Der Geburtstag der Kirche war eine Massenevangelisation.
Der Witz von dem Hochzeitsbild mit dem feschen Bräutigam und dem Papa, der
30 Jahre später mit Glatze und dick in der Küche steht. Die Kirche hat
heute zwar keinen Hochzeitstag, aber ihren Geburtstag – aber sie hat sich
auch ganz schön verändert. Sie ist auch ziemlich in die Breite gegangen,
und es ist längst nicht mehr so viel mit ihr los, wie in der Anfangszeit.
Meistens macht sie ja einen ziemlich mickrigen Eindruck. Heute gibt es in
der Kirche nur selten Massen und nur selten Evangelisationen, obwohl die
Evangelisation der Massen die Hauptaufgabe der Kirche ist.
Heute ist der Gebetstag für die Weltevangelisation. Und ich fordere auch
euch dazu auf, dafür zu beten. Es leben immerhin auf unserer Erde 3
Milliarden Menschen die noch nie etwas von Jesus Christus gehört haben.
Diese Massen zu evangelisieren, dazu ist die Kirche da.
Es ist auch kein Zufall, dass die Geburtsstunde der Kirche eine
Massenevangelisation gewesen ist. Damit hat alles angefangen. Es war im
Tempel von Jerusalem, Tausende Menschen waren versammelt, als der Heilige
Geist wie ein Feuersturm über die Jünger von Jesus kam.
Und für einen von Ihnen, Petrus, kam der Heilige Geist mit großer Macht und
er fing an zu predigen. Seine Predigt teilte die Masse in zwei Gruppen. Die
eine Gruppe fand die Predigt mehr als amüsant, und glaubte, Petrus habe ein
paar Wernesgrüner[1] zu viel getrunken. Sie meinten, die Jünger wären voll
Alkohol. Bis zum heutigen Tag ist den Ungläubigen kein neues Argument
eingefallen. Und sie wiederholen unermüdlich dieses lahme Argument - über
das auch der Karl Marx nicht hinaus gekommen ist - indem sie sagen, euer
Glaube an Jesus ist Opium. Opium ist ein Rauschmittel.
Im Gegenteil, sagen wir Christen: unser Glaube ist kein Rauschmittel,
sondern es ist ein Lebensmittel. Und so scheiden sich an diesem Punkt die
Geister. Das ist schon die erste Funktion des Heiligen Geistes. Die Geister
zu scheiden. Eine klare Entscheidungssituation zu schaffen. So ist das
damals auch schon gewesen. Denn ein anderer Teil der Zuhörer wurde durch
die gleiche Predigt des Petrus so angesprochen, dass sie bis ins Innerste
getroffen wurden. Und sie trafen auf der Stelle eine Entscheidung für Jesus
Christus. Man muss es sich einmal vorstellen, es waren 3000 Menschen, die
sich aufgrund dieser einen Predigt bekehrten und sich taufen ließen.
Eine Massenbekehrung, das war die Geburtsstunde der Kirche.
Das Problem des Heiligen Geistes.
Daran denken wir heute. Viele denken: naja, schön und gut, so war es eben
damals, aber wo gibt es sowas heute. Wie kriegen wir heute den Heiligen
Geist. Diese Frage zeigt unsere ganze Geistlosigkeit und unsere ganze
Schwäche. Es ist ein kümmerliches Zeugnis für unsere Bibelkenntnis und für
unseren Glauben, wenn wir solche Fragen stellen.
Denn den Heiligen Geist, den haben wir ja - er ist ja ausgegossen. Davon
hat ja Petrus in seiner Predigt zu Pfingsten geredet. In der
Apostelgeschichte heißt es: Nachdem Er[2] nun zur Rechten Gottes erhöht ist
und die Verheißung des Heiligen Geistes empfangen hat von dem Vater, hat er
dies ausgegossen, was ihr jetzt seht und hört (Apg 2,33).
Der Heilige Geist ist ein Geschenk Gottes an seine Kinder. Und Getaufte,
der auch als Kind getauft worden ist, hat den Heiligen Geist empfangen.
Und wenn du getauft bist, dann kannst du für dich in Anspruch nehmen, was
im Römerbrief steht: die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen
durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist (Röm 5,5)[3]. Das
steht in der Bibel. Es ist keine Ankündigung für die Zukunft, sondern es
steht im Perfekt, es ist eine vollendete Tatsache. Die Tatsache, von der
wir ausgehen dürfen. Wir haben den Heiligen Geist empfangen. Schön und
gut" werdet ihr sagen, ein Pfarrer, der uns mit Bibelstellen bombardiert,
dem kann man schwer widersprechen, er wird dann schon Recht haben. Das
tragische ist nur, dass wir nichts davon merken. Wir haben den Heiligen
Geist schon bekommen, aber wie kriege ich das mit, wie kann ich es spüren".
Über diese Frage lässt sich reden, das ist sogar eine sehr wichtige Frage.
Denn die objektive Tatsache, dass wir den Heiligen Geist empfangen haben,
die nützt uns nichts wenn keine subjektive Erfahrung hinzukommt.
Wir haben den Heiligen Geist und merken es nicht!
Wie komme ich nun zu der Erfahrung, dass ich den Heiligen Geist habe. Es
gibt darauf nur eine einzige Antwort, und die heißt: durch den Glauben.
Das ist mit dem Heiligen Geist genauso wie mit allen anderen geistigen
Dingen. Zum Beispiel nützt dir die objektive Tatsache, dass Jesus Christus
für dich am Kreuz gestorben ist, gar nichts, wenn du nicht glaubst, dass er
für dich gestorben ist, an deiner Stelle, für deine Schuld.
Erst wenn du glaubst, dass Jesus Christus am Kreuz dir deine Schuld
vergeben hat, dann erfährst du, was Veränderung ist. Was es heißt, mit
Christus leben zu dürfen. Wenn du nicht daran glaubst, dann merkst du auch
nichts davon. Wenn du nicht glaubst, dass du den Heiligen Geist hast, dann
wirst du auch nichts davon merken. Es hängt immer alles am Glauben. In dem
ich glaube, dass ich den Heiligen Geist habe. Das sieht dann praktisch so
aus, dass ich nicht mehr um den Heiligen Geist bitte, sondern dass ich für
den Heiligen Geist danke.
Es gibt im neuen Testament nur eine einzige Stelle, wo von der Bitte um den
Heiligen Geist die Rede ist – also noch vor der Ausgießung des Heiligen
Geistes, noch vor Pfingsten (Luk 11,13). Wir leben aber doch nicht mehr
vor, sondern wir leben doch bereits nach Pfingsten.
Wenn wir also Gott um den Heiligen Geist bitten, und darauf warten, dass er
kommt, dann ist das eine völlige Verkennung unsere Situation. Das Warten
auf den Heiligen Geist war die Aufgabe der Jünger vor Pfingsten. Aber mit
Pfingsten ist eine völlig neue Situation eingetreten. Denn jetzt ist ja der
Heilige Geist da, Jesus hat ja sein Versprechen erfüllt. Jetzt ist die
Verkündigung erfüllt: der Geist ist ausgegossen! Wenn wir jetzt immer noch
um den Heiligen Geist flehen und auf ihn warten, dann tun wir so, als ob
Pfingsten nie stattgefunden hätte. Wir müssen also nicht mehr auf den
Heiligen Geist warten. Die Sache ist genau umgedreht: der Heilige Geist
wartet auf uns. Ob wir endlich bereit sind, uns ihm völlig auszuliefern,
uns völlig seiner Leitung zu unterstellen. In der Apostelgeschichte steht:
Gott hat den Heiligen Geist gegeben denen, die ihm gehorchen (Apg 5,32).
Gott gibt also den Heiligen Geist nicht denen, die nach ihm verlangen und
um ihn beten. Und er gibt ihn nicht denen, die immer mit ihm erfüllt werden
wollen, sondern er gibt ihn denen, die ihm gehorchen. Du kannst jahrelang
um den Heiligen Geist bitten und auf ihn warten, ohne dass du seine Kraft
erfährst. Aber wenn du aufhörst zu bitten, wenn du anfängst zu danken, dass
Gott dir deinen seinen Geist geschenkt hat, dann wirst du erfahren, dass
das Problem gelöst ist.
Fange also an, für den Heiligen Geist zu danken. Dann wirst du auch merken,
dass du ihn hast. Du brauchst ihn nur im Glauben anzunehmen, ihn
aufzunehmen, zu glauben, dass er bereits in dir wohnt.
Das Ölfeld in Texas und der arme Mann – der Lottoschein und der Dumme.
In Texas gibt es ein berühmtes Öllager, namens Yatespool[4]. Das war
ursprünglich einmal eine Schafs-Ranch gewesen, und die gehörte einem
gewissen Herrn Yates.
Dieser hatte eine kleine Schafzucht, aber von der konnte er sich nicht
ernähren. Er konnte nicht genug Geld damit verdienen und musste somit von
der öffentlichen Wohlfahrt leben. So wie heute manche Pfarrer sich nicht
von ihrer kirchlichen Schafzucht ernähren können, und deswegen ein
kirchliches Gehalt einstreichen müssen.
Eines Tages wurde nun auf dem Grundstück dieses Mannes gebohrt und es
wurden Ölquellen entdeckt. Ölquellen, die jahrzehntelang jeden Tag
Millionen Liter Öl gegeben haben und insofern einen unermesslichen Reichtum
darstellten. Von dem Tage an, wo er das Grundstück gekauft hat, gehörte ihm
auch das Öl. Trotzdem lebte er von der Wohlfahrt. Ein Millionär, der in
Armut lebt! Was war das Problem? Er wusste nicht, dass das Öl da war! Und
das ist das Problem vieler Christen. Sie wissen gar nicht, dass sie den
Heiligen Geist haben, dass Ihnen alle Quellen der göttlichen Macht zu
Verfügung stehen. Deswegen fragt die Bibel im ersten Korinther Brief,
Kapitel sechs: Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in Euch
wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt…?[5]. Dass
er in euch ist? Ich glaube, das ist die entscheidende Frage: wisst ihr
nicht?" Das Problem ist nicht, dass wir den Heiligen Geist haben, sondern
dass wir nicht wissen, dass wir ihn haben. Ein Christ, der noch nicht weiß,
dass er den Heiligen Geist hat, kommt mir vor wie einer, der im Lotto den
Hauptgewinn hat, und es noch nicht weiß. Dieser Mensch hofft und wartet auf
einen Gewinn, jeden Abend sagt er zu seiner Frau: ach, wenn ich doch
einmal gewinnen täte, ich täte so gern einmal im Lotto gewinnen!" Und dabei
hat er doch schon gewonnen! Er hat doch schon diesen kleinen Schein, der 1
Million DM wert ist, als Unterpfand in seiner Brieftasche! Er braucht sich
jetzt nicht mehr nach dem Gewinn zu sehnen. Braucht nur hinzugehen. Und das
Geld abzuholen. Er braucht das Geld, dass im rechtmäßig gehört, nur in
Empfang zu nehmen und auszugeben. Wenn er sein Geld nicht abholt, wenn er
es verfallen lässt, dann ist der eben dumm!
Dumm sind wir, wenn wir das Geschenk Gottes den Heiligen Geist, nicht
abholen, sondern nicht ausgeben, nichts davon leben.
Unwissenheit ist keine Demut.
Wir denken immer neidisch über die Urgemeinde, und glauben, Sie hatten es
besser, weil Gott den Heiligen Geist kübelweise über sie ausgegossen hat.
Wir fühlen uns als die Verlierer der Kirchengeschichte, weil wir leer
ausgegangen sind.
Wir sind nicht leer! Wir sind voll - voll Heiligen Geistes! Wir wissen es
bloß nicht, und das ist unsere Armut. Unsere Armut besteht darin, dass wir
keine Gewissheit haben über das, was uns Gott gegeben hat. Und das
schlimmste ist, dass wir unsere Unwissenheit noch als Demut und
Bescheidenheit ausgeben. Dass wir denjenigen als hochmütig abstempeln der
von sich sagt, ich habe den Heiligen Geist. Aber wer das von sich sagt, der
ist nicht hochmütig, sondern der handelt biblisch. Wisst ihr nicht, dass
euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der euch ist.
Der Heilige Geist macht sich bemerkbar.
Jedes Jahr zu Pfingsten, da geht in allen Kirchen das große Jammern und
Lamentieren, über den angeblich fehlenden Heiligen Geist. Aber der fehlt
uns doch gar nicht. Gott hat uns doch nicht weniger gegeben als den
Aposteln. Wir sind doch nicht Gottes Stiefkinder! Sondern, so steht es in
der Bibel: Gott hat uns als Unterpfand den Heiligen Geist in unsere Herzen
gegeben[6]. Hast du das schon einmal gespürt? Wie du es merken kannst, das
weiß ich auch nicht. Ich kann dir nur sagen, dass du es merken wirst. Über
die rein persönlichen Empfindungen und Gefühle der ersten Jünger sagt uns
die Bibel nichts. Wir wissen nur, dass sie durch ihr Verhalten für andere
erkennbar so außergewöhnlich gewesen sind, dass sie für betrunken gehalten
wurden. Wenn der Heilige Geist anfängt zu wirken, dann kommt es immer zu
Erscheinungen, die sich die Welt nicht erklären kann. Wenn zum Beispiel
einer, der jahrzehntelang Alkohol abhängig ist, sich bekehrt und sich
befreit von der Schuld, da stehen zum Beispiel die Mediziner immer vor
einem unlösbaren Problem: man kann es nicht erklären (…). Oder wenn ein
junger Mann, der erst Parteifunktionär war, und sich dann bekehrt, und nur
mehr wenig verdient, oder wenn einer zu den Bausoldaten geht und sich damit
seine ganze Zukunft verbaut dann sind das Wirkungen des Heiligen Geistes.
Es müssen also gar nicht immer solche auffälligen Wirkungen sein wie Zungen
reden. So wie es damals gewesen ist. Es gibt keine Regeln und Maßstäbe, wie
man das Wirken des Geistes feststellen kann. Auf alle Fälle ist klar: in
wem der Geist wirkt, der merkt es. In wen der Geist nicht wirkt, der merkt
es auch. Der Heilige Geist ist doch nicht so eine blasse und verschwommene
und nebelhafte Angelegenheit, so dass man nicht weiß, ist er da, oder ist
er nicht da!
Heilige Geist ist der nicht nur eine Kraft, sondern er ist auch eine
Person. Wenn bei euch zu Hause eine Person zu Besuch ist, sagen wir einmal:
der Onkel Franz, da fragt ihr doch auch nicht die ganze Zeit: ist der Onkel
Franz da, oder ist der nicht da? Das merkt ihr doch von selber, ob er in
eurer Wohnung umgeht. Du merkst auch genau, ob die Person des Heiligen
Geist es in deinem Leben wirkt. Jesus hat einmal gesagt: an jenem Tag, wenn
der Heilige Geist über euch ausgegossen wird, an jenem Tag werdet ihr
merken, dass ihr in mir seid, und ich in euch[7]. Ob der Heilige Geist
wirkt oder nicht wirkt, das ist in jedem Falle spürbar. Das hat mit
Gefühlsduselei oder mit Einbildung, oder mit irgendeiner Überspanntheit
nichts zu tun. Das ist eine Sache der ganz nüchternen Beobachtung. Man kann
es sehen, man kann es erkennen, ob es in einem Menschenleben oder in einem
Gemeinde Leben vorwärts geht, oder ob trotz anstrengendem Betrieb
Stillstand herrscht. Der Seemann kann es merken, ob sein Schiff steht, wenn
Flaute ist, oder ob ein frischer Wind sein Schiff vorwärts bringt. Genau so
kannst du als Christ das merken. Du kannst feststellen, ob du Freude hast,
ob dein Glaube wächst, oder ob bei dir nichts mehr läuft.
Die Früchte des Heiligen Geistes.
Im neuen Testament steht der Galater Brief. Da steht im fünften Kapitel
eine ganze Reihe von Früchten und Wirkungen des Heiligen Geistes. Das
letzte Lied, was wir hier gesungen haben, ist aufgrund dieser Bibelstelle
gemacht worden.
Hier werden lauter solche Früchte genannt. Vergleich einmal dein Leben, mit
Galater 5. Da kannst du genau feststellen, ob in deinem Leben der Geist
wirkt oder nicht.
Was hindert den Heiligen Geist am Wirken?
Damit sind wir nun bei der nächsten Frage, nämlich: woran liegt das nun,
dass alle Kinder Geist Gottes den Geist bekommen haben, aber nicht alle
seine Wirkungen mitkriegen?
Genauer gefragt: woran liegt das, dass der Heilige Geist bei den einen
wirkt, und bei den anderen nicht? Die Antwort steht in Apostelgeschichte 2,
eben auch in der Pfingstgeschichte. Da steht: bekehrt euch, und lasse sich
ein jeder taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden. So
werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes[8].
Hier werden uns also die klaren Bedingungen für den Empfang des Heiligen
Geistes genannt. Erstens die Bekehrung, und zweitens die Taufe. Bedingung
Nr. 2 ist bei den meisten von uns sicherlich mit der Taufe erfüllt. Wenn es
trotzdem bei uns noch hapert, wenn wir den Heiligen Geist trotzdem noch
nicht spüren, dann kann es ja nur sein, dass es mit der Bedingung Nr. 1
hapert.
Und tatsächlich ist die Bekehrung der Punkt Nr. 1. Das ist der Dreh-, der
Angel- und der Wendepunkt von allem. Von diesem hängt alles ab. Bekehrung
ist Lebensübergabe, Schlüsselübergabe! Ich überreiche den Schlüssel meines
Lebens an Jesus. Wenn ich sage: von jetzt an will nicht mehr ich über mein
Leben bestimmen, sondern Du sollst der Herr über mein Haus sein".
In dem Moment, wo du das zu Jesus sagst, da zieht der Heilige Geist in dein
Leben ein.
Die Bibel nennt also zwei Bedingungen für den Einzug des Heiligen Geist es:
die Bekehrung und die Taufe. Sie nennt aber auch zwei Bedingungen für den
Auszug des Heiligen Geist es. Das ist die Hurerei und der Aberglaube. Unter
Hurerei oder Unzucht versteht die Bibel den Geschlechtsverkehr von zwei
Menschen, die nicht miteinander verheiratet sind. Das bezieht sich übrigens
auch auf den Geschlechtsverkehr von zwei gleichgeschlechtlichen Personen,
also der Homosexualität. Bei Hurerei zieht der Heilige Geist wieder aus.
Der Heilige Geist ist ein echter Gentleman. Wo es unanständig zugeht, da
zieht er sich diskret zurück.
Der andere Hinderungsgrund, wo der Heilige Geist nicht wirken kann, das ist
der Aberglaube. Jede Form von Okkultismus, Teilnahme an dämonischen Dingen,
Zauberei, Wahrsagerei, Pendeln, Tische rücken, Totenbeschwörung,
Geisterbeschwörung, Amulette tragen und solche Dinge.
Mit diesen beiden Dingen kann der Heilige Geist nicht unter einem Dach
wohnen. Er zieht dann aus. Und wenn du an Gott nicht glauben kannst, oder
wenn du als Getaufter von den Wirkungen des Heiligen Geist es nichts spüren
kannst, dann liegt das daran, dass in deinem Leben solche Sünden vorliegen.
Und dann lass diese Sünden! Dann lass sie dir vergeben, mit einem Wort:
bekehre dich und auf diese Weise wirst du die Kraft des Heiligen Geistes
erfahren. Wenn du die die Grundbedingung für den Einzug des Heiligen Geist
es nicht beachtest, dann wirst du Seine Kraft nicht spüren. Aber wenn du
dich an die Grundbedingung hältst, dann wirst du Ihn erhalten.
Nicht um die schon geschenkte Gabe betteln – sondern sie nutzen!
Darum ist es gar nicht nötig, Gott um Seinen Geist anzubetteln. Sondern es
ist nur nötig, dass du im Glauben dass nimmst, was Er dir schon geschenkt
hat.
Mal angenommen, du hast ein Sparbuch. Du hast ein Sparbuch mit 1000 DM
drauf. Und nun möchtest du Hundert DM abheben. Da gehst du doch auch nicht
auf die Sparkasse, gehst vor dem Schalter auf die Knie, und sagst:
verehrtes liebes Fräulein von der Kasse, ich bitte Sie demütig darum, dass
Sie mir die große Gnade erweisen, mir 100 DM von meinem Sparbuch
auszuzahlen. So ein Winseln hast du doch nicht nötig! Du bist doch kein
Bettler! Du bist der Besitzer eines Sparbuches! Und selbst wenn das, was
auf dem Sparbuch drauf ist, gar nicht dein eigenes Verdienst ist, sondern
wenn es das Geschenk deines Vaters ist, dann ist es jedenfalls dein
Eigentum. Und wenn du Geld brauchst, dann trittst du an den Schalter,
schmeißt deinen Zettel hin, sagst was du haben willst, wartest auf das
Geld, was dir sowieso ja schon gehört, nimmst du es in Empfang und sagst
schönen Dank und dann gehst du los und lebst davon und gibst es aus.
Genauso musst du es auch mit Gott machen. Dann geht in deinem Leben echt
was los!
Amen
___
[1] DDR-Biermarke - Anm. des Schreibers
[2] D.h. Jesus, Anm. des Schreibers.
[3] Vervollständigung des Verses durch den Schreiber. Theo Lehmann hat nur
den ersten Teil zitiert.
[4] Theo Lehmann meint das Yates Oil Field.
– Anm. des Schreibers
[5] 1. Kor 6,19. Vervollständigung des Zitats durch den Schreiber.
[6] 2. Kor 1,22 und 2. Kor 5,5 – Anm. des Schreibers
[7] Joh 14,16-20 – Anm. des Schreibers
[8] Apostelgeschichte 2,38 – Anm. des Schreibers
