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Die Weltreligionen im Vergleich

Christsein macht Sinn
08.03.2024

Einführung: Die Frage nach der wahren Religion

Welche Religion ist die richtige? Welche Religion ist die wahre? Kann man das überhaupt wissen? Und wenn ja, wie?

Das heutige Video gestalten wir etwas anders. Viele, die hier nachgefragt haben, sind selbst Pastoren, Jugendmitarbeiter und Religionslehrer. Das ist fantastisch – egal, ob ihr euren Dienst vor Ort oder online ausübt. Vielen Dank für euren Einsatz!

Das Gleiche gilt auch für die Großeltern in der Familie, die Onkel und Tanten, die hier mitschauen, und ganz besonders für euch Eltern. Ihr seid die ersten Evangelisten für eure Kinder und die wichtigsten Apologeten, die sie je haben werden. Ihr habt eine harte, aber sehr wichtige und wertvolle Aufgabe, und wir beten für euch.

Deshalb machen wir dieses Video für alle und jeden zugänglich. Gleichzeitig haben wir ein ganz besonderes Herz für euch. Wir wollen euch unterstützen, stärken und euch Ideen geben – für eure Predigtreihen, Unterrichtsstunden, Themenabende, Andachten oder vielleicht sogar für eigene Videos.

Wir wollen dir heute nicht nur das Was vermitteln – also Zahlen, Daten, Fakten. Keine Sorge, die kommen noch. Du sollst auch erfahren, was du an deine Schüler, Jugendlichen, Gemeinde, Kinder oder Enkel weitergeben kannst.

Wichtig ist uns aber auch das Wie: Wie kannst du das praktisch anwenden? Wie kannst du es anderen beibringen? Wie kannst du ihnen helfen, über diese Fragen nachzudenken und sie anleiten, selbst zu guten Antworten zu kommen?

Es war eine kurze Nacht und viel Arbeit, die hier hineingeflossen ist. Aber ich freue mich sehr auf diese Zeit mit dir. Ich hoffe und bete, dass es dir hilft.

Ich bin Markus, Gründer des überkonfessionellen Bibelverdienstes. Wir erstellen kostenfreie Infomaterialien für Gemeinden, Hauskreise und Bibelschulen. Wie immer kannst du alles aus diesem Video abschreiben, abfotografieren und kostenfrei nutzen.

Vor allem aber werden dir die Infomaterialien auf unserer Webseite helfen. Tausende Menschen nehmen sie jeden Monat gratis mit und nutzen sie. Dort steht alles schon für dich bereit.

Das ist möglich, weil freiwillige monatliche Unterstützer aus dem ganzen Land mithelfen – Menschen wie du und ich. Wer möchte, dass Videos wie dieses in unserem Land weiter ausgespielt und nicht verborgen werden, sollte jetzt auf die Glocke unten rechts unter diesem Video drücken.

Vielen Dank an alle Unterstützer – ob mit Glocke, Geld oder Gebet. Es macht einen echten Unterschied, und dieses Video hier ist für euch.

Umgang mit Vorbehalten und Missverständnissen zu Beginn

Also tasten wir uns mal heran. Das Erste, sobald du eine Einheit oder ein Gespräch zu einem kniffligen Thema führst, ist, dass du versuchen solltest, Klarheit zu schaffen. Das bedeutet, das Thema einzufangen, einzugrenzen und mögliche Missverständnisse aufzugreifen und klarzustellen.

Das würde ich an deiner Stelle gleich am Anfang machen. Sonst kann es passieren, dass die Leute lange in Missverständnissen gefangen bleiben, dir vielleicht nicht richtig zuhören und im schlimmsten Fall am Ende sogar Dinge tun, bei denen du denkst: „Ach du Schande, wie kommen sie jetzt darauf?“

Deshalb hast du gerade am Anfang einer Einheit, am Anfang einer Predigt oder am Anfang einer Andacht die Chance, mögliche Vorbehalte, Vorurteile und Missverständnisse aufzugreifen. Das solltest du unbedingt nutzen.

Das ist übrigens auch für dich selbst eine gute Übung. So kannst du vorher überlegen, was hier eigentlich alles schiefgehen könnte.

Nehmen wir als Beispiel das Thema „Welche Religion ist die richtige?“. Lass uns das kurz gemeinsam durchgehen. Überlege jetzt, welche reflexartigen Reaktionen deine Teilnehmer oder deine Gemeinde dir vielleicht entgegenbringen könnten, die aber vom eigentlichen Thema ablenken.

Hier sind sechs konkrete Beispiele zu unserem Thema „Welche Religion ist die richtige?“:

Beispiel 1: Moralisches Verhalten und Weltanschauung

Beispiel eins:

Manche könnten denken, dass damit gemeint ist, Menschen aus anderen Religionen würden angeblich nicht moralisch handeln oder könnten es nicht. Um das gleich klarzustellen: Nein, das ist ein ganz anderes Thema.

Es geht nicht darum, wie sich die Anhänger einer bestimmten Weltanschauung verhalten. Vielmehr geht es darum, ob die Weltanschauung selbst, also die Weltanschauung an sich, wahr ist.

Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Beispiel 2: Toleranz versus Akzeptanz

Beispiel zwei

Jemand könnte dir entgegenhalten: Wir müssen doch alle tolerant sein. Das ist ein klassisches Beispiel, bei dem Emotionen leicht hochkochen. In solchen Momenten ist es gut, wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen. Und Tatsache ist: Viele in unserem Land vermischen Toleranz mit Akzeptanz.

Hier liegt der Unterschied: Akzeptanz bedeutet, ich bejahe etwas, ich unterstütze es. Toleranz hingegen heißt, ich lasse Dinge zu, mit denen ich vielleicht nicht einverstanden bin. Das ist ein wichtiger Unterschied.

Nehmen wir zum Beispiel das Thema Schlagzeug in der Gemeinde. Darf man, sollte man oder sollte man nicht in einer christlichen Gemeinde im Gottesdienst Schlagzeug spielen? Intoleranz wäre in diesem Zusammenhang etwas wie: „Das geht ja gar nicht, dass in christlichen Gemeinden Schlagzeug gespielt wird. Das gehört verboten. Ich starte jetzt eine Kampagne dagegen. Wer hilft mir, diese Werkzeuge des Bösen ausfindig zu machen und zu verbrennen?“ Das ist Intoleranz, denn dabei geht man aktiv dagegen vor.

Toleranz ist der Mittelweg. Das bedeutet etwa: Schlagzeug ist jetzt wirklich nicht mein Ding. In unserer Gemeinde denken wir, dass es sich nicht gehört, in einem besinnlichen Gottesdienst Schlagzeug zu spielen. Insgeheim wünschen wir uns auch, dass andere das ähnlich sehen würden. Aber wenn du in deiner Gemeinde das so machen willst, ist es dein Recht. Es ist ein freies Land. Wir denken nur, es sollte anders sein, aber mach mal.

Das war ein Beispiel für Toleranz. Akzeptanz wäre hingegen: Sobald jemand in meiner Gemeinde Schlagzeug spielen will, finde ich das gut. Wir räumen extra einen Platz dafür frei und kaufen ihm sogar noch eine zusätzliche Trommel. Auf welche Weise auch immer unterstützen wir das. Das ist Akzeptanz.

Du siehst also, wir sollten nicht einfach mit Phrasen um uns werfen. Im Gegenteil: Wir sollten versuchen, mit unseren Worten präzise zu sein, denn das sind in der Sache ganz unterschiedliche Dinge.

Also tolerieren wir andere Weltanschauungen? Ja klar, was denn sonst? Schau mal in die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Dort heißt es in Artikel 20: Niemand darf gezwungen werden, einer Vereinigung anzugehören. Und in Artikel 18 steht: Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit. Dieses Recht schließt die Freiheit mit ein, seine Religion oder Überzeugung auch zu wechseln.

Das setzt voraus, dass Jugendliche und Religionsschüler sich informieren können, welche Religionen es überhaupt gibt und was diese vertreten. Wie sollen sie sich sonst eine eigene Meinung bilden und sich für eine Weltanschauung entscheiden? Und genau das ist unser Thema.

Beispiel 3: Gefühle als Maßstab der Wahrheit

Beispiel drei für Missverständnisse

Es kann auch sein, dass jemand zu dir kommt und sagt: „Hauptsache, meine Weltanschauung fühlt sich in dem Moment für mich gut an.“ Dazu möchte ich etwas sagen.

Das ist etwas, das wir in der westlichen Welt im einundzwanzigsten Jahrhundert nicht gut im Griff haben: den Stellenwert von Gefühlen. Dieser ist uns teilweise komplett aus der Hand geraten. Deshalb nur ein Tipp: Frag nicht, was du für deine Gefühle tun kannst, sondern frag, was deine Gefühle für dich tun können.

Damit meine ich: Gefühle sind ein nützlicher Knecht, aber ein tyrannischer Meister. Sich in so wichtigen Dingen wie der Weltanschauung nur von seinen Gefühlen leiten zu lassen – ganz ehrlich, das ist gefährlich. Und eigentlich wissen wir das alle. Wir fangen doch auch nicht alle an, Kokain zu schnupfen, nur weil sich das in dem Moment gut anfühlt.

Bei deiner Weltanschauung geht es um viel mehr als das. Es geht darum, auf welcher Grundlage du dein gesamtes Leben und das deiner Familie ausrichtest. Bei Religion geht es sogar um ein Leben nach dem Tod und um die Ewigkeit. Das einfach zu verwetten, weil ich mich vorübergehend mal so oder so fühle, macht keinen Sinn und ist viel zu kurz gedacht.

Warum? Stell dir einfach mal vor, der weichnawistische Hinduismus wäre wahr. Und du und ich leben als Christen, trinken vielleicht mal einen Wein, essen vielleicht Rindfleisch. Weißt du, was dann passiert? Dann kommen wir in die Naraka, die Hölle im Hinduismus. Wenn das wahr wäre, hätte das echte Auswirkungen.

Oder stell dir vor, der wahre Gott wäre stattdessen die griechische Gottheit Hades oder Baal oder Moloch, und du würdest als Buddhist leben. Auch das hätte schwerwiegende Konsequenzen.

Du siehst also: Das ist keine rein christliche oder westliche Frage, sondern ein ganz grundsätzliches Thema. Welche Weltanschauung du wählst, hat große Folgen. Diese sind viel größer, als dass du sie einfach aus dem Bauch heraus entscheiden könntest.

Und das Ding ist: Worüber wir hier sprechen, sind eben nicht emotionale Fragen, sondern Sachthemen. Das solltest du zum Beispiel auch deiner Schulklasse klar machen. Es geht bei einer Weltanschauung nicht darum, wie du dich fühlst, sondern darum, was wahr ist. Und das sind zwei komplett verschiedene Paar Schuhe.

Beispiel 4: Glaube als bloßes Möglichhalten

Beispiel Nummer vier von sechs Missverständnissen, die Menschen möglicherweise im Kopf haben, ist die Vorstellung: Man muss einfach nur glauben.

Dieses Missverständnis ist heutzutage in vielen Teilen der Welt weit verbreitet. Als Christen tragen wir daran oft eine große Mitverantwortung. In vielen europäischen Kirchen und Gemeinden sprechen wir häufig vom Glauben und davon, dass wir glauben. Das Wort „glauben“ findet sich sogar in vielen deutschen Bibelübersetzungen.

Das Problem dabei ist folgendes: Das Wort „Glauben“ bedeutet in der deutschen Sprache, etwas für möglich und wahrscheinlich zu halten. Zum Beispiel: „Ich glaube, dass es morgen regnet.“ Das heißt, ich halte es für möglich oder wahrscheinlich, dass es morgen regnet. Ich vermute es.

Das ist jedoch etwas völlig anderes als das, was Jesus mit Glauben meint und was in den ursprünglichen christlichen Texten gemeint ist. Dort geht es darum, sich an Jesus festzuklammern für den Tag des Jüngsten Gerichts.

Dieses Thema haben wir bereits ausführlich sprachwissenschaftlich erklärt. Ich habe dir die Erklärung unter diesem Video verlinkt. Sobald man im Neuen Testament ein wenig zuhause ist, versteht man das auch.

Nur Außenstehende verstehen das oft nicht, was ja klar ist, weil der Begriff „Glaube“ im heutigen Deutsch etwas ganz anderes bedeutet.

Das kann für uns Christen ein Hinweis sein, mit solchen doppeldeutigen Begriffen vielleicht etwas sparsamer umzugehen.

Beispiel 5: Alle Religionen glauben dasselbe?

Beispiel fünf von sechs Missverständnissen, die Leute vielleicht im Kopf haben, ist die Frage: „Glauben nicht alle Religionen dasselbe?“

Lass uns das mal genauer überlegen. Wer so etwas behauptet, sagt damit, dass alle dasselbe glauben – nur wissen sie es noch nicht. Das heißt zum Beispiel, all die zehntausend muslimischen Du'at, die Dawa betreiben, also eine Einladung zum Islam, machen ihre Arbeit völlig umsonst. Eigentlich müssten sie niemanden zum Islam einladen. Warum? Weil, wenn alle sowieso schon dasselbe glauben würden, dann wären schon alle Menschen auf der Welt Muslime – sie wüssten es nur nicht.

Wer so etwas behauptet, sagt damit auch, dass all die zehntausenden Evangelisten weltweit, die zum Teil ihr Leben dafür einsetzen, Menschen für Jesus zu gewinnen, ihre Zeit verschwenden. Und jetzt kommt ein drastisches Beispiel: Er sagt damit auch, dass die Christen, die wegen ihres Glaubens in nordkoreanischen Konzentrationslagern zu Tode gearbeitet werden, das völlig umsonst tun. Wenn alle dasselbe glauben würden, dann wären auch die inhaftierten Christen in Wahrheit längst Anhänger der nordkoreanischen Staatsreligion. Sie würden nur nicht wissen, dass sie es sind.

Das ist ein bisschen zynisch, oder? Und es ist auch ein Stück weit, entschuldige, uninformiert. Jemand, der so etwas behauptet, sagt ja damit: „Ich weiß es besser als die Gelehrten und Evangelisten, die ihre Weltanschauungen jahrzehntelang studiert haben, deren heilige Schriften sie teilweise auswendig kennen und die unter Einsatz ihres Lebens andere dafür gewinnen wollen.“ Er sagt: „Ich weiß es besser als sie, alle haben es falsch verstanden, ich weiß es.“

Du siehst also, da stimmt wahrscheinlich etwas nicht ganz. Aber eigentlich ist es etwas Gutes, wenn du zum Beispiel einen Themenabend oder eine Andacht machst und dir jemand so etwas entgegnet. Warum? Weil ihr dann gleich über Inhalte sprechen könnt – und um die geht es ja.

Da gibt es tatsächlich enorme Unterschiede zwischen den Religionen. Zum Beispiel im Islam und im Christentum gibt es einen Beginn der Welt, einen Beginn des Lebens und ein Ende der Welt. Du hast also einen Zeitstrahl. Dagegen glaubt man in Scientology und im Hinduismus an die Wiedergeburt, also Samsara, das Rad der Wiedergeburt im Hinduismus. Und im Buddhismus glaubt man an Nirwana. Du siehst also schon: Das kann nicht beides stimmen, das kann nicht gleichzeitig wahr sein. Die Religionen können hier also nicht dasselbe sagen.

Ein anderes Beispiel: Laut Mormonismus könnten du und ich angeblich zu Gott werden – das nennt man Exaltation, die Erhöhung. Das ist im Christentum und im Islam vollkommen undenkbar. Das kann also nicht beides stimmen, das kann nicht gleichzeitig wahr sein. Die Religionen können hier also nicht dasselbe sagen.

Drittes Beispiel: Muslime glauben an ein Jüngstes Gericht, den Jaumadin, und daran, dass man danach im Jenseits ist – entweder im Paradies oder in der Hölle. Sie glauben, dass du bis zu deinem letzten Atemzug darauf einwirken kannst, wo du im Jenseits hinkommst. Ganz anders ist es bei der nichtchristlichen Sekte der Zeugen Jehovas. Deren weltweite Leiter, die sogenannte Wachtturmgesellschaft, behaupten, die Guten werden irgendwann nicht im Jenseits sein, sondern ganz konkret und real diese Welt hier beherrschen – diesen Planeten. Sie behaupten auch, man könne sich nach dem Tod noch bekehren. Und wenn es überhaupt irgendeine Strafe geben würde, dann würden Sünder nach dem Tod einfach ausgelöscht.

Du siehst also, unterschiedlicher geht es kaum. Falls du mehr über die Zeugen Jehovas wissen möchtest, drücke die Glocke unten rechts unter diesem Video und schreibe einen Kommentar. Dann mache ich dazu einen eigenen Beitrag.

Beispiel 6: Kann man die wahre Religion überhaupt erkennen?

Und schließlich der sechste Einwand, das sechste Missverständnis, das auftreten kann und auf das vielleicht eingegangen werden sollte, bevor die Andachtsthemenreihe oder die Unterrichtsstunde dazu beginnt, lautet: Man kann es ja gar nicht wissen.

Ist das wirklich so? Es mag sein, dass dein Gesprächspartner das gerade nicht weiß, und das ist in Ordnung. Aber zu behaupten, dass kein Mensch von acht Milliarden Menschen, kein einziger von achttausend mal einer Million Menschen, weiß, was die wahre Religion ist – das ist eine interessante Aussage, wenn man mal darüber nachdenkt.

Eine kurze Geschichte, um das anschaulich zu machen: Vielleicht warst du schon mal in Heidelberg. Heidelberg ist eine wunderschöne Stadt. Dort bin ich einmal auf den Hausberg gewandert, den sogenannten Königstuhl. Oben angekommen, habe ich die phantastische Aussicht genossen. Aber wirklich hängen geblieben ist bei mir etwas ganz anderes.

Am Aussichtspunkt lag nämlich ungefähr ein halber Meter hoher, mehrere Meter langer massiver Holzbalken auf dem Boden, wie eine längliche Bank. Das hat bestimmt weit über eine Tonne gewogen. An der Seite dieses großen Holzklotzes stand sinngemäß: So viel Holz wächst im Heidelberger Odenwald in einer Minute.

Ich dachte: Was? Das kann gar nicht sein! So ein massiver Holzbalken in einer Minute – das wäre ja jede Sekunde ein Stück Holz, deutlich mehr als ein Kilogramm. Man könnte live zusehen, wie das Holz vor den Augen wächst. Ich konnte das überhaupt nicht glauben, das war für mich völlig unvorstellbar.

Natürlich dachte ich, bescheiden wie ich bin, dass sich die Leute, die die Aufschrift gemacht haben, wahrscheinlich vertan haben. Doch beim Abstieg wurde mir klar, dass ich einfach noch nie darüber nachgedacht hatte und ehrlich gesagt auch gar keine Ahnung hatte, wie schnell eigentlich ein Baum wächst oder wie viele Bäume es in den Wäldern von Heidelberg gibt.

Einfach weil ich vieles nicht wusste, habe ich Dinge ausgeschlossen, die absolut möglich und tatsächlich so sind. Und bis heute weiß ich nicht, wie viele Bäume es im Heidelberger Odenwald gibt. Ich weiß auch nicht, wie viele Sandkörner es auf Sylt gibt, oder auf Amrum, oder wie viele Haare im Fell eines australischen Schnabeltiers sind. Ebenso wenig weiß ich, wie viele Plastikflaschen der Jiang Zijian täglich in das ostchinesische Meer spült.

Das alles weiß ich nicht.

Nehmen wir aber mal an, deine Schüler oder deine Gemeinde wüssten all das. Nehmen wir einfach mal an, sie wüssten nur ein Prozent von allem, was es auf der Welt zu wissen gibt. Selbst wenn sie nur ein Prozent wüssten: Ist es dann absurd? Ist es vollkommen restlos und bodenlos absurd zu denken, dass es in den 99 Prozent, die sie nicht wissen, belastbare Hinweise darauf geben könnte, welche Religion denn die wahre ist?

Das heißt, du siehst: Das hat mit Logik nicht so viel zu tun. Es ist eher eine Reflexsache, die aus der Emotion herauskommt.

Emotionen und sachliche Reflexionen

Okay, das waren jetzt sechs Beispiele von Vorurteilen und Missverständnissen, die wahrscheinlich bei vielen Leuten im Kopf sind.

Zunächst geht es darum, dass deine Teilnehmer lernen, nicht-sachliche Reflexe wie emotionale Floskeln abzulegen, damit wir uns richtig verstehen. Dabei sage ich nicht, dass Emotionen schlecht sind oder so etwas. Es ist nur so: Ein Hammer kann für etwas Gutes genutzt werden, zum Beispiel, um einen Nagel in die Wand zu schlagen. Aber man kann einen Hammer auch nutzen, um jemanden auf den Kopf zu schlagen und ihn zu verletzen.

Man muss also schauen, wofür ein Hammer gut geeignet ist und wofür nicht. Wer versucht, seine ganze Welt nur auf Grundlage von Emotionen zu klären, für den trifft das Sprichwort zu: Wer nur einen Hammer hat, für den sieht die Welt aus wie ein Nagel. So jemand kommt schnell nicht weiter.

Das ist, glaube ich, deine erste Aufgabe, wenn du einen Workshop, eine Unterrichtseinheit, eine Predigtreihe oder irgendetwas zu dem Thema machst. Deine erste Aufgabe ist es, deinen Teilnehmern, Zuschauern, Zuhörern, deiner Gemeinde, Angehörigen und Nachbarn zu helfen, überhaupt erst einmal klar über das Problem nachzudenken.

Das gilt auch für eher emotionale Reflexe, zum Beispiel wenn jemand sagt: „Es kann doch nicht sein, dass alle Menschen falsch liegen.“ Nun, das ist vielleicht nicht wahrscheinlich, aber logisch möglich – und zwar allemal.

Um das mal logisch klarzustellen: Eine große Anzahl von Menschen wird in der Frage der Religion am Ende doch falsch liegen, egal welche Religion es ist. Umgekehrt gilt: Wenn es überhaupt irgendeine wahre Religion gibt, dann wird es Menschen geben, die dort hineingeboren sind, so aufgewachsen sind und dieser Religion jetzt angehören – egal welche es ist. Das wird definitiv der Fall sein.

Du siehst also, solche emotionalen Schnellschüsse können uns hier schnell in die Irre führen. Denn es geht ja nicht um emotionale Fragen in der Innenwelt, sondern um Sachfragen in der Außenwelt. Ich wiederhole: Es geht nicht um emotionale Fragen in der Innenwelt, das ist hier nicht das Thema. Es geht um Sachfragen in der Außenwelt.

Dafür konzentrieren wir uns in diesem Beitrag auf die vier größten Weltanschauungen: den Buddhismus, den Hinduismus, den Islam und das Christentum. Du wirst auch sehen, warum genau diese ausgewählt wurden. Vor allem zeige ich dir am Ende, warum du nicht jede Religion einzeln durchgehen musst.

Diesen Beitrag hier haben sich viele gewünscht. Wir werden zwischendurch eine ganze Reihe von Beispielen haben. Ich werde auch ein paar konkrete Begebenheiten erzählen, um das aufzulockern und für dich möglichst anschaulich zu machen, sodass jeder ohne Vorwissen folgen kann.

Deshalb ganz grundsätzlich: Welche Weltanschauung die wahre ist, das ist keine emotionale Frage in der Innenwelt, sondern eine Sachfrage in der Außenwelt.

Das heißt: Was ist ein sinnvoller Maßstab, um das alles zu beurteilen? Denjenigen, die noch in der Schule sind, sollte das leicht fallen. Der entscheidende Maßstab lautet: Ist das sachlich falsch? Ja, ist das sachlich falsch?

Das ist der entscheidende Maßstab, mit dem du deinen Zuhörern und deiner Gruppe helfen kannst, das zu beurteilen. Sie sollen schauen, ob du etwas Grundfalsches sagst. Es geht um die Wahrheitsfrage.

Eine Frage, die du deiner Gruppe stellen kannst, ist: Wenn das Christentum nicht wahr wäre, würdest du Christ bleiben? Also nochmal: Wenn das Christentum nicht wahr wäre, würdest du Christ bleiben?

Ich hoffe nicht. Warum? Weil du dir sonst selbst in die Tasche lügst. Es wäre maximal inauthentisch. Und zweitens ist der Preis des Christseins eigentlich zu hoch.

Ich wurde schon mehrfach gefragt: Was kostet es eigentlich, Christ zu sein? Falls du dazu mal ein eigenes Video sehen möchtest, dann drück an dieser Glocke hier unten rechts unter dem Video und schreib einen Kommentar.

Sechs Schritte zur Beurteilung der wahren Religion

Also, welche Religion ist nun die richtige? Welche Weltanschauung ist wahr?

Dafür zeige ich dir jetzt Schritt für Schritt sechs Hauptteile. Dieser Beitrag ist in sechs Schritte gegliedert. Du kannst sie zum Beispiel als Themenabende oder als Predigtreihe mit deiner Gemeinde oder Gruppe durchgehen.

Zu jedem Schritt zeige ich dir, worauf du achten kannst, um es dir leichter zu machen. Außerdem erkläre ich, wie du häufige Rückfragen beantworten kannst.

Gut, ich höre ein Ja – wir sind bereit. Dann fangen wir doch ganz vorne an: Gibt es überhaupt so etwas wie Wahrheit? Denn wenn es grundsätzlich keine Wahrheit gäbe, dann könnte es logischerweise auch keine wahre Religion geben.

Ich wiederhole noch einmal: Wenn es keine Wahrheit gäbe, dann könnte es auch keine wahre Religion geben.

Du siehst also, wir müssen zuerst klären, ob es Wahrheit gibt. Und daran hängt einiges.

Einheit 1 von 6

Einheit 1 von 6: Gibt es Wahrheit?

In deiner Predigtreihe, in deiner Unterrichtsvorbereitung oder wie immer du es machen willst – in deinem Hauskreis, in deinen Themenabenden – gibt es in Einheit eins von sechs das Thema Wahrheit. Wahrheit, gibt es Wahrheit?

Inzwischen ist es in Mode gekommen, dass manche Leute solche Phrasen und Plattitüden um sich werfen, wie zum Beispiel: „Es gibt gar keine Wahrheit.“ Interessanterweise sagen sie das häufig nur, sobald Dinge gesagt werden, die ihnen nicht gefallen. Ich habe noch niemals jemanden gehört, dem jemand sagt: „Ich liebe dich“ und danach sagt: „Es gibt überhaupt keine Wahrheit“ und so weiter. Das machen normalerweise gesunde Menschen nicht.

Deshalb kann es sinnvoll sein – und so habe ich es auch gemacht und nie bereut –, dass du am Anfang ein für alle Mal klarstellst, warum es Wahrheit gibt. So machst du dir selbst das Leben leichter und schaffst Klarheit für deine Teilnehmer.

Also, erste inhaltliche Frage, die ich dir empfehle, an deinem Themenabend und in deiner Unterrichtsstunde zu klären: Gibt es Wahrheit und was ist denn Wahrheit überhaupt?

Der Begriff Wahrheit ist ein deutsches Wort, also Teil der deutschen Sprache und des deutschen Wortschatzes. Wie finden wir jetzt heraus, was ein deutsches Wort bedeutet? Dafür kannst du zum Beispiel in der Schule oder in Jugendstunden mit deinen Jugendlichen den Duden aufschlagen.

Ich bin damals erst im Teenageralter nach Deutschland gekommen und habe den Duden tatsächlich sehr schätzen gelernt. Damals dachte ich auch nicht, dass ich mal eine Sprachwissenschaftlerin heiraten würde, die den Duden noch mehr liebt als ich. Aber okay.

Seit über hundert Jahren ist der Duden das Standardwerk und das verbindliche Regelwerk für die deutsche Sprache überhaupt – mit 148 Einträgen. Das heißt also: Wer wissen möchte, was ein bestimmtes deutsches Wort bedeutet und wie man es richtig benutzt, der schlägt den Duden auf.

Was ist also Wahrheit? Dafür kannst du mit deinen Jugendlichen zum Beispiel den Duden beim Wort „Wahrheit“ aufschlagen. Dort findest du klipp und klar erklärt und direkt auf den Punkt gebracht, was Wahrheit ist.

Dort steht ganz geradeaus: Wahrheit ist die Übereinstimmung einer Aussage mit der Sache, über die sie gemacht wird. Nochmal: Wahrheit ist die Übereinstimmung einer Aussage mit der Sache, über die sie gemacht wird.

Das heißt ganz anschaulich: Jemand redet über eine Sache, und solange das, was er über die Sache sagt, übereinstimmt mit dem, wie die Sache ist, dann ist es wahr. Solange er die Sache so beschreibt, wie sie wirklich ist.

Ein einfaches Beispiel: Ich mache eine Aussage, zum Beispiel: Dieses Buch hier hat mehr als dreihundert Seiten. Wenn das Buch wirklich mehr als dreihundert Seiten hat, dann stimmt meine Aussage, dann ist es eine wahre Aussage über dieses Buch, dann ist die Aussage wahr und richtig.

Wenn das Buch aber nicht mehr als dreihundert Seiten hat, dann stimmt meine Aussage nicht, dann wäre es eine unwahre Aussage über das Buch und sie wäre falsch.

Das heißt zusammengefasst: Deine Aussagen sind dann wahr und du sprichst dann die Wahrheit, solange die Sachen wirklich so sind, wie du das sagst. Dann ist das, was du sagst, richtig und wahr.

Okay, jetzt wissen wir, was Wahrheit ist. Das bringt uns zur nächsten Stufe, nämlich der Frage: Gibt es überhaupt Wahrheit an sich oder gibt es nur so etwas wie deine Wahrheit und meine Wahrheit, also keine Wahrheit an sich?

Die korrekte Antwort heißt: Ja, es gibt wirklich Wahrheit an sich. Unabhängig von Person, unabhängig von Befindlichkeiten, unabhängig von Gefühlen – es gibt Dinge, die sind tatsächlich wahr. Selbst wenn du und ich uns auf den Kopf stellen würden, es gibt Wahrheit an sich.

Und das kannst du auf drei verschiedenen Wegen nachweisen. Du kannst das auch ganz gründlich und ausführlich machen, aber wir machen jetzt mal nur den schnelleren Weg, weil wir heute noch andere Themen und auch ernsthaftere Themen haben.

Also, der schnelle Weg, den du mit deinen Zuhörern machen kannst, mit deiner Gemeinde oder mit deinen Workshop-Teilnehmern, ist so: Und für diejenigen, die nicht Philosophie oder Informatik studiert haben, mach das mal am besten schrittweise, also ein bisschen langsamer, als ich das jetzt vormache, damit sich jeder reindenken und folgen kann.

Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten: Entweder es gibt echte Wahrheit an sich – ja oder nein. Ich sage zum Beispiel: Es gibt Wahrheit. In dem Moment, wo ich sage, es gibt Wahrheit, und das stimmt, dann ist die Schlussfolgerung: Es gibt Wahrheit. Wahnsinn, genial!

Dann gibt es auch einzelne Leute, die behaupten, es gäbe angeblich keine Wahrheit. Okay, wenn es keine Wahrheit gäbe, könnten dann Dinge überhaupt noch wahr sein? Könnten dann selbst sprachliche Sätze noch wahr sein? Nein, natürlich nicht. Dann gäbe es doch keine wahren Sätze, es gäbe keinen einzigen wahren Satz auf der Welt, der wahr wäre.

Okay, wäre dieser Satz hier wahr: „Es gibt keine Wahrheit“? Also nochmal ausbuchstabiert: Wenn es überhaupt keine wahren Sätze auf der Welt gibt, ist dann der Satz „Es gibt keine Wahrheit“ selbst noch wahr?

Ich wiederhole nochmal: Wenn es keinen einzigen wahren Satz auf der Welt gibt, ist dann der Satz „Es gibt keine Wahrheit“ selbst noch wahr?

Und die Antwort ist: Nein, der Satz wäre nicht wahr, der Satz wäre falsch, das wäre eine Falschaussage.

Das heißt, in beiden Fällen, wie du es auch drehst und wendest: Es gibt Wahrheit.

So, jetzt hast du einen Trick für die nächste Gemeindefreizeit. Wie gesagt, das ist keine Rhetorik, das ist ganz einfache Logik. Nur die meisten Menschen, die dir emotionale Plattitüden und Modeaussagen um sich werfen, denken es halt häufig nicht zu Ende.

Und wie gesagt, es gibt noch zwei weitere Wege, wie du das nachweisen kannst, dass es Wahrheit gibt. Das hier ist nur der einfachste und unkomplizierteste.

Okay, dann kannst du das also mit deinen Jugendlichen und mit deiner Gruppe auch ein bisschen einüben, damit sich das festigt. Zum Beispiel heißt das, diese Redewendung von „War für dich, aber nicht wahr für mich“ – so eine Redewendung gibt es eigentlich überhaupt nicht.

Das sind einfach nur Worte, die irgendwie nebeneinander gestellt sind, sowas wie „kaltes Feuer“ oder „trockenes Wasser“ oder „rollt eine Kugel um die Ecke und fällt um“. Das sind einfach nur Worte nebeneinander gestellt, die haben überhaupt keinen Inhalt.

Das ist, als ob du sagst: Nachts ist es kälter als draußen. Ja, entweder etwas ist wahr, dann ist es wahr für dich und für mich, oder etwas ist nicht wahr, dann ist es nicht wahr für dich und auch nicht wahr für mich.

Aber es gibt gar nicht so etwas wie „deine Wahrheit“ und „meine Wahrheit“. Das gibt es überhaupt nicht. Es gibt nur die Wahrheit und vielleicht deine oder meine Meinung dazu. Das ist aber eine andere Frage.

Und das kannst du zum Beispiel mit deiner Schulklasse auch einüben. Zum Beispiel: Jemand behauptet, es gibt keine Wahrheit. Was kannst du dann antworten? Du kannst so etwas antworten wie: „Ist dieser Satz ‚Es gibt keine Wahrheit‘ selbst wahr?“

Oder jemand sagt so etwas wie: „Na ja, es gibt keine absoluten Wahrheiten.“ Ja, ist das absolut wahr? Denn wenn ja, dann ist der Satz natürlich auch absolut wahr und damit falsch – und dann gibt es wieder absolute Wahrheiten.

Oder jemand kommt und sagt so etwas wie: „Es gibt keine metaphysischen, keine weltanschaulichen Sicherheiten.“ Da könntest du so etwas zurückfragen wie: „Sicher?“, weil dieser Satz ja selbst eine Aussage über Weltanschauung und selbst eine Aussage über Metaphysisches ist.

Oder jemand kommt und sagt: „Alles ist relativ.“ Also mal abgesehen davon, dass „alles“ ein absolutes Wort ist und kein relatives Wort, aber wenn jemand sagt „Alles ist relativ“, kannst du auch fragen: „Na ja, ist diese Aussage auch relativ?“

Denn wenn ja, muss ich sie nicht wirklich ernst nehmen.

Oder jemand kommt und sagt: „Ja, jede Ansicht ist gleich viel wert.“ Dann kannst du ja zurückfragen und fragen: „Na ja, ist meine Ansicht, dass deine nicht so viel wert ist, auch gleich viel wert?“

Oder wieder das Gleiche: Wenn jemand kommt und sagt: „Das war für dich, aber nicht wahr für mich.“ Du kannst wieder fragen: „Ist das auch nur wahr für dich, nicht wahr für mich?“

Und mit deiner und meiner Wahrheit haben wir gerade schon geklärt: Es gibt keine „deine“ und „meine“ Wahrheit. Es gibt nur die Wahrheit und vielleicht deine und meine Meinung dazu.

Das heißt: Es gibt Wahrheit, es gibt echte, objektive, harte Wahrheit.

Zusammengefasst: Es gibt Wahrheit. Dinge sind nicht wahr, weil jemand daran glaubt. Und Dinge sind auch nicht falsch, weil jemand daran glaubt. Es gibt einfach Dinge, die sind wahr, unabhängig davon, wie viele Menschen daran glauben oder ob überhaupt irgendjemand daran glaubt.

Wahrheit ist nicht auf deine und meine Zustimmung angewiesen.

Also zusammengefasst: Wahrheit ist kein theoretisches, kein abstraktes Konzept dreißig Kilometer über den Wolken. Nein, Wahrheit ist tatsächlich komplett real. Sie ist so echt wie Schwerkraft, sie ist so echt wie Sonnenstrahlen, sie ist so echt wie Verkehrslärm, sie ist so echt wie Wärme und sie ist so echt wie Regen.

Wahrheit ist echt und Wahrheit ist real.

So weit, so gut.

Also, du siehst: Damit haben wir jetzt eine starke und wichtige Basis – es gibt echte Wahrheit.

Ob du das dann mit deiner Gruppe im echten Leben im Detail so durchexerzierst, wie ich es gerade angedeutet habe oder nicht, das musst du selbst entscheiden. Das hängt natürlich von der Gruppe ab.

Falls du das machen willst: Wir haben dafür ein paar Arbeitsblätter mit lustigen Übungsaufgaben erstellt, die ich auch in der Praxis verwende. Das habe ich gerade dieses Wochenende wieder gemacht mit einer Gemeinde, wir hatten viel Spaß dabei.

Du findest alles direkt unter diesem Video hier verlinkt und das ist alles gratis.

Einheit 2 von 6: Können wir als Menschen Wahrheit erkennen?

Okay, wenn deine Gruppe das verstanden hat – oder noch besser, wenn es vielleicht von Anfang an gar nicht unklar war, dass es Wahrheit gibt – umso besser. Dann sind sie jetzt bereit für Frage zwei bei der Suche nach der wahren Religion. Diese lautet: Es gibt Wahrheit, aber können du und ich als Menschen überhaupt Wahrheit erkennen?

Das ist Einheit zwei von sechs für deine Predigtreihe, für deine Andacht, für deinen Themenabend – wie auch immer du es machen willst: Können wir als Menschen überhaupt Wahrheit erkennen?

Diese Frage zu stellen, ist für den einen oder anderen, der vielleicht eher ein Praktiker ist, eher ein Anpacker, eher ein Zupacker, vielleicht ungewohnt. Deshalb musst du dir als Prediger oder Religionslehrerin, als Großelternteil oder wer auch immer du bist, bei dieser Stelle etwas mehr Mühe geben. Erkläre das Thema auf verschiedene Weisen, damit unterschiedliche Persönlichkeitstypen und Altersgruppen einen guten Zugang finden. Es gibt mehrere Wege, die nach Rom führen.

Zum Inhalt: Vielleicht hast du schon mal in deiner Schulklasse oder in deiner Familie so etwas gehört wie „Na ja, wir Menschen können ja gar nicht erkennen, was wahr ist“ oder „Wir Menschen können ja gar nicht wissen, wie die Welt wirklich ist“ oder „Wir Menschen leben doch nur in einer Scheinwelt“. Genau hier lohnt es sich anzusetzen. Damit sind wir nämlich schon ein gutes Stück weiter. Jetzt haben sie nämlich schon eingesehen und akzeptiert, dass es echte und reale Wahrheit gibt.

Aber vielleicht spukt bei ihnen noch irgendwo im Hinterkopf herum: „Das hilft mir ja nicht viel, solange ich Wahrheit nicht erkennen kann. Woher weiß ich dann, ob die Wahrheit echt ist? Woher weiß ich, dass wir nicht alles nur zum Schein erleben und nicht in einer Illusion gefangen sind?“

Hinter Thema zwei steckt also die Frage: Ist unsere Welt denn überhaupt real? Ist das, was wir mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen, tasten und erkennen können – das, was wir hören, anfassen, schmecken und riechen – überhaupt echt? Oder ist das eine Illusion?

Denn wenn es eine Illusion wäre – was es nicht ist –, dann könnten wir von der echten Welt und von der Realität ja gar nichts Wahres erkennen. Aber wenn das, was gesunde Menschen mit gesunden fünf Sinnen wahrnehmen und erkennen können, real ist und wahr, dann können wir Menschen auch Wahrheit erkennen. Und das ist unsere Frage: Existiert die Welt um uns herum, wie wir sie mit unseren Sinnen wahrnehmen, wirklich?

Falls du das ansprechen möchtest, würde ich mir überlegen, ob sich das lohnt. Falls diese Frage wirklich aus dem Publikum kommt – das hatte ich erst im November –, dann würde ich an deiner Stelle in dieser Themenreihe das Tempo etwas rausnehmen. Versuche mit den Leuten schrittweise durchzugehen.

Du kannst ihnen so etwas erklären wie: „Look, you are the one who perceives the world. So there is already consciousness, and at least you are already in the real, because you are the one who perceives it.“ Aber was ist mit der äußeren Welt um ihn herum? Ist die jetzt auch echt?

Dazu ein reales Beispiel von mir: Als ich letzten November in einer tollen Gemeinde zu Besuch war – ihr wisst, wer ihr seid – hatten wir abends einen Input für ungefähr hundert Jugendliche, von denen vielleicht auch achtzig da waren. Einer von ihnen kam mit seiner kleinen Gang auf mich zu und wollte mir mit völliger Überzeugung glaubhaft machen, dass wir alle nur in einer Simulation leben, wie in einem Computerspiel. Er behauptete, er sei der einzige mit einem echten Bewusstsein, und wir alle anderen seien nur animierte Teile einer Simulation in seinem Kopf.

Frage an dich: Was hättest du dem Jugendlichen und seiner Gang jetzt geantwortet? Übrigens, es war ganz nett. Aber vielleicht erinnert dich das ein bisschen an den Film „Die Matrix“ aus den frühen 2000er Jahren. Wenn ich du wäre, würde ich diesen Film nicht mit meiner Jugendgruppe schauen, weil er echt zu gewalttätig ist. Aber die Geschichte von „Die Matrix“ hat etwas. Es geht dort unter anderem darum, dass die Menschen in Wahrheit gar nicht in der echten Welt leben, sondern in einer Simulation, die böse Computer aufgebaut haben, um die Menschen einzusperren. Die meisten Menschen wissen es nicht. Es gibt auch Charaktere, die nicht echt sind, sondern Teil dieser Simulation. Und dann gibt es einen Erlöser der Menschheit, der sterben und auferstehen muss, damit Menschen aus der Sklaverei des Bösen befreit werden können. Hmm, kommt dir das irgendwie bekannt vor?

Zurück zur Gemeinde: Der Jugendliche, der das behauptet hat – ich glaube, er wollte in dem Moment hauptsächlich Aufmerksamkeit. So waren wir alle mal drauf, das ist okay. Aber es gibt manchmal sehr selten Menschen, die das wirklich glauben. Die wirklich glauben: „Nur ich existiere, und alle anderen sind nur Simulationen, nur meine Einbildungen, die gibt es gar nicht wirklich.“ Und das ist dramatisch.

Denn eine solche Einstellung findest du leider tatsächlich in Tagebüchern und Bekennerschreiben von Selbstmordattentätern. Diese Einstellung kannst du auch bei Amokläufern finden, bei Menschen, die in Schulen und Kindergärten gehen und dort unaussprechliche Massaker anrichten. Ich sage das mit einem gewissen Ernst, denn was als harmloses Gedankenexperiment in einem Internetforum anfängt, kann in extremen Fällen unglaublich ernste Auswirkungen haben.

Stell dir vor, einer deiner Jugendlichen meldet sich und behauptet so etwas wie: „Nur ich existiere, ihr alle anderen seid nur meine Tagträume und Trauminhalte. Nur mein Bewusstsein erzeugt die Wahrheit.“ Wie antwortest du ihm?

Du hast mindestens zwei Möglichkeiten.

Möglichkeit eins: Der lange Weg. Ihr alle anderen im Raum – ihr seid so ungefähr achtzig, neunzig Jahre alt – wartet einfach, bis derjenige gestorben ist. Hoffentlich als wiedergeborener Christ und hoffentlich eines natürlichen und friedlichen Todes. Derjenige ist dann tot, auch hirntot, und hat kein Bewusstsein mehr. Wenn ihr alle anderen nur seine Tagträume und Trauminhalte wärt, dann müsstet ihr ja zusammen mit seinem Bewusstsein erlöschen. Sobald er tot ist, ist ausgeträumt, und ihr alle verpufft.

Richtig? So wäre das, wenn der Jugendliche Recht hätte, denn dann wärt ihr ja alle seine Trauminhalte. Ihr könntet nicht unabhängig von ihm existieren, sondern wärt darauf angewiesen, dass er weiter träumt. Sobald er aufhört zu träumen, seid ihr weg.

Das heißt also: Sobald er tot oder hirntot ist und ihr seht, dass ihr weiterlebt und weiter existiert, dann wisst ihr sofort: „Oh, wir sind nicht von ihm und seinen Träumen abhängig, wir existieren unabhängig von ihm. Wir leben, obwohl er tot ist. Dann können wir ja gar nicht seine Bewusstseinsinhalte sein, dann können wir keine Inhalte seines Tagtraums sein.“ Das ist das Einfachste. Ihr wartet, bis derjenige tot ist. Dann wissen alle, die weiterleben, dass sie ohne ihn leben und nicht nur Einbildungen seines Bewusstseins waren.

Könnte er machen. Das funktioniert und ist auch logisch plausibel. Der einzige Haken ist: Das ist ein bisschen weltfremd, weil dieser Weg geschlagene 80 bis 90 Jahre dauert. Vor allem hilft das dem Typen, der das behauptet, nicht mehr. Du willst ihn ja wahrscheinlich zu seinen Lebzeiten überzeugen, oder?

Aber wir haben Glück, es gibt eine zweite Möglichkeit, wie du das widerlegen und den Jugendlichen überzeugen kannst, der so etwas behauptet. Und was jetzt kommt, ist auch das Komplizierteste, was wir im ganzen heutigen Video machen. Danach wird es deutlich einfacher.

Wenn du das, was wir jetzt machen, auf Anhieb verstehst – und verstehen willst –, dann Respekt! Da bekommst du die offizielle Bibelfit-Verdienstmedaille.

Die zweite Möglichkeit, um logisch zu beweisen, dass Wahrheit unabhängig vom menschlichen Bewusstsein ist: Denjenigen, der behauptet, nur er allein existiere und nur seine eigenen Bewusstseinsinhalte seien wahr, alles andere nur Schein und Illusion, den kannst du Folgendes zurückfragen:

War die Behauptung „Es gibt keine Menschen auf der Erde“ wahr, bevor es Menschen gab?

Noch einmal: Die Behauptung „Es gibt keine Menschen auf der Erde“ – war diese Behauptung wahr, bevor es Menschen gab?

Buchstabieren wir das mal ganz kurz durch. Und wie gesagt, hier unten sind auch die Timestamps bei YouTube verlinkt. Falls du es nicht brauchst, spul einfach zum nächsten Kapitel weiter. Kein Problem, wir können trotzdem Freunde bleiben.

Ich buchstabiere jetzt mal ganz kurz für diejenigen, die es vielleicht irgendwann mal brauchen: Stell dir vor, jemand behauptet, diese Aussage sei falsch. Dann müsste er das Gegenteil behaupten, also nicht „Es gibt keine Menschen auf der Erde“, sondern „Es gibt nicht keine Menschen auf der Erde“. Und nicht „keine Menschen“ heißt, es gab Menschen.

Dann behauptet derjenige inhaltlich sinngemäß: Die Aussage „Es gab Menschen auf der Erde“ trifft zu, bevor es Menschen gab. Noch einmal: Er behauptet damit, die Aussage „Es gab Menschen auf der Erde“ trifft zu, bevor es Menschen gab.

Jetzt hat derjenige ein Problem. Er sagt damit sinngemäß: Zu einer Zeit, als es noch keine Menschen gab, gab es Menschen. Also zu einer Zeit, als es noch keine Menschen gab, gab es Menschen.

Du siehst schon, diese Aussage widerspricht sich. Das ist eine selbstwidersprüchliche Aussage.

Also noch einmal auf Deutsch: Was wir gerade gelernt haben, ist Folgendes: Die Aussage „Es gab keine Menschen auf der Erde“ war damals wirklich wahr, schon bevor es den ersten Menschen jemals gegeben hat.

Das heißt, es gab schon echte Wahrheit, bevor es Menschen gab. Und das heißt: Wahrheit ist nicht von Menschen abhängig.

Also sind es nicht Menschen, die Wahrheit erzeugen, oder menschliches Bewusstsein, das sich Wahrheit einbildet oder erträumt. Nein, Wahrheit gibt es, und zwar unabhängig vom Menschen.

Wahrheit ist kein Schein, sie ist keine Einbildung deines Bewusstseins und keine Illusion deiner Innenwelt. Die Außenwelt ist wirklich real.

Wenn es eine Illusion wäre, könnten wir von der echten Welt und von der Realität nichts Wahres erkennen. Aber weil das, was gesunde Menschen mit gesunden fünf Sinnen wahrnehmen und erkennen können, wirklich real und wahr ist, können wir Menschen Wahrheit erkennen.

Wahrheit ist ein realer Teil der äußeren Welt, außerhalb von Menschen. Ein gesunder Mensch kann die äußere Welt erfassen und Wahrheit erkennen.

Puh, wie gesagt: Ob du das jetzt in jeder Jugendstunde und in jeder Gemeindefreizeit in epischer Breite auspacken willst, ist ein ganz anderes Thema. Aber jetzt hast du zumindest einen Ort, wo du es selbst nachvollziehen kannst.

Vor allem musst du nicht alles wissen, du musst ja nur wissen, wo es steht.

Also genug Philosophie für heute, versprochen. Wir gehen jetzt weiter. Es wird immer konkreter, immer greifbarer und auch einfacher. Du hast das Schwerste überstanden.

Es gibt Wahrheit, und Wahrheit ist erkennbar. Die äußere Welt ist echt und real.

Jetzt sind wir bereit für die äußerst spannende Testfrage Nummer drei: Gibt es auch Übernatürliches?

Einheit drei von sechs. Ja, merkst du, es wird wärmer. Einheit drei von sechs deiner möglichen Predigt- oder Andachtsreihe, deiner möglichen Unterrichtsstunden: Gibt es Übernatürliches?

Einheit 3 von 6: Gibt es Übernatürliches?

Eben haben wir eine Menge komplexer Logik behandelt, das war sehr abstrakt. Deshalb möchte ich dir jetzt kurz eine persönliche Geschichte erzählen.

Ich heiße Markus und komme aus einer Familie von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern. Mein Vater war Dozent für Physik, hatte mehrere Doktortitel und besaß mehrere Patente für bestimmte chemische Verbindungen, die er mitentwickelt hat. Als ich mich als junger Mann mit Religion beschäftigte, mich schließlich zum Christentum bekehrte, mich taufen ließ und meiner ersten Gemeinde beitrat, war das in meiner Familie nicht ganz einfach.

Nach dem Abitur sagte ich, dass ich Theologie studieren und in der Kirche arbeiten möchte. Mein Vater reagierte darauf sehr emotional. Wir waren auf einer langen Autobahnfahrt, es war kurz nach dem Abi. Mein Vater fragte mich: „Markus, was willst du denn jetzt eigentlich machen? Was ist die finale Entscheidung, was nach dem Abi kommt?“ Meine Mutter schaute mich schon an, weil sie wusste, was jetzt kommen würde. Ich antwortete: „Ich will Theologie studieren.“

Daraufhin bremste mein Vater tatsächlich auf dem Seitenstreifen voll ab und hielt mir eine lange Predigt. Er meinte, wenn ich schon kein Chemiker werde, solle ich wenigstens Ingenieur, Informatiker oder Betriebswirt werden. Das war ein heftiger Streit. Später ging ich tatsächlich in die Wirtschaft, aber das ist eine andere Geschichte.

Warum erzähle ich das? Ein Grund ist, dass meine Familie – große Teile davon – die Einstellung hatten, dass nur das real ist, was sich zählen, messen und wiegen lässt. Sie glaubten, nur das sei wahr, was naturwissenschaftlich erfassbar und beweisbar ist.

Nach diesem Streit erklärte ich meinem Vater eines Abends Folgendes – und siehe da, er verstand es, stimmte zu und gab mehr oder weniger seinen Segen. Das, was ich ihm damals erklärte, kannst auch du deiner Schulklasse oder Gemeinde erklären.

Was sind Naturwissenschaften? Im Duden findest du unter „Wissenschaft“ und „Natur“ die Definition: Naturwissenschaften sind forschende Tätigkeiten über ein bestimmtes Gebiet von Erscheinungen, die ohne Zutun des Menschen existieren oder sich entwickeln. Also: forschende Tätigkeiten über Erscheinungen, die ohne menschliches Zutun existieren oder sich entwickeln.

Halte das mal vor Augen. Du ahnst vielleicht schon, dass Naturwissenschaften nur einen bestimmten Abschnitt der Realität erfassen können und wollen. Ich gebe dir zwei Beispiele, die zeigen, dass es deutlich mehr Wissenschaften gibt als Naturwissenschaften und dass die Wirklichkeit viel größer ist als das, was Naturwissenschaften erfassen können.

Erstens die Wirtschaftswissenschaften. Sie sind für unseren Alltag sehr wichtig. Sie erfassen wirtschaftliche Zusammenhänge, also Dinge, die mit dem Zutun von Menschen existieren und sich entwickeln. Dabei lässt sich sehr wohl zwischen richtig und falsch unterscheiden – obwohl Wirtschaftswissenschaften nichts mit Naturwissenschaften zu tun haben.

Zweitens die Geschichts- und Archäologiewissenschaften. Beide untersuchen die Vergangenheit von Einzelpersonen oder Gruppen von Menschen. Auch hier lässt sich sehr häufig zwischen richtig und falsch unterscheiden. Zum Beispiel: Wenn jemand behauptet, Napoleon Bonaparte hätte im Mittelalter in Australien gelebt, ist das archäologisch und geschichtswissenschaftlich falsch und lässt sich gründlich widerlegen.

Auch Geschichtswissenschaften können also richtig und falsch unterscheiden, obwohl sie nichts mit Naturwissenschaften zu tun haben.

Dazu kommen ethische Wahrheiten – wie Rache, Mut, Vergebung, Treue, Gerechtigkeit – Dinge, die wirklich real sind und auf denen fast jede Zivilisation der Menschheitsgeschichte aufgebaut ist. Für diese sind Naturwissenschaften einfach das falsche Instrument.

Das kannst du auch mal mit deiner Jugendgruppe üben: Stell dir vor, sie suchen mit dem Handy nach WLAN, finden keins und behaupten, es gäbe keins. Später stellt sich heraus, dass sie ihr WLAN ausgestellt und nur Bluetooth an hatten. Mit Bluetooth kann man kein WLAN empfangen.

Das heißt: Naturwissenschaften sind zwar wichtig, aber von vornherein nur sehr eingeschränkt leistungsfähig.

Wenn also jemand bei deinen Workshop-Teilnehmern behauptet, etwas lasse sich naturwissenschaftlich nicht nachweisen, kannst du gelassen bleiben. Naturwissenschaften erfassen nur einen kleinen Teil der realen Welt.

Die Frage ist: Gibt es Übernatürliches? Wenn es Übernatürliches gäbe, könnten wir es mit Naturwissenschaften gar nicht erfassen, weil diese nur Natürliches erfassen.

Das heißt, mit Naturwissenschaften allein können wir die Frage, ob es Übernatürliches gibt, nicht beantworten.

Gibt es einen Weg, diese Frage zu beantworten? Ja, mehrere sogar. Du musst nur schauen, wozu die reale Welt besser passt: dass es nur Natürliches gibt oder dass es übernatürliche Dinge gibt, die über reine Materie hinausgehen.

Damit meine ich nicht unbedingt Gespenster oder böse Geister – falls du möchtest, dass wir darauf eingehen, wäre das ein eigener Beitrag.

Was ich meine, sind bemerkenswerte Dinge in der realen Welt: bestätigte und übereinstimmende Nahtoderfahrungen, erfüllte Prophezeiungen über die Zukunft, Bewusstsein, freier Wille – auf denen alle Gesellschaften und Kulturen der Menschheit aufgebaut sind.

Und die wirklich verblüffende Tatsache: Warum gibt es überhaupt irgendetwas und nicht einfach nichts?

Es gibt so etwas wie ein modernes Schöpfungsmärchen, das besagt: Am Anfang war das Nichts, und dann explodierte es. Nein, das ist falsch. Alles, was beginnt zu existieren, hat eine Ursache. Ich wiederhole: Alles, was beginnt zu existieren, hat eine Ursache.

Das Universum, unsere gesamte Realität, hat angefangen zu existieren. Also hat die Realität selbst eine Ursache. Und das ist nicht umstritten.

Das ist nur ein kleiner Punkt dieses großen Themas. Ich habe es dir im Buch „Kein Gott ist auch keine Lösung“ genauer erklärt. Du musst das Buch nicht kaufen, kannst es gern bei Amazon tun, aber du kannst es auch kostenlos über unsere Website bekommen. Der erste Link unter diesem Video führt dorthin. Dort wird das Ganze viel detaillierter und anschaulicher erklärt.

Das Entscheidende ist also nicht nur, dass alles eine Ursache hat, sondern was diese Ursache ist.

Jeder kennt die Formel E=mc², aber nicht jeder weiß, was sie bedeutet. Mein Vater hätte das total faszinierend gefunden. Seit Albert Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie von 1916 wissen wir, dass Raum, Zeit und Materie miteinander verbunden sind.

Unsere Realität befindet sich in der dreidimensionalen Raum und in der vierdimensionalen Raumzeit.

Unsere Realität besteht aus Materie, also Dingen, die man anfassen kann. Es gibt Raumabstände, durch die wir wissen, wie weit Dinge voneinander entfernt sind. Und unsere Realität ist durch den Fluss der Zeit bestimmt.

Die Frage ist jetzt: Was oder wer ist die Ursache für die Realität, so wie sie ist?

Wir suchen nach der Ursache für alle Materie, für alles, was man anfassen kann – nicht nur ein bisschen, sondern grundsätzlich alles.

Das heißt: Was oder wer auch immer alle Materie hervorgebracht hat, kann selbst nicht materiell sein. Was oder wer auch immer alles verursacht hat, was man anfassen kann, ist selbst nicht zum Anfassen.

Was oder wer auch immer sämtliche Raumabstände zwischen Materie hervorgebracht hat, kann selbst nicht durch Raumabstände begrenzt sein. Und was oder wer auch immer alle Zeiträume hervorgebracht hat, kann selbst nicht durch Zeiträume eingeschränkt sein.

Wir suchen also nach einer Ursache, die nicht materiell, nicht räumlich, nicht zeitlich ist – die größer ist als die Natur und über der Natur steht.

Ich könnte das noch ausführlicher erklären. Das findest du, wie gesagt, im Buch, erster Link unter diesem Video.

Das, was wir gerade besprochen haben, ist nicht unlogisch oder Spekulation. Im Gegenteil: Der klassische Atheismus hat dreizehn weitere logische Probleme. Wenn jemand behauptet, es könne definitiv nichts Übernatürliches geben, ist das unglaubwürdig – allein schon wegen dem, was wir besprochen haben.

Ich könnte noch ins Detail gehen, aber allein dadurch siehst du schon: Übernatürliches gibt es wirklich.

Das größte Wunder der Bibel steht auf Seite eins: „Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.“

Das heißt, wir sprechen von einer Ursache, die nicht in der Natur ist und die die gesamte Natur geschaffen hat. Eine Ursache, die über der Natur steht, eine übernatürliche Ursache, die alles verursacht und ins Leben gerufen hat.

Dadurch, dass das, was wir umgangssprachlich den Urknall nennen, das größte Wunder der Bibel bestätigt – dass es nichts gab und danach alles –, folgt logisch, dass alle weiteren Wunder der Bibel mindestens möglich sind.

Okay, so weit, so gut. Es gibt also eine höhere Macht.

Deutlich ausführlicher ist das im Buch erklärt. Mir ist klar, dass das jetzt oberflächlich ist, aber es ist okay.

Gibt uns das bei der Auswahl der richtigen Religion eine Hilfe? Ja, eigentlich schon. Dazu will ich dir eine kurze Geschichte erzählen, damit du meine Perspektive besser einordnen kannst.

Ich bin nicht in Deutschland aufgewachsen. Mein Vater reiste damals um die Welt, um seine wissenschaftliche Karriere voranzubringen, mit meiner Mutter, meinem Bruder und mir im Schlepptau.

Das führte dazu, dass mein Bruder und ich mehrsprachig aufwuchsen und internationale Kindergärten und Schulen besuchten. Ich bin also in einem internationalen, multikulturellen Umfeld mit Afrikanern, Asiaten, Nordamerikanern und Südamerikanern aufgewachsen. So kannst du dir ungefähr vorstellen, wie damals die Klassenfotos und Schulfeste aussahen.

Durch Schule, Bekannte und Umfeld war für mich der Umgang mit Buddhismus und Hinduismus nichts Besonderes. Auch der Anblick von Minaretten beim Einkaufen oder auf dem Weg zur Schule war ganz alltäglich.

Der Islam war in meiner Jugend sowieso ein großes Thema. Später war unser direkter Nachbar ein muslimischer Gelehrter, bei dem ich jahrelang ein- und ausging.

Warum erzähle ich das? Vor ein paar Jahren, als ich noch Berater war, hatte ich eine kleine Zahl buddhistischer Klienten. Dabei wurde mir klar, dass in Deutschland zwar jeder die goldenen Buddha-Statuen in Vorgärten und asiatischen Restaurants kennt, aber kaum jemand weiß, worum es im Buddhismus inhaltlich geht.

Die inhaltliche Seite würde ich vom Buddhismus schon ein Stück weit ernst nehmen.

Die Zahl der Buddhisten in Deutschland wird auf bis zu 300.000 geschätzt – fast doppelt so viele wie Zeugen Jehovas und mehr als doppelt so viele wie alle Evangelikalen zusammen.

Das sollten wir also zahlenmäßig nicht ganz ignorieren.

Es zeichnet sich immer mehr ab, dass wir in den 2020er Jahren im DACH-Raum – also Deutschland, Österreich und der Schweiz – immer mehr mit Esoterik und New-Age-Bewegungen zu tun bekommen, viele davon mit buddhistischen Einflüssen.

Verstehe mich richtig: Im Buddhismus gibt es eine Reihe von Dingen, die wir ehrlich schätzen und wertschätzen können. Zum Beispiel Ahimsa – den Wunsch nach Frieden und Gewaltlosigkeit –, Karuna und Metta, also Mitgefühl und Wohlwollen gegenüber allen Lebewesen.

Dana – Großzügigkeit in Spenden an wohltätige Organisationen – oder Prajna, das Streben nach Weisheit, die buddhistische Ethik wie Sexualität nur in der Ehe, Selbstdisziplin, Fasten, Verantwortung für eigene Entscheidungen und deren Konsequenzen übernehmen.

Lass uns ehrlich sein: An dem, wie manche Buddhisten leben, könnten wir uns eine Scheibe abschneiden. Und das sollten wir auch anerkennen.

Aber – und das solltest du in deinen Themenabenden, Predigten und gegenüber deiner Gruppe klar kommunizieren – die Frage ist nicht, wer sich am besten benimmt.

Das hier ist kein Kopfnotenwettbewerb, sondern es geht um Wahrheit. Und das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Die Frage ist auch nicht – und das musst du deiner Gruppe helfen, gedanklich klarzukriegen – in welchen Weltanschauungen man etwas lernen oder wo es etwas Wertschätzenswertes geben könnte.

Dazu ein Extrembeispiel, nicht ausrasten: Selbst wenn du die satanistische Bibel von Anton LaVey, dem Gründer der internationalen Kirche des Satans, liest – selbst dort gibt es Punkte, die man respektieren könnte.

Du siehst also: Es geht nicht darum, ob es einzelne Punkte gibt, die man respektieren oder gut finden kann, sondern um das Grundkonzept und welche Weltanschauung grundsätzlich richtig und wahr ist.

Im Buddhismus gibt es verschiedene Glaubensrichtungen. Stark vereinfacht gibt es die Strömungen des Mahayana-Buddhismus und des Theravada-Buddhismus.

Der Theravada-Buddhismus ist die älteste Strömung, aus der die anderen hervorgegangen sind. Er ist die ursprünglichste Form und am nächsten an den Lehren des Buddha.

Lass uns also über diesen klassischen Buddhismus reden.

Hier ist Buddha noch ein menschlicher Lehrer. Man ist für seine Erlösung selbst verantwortlich. Es gibt keine übernatürlichen Wesen, die man anbeten möchte, und erst recht keinen Schöpfergott.

Im Gegenteil: Der Großteil der buddhistischen Texte lehrt, dass diese Welt nicht von einem Gott geschaffen wurde und nicht von einem Gott regiert wird.

Du könntest jetzt auf große logische Probleme mit der Wiedergeburtslehre, der Karma-Lehre und dem Nirwana eingehen und selbst ernsthafte Selbstwidersprüche im Theravada-Buddhismus aufzeigen.

Aber um nur eines von mehreren großen Problemen beim Theravada-Buddhismus zu nennen: Er passt nicht sonderlich zu dem, was wir bereits wissen.

Wir wissen, dass die Realität nicht ewig ist, dass das Universum und die Welt nicht schon immer existiert haben, sondern dass die gesamte Realität an einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort angefangen hat zu existieren – vorher gab es nichts.

Der Theravada-Buddhismus lehrt jedoch ein zyklisches Weltbild, also dass alles ein ewiger Kreislauf ist und die Realität schon immer existiert hat.

Das ist ein großes Problem, weil es nicht stimmt.

Im Gegenteil: Der Theravada-Buddhismus lehrt, dass es keine übernatürliche Kraft und keine Gottheit gibt – schon gar nicht eine persönliche Gottheit, die außerhalb von Raum und Zeit steht, größer als die Natur ist, unendlich mächtig und alles verursacht hat.

Denk daran, was du vorhin gelernt hast: Eine Aussage ist dann falsch, wenn sie etwas widerspricht, das bereits feststeht.

Beim Buddhismus hast du sowohl Selbstwidersprüche als auch Widersprüche zu bereits bekannten Fakten.

Ich möchte dir Mut machen: Sei in Gesprächen, Jugendstunden, in deiner Gemeinde und in Religionsklassen ehrlich zu deinen Zuhörern.

Natürlich ist das, was wir hier besprechen, eine Vereinfachung, das ist klar.

Aber es geht gerade um diese Grundsätze.

Sobald wir nicht mehr fragen, wen wir mögen oder nicht mögen, wem eine Aussage gefällt oder nicht gefällt, oder wie wir uns fühlen, sondern alle emotionalen Befindlichkeiten außen vor lassen und unvoreingenommen an die Sache herangehen, um auszuwählen, welche von den großen Religionen wahrscheinlich recht hat, dann werden wir mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht beim klassischen, ursprünglichen Buddhismus landen.

Im Gegenteil: Der Buddhismus ist damit tatsächlich raus.

Einheit 4 von 6: Gibt es mehrere Götter?

Einheit vier von sechs, Thema vier von sechs – du hast schon über die Hälfte geschafft. Nun geht es um die Frage: Wir wissen, dass es Übernatürliches gibt. Könnte es aber sein, dass es mehrere Götter gibt? Diese Frage ist für die Auswahl der wahren Religion höchst entscheidend.

Wir haben gerade gelernt, dass atheistische Philosophien ausscheiden. Auch Weltanschauungen, die darauf aufbauen, dass es kein übernatürliches Wesen gibt, sind ebenfalls ausgeschlossen.

Im Buddhismus könnte man auf Strömungen wie den Mahayana-Buddhismus eingehen. Da dieser aber in Deutschland, Österreich und der Schweiz kaum verbreitet ist, kannst du ihn zusammen mit dem Hinduismus behandeln, den wir uns jetzt anschauen. Warum? Weil sowohl im späteren Mahayana-Buddhismus als auch im Hinduismus behauptet wird, dass es eine ganze Reihe von übernatürlichen Wesen, also mehrere Götter, gibt.

Verstehe mich richtig: Natürlich gibt es in hinduistischen Strömungen vieles, das man wertschätzen kann. Zum Beispiel die Hingabe vieler Hindus an ihre Weltanschauung, ihr Pflichtbewusstsein, die Bemühung um Aufrichtigkeit, den Wert von Familie und Gemeinschaft sowie Gewaltlosigkeit in vielen Fällen. Aber noch einmal, und das solltest du deiner Gruppe klar kommunizieren: Die Frage ist nicht, wer sich am besten benimmt. Denk daran, es ist kein Kopfnotenwettbewerb, sondern es geht um Wahrheit – und das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Das wirft eine wirklich wichtige Frage auf. Wir haben ja schon gelernt, dass es Übernatürliches gibt. Die Frage ist jetzt: Könnte es sein, dass es nicht nur einen Gott gibt, sondern mehrere Götter? Die Antwort ist tatsächlich nein. Keine Angst, das ist recht einfach zu verstehen. Wir machen jetzt keine Philosophiestunde, es ist wirklich ziemlich simpel.

Die Frage lautet: Was ist Gott? Was bedeutet das Wort Gott? Der Begriff „Gott“ ist ein deutsches Wort und Teil des deutschen Wortschatzes. Wie finden wir heraus, was ein deutsches Wort bedeutet? Du weißt es schon: Wir schauen in den Duden. Dort ist „Gott“ definiert als Schöpfer allen Geschehens.

Auch in anderen maßgeblichen Standardwerken findest du hilfreiche Formulierungen. So heißt es zum Beispiel im Historischen Wörterbuch der Philosophie: Gott ist die unverursachte Ursache. Noch einmal: Gott ist die unverursachte Ursache. Das heißt eigentlich ganz logisch: Gott selbst ist das eine Wesen, die eine Sache, die eine Ursache, die es schon immer gab. Er hat alles andere geschaffen, alles andere in Bewegung gesetzt und durch ihn wird alles andere verursacht.

Das bedeutet, Gott ist die Ursache für alles. Er selbst hat aber keine Ursache. Sonst hätte er sich ja selbst geschaffen – was logisch nicht möglich ist. Bevor jemand existiert, kann er nichts tun. Also kann er auch nichts anderes schaffen.

Diese Definition ist konsensfähig unter maßgeblichen Gelehrten aus dem Islam, dem Christentum und dem Judentum. Sie wird auch von maßgeblichen nichtchristlichen Gelehrten unserer Zeit und sogar von Religionskritikern und Atheisten akzeptiert. Damit kannst du also definitiv arbeiten und diese Definition auch in Gesprächen mit deiner Gruppe nutzen.

Was bedeutet das konkret mit der unverursachten Ursache? Es heißt: Gott ist die eine Ursache, die alles andere verursacht hat. Alles, was nicht Gott ist, wurde von Gott verursacht. Noch einmal: Alles, was nicht Gott ist, wurde von Gott verursacht.

Nun ein Gedankenexperiment: Stell dir vor, dieses Wesen gäbe es nicht nur einmal, sondern zweimal. Ist das überhaupt möglich? Noch einmal: Alles, was nicht dieses Wesen ist, wurde von diesem Wesen verursacht.

Wenn es aber nicht ein, sondern zwei Götter gäbe, welcher von beiden wäre dann tatsächlich Gott? Wenn das eine zuerst war und das andere verursacht hat, dann ist das andere keine unverursachte Ursache mehr. Damit ist es nicht Gott.

Dasselbe gilt, wenn du dir vorstellst, es gäbe vier, acht, zwanzig oder zweihundert Götter. Logisch ist es unmöglich, dass unverursachte Ursachen nebeneinander existieren können. Das ist eine leere Wortgruppe – so etwas wie ein kreisförmiges Quadrat oder ein lediger Junggeselle. Es sind nur leere Worte. Diese Dinge können nicht existieren und sind logisch nicht möglich.

Was bedeutet das? Es bedeutet, dass mehrere Götter gleichzeitig logisch nicht möglich sind. Es kann einen Gott geben, aber nicht mehrere Götter auf die gleiche Weise und im selben Sinn. Das ist logisch ausgeschlossen.

Was aber möglich ist: Ein Schöpfergott und mehrere mächtige Geschöpfe wie Engel, die sich vielleicht auch von ihm abwenden und dann Dämonen werden. Falls du mehr über Engel, Dämonen und die unsichtbare Welt wissen möchtest, kannst du dich entsprechend informieren.

Jedenfalls ist ein allmächtiger Schöpfer mit vielen begrenzt mächtigen Geschöpfen möglich. Eine Weltanschauung, die grundsätzlich und im Kern davon ausgeht, dass es mehrere Götter gibt – wie die meisten hinduistischen Strömungen – funktioniert logisch nicht. Wenn sie das behaupten, sind sie für unsere enge Auswahl leider raus.

Also: Ein höheres Wesen, eine unverursachte Ursache, ein Gott. Ein Gott, so weit, so gut. Aber welcher Gott ist es denn jetzt? Und welche Religion ist schlussendlich die wahre?

Einheit 5 von 6: Welcher Gott ist es?

Einheit fünf von sechs, also die vorletzte Einheit – darauf haben wahrscheinlich die meisten hingefiebert: Welcher Gott ist es denn jetzt? Konkret gefragt, ist es der Gott des Islam oder der Gott der Bibel?

Wenn du dich mit dem Thema beschäftigst, zum Beispiel im Religionsunterricht, in einer Jugendstunde oder einer Predigtreihe, könntest du auf unzählige einzelne Gruppen eingehen. Du könntest zum Beispiel den Bahaismus betrachten, mit seiner Wertschätzung von Einheit, seinem Fortschrittsglauben, seiner Wertschätzung von Bildung und Frieden, seinen wunderschönen Tempeln und vielem mehr. Oder du könntest auf den Zynismus eingehen, der Brüderlichkeit, Gleichheit, gemeinsame Verantwortung füreinander, ehrliche Arbeit und Bildung hochhält.

Das bedeutet nicht, dass jede dieser Religionen die wahre ist – das wäre logisch nicht möglich. Aber du kannst in jeder etwas Gutes finden, das wir ehrlich wertschätzen können. Vor allem ist es ein positiver Ansatzpunkt für Gespräche.

Auf welche Religion solltest du also in deinen Workshops, Predigten oder Themenabenden eingehen? Wo willst du überhaupt anfangen? Das hängt davon ab, mit welchen Menschen du sprichst und welchen Hintergrund sie haben.

Wenn du beispielsweise eine für mitteleuropäische Verhältnisse normal gemischte Gruppe vor dir hast, empfehle ich dir, deine vorletzte Einheit oder Predigt in der Reihe über Christentum und Islam zu gestalten. Warum? Hier siehst du eine grobe Schätzung, wie viele Menschen weltweit dem Einflussbereich welcher ein-Gott-Religion zugeordnet werden.

Christentum und Islam haben mit weitem Abstand weltweit den meisten Einfluss. Auch bei uns in Mitteleuropa nimmt der Einfluss des Islam täglich zu. Deshalb wird es für die meisten deiner Workshop-Teilnehmer nachvollziehbar sein, warum du dich nicht auf jede vergleichsweise kleinere Gruppe konzentrierst, sondern auf das, was die meisten in unserem Land beschäftigt und in den nächsten Jahren noch mehr beschäftigen wird – nämlich den Islam.

Das ist auch sachlich und fachlich in Ordnung. Du musst nicht jede einzelne Religion bis ins Letzte behandeln. Es ist ein bisschen wie bei einem Kriminalfall, bei dem du einen Tatverdächtigen suchst.

Stell dir vor, du bist Kriminalhauptkommissarin und suchst einen Täter, der in einen Keller eingebrochen ist. Die Überwachungskamera zeigt klar die Umrisse eines 1,85 Meter großen, muskulösen jungen Mannes. Dann bekommst du einen Anruf, dass jemand festgenommen wurde, der 1,60 Meter groß ist und einen Bierbauch hat. Das passt wahrscheinlich nicht.

Dann bekommst du einen weiteren Anruf, dass vielleicht ein vorlautes dreizehnjähriges Mädchen in der Nachbarschaft verdächtigt wird. Auch das passt nicht, oder? Du siehst: Du musst nicht jeden einzelnen Bürger einer Ein-Million-Einwohner-Stadt vernehmen lassen. Es reicht, wenn du den einen Täter findest.

Denn sobald du den einen Täter findest, der es wirklich ist, ist der Fall gelöst. Dann ist automatisch klar, dass die anderen 999 Verdächtigen ausgeschlossen sind. Du musst also nicht beweisen, dass die 999 nicht Täter sind, sondern nur den einen finden, der es ist.

Deshalb ist es wichtig für deine Predigtreihe: Deine Aufgabe ist nicht, jede nur erdenkliche Weltanschauung zu widerlegen, die es irgendwann in der Menschheitsgeschichte gegeben hat. Nein, das wäre unnötig und Zeitverschwendung.

Deine Aufgabe ist es, deiner Gemeinde, deinem Hauskreis oder deinen Nachbarn zu helfen, die eine Weltanschauung zu sehen und zu finden, die mit allergrößter Wahrscheinlichkeit die wahre ist. Und damit sind wir wieder bei der Frage: Islam oder Christentum?

Gerade zum Thema Islam möchte ich vorher etwas sagen. Als ich vor vielen Jahren nach Deutschland kam, war ich teilweise geschockt, wie negativ manche Menschen den Islam sehen. Es gab Vorurteile, als ob alle Muslime analphabetische Polygamisten wären, die ihre Frauen verprügeln, oder potenzielle Selbstmordattentäter.

Solche Gespräche habe ich mit manchen Deutschen geführt. Um das ins Verhältnis zu setzen: Wusstest du, dass die meisten Opfer von islamistischen Extremisten tatsächlich selbst Muslime sind?

Aus meiner eigenen Tätigkeit beim Bibelfit-Dienst haben wir schon mehrfach Einschüchterungsversuche und sogar Briefe mit konkreten Drohungen erhalten, die wir an die Polizei weitergeleitet haben. Bis jetzt ging kein einziger dieser Vorfälle auf Muslime zurück.

Im Gegenteil: Als die muslimische Community hier noch kleiner war und ich ab und zu in YouTube-Kommentaren und auf Instagram mit Zuschauern schrieb, erinnere ich mich an die meisten Gespräche mit muslimischen Gesprächspartnern als gut und sachlich.

Auch bei Vor-Ort-Veranstaltungen erlebe ich Muslime, die danach zum persönlichen Gespräch kommen, meistens als höflich und korrekt. Das kann man von manchen, die sich Christen nennen, nicht unbedingt behaupten.

Ich glaube, uns westlichen Menschen in Mitteleuropa ist oft gar nicht bewusst, wie viel wir dem Islam über die Jahrhunderte zu verdanken haben. Angefangen bei der Papierherstellung, ohne die unsere späte Renaissance mit dem Buchdruck kaum möglich gewesen wäre – was eine große Rolle in der Reformation spielte.

Dass wir überhaupt verlässliche Informationen über unsere eigene europäische antike Geschichte haben, verdanken wir muslimischen Gelehrten. Sie bewahrten die Werke von Aristoteles und vielen weiteren europäischen Denkern durch unser finsteres Mittelalter hindurch.

Ohne die Arbeit muslimischer Gelehrter hätten wir kein Hochmittelalter mit Thomas von Aquin, keine Scholastik, keine Renaissance und keine Reformation.

Auf die arabische Welt gehen viele konkrete Lebensveränderungen zurück, die wir in Europa als selbstverständlich ansehen: moderne Geographie, Stadtplanung, Bewässerungssysteme. Ganz praktische Dinge wie die Verbreitung und Entwicklung der Gitarre und der Musiktheorie in Europa.

Auch Miniaturmalerei, Teppichknüpfkunst, Kalligraphie, Glasproduktion, Deodorants, Kaffee und Zimt – all das haben wir dem islamischen Einfluss zu verdanken. Ohne Muslime kein Weihnachtsplätzchen.

Einen Großteil der heutigen Chirurgie und Medizin verdanken wir der Vorarbeit muslimischer Gelehrter. Falls du dir jemals etwas gebrochen hast oder operiert werden musstest, verdankst du einen Teil deiner Genesung Methoden, die Muslime entwickelt haben.

Manche mathematischen Methoden, aber vor allem die Entwicklung der heutigen Optik stammen von arabischen Physikern und muslimischen Optikern. Jeder, der eine Brille oder Kontaktlinsen trägt, kann dafür diesen Wissenschaftlern danken.

Und ja, sogar die Zahlen, die wir heute noch nutzen und die auch in deiner Bibel abgedruckt sind, sind tatsächlich arabische Zahlen.

Warum sage ich das? Ganz selbstkritisch: Wir Europäer sprechen oft über den Islam wie der Blinde von der Farbe. Das sage ich nicht, um sehbehinderte Zuhörer vor den Kopf zu stoßen, sondern um zu verdeutlichen, dass wir oft wenig Ahnung haben.

Stell dir vor, ein Marsmensch landet auf der Erde und fragt, welche Religion die richtige ist. Allein von der Mitgliederzahl und vom Niveau der Theologie her hat der Islam eine hohe Chance, bei der engeren Auswahl ganz vorne mit dabei zu sein.

Deshalb tust du gut daran, Muslime ernst zu nehmen und das Ehrenwerte im Islam ehrlich wertzuschätzen. Es gibt einiges, das man anerkennen kann. Hier nur sieben Beispiele:

Islam bedeutet Unterwerfung – Unterwerfung unter Allah. Deshalb nennt der Islam alle Menschen, die sich Allah unterworfen haben, Muslime.

Ähnlich wie im Christentum geht es auch im Islam nicht darum, Ansehen für sich selbst zu sammeln, sondern auf Gott hinzuweisen und Gottes Ehre zu mehren.

Gemeinschaft spielt im Islam eine sehr große Rolle, ebenso wie im Christentum.

Das Geben, Zakat, ist im Islam wichtig. Auch wir Christen sind zum Geben angehalten – für unsere Gemeinden, für Dienste, die Gutes tun, und für Bedürftige. Das ist ähnlich.

Auch das Fasten, Saum, spielt im Islam eine große Rolle. Christen sind laut Neuem Testament ebenfalls angehalten, regelmäßig zu fasten, nehmen es aber oft nicht ernst. Unsere muslimischen Freunde tun das mehr.

Das Gebet, Salat, ist im Islam zentral. Im Christentum spielt Gebet ebenfalls eine entscheidende Rolle, und wir sind dazu angehalten, dass unser ganzes Leben ein Gebet sein soll, das Gott ehrt. Das können Muslime verstehen und respektieren.

Muslime und Christen sind sich oft einig, dass viele Entwicklungen in der westlichen Gesellschaft in eine falsche Richtung gehen. Beide Gruppen kritisieren die geldgierige, selbstsüchtige, sexbesessene westliche Konsumgesellschaft, die keine Ehrfurcht mehr kennt und sich damit selbst schadet.

Was mich persönlich bewegt, ist die starke Identifikation vieler Muslime mit dem Islam und insbesondere mit dem Koran sowie ihre Leidenschaft für ihren Glauben.

Auch wenn Muslime und wir Christen in manchen Punkten unterschiedlicher Meinung sind, habe ich großen Respekt davor, dass die meisten Muslime ihren Glauben ernst nehmen, ihn wertschätzen und gut kennen.

Sie kennen ihre Schahada, ihr Glaubensbekenntnis. Wie viele Christen kennen ihr eigenes apostolisches Glaubensbekenntnis? Viele Muslime wissen genau, wofür sie stehen.

Viele Muslime lesen ihren Koran mit Ernst, Feierlichkeit und Bewandtheit – eine Haltung, die vielen Christen beim Lesen ihrer eigenen Bibel guttun würde.

Deshalb: Für deine vorletzte Predigteinheit, deinen vorletzten Themenabend oder deine vorletzte Stunde zu diesem Thema empfehle ich dir, gemeinsam mit deinen Teilnehmern, Schülern oder deiner Gemeinde vielleicht sogar den Koran zu öffnen.

Ihr werdet wahrscheinlich überrascht sein, was darin steht.

Eine Überraschung: Mohammed, auf den der heutige Islam zurückgeht, wird im Koran nur viermal erwähnt. Johannes der Täufer dagegen fünfmal, sein Vater Zacharias siebenmal. Aber Jesus selbst, Isa al-Masih, wird im Koran fünfundzwanzigmal erwähnt.

Was wird über Jesus im Islam gesagt? Es wird gesagt, dass Jesus wiederkehren wird auf die Erde. Es wird gesagt, dass Jesus einen weltweiten falschen Messias, al-Masih ad-Dajjal, bezwingen wird, der zuvor große Verfolgung angerichtet hat.

Es wird gesagt, dass Jesus vor dem allerletzten Jüngsten Gericht auf der Erde in Rechtschaffenheit regieren wird.

Kommt dir das bekannt vor?

Noch mehr: Im Koran wird bestätigt, dass Jesus übernatürliche Wunder getan hat. Es wird bestätigt, dass Jesus als Einziger durch ein übernatürliches Wunder ohne menschliches Zutun geboren wurde.

Besonders bemerkenswert ist, dass im Koran in Sure 19, Vers 34 (Surat Maryam, Ayat 34) steht: „Das ist Jesus, der Sohn Marias, das Wort der Wahrheit.“

Das heißt eindeutig, dass Jesus nicht nur ein normaler Mensch ist. „Das Wort der Wahrheit“ – und dieses Wort geht von Gott aus.

In Sure 10 heißt es: „La tabdillah li kalimatillahi“ – das Wort Gottes kann nicht verfälscht werden.

In Sure 6 (Al-An’am) wird bestätigt: „Wa lamu babdillah li kalimatillahi“ – es gibt niemanden, der Gottes Worte verändern kann.

Noch einmal ganz deutlich in Sure 6: „Lamu babdillah li kalimatillahi“ – Gottes Worte können nicht verändert oder abgeändert werden.

In Sure 3 (Al-Imran) wird über Isa al-Masih berichtet, dass Jesus Folgendes sagt: „Ich bin ein Bestätiger der Tora, die vor mir war, um euch einen Teil von dem zu erlauben, was euch vorher verboten war. Ich bin Jesus, zu euch gekommen mit einem Zeichen von eurem Herrn. Fürchtet Allah und gehorcht mir!“

Krass! Im Koran steht, dass Jesus sagt, wir sollen ihm gehorchen und ihm folgen.

Das heißt: Wenn ich den Koran wirklich ernst nehme, muss ich mich mit Isa al-Masih, mit Jesus dem Messias beschäftigen.

Und das ist der Türöffner schlechthin für dich.

Damit sind wir bei der sechsten und finalen Frage deiner Themenreihe, nämlich der alles entscheidenden Frage: Was hat es mit diesem Jesus auf sich? Wozu dieser Jesus?

Jesus als zentrale Figur der Weltgeschichte

Jesus ist die wichtigste Person der Weltgeschichte. International wurden mehr Bücher über Jesus geschrieben als über jede andere Person mit großem Abstand. Der Wunsch nach neuen christlichen Liedern war über Jahrhunderte maßgeblich, sodass Christen Dutzende Musikformen und Instrumente entwickelten, die wir heute oft als selbstverständlich ansehen.

Historisch gesehen waren Jesus und das Christentum Haupttriebfedern für Klöster, Universitäten und das kostenlose Schulsystem sowie für Buchdruck und Alphabetisierung. Das bedeutet, dass die meisten Menschen weltweit, die lesen und schreiben können, dies zu einem großen Teil Anhängern und dem Einfluss von Jesus zu verdanken haben.

Jesus wird mittlerweile ehrenvoll anerkannt im Hinduismus, Buddhismus, Islam, Bahaismus, New Age und in vielen anderen Weltanschauungen. Fast jeder Mensch auf der Welt ist in der einen oder anderen Form von Jesus beeinflusst. Selbst die internationale Zeitzählung beruht auf ihm. Jesus hat die Welt geprägt wie keine andere historische Person.

Wenn ich „historisch“ sage, meine ich das auch genau so. Zum Beispiel heißt es im Staatslexikon in der siebten Auflage, dass Jesus eine historische Gestalt ist. Das wird heute von keinem seriösen Historiker mehr bestritten. Die theologische Realencyklopädie, das größte deutschsprachige Buchprojekt zu Religionswissenschaften im 21. Jahrhundert, fasst zusammen: Die These, Jesus hätte nie gelebt, ist unhaltbar.

Die meisten Menschen unterschätzen völlig, wie viel wir überhaupt über Jesus wissen. Wer sich historisch mit Jesus auseinandersetzt, wie ich das damals noch als Atheist getan habe, wird verblüfft sein, was wir inzwischen alles wissen. Zum Vergleich: Man müsste etwa 426 Seiten wissenschaftlicher Standardwerke lesen, nur um auf den aktuellen Forschungsstand zur historischen Jesusforschung zu kommen. So umfangreich ist das Material, das Historiker inzwischen zu Jesus bewegt haben.

Wir wissen zum Beispiel, dass Jesus am 7. April des Jahres 30 in Jerusalem gestorben ist. Mit großer Wahrscheinlichkeit wurde er im März des Jahres 4 vor Christus geboren. Aus den Quellen wissen wir, dass Jesus kurze, gekräuselte Haare hatte, einen kurzen Bart, dunklere Haut, zwischen 1,64 und 1,68 Meter groß war und zwischen 50 und 60 Kilogramm wog. Seine Schuhgröße war ungefähr 39, und er hatte braune Augen.

Vielen Zuhörern ist wahrscheinlich gar nicht klar, wie viel wir inzwischen über Jesus wissen. Die Frage ist: Woher wissen wir all das? Die Antwort lautet: durch seriöse Geschichtsforschung. Unvoreingenommen betrachtet haben wir drei verschiedene Gruppen von Informationsquellen zum historischen Jesus aus ungefähr denselben Zeitperioden.

Zum Vergleich: Von den meisten römischen Kaisern gibt es deutlich weniger Quellen. Über Kaiser Silbanakos zum Beispiel wussten wir vor 100 Jahren nicht einmal, ob er überhaupt gelebt hat. Er wird weder von seinen Feinden noch von Freunden erwähnt. Bei Kaiser Sponsanius ist bis heute nicht geklärt, ob es ihn jemals gab.

Bei Jesus dagegen haben wir über 51 verschiedene, zeitgenössische historische Quellen von Nichtchristen gesichert, aus denen wir etwas über ihn lernen können. Und noch einmal: Das sind Berichte von Nichtchristen und Gegnern Jesus’, aus denen wir Informationen gewinnen.

Wenn du wissen möchtest, was diese Quellen alles berichten, kann ich dazu gerne ein Video machen. Drücke die Glocke unten rechts unter diesem Video und schreibe einen Kommentar, falls du das wünschst.

Um ein Gefühl für die Größenordnung zu bekommen: Wenn du jeden dieser Gegner von Jesus der Reihe nach vor Gericht rufen und für nur 30 Minuten anhören würdest, ohne Rückfragen, dann wärst du fast eine halbe Arbeitswoche von morgens bis abends damit beschäftigt, die antiken Zeitzeugenberichte über Jesus anzuhören. Und das waren nur die, die keine Sympathisanten waren.

Die zweite Gruppe von Informationsquellen sind die christlichen Zeugen über Jesus, also die christlichen Quellen außerhalb der Bibel. Sobald diese hinzukommen, bist du Wochen beschäftigt, all das Material zu hören und zu lesen.

Die dritte Gruppe ist eine besondere Untergruppe der zweiten: die Augenzeugenberichte, die du heute im Neuen Testament findest.

Es kann passieren, dass jemand sagt: „Das Neue Testament ist doch ein Märchenbuch.“ Das kann ich verstehen. Bevor ich das Neue Testament zum ersten Mal durchgelesen hatte, dachte ich das auch. Doch dann bemerkte ich, dass ich eigentlich keine Ahnung vom Neuen Testament hatte und begann, es ernsthaft zu lesen.

Dabei bekam ich erst einmal einen Schrecken, denn ich hatte uralte Fabeln, Legenden oder Mythen erwartet. Doch beim Lesen der Evangelien, also der neutestamentlichen Augenzeugenberichte über Jesus, sah ich konkrete Ortsangaben, Jahreszahlen, historischen Kontext. Ich sah, wie die Jünger sich streiten und wie Menschen mit ihren Schwächen dargestellt werden. Dinge gehen schief. So schreibt man keine Mythen oder Fabeln. Das liest sich wie Berichte von tatsächlich Geschehenem.

Ein Beispiel: Es gibt eine ganze Reihe historischer Personen, bei denen heutige nichtchristliche Forscher direkt auf Berichte im Neuen Testament zurückgreifen, um zu prüfen, was damals wirklich passiert ist. Joseph von Arimathäa wird siebenmal erwähnt, König Agrippa II. von Galiläa elfmal, Pontius Pilatus 58-mal, Johannes der Täufer 107-mal, Paulus 156-mal und Judas Iskariot sogar 333-mal.

Internationale Teams von säkularen Forschern und Geschichtswissenschaftlern nutzen das Neue Testament, um die Lebenswege dieser Personen zu rekonstruieren. Das ist völlig sachgemäß und kein Thema für Aufregung.

Du kannst das Neue Testament archäologischen und geschichtswissenschaftlichen Prüfungen unterziehen, um zu ermitteln, ob die Kernaussagen glaubwürdig sind. Doch sobald es um Jesus geht und die gleichen Methoden auf ihn angewandt werden, reagieren manche Leute hysterisch. Solche Reaktionen sind unlogisch und können so benannt werden.

Was sagen nichtchristliche, atheistische Historiker zum Neuen Testament? Im Brockhaus, der größten deutschsprachigen Enzyklopädie, heißt es: „Die wichtigsten Quellen für Jesu Leben und Lehre sind die in griechischer Sprache verfassten Evangelien des Neuen Testaments.“

In der Encyclopaedia Britannica steht im Artikel über Jesus: „Es ist unwahrscheinlich, dass Quellen außerhalb des Neuen Testaments dem Porträt des historischen Jesus viel hinzufügen können, weil die dort berichteten Informationen so profund und detailliert sind.“

Im Brockhaus heißt es weiterhin, dass sich aus den historisch eruierbaren Daten der Zeitgeschichte Jesu sowie aus innerbiblischen Verweisen Fixpunkte erschließen und sogar eine ungefähre Chronologie von Jesus’ Leben nachstellen lassen.

Die Encyclopaedia of Religion fasst zusammen, ebenso wie der Neue Pauly, die Enzyklopädie der Antike, das Standardwerk in den Altertumswissenschaften: Die mit Abstand wichtigsten und zuverlässigsten Quellen zu Jesus finden wir im Neuen Testament.

Klarer Fall: Das Neue Testament ist historisch zuverlässig, so zuverlässig, dass wir daraus sachlich und verlässlich entscheidende Informationen über Jesus entnehmen dürfen.

Falls du muslimisch bist und denkst, du dürftest das Neue Testament nicht lesen, schau doch mal in Sure Al-Anbiya, Vers 94. Dort sagt Gott ausdrücklich zu Muhammad: „Wenn du im Zweifel bist über das, was Wir dir herabgesandt haben, dann frage diejenigen, die vor dir die Schriften gelesen haben, frage das Volk des Buches, frage die Christen.“

Deshalb, lieber Muslim, du darfst das Injil lesen, und der Koran ermutigt dich sogar dazu, die zu fragen, die es vor dir gelesen haben.

Ich habe den Koran durchgelesen und das Neue Testament viele Male. Ich ermutige dich, zuerst das Markusevangelium und dann das Johannesevangelium zu lesen.

Damit solltest du, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, insbesondere diejenigen, die Religionsunterricht geben, Jugendabende gestalten oder Predigten vorbereiten, beim Höhepunkt deiner Reihe angekommen sein: Wer ist Jesus und was will er?

Jesus hat uns viel hinterlassen, vor allem viele Worte. Die meisten findest du in den vier Evangelien des Neuen Testaments: insgesamt 89 Kapitel und 3.797 Verse.

Jesus selbst spricht in 1.950 Versen, das sind genau 51,8 Prozent des Textes der vier Evangelien. Von den kleineren Einzelpunkten abgesehen, kreist fast alles, was Jesus sagt, um acht Oberthemen.

Das kannst du systematisch durchgehen und zusammenzählen. Wenn jemand ein Thema fünf-, zehn-, sogar dreißig- oder fünfzigmal anspricht, wie wichtig muss ihm das Thema sein?

Schauen wir, was die häufigsten Inhalte sind, über die Jesus spricht: In 40 Prozent aller Verse spricht Jesus über Gebote und warum es wichtig ist, sich an bestimmte Gebote zu halten.

In 57 Prozent der Verse spricht Jesus über Nachfolge.

In fast jedem zehnten Vers spricht Jesus über Prophetie, also über das, was noch kommen wird oder was bereits prophezeit und erfüllt wurde.

Das zweithäufigste Thema ist die kommende Endzeit, was nach dem Tod kommt und wie man vor dem Jüngsten Gericht gerettet werden kann.

Das wichtigste Thema von Jesus ist Gottes Wesen. Dieses wird häufig falsch verstanden, wenn man Gott nur als harmloses Großväterchen in den Wolken sieht, das allen eine gute Zeit gönnt. Tatsächlich ist Gott heilig und gerecht, er kann Leid, Ungerechtigkeit und Unheiligkeit nicht länger ertragen und wird eines Tages mit allem abrechnen.

Das solltest du deinen Teilnehmern klar benennen. Wenn du das nicht tust, bleibt alles akademisches Gerede und am Ende umsonst.

Was will Jesus also? Was ist seine Kernbotschaft? Jesus sagt: Wir – nicht irgendein allgemeines „Wir“, sondern du und ich konkret – sind mitverantwortlich für die Sünde in dieser Welt. Ich, Markus, habe mit meinen Taten und Entscheidungen Leid, Ungerechtigkeit und Unheiligkeit in die Welt gebracht. Nicht Gott, sondern ich.

Und noch einmal: Nicht ein abstraktes „Wir“, sondern wir – du und ich persönlich.

Kein Richter der Welt schuldet einem schuldigen Verbrecher etwas außer Gerechtigkeit. Wie viel mehr gilt das für den Richter über die Welt?

Das biblische Christentum ist eine Weltanschauung mit dem Anspruch, die Realität wahr zu beschreiben. Was sie über die Realität sagt, soll zutreffen und wahr sein.

Im Kern geht es darum, wie schuldige Individuen, die das wirklich von Herzen wollen, beim Jüngsten Gericht freigesprochen werden können. Dieser Freispruch ist ein freies Geschenk Gottes, das den Personen angeboten wird, die es von sich aus wollen.

Das dürfen wir lernen zu verstehen.

In den meisten Religionen geht es darum, mehr gute als böse Taten zu vollbringen, also einen Überhang von mindestens 51 Prozent guten Taten zu erreichen. Das Problem dabei ist, dass niemand genau wissen kann, welche Tat wie viel zählt.

Deshalb machen sich Menschen in diesen Religionen bis zum Ende ihres Lebens riesige Sorgen, ob sie nicht doch noch ein bisschen mehr hätten tun sollen.

Das klingt für dich vielleicht kurios, wenn du christlich aufgewachsen bist, ist es aber nicht. Es stürzt viele Menschen in Verzweiflung.

Dieses Prinzip des 51-Prozent-Überhangs trifft auf alle großen Weltanschauungen zu – außer auf das Christentum und vielleicht den Mahayana-Buddhismus.

Im Christentum geht es Jesus hauptsächlich darum, wie schuldige Individuen, die das wirklich wollen, beim Jüngsten Gericht freigesprochen werden können. Dieser Freispruch wird als freies Geschenk angeboten.

Das heißt, jemand kommt und sagt: Ich weiß um das Leid, die Ungerechtigkeit und Unheiligkeit, die ich in die Welt gebracht habe. Ich weiß, dass ich es verdiene, die Ewigkeit in äußerster Finsternis zu verbringen. Ich weiß, dass ich die Höllenstrafe verdiene und warum.

Aber ich will diese Konsequenz nicht.

Deshalb eine Reflektionsfrage, die du deinen Teilnehmern stellen kannst, besonders denen, die sich für gute Menschen halten: Würdest du ein rechtsgültiges und verbindliches Dokument unterschreiben, mit dem du für alle Ewigkeit darauf verzichtest, dass dir jemals irgendeine Sünde vergeben werden kann?

Ich nicht. Auf gar keinen Fall.

Pastor Wilhelm Busch sagt dazu: „Der erste Lebensschrei eines neuen Lebens heißt: Ich habe gesündigt.“ Sehr gutes Buch übrigens: „Jesus unser Schicksal.“

Ich, Markus, habe viel Schuld auf mich geladen, wie es in den Psalmen heißt: „Meine Sünde ist jeden Tag vor mir.“ Ich habe Angst vor den gerechten Konsequenzen meiner eigenen Taten, die ich selbst gewählt habe. Ich habe Angst vor der Hölle – und das sollte ich auch.

Ich will nicht, dass mir die Gerechtigkeit widerfährt, die ich eigentlich verdient habe. Ich liege vor Gott mit meinem Gebet und vertraue nicht auf meine Gerechtigkeit, das ist hoffnungslos. Ich vertraue auf Gottes Barmherzigkeit.

Diese Barmherzigkeit hat einen Namen: Jesus.

Ich bin dankbar, dass Jesus aus Liebe zu mir und zu dir einen Ausweg geschaffen hat, damit wir nicht das bekommen müssen, was wir eigentlich verdienen. Aus Gnade und aus Liebe, weil er uns wirklich liebt.

Muslime wissen zwar, dass Gott gerecht ist, was stimmt, aber die meisten wissen nicht, dass Gott ein persönlicher Gott ist, der sie ganz persönlich liebt.

„Aber das ist die Wahrheit“, sagt Issa Masih, der selbst das Wort der Wahrheit ist und nicht verfälscht werden kann.

Jesus ist es wichtig, dass wir das verstehen: Der Himmel ist keine Bonuszahlung für gute Taten im Leben. Der Himmel ist keine Belohnung dafür, Christ zu sein. Die Hölle ist keine Strafe dafür, nicht in der Kirche zu sein oder ähnliches.

Sei hier ganz klar, so wie Jesus es ist: Der Himmel ist ein freies Geschenk, das Jesus dir und mir anbietet.

Die Frage ist, ob wir es genug wollen, um unser altes Leben loszulassen und das neue, ewige Leben zu ergreifen.

Dieses Angebot gilt noch, aber nicht für immer. Entweder wir sterben und kommen vor das Jüngste Gericht, oder Jesus kommt wieder und bringt das Jüngste Gericht zu uns.

Dann ist es zu spät.

Deshalb entscheide dich jetzt. Jetzt ist der Tag der Rettung, jetzt ist die Zeit der Gnade.

Ist das alles wahr, worüber wir gerade sprechen? Ist es wahr, was Jesus von Nazaret historisch nachweislich gesagt hat?

Nur weil Jesus etwas gesagt hat, muss es nicht automatisch wahr sein. Erinnere dich an den Anfang dieses Beitrags.

Ist es wirklich so, wie Jesus sagt? Wenn das stimmt und er mit Gottes Autorität gesprochen hat, dann sollten wir ihm nachfolgen.

Natürlich kannst du mit deinen Teilnehmern über Details diskutieren, zum Beispiel, in welche Gemeinde man gehen sollte, welche Bibelübersetzung man verwendet oder die Sache mit dem Schlagzeug.

Aber das große Ganze ist klar: Jesus nachfolgen. Das heißt Christ sein.

Jesus sagt immer wieder: Folge mir nach.

Wir Christen sind Nachfolger von Jesus. Was er sagt, ist für uns gültig und bindend.

Wenn jemand sagt: „Was Jesus sagt, ist für mich nicht gültig und bindend, da will ich mich nicht richten“, dann ist das ein freies Land. Aber diese Person ist dann kein Christ.

Pastor Wilhelm Busch sagt dazu: „Gewissheit als Christ heißt, objektiv zu wissen, dass Gott lebt und seine Offenbarung in Jesus Wahrheit ist, selbst wenn die ganze Welt sie ablehnen würde, dass Jesus zur Versöhnung starb und auferstanden ist, um Sünder zu retten, selbst wenn keiner davon Gebrauch machen würde. Und selbst wenn du der einzige Mensch auf dem ganzen Planeten wärst, dann wäre Jesus auch nur für dich gestorben.“

Weißt du das? Es ist wirklich so.

Bleibt die finale Frage: Woran können wir wirklich und verlässlich wissen, ob Jesus Recht hatte, ob er mit der Autorität Gottes gesprochen hat, ob er wirklich der ist, der er sagte, dass er ist?

Es kann hilfreich sein, mit deiner Klasse oder Jugendgruppe eine Liste zu erstellen, was gute Kriterien für Wahrheit sind und was keine sinnvollen Kriterien sind.

Hier ein paar schlechte Kriterien, die in sozialen Netzwerken geistern: Ob Menschen Rindfleisch oder Schweinefleisch essen, ob alle Christen sich gut benehmen, wer genau die einzelnen biblischen Bücher geschrieben hat, ob sie unfehlbar sind, ob es die Sintflut gab, wie alt die Erde ist.

Das sind alles Themen, über die wir reden können, aber daran misst sich nicht, ob das Christentum wahr oder falsch ist.

Das Christentum steht nicht auf dem Boden dieser Dinge, nicht auf diesem Fundament.

Bei manchen historischen Quellen wissen wir, wer sie geschrieben hat, bei anderen nicht. Es gibt Christen, die sich gut benehmen, andere nicht. Manche essen Fleisch, andere sind Vegetarier.

Deshalb sage ich etwas Kontroverses, liebe christliche Zuschauerinnen und Zuschauer, ohne Hysterie, sondern logisch: Ob das Christentum wahr ist, hängt nicht einmal davon ab, ob man glaubt, dass die Bibel unfehlbar ist.

Warum? Weil du das komplette Evangelium auch ohne die Bibel haben kannst.

In der Bibel, im Neuen Testament, findest du die detailliertesten und zuverlässigsten Informationen. Aber es gab bereits Zehntausende Christen, bevor die erste Zeile des Neuen Testaments geschrieben wurde.

Wir können über all das diskutieren, und es gibt gute Argumente, aber die Wahrheit des Christentums hängt nicht davon ab.

Woran dann? Kurz gesagt an der Auferstehung von Jesus.

Der renommierte Religionshistoriker Martin Hengel, der vor ein paar Jahren starb, bezeichnete den Unterschied zwischen dem schändlichen Tod eines Verbrechers und dem Bekenntnis der Augenzeugen, dass Jesus als ewiger Gott bezeichnet wird, als analogielos in der antiken Welt.

Kurz gesagt: So etwas ist historisch komplett einmalig.

Das habe ich im Buch „Kein Gott ist auch keine Lösung“ noch einmal genauer ausgeführt.

Was bedeutet die Auferstehung? Sie bestätigt Jesus.

Wenn Gott Jesus wirklich von den Toten auferweckt hat, wird er das nicht mit jemandem tun, der ihm widerspricht, sondern er bestätigt Jesus selbst und damit das, was Jesus gesagt hat: das biblische Christentum.

Ist Jesus wirklich auferstanden und ist das biblische Christentum wahr, dann erstens haben wir unseren Täter und müssen nicht weiter suchen.

Zweitens beantwortet das die Frage, ob andere Weltanschauungen wahr sind, die dem Christentum widersprechen.

Wenn das biblische Christentum wahr ist, dann sind konkurrierende Weltanschauungen sehr wahrscheinlich falsch.

Wenn dich jemand fragt, ob man als Christ alle Religionen studieren und widerlegen muss: Nein, das muss man nicht.

Eine gewisse Allgemeinbildung ist nützlich, aber man muss nicht alles studieren.

Das ist logisch, wie bei unserem Täter: Du musst nicht alle 1,85 Meter großen Männer einer Million-Einwohner-Stadt festnehmen, sondern nur den einen Täter finden, bei dem sich der Verdacht so erhärtet, dass alle anderen ausgeschlossen sind.

Am Ende reicht es, zu zeigen, dass das biblische Christentum sehr wahrscheinlich wahr ist, um damit die Wahrheitsfrage aller anderen Religionen zu beantworten: Sie sind wahrscheinlich falsch.

Deshalb die alles entscheidende Frage: Ist Jesus wirklich von den Toten auferstanden?

Die Auferstehung bedeutet, dass Gott Jesus bestätigt.

Jesus’ Gegner behaupteten zu seinen Lebzeiten, er sei der größte Gotteslästerer, der je auf der Erde war.

Wenn das stimmte, würde Gott so jemanden kaum bestätigen und ins Recht setzen.

Dass Jesus auferstanden ist, ist die öffentliche Bestätigung, dass er der Wahre ist, dem wir folgen sollten.

Wenn das so ist, macht es keinen Sinn, jemand anderem nachzufolgen oder sich an jemand anderen für Leben, Sterben und Ewigkeit zu klammern.

Das darfst du deinen Teilnehmern, deiner Gemeinde, deinen Angehörigen und Nachbarn genau so sagen. Du tust ihnen keinen Gefallen, es zu verheimlichen.

Niemand wird beim Jüngsten Gericht sagen: „Gott sei Dank hat Micha mir nie das Evangelium erzählt.“

Denk darüber nach.

Deshalb die letzte und finale Frage: Ist Jesus wirklich auferstanden?

Wenn nicht, sollte niemand Christ werden, auch du und ich nicht.

Aber wenn Jesus auferstanden ist, dann verändert das alles.

Ich habe mir die Zeit genommen, zu prüfen, was nichtchristliche Quellen über Jesus sagen, was im Brockhaus steht, was in der Encyclopaedia Britannica und was säkulare Historiker berichten.

Alle sind sich einig, dass Jesus von Nazaret damals mit einem unbeschreiblichen Bewusstsein auftrat, dass er Gottes Stelle vertreten und handeln konnte.

Einige Fakten, bei denen sich alle Historiker einig sind, dass sie in den 30er Jahren stattfanden:

Erstens: Jesus wurde an einem römischen Holzkreuz zu Tode gefoltert. Daran gedenken wir Christen an Karfreitag.

Zweitens: Jesus erhielt ein ehrenvolles Begräbnis durch Joseph von Arimathäa, ein Mitglied des Hohen Rates der Juden.

Das Grab war am dritten Tag, am Ostermorgen, leer. Niemand wusste, wo der Leichnam war.

Drittens: Danach berichteten verschiedene Personen und Gruppen in unterschiedlichen Umständen, dass Jesus ihnen erschienen sei. Sie aßen mit ihm, sprachen mit ihm und waren zutiefst überzeugt, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hatte.

Nicht nur seine Jünger und Freunde berichteten davon, sondern noch viele mehr.

Ein Beispiel: Jakobus, Jesu Halbbruder, war zu Lebzeiten sehr skeptisch, ob Jesus wirklich Gott sei. Nach der Auferstehung glaubte er daran und war bereit, sein Leben dafür zu geben.

Und nicht nur das: Jesus erschien sogar seinen Feinden.

Das berühmteste Beispiel ist Saulus von Tarsus, der Christen verfolgte und das Christentum auslöschen wollte. Er berichtet, dass ihm der auferstandene Jesus erschienen ist.

Diese Fakten sind unbestritten. Diskutiert wird nur, was am meisten Sinn ergibt.

Wenn du mich fragst: Wenn Jesus auferstanden ist, würde es genau so aussehen, wie es aussieht.