissen, dass er da ist. Jesus beschreibt hier keine Zeichen, sondern die Sichtbarkeit und die Plötzlichkeit seines Kommens. Bei einem Donner weiß man immer schon vorher, dass er kommt. Bei einem Blitz nicht.

So kann Paulus später an die Thessalonicher schreiben (1. Thessalonicher 5,1-3): „Was aber die Zeiten und Zeitpunkte betrifft, Brüder, so habt ihr nicht nötig, dass euch geschrieben wird, denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn so kommt wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit, dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, wie die Geburtswehen über die Schwangere, und sie werden nicht entfliehen.“

Wir wissen also nicht, wann der Messias wie ein Blitz blitzt, aber wenn es passiert, wird jeder wissen, dass es passiert ist.

Leiden und Verwerfung vor der Wiederkunft

Und noch eine Sache sollten die Jünger wissen: Lukas 17,25. Vorher aber muss er vieles leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht.

Vor der Wiederkunft kommt das Leid und die Verwerfung, und zwar von diesem Geschlecht. Die jetzt lebenden Juden werden Jesus ablehnen. Es ist eben nicht nur die Elite, die Jesus nicht haben will. Es sind nicht nur die Pharisäer oder die Hohenpriester. Ja, sie haben vor, diesen unliebsamen Rabbi aus Nazaret töten zu lassen. Aber ihre Antipathie ist ein gesellschaftliches Phänomen. Man will Jesus nicht.

In gleicher Weise will man seinen Nachfolger nicht. Die Apostel werden diesen Bezug herstellen: Wenn wir als Jünger Jesu leiden, dann deshalb, weil wir dem Vorbild Jesu folgen.

 1. Petrus 2,21: Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel hinterlassen, damit ihr seinen Fußspuren nachfolgt.

Wer den Fußspuren Jesu nachfolgt, der wird leiden, wie er gelitten hat. Der wird aber auch mitverherrlicht werden.

 Römer 8,17: Wenn aber Kinder, so auch Erben; Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir wirklich mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden.

Die Gemeinschaft von Leiden und Auferstehung

Auf dem Weg zur Auferstehung gilt es für die Jünger Jesu, drei Dinge zu erkennen. In Philipper 3,10-11 heißt es: Um ihn und die Kraft seiner Auferstehung sowie die Gemeinschaft seiner Leiden zu erkennen, indem ich seinem Tod gleich werde, ob ich irgendwie zur Auferstehung aus den Toten gelange.

Wir folgen Jesus und erkennen dabei ihn und die Kraft, die von seiner Auferstehung ausgeht – also von seinem neuen Leben in uns. Gleichzeitig begreifen wir, was es bedeutet, so zu leiden, wie er gelitten hat. Paulus nennt das die Gemeinschaft seiner Leiden.

Zunächst kommt für die Jünger das Leiden, dann die Auferstehung und schließlich die Verherrlichung. Sie teilen das Schicksal ihres Herrn auf der Erde, aber auch seine glorreiche Zukunft. Deshalb können und sollen sich die Jünger mitten im Leid auch freuen.

Denn in 1. Petrus 4,13 heißt es: Sondern freut euch, insoweit ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid, damit ihr euch auch in der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freut.

Abschluss und Ermutigung

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