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Ägypten 2: Tanz der Kobra (3/3)

Ägypten 2: Tanz der Kobra, Teil 3/3
31.03.2026
SERIE - Teil 3 / 3Ägypten 2: Tanz der Kobra
Gemeinsam hecken wir einen genialen Plan aus, um die Kobra endlich zu ihrem Besitzer zurückzubringen. Dafür bitten wir einen alten Bekannten um Hilfe. Wird Rocco in die Falle tappen? #Kinderhörspiel #Hörspiel #Hörbuch #kindgerecht doppeldecker-crew.de

Rückblick auf den Einsatz in Kairo

Letztes Mal bei der Doppeldecker-Crew. Ich habe einen länglichen Schatten darüber huschen sehen. Dieser große Haufen an Pappkartons wäre ein ideales Versteck für Schlangen. Ich will aber nicht einfach nachschauen und eine ungemütliche Begegnung mit Osiris riskieren.

Da, die Schlange ist in dem Mülleimer! Und sie kommt raus! Sammy! Weg da, wir müssen sie einfangen!

Ja, so ziemlich jeder Millionär hier in Kairo lässt sich von Wilderern und Präparatoren beliefern, das ist kein Geheimnis. Wisst ihr, an wen mich das erinnert? Mensch, na klar, Said Abdullah! Wer könnte uns besser dabei helfen, Wilderern aufzulauern, als ein reicher Geschäftsmann, der sogar bereit ist, Pyramiden zu kaufen.

So, da wären wir. Familie Schmidt, soll ich klingeln?

Ja. Mensch, was für ein edler Klingelton.

Marie, du solltest dir die Schuhe abputzen, bevor du reingehst.

Warum nur ich? Was soll ich etwa die Räder vom Rollstuhl abputzen?

Ach ja, da war ja was.

Ja, ach, hallo Marie.

Tag, Amy.

Hey.

Hallo.

Hi.

Oh, ihr wollt bestimmt zu Phil, aber der ist noch nicht wieder zu Hause.

Phil ist noch bei Mike. Wir sollten ausrichten, dass er heute ein bisschen später kommt. Er und Tony sind noch beschäftigt.

Ich weiß schon, womit die beschäftigt sind.

Aber ihr seid doch nicht hergekommen, um mir das mitzuteilen. Er hätte ja anrufen können.

Nein, deswegen sind wir nicht hier. Phil hat uns von Nadja erzählt und dass sie ein bisschen schüchtern ist.

Ja, schüchtern, verschlossen, abweisend, nennt es, wie ihr wollt. Sie ist im Zimmer. Wollt ihr sie besuchen?

Ja, sehr gerne.

Schön, vielleicht redet sie ja mit euch. Bei uns hat das nicht geklappt, sie sagt kein Wort. Kommt doch bitte rein, da den Flur entlang, nach links. Und da ist die letzte Tür rechts.

Ist es das Zimmer da?

Ja. Seit wann hören die Schmitz solche Musik?

Ist vielleicht von Nadja.

Hallo, wir sind Amy und Marie, Freundinnen von Phil. Wir würden dich gerne kennenlernen.

Also, was soll das denn?

Komm, soll ich mal reinschauen?

Ja, mach einfach mal die Tür auf.

Marie drückt die Klinke nach unten und öffnet die Tür einen Spalt. Als sie die Tür noch etwas weiter öffnen will, wird sie ihr mit voller Wucht vor der Nase zugeknallt.

Hey, also das war wohl Nadja nicht sehr nett.

Schade.

Ein Besuch, der anders endet als erwartet

Am nächsten Morgen ist Marie noch immer enttäuscht über den erfolglosen Besuch bei Familie Schmidt. Sie macht sich fertig und nimmt ihr Handy vom Nachttisch. Als sie auf das Display schaut und eine Nachricht von ihrem Vater sieht, wischt sie sie schnell weg. Warum muss er ihr nur so viel schreiben? Sollte sie ihn vielleicht blockieren?

Doch darüber kann Marie sich später Gedanken machen, denn eine Nachricht von Toni weckt ihre Aufmerksamkeit. Sind in der Scheune, kommst du auch? Also packt Marie ihr Handy weg und fährt mit dem Fahrrad zu ihrem Onkel Mike.

Also ehrlich, was soll das? Diese Nadja muss ja nicht hier sein. Ja, die hat echt keine Lust auf den Austausch. Warum hat sie nicht jemand anderen den Vortritt gelassen? Jemand, der gerne mal nach Deutschland reisen würde. Eben.

Na ja, immerhin habe ich Zeit mit Amy verbracht. Wie war das Spiel? Da reden wir lieber nicht drüber. Oh, Themawechsel. Ja, bitte. Dieses Spiel macht euch ja wirklich fertig. Aber ich muss sowieso noch die Geschichte beenden. Oh ja! Hm, okay.

Die Tierschützerin Jasmin hat Phil bei Abdullah abgesetzt und fährt nun mit Marie und Toni weiter zu ihrer Tierauffangstation. Nichts ahnend, dass dort eine böse Überraschung auf euch wartet.

Doch erst einmal steht Phil an der Pforte zu Abdullas Villa. Nach einigen dringlichen Erklärungsversuchen wird ihm geöffnet, und er darf das Gelände betreten. In der Empfangshalle wird ihm etwas zu trinken angeboten, und er wartet nervös auf den Hausherrn.

Mensch, das sieht hier ja aus wie in einem Palast. Wer hat denn bitte Palmen und einen kleinen Wasserfall im Haus?

Tag, Junge, wie herrlich, dass du mich besuchen kommst. Beim letzten Mal waren die Umstände ja noch recht ungemütlich. Was verschafft mir die Ehre?

Tag, Herr Abdullah, vielen Dank, dass ich reinkommen durfte. Ich habe ein Problem und hoffe, dass Sie mir helfen können. Es geht um Tierpräparate.

Du meine Güte, das ist aber ein heikles Thema. Komm, wir setzen uns lieber in den Salon, um darüber zu sprechen.

Okay, wow, nette Einrichtung. Danke. Beim Reingehen wäre ich fast über Ihren Teppich gestolpert. Ein Fell von einem Tiger.

Na ja, ich bin wohl vielmehr über seinen Kopf gestolpert.

Ja, ich habe den Tiger im letzten Jahr gekauft. Es ist Geschmackssache. Nicht jedem gefällt so ein Schmuckstück. Ich schätze die Handwerkskunst und kaufe nur von ausgewählten Jägern.

Tja, sehen Sie, deshalb auch meine Frage. Wir sind auf der Suche nach einer ägyptischen Kobra.

Eine Kobra? Also Schlangenbeschwörung ist noch immer eine beliebte Touristenattraktion. Aber es überrascht mich, dass euer Mo seiner Kobra die Giftzähne nicht gezogen hat. Die werden den Schlangen häufig abgebrochen, um sie ungefährlich zu machen. Aber der Eingriff ist für das Tier ziemlich schmerzhaft.

Die Zähne werden abgebrochen?

Genau. Das ist ja Tierquälerei. Schlangenbeschwörung ist doch nie cool für die Schlange, oder?

Nein, überhaupt nicht. Die Tiere sind in einer völligen Stresssituation. Ein unaufmerksamer Moment, und die Schlange gerät außer Kontrolle. Leider kann ich Leuten wie Mo die Schlange nicht einfach wegnehmen. Dass er so schlecht auf diese Situation vorbereitet war und nicht einmal das passende Gegengift dabei hatte, ist unverantwortlich.

Wer weiss, vielleicht wurde die Kobra ja wirklich bei euch abgegeben, Jasmin. Oder Mo ruft gleich an und hat sie schon wiedergefunden.

Am liebsten würde ich alle Tiere aussetzen, in Freiheit lassen. Die Natur ist einfach ihr Zuhause.

Du, sag mal, vorhin in diesem Kinderpodcast hast du von Adam und Eva geredet.

Ja?

Wir haben im Rallyeunterricht von denen gehört. Also ich weiss schon, wer das ist, aber eins hat unsere Lehrerin nicht erklärt.

Aha.

Warum dürfen wir Früchte essen und die durften es nicht? Adam und Eva durften doch Obst essen.

Ja, aber Gott hatte ihnen doch verboten, diesen Apfel da zu essen, oder nicht? Und heute essen wir doch auch Äpfel.

In der Bibel steht nichts von einem Apfel.

Sicher?

Ganz sicher. Du kannst genüsslich in jeden Apfel beissen.

Ja, nur nicht in Äpfel mit Löchern. Da ist dann ein Wurm drin.

Und wieso genau durften sie dieses Obst nicht essen? War das giftig?

Nein, giftig war die Frucht nicht. Aber Gott hatte ihnen verboten, von diesem einen Baum zu essen. Das war die Regel. Von allen anderen Bäumen durften sie die Früchte geniessen.

Aber warum hat Gott das gemacht?

Er hat Adam und Eva eine wundervolle Welt geschenkt und ihnen Freiheit gegeben. Diese eine Regel war wie ein Vertrauensbeweis zwischen ihnen. Es gab nur ein einziges Verbot in ihrem Zuhause, und trotzdem haben sie es gebrochen. Wir Menschen machen Fehler, egal wie wenig Regeln es gibt. Es ist zu schwer, sich immer an sie zu halten.

Nur weil sie einmal eine Regel gebrochen haben? Das kriegt ja dann keiner hin, sich an alles zu halten.

Hm, ja, das ist gar nicht so einfach zu erklären. Sie haben sich nicht an Gottes Regeln gehalten, sie haben gesündigt. Gott ist vollkommen gut und rein, so wie helles Licht, und Sünde ist wie Dunkelheit. Das passt einfach nicht zusammen. Es ist nicht so, dass Gott sie nicht mehr lieb hatte. Er liebte sie immer noch, sehr sogar. Aber ihre Entscheidung hatte Folgen.

Klingt logisch. Versuchen Christen deswegen, sich an die Gebote zu halten und nichts Falsches zu tun?

Ja, das denken viele. Aber es geht beim Christsein um etwas ganz anderes. Es geht nämlich nicht darum, perfekt zu sein und nie Fehler zu machen. Das schafft kein Mensch. Es ist vielmehr wichtig, Gott zu kennen und ihm zu vertrauen.

Ja, aber warum gibt es dann diese Regeln?

Die Regeln zeigen uns, wie ein gutes Leben aussehen kann. Gott weiss, dass wir sie nicht perfekt einhalten können. Deshalb hat er einen anderen Plan. Und dieser Plan hat mit Jesus zu tun. Er hat dafür gesorgt, dass wir frei sein können, frei von dem Druck, perfekt sein zu müssen.

Okay, und wegen Jesus können Christen dann wieder mit Gott leben?

Ganz genau.

Hm, okay. Verrückt ist es trotzdem. Vielleicht sollte jemand in der Bibel nochmal genauer nachschauen, ob es nicht doch ein Apfel war bei Adam und Eva. Ha ha!

So, wir sind da. Aber stehen bei dir immer alle Türen offen? Die Fensterscheiben sind eingeschlagen. Das darf nicht sein. Vorsicht, bleibt im Wagen, hier wurde eingebrochen.

Ist ja fabelhaft, dass du gerade jetzt zu mir kommst. Vor ein paar Tagen war wirklich ein Mann hier und hat mir einige Angebote vorgelegt. Er konnte noch nichts zur nächsten Lieferung sagen, aber es werden wohl sehr besondere Tiere dabei sein.

Ach, aber der Kerl machte auf mich so einen unheimlichen Eindruck. Er hat mir zwar versichert, dass er niemals illegal Tiere jagen würde, aber das glaube ich nicht. So einer wie der würde auch nicht davor zurückschrecken, Elefanten zu jagen.

Schrecklich. Sie haben nicht zufällig einen Namen oder eine Telefonnummer?

Doch, habe ich, habe ich! Er gab mir eine Visitenkarte. Hier, er nannte sich Rocco.

Danke, vielleicht hilft uns das weiter. Für eine Giftschlange kriegt er bestimmt viel Geld.

Mensch, den Mann auf dem Foto kenne ich. Oh, einen Augenblick.

Alles gut.

Ja?

Ach, guten Tag, ja, hier spricht Abdullah. Äh, warten Sie kurz.

Phil, das ist der Kerl Rocco. Ich stelle ihn auf laut.

Okay, so, da bin ich wieder.

Ja, schön, freut mich. Ich denke, ich wäre interessiert. Nicht an einer Schildkröte, ich wäre an einer Schlange interessiert. Ich nun, ich hatte eher an eine Kobra gedacht, sowas schön Giftiges.

Hervorragend. Ich würde sie mir gerne mal anschauen.

Spuren in der zerstörten Auffangstation

In der Auffangstation haben sich die anderen inzwischen einen Überblick über das Chaos verschafft. Vorsichtig laufen sie über den mit Glassplittern übersäten Boden. Terrarien und Käfigtüren stehen offen, und die Tiere sind verschwunden.

Ich fasse es nicht, jemand hat hier alles zerstört. Wie kann das sein?

Wir müssen die Polizei rufen.

Lasst mich erst mal nachschauen, welche Tiere fehlen. Bin gleich wieder da.

Hm, ich glaube, hier finden wir unsere Kobra nicht.

Glaube ich auch nicht. Die arme Jasmin, sie hat jetzt erst mal andere Probleme.

Hast recht.

Oh, Phil ruft an. Hallo? Nein, in der Station wurde eingebrochen, hier ist nichts, keine Schlangen, nichts. Ja, hier kommen wir nicht weiter.

Ach ja? Als er die Schildkröte gesagt hat, bin ich hellhörig geworden. Ich weiß nämlich, dass die vom Aussterben bedroht sind.

Schrecklich! Hat er die Schlange? Guck auf jeden Fall eine Kobra. Aber er darf die Schlange nicht kaufen.

Klasse Idee, wir fragen euch die Adresse.

Okay, dann bis gleich.

Ah, ich weiß, wen du meinst. Und der Kerl hat jetzt eine Kobra zu verkaufen.

So, da bin ich wieder. Und es ist schlimmer, als ich befürchtet habe. Meine Vipern sind verschwunden, die Sandboa, ein Tiger-Iltis, eine Schildkröte, ein halbes Dutzend Vögel und noch viele weitere Tiere. Es sind kaum noch welche da.

Eine Schildkröte?

Ja. Die ägyptische Landschildkröte. Die Art ist vom Aussterben bedroht.

Was ist, warum guckt ihr so?

Jasmin, wir müssen unbedingt wohin fahren.

Was, wohin und warum?

Nachdem Marie und Toni Jasmin erklärt haben, worum es geht, machen sie sich schleunigst auf den Weg zum Treffpunkt. Dort warten auch schon Phil und Abdullah auf sie. Es handelt sich bei dem vereinbarten Ort um den Hinterhof eines verlassenen Lebensmittelgeschäfts. An der Straße parken die Autos, und während sich Abdullah auf den Weg macht, verfolgen die Kinder ihn in den Hof. Von Rocco ist noch keine Spur.

Was, wenn dieser Rocco gefährlich ist? Der könnte eine Pistole haben. Oder Wachmänner, die uns schon genau beobachten.

Uns hat keiner gesehen. Und selbst wenn, dann hat Abdullah noch seinen Bodyguard am Auto, und die Polizei ist auch informiert.

Hoffentlich beißt die Schlange den bösen Mann ins Bein.

Da kommt jemand. Es ist Rocco.

Tag, freut mich, dass Sie kommen konnten. Schön, dass Sie an der Schlange interessiert sind. Haben Sie sie dabei? Ich würde sie mir gerne ansehen.

Allerdings, sie ist hier in der Kiste. Wenn Sie mit der Ware einverstanden sind, kann ich die Kobra bis morgen präparieren.

Aber sie lebt gerade noch?

Die lebt noch.

Und warum? Sollen Sie ihr Leben kaufen?

Nein, nein, nein. Ich, äh, bin nur vorsichtig.

Schön, das bin ich auch. Hier, ich zeige Ihnen die Schlange.

Ja, aber sieht ganz anders aus. Wo sind denn die Giftsähne?

Hm, das ist die falsche Schlange. Fehlalarm!

Das ist nicht Osiris.

Oh Mist, was macht er denn?

Er verrät sich.

Hey, Moment mal, was wollen Sie wirklich hier?

Was machen wir jetzt?

Da, Rocco, der will abhauen.

Halt, bleiben Sie hier!

Nicht mit mir!

Der Mann hat gemerkt, dass ihm eine Falle gestellt wurde, und will fliehen. Er rennt in Richtung Tor und ist schon fast verschwunden, als er stolpert und dabei den Karton mit der Kobrafalle fallen lässt. Eilig rappelt er sich auf und geht weiter, doch da rennt er den Polizisten bereits in die Arme.

Schlagen! Wo ist sie?

Oh nein, äh Leute, ja, nicht bewegen.

Was ist denn?

Ich habe Osiris gefunden.

Wo?

Direkt vor mir auf dem Boden.

Toni, du darfst dich auf keinen Fall bewegen.

Hab ich auch nicht vor, sie hat dich fixiert.

Toni, war schön, dich zu kennen.

Sammy, sag doch sowas nicht.

Keine Sorge, ich habe die Greifzange, bleib ganz ruhig!

Jasmin! Nicht bewegen!

Bitte nimm sie weg! Ich kann nicht hinsehen!

Hab ich dich!

Gott sei Dank! So, das war die Letzte. Alle Tiere sind sicher verwahrt.

Sehr gut. Dieser Rocco ist wirklich fies, hilflose Tiere aus der Rettungsstation zu entführen. Aber dafür wird er im Gefängnis bezahlen.

Genau, was anderes hat er nicht verdient.

Und du kommst wieder zu deinem Herrchen, Osiris. Auch wenn es mir das Herz bricht, dich nicht einfach auszusetzen. Aber Mo hat versprochen, seine Schlange regelmäßig bei dir untersuchen zu lassen und immer Gegengift bei sich zu tragen. Und die Giftsähne werden auch nicht abgebrochen.

Diese Giftsähne! Nur weil Abdullah die eingefahrenen Giftsähne nicht gesehen hat, dachte er, es wäre die falsche Schlange. Dabei hat Rocco wirklich Osiris dabei. Unsere Aktion wäre fast schiefgegangen, aber es hat geklappt.

Mo wird sich freuen.

Also, ich finde es ja cool, dass du Schlangen so magst, Jasmin. Und wer weiß, irgendwann kann ich vielleicht auch wieder eine sehen. Aber gerade bin ich froh, wenn die so weit weg sind wie möglich.

Die haben ihr Zuhause, und ich habe meins.

Bei mir hat es ja auch gedauert, bis ich Schlangen wirklich mochte. So manche Beziehung kostet einfach Zeit.

Hm, ja, manchmal kostet es Überwindung, jemanden richtig kennenzulernen. Aber dann kann es der Beginn einer ganz besonderen Freundschaft sein.

Ich habe mich damals nicht nur überwunden, Schlangen zu mögen. Es hat auch eine Weile gedauert, bis ich Gott richtig vertraut habe.

Wieso, wenn man zu viel von Schlangen und der Sünde und dem Bösen hört, verliert man aus den Augen, wie gut Gott ist. Ein Gott, der verzeiht.

Natürlich steht in der Bibel, dass Sünde Gott traurig macht und uns von ihm trennt. Aber ich habe so sehr auf diese ernsten Themen geschaut, dass es gedauert hat, bis ich gesehen habe, was Gott wirklich möchte.

Er möchte mir verzeihen und mir nahe sein. Er möchte das Böse wecken und mir Gutes schenken.

Ich habe jetzt ein anderes Bild von Gott. Er ist ein Gott, der mich völlig liebt. Er ist wie ein Vater zu mir.

Wie ein Vater?

Ja, wie ein liebender, guter Vater.

Das ist ein viel besseres Bild.

Finde ich auch.

Ende gut, alles gut. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Zum Glück stand ich vor der Schlange und nicht wieder Sammy. Der wäre uns noch mal in Ohnmacht gefallen.

Kleine Angsthase.

Du hättest dir bestimmt auch ins Hemd gemacht.

Hey, was heißt auch? Ich bin tapfer stehen geblieben.

Ja, du. Ihr seid alle sehr mutig.

Jetzt brauchen wir nur den Mut, mit Nadja zu reden.

Ich glaube, eigentlich braucht sie den Mut.

Ja, wir geben ihr ein bisschen Zeit, sich an alles zu gewöhnen.

Phil, gib mir mal ihre Nummer, dann schreibe ich ihr eine Nachricht. Das ist nicht so aufregend wie miteinander zu sprechen.

Ja, keine schlechte Idee, ich gebe dir die Nummer gleich.

Das wird es Nadja leichter machen, euch kennenzulernen. Sie vermisst sicher ihr Zuhause und ihre Eltern und wird viel mit ihnen schreiben. Da ist es gut, sich langsam auf den neuen Ort einzulassen.

Apropos schreiben: Vielleicht schreibe ich auch meinem Papa, nicht so viel wie er mir, aber vielleicht eine kurze Nachricht oder ich schicke ein Foto, irgendwie so.

Hm, ich glaube, für ihn ist es schön zu wissen, dass es dir gut geht.

Ja, es ist ähnlich wie bei Nadja. Ich brauche einfach Zeit, um ihn besser kennenzulernen.

Es dauert, bis man jemandem richtig vertraut. Und dann werden aus Fremden Freunde.

Wie poetisch, Toni.

Was, ist doch so.

Ja klar.

Ach, hör doch auf.

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