Generierte Mitschrift
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Ein Weg, der nicht der kürzeste ist
Ich lese jetzt aus 2. Mose 13, die Verse 17 bis Kapitel 14, Vers 14, also 2. Mose 13,17 bis 14,14.
Und es geschah, als der Pharao das Volk ziehen ließ, führte Gott sie nicht den Weg durch das Land der Philister, obwohl er der Nächste war. Denn Gott sagte, damit es das Volk nicht gereue, wenn sie Kampf vor sich sehen, und sie nicht nach Ägypten zurückkehren.
Daher ließ Gott das Volk einen Umweg machen, den Wüstenweg zum Schilfmeer. Und die Söhne Israel zogen kampfgerüstet aus dem Land Ägypten herauf.
Mose aber nahm die Gebeine Josefs mit sich, denn dieser hatte die Söhne Israel ausdrücklich schwören lassen: Gott wird euch gewiss heimsuchen, führt dann meine Gebeine mit euch von hier hinauf.
Und sie brachen auf von Sukkot und lagerten sich in Etham am Rande der Wüste. Der Herr aber zog vor ihnen her, bei Tag in einer Wolkensäule, um sie auf dem Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern konnten. Weder wich die Wolkensäule vor dem Volk bei Tag noch die Feuersäule bei Nacht.
Und der Herr redete zu Mose und sprach: Befiehl den Söhnen Israel, sich zu wenden und vor Pi-Hachirot zu lagern, zwischen Migdol und dem Meer, vor Baal-Zephon. Diesem gegenüber sollt ihr euch am Meer lagern. Der Pharao aber wird von den Söhnen Israel denken: Sie irren ziellos im Land umher, die Wüste hat sie eingeschlossen. Dann will ich das Herz des Pharao verstocken, sodass er ihnen nachjagt. Darauf will ich mich am Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht verherrlichen. Und die Ägypter sollen erkennen, dass ich der Herr bin.
Und sie machten es so. Als nun dem König von Ägypten berichtet wurde, dass das Volk geflohen sei, wandte sich das Herz des Pharao und seiner Hofbeamten gegen das Volk. Und sie sagten: Was haben wir da getan, dass wir Israel aus unserem Dienst haben ziehen lassen?
So ließ er denn seine Streitwagen anspannen und nahm sein Königsvolk mit. Er nahm sechshundert auserlesene Streitwagen und alle übrigen Streitwagen Ägyptens und Wagenkämpfer auf ihnen allen. Und der Herr verstockte das Herz des Pharao, des Königs von Ägypten, sodass er den Söhnen Israel nachjagte, während die Söhne Israel mit erhobener Hand auszogen.
So jagten ihnen denn die Ägypter nach, alle Pferde und Streitwagen des Pharao, auch seine Reiter und seine Heeresmacht, und erreichten sie, als sie sich am Meer gelagert hatten, bei Pi-Hachirot vor Baal-Zephon.
Als nun der Pharao sich näherte, erhoben die Söhne Israel die Augen, und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her. Da fürchteten sich die Söhne Israel sehr und schrien zum Herrn. Und sie sagten zu Mose: Hast du uns etwa deshalb weggeführt, damit wir in der Wüste sterben, weil es in Ägypten keine Gräber gab? Warum hast du uns das angetan, dass du uns aus Ägypten herausgeführt hast? Ist dies nicht das Wort, das wir schon in Ägypten zu dir geredet haben: Lass ab von uns! Wir wollen den Ägyptern dienen. Es wäre nämlich besser für uns, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben.
Mose aber antwortete dem Volk: Fürchtet euch nicht! Steht fest und seht die Rettung des Herrn, die er euch heute bringen wird. Denn die Ägypter, die ihr heute seht, die werdet ihr weiterhin in Ewigkeit nicht mehr sehen. Der Herr wird für euch kämpfen, ihr aber werdet still sein.
Wenn Gottes Führung unverständlich wird
Jeder von euch hat da in seinem Leben die meisten Probleme. Warum läuft bei uns alles so kompliziert? Wir haben ja gar keine großen Ansprüche für unser Leben: ein bisschen Frieden, ein bisschen wirtschaftliches Auskommen, Gesundheit, liebe Menschen um uns her. Und dann treibt es Gott bei seinen Leuten auf die Spitze.
Das ist völlig unverständlich. Aber es ist überall in der Bibel so beschrieben, dass Gott seine Leute führt, wie man es überhaupt nicht verstehen kann. Nach 400 Jahren Gefangenschaft hat es ja lang genug gedauert, bis endlich der Pharao nach der zehnten Plage des Sterbens der Erstgeburt den Israeliten den Weg freimacht, damit sie ausziehen dürfen. Jetzt endlich ins gelobte Land? Von wegen. Jetzt geht es erst los. Jetzt geht es erst los mit den großen Glaubensproben. Jetzt wird es auf einmal ganz schwierig.
Was ist da los? Ich habe heute Mittag mal in Ihrem schönen Liederbuch geblättert. Ganz viele Lieder sprechen von den schwierigen Lebensführungen der gläubigen Christen. Und auch wenn man drüben in der Nikolaikirche ist, die Lieder Paul Gerhards: Gib dich zufrieden und sei stille in dem Gotte deines Lebens. Wenn du gar nichts mehr verstehst, nichts mehr weißt in der dunklen Nacht deines Lebens.
Wir haben ja am Sonntag dann noch die Warum-Fragen, die noch dazu kommen: Warum geschieht das mir? Das lässt sich ja überhaupt nicht beantworten, weil Gottes Gedanken ganz anders sind als meine Gedanken. Aber wenn man von Ägypten aus sieht, gibt es nur die Via Maris, die große Heerstraße am Meer. Und da ist man in einiger Zeit, nach einigen Tagen, im gelobten Land. Warum ist das alles so kompliziert?
Aber es steht ausdrücklich da, dass das Gott macht und dass Gott solch einen Befehl zu Mose gibt und sagt: Ich führe dich einen Umweg. Ein Umweg ist ganz ärgerlich, und das passt nicht in unser Denken hinein. Und das geht uns ganz persönlich mit unserer Lebensführung an, mit allem, was ihnen an Schwierigkeiten, an Nöten, an Lasten aufgelegt ist.
Wenn ich so mein Leben überdenke, wie oft habe ich gedacht: Du landest in der Sackgasse, es ist alles Narretei. Man hat gebetet, und jetzt kommt gar nichts, man sieht nichts. Bekannt ist das ja: die Oma, die für ihre Kinder bittet. Es war interessant, es hat mir jetzt einer für nächstes Jahr für eine Freizeit gebeten, man sollte eine ganze Freizeit über das Thema halten: die unerhörten Gebete im Blick auf die Enkel. Das ist ein ganz schwieriges Thema. Man kann über die unerhörten Gebete, die scheinbar unerhörten Gebete, gar nicht sprechen. Es gibt so viele Fragen: Warum?
Da steht ausdrücklich da, dass es ein Umweg ist. Es sieht aus wie ein falscher Weg. Und wer geht denn schon in die Wüste? Mose war ja ein Spezialist, er kannte als Beduinenhirte die Wüste, dass das der Todesraum ist. In wenigen Tagen ist man verloren, wenn man nicht genügend Wasser dabei hat. Wo soll er für die Leute das Wasser hernehmen? Das ist unsinnig, was Gott befiehlt.
Ich erschrecke in unseren Tagen immer wieder, dass es naive Christen gibt, die wollen das Wort Gottes unserem Denken anpassen, sagen, das passt nicht in uns. Das hat noch nie in eine Zeit gepasst, hat noch nie ins menschliche Denken gepasst. Wenn das Wort Gottes uns ein Anstoß wird, ein Ärgernis, dann sind wir erst am richtigen Hören. Das ist jedes Mal ein Schock für uns, was das Wort Gottes sagt, auch im Neuen Testament, die Worte von Jesus, dass man das so hören muss. Das kann doch nicht wahr sein, dass Gott einen Umweg führt. Weiß denn Gott die Geographie nicht? Und dann ist das in unserer modernen Zeit so, dass wir modernen Menschen wissen besser, wie der Weg sein muss, und dann korrigieren wir das. Das ist ganz furchtbar.
Wenn wir das Wort Gottes unserem gottlosen Denken anpassen, war das für Mose unheimlich schwer. Und das ist einfach wichtig: Keiner kann Gottes Wege verstehen, keiner. Und es hat sich noch nie einer verstanden. Er hat das Lied, was wir am Sonntag schon bei Hedwig von Redern zitiert haben: Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl. Toll. Wo dann das Lied der baltischen Märtyrer, die dort erschossen wurden, 1919. Wir haben die Bilder der erschossenen Leichname gesehen in einer Ausstellung, erschütternd, wie sie alle dargelegen sind.
Gott ist ein schlechter Geschäftsmann. So macht hier keiner Geschäfte in der Welt, wie Gott mit seiner Gemeinde umgeht. Und trotzdem sind es die Siegeswege Gottes. Das wollen wir kurz verstehen und begreifen heute Abend, denn es geht Gott vor allem um Rettung.
Rettung statt Bequemlichkeit
Die Israeliten hatten es sich auch in den Straflagern in Ägypten recht bequem gemacht. Und sie haben das Mose in der Wüste oft zugerufen: Kehr um, wir wollen lieber in Ägypten bei den Fleischtöpfen sein als hier in der Wüste.
Wissen Sie, dass der grösste Fehler der Jesusgemeinde in unseren Tagen ist, dass wir es uns in unserer Welt recht bequem gemacht haben? Und die ganzen Fragen unserer jungen Leute gehen immer wieder darum: Wie können wir diese Welt verändern und verbessern?
Und Gott will uns herausziehen aus dieser Welt, so wie es bei Mose schon angefangen hat, dass wir die Schmach Christi für wichtiger halten als die Schätze Ägyptens. Nicht bloss die Knoblauchzähen und die Fleischtöpfe in Ägypten.
Wir waren natürlich auf der Museumsinsel, und dann hat mich etwas gepackt, als man da in Babylon steht. An diesen Mauern, an diesen Ziegeln, was war das für eine Pracht Babylons! Alles ist gefallen, sechshundert vor Christus, nichts ist mehr dageblieben. Und da waren ein paar in der Gefangenschaft, und die wurden von Gott geführt.
Da wurde einst Abraham aus Ur gerufen, dort im Zweistromland. Und Gott hat gesagt: Ich will mit dir sein. Und das ist das Allergrösste in deinem Leben, wenn Gott mit dir ist. Es ist grösser als die ganzen Weltreiche um uns her, mehr als das ganze Geld, das sich in den Börsen unserer Welt befindet, viel, viel mehr.
Wenn Gott immer so angefangen hat, mit einem Abraham: Geh, ich will dich segnen. Mit einem Mose, den er am Sinai gerufen hat. Das Geheimnis des Volkes Israel bis heute ist Gottes Geschichte, Gottes Reich. Es geht doch um das Reich Gottes, es geht doch nicht um die Welt. Es ist ein ganz, ganz grosser Irrtum, wenn wir das nicht mehr erkennen.
Gott will uns herausziehen aus den Bindungen dieser Welt, aus den gottlosen Bindungen dieser Welt. Wir sind Bürger dieser Welt, und das machen wir alle gut. Wir haben alle unsere Konten, obwohl wir keine Zinsen mehr kriegen, und wir machen alle unsere Sachen, die uns kümmern, die uns um die Dinge dieser Welt und eben unser Wahlrecht ernst nehmen, und alles.
Aber wir sind dazu da, dass wir das Reich Gottes bauen und dass Gott seine Geschichte mit uns machen will. Und dass wir auf seine Weisung hören, wie er uns führen will. Es ist ja ganz wunderbar, wenn wir das dann hören, wie Gott seine Leute immer wieder geführt hat und wie da ganz viel geschehen ist aus ganz schlichten Leuten, wie das war.
Ein junger David, und dann hat er einen Saul niedergemacht mit der Schleuder. Da hat Gott seine Leute für sich stark gemacht. Und bei Mose natürlich, und in Goliath, wo wir es überall sehen, bei all den Leuten, bei Simson und wie sie alle hiessen. Die Jünger, Petrus, wo einst die Schriftgelehrten sagten, im Tempel nach der Heilung des Lammes: Das sind doch Laien, die haben doch nicht mal studiert, die kennen doch das Wort Gottes gar nicht. Aber Gott hat sie begabt und gebraucht als Apostel, und du bist gesegnet.
Das Allergrösste ist, wenn sie unter der Gnade stehen. Das ist ja bei uns ein ganz abgegriffenes Wort. Meist stehen wir ja unter dem Zorn Gottes, mit unseren Sünden und unserem gottlosen Leben, und Gott kann uns nicht segnen. Aber wenn wir das begreifen und jeden Tag neu ergreifen, die Versöhnung, die durch Jesus geschehen ist, wo die Sünde gross geworden ist und die Gnade noch viel grösser wird, dann stehen wir unter der Gnade.
Das war doch schon bei Mose so, wie es ihm Gott dann gezeigt hat nach dem Sinai: Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig. Ich will vorangehen. Mein Angesicht kannst du nicht sehen. Aber das ist das Geheimnis deines Lebens: Stehen Sie unter der Gnade.
Und Gott will ihr Leben segnen und gebrauchen. Aber gehen Sie nach den Weisungen des Herrn. Nie eigene Wege, nie eigene Wege gehen. Das war ganz arg schwierig, wenn man eigene Wege ging.
Zeichen der Führung und die Kraft des Stillwerdens
Das heißt: Nachher mit diesen Wolken und der Feuersäule wären wir ja auch ganz froh, wenn wir manchmal so eine sichtbare Markierung auf unseren Wegen hätten. Aber es ist doch wunderbar, wie der Herr uns führt.
Ich habe in den letzten Jahren, im Alter, wo man schon viel aufwacht, oft erlebt, wie man morgens plötzlich um vier Uhr oder fünf Uhr aufwacht. Meine Frau sagte neulich um drei Uhr: Der Herr hat mir einfach Klarheit geschenkt. Ich habe gebetet, und ich bin ganz klar, er hat mich geführt.
Und wir haben das oft auch im Gespräch mit anderen gläubigen Geschwistern, die wir fragen und sagen: Was sollen wir denn jetzt tun in den Entscheidungen meines Lebens? Aber Gott hat auch so viel klar geregelt in seinem Wort, und das kann gar nie gebrochen werden, dieses Wort gilt. Und da gehören auch die unbegreiflichen Wege für uns dazu, auch die Umwege, die uns Gott führt.
Stille sein, stille sein: Die Stille an sich ist nichts Furchtbares, nichts Schönes. In der Stille kommen alle unsere Gedanken hoch und das ganze Wirrwarr, unsere Unruhe tobt da in uns. Stille ist an sich nicht einfach still. Still sein heißt hören, dass der Herr es tun will und der Herr es in seiner Gnade tun will, mit seinem Volk.
Und es ist das grösste Ereignis, bis zur Auferstehung Jesu Christi von den Toten, für das jüdische Volk das Wunder am Schilfmeer. Das hat so begonnen mit einem unbegreiflichen Weg, wo man sagt: Das ist Irrsinn. Und jetzt sagt man: Nein, nein, das kann nicht wahr sein, das kann nicht Gottes Plan sein.
Wissen Sie, ich kenne doch all die Sprüche: Wenn das ein guter Liebe ist, dann führt er uns jetzt nicht den Umweg. Nein, nein, und so. Und denken Sie mal an die quengelnden Kinder und an die Alten, die nicht mehr laufen können und die man tragen musste. Und die Schwielen an den Füssen hatten und wie das alles kompliziert war. Das war der Weg Gottes.
Es war klar, wie er gewiesen hat, und die notvollen Umwege, die man geht, wo man sagt: Das sind doch Irrwege. Eigentlich hat Jesus das nur auch selber gelebt in seinem irrigen Leben, sich selbst verleugnet und Gott gehorsam geworden. Und Jesus sagt: Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst.
Unser Ich ist das grosse Problem, unser kluges, weises Ich, unser Kopf, unsere Gedanken, unsere Frömmigkeit, unsere Meinungen. Und Jesus sagt: Wer mir nachfolgen will, der soll einfach dies auf sich nehmen. Und was spricht er? Das Kreuz.
Ich leite etwas darunter ab, dass, wo man hinkommt und den Christen so viel geklagt wird über die verfolgten Christen. Ich weiss nicht. Es ist auch nicht sehr glücklich, wie es auch von einigen Organisationen dargestellt wurde, als ob es um Freiheit geht. Nirgendwo geht ein solcher Segen heute in der Welt aus wie durch die verfolgten Christen.
Ich habe es Ihnen am Sonntag schon gesagt: Ich habe mir drüben im Karstadt dieses Buch gekauft, Die 21 heisst es nur, von Martin Mosebach. Der sagt, die haben etwas erfahren von der Wirklichkeit von Christus. Und dann sagt er, er hat ja das alles besucht dort, diese grosse Kirche, die Al-Sissi, der Präsident von Ägypten, bauen liess für diese Märtyrer. Und sagt: Die Kinder gucken die Köpfe, erschlagen die Köpfe ihrer Väter, und sind stolz darauf. Die sind schon im Himmel. Und da ist seine Freude da über die Gemeinden, weil sie vollendet sind, und da ist die irdische Welt gar nicht mehr real. Da sagt er, erlebt man etwas plötzlich in dieser Armut Ägyptens von der Grösse von Christus.
Und das ist überall so, in Nordkorea und wo wir das heute überall erleben in den schrecklichen Leiden, die die durchmachen. Aber dass die Wirklichkeit von Christus grösser ist. Und dann hat er natürlich den Mut zu sagen: Schämt man sich nicht, wenn unsere obersten Bischöfe ausgerechnet auf dem Tempelberg ihr Kreuz verstecken? Wo doch die Christenheit heute sagen muss: Wir wollen das Kreuz Christi tragen. Und das Kreuz Christi ist kein Opfer, sondern ist Segen, wo wir das tragen und auf uns nehmen, auch mit den Lasten, die der Herr uns auferlegt.
Sie haben das doch alle auch erlebt über den vielen Krankenlagern in Ihrer Gemeinde, wie wir alle gesegnet wurden, wenn wir in den Gräbern standen, auch wenn wir die Krankenzimmer besucht haben. Wo Christus sich verherrlicht, auch auf den schweren Leidenswegen, aber weil das Ziel ja ist, dass die Herrlichkeit des Herrn mit uns geht in einer dunklen Welt. Und dann darf der Blick nicht mehr zurückfallen auf Ägypten.
Das Ziel hinter den dunklen Wegen
Ja, wenn man dann natürlich durch dieses Berlin geht, wieder so wie wir als Landpomeranzen dann in die Stadt kommen und das so erleben, diese Größe Berlins, muss man doch erschüttert sein: Was ist diese Welt? Eine Welt, die unter dem Gericht Gottes steht, Sodom und Gomorra.
Und wir wollen doch als Gemeinde wieder das in diese Welt hineinrufen, Menschen eine Perspektive geben. Es geht um das große Ziel, zu dem er uns führen will. Und wo man Jesus nachfolgt, da gilt in der Wand, dass dieser Zeit Leiden nicht wert ist der Herrlichkeit, die an uns soll offenbart werden. Wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.
Und das sind Herrlichkeitswege, das sind Triumphwege, wenn man in der Führung Gottes bleibt. Wir sagen das ja immer mit Zittern und mit Beben, wenn wir in den dunklen Stunden sind und wenn wir andere aufrichten sollen. Aber Sie können es im Rückblick auf Ihr Leben sagen. Es ist ja ein einziges Wunder, wie der Herr uns hindurchgeführt hat, ein Erfahren seiner Herrlichkeit.
Durch Wüsten meine Reise, so ein schönes Lied eines 400 Jahre alten, eines Juwelierssohns aus Breslau. Wenn man durch Wüstenwege das erlebt, ich habe diesen Vers wieder gefunden im Abschiedsbrief eines zwanzigjährigen Soldaten, der für seinen Abschiedsbrief in Russland geschrieben hat, seinen Angehörigen: Wenn ich gefallen bin, ich habe die Herrlichkeit Gottes gesehen, auch in diesem ganzen Elend, und mein Leben schließt mit einem großen Triumph und einer Dankbarkeit. Können Sie das so sagen?
Weil der Herr der ist, der die Wolkensäule bildet und der uns führt, und dass wir auch die schweren Dinge erkennen. In dieser Welt gibt es sehr viele schwere Wege. Wenn man sich in der U-Bahn umhört, reden alle von der Krankheit, wenn sie überhaupt mal aufschauen von ihren Handys. Und dann sind die Nöte da, und dann sind die Plakate da, wo man sich melden kann zum Test in der Charité und noch Geld dafür kriegt, um Medikamente zu testen.
Die Welt ist eine Welt des Leidens, eine Welt der Traurigkeit, eine Welt der Sünde und der Enttäuschung. Und dass Gott einen Segensweg für seine Gemeinde hat, das sieht man äußerlich gar nicht an. Und wir sind manchmal so dumm, dass wir meinen, wir müssen uns der Welt anpassen und müssen da etwas aufnehmen von den Freuden der Welt. Welche denn? Welche Freuden dieser Welt können denn überhaupt noch etwas sein, wo der Herr das Größte ist?
Mose nahm die Gebeine Josefs mit. Wie war das Leben Josefs? Also keinem von ihnen wurde so mitgespielt. Wir waren ja auch fünf Brüder und eine Schwester zu Hause, und da hat es manchmal gekracht. Aber Josef erst, wo die den in die Sklaverei verkauft haben, was ist das für ein Schicksal, und wo bleibt da Gott?
Und dann kommt er in das Haus des Obersten der Schlächter, so heißt er eigentlich. Der Potiphar war nicht bloß über die Schlachthäuser Ägyptens bestellt, sondern auch über das Justizwesen; da wurde er auch geschlachtet, mit der Todesstrafe. Und dann war die Frau Potiphars ein faires Schicksal. In unseren deutschen Übersetzungen verschweigt man immer, dass Potiphar ein Eunuch war, und die Frau Potiphars wollte auch ihre Freude haben, wie heute. Und da holt sie sich den Sklaven her. Und der Josef sagt Nein, dabei wäre es doch eigentlich eine gottgegebene Gelegenheit, über diesen Ausweg der Frau Potiphars doch die Freiheit zu erlangen. Er, der so im Unrecht war und die ganze Gefangenschaft, an der er durchleiden muss.
Und dann wird er vergessen von dem Mundschenk. Und alles sieht so verworren aus, aber der Herr war mit ihm, und was der Josef tat, dazu gab der Herr Segen. Das war das Geheimnis dieser Welt. Und das können Weltmenschen gar nicht ahnen, das können nur Glaubende erleben. Und das hat das Volk Israel damals erleben müssen und erleben dürfen.
Darum ist es so wichtig in unserer Lebensführung, dass wir sagen: Jesus, geh voran auf der Lebensbahn. Soll es uns hart ergehen, lass uns feste stehen, jeder Tag mit dir. Und es kann lange dauern, bis wir das sehen, aber es sind Segenswege und es sind große Wege. Ja, wir haben ein Ziel. Nicht Milch und Honig suchen wir, sondern die Überwindung dieser Welt.
Wir werden einmal aus der Ewigkeit wirklich das nur sagen können. Wir wissen doch gar nicht mehr, ob wir das Jahresende noch erleben, ob wir jung oder alt sind, aber das ist doch das Ziel unseres Lebens. Dass uns werde klein das Kleine und das Große groß erscheinen, dass wir auf dieses große Ziel hinzulaufen und dieses große Leben erreichen.
Und das war doch bei allen Großen so, auch bei Daniel war das auch. Warum wird er in die Löwengrube geworfen? Damit die Herrlichkeit Gottes offenbar wird. Und das wird in dieser Welt eigentlich noch einmal deutlich. Mir ist es natürlich immer der Gedanke über diesen Islamismus, dass es schon sehr nahe das Welteinheitsreich des Antichristen sein kann, wo man nichts mehr von Jesus reden darf. Das ist ja heute schon so in vielen Ländern.
Und so war es schon bei den Salzburgern, wo ein dreizehnjähriges Mädchen vom Henker in die Viehtränke gedrückt wurde und er aufgefordert hat: Sag doch Jesus ab. Damals in der großen Verfolgung des evangelischen Glaubens in Salzburg. Und sie hat den Henker nur angelacht, bevor er sie ertränkt hat in der Pferdetränke. Das können wir nicht, aber das ist die Kraft des Glaubens an Jesus, der die Welt überwindet.
Darum ist es so wichtig, dass wir nicht hängenbleiben an der Länge unseres Lebens. Warum hat er so früh sterben müssen? Es geht doch zur Herrlichkeit. Warum hat er das durchmachen müssen? Damit wir das Urteil über diese Welt sprechen.
Und wie hieß es dann bei Mose in Hebräer 11, bei der Reihe des Glaubens? Er sprach der Welt ihr Urteil. Er sagt, das ist doch nichts Verlogenes für mich, obwohl, gucken Sie mal diese ägyptische Welt an. Aber letztlich waren es nur diese Gräber, diese Riesenbauwerke, die Todesverherrlichung, eine ganz dunkle Religion der Todesverfallenheit, die sie hatten. Und da war einer, der das Leben hat, auf das Leben zuwandert.
Mose ist für mich der Größte im ganzen Alten Bund. Er sprach mit Gott wie mit einem Freunde, und wenn man dann noch die letzten Kapitel liest, wie Gott das Reisen durch diese Wüste zu Herzen genommen hat, ja, das nimmt Gott zu Herzen. Und wie er dann die Erfahrung sagt: Gott ist ein Fels, auf den kann man trauen. Das ist so fest und das ist so wunderbar, wenn man auf ihn blickt und nicht hängen bleibt an den Gefühlen. Das sind ja meistens die Gefühle: Ach, ich habe so Angst, und ich kann das alles nicht durchstehen mit meiner schwachen Person.
Das ist ja wunderbar, dass der Herr Jesus immer wieder stark macht, auch in den Dingen, die er uns auflegt, in den Lasten, die wir zu durchschreiten haben, auf den wüsten Wegen unseres Lebens. Sie sind wüst, und die Wüste ist ein Lebensraum, wo man es nicht aushalten kann. Und viele Christen leben auch, viele vielleicht von Ihnen auch, leben mit Menschen zusammen, wo man sagt: Das hält man nimmer aus. Mit Menschen, ob Kinder mit Hass ihre Eltern verleumden, ob Nachbarn es sind, ob Spott und Hohn, ob das andere Nöte sind.
Es hat uns heute in der Gemäldegalerie auch verwundert, dass selbst der große Maler Franz Hals in der Irrenanstalt lebt. Es ist doch alles ein Lebensschicksal, was nicht alles Menschen zugemutet worden ist. Der einzige Lichtblick ist, dass der ewige Gott mit Gnade und Barmherzigkeit dich sucht und dich bergen will. Ich werde sein, der ich sein werde, und er geht mit auf dem Lebensweg. Und er gibt dir Geborgenheit und Frieden.
Und dann heißt es so schön bei Mose: Das Wort ist nicht irgendwo ganz fern, dass du es suchen musst, sondern ganz nah, dieses Wort deines Gottes. Und Sie wissen, wie dieses Wort uns einen Frieden gibt, eine Geborgenheit und eine Freude, dass es gar nicht wichtig ist, ob wir uns gut fühlen. Heute spielt das die große Rolle im Glaubensleben. Das Gefühl ist nicht das Wichtige, sondern: Nun weiß und glaubesfestig rühm’s auch ohne Scheu, dass Gott der Höchste und Beste, mein Freund und Vater sei.
Das hat Josef so stets noch mal hier im Vers 19. Da sind seine Leute noch im Sterben geschworen: Gott wird sich gewiss euernehmen. Und wir wissen, wie das in Christus auf eine noch viel wunderbarere Weise erfüllt ist, wo Gott seinen Sohn gegeben hat, damit ich geborgen sein kann in allem, was mich bewegt. Und ich weiß, dass seine Wege gute Wege sind und dass er mitgeht auf jedem Weg.
Vertrauen im Angesicht der Sackgasse
Jetzt wird uns erst bewusst, wie arm unsere Christenheit heute ist. Man schämt sich seines eigenen Glaubens. Ich tue das immer wieder, wenn ich diese Geschichten lese und denke: Was will der Herr heute? Dass wir mit ihm mutig wagen und nicht darauf schauen, wo Ablehnung ist. Es war ja schon großartig, wie Mose vor den Pharao hingetreten ist. Und der Pharao tobt.
Und wie er hier am Schilfmeer in dieser letzten Sackgasse steht, das Wasser vor ihnen und die Felswände von Pihahiroth. Und da gab es kein Entkommen. Hinten kommen die Ägypter. Sie wissen, was solche Situationen in ihrem Leben sind. Das ist Drangsal, Bedrängnis ohnegleichen, wo man schreit: Wir sind verloren. Und Mose sagt nur: Stille.
Und dann der Herr, und das ist ein ganz großes Wort, der Herr, der über allem steht, der sich in großer Liebe erbarmt, der keinen Verlorenen loslässt, keinen gefallenen Menschen nicht sucht. Was ist das? Wir dürfen das ausrufen: Der wird für euch streiten, und ihr werdet still sein. Ihr seid Zuschauer! Wir dürfen erleben, was er für euch tut. Der Herr wird für euch streiten, ihr braucht bloß hinstehen, und er erfüllt alle seine Verheißungen.
Dass es heute viel in der Christenheit gibt, die das Wort Gottes nicht glauben, ist doch klar. Ich verstehe sie doch gut. Menschlich gesehen ist die ganze Bibel Unsinn. Gibt es doch nicht in dieser Welt, wo man alles berechnen kann. Diese arme Welt, die ihre Probleme nicht mehr lösen kann, die Nöte dieser Welt, die in den Himmel schreien, wo es auch keine Gerechtigkeit, keinen Frieden mehr gibt. Wir wissen ja gar nicht, wohin das alles noch treibt. Und doch gibt es eine andere Realität, die Gott gerufen hat. Denn es waren immer diese Einzelleute, die die Gnade Gottes ergriffen haben.
Ein Saulus von Tarsus war ja ein stolzer Mann, und die Eltern haben gesagt: Ja, wie der erste König Saul soll er heißen, Saul der Große. Und dann hat er sich später einen anderen Spitznamen gegeben: der Mickrige, der Kleine, der Mini. Das heißt Paulus der Kleine, auf Lateinisch. Er wollte gar nicht mehr der Große sein. Wenn ich mich rühmen will, will ich mich der Gnade Gottes rühmen, dass Gott mein Leben trägt.
Und das dürfen Sie wissen, was auch kommt, ob die Welt tobt und wild sich gebärdet, ob die Erde erbebt und Krieg ausbricht: Die Gnade des Herrn steht über allem. Wenn Sie die Gnade ergreifen, das Allergrößte, was uns zugesprochen ist, ist Jesus. Und das Volk Israel ist so in dieses Schilfmeer hineingezogen worden, und daher haben sie ein Loblied gesungen. Denn Lobgesang, da herrscht mein Psalm. Und dieses Lied werden Sie auch einmal singen, wissen Sie, in der Ewigkeit, das Lied Moses, weil dieses Lied Moses alles zusammenfasst, was ihr ganzes irdisches Leben war.
Offenbarung 15: Groß und wunderbar sind deine Wege, Herr. Wir können rückblickend nur staunen, wie es erst aus der Ewigkeit ist. Du hast uns herausgerettet aus der großen Trübsal, und wir haben es erfahren. Dein Name ist so wunderbar. Und wer preist nicht? Lesen Sie es einmal.
Wir haben zwei Lieder Moses. Das erste steht dort in 2. Mose 15, das andere steht in Offenbarung 15. Wahrscheinlich dürfen wir beide singen, denn sie sind beide identisch. Und wieder ist es so herrlich, dass wir nur preisen können. Und das soll der Ton sein, den man bei unserer Beerdigung anstimmt, und dass wir es den anderen Nichtgläubigen bezeugen. Das ist das Einzige, was besteht.
Ich habe ja bei vielen Beerdigungen ungläubiger Menschen mitwirken müssen. Das ist das Schicksal eines landeskirchlichen Pfarrers, und sehr viel mit völlig ungläubigen Leuten. Da haben mich immer wieder später Christen gefragt: Wie machst du das? Ich habe doch nie über andere Menschen geurteilt. Es steht mir doch nicht zu, was der gedacht und geglaubt hat. Ich habe immer nur Zeugnis gegeben und habe den Leuten erzählt, wie ich hier stehe und erschrecke über die Macht des Todes, über mein Leben. Ich habe gesagt: Ich kann Ihnen hier in dieser großen Erschütterung nur sagen, dass Jesus Christus der einzige Halt im Leben und im Sterben ist, und den müssen Sie ergreifen.
Und das ist eine Botschaft, die wir Menschen einfach zusprechen. Sollen sie es meinen, was sie davon halten. Wir sind doch nicht die Leute zum Prämieren und irgendwo etwas zu sagen, sondern in dieser Welt, dass man sich an Gott halten kann. Noch ein einfacher Rat: Leg deine Nerven in Gottes Hand, auch in den Spannungen deines Lebens, und dann sing die herrlichen Lieder.
Das hat uns ja immer überrascht. Jetzt ist ja noch einmal unser Sammelband herausgekommen: Dennoch fröhlich singen und in kummervollem Herzen singen, mit 560 Seiten. Und es freut mich immer wieder, wie dann Leute sagen, wir lesen es als Abendandacht oder so. Dass alle Lieder in großem Leid entstanden sind, keines auf der grünen Wiese oder am Schreibtisch oder im Urlaub. Scriver, der zehn Kinder verloren hat, hat gesagt: Alle Lieder hat mir das Liebeskreuz herausgepresst. Er hat zum Kreuz noch das Liebeskreuz gesagt, weil es durch Jesus ein Liebeskreuz ist, das mich nicht erdrückt, sondern das mir das Herrlichste offenbart: den Ostersieg von Jesus.
In dieser Welt lösen sich die Ungerechtigkeiten dieser Welt nicht auf. Das trifft zu auf alle schweren Unfälle, die sie treffen, auf alle Krankheiten, die sie betreffen. Warum, wieso, löst sich nicht auf? Aber sie treiben sie in die Arme Jesu, der in diese Welt gekommen ist und gelitten hat und mitfühlen kann. Und darum ist das so groß, auch mit diesem Umweg und mit den wüsten Wegen unseres Lebens. Die brauchen wir, und wir werden geführt.
Das Menschenherz erdenkt sich seinen Weg, aber der Herr lenkt seinen Schritt. Und das sind wunderbare Wege. Und dann gehen Sie einmal auf die Suche und buchstabieren Sie all die herrlichen Lieder nach: Befiehl du deine Wege. Bist du doch nicht Regente, du bist doch nicht der, der alles managen kann, du bist doch der, der geführt wird. Und wenn kein Einziger mehr, dem du trauen kannst, er wird dir immer größer, der Heiland Jesus, der dein Leben führt und der dir nahe ist.
Und das soll uns heute Abend einfach stärken und ermutigen auf unserem Weg, dass wir unseren Weg fröhlich gehen. Er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn. Wir wollen in dieser ganz engen Glaubensverbindung mit unserem Herrn leben und wissen: Was er sich vorgenommen hat und was er haben will, das muss doch endlich zu seinem Zweck kommen.
Bei mir ist immer meine ganze Glaubenserkenntnis, meine ganze Theologie, aus Liedzeilen gekommen, die man irgendwo nicht mehr los wird, wo das so wunderbar herauskommt. Das kommt so, wie er es gesagt hat. Und da darf man, da kann man wissen, dass es so ist und dass es so geht und dass man nur preisen und loben kann und wir die Beschenkten sind. Nie sind wir die Opfernden.
Und ich will Ihnen das heute Abend auch zurufen, auch wenn Sie sagen: Ich bin in einer Depression, ich bin ganz tief. Aber der Herr ruft Sie mit Namen. Sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, meine Gnade soll nicht von dir weichen, der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen. So wie das die Israeliten erlebt haben. Und die ganze Zeit der Wüste war nur eins furchtbar: das Murren. Murren darf man gar nie. Man darf sagen: Herr, ich verstehe dich nicht. Das ist auch gut. Seine Gedanken sind anders als unsere Gedanken. Aber man darf nie murren, man darf sagen: Aber ich vertraue dir.
Das hat dieser berühmte Satz beim Gründer der Heilsarmee beim Sterbebett seiner Frau: Herr, ich verstehe dich nicht, aber ich vertraue dir. Und dass das Herrliche ist, dass unser Glaube der Siege ist, ja die Welt überwindet. Wir haben diese ganz wunderbare Perspektive, und Sie haben diese ganz, ganz große Zuversicht in diesem Jahr mit der herrlichen Jahreslosung von den Wasserbächen, an denen wir trinken in der Ewigkeit.
Es hat dieser dänische Liederdichter, der diesen Vers verfasst hat, der auch auf dem Grabstein von Schörenkirchegor steht, noch eine kurze Zeit. Dann ist gewonnen, dann ist der ganze Streit in nichts zerronnen, dann will ich laben mich an Lebensbächen und ewig, ewig nur mit Jesus sprechen.
Wir wollen noch beten.
Gebet und Zuspruch zum Schluss
Herr, wir danken dir, dass du uns rufst, dass du der Herr bist, unser Erlöser. Und wir wollen uns auch weiter von dir führen lassen, auch in die spannungsvollen Dinge und in die schweren Lasten, die du uns auferlegst.
Viele unter uns sind einsam und mutlos, auch in tiefen Depressionen ihrer Seele. Aber dürfen wir unserer Seele zusprechen: Habe Mut und Zuversicht, der Herr ist mit dir! Und das ist so groß, dass uns gar nichts aus deiner Hand reißen kann und wir die Siegenden sind.
Du wirst dein herrlich werkvoll enden, auch in dieser wirren Weltgeschichte und Zeitgeschichte. Wir wollen nur bitten, dass wir stehen können in den großen Anfechtungen der antichristlichen Zeit, in der wir heute schon leben und die noch vor uns steht, in ihrer ganzen schrecklichen Fülle. Dass du uns erhältst im Glauben und dass du uns bewahrst, dass wir festbleiben bei dir.
Und wir wollen jetzt auch für die bitten, die durch Krankheitsnöte, durch Trauer, durch Enttäuschungen, durch Verlust gehen. Dass wir ihnen das sagen können aus deinem Wort und es ihnen zusprechen, so wie wir das selber so oft erfahren haben durch dein Wort.
Danke auch für diese Gemeinde. Segne sie auch hier, dass dieses Zeugnis hinausklingt und noch viele in dieser Stadt erreicht und noch viele zu dir führt. Amen.

