
59: grow: Training für Alltagsmissionare – LOHNT es sich?? – mit Tina Böhringer
Tina, was war in letzter Zeit die wichtigste Lektion, die du in Sachen Alltagsmission gelernt hast?
Dass ich ohne Jesus nichts tun kann, wie er selbst sagt. Es ist auch sehr ermutigend, dass ich ihn nicht auf meine Grenzen beschränken muss. Ich bin befreit davon, nur auf mich selbst zu schauen.
Genau würde ich sagen, dass ich in der Abhängigkeit von ihm das tun darf.
Einführung in das Thema Alltagsmission und das Projekt Grow
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Machbar, dem Podcast für Alltagsmissionare. Ich bin Christian, und heute ist meine Kollegin Tina mit dabei. Herzlich willkommen an euch alle und auch an dich, Tina.
Bei Machbar bekommst du Tipps, wie du deinen Nächsten einen Schritt näher zu Jesus führen kannst. Heute wird es ein bisschen anders als sonst, denn wir sprechen über ein Projekt, an dem Tina und ich gemeinsam gearbeitet haben: Grow.
Vielleicht habt ihr schon die neue Heuckelbach-Webseite entdeckt. Dabei ist euch sicherlich auch Grow aufgefallen – das Trainingsangebot für Alltagsmissionen oder zur Alltagsmission. Heute werde ich mich genau darüber mit Tina unterhalten, die an der Entwicklung von Grow beteiligt war. Wir möchten euch Grow vorstellen.
Vielleicht habt ihr euch gefragt: Was ist das überhaupt? Noch ein Kurs – brauche ich den? Oder auch: Klingt interessant, aber was bringt mir das? Genau diese Fragen wollen wir heute beantworten. Wir nehmen euch mit hinter die Kulissen, erzählen, wie Grow entstanden ist, was unsere Idee dahinter war, warum wir es gemacht haben und was es ganz konkret für euch bringen kann. Wie Grow euch in der Alltagsmission unterstützen kann.
Tina, ich freue mich sehr, dass wir uns diesmal austauschen können. Bevor wir richtig in Grow einsteigen: Christian, was war dein persönlicher Auslöser, dass du gesagt hast: Boah, ich wünsche mir, dass so etwas wie Grow an den Start kommt?
Persönliche Motivation und Erfahrungen in der Alltagsmission
Boah, das ist eine große Frage. Also, ich habe, wie soll ich sagen, vor gut zwanzig Jahren eigentlich schon das erste Mal mit jemandem zusammen, der Christus noch nicht kennt, in der Bibel gelesen – so missionarisch Bibel gelesen. Und das war für mich so ein Schlüssel.
Ich habe irgendwie gemerkt: Boah, Gottes Wort wirkt an den Herzen. Da fängt jemand an, in der Bibel zu lesen, das Evangelium wird durchgegangen, mit Fragen zum Text, und ich habe gemerkt, da passiert etwas. Und dann kommt jemand zum Glauben. So ein Geburtshelfer zu sein, wenn jemand wiedergeboren wird – das ist ja etwas, was Gott tut. Aber ein Stück weit kann man Leute begleiten und das mitkriegen. Das war irre. Es hat mich riesig gefreut.
Dann auch zu sehen, wie jemand im Glauben weitergeht. Da gibt es doch den Apostel Johannes, der schreibt das – jetzt muss ich mal schnell nachgucken – im dritten Johannesbrief, glaube ich. Der dritte Johannesbrief hat ja nur ein Kapitel. Da heißt es in Vers 3: „Denn ich habe mich sehr gefreut, als Brüder kamen und für deine Wahrheit Zeugnis gaben.“ Das schreibt der Apostel Johannes in diesem Brief an den Gaius. „Wie du in der Wahrheit wandelst, eine größere Freude habe ich nicht, als dies, dass ich höre, dass meine Kinder in der Wahrheit wandeln.“
Und das ist so etwas, weißt du, wenn jemand zum Glauben kommt, das ist schon eine große Freude. Aber wenn jemand dann weitergeht und selbst zum Jesusjünger wird, zum Nachfolger, und andere wiedergewinnen darf – und irgendwie so lebt, dass Gott geehrt wird – das ist einfach eine Riesenfreude.
Das ist seitdem eigentlich immer mein Wunsch und meine Motivation. Ich möchte gerne anderen helfen, dass sie auf diesem Weg weiterkommen und auch diese Freude erleben. Geburtshelfer zu sein, jemanden einen Schritt näher zu Christus zu bringen, dass sich jemand wirklich bekehrt und auch weitergeführt wird – das war damals, vor 20 Jahren, so. Sicherlich habe ich da noch nicht an Großes gedacht, natürlich, aber das war doch noch lange hin.
Ich habe selber erlebt, wie ich angeleitet wurde, genau das zu machen: Wie stellt man gute Fragen zum Beispiel? Wie erklärt man das Evangelium? Das habe ich alles von anderen gelernt, die da viel besser und weiter sind als ich. Und das ist immer etwas, was mich motiviert, das auch gerne weiterzugeben und nicht für mich zu behalten. Ja, vielleicht kann man das so sagen.
Dann auch zu erleben, wie Menschen zum Glauben kommen, und du denkst darüber nach: So gerne würde ich auch, dass mein Nachbar Christus kennenlernt. Gut, wir haben ja beide die Herausforderung, Tina: Wir arbeiten hier in einem christlichen Werk, in einem Missionswerk, das viel mit Christen zu tun hat. Ich bin in der Gemeinde, habe Gemeindeverantwortung und bin auch umgeben von Christen.
Für mich ist es echt immer eine Herausforderung, mit Menschen Beziehungen zu haben, die Christus noch nicht kennen. Denn in meinem natürlichen Umfeld – auf der Arbeit und in meinem Dienst in der Gemeinde – habe ich die nicht so. In der Nachbarschaft schon ein bisschen. Du bist da noch viel mehr unterwegs, auch mit Menschen in Interaktion.
Ja, aber wie können wir das? Das sind auch solche Gedanken. Aber da kommen wir nachher noch zu. Also, es soll erst mal reichen. Ja, es macht auf jeden Fall Lust, auch an dieser Freude teilzuhaben.
Vorstellung des Grow-Trainingsprogramms
Jetzt schauen wir mal ganz konkret auf Grow. Christian, was ist Grow, was verbirgt sich dahinter?
Uff, also ganz kurz mal eben: Bist du jetzt diejenige, die die Fragen an mich stellt? Tja, jetzt haben wir die Rollen getauscht.
Okay, aber ich stelle dir auch noch Fragen, du.
Ja, pass auf, was ist Grow? Also, Grow ist ein modulares Training zur Alltagsmission. Das heißt, es wird kontinuierlich erweitert. Du kannst also immer wieder neue Lektionen machen.
Das Beste ist, die Inhalte sind sofort anwendbar. Sie sind also fertig aufbereitet. Du lernst nicht nur Theorie, sondern bekommst auch konkrete Schritte für die Woche, also Hausaufgaben, wie man weitergehen kann.
Du kannst Grow nutzen, wie es für dich passt, in deinem eigenen Tempo. Entweder alleine oder auch in der Gruppe. Das wird sehr empfohlen, denn als Alltagsmissionar ist man nicht alleine unterwegs.
Wir haben multimediale Materialien, also Videos und Handouts. Du kannst das ganze Growning online auf deinem Smartphone machen. Du kannst dir aber auch die Leitfäden ausdrucken und mit der aufgeschlagenen Bibel arbeiten.
Das Ganze ist mit der Idee gestaltet, nachhaltiges Lernen zu fördern. Es geht nicht nur um Wissen, sondern darum, dass wir in unserem Denken verändert werden.
Römer 12,1-2 sagt: Wir müssen verändert werden in unserem Denken, damit wir den Willen Gottes erkennen. Das ist auch unser Anliegen mit Grow: zu verstehen, was Gott möchte, was das Evangelium ist und wie ich den Nächsten einen Schritt näher zu Christus bringen kann.
Ja, und da gibt es noch die Community, die noch am Entstehen ist. Dort kann man sich mit anderen austauschen, die auch Grow machen. Man kann Erfahrungen teilen, Fragen stellen und sich gegenseitig ermutigen.
Für Gemeinden und Kleingruppen ist Grow auch super praktisch, weil es sich in die bestehende Gemeindestruktur integrieren lässt. Das liegt daran, dass alles vorbereitet ist.
Als Leiter, Kleingruppenleiter, Gemeindeleiter oder Ältester musst du nicht alles selbst erarbeiten. Du bekommst alles fertig aufbereitet an die Hand, sodass du es direkt in deiner Gruppe einsetzen kannst.
Ja, das sind, glaube ich, die wichtigsten Punkte.
Besonderheiten von Grow im Vergleich zu anderen Angeboten
Ja, danke, Christian. Wenn ich jetzt so auf den deutschsprachigen Raum schaue, gibt es schon sehr viel gutes Material und gute Kurse zum Thema persönliche Evangelisation oder auch Mission im Alltag. Was würdest du sagen, macht Grow anders? Oder warum sollte ich mich jetzt für Grow entscheiden?
Also erstens mal: So viel gibt es da nicht. Grow ist schon einmalig auf dem deutschsprachigen Markt, ganz besonders zum Thema persönliche Affination – also wie wachse ich darin?
Und es ist absolut kein Kurs. Wir sind angetreten und haben gesagt: Wir wollen keinen Kurs. Warum? Ein Kurs ist ja zeitlich begrenzt. Man macht ihn irgendwie sechs Wochen lang, mit zehn Einheiten, und danach ist er abgeschlossen – Schluss, fertig. Das ist oft starr, und man hat eine feste Grobstruktur, ein festes Tempo.
Grow ist anders. Grow ist modular. Das heißt, du pickst dir das raus, was du gerade brauchst und was gut für dich ist. Vielleicht bist du ganz stark darin, mit Leuten ins Gespräch zu kommen, aber du hast vielleicht eine Schwäche darin, dass du gar nicht weißt, was das Evangelium ist. Oder du kämpfst damit, dass du gar nicht genau weißt, wer du eigentlich in Christus bist. So hast du die Basics nicht. Die Motivation: Muss ich hier etwas leisten für Gott? Oder darf ich etwas von der Hoffnung und der Freude, die ich habe, weitergeben?
All diese Themen werden in Grow behandelt. Ich kann mir die Sachen raussuchen und selber zusammenstellen. Ich muss nicht Lektion eins, Lektion zwei und drei machen, sondern das ist modular, in deinem Tempo, in deiner Reihenfolge, mit deinen Themen.
Ja, Tina, wie kann man das vergleichen? Es ist ein Trainingsprogramm wie im Fitnessstudio. Du trainierst kontinuierlich, nicht nur einmalig.
Kurz gesagt: Ein Kurs ist wie ein Buch. Hast du es einmal durchgelesen, ist es fertig. Grow ist wie eine Bibliothek, aus der du dir genau das rausholst, was du gerade brauchst. Und ständig kommen neue Bücher dazu – das ist so die Idee dabei.
Wir haben jetzt einen Start gesetzt. Es gibt die ersten 14, 15 Lektionen, und die werden ständig erweitert.
Zielgruppe und Einsatzmöglichkeiten von Grow
Ja, danke, Christian. Für wen ist Grow eigentlich gedacht? Du hast erzählt, dass es dir vor 20 Jahren so viel Freude bereitet hat, die Bibel zu lesen und zu sehen, wie Gottes Wort wirkt. Vielleicht habe ich das noch gar nicht gemacht oder stehe ganz woanders. Was würdest du sagen: Für wen ist Grow?
Wir haben uns gedacht: Es gibt schon Leute, die als Alltagsmissionare unterwegs sind. Für die ist Grow cool, weil sie vielleicht noch weiter trainieren und etwas Neues lernen, erkennen und üben können. Aber viele haben wir festgestellt, haben eher eine verborgene Sehnsucht. Sie wünschen sich, dass sie ihrem Nächsten – dem Arbeitskollegen, der Nachbarin, dem Friseur oder so – irgendetwas darüber erzählen können, was sie für eine Hoffnung in Jesus haben. Aber sie wissen nicht, wie sie anfangen sollen.
Sie wünschen sich das irgendwo. Wenn man darüber redet, reflektieren sie das auch, aber sie trauen sich nicht. Vielleicht ist es Menschenfurcht, die sie hindert. Vielleicht sagen sie: „Ja, ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll.“ Sie trauen sich einfach nicht oder es fehlen ihnen Basics, wie man das Evangelium gut erklären oder skizzieren kann. Das sind lauter solche Sachen.
Einerseits gibt es den Wunsch – diese verborgene Sehnsucht, wie wir das mal genannt haben – als Alltagsmissionar zu leben, die Lebenswelt des Anderen zu verstehen, da hineinzusprechen, hineinzuwirken, Beziehungen zu bauen usw., aber sie wissen nicht genau, wie sie anfangen sollen.
Ich glaube, für diese Menschen ist Grow richtig gut. Sie können dort sehr viel lernen, werden angeleitet, konkret Schritte zu gehen, und können sich super in der Gruppe austauschen. Also sowohl für den, der Alltagsmission schon lebt und vielleicht schon routiniert ist – vielleicht hat er schon drei, vier, fünf, sieben Leute zum Herrn führen und weiterführen dürfen – aber vor allem auch für die, die noch ganz am Anfang stehen und diese Sehnsucht haben.
Ich glaube, das ist notwendig. Wir haben von Anfang an gesagt: Das ist nicht so etwas, wo wir jetzt so ein Gerät nehmen, diese AEDs, diese Herzmassage-Dinger, die an öffentlichen Plätzen hängen, bei denen du eine Art Wiederbelebung machen musst. Das ist ganz schwierig.
Menschen, Christen, die sich Christen nennen, aber irgendwie gar nicht die Sehnsucht haben, anderen etwas weiterzugeben von dieser Hoffnung – da musst du erst mal so eine Herzdruckmassage machen. Dafür ist Grow nicht gedacht. Es ist wirklich für Leute gedacht, die diese verborgene Sehnsucht schon haben und da weitergeführt werden wollen, die lernen wollen.
Also für jeden, der möchte, dass sein Nachbar, sein Freund, sein Arbeitskollege Jesus kennenlernt – vielleicht steht er am Anfang, aber vielleicht ist er auch schon richtig voll drin.
Ist das passend? Du hast ja auch gesagt, dass wir das modular gemacht haben. Das heißt, ich kann auch gucken, was meine Themen sind, die mich besonders ansprechen. Oder in der Kleingruppe vielleicht der Gruppenleiter, der total das Anliegen hat und merkt, da ist eine verborgene Sehnsucht in unserer Gruppe – kann man das gemeinsam machen?
Ja, genau. Du hast das schön kurz und knackig gesagt.
Herzschlag und Grundmotivation von Grow
Ja, bevor wir vielleicht in die Details gehen, lass uns doch kurz über die Basis, über das Fundament sprechen. Was treibt Grow eigentlich an? Was ist der Herzschlag dahinter? Tina, sag du auch mal was.
Ja, ich würde sagen, der Herzschlag von Grow ist der gleiche, den wir allgemein in unserer Stiftung haben: Vom Herzen Gottes zu den Menschen – Liebe, die weitergeht. Können wir vielleicht kurz eine Bibelstelle dazu aufschlagen? 2. Korinther 5,14 bringt das sehr treffend auf den Punkt.
Genau, da heißt es: „Denn die Liebe Christi drängt uns, weil wir überzeugt sind, dass, wenn einer für alle gestorben ist, dann sind sie alle gestorben, und er ist darum für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist.“
Ich mag besonders die Übersetzung „Die Liebe Christi drängt uns.“ Das steht über allem. Ich weiß: Christus liebt mich. Er hat uns zuerst geliebt. Ich muss ihn jetzt nicht beeindrucken, indem ich denke: „Oh wow, jetzt hast du mal was gemacht, jetzt liebe ich dich.“ Nein, ich bin geliebt. Und das treibt mich an. Vor allem auch zu sehen: Ich lebe gar nicht mehr für mich selbst, sondern für den, der für mich gestorben ist.
Dieser Herzschlag Gottes gilt den Verlorenen. Er liebt die Verlorenen – meinen Nachbarn, meinen Arbeitskollegen, ganz egal – und möchte, dass sie erleben, dass Christus für sie gestorben ist und der Zorn Gottes weggenommen wird. Das ist der Herzschlag hinter allem, würde ich sagen: Die Liebe Christi, die uns drängt. Das steht über allem und ist das absolute Fundament.
Dann haben wir es, Christian, ja auch noch mal in drei Wachstumsbereiche aufgegliedert. Magst du dazu was sagen?
Soll ich dazu was sagen?
Ja, ich habe das nochmal ausgedruckt, die Grafik.
Ah, perfekt. Diese Grafik.
Ja, genau. Ich halte sie mal hier in die Kamera, vielleicht könnt ihr das dann besser sehen. Für diejenigen, die jetzt nicht zuschauen, sondern nur zuhören: Auf der Grafik sieht man unseren Herzschlag „Vom Herzen Gottes zu den Menschen – Liebe, die weitergeht“. Dann haben wir hier quasi drei Pfeile. In der Mitte sind die Alltagsmissionare beziehungsweise der Alltagsmissionar, denn man ist nicht allein unterwegs, sondern gemeinsam in Bewegung. Das soll das ein bisschen ausdrücken.
Der Pfeil nach oben steht für die Liebe zu Jesus. Wir lieben ja nur, weil er uns zuerst geliebt hat. Es braucht diese Verbindung in der Vertikalen zu Christus, dass wir ihn lieben und in dieser Liebe wachsen.
Dann haben wir hier die Liebe zum Wort Gottes noch einmal extra aufgeführt. Das ist wichtig, weil der Glaube aus der Predigt kommt und wir Gottes Wort predigen müssen. Gottes Wort hat Kraft und verändert Menschen. Man muss in diesem Wort zu Hause sein. Dieser Wachstumsbereich oder das Lernfeld – wie man es nennen will – leitet dazu an. Die Lektionen in diesem Bereich gehen zum Beispiel darauf ein, was das Evangelium ist.
Und dann haben wir die Liebe zum Nächsten. Es ist nicht nur eine Sache zwischen mir und dem Herrn, und ich habe Gottes Wort, sonst hätte ich nichts. Sondern ich soll das weitergeben – Liebe, die weitergeht und die weitergibt. Das ist ja unser Auftrag.
Deshalb gehören diese drei Bereiche zusammen: Liebe zu Jesus, Liebe zum Wort und Liebe zum Nächsten. Wir haben das so ein bisschen in die drei Ls aufgeteilt.
Christian, wie würdest du Liebe zu Jesus und Liebe zum Wort unterscheiden?
Liebe zu Jesus, Liebe zum Wort – ich meine, das Wort Gottes ist ja das fleischgewordene Wort Gottes, wenn du das so meinst. Aber theologisch haben wir da gar nicht so weit gedacht.
Bei der Liebe zu Christus geht es vor allem darum, dass ich verstehe, wer ich in ihm bin. Aus der Identität heraus haben wir extra drei Lektionen gemacht, weil das ein Grundelement ist. Aber auch das Evangelium zu kennen und zu verstehen gehört dazu. Es geht um Gottes Souveränität – er wirkt auf eine Weise, wie er es will, ganz so, wie er es will. Aber auch meine Verantwortung spielt eine Rolle.
Gott gebraucht uns, will uns gebrauchen und hat uns einen Auftrag gegeben. Wie das zusammenpasst, gehört ebenfalls in diesen Lernbereich. Zum Beispiel geht es auch um das Leben in Abhängigkeit und im Gebet mit Gott. Themen wie Gottesfurcht und Menschenfurcht sind dort auch enthalten.
Wenn es um Gottes Wort geht, ist es ganz klar, an die Kraft des Wortes zu glauben. Wie präsentiert man das Evangelium? Was sind die Inhalte des Evangeliums? Wie kann man missionarisch Bibel lesen? Wir haben ja das Produkt „Das Wort“, das in diesem Bereich vorgestellt wird.
Dort geht es wirklich um die Fokussierung auf das Evangelium und Gottes Wort, Gottes Wort zu kennen, zu verstehen, auszulegen und anzuwenden. Der Fokus liegt auf der persönlichen Anwendung.
Vielleicht kann man das so ein bisschen auseinanderhalten.
Hast du das gut aufgeschlüsselt?
Ja, oder möchtest du noch etwas ergänzen?
Nein, du hast es gut gesagt. Ich würde auch sagen, die Liebe zum Wort ist auch ganz praktisch: Wie verwende ich Gottes Wort? Sei es, dass ich biblische Geschichten in Gesprächen verwende oder das Wort mit jemandem gemeinsam lese.
Wir bringen ihnen Gottes Wort, denn damit begegnen wir auch der geistlichen Not.
Ja, ganz genau.
Praktische Hinweise zum Einstieg in Grow
Ja, was wollen wir als Nächstes besprechen? Wie kann man starten? Wie kann man ganz praktisch jetzt damit anfangen? Wir haben viel darüber gesprochen: Was ist Grow, wofür ist Grow, und was bedeutet das jetzt für dich, der du hier zuhörst oder zuschaust?
Tina, was würdest du sagen?
Ja, also erst mal: Du hast schon gesagt, wir haben eine neue Website. Auf dieser Website gibt es den Bereich "Training". Wenn man darauf klickt, wird einem Grow vorgestellt. Es gibt ein Einführungsvideo, aber auch nochmal Informationen darüber, welche Vorteile Grow bietet. Außerdem wird erklärt, wie man mit Grow startet.
Hier haben wir verschiedene Möglichkeiten. Es gibt verschiedene Pakete, die wir schon vorbereitet haben. Zum Beispiel das Basispaket, in dem fünf Grundlagen für deine Alltagsmission gelegt werden. Oder das Basis-Plus-Paket, das neun Lektionen enthält. Dann gibt es ein Intensivpaket, in dem aktuell alle Lektionen enthalten sind. Du hast auch schon das Paket „Identität“ erwähnt, das sich wirklich nur darum dreht, Christus in mir – was ist meine Identität als Kind Gottes und wie trägt das zu meiner Alltagsmission bei?
Man kann sich also ein Paket aussuchen oder auch individuell schauen, welche Lektionen es gibt und was gerade am besten passt. Dann kann man sich das individuell zusammenstellen.
Wenn man sich entschieden hat, kann man starten – entweder in der Gruppe, indem man sagt: „Ja, ich möchte das in meiner Gemeinde mit meiner Kleingruppe machen.“ Dann startet man es in der Gruppe. Oder man sagt: „Ich habe gerade keine Kleingruppe, ich möchte das alleine machen.“ Dann kann man als Einzelteilnehmer starten.
Auf der Webseite wird man Schritt für Schritt durch den Prozess geleitet. Man kann eigentlich nichts falsch machen, wenn man einfach dem Programm folgt, das im Lektionspaket vorgegeben ist.
Das Schöne ist, dass man komplett fertiges Material bekommt. Gerade wenn man Kleingruppenleiter ist, hat man oft Stress und wenig Zeit für die Vorbereitung. Das wird einem abgenommen. Man bekommt einen Leitfaden, der ganz konkret durch die Lektion führt – mit Zeitangaben, Fragen und Inhalten. So wird es einem so leicht wie möglich gemacht.
Es ist natürlich gut, wenn man sich das vorher anschaut, aber es ist schon sehr empfehlenswert.
Ja, uns war es auch wichtig, dass es eine Entlastung ist – ein Dienst an der Gemeinde – und nicht mega kompliziert wird. Das war auch etwas, was wir im Vorfeld herausgefunden haben, im Gespräch mit Gemeindeverantwortlichen. Sie sagten, dass sie das für voll notwendig und super halten, wenn wir so etwas anbieten. Aber sie sagten auch: „Weißt du, eine Affinitätsveranstaltung im Jahr und die ganzen anderen Aufgaben, die ich als Gemeindeverantwortlicher, Ältester, Pastor oder Leiter habe – ich schaffe es einfach nicht, auch noch so etwas auszuarbeiten.“
Für sie ist es richtig super, dass es etwas Fertiges gibt. Für die, die viel Zeit haben, können die Materialien auch selbst erarbeiten. Die Vortragsskripte, die den Videos zugrunde liegen, kann man herunterladen und selbst den Vortrag halten, wenn man möchte. Natürlich kann man sich auch einfach das Video anschauen – so ist es gedacht.
Es gibt maximale Freiheit, wie man es in der Gruppe machen möchte. Es gibt sehr viele Fragen, wenn man das in der Kleingruppe macht. Man kann noch zusätzliche Fragen stellen oder die Dinge kürzen. Man muss nicht alle Fragen stellen, sondern hat eine Auswahl.
Es ist also vieles vorbereitet und nimmt Arbeit ab. Man kann es aber auch selbst erarbeiten, wenn man will – mit dem Leitfaden, der zur Verfügung steht.
Vielleicht macht es sogar Sinn, Christian, dass wir mal am Beispiel einer Lektion kurz durchgehen, wie so eine Lektion aufgebaut ist. Wir haben die ja immer im gleichen Stil aufgebaut. Das heißt, jede Lektion hat den gleichen Aufbau, natürlich mit unterschiedlichen Lernzielen und Inhalten.
Du hast bestimmt das Handout schöner ausgedruckt als ich, Christian, mit Farbe, oder?
Ja, guck mal, das ist das Handout für den Gruppenleiter. Es gibt auch ein Handout für die Gruppenteilnehmer. Zum Beispiel hier das Thema „Was ist das Evangelium?“. Ich habe hier das Gebet, aber das ist nicht so schön grün wie bei dir.
Das ist aber nicht so schlimm. Hier sieht man schon den Unterschied: Das ist das Handout für den Gruppenleiter, und das ist das für den Gruppenteilnehmer. Außerdem gibt es ein extra Handout für den Einzelteilnehmer, wenn man das alleine machen möchte.
Ich komme ganz kurz zur Struktur. Du hast am Anfang immer einen Gesprächseröffner, was kommt dann, Tina?
Genau, also der Einstieg ist mit einer Frage, bei der man sich austauscht – ein Gesprächsöffner für etwa fünf Minuten. Dann kommen Testimonials. Dafür haben wir drei Personen befragt, ganz normale Leute aus der Gemeinde, die zu dem Thema ihrer Alltagsmission berichten. Diese kurzen Videos dauern ein bis zwei Minuten.
Alternativ kann man auch direkt die Leute in der Kleingruppe befragen, was sie dazu sagen, und dann überlegen, was man daraus lernen kann und was man mitnimmt.
Dann folgt der Vortrag. Der dauert meist circa 15 Minuten. Ein Referent, zum Beispiel Christian, referiert zum Thema, zum Beispiel „Gebet – der Schlüssel zur Alltagsmission“. Man kann sich das anschauen und hat auf dem Handout viel Platz zum Mitschreiben.
Das ist sehr praktisch. Du hast wirklich viel Platz zum Mitschreiben.
Ja, und dann geht es weiter mit der Vertiefung in der Gruppe. Dort gibt es ausgearbeitete Fragen. Man sollte eine Auswahl treffen, weil es sonst zu viel wäre. Es sind ganz konkrete Fragen zur Reflexion über den Vortrag, oft auch mit Bibelstellen, die man nachlesen kann.
Es gibt kleine Aufgaben, die man manchmal zu zweit in einer größeren Gruppe macht oder in einer kleineren Gruppe oder allein in der Stillarbeit.
Und wie endet die Lektion?
Vielleicht noch ergänzend zur Vertiefung: Wir haben etwa 30 Minuten dafür eingeplant. Wir haben aber bewusst den Hinweis gegeben, dass man nicht alle Aufgaben machen muss. Das ist zum Beispiel auch eine wertvolle Aufgabe für den Gruppenleiter, vorher zu schauen, was gerade gut für die Gruppe passt.
Man soll sich da nicht unter Druck setzen, jede Aufgabe abzuarbeiten. Vielleicht schafft man es, vielleicht nicht – das hängt von der individuellen Situation ab.
Dann schließt man die Lektion mit Gebet ab. Die Gebetszeit ist total wichtig. Das Schöne an einer kleinen Gruppe ist, dass man auch miteinander für die Beziehungen beten kann – für die Menschen, die jeder Einzelne hat oder zu denen er eine Beziehung aufbauen möchte. Man nennt die Namen und betet für die Leute. Es gibt auch einen Austausch darüber und über das Gelernte.
Tina, das heißt, man versucht, das Gelernte wirklich umzusetzen und auf die Straße zu bringen.
Genau, und man bekommt Hausaufgaben mit nach Hause. Dort gibt es konkrete Aufgaben, um etwas zu vertiefen und anzuwenden. Zum Beispiel: Was ist der nächste Schritt, den ich mit meinem Nächsten gehen möchte, der den Herrn noch nicht kennt?
Dann trifft man sich wieder zum nächsten Mal.
Das Ganze kann man auf dem Handout ausdrucken und händisch ausfüllen. Man kann es aber auch online auf der mobilen Webseite machen. Wir haben bewusst keine App gewählt, weil man sich eine App nicht so gerne installiert. Die mobile Webseite funktioniert aber sehr gut.
Die meisten besuchen Webseiten mittlerweile mit dem Smartphone. Dort kann man sich einen persönlichen Login machen. Von einem Dashboard aus kann man immer weiterarbeiten, Inhalte und Antworten eintragen und am Ende nachprüfen. Man kann sich auch alles ausdrucken, wenn man möchte.
So ist das gedacht.
Das Ganze dauert etwa 60 bis 90 Minuten, je nachdem, wie viel Zeit man einplant. 90 Minuten sind angenehm, weil man dann nicht so unter Zeitdruck steht, aber es ist auch flexibel möglich, je nachdem, was man auswählt.
Ja, vielleicht ist das für euch interessant. Schaut es euch selbst mal an. Wenn euch jemand einfällt, der das unbedingt erfahren sollte, oder wenn ihr an euren Gemeindeleiter oder Kleingruppenleiter denkt, der Grow noch nicht kennt, dann teilt die Folge oder das Angebot.
Wenn ihr auf holkebach.org geht, könnt ihr euch dort mit dem Angebot vertraut machen und es gerne weiterempfehlen.
Unterstützung und Begleitung durch Missionsberater
Ja, Christian, das ist ganz wichtig. Auf unserer Webseite gibt es sogar eine Sektion mit dem Titel „Bring Grow in deine Gemeinde“. Dort findest du fertiges Material, das du einfach herunterladen und verwenden kannst, wenn du denkst, das wäre etwas für deine Gemeinde.
Du kannst dir zum Beispiel ein Video herunterladen, das Grow erklärt. Außerdem steht dir eine fertige PowerPoint-Präsentation mit Folien zur Verfügung, die du vortragen kannst. Zusätzlich gibt es eine Werbekarte für Grow.
Falls du sagst, das ist nicht so dein Ding, kannst du auch einen Missionsberater für deine Region einladen. Dieser kommt vorbei und stellt das Ganze vor.
Moment, jetzt musst du aber erst erklären, was ein Missionsberater eigentlich ist, Tina. Ja, den Begriff haben wir uns ausgedacht. Unsere Außendienstler sind sozusagen für bestimmte Regionen eingeteilt. Man kann sie grundsätzlich in die Gemeinde einladen, um zum Thema Mission im Alltag zu sprechen. Sie beraten und unterstützen, je nach Situation der Gemeinde, und sind natürlich auch mit Grow vertraut. Sie können das Programm vorstellen und gemeinsam schauen, wie es gut in die Gemeinde passt.
Das ist kein neues Thema, das wir gerade erfunden haben. Wir verfolgen das schon länger. Früher hatten wir einen Gemeindeprozess mit einem eher sperrigen Namen. Dabei sind die Missionsberater in die Gemeinden gegangen und haben vor allem mit den Verantwortlichen geschaut: Was braucht ihr? Wie können wir euch helfen, dass die Alltagsmission vorankommt? Auf einem sehr individuellen und persönlichen Weg haben sie Gemeinden geholfen, Schritte in diese Richtung zu gehen.
Dabei haben wir gemerkt, dass wir nicht so viele Missionsberater haben und der Bedarf riesig ist. Es gibt so viele Gemeinden, die das gerne machen wollen. Es ist aber sehr zeit- und aufwendig, jede Gemeinde persönlich zu begleiten. Das war auch ein Grund, warum Grow entstanden ist: weil es skalierbar ist. Man kann es wirklich alleine oder als Kleingruppenleiter in der Gemeinde initiieren, ohne dass man jemanden sonst braucht.
Aber wir stehen natürlich bereit, wenn Missionsberater angefragt werden, um Grow vorzustellen. Sie können die Gemeinden auch noch individueller beraten und Empfehlungen geben, was vielleicht gut passt.
Ja, daran müssen wir später auch noch denken. Wir wollen ja noch einen Ausblick auf die nächste Ausbaustufe von Grow geben.
Entstehungsgeschichte und Inspiration von Grow
Okay, Tina, wo machen wir weiter? Ein bisschen die Entstehungsgeschichte? Die Entstehungsgeschichte – zu den Lektionen haben wir ja schon genug gesagt, oder? Welche Lektionen es gibt und so weiter.
Dann würde ich sagen, wir gehen doch zur Entstehungsgeschichte von Grow über. Es hat ja wirklich einige Zeit gedauert, muss man schon sagen.
Christian, wie kam es dazu, dass Grow entwickelt wurde? Woran hat sich Grow orientiert? Wie war dieser Prozess? Kannst du uns da ein bisschen mitnehmen?
Ich versuche es, Tina, du darfst mich gerne ergänzen. Also, ich glaube, es war 2023, als ein paar vom Missionswerk auch in Großbritannien waren. Dort haben sie Geschwister kennengelernt, verschiedene Arbeiten von verschiedenen Werken besucht und so eine kleine Tour gemacht. Unter anderem entstand auch der Kontakt zu Le Frasse von The World One to One.
The World One to One – das haben wir euch schon in einer anderen Machbar-Podcast-Folge erzählt – bedeutet auf Deutsch „Das Wort gemeinsam lesen“. Das ist unser Programm zum Johannesevangelium, das wir angelehnt an das britische The Word One to One in Deutschland herausgebracht haben. Für den deutschsprachigen Raum kann man es bei uns auf holkebach.org im Shop bestellen. Es ist eine Hilfe, wirklich gemeinsam mit einem Suchenden Gottes Wort zu lesen, richtig, Tina?
Genau, ja. Man braucht keine Vorkenntnisse, man schlägt einfach die Bibel auf – in Anführungsstrichen, denn es sind kleine Hefte mit kurzen Erklärungen, manchmal einer Frage, einer Hervorhebung und so weiter – und liest einfach gemeinsam das Johannesevangelium. Gottes Wort wirkt. Und das bekommen wir auch als Rückmeldung, auch ihr gerade als Missionsberater, die unterwegs seid, bekommt das als Rückmeldung, dass es ein tolles Programm ist, das gerne genutzt wird.
Na ja, und da haben wir Le Frasse kennengelernt. Über ihn haben wir auch von A Passion for Life gehört. Das ist eigentlich so eine Kampagne, die vor einigen Jahren entstanden ist. Der Ansatz von Nick, mit dem wir über Le Frasse bekannt gemacht wurden, war folgender: Er hatte die Idee, nicht noch einen Kurs zu machen, sondern eine Plattform zu schaffen, auf der Gemeinden mit allem ausgerüstet werden können, was sie zur persönlichen Affination brauchen.
Also sollten verschiedene Leute mitmachen, und es sollte für jeden zugänglich sein – so in der Art: „Guck mal hier, lasst uns nicht einfach einen Kurs machen, sondern verschiedene Module.“ Das fanden wir ganz toll bei A Passion for Life und haben uns im Grunde genommen die Inhalte, die sie erarbeitet hatten, ins Deutsche übersetzt, ein bisschen auf unseren Kulturkreis angepasst und medial aufbereitet, würde ich sagen.
Sie haben sehr von ihren Netzwerken profitiert. Sie haben, glaube ich, 23 Netzwerke in Großbritannien, mit denen sie quasi zusammengearbeitet haben, und diese Netzwerke haben wiederum viele Gemeinden mitgebracht. Am Anfang der Kampagne hatten sie sehr schnell schon 800 Gemeinden, die dieses Programm gemacht haben.
Also das, was bei uns jetzt Grow heißt, haben sie vor einigen Jahren gestartet. Vor allem in der Zeit von Corona 2020 und den folgenden Jahren ist das richtig aufgeblüht. In so vielen Gemeinden wurde diese Arbeit gestartet und hat Früchte getragen.
Genau. Was soll ich sonst dazu sagen? Wir haben sie gefragt, wir waren ganz begeistert davon. Sie haben uns das Okay gegeben, dass wir es gerne für den deutschsprachigen Raum herausbringen dürfen. Und ja, das ist unser großes Anliegen, dass wir hier Gemeinden, gerade auch Gemeinden, dienen und helfen können mit Grow, um Zurüstung in der eigenen Gemeinde zu erfahren – in der persönlichen Affination, genau.
Und was auch richtig toll war: Es war wirklich sehr erfreulich, sie kennenzulernen und zu sehen, wie freigiebig sie mit ihren Ressourcen umgegangen sind. Sie haben uns wirklich alles zur Verfügung gestellt. Man muss ja auch sagen, dass es bei ihnen so gut gelaufen ist, dass sie immer wieder neue Auflagen von A Passion for Life gemacht haben – Erweiterungen, nochmal überarbeitet, mit Feedback und so weiter – und das Programm richtig optimiert haben.
Sie haben uns quasi schon die Ressourcen für 2026 zur Verfügung gestellt, obwohl diese noch gar nicht draußen waren. Wir durften uns daran orientieren. Das war schon echt toll.
Man muss schon sagen, Christian, es ist ein anderer Kontext, eine andere Kultur, auch in gewisser Weise. Das hat uns auch dazu bewegt, nicht einfach nur zu übersetzen, sondern das Ganze mit Referenten aus dem deutschsprachigen Raum auf unseren Kontext noch einmal anzupassen.
Ja, genau, genau. Das ist schon ein bisschen anders in Großbritannien. Das haben wir auch an den Videos gemerkt. Da waren wir mega dankbar, dass sie wirklich ein sehr detailliertes Feedback von Referenten bekommen haben, die das Angebot genutzt und sich genau angeschaut haben. So konnten wir schon von der überarbeiteten Version profitieren, die bei A Passion for Life eigentlich erst im Laufe des Frühjahrs oder Sommers 2026 herauskommt. Wir sind ihnen quasi schon einen Schritt voraus, obwohl wir viel später angefangen haben.
Ja, und wir wünschen uns natürlich und hoffen auch, dass es in vielen Gemeinden Eingang findet und genutzt wird.
Ich habe da auch Hoffnung, weil ich fand es interessant, wie sie erzählt haben, dass sie durch die englische Sprache natürlich auch ganz andere Länder erreichen konnten, in denen Englisch gesprochen wird. Sie hatten gar nicht damit gerechnet, wie stark sich das verbreitet hat und auf welche Nachfrage sie gestoßen sind. Hoffen wir natürlich, dass es bei uns genauso angenommen wird.
Ja, hier sprechen ja nicht so viele Deutsch, außer in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Ja, aber das stimmt. Ich fand es toll, gerade mit den mehr als 800 Gemeinden am Anfang, das bezog sich ja wirklich nur auf Großbritannien. Das ist inzwischen viel größer geworden und wurde auch nach Deutschland exportiert.
Ja, und es ist toll, wie das weiter wächst. Dieses Anliegen, in der persönlichen Affination zu wachsen, Alltagsmission zu leben und als Gemeinde diesen Blick zu haben – darin gestärkt zu werden – ist einfach großartig.
Mich motiviert diese Vision auch sehr. Stell dir mal vor, du hast deine Gemeinde vor dir und stellst dir vor, dass jede einzelne Person dort nur eine andere Person erreichen könnte. Nur eine! Was das schon bewegen würde, wenn wir im deutschsprachigen Raum in unseren Gemeinden schauen, dass wirklich jeder Einzelne so einen Beitrag leisten kann.
Ja, wir sind jetzt einfach unterwegs, wollen das Programm auch auf Konferenzen und in Gemeinden vorstellen, beten und hoffen, dass es Anklang findet.
Wir sind auch dabei, es ist ja nicht so, dass das fertig ist. Es wächst, es kommen weitere Lektionen dazu, und wir sind sehr gespannt darauf, wie die Ersten es anwenden.
Wir haben zwar schon eine Testphase gemacht, im letzten Jahr, Tina, bei der wir 15 Einzelteilnehmer und 15 Gemeindeguppen gewinnen konnten, die das Programm durchgegangen sind. Wir haben gutes, positives Feedback bekommen, vieles, das uns weitergeholfen hat in der Entwicklung und bei den 14 Lektionen, die jetzt schon drin sind.
Und da sind wir auch voll darauf angewiesen. Also wenn du das machst, alleine oder mit deiner Gemeinde, lass uns daran teilhaben an deinen Erfahrungen, damit wir davon lernen und weiter daran arbeiten können, um es zu verbessern. Das ist uns ein großes Anliegen.
Wenn dich das anspricht, schreib gerne an machbar@heukebach.org und lass uns teilhaben an deinen Plänen und Erfahrungen mit Grow.
Ja, total wichtig. Wir freuen uns immer sehr über Feedback, Rückmeldungen und sind gerne lernbereit, Dinge zu verändern. Nicht nur Gutes, sondern auch Kritik, die wehtut.
Okay, Tina. Wie geht es weiter? Das war jetzt so die Geschichte ein bisschen und unsere Wünsche für die Zukunft, dass es angenommen und genutzt wird. Worüber wollen wir noch reden?
Ausblick auf die Weiterentwicklung von Grow und Community-Bildung
Ja, man könnte sagen, es gibt einen Ausblick: Es kommen neue Lektionen dazu. Aktuell sind es 14 Lektionen zu unterschiedlichen Themen. Wir haben das jetzt erst einmal an den Start gebracht. Ich denke, nächste Woche geht es weiter mit der Planung, Christian, welche neuen Lektionen wir dazunehmen.
Auch hier ist es interessant, von Gemeinden zu hören, welche Themen wir noch ergänzen oder angehen können. Wir haben natürlich schon ein paar Ideen auf dem Schirm, aber das soll kontinuierlich wachsen und erweitert werden.
Vielleicht können wir auch noch etwas zum Tool sagen, das wir gerade entwickeln. Es soll eine persönliche Standortbestimmung ermöglichen – sowohl für Einzelpersonen als auch für Gruppen in der Gemeinde. Man kann herausfinden, wo man in der persönlichen Affinität steht. Ihr erinnert euch an die wunderbare Grafik mit den drei Ls? Wo bin ich stark – in der Liebe zu Jesus, in der Liebe zum Wort oder in der Liebe zum Nächsten? Bin ich eher ein Beziehungsmensch und habe keine Probleme, mit Menschen in Kontakt zu kommen? Oder habe ich vielleicht Defizite im Verständnis des Evangeliums?
Das Tool soll durch Fragen eine Standortbestimmung ermöglichen. Wir stellen uns vor, dass man das auf der Webseite machen kann. Man geht die Fragen durch und bekommt am Ende eine klare Empfehlung. Zum Beispiel: „Wir würden dir diese und jene Lektionen empfehlen.“ Oder auch für deine Gruppe konkret: „Du brauchst vielleicht mehr Wachstum in diesem Bereich.“ Daraus kann man sein eigenes Programm zusammenstellen, basierend auf der Empfehlung.
Ich hoffe, ich habe das gut erklärt. Das ist die Idee: dass man individuell abgeholt wird, um seine Wachstumsbereiche zu erkennen, aber auch die eigenen Stärken. Das ist auch für Kleingruppen interessant, um zu sehen, wo Stärken liegen und wie man sich ergänzen kann.
Wir wissen noch nicht genau, wann es soweit ist, aber wir sind dran, dass das Tool bald auf der Website zugänglich ist.
Ein großes Thema ist auch der Gedanke von Community. Das steht noch ganz am Anfang. Holger Bach gibt es schon lange, und wir merken, dass das Interesse an Alltagsmission wächst. Wir haben das Magazin und den Podcast, und die Community wächst ebenfalls.
Mit „Grow“ starten wir jetzt neu, und das muss sich noch entwickeln. Tina, kannst du dazu noch etwas sagen? Du kannst da sicher mehr erzählen.
Ich denke, es ist super, wenn man sich in der Community austauschen kann, von den Erfahrungsschätzen anderer lernt, ermutigt wird und auch Gebetsgemeinschaft hat. Wenn wir uns mit anderen Alltagsmissionaren austauschen, werden wir oft neu inspiriert und lernen viel dazu.
Christian, was schwebt dir in Bezug auf Community vor?
Für mich ist das ein Riesenthema. Ich weiß noch nicht genau, wie wir das angehen sollen. Es scheint sehr umfangreich zu sein, und wir brauchen wirklich Weisheit vom Herrn, wie wir das am besten gestalten. Wir beten dafür und gehen Schritt für Schritt vor.
Was sicher super ist: Falls du den Newsletter noch nicht kennst, geh auf die Webseite holkebach.org und abonniere ihn. Dort erfährst du immer, wenn es Neues bei „Grow“ gibt, aber auch in anderen Bereichen von Holkebach. So verpasst du nichts mehr. Der Newsletter gehört auch zur Community dazu.
Wenn du regelmäßig Infos von uns bekommst und „Grow“ schon machst, gehörst du dazu. Lass uns gerne darüber ins Gespräch kommen. Wenn ihr Ideen oder Erfahrungen habt, wie man eine Community aufbaut, schreibt uns gern. Wir sind immer offen für Hilfestellungen und Erfahrungsaustausch.
Tina, vielleicht möchtest du noch etwas ergänzen?
Ich wollte nur sagen: „Passion for Life“ hat ja auch viele Gemeinden vernetzt, sodass sie gemeinsam etwas Großes auf die Beine stellen konnten. Es ist interessant, von ihnen zu lernen.
Die Kampagne, die gestartet ist, war ursprünglich als Kampagne gedacht, nicht als Programm. Vielleicht wäre es gut, mit ihnen noch einmal zu sprechen, um zu sehen, was wir von ihnen lernen können.
Wir haben jetzt ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert und euch in die Entstehungsgeschichte mitgenommen sowie unsere Gedanken geteilt. Es gibt noch viele Lektionen, die wir aufbereiten wollen. Wahrscheinlich sind es noch etwa 25 oder mehr.
Außerdem gibt es weitere Lektionen von „Passion for Life“, die wir noch vertiefen und erweitern wollen. Dabei sind wir ganz auf die Rückmeldungen der „Grow“-Community angewiesen, die „Grow“ schon gemacht hat.
Tina, was war für dich in der Entstehungsgeschichte das Highlight? Wir haben ja jetzt etwa anderthalb Jahre zusammen daran gearbeitet.
Ich bin grundsätzlich sehr dankbar, weil ich finde, es ist eine tolle Aufgabe, sich so intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Ich habe auch selbst viel von den Inhalten gelernt, die wir bei „Passion for Life“ gesichtet haben, aber auch von den neuen Inhalten, die entstanden sind.
Mein persönliches Highlight ist, dass das Ganze endlich Form angenommen hat und jetzt da ist. Nach dieser Zeit ist es richtig schön, das zu sehen.
Christian, was war dein persönliches Highlight?
Mir ging es ähnlich. Besonders schön war es, als wir online gegangen sind. Außerdem habe ich eine versteckte Liebe zur Videoproduktion. Das hat mir sehr viel Freude gemacht, mich in den Videos für „Grow“ auszutoben.
Auch die Planung für die Webseite hat Spaß gemacht. Schaut euch die Webseite mal genau an: Dort stellen wir die verschiedenen Alltagswelten vor. Es gibt tolle Testimonials und Videos, die wir mit Alltagsmissionaren produzieren durften – das war großartig und soll weiterentwickelt werden.
Wenn du als Alltagsmissionar in irgendeinem Bereich unterwegs bist – sei es auf der Arbeit, mit Kindern, Senioren oder in der Familie – und Erfahrungen hast, dann schreib uns gern. Wir sind immer auf der Suche nach persönlichen Zeugnisgeschichten.
Das war vielleicht mein Highlight: die Entstehung, das Onlinegehen und die Videoproduktion. Zum Glück kennst du dich damit aus, sonst wären wir verloren gewesen.
Hör doch auf!
Gut, was bleibt noch zu sagen, Tina? Du kannst noch einen Punkt machen.
Ich würde sagen, wir freuen uns natürlich, wenn du bis hierhin zugehört hast und jetzt starten möchtest – alleine oder mit deiner Gruppe, um das in die Gemeinde zu tragen. Das wäre großartig.
Ganz konkret: Was macht man, wenn man loslegen will? Du kannst einfach auf „Training entdecken“ klicken und starten. Schau dir das Paket an, sieh dir die Inhalte an und probiere eine Testlektion aus.
Die Gebetslektion haben wir als sehr grundlegend angesehen. Sie ist frei zugänglich, ohne Anmeldung. Übrigens ist alles kostenfrei, wie immer bei Holkebach.
Wenn du dich anmeldest, unterschreibst du nichts und musst nichts bezahlen. Du bekommst einen persönlichen Account, kannst andere Teilnehmer einladen, eine Gruppe bilden und gemeinsam „Grow“ machen.
Schau es dir an, geh die Schritte durch. Wenn du Hilfe brauchst, melde dich bei uns. Auf der Webseite gibt es ein Chat-Tool, über das du uns einfach schreiben kannst. Dann bekommst du konkrete Unterstützung.
Du musst nicht alles wissen oder ein Superevangelist sein. Wenn du die verborgene Sehnsucht hast, zu lernen und in der Alltagsmission zu wachsen, dann fang einfach an.
Christian, vielleicht noch etwas Interessantes? Du hattest die ganze Zeit ein grünes Heftchen auf deinem Tisch liegen. Manche fragen sich vielleicht, was das ist.
Das ist das Gebetsjournal im neuen Design. Wir haben es komplett überarbeitet, falls du das alte kennst. Für „Machbar“ hatten wir schon ein Gebetsjournal herausgebracht. Das hier ist das Nachfolgeprodukt.
Die Überarbeitung hat uns viel Freude gemacht. Es sieht richtig toll aus. Schade, dass das jetzt nur gehört wird und nicht gesehen. Im Shop shop.holkebach.org kann man das Gebetsjournal bestellen – auch kostenfrei.
Es bietet viel Platz zum Selberschreiben, schöne Zitate und hinten eine konkrete Anleitung mit einem wunderbaren Lesezeichen.
Dort wird das „Fans- und Blessprinzip“ erklärt, es gibt Tipps für das persönliche Gebetsleben und noch mehr.
Tina, was möchtest du noch ergänzen?
Das sind so die Grundlagen. Es lohnt sich immer, das Gebetsjournal dabei zu haben, wenn man „Grow“ macht oder Lektionen durcharbeitet. Man kann sich die Anliegen notieren, und es ist ein gutes Begleitmaterial für jede Lektion.
Sehr gut, denn am Ende steht immer wieder die Aufforderung zu beten. Gebet ist der Schlüssel zur Alltagsmission. Es ist das Reden mit dem Auftraggeber. Er hat uns den Auftrag gegeben, zu Jüngern zu machen. Deshalb ist Gebet so notwendig und wichtig.
Gut, ich denke, wir kommen damit zum Ende. Tina, hast du noch ein Schlusswort?
Nein, ich danke dir herzlich für den Austausch. Es hat mir Spaß gemacht.
Für euch: Cool, dass ihr dabei wart! Schaut auf „Grow“ vorbei, meldet euch an, macht es durch, empfehlt es weiter und bringt es auch in eure Gemeinde.
Und wenn ihr den Heukebach-Newsletter noch nicht bekommt, abonniert ihn unbedingt. Dort bekommt ihr regelmäßig Inputs und Ideen für eure Alltagsmission. Ihr erfahrt auch, wenn wir neue Produkte oder Angebote zur Alltagsmission haben.
Dann sage ich Tschüss und bis zum nächsten Mal! Tina, mach’s gut und vielen Dank dir!
Tschüss!