Serie•Teil 194 / 366Solid Joys
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Die Zielrichtung des Gebotes
Zwölfter Juli
Der Glaube treibt Schuld, Gier und Furcht aus. Das Endziel des Gebotes aber ist Liebe aus reinem Herzen, gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben. 1. Timotheus 1,5
Paulus zielt auf die Liebe ab, und eine der wesentlichen Quellen für dieses herrliche Ergebnis ist der ungeheuchelte Glaube.
Warum Glaube Liebe möglich macht
Der Grund, warum der Glaube eine so sichere Quelle der Liebe ist, ist folgender: Der Glaube an Gottes Gnade treibt die Mächte der Sünde, die der Liebe im Weg stehen, aus unseren Herzen aus.
Wenn wir uns schuldig fühlen, neigen wir dazu, in selbstbezogener Niedergeschlagenheit und Selbstmitleid zu versinken, so dass wir die Nöte anderer gar nicht mehr sehen können, geschweige denn wollen. Oder wir spielen den Heuchler, um unsere Schuld zu überdecken, und zerstören so alle Ehrlichkeit in unseren Beziehungen, was echte Liebe unmöglich macht. Oder wir reden schlecht über andere Menschen, um unsere eigene Schuld kleinzureden. Doch das fördert die Liebe nicht.
Wenn wir also lieben wollen, dann müssen die zerstörerischen Folgen der Schuld aus dem Weg geräumt werden.
Ebenso ist es bei der Furcht. Wenn wir ängstlich sind, dann werden wir zögerlich sein, auf einen Besucher in der Gemeinde zuzugehen, dem ein paar begrüßende und ermutigende Worte helfen würden. Oder wir entziehen uns dem Ruf, das Evangelium den Unerreichten zu bringen, weil diese Aufgabe zu gefährlich klingt. Oder wir verschwenden unser Geld für übertriebene Versicherungen oder werden von allen möglichen kleinen Phobien umhergetrieben, die uns blind für andere machen, weil wir so mit uns selbst beschäftigt sind. Und all das ist das Gegenteil von Liebe.
Auch mit der Gier verhält es sich so. Wenn wir gierig sind, geben wir vielleicht Geld für Luxusartikel aus, das vielmehr für die Verbreitung des Evangeliums genutzt werden sollte. Wir nehmen keinerlei Risiken auf uns, um ja nicht unseren wertvollen Besitz und unsere finanzielle Zukunft auch nur irgendwie zu gefährden. Wir konzentrieren uns auf Dinge statt auf Menschen. Oder wir sehen Menschen nur als Mittel zum Zweck für unseren materiellen Vorteil. Und das zerstört die Liebe.
Die Kraft der Verheißungen Gottes
Doch der Glaube an die zukünftige Gnade bringt Liebe hervor, indem er Schuld, Furcht und Gier aus dem Herzen austreibt.
Er treibt die Schuld aus, weil er an der Hoffnung festhält, dass der Tod Christi genügt, damit wir heute ohne Zweifel freigesprochen und gerecht vor Gott stehen können. Hebräer 10,14.
Er treibt auch die Furcht aus, weil er auf die Verheißung aus Jesaja 41,10 baut: Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir, ich stärke dich, ich helfe dir auch, ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.
Und er treibt auch die Gier aus, weil er gewiss ist, dass Christus ein größerer Schatz ist, als ihn diese Welt jemals bieten könnte. Matthäus 13,44.
Der Glaube als Kampf für die Liebe
Wenn Paulus also sagt, das Endziel des Gebotes aber ist Liebe aus ungeheucheltem Glauben, dann spricht er von der enormen Kraft des Glaubens, alle Hindernisse der Liebe auszuräumen.
Wenn wir den Glaubenskampf kämpfen, den Kampf, Gottes Verheißungen zu vertrauen, die Schuld, Furcht und Gier abtöten, dann kämpfen wir für die Liebe.

