Serie•Teil 8 / 9Regionalkonferenz West 2016
Generierte Mitschrift
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Einleitung und persönliche Vorstellung
Herzlich willkommen zu diesem Seminar über christlichen Lobpreis und über den Einsatz von Musik in der Gemeinde.
Ein paar Worte zu meiner Person: Ich bin Rudi, Rudi Thyssen, und bin seit fast sechs Jahren mit Christina verheiratet. Ich würde sagen, ich bin seit Januar Pastor in der EFG Unna-Königsborn. Ich versuche, Musiker zu sein. Ich singe sehr gerne, schreibe gerne Lieder und bin auch bei uns in der Gemeinde mit tätig in unserem Musikteam, bei dem auch einige hier sitzen. Ich weiß nicht, warum die hier sitzen, aber sie wollen wahrscheinlich darauf achten, was der Pastor so erzählt.
Wir wollen in diesem Seminar gemeinsam darüber nachdenken, was es bedeutet, einen christlich zentrierten Einsatz von Musik in unserer Gemeinde zu haben. Warum das wichtig ist, möchte ich betonen: Ich möchte dafür werben, christlich zentriert vorzugehen, christlich zentriert zu arbeiten. Ihr werdet nachher auch merken, warum ich dieses Wort christlich zentriert gebrauche und warum ich es für unglaublich wichtig halte, diesen Begriff zu benutzen. Man kann natürlich andere Begriffe verwenden, aber ich verbinde mit diesem Begriff etwas ganz Bestimmtes, das ich euch nahebringen will.
Und ich möchte zum Anfang gern kurz beten:
Herr, wir danken dir dafür, dass du Künste geschaffen hast, dass du die Musik geschaffen hast. Sie ist ein Geschenk von dir an uns, und wir dürfen sie zu deiner Ehre benutzen. Wir sind sündig, und unser Herz neigt immer wieder dazu, andere Dinge zu verehren. Wir stehen auch in der Gefahr, unser Können im musikalischen Bereich zu verherrlichen und nicht dich. Wir stehen in der Gefahr, die Musik selbst zu verherrlichen und nicht mehr dich. Wir bitten dich jetzt schon um Vergebung, wo wir das getan haben. Und wir bitten dich, dass du uns hilfst, unseren Dienst und unsere Gaben, die du uns in diesem Bereich gegeben hast, für dich einzusetzen, zu deiner Verherrlichung und zur Erbauung deiner Kirche. Bitte sei bei uns jetzt in diesem Seminar. Sprich durch dein Wort zu uns. Hilf mir, dass ich klare Gedanken habe und sie weitergeben kann. Hilf uns auch, dass wir uns gut miteinander unterhalten und austauschen können. Und sei du bei uns. In Jesu Namen beten wir. Amen.
Ich möchte anfangen mit ein paar Versen aus Psalm 96. Wir sind im vierten Buch des Psalters, und dort heißt es in den Versen 1 bis 5:
Singt dem Herrn ein neues Lied,
singt dem Herrn, ganze Erde!
Singt dem Herrn, preist seinen Namen,
verkündet von Tag zu Tag sein Heil!
Erzählt unter den Nationen seine Herrlichkeit,
unter allen Völkern seine Wundertaten!
Denn groß ist der Herr und sehr zu loben,
furchtbar ist er über allen Göttern.
Denn alle Götter der Völker sind Götzen,
der Herr aber hat den Himmel gemacht.
Musik als Verkündigung in der Gemeinde
Um uns gleich zu Beginn neu ins Bewusstsein zu rufen, dass wir es bei Musik nicht einfach mit Musik zu tun haben, dass wir es bei Musik in der Gemeinde nicht einfach mit Musikmachen zu tun haben, sondern mit einer Botschaft, die wir vermitteln: Lobpreis in der Gemeinde, also Musik in der Gemeinde, hat die Funktion, etwas zu verkündigen.
Wir finden in diesem Psalm ganz klar, was wir verkündigen sollen: „Erzählt unter den Nationen seine Herrlichkeit, unter allen Völkern seine Wundertaten. Singt ein neues Lied.“ Und dieses Lied hat Einheit. Es hat Ausdruck, es hat Theologie, wenn man so sagen kann. Auch der Grund dafür, dass wir das tun sollen, wird genannt, und zwar die Grösse Gottes. Denn Gott ist gross, und sehr zu loben.
Also machen wir diesen Dienst in unseren Gemeinden, weil Gott gross ist, weil er es verdient, weil er würdig ist, Lobpreis zu empfangen.
Ich möchte heute in diesem Seminar, wie ich schon sagte, mit euch darüber nachdenken, was es eigentlich bedeutet, diesen Dienst christuszentriert zu tun. Ich weiss nicht, welchen Dienst ihr in eurer Gemeinde macht, ob ihr selbst Musiker in eurer Gemeinde seid, ob ihr Sänger seid oder ob ihr einfach an diesem Thema interessiert seid, ob ihr Pastoren oder Älteste seid und es euch ein Anliegen ist, dass gute Lieder in den Gemeinden gesungen werden. Ich glaube, dass wir alle hier auch etwas mitnehmen können.
Wir wollen darüber nachdenken: Was bedeutet christuszentriert? Warum eigentlich christuszentriert? Und wie sieht das praktisch aus? Also, ich will heute nicht nur einfach, und ich hoffe, ich werde am Anfang etwas schneller reden – ich neige sowieso dazu, schnell zu reden –, aber am Anfang werde ich etwas schneller gehen, damit wir schnell dahin kommen, wie das dann praktisch aussieht.
Wie sieht der christuszentrierte Einsatz von Musik praktisch in der Gemeinde aus? Wie wirkt sich das aus? Was bedeutet das für mein Liederbuch? Wie wirkt sich das auf meinen Musikstil aus, den ich in der Gemeinde wähle? Also, diese ganzen Dinge hängen ja damit zusammen. Und darüber wollen wir gemeinsam nachdenken.
Wir möchten mit euch diese Dinge sehen, ist das klar? Ja, okay. Wir wollen ein paar Vorüberlegungen machen, über die Grundlagen eines christuszentrierten Ansatzes sprechen und diesen dann entfalten. Was bedeutet das eigentlich?
Wir fangen an mit ein paar Vorüberlegungen. Und hier wollen wir einige Problemfelder ansprechen, mit denen wir als Musiker sehr oft konfrontiert werden.
Typische Spannungsfelder und Fehlentwicklungen
Wir haben in der Gemeinde oft folgende Problemfelder:
Wir haben das Problem der falschen Gewichtung. Wir spielen Instrumente gegen Text aus, Band gegen Gemeinde. Diese Spannungsfelder sind einfach da, und wir gewichten sie unterschiedlich. Dann fangen wir an zu sagen: Die einen wollen die Band betonen, oder: Die Band muss lauter spielen, die Band muss besser werden, und so weiter. Dabei vergessen wir die Gemeinde.
Oder andersherum: Wir glauben, dass Lobpreis eigentlich so schlicht wie möglich sein sollte, ohne Vielfalt, ohne viele Instrumente, nur die Gemeinde, nur Gemeindegesang, A cappella oder nur mit Klavier. Dann entsteht ein Denken, das Instrumente gegen Text ausspielt.
Ein weiteres Problem ist die Zielgruppe. Oft ist es so, dass wir als Musiker ganz bestimmte Stile spielen, die aber vielleicht einen Großteil der Gemeinde gar nicht ansprechen. Wir spielen Lieder, die viel zu schnell sind für den Großteil der Gemeinde. Wir achten nicht darauf, dass alle wirklich mitkommen.
Das nächste Problem ist auch das Problem der Aufgabenzuweisung. Ich weiß nicht, wie oft ihr so etwas schon gehört habt, aber es gibt leider die Ansicht, dass Musiker oder Lobpreisleiter meinen, sie müssten die Gemeinde in die Gegenwart Gottes führen. Zum Glück ist das nicht so, denn das würden wir niemals schaffen. Wir sind in Christus, durch den Glauben an ihn. Wir führen Menschen nicht in die Gegenwart Christi.
Oft ist es ja so, dass wir dann leider auch auf Lobpreiskonzerten hören, wie Menschen nach vorne kommen und sagen: Wir wollen euch jetzt in die Gegenwart Gottes leiten. Nein, das werden wir nicht schaffen. Das ist nicht unsere Aufgabe, und Musik kann das nicht. Musik kann uns nicht in die Gegenwart Gottes führen.
Ein weiteres Problem ist die Überprofessionalisierung. Ich liebe hingegebene Musiker, die sich voll an ihr Instrument hingeben und wirklich alles versuchen herauszuholen. Das Problem kann nur manchmal sein, dass wir glauben, wenn bestimmte Dinge nicht funktionieren, der Lobpreis der Gemeinde sei dann nicht mehr richtig, nicht mehr so vollkommen, wie er eigentlich sein sollte.
Dann denken wir: Mist, wir haben nicht den besten E-Gitarristen, oder unser Bassist kommt irgendwie nicht immer mit. Oder unser Schlagzeuger hat kein Taktgefühl. Ja, das ist natürlich schlecht. Genau. Aber hier sehen wir das Problem.
Auf der einen Seite sehen wir das Anliegen, die Gaben, die Gott uns gibt, wirklich auszuschöpfen. Wir wollen uns investieren. Gott hat sie uns gegeben, und es wäre furchtbar, wenn wir es einfach schleifen lassen würden. Auf der anderen Seite dürfen wir aber nicht in dieses Denken geraten: Wenn irgendetwas musikalisch nicht stimmt, wenn wir nicht wirklich perfekt sind, dann wird der Lobpreis auch nicht gut. Dann wird der Gesang nicht gut, dann wird die Anbetung Gottes nicht gut.
Nicht das letzte, aber ein weiteres Problem ist die theologische Gleichgültigkeit. Dabei geht es zum einen darum, dass man die Texte, die man singt, nicht mehr kennt. Man singt einfach weiter die Lieder, die man immer gesungen hat. Man überprüft nicht mehr, was man eigentlich singt. Man übernimmt Dinge einfach und singt sie mit, ohne darauf zu achten.
Dabei ist der Dienst als Musiker in allererster Linie kein musikalischer Dienst, sondern ein pastoraler Dienst in der Gemeinde. Es ist ein Dienst, der sich auf Menschen bezieht und nicht auf meine Performance. Das ist theologische Gleichgültigkeit, die einfach aufkommen kann, gerade weil wir uns vielleicht schnell als Musiker sehen.
Grundfragen für einen biblischen Zugang
Es gibt ja eine ganze Menge an Fragen, die uns immer wieder begegnen, wenn wir über Musik nachdenken. Da gibt es Fragen wie: Welche nicht unwichtigen Fragen, aber meiner Meinung nach zweitrangigen Fragen? Welche Instrumente darf man benutzen? Welche Art von Musik darf man spielen? Welches Lied von welcher Band darf man nehmen? Das sind alles wichtige Fragen, ich will die gar nicht herunterstellen.
Aber ich glaube, wir müssen ganz anders beginnen, um einen biblischen Ansatz zum Thema Musik in der Gemeinde zu haben. Wir müssen zum Beispiel erst einmal fragen: Was bedeutet eigentlich Anbetung?
Denn da gibt es dieses große Mysterium, das in vielen evangelikalen Gemeinden herumläuft, dass Lobpreis beziehungsweise Anbetung gleichbedeutend mit Lobpreis ist. Aber andersherum: Wir werden schon daraus Lobpreis gehört zu Anbetung. Lobpreis ist ein Teil unserer Anbetung, aber Anbetung ist nicht Lobpreis. Also, das ist, was ich meine.
Was ist eigentlich Gottesdienst? Wir machen Musik ja im Gottesdienst. Da müssen wir uns auch erst einmal fragen: Was ist eigentlich Gottesdienst? Was ist das Ziel von Gottesdienst? Was will Gott eigentlich damit? Was macht christlichen Lobpreis so besonders? Andere Leute machen ja auch Musik. Aber was macht christlichen Lobpreis besonders?
Welche Linie verfolgen wir bei der Auswahl von Musik, von Liedern? Welche Kriterien sind entscheidend? Und welche Ziele haben wir damit, und welche sind biblisch?
Wenn wir uns mit diesen Fragen beschäftigen, dann kommen wir näher dahin, dass wir wirklich darüber nachdenken, dass wir Musik so einsetzen, dass auf der einen Seite Gott verherrlicht wird und auf der anderen Seite die Gemeinde erbaut wird. Das ist nötig.
Ein biblisches Verständnis von Anbetung und Gottesdienst
Ich glaube, bevor wir dann konkret werden, dass wir uns zwei Dinge bewusst machen müssen, die unglaublich wichtig sind und die wir uns immer wieder vor Augen halten sollten.
Erstens brauchen wir ein biblisches Verständnis von Anbetung. Wir brauchen ein biblisches Verständnis von Anbetung. Ich weiß nicht, ob jemand von euch Bob Coughlin kennt. Er ist ein Lobpreisleiter von Sovereign Grace Ministries aus den USA. Er hat ein Buch geschrieben: Worship Matters. Wenn ihr Englisch könnt, dann kauft euch dieses Buch und lest es, lest es, lest es.
Er hat geschrieben, dass ich nach dreißig Jahren Anbetungsleitung verstanden habe: Worship, also Lobpreis, ist nicht einfach die Möglichkeit, meine musikalischen Gaben auszuleben. Es ist mehr als einfach nur eine emotionale Erfahrung oder ein Weg des Lebens. Worship is about what we love, also Anbetung dreht sich darum, was wir lieben, wofür wir leben. Es geht darum, wer wir vor Gott sind. Das ist Anbetung.
Haben wir uns mal die Frage gestellt, als Musiker, als Lobpreisleiter: Was ist das größte Hindernis im Gemeindegesang, im Lobpreis, in der Gemeinde, im Gottesdienst? Es gibt ja viele Antworten darauf. Der Techniker hat es nicht drauf. Einer im Musikteam spielt sich ständig auf. Und da haben wir diese ganz eigenartigen Vorstellungen, dass wir da nicht in eine gewisse Anbetungshaltung kommen, weil jemand bei C-Dur einen Fis reingehauen hat oder so.
Aber was ist es wirklich, was unsere Anbetung, was unseren Lobpreis am meisten hindert? Es ist unser Herz. Und es ist zuallererst das Herz der Musiker, die die Gemeinde im Lobpreis leiten. Das, was uns am meisten daran hindert, wirklich Gott anzubieten, ist nicht irgendetwas von unseren Techniken, die wir als Musiker haben können. Es ist unser Herz. Es ist wirklich unser Herz.
Christliche Anbetung ist die Antwort auf Gottes Offenbarung auf der Grundlage seiner Offenbarung. Ich glaube, das können wir als das verstehen. Das habe ich auch bei Bob Coughlin gelesen, ich habe es geklaut, ich bin da ganz ehrlich. Das ist Anbetung: Christliche Anbetung ist die Antwort auf Gottes Offenbarung auf der Grundlage seiner Offenbarung.
Also, was mache ich in der Anbetung? Ich antworte auf das, was ich in Gottes Wort sehe. Aber ich mache das nicht einfach auf der Grundlage meiner eigenen Weisheit, sondern auf der Grundlage von Gottes Offenbarung. Wir Menschen sind Sünder. Wir haben keine Ahnung, wie wir Gott wirklich anbeten sollen. Und Jesus sagt zu der Frau am Brunnen, zu der Samariterin: Ihr werdet den Vater anbeten in Geist und in Wahrheit. In Geist und Wahrheit, also durch den Heiligen Geist auf der Grundlage der offenbarten Wahrheit.
Das ist ein biblisches Verständnis von Anbetung, und es bringt uns sofort eigentlich eine praktische Konsequenz für unsere Liedwahl.
Konsequenzen für Liedwahl und Gemeindegesang
Wie sieht das aus? Wo sehen wir hier eine Konsequenz für unsere Liedwahl? Habt ihr dazu irgendeinen Gedankenvorschlag?
Genau. Sie sind auch sprachlich vorsichtig angepasst. Ja, genau. Entweder sind es Bibeltexte, oder Kaiwin hat zum Beispiel dafür plädiert, dass wir nun noch zum grössten Teil Psalmen singen. Auf der anderen Seite bedeutet es einfach, dass ich Lieder aussuche, die voll sind vom Wort Gottes, die vom Wort Gottes wirklich triefen.
Wenn wir glauben, dass christliche Anbetung auf der Grundlage der Offenbarung Gottes geschieht, dann brauchen wir Lieder, die voll sind vom Wort Gottes. Also hat das sofort eine praktische Konsequenz, wenn wir dieses Verständnis von Anbetung haben.
Aber wir brauchen nicht nur ein biblisches Verständnis von Anbetung, wir brauchen auch ein biblisches Verständnis von Gottesdienst. Gemeinschaftliche Anbetung der Gemeinde geschieht ja am Sonntag, dort, wo sich die Gemeinde trifft, oder wann man sich auch immer trifft und wie oft man sich auch trifft. Aber wir brauchen ein geformtes Verständnis vom Gottesdienst.
Ich möchte hier gar nicht allzu lange auf diesem Punkt stehenbleiben, aber ich will uns einfach herausfordern, wirklich darüber nachzudenken, was wir in der Bibel sehen. Gott reguliert immer wieder die Anbetung seines Volkes. Gott will nicht einfach nur, dass wir ihn anbeten, er will, dass wir ihn so anbeten, wie er es gesagt hat.
Das sehen wir im Alten Testament ganz krass, sehr deutlich. Und sobald die Israeliten im Alten Testament diesen Weg verlassen haben, den Gott vorgegeben hat, gab es ordentlich Stress. Dasselbe sehen wir aber auch im Neuen Testament, es ändert sich nicht.
Paulus wendet sich an die Gemeinde in Korinth und sagt ihnen: Was soll das? Ihr könnt so nicht Gottesdienst feiern. Gott ist ein Gott der Ordnung. Es gibt Dinge, die Gott will. Er reguliert die Beziehung zu seinem Volk.
Man spricht ja manchmal in der Theologie von einem regulativen Prinzip. Das brauchen wir hier nicht auszubreiten, aber es ist der Gedanke: Gott hat offenbart, wie er angebetet werden will. Er weiss auch, was seine Kirche erbaut und den Glauben fördert. Deswegen sollten wir die Dinge nehmen, die er uns vorgibt, von denen er denkt, dass sie seine Gemeinde erbauen.
Ich glaube, dass wir das hier als Zusammenfassung für biblischen Gottesdienst nehmen können: Gottesdienst ist die Versammlung der Gläubigen, die auf die Verherrlichung Gottes und die Erbauung des Leibes gerichtet ist.
Wir haben also immer zwei Linien im Gottesdienst. Wir haben auf der einen Seite die Verherrlichung Gottes und auf der anderen Seite die Erbauung der Gemeinde. Wenn wir eine der beiden verlassen, wird es gefährlich, sowohl in unserer Musikwahl als auch in unserer Textwahl.
Das eine: Ich weiss gar nicht, wer heute darüber gesprochen hat, ich glaube, Piet war das. Wir sind manchmal so fokussiert in unserer Anbetung: Es geht ja um mich und Gott. Dann geht es aber nicht. Es geht darum, dass wir als Gemeinde gemeinsam Gott anbeten.
Und genau dasselbe auch nicht: Die Erbauung der Gemeinde muss immer unser Ziel sein. Wenn wir mal durch den ersten Korintherbrief durchgehen, gerade Kapitel 14, dann setzt Paulus ständig den Gedanken ein: zur Erbauung der Gemeinde, zur Erbauung der Gemeinde, zur Erbauung der Gemeinde. Immer wieder. Das ist der Rhythmus, den er dort hat. Darum geht es.
Das sind die zwei Hauptlinien, die müssen wir als Musiker drin haben. Es ist entscheidend für unsere Art, wie wir Musik machen, und für die Texte, die wir aussuchen. Wir werden dann die Texte aussuchen, von denen wir wirklich von der Schrift überzeugt sind, dass sie den Leib erbauen, die Geschwister ermutigen, sie trösten und Gott verherrlichen.
Also, ich hoffe, ihr habt gemerkt, dass es erst einmal, bevor wir darüber nachdenken, ganz viele wichtige praktische Dinge zu überlegen, darum geht, was Anbetung ist und was eigentlich Gottesdienst ist.
Warum Christus im Zentrum stehen muss
Wollen wir weitergehen zum christuszentrierten Ansatz? Wir wollen zunächst den Grund dafür betrachten, warum es überhaupt einen christuszentrierten Ansatz für Musik in der Gemeinde braucht.
Nun, ich habe dafür drei Gründe.
Erstens: Christus ist die Mitte der Offenbarung Gottes. Er steht im Zentrum der Offenbarung Gottes.
Zweitens: Christus ist die Mitte unserer Verkündigung, beziehungsweise sollte es sein. Christus ist die Mitte der Offenbarung Gottes, und er ist die Mitte der Verkündigung. Das hat er schon einmal gesagt: Predige Christus immer und überall. Er ist das ganze Evangelium. Seine Person, sein Dienst und sein Werk müssen das große, alles umfassende Thema sein.
Ein niederländischer Theologe namens Hoekstra sagt, in der Auslegung der Heiligen Schrift vor der Gemeinde müsse der Prediger zeigen, dass es einen Weg gibt von den scheinbar entferntesten Stellen zum Zentrum. Denn eine Predigt ohne Christus ist keine Predigt. Eine Predigt ohne Christus ist keine Predigt.
So, jetzt denke ich: Okay, warum? Predigt, Gemeindegesang, Predigt, Gemeindegesang – wo ist die Verbindung? Das ist die Verbindung. Ich glaube, dass Gemeindegesang ein zentrales Mittel der Verkündigung ist. Wir singen nicht einfach, um zu singen, nur weil Christen das schon immer gemacht haben. Sondern wir singen, weil wir im Gesang erstens die Einheit als Gemeinde demonstrieren. Aber wir verkündigen auch etwas. Wir verkündigen Wahrheit.
Der gemeinsame Gesang ist darauf gerichtet, die Einheit der Gemeinde zu demonstrieren, unsere Emotionen in besonderer Weise mit den Wahrheiten Gottes zu verbinden, aber – und das ist das, was ich meine – der gemeinsame Gesang ist darauf ausgerichtet, die Wahrheit, die wir in Gottes Wort finden, zu verkündigen und zu bestätigen.
Mark Dever hat gesagt: Wir predigen nicht nur das Evangelium, sondern wir lesen das Evangelium, deswegen gibt es Textlesungen; wir beten das Evangelium, und wir singen das Evangelium.
Also: Sich als Musiker bewusst zu machen, dass das, was ich hier mache, die Lieder, die wir singen, die wir aussuchen, Teil der Verkündigung sind. Gemeinsamer Gesang ist ein gemeinsames Bekenntnis der Gemeinde. Und deswegen ist es so unglaublich wichtig: Lieder haben einen Lehrauftrag.
Das sieht man besonders in den Psalmen. Wenn man einmal eine Dogmatik lesen will – vielleicht haben einige von euch schon einmal eine Dogmatik gelesen – und dort zum Wesen Gottes liest, dann würde wahrscheinlich über die Hälfte der anderen Stellen aus den Psalmen kommen. Die Psalmen sind Gebete und Lieder. Also sind sie voll mit Wahrheit, voll mit Theologie über Gott, mit Aussagen über Gott.
Und wenn wir dann manchmal – ich will heute gar nicht viel negativ über Lieder sprechen, über Bands sprechen usw. – einige Lieder ansehen, wie schwammig die Aussagen manchmal über Gott sind, wie schwammig die Aussagen über die Liebe Gottes sind, dann ist das so anders als das, was wir manchmal in den Psalmen lesen, in den Liedern der Bibel, wo es wirklich konkret wird. In den Psalmen wird über Heilsgeschichte gesungen, über das, was Gott gemacht hat, über seine rettenden Taten.
Hier kommen auch diese beiden Spannungsfelder von Emotion und Wahrheit zusammen. Ich glaube, dass Lieder uns von Gott gegeben sind, um auf der einen Seite Wahrheit auszudrücken, aber nicht nur das, sondern auch Ausdruck von Emotionen über diese Wahrheit. Ich glaube, deswegen ist uns Musik gegeben. Lieder sind Ausdruck von Wahrheit und Ausdruck von Emotionen über diese Wahrheit.
Also: Christuszentriert, weil Gemeindegesang ein Mittel der Verkündigung ist und Christus die Mitte unserer Verkündigung sein muss.
Vier Bedeutungen von Christuszentrierung
Was bedeutet christuszentriert? Ich glaube, dass es vor allen Dingen vier Dinge bedeutet.
Es bedeutet erstens, dass wir gottzentriert sind. Christus ist die Offenbarung Gottes. Wer ihn hat, hat den Vater; wer ihn sieht, sieht den Vater. Wenn wir also Christus im Zentrum halten, sind wir gottzentriert.
Was bedeutet das für unseren Umgang mit Musik? Unsere Lieder sollten sich mit Gott beschäftigen und nicht so sehr mit dem, was wir alles fühlen und wollen. Sie sollten sich sehr viel mit Gott beschäftigen. Das ist es, was wir in Jesaja 40,9 haben: Siehe da, euer Gott! Das ist eigentlich ein Motto für Musiker, für Lobpreisleiter: Siehe da, euer Gott! Wir wollen Lieder aussuchen, die seine Größe, seine Herrlichkeit, seine Heiligkeit und seine Rettereigenschaften präsentieren.
Das Zweite ist: Wir müssen wortszentriert sein. Christuszentriert bedeutet, dass man wortszentriert ist. Jesus hat ganz klar gelehrt, dass seine Jünger daran erkannt werden, wenn sie in seinem Wort bleiben. Sein Wort zu achten bedeutet, ihn in den Mittelpunkt zu stellen. Kolosser 3,16 ist für mich das perfekte Prinzip dafür: Lasst das Wort des Christus reichlich unter euch wohnen. Und Paulus redet im direkt nächsten Vers über Lieder, über Musik. Musik und Lieder sind eine wunderbare Möglichkeit, um die Wahrheit des Christus, um das Wort des Christus, in uns wohnen zu lassen.
Könnt ihr euch vorstellen, warum das so ist? Gerade weil Lieder dafür besonders gut geeignet sind. Man merkt sich Gedanken auf eine ganz andere Weise. Genau das ist es. Musik hat ja den Vorteil, dass wir uns nicht nur eine Ebene merken, nämlich das Wort, sondern auch die Melodie. Und oft ist es so, dass wir die Worte eines Liedes vergessen, aber wenn wir anfangen zu singen, fallen uns die Worte wieder ein. Ja, also das ist total super. Deswegen sollten wir gerade mit einer Gemeinde auch viel singen, damit sie die Wahrheit des Evangeliums in sich bewegen, damit sie das Wort Christi in sich wohnen lassen können.
Das können Lieder sein, die sehr nah am biblischen Text sind, Psalmen oder was auch immer. Aber wenn es das nicht ist, sollten es Lieder sein, die wirklich biblische Wahrheiten transportieren. Das ist so wichtig, weil, Geschwister, wir erkennen Gott nur durch sein Wort. Wir erkennen Gott nicht anders. Ja, klar, Gott spricht uns auch durch die Schöpfung an. Aber, wie Calvin gesagt hat: Wer zu Gott dem Schöpfer gelangen will, braucht die Schrift als Leiter und Lehrer. Das ist so. Wir können Gott nicht erkennen, ohne sein Wort zu haben.
John Stott sagte einmal: There can be no doxology without theology. Es gibt keine Verherrlichung ohne Theologie. Ich kann Gott nicht verherrlichen, wenn ich ihn nicht kenne, und ich kenne ihn nur durch sein Wort. Deswegen muss Lobpreis wortszentriert sein. Gott baut seine Gemeinde durch sein Wort auf, und das hat natürlich total praktische Konsequenzen für unsere Liedwahl, für das, was wir singen.
Dann sollte unser Lobpreis aber auch, und das ist das Dritte, was christuszentriert bedeutet, evangeliumszentriert sein. Unsere Lieder sollten sich nicht so sehr damit beschäftigen, was wir tun. Also, es kann natürlich auch sein, das kann auch immer wieder vorkommen. Aber im Verhältnis sollten sie ganz viel darüber sprechen, was Christus getan hat. Das hält die Stolzen auf dem Boden und erhebt und tröstet die, die am Boden sind.
Das Evangelium hilft uns einfach. Das Evangelium erinnert uns auf der einen Seite daran, dass wir nichts aus eigener Kraft können, dass wir wirklich gar nichts zu unserer Rettung beigetragen haben. Denn auf der anderen Seite zeigt es: Du kannst zu Christus kommen, wie du bist. Du musst nicht erst besser werden. Er hat dich aufgenommen, er ist für dich gestorben, und er wird dich durchtragen. Das Evangelium gibt uns wirklich Trost. Es lässt uns auf das schauen, was Gott getan hat, und nicht auf das, was ich tun muss.
Und noch mehr: Ich glaube auch, dass Lieder total gut geeignet sind, Menschen missionarisch zu erreichen. Wir sind nicht so hart, wie ich schon mal Leute kennengelernt habe, die kommen eigentlich nur in den Gottesdienst wegen der Musik, die finden die Band in der Gemeinde einfach so toll. Das ist nicht unbedingt die beste Motivation. Aber auf der einen Seite sollten wir dann überlegen: Okay, vielleicht sollten wir dann noch mehr auf unsere Texte achten und das Evangelium in den Mittelpunkt stellen, damit diese Leute wenigstens über die Lieder zuhören, wenn sie bei der Predigt abschweifen.
Nochmal: Da ist wieder dieses Ding, ein Lied ist immer auch eine Predigt in Kleinform. Und ich finde es so toll, dass man mit dem Evangelium auch den Lobpreis schön strukturieren kann. Man kann auf die Predigt reagieren. Wo in der Predigt die Heiligkeit Gottes betont wird, sollten wir vielleicht in den Liedern die Sündhaftigkeit und die Gnade betonen, die Sündhaftigkeit des Menschen und die Gnade Gottes. Man kann also darauf reagieren.
Geht es in der Predigt um die Sündhaftigkeit des Menschen, können wir darauf mit einem Lied reagieren, in dem die Gnade Gottes, die uns trotzdem rettet und gerade rettet, im Mittelpunkt steht. Geht es in der Predigt um das Evangelium, ja, um die Gnade Gottes, die allein uns gerettet hat, könnten wir ein Lied singen über Hingabe. Das Evangelium besteht ja nicht nur aus dem Kreuz von Golgatha. Es beginnt bei Gottes Heiligkeit, bei seiner Schöpfung, dass er uns geschaffen hat, dass er vollkommen heilig ist, dass wir uns von ihm getrennt haben, dass die Gnade in Christus zu uns kommt. Dazu gehört Dankbarkeit. Wir können hierüber Dankbarkeit ziehen. Also, es sind mehrere Dinge, und das Evangelium kann unseren Lobpreis strukturieren. Das ist also das Dritte.
Das Vierte ist: Christuszentriert bedeutet, gemeindezentriert zu sein. Christus ist das Haupt der Gemeinde, und er hat Dienste der Gemeinde gegeben zu ihrer Erbauung. Wir lesen in Epheser 4, wie Paulus dort Psalm 68 zitiert. Wenn man so ab Psalm 68 liest, würde man darauf kommen, dass da von Christus die Rede ist. Aber Paulus sagt: Das ist Christus. Er ist in den Himmel gefahren und hat seiner Gemeinde Gaben geschenkt. Und er ist wirklich großzügig dabei gewesen, hat uns beschenkt und hat uns viele Gaben gegeben: Älteste, Pastoren, Apostel, die ganzen Dinge zählt er da auf.
Und ich glaube, dass die musikalische Leitung in einer Gemeinde ein Dienst ist, den Christus seiner Gemeinde gegeben hat. Christuszentriertes Denken bedeutet, seine Vision für seine Kirche anzunehmen. Christuszentriertes Denken bedeutet, gemeindezentriert zu denken. Christus ist das Haupt der Gemeinde, und Christus liegt nichts mehr am Herzen als seine Braut. Christuszentriert denken bedeutet deswegen, gemeindezentriert zu denken. Es bedeutet, seine Geschwister zu sehen und anzunehmen, wie Christus sie angenommen hat. Es bedeutet, die Geschwister zu schätzen, zu ehren und ihnen zu dienen, so wie Christus seiner Braut dient.
Und das hat große Auswirkungen auf uns als Musiker, weil, seien wir doch mal ganz ehrlich, wir als Musiker können manchmal ganz schön unbarmherzig sein. Da sind Geschwister, die kommen einfach nie mit unserer Art klar, wie wir Musik machen oder so. Und es ist eigentlich egal, dass sie damit nicht klarkommen, wir reden nicht mit ihnen, wir sagen ihnen, sie sollen damit klarkommen. Was haben die für Probleme?
Christuszentrierte Musik zu machen bedeutet, gemeindezentriert zu sein. Es bedeutet, seine Geschwister nicht aus dem Blick zu verlieren. Es bedeutet, dass die Gemeinde das primäre Instrument im Gottesdienst ist und nicht die Musiker. Wir wollen die Geschwister hinleiten, dass sie Gott erheben. Wir wollen sie hören, wie sie ausrufen: Großer Gott, wir loben dich.
Und gerade dieser Aspekt zeigt, dass der musikalische Dienst in der Gemeinde ein sehr pastoraler Dienst ist. Er ist in erster Linie nicht eigentlich ein musikalischer Dienst, ein Dienst, der sich um Techniken dreht, sondern es ist ein sehr seelsorgerlicher Dienst. Er hat eine starke seelsorgerliche Komponente. Es geht darum, darüber nachzudenken: Wen habe ich da eigentlich in meiner Gemeinde? Welche Leute, welche Altersgruppen? Verliere ich jemanden, wenn ich immer nur diese Art von Musik spiele? Bin ich bereit, auch mal zurückzustecken und zu sagen: Wir verzichten jetzt mal in dieser Lobpreiszeit auf das Instrument, auf das wir sonst setzen. Mal machen wir wieder alles anders. Bin ich bereit, da flexibel zu sein, um keinen zu verlieren? Bin ich gemeindezentriert?
Das bedeutet also christuszentriert. Ich hoffe, ihr habt jetzt gesehen: Christuszentriert bedeutet nicht einfach nur irgendetwas Theoretisches, sondern es hat viel Auswirkung in verschiedene Richtungen. Es hat Auswirkungen auf unsere Musikwahl und unsere Textwahl. Darum soll es jetzt noch ein bisschen mehr gehen. Wir wollen jetzt an die Umsetzung gehen. Was heißt das dann?
Kriterien für die Auswahl von Liedern
Ich glaube, dass ein christlich zentrierter Einsatz von Musik erst einmal dazu führt, dass wir andere Kriterien haben. Wenn wir ein Lied aussuchen, gehen wir an das Lied heran. Wir haben ein Lied vor uns und überlegen, ob wir es am nächsten Sonntag spielen wollen. Was sind die Kriterien, die uns dabei bei der Liedwahl leiten?
Es ist vielleicht das Kriterium: Das Lied erbaut mich immer so. Das heißt nicht, dass es für die Gemeinde gilt. Ein anderes Kriterium kann sein: Wir haben dieses Lied schon immer gesungen. Da müssen wir uns fragen: Was gilt mehr, Tradition oder Gottes Ehre?
Viele Leute in der Kirche mögen dieses Lied. Nur weil etwas beliebt ist, heißt das nicht, dass es gut ist. Mein Lieblingsinterpret hat dieses Lied gerade herausgegeben. Das ist auch kein entscheidendes Kriterium. Das Lied ist gerade total der Renner, das singen alle. Noch einmal: kein Kriterium. Nur weil viele Menschen etwas für gut halten, heißt das nicht, dass es gut ist.
Das Lied bringt mich und die Menschen immer so in ein gutes Anbetungsgefühl. Hier ist es sehr wichtig, dass wir wirklich seelsorgerlich denken. Denn natürlich geht es bei Musik auch um Emotionen. Aber das, was wir suchen, ist nicht ein bestimmtes Gefühl. Wir suchen danach, dem Gott, den wir anbeten, in Wahrheit zu begegnen. Und die Herzen der Menschen sollen hochgerissen werden zu ihm, aufgrund von Wahrheit, aufgrund von Wahrheit, die wir über ihn singen.
Das sind also Beispiele für falsche Kriterien, die wir uns aussuchen. Und wenn wir uns jetzt wieder fragen, wenn wir für nächsten Sonntag planen und ein Lied vor uns haben, gibt es aus meiner Sicht drei Dinge, die wir überprüfen müssen. Wir müssen ein Lied auf drei Ebenen prüfen: theologisch, sprachlich und musikalisch. Und ich fange mit dem Wichtigsten an, das ist die Theologie.
Theologische Prüfung und mögliche Probleme
Ist klar: Nicht jeder Musiker und nicht jeder Lobpreisleiter muss Theologie studiert haben. Das ist nicht das Entscheidende. Obwohl ich es empfehlen würde, dass jeder Musiker und jeder Lobpreisleiter viel im Wort Gottes studiert, viele gute Bücher liest und sich theologisch vertieft, um Gott und sein Wesen besser zu erkennen. Denn nur so entwickelt man wirklich das Vermögen, immer mehr zu unterscheiden, was richtig und was falsch ist.
Dazu sollte man sich dann ganz gezielt die Texte vornehmen, die man in der Gemeinde hat, und sie anhand der Schrift überprüfen. Bob Corflin hat einmal diese Maßgabe gegeben: Know your aim and know your source, also: Kenne dein Ziel und kenne deine Lieder. Das Ziel ist die Verherrlichung Gottes und die Erbauung der Gemeinde. Wenn ich das im Blick habe, dann kann ich die Lieder, die mir zur Verfügung stehen, konkret angehen.
Dabei ist es hilfreich, sich bestimmte Fragen zu stellen: Steht der Inhalt des Liedes im Einklang mit der Bibel? Fehlt irgendetwas, das durch ein anderes Lied ergänzt werden kann? Denn nicht jedes Lied kann den ganzen Ratschluss Gottes abdecken. Dann würden wir alle immer sehr lange Lieder singen. Lasst das lieber: mehrere Lieder singen und sie ergänzen.
Werden Bibelstellen richtig angewandt und ausgelegt? Das ist eine etwas knifflige Sache. Es gibt tatsächlich einige Lieder, die einige Bibelstellen falsch interpretieren. Es gibt dieses ganz bekannte Lied: „Ich schaue auf zu den Bergen, woher mir Hilfe kommt.“ Das ist eine falsche Übersetzung. Die Hilfe kommt nicht von den Bergen. Der Mann läuft auf Wallfahrt Richtung Jerusalem und hat Angst vor den Bergen, weil von dort die Räuber kommen. Wir sehen also: „Ich schaue auf zu den Bergen, woher mir Hilfe kommt“ – nein, von dort kommt keine Hilfe, sondern da kommen Räuber herunter. Das hat auch damit zu tun, dass es in der Lutherübersetzung, soweit ich weiß, ebenfalls so übersetzt ist. Aber es ist eine falsche Anwendung eines Bibeltexts.
Genau, man steht unter Psalm 121. Die richtige Übersetzung ist dort: „Ich schaue auf zu den Bergen; woher kann ich Hilfe erwarten?“ Genau, woher kann ich Hilfe erwarten. Und das Lied impliziert: „Ich schaue auf zu den Bergen, woher mir Hilfe kommt.“ Also ist das eine etwas falsche Interpretation. Vielleicht wird einiges hier auch unklar ausgedrückt.
Es ist oft gar nicht so, dass Lieder explizite Irrlehre enthalten, also etwa so etwas wie: „Jesus hat gar nicht zwei Naturen.“ Das gibt es in keinem Lied. Aber es gibt schwammige Aussagen. Ich habe mal in einem Lobpreisseminar von Brian Doerksen „Everything I Do“, dieses Liebeslied, an die Wand gestellt und dann noch ein anderes sehr berühmtes christliches Lobpreislied. Und es war kein Unterschied da. Es wurden dieselben Worte gesungen, dieselben Ausdrücke benutzt. Es war ein absolut romantisierendes Lobpreislied. Und man hat sich gefragt: Okay, welches von beiden ist jetzt das Lobpreislied?
Also: Es ist sehr, sehr schwammig. Die Liebe zu Gott wird auf eine sehr, ja, schon fast zu romantisierende Art und Weise ausgedrückt, die nicht mehr mit der Liebe, nicht mehr mit der Bundesbeziehung, in der wir stehen, zu tun hat.
Vielleicht noch ein Beispiel, wo wir manchmal auch aufpassen müssen, ist, wie wir die Beziehung zu Gott in Liedern ausdrücken. Ich bin nicht gegen Emotionen, und wir können unsere Beziehung zu Gott auch ausdrücken; sie ist ja sehr intim. Natürlich. Aber wir müssen aufpassen, wie wir sie ausdrücken.
Es gibt zum Beispiel ein Lied, das unsere Beziehung zu Gott als Vater beschreibt, und da heißt es dann: „Du setzt dich neben mich auf mein Bett und streichst mir übers Haar.“ Erstens ist es gefährlich, so etwas zu singen, und zweitens müssen wir immer aufpassen, wen wir in unseren Reihen sitzen haben. Denn einige Menschen, die in unseren Reihen sitzen, verbinden mit diesem Bild etwas ganz anderes. Da sitzen vielleicht Kinder, die etwas erlebt haben, was nicht unbedingt schön ist.
Wir müssen also aufpassen. Wir dürfen und müssen aufpassen, dass wir Gott nicht auf eine zu krasse Art und Weise vermenschlichen in unseren Liedern. Dass wir es so intim machen, dass es schon nicht mehr heilig ist. Dass es Gott nicht mehr erhebt, als wirklich als Vater. Das sind so Beispiele, wo wir einfach wirklich aufpassen müssen, was die Theologie von Liedern angeht.
Ja, sofort, ich bin gleich da, dann können wir das machen. Ich glaube, dass wir dann verschiedene Problemfelder haben. Wir haben Lieder mit falscher Theologie. Da muss man einfach draufpassen. Lieder ohne inhaltliche Linie. Und hier ist gerade wichtig: Wir kommen von dort her, dass Lieder Verkündigung sind. Und ich glaube, wir mögen alle keine Predigten, wo einfach nur gehopst wird, von einem Thema zum nächsten. Und genauso bei Liedern.
Ergänzungslieder, das heißt: Es sind Lieder, bei denen vielleicht Dinge fehlen. Aber sie sind nicht schlecht. Man kann sie durch ein anderes Lied ergänzen. Was dort vielleicht fehlt, können wir durch ein anderes Lied ergänzen.
Unbestimmte Lieder, wo einfach sehr unbestimmt über die Liebe Gottes gesungen wird. Es gibt Lieder, da wird die ganze Zeit über die Liebe Gottes gesungen, aber das Kreuz Christi wird nicht einmal erwähnt. Das finde ich eher befremdlich, muss ich sagen. Gerade wenn man die Heilsgeschichte im Blick hat: Wir schauen jetzt zurück auf das Kreuz Christi. Wir können über die Liebe Gottes nicht mehr reden, ohne auch über Christus zu reden. Das geht nicht.
Romantisierende Lieder sind gerade diese Lieder, die ich gerade genannt habe. Ich habe sie einfach mal so genannt. Oder auch diese korrekte Auslegung: dass wir Lieder haben, wo einfach Bibelstellen falsch angewandt werden oder falsch ausgelegt werden. Das sind einfach so ein paar Kriterien.
Was für Kriterien brauchen wir sonst? Wir brauchen Lieder, und da sind wir genau wieder bei diesen vier Dingen: Wir brauchen Lieder, die auf Gott hinweisen, die biblisch sind, das Evangelium als Zentrum haben und Gemeindelieder sind. Und das bezieht sich nicht nur auf die Texte, sondern das bezieht sich auch auf die Musik, wie wir sehen werden.
Ich gehe jetzt erst mal durch, und dann können wir Fragen stellen, ja? Ist das in Ordnung? Ja, ja, am besten schreibst du sie einmal auf. Also, das zur Theologie. Ich möchte uns einfach nur, ich habe ja um die eine Stunde dafür sensibilisiert, zur Musik.
Musikalische und sprachliche Kriterien
Gerade hier ist es enorm wichtig, dass wir sowohl gottzentriert als auch gemeindezentriert sind. Ich glaube, dass wir auf beiden Seiten herunterfallen können. Ich glaube, dass Gott uns Vielfalt geschenkt hat, dass wir also die Vielfalt von Musikinstrumenten auch ausnutzen können zu seiner Ehre.
Auf der anderen Seite müssen wir aber immer auch gemeindezentriert denken, immer überlegen: Geht es jetzt noch darum, Menschen zu erbauen, dass sie ins Bild Christi umgestaltet werden, oder geht es um Selbstdarstellung? Wir sind nur Werkzeuge in Gottes Hand. Er hat uns Gaben gegeben, und er könnte sie uns in jedem Moment wieder wegnehmen. Er könnte sie einfach wieder wegnehmen.
Gottzentriert dienen im musikalischen Bereich bedeutet, dass wir unsere Anbetung nicht von einem bestimmten Instrument abhängig machen oder von einem Musiker. Gott ist es, der die Herzen der Menschen hochreißt, und nicht irgendein Pianist, ein Gitarrist oder wer auch immer. Es ist Gott, der mit seiner Wahrheit die Herzen der Menschen hochreißt.
Gerade im Bereich Musik müssen wir, wenn wir gemeindezentriert sein wollen, mehrere Dinge beachten, die eigentlich sehr einfach sind. Wir brauchen Lieder mit einprägsamer Melodie, mit Melodien, die man sich merken kann, die leicht zu lernen sind. Das heißt nicht, dass wir die Gemeinde nicht auch mal herausfordern können. Aber auf der anderen Seite bedeutet es auch, dass wir eine singbare Melodie brauchen.
Es gibt Lieder, die einfach viel zu hoch sind für eine Gemeinde. Dann hören alle auf zu singen, und darum geht es nicht. Die Gemeinde soll singen und nicht der Sänger, der einfach mega hochkommt. Darum geht es ja jetzt nicht. Die Lieder, die wir aussuchen, sollen nicht das Können, das wir haben, präsentieren. Sie sollen den Lobpreis leiten. Sie sollen die Gemeinde dahin führen, dass sie Gott erhebt.
Es gehört auch dazu, dass wir die Tempi anpassen. Wir sollten darauf achten, dass die Lieder nicht zu schnell werden. Und wir sollten im Stil manchmal Abwechslung hineinbringen, damit wir alle versuchen mitzunehmen. Wir sollten Geschwister, die gerne mal die alten Schinken singen würden, die wirklich toll sind, auch mal diese Lieder singen lassen. Und wir sollten es auch mal ganz einfach machen. Aber wir sollten auch die jungen Leute nicht vergessen und da mal Lieder nehmen, die sie kennen und die sie gerne singen.
Das meine ich gerade mit Abwechslung im Stil: dass wir eine Unabhängigkeit von bestimmten Instrumenten manchmal einfach demonstrieren. Dass wir einfach ganz klar sagen: Wir können den Lobpreis auch gerne einfach nur mit dem Piano machen. Wir sind nicht davon abhängig. Es ist unglaublich wichtig, dass wir da auch keinen Götzendienst betreiben in dieser Hinsicht.
Zur Musik. Zur Sprache: Sind die Texte, die wir haben, verständlich? Versteht man, was da steht? Gerade bei alten Liedern muss man natürlich auch aufpassen, dass man nicht zu alte Lieder nimmt, denn dann versteht man vielleicht wirklich gar nichts mehr. Aber manchmal sollte man einfach darauf achten: Ist die Sprache verständlich? Und bei Sprache gehört natürlich auch die Singsprache dazu.
Die Menschen wollen einfach immer nur Englisch singen. Ich mag es auch, Englisch zu singen, weil ich finde, die Sprache eignet sich einfach sehr gut zum Singen, so wie übrigens auch Russisch. Ich kann nicht Russisch, aber ich finde, es hört sich einfach sehr schön an. Aber wenn wir Englisch singen und wir haben eine Gemeinde von, sagen wir, 150 Leuten, und vielleicht singen auch viele mit, aber alle verstehen nur die Hälfte von dem, was sie singen, wo ist dann der Erbauungscharakter? Wo ist das Ziel der Erbauung, dass Menschen wirklich erbaut werden von dem, was sie singen?
Hier gilt es auch, sehr stark gemeindezentriert zu denken und nicht einfach nur zu sagen: Wir wollen das Lied in Englisch singen, weil es sich in Englisch besser anhört. Das ist oft wirklich so. Deswegen würde ich einfach viel ermutigen: Wenn hier jemand ist, der sich berufen fühlt, schreibt gute deutsche Lieder! Gute biblische deutsche Lieder, die wirklich auf der Bibel gründen, die eine gute, einprägsame Melodie haben, die eine grosse Gruppe singen kann, die Christus erheben und den Glauben der Gemeinde erbauen. Das soll mein abschliessendes Plädoyer sein.
Wobei wir jetzt vielleicht kurz noch Zeit für Fragen hatten. Wir haben nicht viel Zeit, aber vielleicht hat jemand eine Frage. Wird es eine Frage? Hast du vergessen? Vielleicht fällt dir ja gleich noch eine ein, wenn jemand anderes eine Frage hat oder einen Gedanken, den er mitteilen möchte.
Ich finde aber so Beispiele von wiederinteressierten Methoden einatmen müssen, was frei und wie sind die phonischen Kontextistenzen als Beispiel. Das ist natürlich eine schwierige Frage. Ich finde es sowieso sehr schwer, die Frage zu beantworten, welche Lieder von welcher Gruppe für welchen Unterbrechen. Nehmen wir? Ja, es ist ein bisschen schwer. Vielleicht können wir nachher mal in einem Zweigespräch das besprechen. Ja.
Wollten die Gattungen beschreiben? Ja, also was das Ziel ist, weiss ich nicht direkt. Also man möchte, also ich unterstelle denen gar nichts Falsches. Ich glaube, sie wollen wirklich die Intimität, die natürlich irgendwie da ist zwischen dem Kindgottes und dem Vater im Himmel, darstellen. Sie wollen sie irgendwie greifbar machen. Ich würde halt immer dafür plädieren: Wenn wir die Beziehung zwischen Gott, dem Vater, und uns beschreiben, dann lasst uns die Vokabeln benutzen, die Gott in seinem Wort benutzt. Gott hat uns ja gezeigt, wie er angebetet werden will. Jedes Mal, wenn wir dieses Zöra verlassen, wenn wir diese Plattform verlassen, wird es einfach gefährlich, es wird ungenau und es wird unbiblisch. Und gerade in dem Bereich, wenn wir ein Lied singen, das unsere Beziehung zu Gott beschreibt, dann lassen wir Gott sie beschreiben.
Ja. Vielleicht als Beispiel, wenn in den Liedern zu der Schönherrschenden Frau gesprochen wird. Was macht die Krippe denn? Ich sehe ihn nicht, ich habe ihn nicht schön gesehen, aber zugegriffen, der jetzt eigentlich theologisch hindergegangen ist, weil er nicht wirklich schriftgewehrt ist, was er wirklich aussagt. Er nimmt es gut aus, dass er sich jetzt das romanische Gewürz gezeigt hat. Also ich meine, ich finde es komisch, wenn da zwei Lieder sind, einmal von einem Menschen, der jetzt an seine Hand angebetet ist, und einmal eben einem Menschen, der es Gott singt. Das ist im ersten Moment komisch, aber ich sehe gerade die Problematik. Die Problematik ist, dass ich über Gott singe in einer Art und Weise, wie er aus meiner Sicht nicht angebetet werden will.
Wir kommen zu Gott durch Christus, und wir beten ihn an auf der Grundlage, das habe ich ja gesagt, das ist das Basische. Wir beten ihn an auf der Grundlage der Offenbarung, und wir müssen die Beziehung, die wir zu ihm haben, so beschreiben, wie er sie beschreibt. Also die Jünger kommen zu Jesus und fragen: Wie sollen wir beten? Er sagt: Betet: Vater unser im Himmel, unser Vater im Himmel. Also er sagt, er ist euer Vater, aber er sagt nicht sehr viel anderes. Klar, Paulus sagt darüber, dass es sehr intim ist, wir dürfen ihn aber Vater nennen. Das zeigt uns die Intimität. Aber lasst uns versuchen, auf dieser Plattform zu bleiben, die die Bibel uns gibt, weil das ist das, was uns Gott gegeben hat.
Wir sehen überall, es ist zuschommelig. Soll ich dir ein Beispiel geben von dem Lied? Ja, also ich hoffe, dass jetzt keinem auf die Füsse tritt, aber ein typisches Beispiel wäre Draw me close to you. Draw me close to you ist mittlerweile ein grosser Sender in den USA, nicht nur in Gottesliebe, sondern auch in Kneipen. Ja, weil er einfach, erstens, nicht den Namen Jesu überhaupt benutzt, das Wort Gott kommt auch nicht vor, und ich habe diese beiden Lieder damals gegenübergestellt. Genau, das Lied. Ich weiss gar nicht, von wem es ist.
Ich glaube einfach, dass hier die Beziehung zu Gott auf eine Art und Weise ausgedrückt wird, die nicht dem Glauben förderlich ist. Es geht doch darum, dass wir ihm näher kommen, dass wir ihm heiliger werden, ihm ähnlicher werden. Das heisst aber auch gleichzeitig, also ich weiss nicht, ob das nicht nur Spitzfindigkeit ist oder ob das nicht wirklich die Frage war. Mir geht es ähnlich, ich habe auch Schwierigkeiten manchmal mit den Texten, aber ich denke, es ist auch eine Frage der Gewichtung.
Wir finden durch die Gewichtung, wenn wir uns die Psalmen angucken oder auch im Rösten im Bibel, es gibt ja auch diese Bilder, wie so die Brauch Christi, es gibt intime Bilder, Gemeinde ist die Brauch Christi und vieles andere auch die Psalmenkettenbilder. Aber was heute halt passiert ist, dass ich nur so Lieder singe, ich dann auch einmal nur noch von mir und Gott spreche und nicht mehr von der Gemeinde. Also das kann passieren, zum Beispiel, wenn ich jetzt sechs Lieder Gottes und Singung alle handelnde Formel, dass Jesus für mich ist, dann geht es ja gar nicht darum, dass wir jetzt, wie ich jetzt meine Brüder vielleicht ihm oder sonst was, also dass wir so Einseitigkeiten entstehen können, was es nicht unbedingt heisst, wie Fondierung ist, definitiv falsch, kommt ja auch nicht an, in welchem Kontext es steht, sondern so.
Ich kann so nicht, wie Tommy Kloster auch verschmerzen, wenn es in Verbindung gebracht wird mit einem entsprechenden Bibeltext, der ihm gesagt hat, worum es geht, dass das richtig verstanden wird. Ja genau, dass das richtig verstanden wird. Man wird das ja als Ergänzungstrieb vielleicht benutzen. Wahrscheinlich, ja.
Ja, Patrick? Du hast jetzt gesagt, dass wir das Vokabular der Lübe am besten benutzen sollten, aber ist es nicht auch so, dass gewisse Kreativität auch in der Findung von Formulierungen und Wörtern, die jetzt noch nicht in der Lübe stehen, das ist auch echt, dass es möglich ist, einfach eine neue Sichtweise auf Dinge der Lübe zu werfen?
Ja, würde ich schon sagen. Also Vokabular: Also ich finde es immer toll, wenn das Vokabular in dem Lied drin ist, weil es dann Leute sofort mit bestimmten Bibelstellen assoziieren, und es hilft uns, bestimmte Denkmuster zu entwickeln. Auf seiner Seite glaube ich, es geht eher um Gedanken oder Ideen, ich nenne es mal Ideen, die wir in der Bibel finden, die wir dann in Liedern verfassen. Es geht nicht nur um Vokabular.
Sie gilt von der Burg aus, was halt für die Burgmehrer Schildlern war, die Vangelis-Reformiert, also nicht über die Türchen, auch nicht umsteht, sondern reformiert. Sie kommen auch aus der Burg hoch und verkranken. Heutig ist die Reformation in der Kirche wieder etwas ganz anderes geworden. Es gibt auch Entwicklungen im Laufe der Geschichten, weil nun hier der Elbe ist, ich habe mich in 1859 über siebzehn Jahre gefehlt, und was ich ja aus einem Wiedern kennengelernt habe, ich möchte sagen, es geht auch keinem Buch auf, denke ich.
Aber gerade, als ich dann aus einem Zaun als Reformierter hat, hat man damals besonders die Zaunmatte, das ist ein besonderer Umgegeihen aus Zaunmatten, wobei mir das Lied „Ich schaue nach jedem Werden gern“ „Mein Heil, das ich bewehre, kommt von den Werken her, nein, meine Hilfe kommt von den Herren“, auch um die bessere Übersetzung der Sache. Sie ist auch entstanden in einer kirchengeschichtlichen Epoche, als die Lutheraner gegen die Entrobierten und die römischen Lutheraner dieses Weg entstanden, um die bessere Übersetzung zu vertrauen.
Also, ich will nur sagen, die Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Christus der Kirche ist nicht mit der gegebenen Zeit vorgesehen, in der auch die Musik, gerade die christliche Musik, konventionalisiert ist. Da müssen Leute Lieder schreiben, da hat jemand Leben, und was dann dabei auskommt, ist gemacht. Aber gute Lieder, wenn man in der Kirchengeschichte sieht, sind entstanden, sie sind gewachsen, das ist eine Kultur, die man nicht von aussen aufgibt, so eine Brauchminderlupe, Christenheiliger Frau Gern, sind in der Art alles nur Menschen. Also da muss man immer wieder ein bisschen aufhalten.
Ja, ja, stimmt, das merkt man ja gerade bei alten Hymnen und bei den alten Liedern. Ich finde, es ist auch gerade klar, warum es einen ganz grossen Unterschied gibt zwischen digitalen Lektüren, die man trotzdem sehen kann, christlicher Musik, die man zu Hause hören kann. Ja, es gibt ja auch christliche Vertretungen, und die Musik macht auch Spass, zu Hause zu hören, wenn man sich aber für Gottes Nutzung sehr erinnern kann. Aber ich kann trotzdem hören, dass mir das so von der Zeit aus nicht eingebrochen ist. Ich kann das zu Hause hören und ich kann auch etwas Positives darüber üben, wenn ich es mal an meinen Gott anbete, aber ich würde es mir nicht unbedingt an Gottes Kind bringen, wenn ich jetzt vor allem auch nach dem Gott Nicht.
So etwas wäre für mich wahrscheinlich auch „Draw me close to you“. Das ist für mich etwas, wo ich selber, wenn ich zuhause sitze, mit meiner Gitarre und sowas einfach singe. Also zwischen mir und Gott, wo ich einfach meine Beziehung zu ihm singe, wo ich alleine bin, so als Gebet zum Beispiel, dann formuliere.
Genau, ja. Du kannst gern du sagen. Oh, Sie können gern Du sagen.
Ich habe die Frage, dass es bei der Rede ja auch ein paar Sorgen besteht, falls es trotzdem zu sehr wichtig ist, dass sowohl der Öffentlichsteiter als auch der Prediger und auch die Öffentlichsteiter quasi nicht als eine eine verstanden werden und dass sich das auch so wieder im Einzelnen repräsentiert.
Ja, ja. Vielleicht dazu noch etwas, was ich bin auch selbst bei uns irgendwann verantwortlich. Heute ist ja auch nicht auch etwas, wo jetzt eben kein Bonifizierender Geist, sondern vielleicht uns Jugendlichen, die es zum ersten Mal machen, oder der Gottesdienstmoderator, ich glaube, das Wort ist nämlich teuer. Ich erlebe es eigentlich für viele gar nie, dass zum ersten Mal manches und unheimliche Herausforderungen alles zusammenzuhalten. Es ist eigentlich unmöglich, dass jemand alles in seiner Grundlage hat, weil ich vor allem auch gerade Wie musst du damit umgehen, wenn man jetzt in der Gemeinde genau die Situation hat, um zu sagen, die Pastoren müssen damit rein, dass sie vielleicht theologisch rüber schauen, ohne dass sie sich aufteilen müssen, weil das so nicht wirklich die grösste Herausforderung auflegt. Das sind viele tolle Kriterien, aber ich habe da noch einfach Aufmerksamkeit.
Also erst mal will ich sowieso dazu aufrufen: Wenn ihr Pastoren seid und nicht die Musiker, wo ich bin, dann habt viel, viel Geduld. Ich finde, mit Musik kann man so viel kaputt machen in der Gemeinde. In diesen Streitigkeiten um Musik kann man so viel kaputt machen in der Gemeinde. Das wird dann so schnell persönlich und all diese Dinge. Da muss man wirklich viel Geduld haben und mit der Zeit durch viele Gespräche einfach neue Lieder reinbringen, neues Liedgut reinbringen, mal auf Sachen hinweisen, aber nicht alles auf einmal. Ich wollte mal mit euch reden, ihr macht eigentlich alles falsch. Aber Gott segne euch weiterhin. Das geht nicht.
Wir brauchen erst einmal viel Geduld. Aber was ich bei Musikern raten würde, ist schon: Pastoren sind letztendlich verantwortlich für die Lehre in der Gemeinde, und die haben heute Lieder, sind Lehre. Deswegen sollte man schon immer wieder versuchen, in Kontakt zu bleiben. Hier, die haben dieses neue Lied, kannst du mal drüber schauen? Nicht dieses Denken haben: Oh, das ist jemand, der alles überprüfen muss. Aber die Ältesten sind nun mal verantwortlich für die Lehre. Einfach da sich Hilfe zu holen, wenn man selber vielleicht auch theologisch gar nicht so fundiert ist, gar nicht so alles durchdacht hat. Das Lied mal abgeben, sagen: Schaust du mal drüber vielleicht. Und den Leuten einfach das auch immer anbieten: Hey, wenn jemand notiert, bringt das mal vorbei, ich schau mal drüber.
Das aber nicht so machen in einer Art und Weise, dass die denken, man ist so ein Kontrollfreak, sondern in einer liebevollen Art und Weise, in einer Art und Weise, wo man merkt: Oh, da will uns jemand helfen, dass wir uns am Wort Gottes ausrichten, dass wir wirklich auf die Gemeinde hin arbeiten.
Ja, so machst du es. Du hast noch eine gute Empfehlung, wenn man halt in Massgabe auch für die Musiker. Also ob man sowas aufstellen sollte in der Gemeinde, wer ist überhaupt erlaubt für so einen Verkündigungsdienst, wenn es ein Verkündigungsdienst ist, weil doch in den Gemeinden, in denen nicht gewesen war, teilweise Nichtchristen dann auch die Musik gemacht hat, was die Musik konnten, also die Instrumente konnten, aber es ist natürlich ein bisschen schwierig, wenn ein Nichtchristen hier das Papier verbinden soll.
Also meiner Meinung nach: Wenn man Musiker hat, dann sollten es Gemeindemitglieder sein. Und wenn es dann die schlechteren Musiker sind, dann ist es so. Das setzt natürlich voraus, dass auch manche Christen gemeindemitlich so was wie absolut biblisch ist, auch in der katholischen Welt, wo ich auch selber noch Gemeindemitglied war, als ich noch kein Christ war in der FPG. Jetzt dieses Gedanke von belonging before believing, also erstmal zugehören, mal gucken, ob man sich dann, er kann ja bei der Musik schon mal mitmachen, dann kommt er dazu, würde ich nicht machen, das ist gefährlich. Das ist ein Verkündigungsdienst.
Hast du in deiner Gemeinde oder generell irgendwie so eine Art, ja, was ihr da als Massstäbe nehmt, oder habt ihr da so ein Handauto oder irgendwas?
Haben wir was? Nee, haben wir eigentlich nicht. Also wir achten darauf, dass bei uns Gemeindemitglieder sind. Wir sind da auch relativ noch, glaube ich, unbefangen, was das angeht, da du selber noch viel lernst.
Empfehlungen und Abschluss
Ich wollte zum Abschluss noch kurz ein paar Empfehlungen geben. Und zwar das Buch von Bob Kauflin, Worship Matters. Auf der Evangelium-21-Homepage gibt es Artikel dazu, was Lobpreisleiter wissen sollten. Das ist wirklich sehr hilfreich.
Außerdem findet ihr dort auf der Seite Worship by the Book von D. A. Carson. Das ist ein super Buch zum Thema Anbetung. Auf der Homepage oder auf dem Blog von Bob Kauflin in Worship Matters findet ihr auch super Artikel zu euren einzelnen Instrumenten, manchmal sogar zu den Sängern. Was das ausmacht, was bedeutet es eigentlich, E-Gitarre zu sein, und was hat das für physiologische Bedeutung? Auch für Bassisten oder Schlagzeuger gibt es dort hilfreiche Beiträge.
Bei Nine Marks findet ihr ganz tolle Artikel zum Thema Musik, zum Beispiel: Warum meine Gemeinde nicht mitsingt und was ich dagegen tun kann. Und es gibt jetzt, vielleicht kennt jemand die Musiker Shane and Shane, die haben eine neue Seite gegründet: Worship Initiative. Da muss man zwar ein bisschen zahlen, aber man findet dort ganz tolle Tutorials für Musiker und auch viele Vorträge mit guten Theologen über Musik.
Das wollte ich einfach gerne mitgeben. Vielen Dank für eure Mitarbeit und für eure Aufmerksamkeit.

