Serie•Teil 15 / 26Höningen 2013 - Das Buch Josua
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Rückblick auf die Gibeoniter und ihre Stellung im Tempeldienst
Josua Kapitel zehn, ein kleiner Nachtrag noch bei den Gibeonitern. Wir hatten ja dort geendet. Es ging um die Wasserschöpfer und Holzhauer im Tempel beziehungsweise wahrscheinlich auch schon in der Stiftshütte.
Der Wiersbe macht in seinem Buch darauf aufmerksam, dass in 1. Chronik 9,2 sogenannte Netinim genannt werden. Bei mir heißt der Vers: „Die ersten Bewohner, die in ihrem Besitztum, in ihren Städten wohnten, waren Israel, die Priester, die Leviten und die Netinim.“
Netinim ist ein Ausdruck, der von dem Wort Natan kommt, das „schenken“ heißt. Netinim sind also Geschenkte oder vielleicht auch Geweihte, Gegebene. Diese werden immer wieder erwähnt im Buch Esra, Kapitel 2 und Kapitel 7, Kapitel 8, Nehemia 3, Nehemia 7, Nehemia 10, Nehemia 11. Sie werden immer wieder erwähnt, neben den Priestern und den Leviten, im Tempel dort.
Diese Geschenkte scheinen sich genau auf diese Diener zu beziehen, auf diese zusätzlichen Tempeldiener, die dort diesen sklavischen Dienst verrichteten. Das würde also bedeuten, dass diese Gibeoniter tatsächlich über viele Jahrhunderte hinweg einen festen Dienst hatten, auch noch nach der Rückführung.
Ja, also offensichtlich wurden sie auch weggeführt und kamen wieder zurück. Das heißt, sie haben sich dermaßen in das israelitische Leben eingegliedert als Knechte dort, dass sie ihren festen Dienst hatten und genauso wie die Leviten und Priester alle mitgenommen und dann wieder zurückgeführt wurden.
Wenn das gesichert ist mit den Netinim, dass das genau dieselbe Gruppe ist, dann müsste man das noch genauer prüfen. Ich weiß jetzt nicht, worauf sich Wiersbe da noch berufen kann; dem müsste man noch nachgehen. Aber interessant ist es schon, dass gerade diese Gruppe genannt wird, und sie werden nicht näher beschrieben. Es könnte sich um diese Gruppe handeln.
Das würde auch bedeuten, dass die Gibeoniter für die Israeliten tatsächlich keine Gefahr mehr wurden, also keine Gefahr für den Götzendienst. Man liest auch nie etwas Negatives darüber, dass die Gibeoniter die Israeliten zum Götzendienst verführt hätten.
Also, das soweit.
Der Beginn der grossen Koalition
Kapitel 10. Jetzt haben wir in Kapitel 10 und 11 die großen Schlachten. Bis jetzt waren ja nur die notwendigen zwei Schlachten gegen Jericho und gegen Ai, um überhaupt einmal das Gesetz aufzurichten. Aber jetzt kann also das Nächste geschehen, was zu geschehen hat, nämlich der Sieg über die Feinde, also die Ausrottung der Feinde oder die Landnahme, also das Einnehmen der Städte.
Kapitel 9 ist wie eine Einleitung dazu, die Liste der Gibeoniter. Denn durch die Liste der Gibeoniter entsteht jetzt erst dieser Krieg, ein Koalitionskrieg der südlichen Fünfkönige. Später war dann noch auch ein sechster dabei, von Debir, und der von Gezer kam auch noch dazu, also sogar sieben.
Wir lesen Vers 1: Und es geschah, als Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, hörte, dass Josua Ai eingenommen und ausgetilgt hatte, dass er Ai und seinem König ebenso getan hatte, wie er Jericho und seinem König getan hatte, und dass die Bewohner von Gibeon Frieden mit Israel gemacht hatten und in ihrer Mitte waren, da fürchteten sie sich sehr.
Mir fällt gerade noch etwas ein: Ai wurde ausgetilgt. Bethel, von dem lesen wir nichts, dass es ausgetilgt wurde. Wir hatten ja die Frage, die aufgetaucht war, und zwei Brüder haben in der Mittagszeit auch noch darauf hingewiesen. Jetzt Bethel in Kapitel 8: Wenn wir da zurückgehen, da war davon die Rede, dass also Soldaten von Bethel in Ai dabei waren. Und dort hatten wir Vers 17, ja, wo war das? Vers 18. Dort hieß es: „Und es blieb kein Mann in Ai und Bethel übrig.“ Dieser Ausdruck „kein Mann“ muss sich auf die Soldaten beziehen, nicht auf die Stadtbewohner, vor allem was Bethel betrifft. Denn Bethel kommt später noch vor, und zwar gar nicht lange danach. In Richter 1 ist Bethel noch bewohnt und muss von Juda erst eingenommen werden. Die Stadt hieß vorher Luz, und das war nicht lange danach, also nach dem Tode Josuas. Gut, man kann sagen, vielleicht sind inzwischen zehn Jahre verlaufen, aber dennoch scheint es also nicht, dass Bethel ausgerottet wurde. Es wird auch nichts gesagt. Es heißt nur: „Es blieb kein Mann in Ai und Bethel übrig, der nicht hinter Israel her ausgezogen wäre.“ Also diese von Bethel, die hinter Israel her ausgezogen waren, die wurden natürlich alle aufgerieben. Aber dass die Stadt Bethel selber vernichtet worden wäre, wird nicht gesagt. Es wird nur Ai erwähnt.
Also als dann gesagt wurde, Vers 25: „Alle an diesem Tag Gefallenen, sowohl Männer als auch Frauen, waren zwölftausend, alle Leute von Ai.“ Es wird nichts gesagt von Bethel. Und das könnte also eine Hilfe sein. Auch Keil scheint diese Lösung gefunden zu haben, dass also nur die Soldaten von Bethel nach Ai herangezogen waren, dass aber die Stadt selber verschont geblieben war. Nur das also nebenbei. Das wäre schon auch eine Lösung.
Die fünf Könige und ihre Städte
Zurück, Kapitel zehn, also diese fünf Könige: Der König Adonizedek von Jerusalem. Es heißt, da fürchteten sie sich sehr, denn Gibeon war eine große Stadt, wie eine der Königsstädte. Und sie war größer als Ai, und alle seine Männer waren Helden.
Und Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, sandte zu Hoham, dem König von Hebron, zu Piram, dem König von Jarmut, zu Jafia, dem König von Lachisch, und zu Debir, dem König von Eglon, und ließ ihnen sagen: Kommt zu mir herauf, helft mir, dass wir Gibeon schlagen; denn es hat mit Josua, mit den Söhnen Israels, Frieden gemacht.
Hier haben wir diese fünf Könige. Stadtkönige waren das, wir würden vielleicht sagen: Herrscher der Stadt, Stadtherrscher, Adonizedek, also um nicht zu sagen Bürgermeister. Stadtkönige, besser gesagt. Adonizedek, Herr der Gerechtigkeit, König von Jerusalem. Adoni-Zedek, so wie Melchisedek. Melchisedek war früher der König der Gerechtigkeit, König von Jerusalem. Das scheint ein Titel zu sein. Melchisedek und Adoni-Zedek sagen eigentlich das Gleiche aus. Der Herr der Gerechtigkeit ist der König der Gerechtigkeit, also ein gerechter König und ein gerechter Herr. Es scheint ein Titel zu sein, ein Titel der Jebusiterkönige, wie Pharao und wie Abimelech bei den Philistern.
Jerusalem wird hier erwähnt, die Stadt des Friedens oder die Gründung des Friedens, Iru-Shalem. Sie wurde früher Schalem genannt oder Salem, 1. Mose 14,18. König von Salem, und Psalm 76,3. Der alte Name von Salem wird dort noch einmal erwähnt, von Jerusalem. Später wurde es dann Jebus genannt, die Stadt der Jebusiter. Dort war auch dieser Berg, dieser Zionsberg. Dort war eine Festung, und die Festung wurde Millo genannt. Die hat dann später David eingenommen, und dann wurde später dieser Zionsberg die Davidsstadt genannt.
Aber Jebus und Jebusiterstadt, das findet man noch in Richter 19,10-11. Dort heißt sie Jebus. Es ist immer dieselbe Stadt, Jerusalem nämlich, bis David sie dann eingenommen hat.
Die geografische Lage des Konflikts
Hebron war die andere Stadt. Ja, ich sollte die Karte hier zeigen. Also, wir sehen hier Jerusalem. Ich denke, Sie sehen Jerusalem. Und dann südlich von Jerusalem, etwa sieben Stunden, sagt Keil, also dreißig, vierzig Kilometer südlich von Jerusalem, ist Hebron, die Stadt des Riesen Arba, des Enakita. Arba hat dort diese Stadt gegründet, also eine Riesenstadt. Eine Stadt mit Riesen, sehr großen Leuten.
Jarmut, die andere Stadt, sehen wir von Jerusalem aus, wenn wir Richtung Westen gehen. Jarmut liegt in der Scheffela, in der Niederung, im späteren Juda-Gebiet. Das ganze Gebiet hier ist später Juda und Benjamin. Juda und Benjamin war diese Gegend um Jerusalem und bis zum westlichen Meer hin, zum Mittelmeer.
Japhia, der König von Lachisch. Lachisch liegt südlich, zwanzig Kilometer südlich von Jarmut. Und dann noch weiter südlich ist Eglon, noch einmal ein paar Kilometer, so etwa fünf, sechs Kilometer südlich von Eglon, auch in der Scheffela, in der Ebene, später ebenfalls noch das Gebiet Judas.
Also von dieser Gegend her schließen sie sich jetzt zusammen. Wie es beschrieben wird, Gott wird gelacht haben. Vielleicht haben Sie auch gelacht, als Sie das gelesen haben. Aber warum nicht? Warum soll Gott nicht gelacht haben, als er sah, dass sich jetzt alle zusammenrotten gegen den Herrn und seinen Gesalbten, beziehungsweise gegen den Herrn und seinen Josua? Da hat der Herr gelacht. Die kann ich dann alle gerade auf einmal einnehmen, dann geht es schneller.
Der Hilferuf aus Gibeon und der Nachtmarsch
Vers 5: Da versammelten sich die fünf Könige der Amoriter und zogen hinauf: der König von Jerusalem, der König von Hebron, der König von Jarmut, der König von Lachisch und der König von Eglon, sie und alle ihre Heerlager. Sie belagerten Gibeon und bekämpften es. Da sandten die Männer von Gibeon zu Joshua ins Lager nach Gilgal und ließen ihm sagen: Zieh deine Hand nicht von deinen Knechten ab; wir sind ja deine Knechte. Komm schnell zu uns herauf, rette uns und hilf uns! Denn alle Könige der Amoriter, die das Bergland bewohnen, haben sich gegen uns versammelt.
Nun, das war auch eine gute Gelegenheit für Joshua und sein Heer. Und Joshua zog von Gilgal hinauf, er und alles Kriegsvolk mit ihm, alle kriegstüchtigen Männer. Übrigens, wenn Sie so etwas lesen, achten Sie darauf: „er und alles Kriegsvolk mit ihm und alle kriegstüchtigen Männer“. Gehören denn die kriegstüchtigen Männer nicht zum Kriegsvolk? Das ist die typische Art hebräischer Beschreibung. Wenn hier das „und“ steht, heißt das manchmal nicht einfach nur „und“, sondern „und im Besonderen“. Also müsste man es so lesen: Er und alles Kriegsvolk mit ihm, und im Besonderen alle kriegstüchtigen Männer. Das sind eben die Kriegstüchtigen. Oder man könnte auch sagen: und zwar alle kriegstüchtigen Männer. Also, auf dieses „und“ muss man achten. Es kommt öfter vor und kann manchmal „und außerdem“ oder „und im Besonderen“ heißen.
Vers 8: Und Joshua sagte zu Joshua: Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich habe sie in deine Hand gegeben. Kein Mann von ihnen wird dir standhalten.
Nun, bei so einer großen Schlacht, vor so einer großen Schlacht, weiß der Herr, wann sein Knecht Joshua besondere Ermutigung braucht. Hier ermutigt er ihn. So ist es auch bei uns. Der Herr ermutigt ja auch uns, und er weiß, wann wir besondere Ermutigung brauchen. Wenn wir treu sind, dann wird er uns zur rechten Zeit auch eine Ermutigung zukommen lassen. Das ist sehr trostreich.
Ich erinnere mich: Ich war einmal so müde, als ich aus dem Auto ausgestiegen war. Ich hatte mich dort regelmäßig mit Brüdern getroffen, mit denen wir ein Bibelstudium betrieben haben. Ich bin aus dem Auto ausgestiegen und dachte bei mir: Am liebsten würde ich heimfahren, schlafen und mich ins Bett legen. In dem Moment, in dem ich mir das so dachte, ich bin heute müde, hörte ich von oben her eine Stimme. Da hat eine Frau aus dem Haus oben herausgeschaut; das war eine Schwester, die dort wohnte, in dem Gemeindehaus. Sie begrüßte mich und sagte: Du, ich wollte noch etwas sagen. Mir kommt vor, seit du dich mit den Brüdern triffst, predigen sie viel besser, und das geht richtig vorwärts. Ich freue mich so über das, was du da tust.
Und für mich war das eine solche Ermutigung, dass ich gar nicht mehr müde war. Ja, der Herr ist so treu.
Der lange Tag des Kampfes und das Eingreifen Gottes
Vers 9: Und Josua kam plötzlich über sie. Er startete hier also einen Überraschungsangriff, sehr schnell, die ganze Nacht hindurch, also einen Nachtmarsch. Die Strategie war hier ein Überraschungsangriff mit einem Nachtmarsch von vierzig Kilometern in der Nacht. Man muss sich das einmal vorstellen: Sieben Stunden sind sie in der Nacht gegangen. Da gab es keine Gelegenheit, noch irgendwie zu schlafen. Und dann kam der sehr lange Tag, ein sehr, sehr langer Tag zum Kämpfen. Man muss dabei diese Hingabe in diesen Kämpfen beachten, ebenso die Hingabe Josuas. Und der Herr, Jachwe, verwirrte sie vor Israel. Er verwirrte die Feinde. Das wird sich auf den starken Regen, den starken Donner, den Hagel und die Blitze beziehen, die dann gekommen sind. Gott hatte versprochen, dass er sie verwirren wird. Zum Beispiel hatte Gott in 2. Mose 23,27 gesagt: Meinen Schrecken werde ich vor dir hersenden und alle Völker verwirren, zu denen du kommst, und dir den Rücken deiner Feinde zukehren. 2. Mose 23,27 hatte Gott versprochen, und er hat es getan.
Und es heißt hier: Er, Gott, Jachwe, richtete eine große Niederlage unter ihnen an, in Gibeon. Oder es bezieht sich auf Josua, das kann auch sein. Es wird hier nicht gesagt, ob beides gemeint ist, der Herr und Josua. Er richtete eine große Niederlage unter ihnen an in Gibeon und jagte ihnen nach, der Herr und Josua, auf dem Wege der Anhöhe von Beth-Horon und schlug sie bis Aseka und bis Makkeda. Und wenn man das jetzt auf der Karte anschaut, ist das schon sehr weit bis Makkeda hinunter, von Gibeon aus. Wenn Sie schauen: oben Gibeon, dort waren sie von Gilgal nach Gibeon gezogen, diese grün gestrichelte Linie, und von Gibeon dann hinunter Richtung Makkeda. Das ist wieder noch einmal vierzig Kilometer oder mehr. Also eine sehr große Verfolgungsjagd.
Ich habe hier noch eine andere Darstellung. Hier sieht man auch noch diese Kriegszüge, vielleicht anders dargestellt: also von Gilgal herüber nach Gibeon, Gilgal nach Gibeon oben, ja, die roten Pfeile. Und dann von Gibeon die roten Pfeile hinunter, also südwestlich nach Makkeda, und sogar dann bis nach Libna ging es später weiter. Aber diese Verfolgungsjagd nach Makkeda geschah noch an diesem ersten Tag, als hier gekämpft wurde, bis Aseka. Es geht noch ein bisschen weiter; Aseka ist auch hier angesagt, ja, Aseka, Aseka hier. Wir lesen davon im Einzelnen dann in den Versen 16 und folgenden. Dort wird es dann noch mehr beschrieben.
Die fünf Könige flohen und versteckten sich in der Höhle bei Makkeda. Dort kamen sie also in große Not und fanden nur noch eine Möglichkeit, irgendwie zu entfliehen, indem sie in die Höhle kamen. Aber sie wurden gesehen, und man hat sie dann dort gerade eingesperrt in der Höhle. Alles das geschah an diesem einen Tag.
Er richtete eine große Niederlage unter ihnen an in Gibeon und jagte ihnen nach auf dem Wege der Anhöhe, also diesen Hügeln von Beth-Horon, und schlug sie bis Aseka und bis Makkeda. Und es geschah, als sie vor Israel flohen, sie waren am Abhang von Beth-Horon, da warf Jachwe große Steine vom Himmel auf sie herab. Mit großen Steinen sind hier Hagelsteine gemeint. Das wird ihm später dann erklärt. Es waren also nicht echte Steine, wenn wir sagen Steine, sondern es waren Eissteine, Eisbrocken, Hagel, und zwar so groß, dass Menschen von diesen Hagelsteinen erschlagen wurden.
In Jesaja 30,30 gibt es eine Parallelstelle: Der Herr wird hören lassen die Majestät seiner Stimme und sehen lassen das Herabfahren seines Armes mit Zornesschnauben und einer Flamme verzehrenden Feuers, Wolkenbruch und Regenguss und Hagelsteine. Auch in 2. Mose 9,24 hat es in Ägypten große Hagelsteine gegeben, die bei den Ägyptern alles zerschlugen. Die Hagelsteine kamen vom Himmel auf sie herab, und gerade die Himmelsgötzen hatten sie angebetet. Diese Völker beteten die Götter des Himmels an, die Himmelsgötzen, und gerade vom Himmel her, von denen sie dachten, dass ihre Hilfe kommt, dort kam ihr Unglück. Sie haben also dann gedacht, die eigenen Götter kämpfen gegen sie. In Jeremia 8,2 heißt es: dem ganzen Heer des Himmels, die sie geliebt und denen sie gedient haben. Die Völker der Heiden haben das getan, und später hat leider auch Israel solchen Unsinn gemacht. Aber für uns ist es wichtig, dass die eigenen Götzen wirklich hätten staunen müssen, dass ihre eigenen Götzen gegen sie kämpfen. In Wirklichkeit sollten sie erkennen, dass die Götzen, die Götzen, die Götzen, die Götzen, die Götzen, die Götzen, die Götzen, die Götzen, die Götzen, die Götzen, die Götzen, die Götzen, die Götzen, die Götzen, die Götzen, sie haben an Unsinn geglaubt.
Bis Aseka also kamen die großen Steine vom Himmel herab, und sie starben. Es waren derer, die durch die Hagelsteine starben, mehr als derer, die die Söhne Israels mit dem Schwert töteten. Es war also ganz klar: Der Herr hat die Feinde erledigt, nicht Josua. Der Herr hat den Sieg davongetragen. Das sollte klar herausgestellt werden.
Die Bitte um den Stillstand der Sonne
Vers 12: Damals redete Josua zu Jachwe an dem Tag, als Jachwe die Amoriter den Söhnen Israels auslieferte, und sagte vor den Augen Israels: Sonne, stehe still in Gibeon, und du, Mond, im Tal Ajalon.
Das Tal Ajalon: Wenn man hier auf der Karte schaut, dann sieht man Gibeon. Von dort aus geht man etwa fünfzehn Kilometer nach Westen. Dort sieht man Ajalon, oder sogar mehr als fünfzehn Kilometer, etwa vier Stunden entfernt. Es ist ein breites Talbecken. Dort sind die Feinde in diese Richtung geflohen, Richtung Südwesten also, zuerst westlich, dann südlich. Josua stand zu diesem Zeitpunkt wohl etwas westlich von Gibeon. Dort hat er den Feinden nachgejagt, also schon westlich von Gibeon. Vor ihm lag einerseits im Westen das Tal Ajalon. Dort stand nun der Mond am Himmel. Und im Osten stand die Sonne, also gegenüber. Das heißt, dann muss das wohl nicht am Abend gewesen sein. Denn wenn die Sonne im Osten steht, dann ist es nicht Abend. Der Mond steht im Ajalon, und die Sonne steht über Gibeon, also dort in dieser Richtung. Er schaut nach Gibeon, und er schaut nach Ajalon, in beide Richtungen also gegenüber. Und wenn er nach Osten schaut und die Sonne oben steht, dann war es nicht Abend. Das ist nicht so, wie manche Bibeln oder Kinderbibeln es darstellen: Die Sonne war so knapp am Untergehen, und jetzt bleibt sie einfach stehen und geht nicht unter. Nein, nein, es war wohl schon Vormittag oder späterer Vormittag jedenfalls. Es war Vormittag, und Josua merkte: Wir brauchen heute einen langen Tag, wir schaffen das nicht. Und da betet er. Das heißt, hier befiehlt er zwar, aber es wird klar, dass er das als Gebet gedacht hat: Sonne, stehe still in Gibeon, und du, Mond, im Tale Ajalon.
Das war damals April oder so, also noch nicht Hochsommer. Und so eine Stellung muss, also kann nicht sein, knapp vor Sonnenuntergang, sondern eher am Vormittag. Der Mond war knapp vor dem Untergehen, ja klar, im Westen dort, die Sonne nicht. Und die Sonne stand still, und der Mond blieb stehen, bis das Volk sich an seinen Feinden gerächt hatte. Ist das nicht geschrieben im Buch Jaschar, des Frommen oder des Wackeren? Das war wahrscheinlich ein Liederbuch, ein Kriegsgesangbuch, wo man solche Lieder drin hatte. Und das ist auch in diesem Buch niedergeschrieben. Das kommt übrigens auch vor in 2. Samuel 1,18. Dort kommt das Buch noch einmal vor. Dort heißt es 2. Samuel 1,18: das Lied vom Bogen. Da befahl er, dass man den Söhnen Judas das Lied vom Bogen lehre, und das ist im Buch Jaschar geschrieben, also in einem Liederbuch. Es gibt noch so ein Buch in 4. Mose 21,14: das Buch der Kämpfe Jachwes. 4. Mose 21,14 ist auch so ein Gedichtbuch, vielleicht auch ein Liederbuch.
Die Sonne blieb mitten am Himmel stehen. Im Hebräischen heißt es nicht mitten am Himmel, im Hebräischen heißt es an der Hälfte des Himmels. An der Hälfte des Himmels, das ist nicht knapp vor Sonnenuntergang. An der Hälfte des Himmels scheint eher die vordere Hälfte, die östliche Hälfte, zu sein. Oder, wenn schon, dann am Höhepunkt, also oben, am Zenit, am Höchststand. Aber es war wahrscheinlich noch Vormittag, also noch bevor der Zenit erreicht wird. Dort an der Hälfte des Himmels stand die Sonne und eilte nicht zum Untergang. Sie eilte nicht zum Untergang, das heißt, sie hat sich sehr stark verlangsamt, ihre Bewegung, so dass das Untergehen dann sehr lange dauerte. Also in Richtung Untergang, das heißt, sie eilte nicht vorwärts in Richtung Sonnenuntergang. Die Sonnenbewegung verlangsamte sich.
Das stille Stehen muss nicht bedeuten, dass sie wirklich stillstand. Die Sonne stand still, die Sonne steht immer still. Schauen Sie hinauf an einem Sonnentag und schauen Sie zur Sonne: Sie steht immer still. Sie steht ganz still. Sie steht da oben und steht immer noch oben. Man schaut nach einer Stunde, und sie steht immer noch oben. Sie steht still in dem Sinne. Aber tatsächlich, was wirklich geschah, heißt: Sie eilte nicht unterzugehen. Das heißt, diese Bewegung Richtung Untergang war sehr, sehr, sehr langsam. Sie hat sich nicht beeilt, gar nicht beeilt. Irgendwann ging sie dann doch unter, aber es dauerte lange, bis sie schließlich unterging. Ungefähr einen ganzen Tag, heißt es. Ungefähr einen ganzen Tag lang. Der Tag ist hier als die Lichtzeit des Tages gemeint, also zwölf Stunden lang. Zwölf Stunden lang. Jetzt dauert sie normalerweise schon zwölf Stunden oder zehn Stunden, ich weiß nicht, wie lange sie am Himmel da ist, und jetzt braucht sie noch einmal zwölf Stunden dazu. Dann war sie dort 22 Stunden am Himmel. Einen ganzen Tag lang, ungefähr einen ganzen Tag.
Eine Frage zum Verhalten Josuas: Ist es nicht ein bisschen riskant, wenn er vor dem ganzen Volk diesen Ausspruch macht, Sonne, stehe still, dass er sich dadurch irgendwie lächerlich macht? Oder, im schlimmeren Fall noch, wenn es nicht erfüllt wird, dass das Volk auch schon merkt, dass er Gott anspricht, dass er Gottes Namen irgendwie Unehre bringt oder ihm Gefahr bringt? Denn es kann ja natürlich sein, dass es auch nicht Gottes Wille ist. Offensichtlich hat er aus irgendeinem Grund gewusst, dass er das jetzt tun soll. Vergessen wir nicht, dass der Geist Gottes auch in diesem Kämpfer wirken konnte und gewirkt hat, natürlich. Letztlich ging das von Gott aus, dieser Mut, diese Hingabe, auch dass er schon vorher die ganze Nacht hindurch gezogen hat. Man sieht ja: Hier ist ein Eifer für Gott, ein ganz starker Eifer für Gott. Und es ist nichts Fleischliches, also nicht von ihm selber her, aus eigener Kraft und eigener Weisheit, sondern es geht ihm um die Ehre Gottes. Es geht ihm um Gott. Gott muss einen großen Sieg davontragen. Es geht nicht um ihn selber, es geht um Gott. Es geht um Jachwe, denn Jachwe soll groß herauskommen. Jachwe soll diese Feinde besiegen. Sie sind ja nur der Exekutor, der Hinrichter für diese Völker. Und von daher denke ich jedenfalls, hat Gott tatsächlich auf dieses Gebet gehört und hat gehandelt.
Na gut, es steht auch nicht im Text: Sie eilte nicht unterzugehen. Im Text steht: Sie eilte nicht zum Untergang hin. Das ist also eine Richtungsangabe. Es wird manchmal übersetzt: Sie eilte nicht unterzugehen. Aber ich möchte jetzt gerade das Hebräische noch einmal hier anschauen. Das ist Vers 13. Also: Und sie hastete nicht, also sie eilte nicht. Und dann kommt das Wort für gehen, gehen. Das Hebräische ist ja eine sehr einfache Sprache. Das Wort gehen kann heißen: gehen oder hineingehen. Und wenn man von der Sonne spricht, sie geht und sie geht irgendwo hinein, dann denkt man oft an den Untergang. Aber wenn man rein das Wort nimmt, das hier steht, dann steht einfach: Sie eilte nicht zu gehen, oder wenn schon: sie eilte nicht hinzugehen, ungefähr einen ganzen Tag. Also vom Hebräischen her ist nicht direkt von einem Untergang als solchem die Rede. Ja, Young übersetzt: And she has not hasted to go in. Hineingehen, fragt sich wohin. Und im Griechischen heißt es: weitergehen. Und sie ging nicht weiter in Richtung Westen bis zum Ziel eines Tages, also bis zum Ende eines Tages. Da ist es Richtung Westen. Sie ging nicht weiter Richtung Westen. Nun gut, wenn die Sonne im Osten steht, dann geht sie irgendwann Richtung Westen. Also vom Text her müssen wir also nicht gerade an einen knappen Untergang denken. Das würde auch nicht passen.
Das Ganze muss wohl schon vor dem Hagelgewitter stattgefunden haben, denn das Hagelgewitter hat ja dann die Entscheidung gebracht. Das Hagelgebiet wird zwar vorher erwähnt, das Entscheidende, oder in Vers 12, nein, nicht Vers 12, Vers 11, wo ist das, noch weiter vorne, Vers 10. Ich spreche von dem Hagel, nein, 11. Da warf Jachwe große Steine vom Himmel auf sie ab, von Vers 11, vom Hagel. Und dann geht er jetzt ins Detail und spricht da jetzt von diesem, was im Buch Jaschar, von diesem Ereignis mit der Sonne, was dort geschrieben stand. Also scheint wohl, dass Gott dann dem Ganzen ein Ende gesetzt hat mit dem Hagelgewitter. Dann ging es noch schneller.
Und es war kein Tag wie dieser vor ihm und nach ihm, also einen Tag wie diesen, den Gott so wunderbar verlängert hatte, hat es weder vor dem noch auch nicht nachher gegeben. Gott hat die Sonne nicht eher untergehen lassen, als bis die Feinde besiegt waren. Dass Jachwe auf die Stimme eines Menschen gehört hätte, also Gott hat gehört auf die Stimme des Menschen, Gott hat reagiert, der Mensch hat gesprochen, Gott hat reagiert. Denn Jachwe kämpfte für Israel.
Man fragt sich: Was wäre gewesen, hätte Josua da verzagt oder wäre nicht so mutig gewesen und hätte einfach nicht gebetet, das nicht gesagt? Was wäre gewesen? Ein unvollständiger Sieg. Das kann man hier auch anwenden auf uns, auf praktische Anwendung. Wenn wir nicht beten, was geschieht? Es geschieht nichts, wenn wir nicht beten. Wenn wir beten, dann geschieht etwas. Wenn wir nicht beten, geschieht nichts. Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet, Jakobus 4,2. Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet. Und wenn ihr bittet, dann bekommt ihr etwas. Es hängt auch sehr viel vom Gebet ab, gerade in dem Kampf. Helft mir, kämpft mit Beten für mich zu Gott, sagt Paulus in Römer 15,30. Helft mit Gebeten für mich zu Gott. Das heißt: Würden Sie nicht beten, dann würde er keine Hilfe haben. Und jetzt beten Sie, und hat er Hilfe. Es hängt doch sehr viel vom Gebet ab, ob wir beten oder nicht. Es macht sehr viel aus. Das ist die Art, wie Gott den Menschen mit sich zusammenarbeiten lässt. Das ist die Art und Weise, wie Gott das tun möchte. Gott möchte gerne, dass der Mensch mit ihm arbeitet. Und wenn der Mensch nicht betet, nun, dann bleiben viele Dinge ungetan, dann geschieht weniger. Dann kann es auch sein, dass der Feind mal in irgendeinem Punkt die Oberhand bekommt, wie in 2. Mose 17, als Mose gebetet hat am Berg. Wenn er nicht gebetet hat, dann hatte der Feind die Oberhand. Wenn er gebetet hat, also wenn er den Stab hochgehoben hat und die Hände zum Gebet nämlich, dann hat Josua gesiegt. Es hängt also doch sehr viel vom Gebet ab, und es ist sehr wichtig, dass man sich dessen bewusst wird und dass auch das Gebet viel mehr eingesetzt werden soll. Und wenn einer viel betet, dann kann es sein, dass Gott ihn dahinführt, dass er recht mutig betet, wie hier Josua sehr mutig gebetet hat. Hier im Blick auf Gott, das war ein Glaubenswort, ein Glaubensgebet. Und Gott hörte auf die Stimme eines Menschen. Der Mensch hat gebetet, Gott hat reagiert. Denn Jachwe kämpfte für Israel. Das tut er heute auch. Sein ist der Kampf, und er hat seine Mitarbeiter, so wie er hier den Josua als Mitarbeiter hat, so hat er uns als seine Mitarbeiter.
Die Gefangennahme der Könige und die Fortsetzung des Sieges
Aber was ist da passiert? Es ist jetzt besser. Ja, ich habe hier kein, das ist nicht fixiert. Und wenn ich ein bisschen ankomme, dann wird es gleich blau. Danke!
Und Josua und ganz Israel mit ihm kehrt in das Lager Gilgal zurück. Die Lager nach Gilgal zurück.
Übrigens: Jetzt werden, es scheint so, jetzt ist der Kampf fertig, und jetzt gibt es wieder einen neuen Kampf. Aber hier ist es so, dass der Bericht abgeschlossen wird, und jetzt kommen die Details. Das ist oft so. Im Hebräischen hast du einen Bericht, auch bei der Sintflut: Es kamen die Wasser usw., das wird kurz berichtet, und dann kommen Details. Oder auch bei Debora zum Beispiel, der Kampf gegen die Kanaaniter, Barak und Debora, das wird noch einmal wiederholt. Die Details werden jetzt angeführt.
Also Vers 16: Jene Könige aber flohen. Da könnten wir jetzt sagen: Jene Könige aber waren geflohen, klar, dann geht er jetzt wieder zurück, oder? Jene Könige aber waren geflohen und versteckten sich und hatten sich in der Höhle bei Makkeda versteckt. Und es wurde Josua berichtet, oder es war Josua berichtet worden und gesagt: Die fünf Könige sind gefunden worden, versteckt in der Höhle bei Makkeda. Also dort, zwanzig, dreißig, vierzig Kilometer weiter.
Und Josua sagte: Wälzt große Steine an den Eingang der Höhle und stellt Männer davor, um sie zu bewachen. Jetzt werden sie eingesperrt. Ihr aber steht nicht still, jagt euren Feinden nach und schlagt ihre Nachzügler. Der Sieg muss wirklich ganz eingeholt werden, und dazu braucht man den langen Tag. Wir sind immer noch am gleichen Tag. Jagt euren Feinden nach, schlagt ihre Nachzügler, lasst sie nicht in ihre Städte kommen, denn Jachwe, euer Gott, hat sie in eure Hand gegeben.
Kämpft, setzt euch ein. Es ist eben gerade nicht so, dass ihr nichts tun müsst. Der Herr hat ja ohnehin, der Herr kämpft ohnehin für uns. Nein, nein: Gerade weil der Herr sie euch gegeben hat, müsst ihr jetzt etwas tun. Ihr müsst jetzt kämpfen. Genauso ist es in unserem Leben auch. Weil der Herr die großen Kämpfe für uns geschlagen hat, deshalb sollen wir jetzt einnehmen. Und das kostet manchmal etwas. Es kostet manchmal eine Nachtwanderung, wie dieses Heer, oder es kostet manchmal einen besonderen Einsatz.
Lasst sie nicht in ihre Städte kommen, denn Jachwe, euer Gott, hat sie in eure Hand gegeben. Vers 20: Und es geschah, als Josua und die Söhne Israels geendet hatten, eine sehr große Niederlage unter ihnen anzurichten, bis sie aufgerieben waren, da kehrte das ganze Volk in Frieden zurück. Die Entronnenen von ihnen entkamen aber und kamen in die festen Städte. Einige waren also noch entkommen. Aber die Niederlage war sehr groß, bis sie aufgerieben waren, mit ein paar wenigen Ausnahmen. Also wurde der Sieg davongetragen. Da kehrte das ganze Volk in Frieden zu Josua zurück, in das Lager nach Makkeda zuerst, später dann nach Gilgal.
Aber er beschreibt ja jetzt Details. Das heißt: Vers 15, Josua und ganz Israel mit ihm kehrte in das Lager Gilgal zurück, ist der ganze Abschluss. Aber an diesem einen Tag war es so, dass sie noch die Verfolgten bis Makkeda verfolgt haben und dann haben sie noch die Nachzügler überall geschlagen. Und dann kehrte das Volk ins Lager nach Makkeda zurück. Niemand spitzte seine Zunge gegen die Söhne Israels. Alle waren geschlagen, still. Niemand hat sich irgendwie aufgelehnt. Die Macht, die Josua, die Macht Israels über die Feinde, war klar.
Einen ähnlichen Vers übrigens haben wir in 2. Mose 11,7 dort in Ägypten. Da heißt es: Gegen alle Söhne Israels wird nicht ein Hund seine Zunge spitzen. Also niemand wird sich wagen, etwas gegen die Israeliten zu tun. Hier wagte keiner von den Feinden, irgendetwas sich noch zu rühren.
Der Abschluss des Sieges und die Mahnung zum Gehorsam
Vers 22: Und Joshua sagte: Öffnet den Eingang der Höhle und bringt diese fünf Könige aus der Höhle zu mir heraus. Das wird jetzt nachher gewesen sein, also wahrscheinlich schon am nächsten Tag. Und sie taten so und brachten diese fünf Könige aus der Höhle zu ihm heraus: den König von Jerusalem, den König von Hebron, den König von Jarmut, den König von Lachisch und den König von Eglon.
Und es geschah, als sie diese Könige zu Joshua herausgebracht hatten, da rief Joshua alle Männer, alle Männer von Israel, und sagte zu den Anführern der Kriegsleute, die mit ihm gezogen waren: Tretet herzu, setzt eure Füße auf die Hälse dieser Könige! Und sie traten herzu und setzten ihre Füße auf ihre Hälse. Also ein Zeichen des Sieges.
Joshua sagte ihnen: Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht, seid stark und mutig, denn so wird Yahweh allen euren Feinden tun, gegen die ihr kämpft. Eine Ermutigung. Zuerst wurde Joshua von Gott ermutigt, jetzt ermutigt Joshua seine Leute. So wird Gottes Macht sichtbar. Seht ihr, das war diese erste große Schlacht gegen fünf Könige, und so wird Gott es auch mit anderen machen. Man sieht hier den Glaubensmut, die Zuversicht und das Vertrauen auf die Verheißungen Gottes.
Vers 26: Und danach erschlug Joshua sie und tötete sie und hängte sie an fünf Bäume. Und sie hingen an den Bäumen bis zum Abend. Und es geschah zur Zeit des Sonnenuntergangs, da gebot Joshua, dass man sie von den Bäumen herabnehme. Denn so war es ja im Buch des Mose geschrieben, dass man die Leichen von Gehängten nicht über Nacht hängen lassen soll. Es heißt dort in 5. Mose 21,22-23, dass sie das nicht tun sollen. Die Leichen sollen nicht hängen bleiben. Es würde das Land verunreinigen, heißt es dort. Das Land soll nicht unrein werden.
Vielleicht soll man das aufschlagen: 5. Mose 21. Wenn an einem Mann eine todeswürdige Sache ist und er wird getötet und du hängst ihn an ein Holz, also an einen Baum, so soll sein Leichnam nicht über Nacht an dem Holz bleiben, sondern du sollst ihn jedenfalls an demselben Tag begraben. Denn ein Fluch Gottes ist ein Gehängter. Das ist in Galater zitiert: Wer auf dem Holz hängt, der ist verflucht. Und du sollst dein Land nicht verunreinigen, das der Herr, dein Gott, dir als Erbteil gibt. Das Land soll nicht verunreinigt werden, also durch lauter Leichen, die man überall hängen lässt. Das soll nicht sein, die gehören begraben.
Wir gehen zurück, Kapitel zehn, Vers 27: Es geschah zur Zeit des Sonnenuntergangs, da gebot Joshua, dass man sie von den Bäumen herabnehme und in die Höhle werfe, wo sie sich versteckt hatten. Und man legte große Steine an den Eingang der Höhle. Bis auf diesen Tag sind sie noch da, diese Steine.
Bis hierher wollen wir hier die Pause machen.

