Serie•Teil 1 / 4Einseitigkeiten
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Einführung und Ausgangspunkt der Predigt
Ich lese den Text zur Predigt. Überschrieben ist das hier: Der zehnte Teil der Ernte gehört Gott. Das ist aus 5. Mose 14,22 bis zum Schluss des Kapitels.
Es geht in der Predigt nicht speziell um den Zehnten und darum, wie das alles im Alten Testament geregelt ist. Aber dieser Text ist trotzdem ein guter Hintergrundbericht, ein schönes Beispiel für das, was unser Prediger dann zu seinem Thema sagen will. Also 5. Mose 14,22 ff.
Jedes Jahr müsst ihr den zehnten Teil eurer Ernte für den Herrn beiseite legen. Bringt ihn zu der Stätte, die der Herr dafür auswählen wird, dass sein Name dort wohnt. Feiert dort ein Fest und verzehrt alles vor dem Herrn, eurem Gott: den zehnten Teil von eurem Korn, Wein und Öl und dazu die erstgeborenen Jungtiere eurer Rinder, Schafe und Ziegen. So sollt ihr lernen, immer dem Herrn, eurem Gott, zu gehorchen.
Wenn jedoch die Stätte, die der Herr auswählen wird, für euch zu weit entfernt ist und der Herr euch so reichen Ertrag geschenkt hat, dass ihr Mühe habt, den ihm zustehenden Anteil dorthin zu bringen, sollt ihr ihn verkaufen und das Geld zu seinem Heiligtum mitnehmen. Kauft dort für das Geld, was euer Herz begehrt: Rinder, Schafe und Ziegen, Wein und Bier und was ihr wollt. Genießt alles mit euren Familien in Gegenwart des Herrn, eures Gottes, und seid fröhlich dabei.
Lasst auch die Leviten aus euren Dörfern und Städten mitfeiern, denn sie haben keinen Anteil an Grund und Boden in dem Land, das der Herr euch geben wird. Jedes dritte Jahr aber sollt ihr den zehnten Teil eurer Ernte in euren Ortschaften abliefern und dort in Vorratshäusern sammeln. Es ist der Lebensunterhalt für die Leviten, denn sie haben ja keinen Landbesitz. Auch die Waisen und Witwen und die Fremden, die bei euch wohnen, sollen davon essen, damit sie keine Not leiden. Wenn ihr so handelt, wird der Herr alle eure Arbeit segnen.
Ich möchte einige Themen aufgreifen, die wir tendenziell einseitig beantworten. Wir haben uns im Geheimen da schon eine Meinung gebildet, die oft nicht besonders gut im Wort Gottes begründet werden kann. Wir haben einfach den Eindruck, es müsste so sein.
Sarah weiß offenbar schon jetzt, was ich sagen werde, wie sie angedeutet hat. Irgendwie hat man den Eindruck: So kann es nicht sein oder so müsste es sein.
Also, wenn wir uns heute mit der Aussage beschäftigen: Wenn es Gott keinen Spaß macht, gefällt es Gott, dann sagt etwas in uns fast reflexartig, dass das nicht so sein kann. Hätte ich den Satz anders formuliert: Wenn es Spaß macht, gefällt es Gott, dann würden wir vielleicht unbesehen zustimmen und bei genauem Überlegen denken: Nein, das kann man auch nicht einfach so sagen.
Mir fällt auf, dass Christen manchmal zu einfachen oder vereinfachenden Aussagen im Glauben neigen. Ja, es gibt ganz einfache Aussagen in unserem Glaubensleben, die wie Felsen in der Brandung stehen. Solche Aussagen kann man nicht rütteln. Es sind Aussagen wie: Jesus ist der Sohn Gottes, Jesus starb am Kreuz für unsere Schuld, er ist auferstanden, Gott hat die Welt erschaffen.
Das sind Aussagen, Bekenntnisse, die sind felsenfest. Daran gibt es nichts zu rütteln, nichts zu interpretieren. Unsere Aufgabe kann nur darin bestehen, diese Aussagen zu erhellen und ihre Bedeutung zu vertiefen. Aber nichts herumzudeuten. Ist Jesus auferstanden oder nicht? Ist er für unsere Schuld gestorben oder nicht? Das ist einfach ganz klar und eindeutig in der Schrift ausgesagt.
Aber da gibt es eben noch andere Dinge, die uns in unserem Glaubensleben beschäftigen, die eben nicht so eindeutig sind in ihrer Aussage, wo es verschiedene Meinungen gibt. Und wir haben in unserer Gemeinde, vielleicht wissen das nicht alle, deshalb sage ich es jetzt, vier Kategorien von Fragestellungen.
Wenn wir auf ein Problem kommen oder eine Frage beantworten müssen, dann müssen wir uns eigentlich zuerst grundsätzlich überlegen, in welcher Kategorie, um welche Kategorie oder um welchen Aspekt von Fragestellung es sich handelt. Da haben wir zum Ersten einmal – Entschuldigung, das ist jetzt etwas dumm gelaufen, aber ich glaube, das klappt schon. Ich hoffe es wenigstens. Ja genau, jetzt geht es. Entschuldigung.
Das sind die Grundwahrheiten. Das ist eben das, was ich jetzt sagte: die elementaren Grundpfeiler unseres Glaubens. Und für diese elementaren Grundpfeiler unseres Glaubens hoffe ich, sterben wir. Ich möchte nicht dafür sterben, ob man lange oder kurze Haare haben soll als Christ. Ich gehe jetzt dann schon zum Coiffeur, man muss keine Angst haben, die denken, ich hätte jetzt ein bisschen lange Haare. Aber dafür würde ich nicht sterben.
Aber ich hoffe, wir sterben dafür, wenn es darum geht, wer Christus ist. Und für das sterben Christen bis heute, weil sie an Jesus festhalten. Es gibt Grundwahrheiten, für die sterben wir, für die leben wir und für die sterben wir, weil sie uns wichtig sind, von Bedeutung.
Vier Arten von Fragen im Glauben
Dann gibt es die Grundethik. Darum ringen wir. Das sind grundlegende moralische Massstäbe. Es handelt sich um Verhaltensweisen, die wir vermeiden sollten: Lügen, Betrügen, Unzucht, Hass, Eifersucht usw. Das ist die Grundethik, die wir im Grunde genommen befürworten, und wir ringen darum, dass wir danach leben. Das sind die Bereiche, in denen wir uns oft auch versündigen. Und wir wollen aber nach diesem Massstab leben, und darum ringen wir darum, dass wir auch entsprechend leben.
Und dann gibt es die Überzeugungen, an denen wir arbeiten. Zu verschiedenen Themen gibt es bei verschiedenen Christen verschiedene Meinungen. Die Bibel hat in diesen Themenbereichen nicht einen Vers bereit, der alles klären würde. Denn würde ich diesen Vers erwähnen, würde der andere mit einem anderen kommen, und schon haben wir ein grosses Problem. Also das heisst, es gibt Fragen, da muss man sich praktisch herantasten. Durch verschiedene Bibelstellen und durch geschichtliche und heilsgeschichtliche Zusammenhänge erschliesst man dann, was Gott meint. Es sind auch oft Fragen, die in einer neuen Kultur wieder neu überdacht werden müssen. Es sind Fragen wie zum Beispiel Wiederverheiratung, die Stellung der Frau in der Gemeinde, Erdbestattung oder Kremation, soll eine Frau im Gottesdienst ein Kopftuch tragen oder nicht, welche Feiertage sollen wir hochhalten, welche nicht, wie soll die Familienplanung aussehen, kann man verhüten oder nicht, ich weiss nicht was, all solche Fragestellungen, wo man nicht einfach so eine Schwarz-Weiss-Antwort bereithält, sondern wo man sich vertiefter damit auseinandersetzen muss. Daran arbeiten wir, und daran müssen wir immer wieder mal arbeiten, wenn solche Fragen aktuell werden.
Und dann gibt es die Vorlieben, und daran leiden wir. Das sind Geschmackssachen. Wir haben oft die Tendenz, dass wir unseren Geschmack ganz unbewusst als den göttlichen Geschmack betrachten. Was mir nicht gefällt und was mir missfällt, das muss auch Gott missfallen. Das gibt dann oft Streitereien. Das haben wir zum Teil auch schon erlebt, gerade mit den Haaren. Da hat ja einer den Eindruck gehabt, ein Mann dürfe keine langen Haare haben, und auch Frauen, die sehr kurze Haare hatten, haben sehr dafür gekämpft, dass Männer keine langen Haare haben. Und dann habe ich gesagt: Ja, wenn Männer keine langen Haare tragen dürfen, dann dürfen doch Frauen auch keine kurzen tragen. Wenn man schon biblisch sein will, dann muss man auch alles anschauen.
Manchmal sind es nur Geschmackssachen, auch bei den Liedern. Die Art, wie wir anbeten, hat oft viel mehr mit Geschmack zu tun, ob mir das gefällt oder nicht. Ich denke, wir beurteilen eine Gemeinde tendenziell oft stärker danach, ob es mir gefällt oder nicht, oder ob hier eine gesunde Lehre ist oder nicht. In diesem Bezug schrieb Rick Warren in seinem Buch: In einer durchschnittlichen Gemeinde ist es wahrscheinlich leichter, die Theologie der Gemeinde zu ändern, als ihre Gottesdienstordnung.
Wir haben jetzt hier ein schönes Gerüst. Vielleicht haben die einen gedacht: Was ist jetzt wieder los? Was machen die jetzt wieder? Wir haben gar nichts gemacht, wir sind nur hineingekommen und haben gesehen, dass die Lichtanlage hier drin ist, von der wir schon in letzter Zeit lange sprechen. Es wäre schön, wir hätten so eine. Jetzt steht die da, und dann kommt der Abwart und sagt: „Ja, jetzt komme ich noch, da muss ich drauf herkommen, ihr seid sicher sauer, dass das hier steht.“ Aber wir sagen: Nein, lasst das nur stehen, super, dass das da ist. Kannst du jeden Sonntag stehen lassen? Vielleicht denken manche: Ja, das gehört sich doch nicht in einen Gottesdienst, warum? Vielleicht gefällt es dir nicht.
Also, was denkt ihr, in welchem Bereich sich unsere Themenreihe, unser Sonntagsquattro, befindet? Vier Fragestellungen. In welchem Bereich bewegt sich unser Suntisquadroer? Wer ist für eins, für zwei, für drei, für vier? Interessant. Ja, gut!
Wir haben also da gesehen, wie es schon schwierig sein kann, nur schon zuerst zu klären, in welchem Bereich wir überhaupt sprechen. Das kann sehr hilfreich sein, um gute Lösungen zu finden, auch in einer Gemeinde. Ich bin tendenziell eher bei Punkt drei. Auch ich gehe bei Punkt drei oft nicht von einfachen Antworten aus. Gott mutet uns eben zu, dass wir differenziert denken. Er traut uns zu, dass wir gewisse Spannungen im Leben und im Glauben aushalten können. Das Leben und der Glaube an Jesus lassen sich eben nicht nur in Schwarz-Weiss-Aussagen formulieren. Manchmal hätten wir das gern, dass das Leben so einfach ist, aber so einfach ist das Leben nun nicht.
Der falsche Glaube an einen gottlosen Spass
Wenden wir uns der ersten Behauptung zu: Wenn es keinen Spass macht, gefällt es Gott. Diese Aussage hat es in sich. Sie ist einfach wieder ganz typisch: Wenn es keinen Spass macht, gefällt es Gott.
Viele Menschen würden diese Aussage sofort unterschreiben. Wenn sie das nicht würden, dann würden sie schon lange an Gott glauben. Aber in ihren Köpfen, in ihren Herzen, ist das wie fest gemeisselt: Wenn ich mit Gott lebe, dann wird das Leben ätzend langweilig. Dann kann ich das, was ich gern mache und woran ich Freude habe, nicht mehr machen. Und wenn ich mich auf Gott einlasse, dann erst kurz vor dem Sterben, weil er dann nicht mehr so viel in mein Leben hineinfuschen kann. Und dann kann man vielleicht noch alles, was schiefgelaufen ist, dort zurechtbiegen.
Gott ist in ihren Augen gegen alles, was Spass machen könnte. Das Spannendste im Leben muss ohne Gott stattfinden. So denken wir. Oder viele Menschen. Hoffen wir nicht.
Und hier lässt die alte Schlange grüssen, die schon der Eva suggerierte, dass Gott es eigentlich gar nicht gut mit ihr meint und dass er ihr das Beste vom Leben vorenthält. Sie sagte zu Eva: Gott weiss, sobald ihr davon esst, werden euch die Augen aufgehen. Ihr werdet wie Gott sein und wissen, was gut und was schlecht ist. Dann werdet ihr euer Leben selbst in die Hand nehmen können. Also: Wenn du jetzt gegen das verstösst, was Gott angeordnet hat, Eva, dann hast du das Leben in der Fülle. Du wirst sogar sein wie Gott. Du musst einfach begreifen, dass Gott nicht will, dass du ein gutes, erfülltes Leben führst. Er will dir das Beste vorenthalten.
Leider glauben das viele Menschen. Viele Menschen sind dieser Lüge verfallen, selbst jetzt, nachdem ja ersichtlich ist, was die Sünde für eine tragische Folge in unserer Menschheitsgeschichte hat.
Natürlich gefällt es Gott, wenn wir Spass haben. Doch müssen wir genauer hinsehen, von welchem Spass wir reden. Denn nicht jeder Spass gefällt Gott. Und auch uns gefällt doch nicht jeder Spass, wenn wir ehrlich sind. Der eine hat Spass am Jassen, der andere hat Spass am Schwimmen. Wir haben nicht an allem denselben Spass.
Gott gefällt es, wenn wir uns anschauen, welcher Spass ihm gefällt und welcher vielleicht weniger. Drei Spasskategorien wurden formuliert.
Der zerstörerische Spass und seine Folgen
Die erste Spasskategorie ist der höllische Spass. Leider ist der höllische Spass ein sehr weit verbreiteter Spass. Es macht den Leuten Spass, bewusst oder unbewusst die Gebote Gottes zu übertreten. Sie merken oft nicht gleich, wie zerstörerisch sich das auf das Leben der anderen, aber auch auf ihr eigenes Leben auswirkt.
In den Sprüchen steht: Es macht ihnen Spass, Unrecht zu tun; über die schlimmsten Verirrungen anderer freuen sie sich. Es ist der Spass, den wir an dem haben, was eigentlich nicht in Ordnung ist. Doch man muss auch sagen, dass dieser Spass übrigens kein endloser Spass ist. Er ist manchmal schneller vorbei, als man denkt.
Früher oder später kommt das böse Erwachen. In den Sprüchen haben wir eine solche Begebenheit beschrieben. Da heisst es, die fremde Frau lockt dich mit honigsüssen Worten; glatt wie Öl fliessen sie von ihren Lippen. Das muss man sich einmal vorstellen. Ja, das glänzt dann, aber das ist einfach kein Bild für Verlockung, für etwas Erstrebenswertes.
Die Frau lädt ein und verspricht den grossen Spass für den, der sich auf sie einlässt. Alles scheint wunderbar und verlockend. Doch wer sich darauf einlässt, wird früher oder später merken, dass der Spass dann bald vorbei ist. Am Ende ist sie aber bitter wie Galle und tödlich wie ein beidseitig geschliffenes Schwert.
Wie viel Spass endet in kaputten Familien, in Schuldenbergen oder gar im Tod. Aber eben: Es macht den Leuten selbst Spass, wenn sie sehen, wie andere gegen Gottes Ordnungen verstossen, die uns eigentlich zum Leben verhelfen. Paulus schreibt nach Rom: Und obwohl sie genau wissen, dass die, die so handeln, nach Gottes gerechtem Urteil den Tod verdienen, lassen sie sich nicht von ihrem Tun abbringen. Im Gegenteil, sie finden es sogar noch gut, wenn andere genauso verkehrt handeln wie sie.
Es ist ja interessant, dass, wenn ich verkehrt handle, ich immer noch gerne einen anderen mitnehme. Dann bin ich nicht der Einzige, der das verkehrt macht, sondern es ist ja auch noch ein anderer. Und wenn er so noch Schlimmeres tut, umso besser, dann bin ich ja noch besser. So funktionieren wir oft.
Unsere Gesellschaft führt uns vor Augen, wie das funktioniert, was Spass macht. Das soll man tun dürfen, auf jeden Fall. Spass ist heute fast das Heiligtum unserer Gesellschaft. Es muss einfach Spass machen. Ist doch egal, was Gott dazu meint, und es ist auch egal, welche Folgen das für mein Leben hat. Darum kümmern wir uns, wenn es dann so weit ist. Wir lassen uns doch den Spass nicht verderben. Und wohin das führt, das können wir an Geschichten über Geschichten sehen.
Der Spass ist meistens kurz, das Dilemma, das nachher eintritt, ist verheerend. Wie viele Familien sind kaputtgegangen, weil der eine oder andere Ehepartner sozusagen einen Spass gehabt hat mit dem Seitensprung. Die Familien sind auseinandergebrochen, die Kinder müssen miterleben, wie alles auseinanderfliegt. Was ist denn das für ein Spass? Lohnt sich denn das überhaupt? Aber darüber denkt man erst nach, wenn es vielleicht vorbei ist.
Die Spasskultur kann sogar bis in die christliche Gemeinde eindringen. Paulus schreibt Timotheus: Denn es kommt eine Zeit, da werden die Menschen der gesunden Lehre des Evangeliums kein Gehör mehr schenken. Stattdessen werden sie sich Lehrer aufsuchen, die ihren eigenen Vorstellungen entsprechen und ihnen das sagen, was sie hören möchten. Das, was ihnen gefällt, das, was ihnen Spass macht, das sollen sie sagen.
Sicherlich war euch von Anfang an klar, warum ich diese Kategorie so bezeichnete: der höllische Spass. Dieser Spass führt nämlich direkt in die Hölle. Es ist ein Spass, der Leben zerstört und Beziehungen kaputt macht, und ein Spass, der Gott beleidigt. Es ist der Spass an der Sünde.
Und stossen wir das nicht so innerlich leicht weg, nach dem Motto: Ja, ja, das ist natürlich die Welt, oder das ist unser Schwarz-Weiss-Denken. Die Welt, genau die Welt hat das Problem mit dem Spass an der Sünde, genau die haben den Spass an der Sünde, wir sind das heilige Volk. Aufgepasst: Der Spass an der Sünde kann auch bei uns Raum gewinnen.
In Hosea heisst es: Im Saufen und Huren sind sie gross, am schlimmsten treiben es ihre Führer, aber es nimmt mit ihnen ein böses Ende. Es wird ein böses Ende nehmen. Und Paulus war einer von denen, der genau wusste, dass auch wenn er Jesus nachfolgt und Jesus liebt, er nicht einfach automatisch vor diesem höllischen Spass bewahrt ist. Sondern dass er darum kämpfen muss, weil das uns immer wieder belügt. Es sind solche Lügen, die wir so gerne und so schnell glauben, selbst wenn wir Jesus gern haben.
Und weil er wusste, wohin das führt, wenn er diesem Bedürfnis einfach freien Lauf lässt, kämpfte er dagegen mit aller Kraft. Wie ein Boxer schreibt er, und zwar kämpfte er nicht gegen die anderen, sondern er kämpfte gegen sich selbst. Ich führe einen harten Kampf gegen mich selbst, als wäre mein Körper ein Sklave, dem ich meinen Willen aufzwinge. Denn ich möchte nicht anderen predigen und dann als einer dastehen, der sich selbst nicht an das hält, was er sagt.
Paulus wusste um die Gefahr. Er hat nicht gesagt: Ja, ich bin Christ, ich habe Jesus gern, für mich ist die Welt und die Sünde kein Problem. Nein, er wusste es ganz genau. Er hat dagegen gekämpft, weil er wusste, wohin das führen würde.
Der gewöhnliche Spass im Alltag
Nun, die zweite Kategorie ist der normale Spaß. Wir stehen ja in der Gefahr, dass wir, weil wir die Gefahr des höllischen Spaßes kennen, jeglichen Spaß über Bord werfen. Dann verzichten wir zur Sicherheit auf jeden Spaß. Aber es gibt auch einen ganz normalen Spaß. Es gibt einfach einen Spaß, an dem jeder Mensch Freude haben kann. Und hier sind die Geschmäcker ganz verschieden.
Die einen wandern gerne, die anderen haben Spaß am Autofahren, am liebsten in Rennwagen. Andere spielen gerne mit dem Flipperkasten, das macht ihnen Spaß. Manche essen gerne, genießen gerne ein Glas Wein, tanzen gerne, treiben Sport, sammeln Pilze oder besuchen gerne den Europapark. Ich weiß nicht, woran ihr Spaß habt, aber es gibt einfach ganz normalen Spaß im Leben. Einfach, dass man Spaß haben kann, hat mit Sünde überhaupt nichts zu tun.
Salomo kommt zu der Erkenntnis, dass es eine Gabe Gottes ist, wenn wir Momente im Leben genießen können. Er schreibt: „Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass wir Menschen in dem kurzen Leben, das Gott uns zugemessen hat, nichts Besseres tun können, als essen und trinken und es uns wohl sein lassen, bei aller Mühe, die wir haben. So hat Gott es für uns bestimmt.“ Also sollen wir in den Mühen des Lebens Inseln finden, die wir einfach auch genießen können. Darüber wir uns freuen können, wo wir Spaß haben können. Die Kunst des Lebens sieht er darin, in diesem ganzen Mühen des Lebens diese Inseln dann auch genießen zu können.
Es gibt Menschen, die können das gar nicht. Es ist eine Gabe Gottes, wenn man den Prediger durchliest. Er wertet das als eine Gabe Gottes, wenn man das kann. Und die verheirateten Männer werden sogar intensiv dazu aufgefordert, sich an ihren Frauen zu erfreuen. Sie sollen an ihren Frauen Spaß haben. Stellt euch das mal vor: Da steht: „Freue dich an der Frau, die du jung geheiratet hast“, Christian, nicht? Auch noch in dreißig Jahren. Sie soll dir viele Kinder schenken. Anmutig wie eine Gazelle ist sie, ihre Brüste sollen dich immer berauschen, in ihren Armen kannst du dich selbst vergessen. Genieße deine Frau, hab Spaß an deiner Frau. Ist doch das nichts anderes? Das steht in der Bibel. Das habe ich nicht erdichtet. Es steht nicht in Pro und nirgends, nein, es steht in der Bibel.
Und den jungen Leuten empfiehlt Salomo sogar, das Leben zu genießen: „Freue dich, junger Mensch, sei glücklich, solange du noch jung bist. Tu, was dir Spaß macht, wozu deine Augen dich locken.“ Sogar die Augen locken dich. Und selbst an unserer Arbeit sollen wir einen gewissen Spaß haben. Jedenfalls fordert Paulus die Epheser dazu auf: Tut eure Arbeit mit Lust und Liebe, als Leute, die nicht Menschen dienen, sondern dem Herrn. Es ist auch eine Frage der Einstellung, ob ich nur immer über meine Arbeit jammere oder ob ich mit Lust und Liebe arbeite, ob ich einen gewissen Spaß an der Arbeit habe, ob ich griesgrämig über meinen Arbeitsplatz laufe und alle denken: Der muss ein schweres Leben haben, keine Freude, ein armer Kerl. Dann sagt man noch, dass er Christ ist, und dann ist sowieso der Fall klar. Warum? Für die Leute.
Es gibt also eine Art neutralen Spaß, den jeder Mensch genießen kann, ob er Christ ist oder nicht, wo Gott nichts dagegen hat. Wir dürfen einfach auch Freude am Leben haben, und Gott hat nichts dagegen, wenn wir das genießen. Das Leben bringt genügend leidvolle Zeiten mit sich. Deshalb ist es nicht nötig, sich in guten Zeiten zusätzliche Trübsale zu verschaffen. Einzig sollen wir vor Augen halten, dass alles in einem gesunden Maß bleibt, dass aus einem neutralen Spaß nicht plötzlich ein höllischer Spaß wird.
Und deshalb macht Salomo die jungen Leute, die er aufmunterte, sie sollen tun, was ihr Herz begehrt und was ihnen Spaß macht, sagt er ihnen dann doch noch: Vergiss nicht, dass Gott für alles von dir Rechenschaft fordert. Also schau, dass du im Bereich des normalen Spaßes bleibst und dass du nicht meinst, dass Sünde Spaß ist, der Gott gefallen könnte.
Die Freude, die aus der Verbindung mit Gott wächst
Nun, die Kategorie drei ist der himmlische Spass. Die dritte Kategorie des himmlischen Spasses ist die Freude, die nur Menschen kennen, die Jesus gern haben, die mit Gott verbunden sind.
Natürlich gehört zum christlichen Leben immer wieder eine schwere und schwierige Zeit, wie das übrigens zu jedem Leben gehört. Wir tun oft so, als ob nur wir Christen Schwieriges durchmachen würden. Seht doch einmal in das Leben anderer Menschen hinein. Es gibt kaum Leute, deren Leben immer nur aufwärtsgeht und denen es immer gut geht. Das Leben ist geprägt von Höhen und Tiefen, von ganz tiefen Schlägen. Und so ist es auch bei uns Christen. Und manchmal ist sogar der Glaube an Jesus eine besondere Herausforderung im Leben.
Paulus meinte, Verfolgungen seien etwas, womit alle rechnen müssen, die zu Jesus Christus gehören und entschlossen sind, so zu leben, dass Gott geehrt wird. Das kann Folgen haben, negative Folgen aus menschlicher Sicht für unser Leben. Es ist jedoch ein großer Irrtum, wenn wir meinen, ein solches Leben sei einfach trostlos, da gäbe es keinen Spaß, keine Freude.
Paulus sagt über sein Leben, und er hatte sehr viel Leid zu ertragen: Wir erleben Dinge, die uns traurig machen, und sind doch immer voll Freude. Immer voll Freude.
Und ich möchte euch auf zwei Begebenheiten im Alten Testament hinweisen, die zeigen, dass Gott selbst im religiösen Leben nichts dagegen hat, wenn wir Spaß haben. Israel hatte einige Fastenzeiten eingeführt, die den Leuten langsam lästig wurden. Aber sie wollten sie nicht einfach aufhören lassen, das war ihnen auch nicht so recht. Da hatten sie den Eindruck, sie würden sich verschulden oder so. Also fragten sie die Priester, was sie machen sollten. Sie fragten: Sollen wir auch künftig den Fast- und Trauertag im fünften Monat begehen, wie wir das schon seit vielen Jahren tun? Wir haben es da, aber wir können nicht aufhören. Fragt doch mal Gott, ob er etwas dagegen hat, wenn wir aufhören.
Sie waren einfach müde geworden, es war ihnen eine Last. Und die Antwort Gottes ist sehr überraschend. Nachdem er einiges gesagt hat, ich habe euch die Stelle, ihr müsst mal den Zusammenhang anlesen, schlussendlich sagt er Folgendes: Dass Fasten, die Fast- und Trauertage im vierten, fünften, siebten und zehnten Monat, sollen für die Leute von Juda zu Freudenfesten werden. Die Klage wird sich in Jubel verwandeln.
Also nicht nur das Fasten im fünften Monat, sondern auch die Fastenzeiten im vierten, siebten und zehnten Monat. Gott hat gleich noch aufgedoppelt und gesagt: Gut, vielleicht habt ihr euch nicht getraut, so viel zu fragen, aber ihr könnt alles fallen lassen, ihr könnt es vergessen. Überhaupt, euer Fasten war eh nur für euch selber, für euer religiöses Gefühl. Mir hat das nie viel gesagt. Und er hat nicht nur gesagt, ihr könnt aufhören, sondern er hat gesagt: Verwandelt nun diese Fasten- und Trauertage in Freudentage, feiert und festet und genießt an diesen Tagen das Leben.
Gott hatte eine ganz andere Perspektive, was ihm viel wichtiger war. Ihm war nicht wichtig, dass sie ihre Trauertage feiern. Ihm war viel wichtiger, dass sie im normalen Leben, im alltäglichen Leben, ihm Ehre erwiesen durch ihr Leben. So sagte er: Aber haltet mir die Treue und behaltet das Wohl aller im Auge. Es nützt nichts, wenn ihr Trauer- und Feiertage macht und ihr unterdrückt eure Sklaven, ihr sorgt nicht für die Armen, ihr seid arrogant und frech. Ihr fragt nicht nach mir und wie ich es meine. Was nützt das? Dann fastet lieber an diesen Tagen, dafür lebt ein Leben, das auch lebenswert ist.
Wir können auch noch weiter zurückschauen, das haben wir in der Schriftlesung gehört. Gott ordnete an, dass das Volk Israel mehrmals im Jahr in Jerusalem Feste feierte, große Feste. Und einmal im Jahr sollten sie den zehnten Teil ihrer Erträge nach Jerusalem bringen. In Jerusalem angekommen, mussten sie diesen Zehnten nicht abgeben, sondern in Jerusalem selbst verzehren.
Habt ihr das schon einmal begriffen? Also nichts gegen Spenden, unsere Kasse mag es verkraften. Aber ihr müsst euch einmal vorstellen, wir würden jetzt mit dem Zehnten kommen, und dann gäbe es nach dem Gottesdienst ein Riesenfest, und wir verzehren unseren Zehnten. So ungefähr war das.
Und jene Israeliten, die weit weg wohnten und bei denen der Zehnte so groß war, dass ein Transportproblem entstand, sollen den Zehnten, den sie zurückgelegt haben, zur Ehre Gottes verkaufen und mit dem Geld nach Jerusalem kommen. Was sollen sie dann mit dem Geld machen? Sollen sie dem Tempel spenden? Was müssen sie damit machen? Wenn ihr aufgepasst habt, habt ihr es nämlich schon einmal gehört: Kauft dort für das Geld, was euer Herz begehrt, Rinder, Schafe, Ziegen, Wein und Bier und was ihr wollt, und genießt alles mit euren Familien in der Gegenwart des Herrn, eures Gottes, und seid fröhlich dabei.
Also kann man nicht sagen, dass Gott grundsätzlich einfach etwas gegen Spaß hat, etwas dagegen, wenn wir uns freuen. Sogar im religiösen Kontext, sogar im gottesdienstlichen Kontext, hat Gott Freude daran, wenn wir uns freuen. Er hat uns doch mit unserem Gefühl gemacht. Es wäre ja komisch, hätte Gott uns geschaffen, uns die Fähigkeit zum Lachen und zur Freude gegeben, und wir würden uns ein Leben lang damit beschäftigen, diesen Teil unseres Lebens und des Gefühlslebens zu unterdrücken.
Ich kann euch sagen, wo wir dann landen. Das wisst ihr selber. Das Geheimnis eines Lebens, eines ausgeglichenen Lebens, ist, dass die verschiedenen Züge, die Gott in uns hineingelegt hat, auch leben dürfen, nicht dass wir einfach etwas abmurksen. Und wenn wir uns nicht freuen können und auch mal lustig sein und Spaß haben, dann können wir auch nicht wirklich leiden.
Sehr schwierige Situationen in unserem Leben als Christen können von der Freude geprägt sein, weil es uns Spaß macht, auf ein Ziel hinzuleben, das sich lohnt. Da nehmen wir gern, wie übrigens auch die Sportler, Unannehmlichkeiten in Kauf, weil wir das Ziel erreichen und die Medaille gewinnen wollen. Weil wir diesen Spaß von Federer haben möchten, der am Schluss mit dem Wawrinka in den Armen liegt und sich am Boden wälzt, diesen Spaß wollen wir, und den bekommen wir. Und deshalb macht die Nachfolge Jesu auch Spaß, weil wir dieses Ziel vor Augen haben.
Paulus sagt: Freut euch, was auch immer geschieht, freut euch darüber, dass ihr mit dem Herrn verbunden seid. Noch einmal sage ich: Freut euch!
Es ist ja klar, weshalb ich hier vom himmlischen Spass spreche, denn der himmlische Spass führt direkt in den Himmel. Und der himmlische Spass, den wir hier schon haben, ist ein Vorgeschmack auf den Spass, den wir einmal haben werden. Es macht Spaß, ich sage es nochmals, Jesus nachzufolgen. Warum? Weil wir ein hervorragendes Ziel haben. Es macht nichts mehr Spaß, auf etwas hinzuleben, was sich wirklich lohnt. Da macht es sogar Spaß, Opfer zu bringen.
Deshalb kann ich mit der ganzen Opferleitgeschichte oft gar nicht viel anfangen. Natürlich muss man Opfer bringen, aber wir bringen doch diese Opfer gern, weil wir das Ziel vor Augen haben. Und wenn wir meinen, als Christen müssten wir immer frustriert sein, weil wir nicht so leben können wie die anderen oder gewisse Freude nicht haben, die andere haben, was soll denn das überhaupt? Dafür haben wir Freude, die sie überhaupt nicht kennen. Und wir wissen auch, dass auch die, die von Gott nichts wissen wollen, nicht deswegen glücklicher sind und glücklicher leben, dass auch sie in ihrem Leben Tiefschläge haben und dunkle Stunden durchlaufen.
Tun wir doch nicht immer so selbstmitleidig, sondern denken: Es ist ein Spaß, Jesus nachzufolgen. Und warum? Weil unser Ziel extrem super ist. Und der Mariachi, finde ich, macht das, führt uns das in hervorragender Weise vor Augen. Entschuldigung für den Vergleich mit den Kälbern, aber nehmt es nicht allzu persönlich, aber er muss ja ein Bild brauchen:
Für euch aber, die ihr mir treu gewesen seid, wird an diesem Tag die Sonne aufgehen. Sie wird euer Recht an den Tag bringen und alle Wunden heilen. Ihr werdet Freudensprünge machen wie Kälber, die aus dem engen Stall auf die Weide gelassen werden.
Habt ihr das schon einmal gesehen? Kälber, die auf die Weide gelassen werden? Sie springen. Und wir werden wie Kälber springen, das wird ein Riesenspaß sein. Das ist unsere Perspektive, und deshalb macht es Spaß, Jesus nachzufolgen, weil wir ein hervorragendes Ziel haben und weil Gott uns auf diesem Weg zu diesem letzten großen Spass, zu dieser Freude, zu dieser großen Freude auch immer zwischendrin wieder Inseln schenkt, wo wir das ein Stück weit miterleben. Und auch unser Gottesdienst soll ein Stück weit eine Insel sein, wo wir uns einfach freuen können, wo wir Spaß haben können, dass wir Kinder Gottes sind.
Selbstverständlich hat Gott nichts dagegen, wenn wir Spaß im Leben haben, wenn wir uns freuen. Im Gegenteil: Je mehr wir den normalen Spass und den himmlischen Spass erleben und genießen, desto weniger kommen wir in Versuchung, uns dem höllischen Spass hinzugeben. Und je mehr wir uns dem höllischen Spass hingeben, desto weniger werden wir uns freuen, uns dem himmlischen Spass hinzugeben. Das beisst sich, auch der normale Spass. Aber je mehr wir das auch leben und lernen zu genießen, wenn die Zeit da ist, desto mehr wird uns das bewahren vor dem höllischen Spass.
Gottes Wille: Leben schenken statt verhindern
Gott will nicht Leben verhindern, er will Leben schenken. Jesus benutzt einmal ein sehr schönes Bild für das Leben von Menschen, die an ihn glauben, und ich liebe diese Aussage von Jesus sehr. Da sagt er: Wenn jemand an mich glaubt, werden aus seinem Inneren, wie es in der Schrift heißt, Ströme von lebendigem Wasser fließen. Ein Bild des Lebens.
Der Heilige Geist, der in unser Leben kommt, gibt uns ganz neue Perspektiven, eine neue Ausrichtung, eine neue Quelle. Ströme lebendigen Wassers. Denkt an dieses Wort, wenn ihr am Rheinfall steht oder an den Niagarafällen, wenn ihr das Geld habt und dorthin fliegt. Denkt daran: Ströme lebendigen Wassers. Leben will Gott uns schenken, nicht Leben verhindern.
Schließlich geht es nicht um Spaß, sondern es geht um lohnendes und sinnvolles Leben. Das bekommt ein Mensch einzig und allein in der Verbindung mit Gott. Und Paulus sagt das sehr gut. Im Reich Gottes geht es nicht um Fragen des Essens und Trinkens, sondern um das, was der Heilige Geist bewirkt: Gerechtigkeit, Friede und Freude. Friede und Freude. Freude hat in unserem Sprachgebrauch etwas mit Spaß zu tun. Das sind doch die Lebensqualitäten, die die Menschen eigentlich suchen: Gerechtigkeit, Friede und Freude. Und genau das ist es, was Gott uns schenkt: Gerechtigkeit, Friede und Freude.
Es geht eben um viel mehr als nur darum, Spaß zu haben. Niemand kann ein Leben lang Spaß haben. Paulus sagt dann noch: Wer Christus auf diese Weise dient, an dem hat Gott Freude. Gott freut sich auch. Und er ist auch in den Augen der Menschen glaubwürdig.
Möge Gott uns helfen, dass unser Leben von Gerechtigkeit, Friede und Freude gezeichnet ist, die nur dann in unserem Leben zum Ausdruck kommen können, wenn wir Jesus dienen und ihm nachfolgen.
Ich bete mit uns: Ich danke dir, Vater, dass du ein gnädiger, freundlicher Gott bist und dass es dir nichts ausmacht, wenn wir Freude haben und wenn uns Dinge im Leben Spaß machen. Aber du möchtest, dass wir in Ehrfurcht vor dir leben, dass wir nicht Menschen schädigen, dass wir unser Leben nicht kaputt machen durch höllischen Spaß, sondern du möchtest Leben schenken, Leben ermöglichen. Du willst, dass wir in Gerechtigkeit, in Friede und Freude leben können. Und schenke, dass wir auch als Christen das ausstrahlen, dass man uns auch ein Stück weit diese Freude ansehen kann, an der Arbeit, dass die Leute nicht den Eindruck bekommen, als Christ muss man griesgrämig sein, muss man lustlos sein, kann man nicht wirklich lachen. Aber dass wir nun sehen, dass wir eine Freude haben, die uns erfüllt, die sie vielleicht noch gar nicht kennen.
Und danke, Herr Jesus, dass du für uns am Kreuz gestorben bist und uns so ermöglicht hast, dass wir überhaupt diese Freude, diese himmlische Freude erleben können. Und dass es uns Freude machen kann, dir nachzufolgen und dir zu dienen, weil du uns erlöst hast und weil eine wunderbare Zukunft auf uns wartet, eine Zukunft voll Freude, Friede und Gerechtigkeit. Amen.

