Einleitende Gedanken
Die Bibel ist voll von Beispielen, wie Gott auf die Gebete von Menschen
hörte und sie beantwortete. Es würde sich lohnen, die ganze Bibel
diesbezüglich zu untersuchen. Die Tatsache, dass Gott Gebete erhört und
antwortet dient sogar als Hinweis auf den wahren und lebendigen Gott. Es
ist sozusagen der Beweis dafür, dass wir es mit dem wahren und lebendigen
Gott zu tun haben. Der König Salomo bat Gott nämlich bei der Einweihung
des Tempels um folgendes:
Wenn ein Ausländer, der nicht zu deinem Volk Israel zählt, der aber
gehört hat, was für Taten du mit starker Hand und ausgestrecktem Arm
für dein Volk vollbracht hast - wenn solch ein Mensch aus einem fernen
Land kommt und im Anblick dieses Hauses zu dir betet, (1. Könige 8, 42) dann höre ihn in deiner himmlischen Wohnung und erfülle seine Bitten!
Alle Völker auf der Erde werden dann erkennen, dass du der wahre Gott
bist, und werden dich genauso ehren, wie dein Volk Israel es tut." (1.
Könige 8, 43)
Selbst Jesus ermutigte seine Jünger in seinem Namen Gott den Vater zu
bitten, er sagte:
Bisher habt ihr nichts in meinem Namen erbeten. Bittet, und ihr werdet
empfangen; dann wird eure Freude vollkommen sein." Johannes 16, 24.
Davon bin ich vollkommen überzeugt. Doch wenn ich das so vorbehaltlos sage,
sehe ich aus Euren Köpfen kleine Rauchwolken aufsteigen. So
uneingeschränkt darf man das nicht sagen. Da hatte ich doch auch schon
für manches gebetet und Gott erfüllte meinen Wunsch nicht.
- Ich bat Gott, meinen Ehepartner gesund zu machen und da war nichts, wenigstens nichts Wesentliches geschehen. Er starb.
- Jahrelang bat ich für meine Kinder, dass sie ihr Leben Jesus anvertrauen würden, damit sie ewiges Leben bekommen, doch sie entfernten sich noch weiter von Gott weg – wenigstens ist das meine Wahrnehmung.
- Seit Jahren bete ich dafür, dass mir Gott einen Partner schenkt, aber nun muss ich vielleicht doch ohne Partner leben.
- Jeder von uns hätte da seine Geschichten zu erzählen.
Deshalb stellt sich eine reflexartige Skepsis ein, wenn wir solche Aussagen
hören, die eine Gebetserhörung fast garantieren.
Vielmehr liegt uns die Frage auf der Zunge: Herr, warum antwortest du
nicht? Wie muss ich Dein Versprechen verstehen, dass wir Dich bitten
dürfen und Du unsere Bitten erhörst und uns hilfst? Eine Frage, die
vermutlich schon jeden von uns beschäftigte. Mit dem Psalmschreiber
möchten wir rufen:
Wach auf, Herr! Warum schläfst du? Wach endlich auf, verstoss uns nicht
für immer! (Psalm 44, 24)Herr höre auf unsere Bitten und auf unser Flehen! Greif doch ein, wir
brauchen Deine Hilfe!
Wir werden uns in diesem Sunntigsquattro mit der Frage beschäftigen, wo die
Gründe liegen könnten, dass Gebete nicht erhört werden.
Selbstverständlich werden wir nicht alles begreifen können. Diese
Predigtreihe wird aber für jeden Entdeckungen bringen, die dazu führen
werden, dass wir mehr Gebetserhörungen erleben.
Die Predigtreihe habe ich so aufgebaut, dass Gott uns auf unsere Frage:
Herr, warum antwortest Du nicht?" jeweils eine Frage zurückstellt. Die
Frage Gottes von heute lautet: Fragst du mich überhaupt?
Das ist in unserer hektischen Zeit eine sehr wichtige Frage. Nehmen wir uns
wirklich Zeit, um mit Gott zu sprechen? Sind unsere Gebete nicht eher
flüchtig, so irgendwie nebenher gesagt? Gebetet, dass sie gebetet sind?
Gehören wir zu den Stossgebet Typen. Stossgebete sind nicht schlecht, sie
gehören zu einem lebendigen Gebetsleben, aber wenn unser Kontakt zu Gott
nur aus Stossgebeten besteht, dann läuft etwas nicht richtig. Wie wollen
wir dann erwarten, dass Gott auf meine flüchtigen Bitten eingeht? Wie
will Gott sehen, ob mir eine Sache wirklich wichtig ist?
Ich möchte uns heute einige grundlegende Gedanken weitergeben, die wichtig
sind, wenn wir möchten, dass Gott auf unsere Bitten hört.
Bibelstellen zum Nachschlagen: 1. Mose 30, 17+22; 1. Könige 8, 42-43;
Psalm 44, 24; Psalm 55, 2-3; Jesaja 59, 1; Jesaja 65, 24; Matthäus 7, 7-
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I. Gott will Zeit mit dir verbringen
Gott will Zeit mit dir verbringen. Zunächst müssen wir wieder neu
begreifen, wie grossartig es ist, dass Gott mit mir Zeit verbringen
möchte. Der Schöpfer des Himmels und der Erde will mit mir Zeit
verbringen. Ihn interessiert, wie es mir geht und was mich beschäftigt.
Wie geehrt würdest du dich fühlen, wenn dir Bill Gates, Christoph Blocher,
Königin Elisabeth oder wie sie alle heissen mögen, einen Brief schreiben
und dir mitteilen, sie würden sich gerne mit dir regelmässig treffen. Es
würde sie interessieren, wie es dir geht und ob sie etwas für dich tun
könnten. Jederzeit dürftest du ihnen anrufen und sie würden für dich ihre
Termine gerne verschieben. Bei mir hast du immer eine offene Türe.
Würdest du dich da nicht sehr geehrt und stolz fühlen?
Diese Einladung haben wir aber nicht von den Mächtigen dieser Welt
bekommen. Diese Leute haben keine Zeit für uns, so traurig es ist, sie
kennen uns nicht einmal. Diese Einladung hast Du vom Höchsten und
Mächtigsten erhalten, vom Schöpfer des Himmels und der Erde bekommen.
Gott möchte hören, was dich bewegt und er möchte dir mitteilen, was für
dich und dein Leben mit ihm wichtig ist. Im Hebräer wird uns das sehr
schön gesagt:
Wir wollen voll Zuversicht vor den Thron unseres gnädigen Gottes
treten, damit er uns sein Erbarmen schenkt und uns seine Gnade erfahren
lässt und wir zur rechten Zeit die Hilfe bekommen, die wir brauchen.
Hebräer 4, 16.
Wir haben das grosse Privileg, dass wir jeder Zeit eine Audienz beim König
bekommen. Wir dürfen den Thronsaal betreten wann immer wir wollen. Jesus
öffnete uns durch seinen Tod am Kreuz die Tore zum Thronsaal weit.
Machen wir von diesem Privileg Gebrauch? Nimmst du dir regelmässig Zeit, um
vor Gott zu kommen und mit ihm Zeit zu verbringen? Oder läufst du dauernd
am Thronsaal vorbei? Muss Gott über mich das sagen, was er dem Volk
Israel durch den Propheten Hosea sagen liess:
König um König fällt ihnen zum Opfer. Aber niemand wendet sich an
mich.« (Hosea 7, 7)
Schade, wenn wir dieses Privileg nicht beanspruchen. Die grossen
Glaubenshelden im Alten Testament bauten Gott überall, wo sie hinkamen,
Altäre. Von Abraham wird berichtet:
Abram zog mit seinen Zelten weiter und nahm seinen Wohnsitz in Hebron,
bei den Eichen von Mamre. Dort baute er einen Altar für den HERRN. (1.
Mose 13, 18)
Überall, wo Abraham hinzog, baute er eine Anbetungsstätte. Es war im
wichtig, einen festen Ort der Anbetung zu haben. Ich weiss, dass wir
überall beten können. Gott hört uns da, wo wir sind, das wusste auch
Abraham.
Es kann aber sehr hilfreich sein, wenn ich einen besonderen Ort der
Anbetung habe. Einen Ort, wo ich zur Ruhe kommen und mich auf die Zeit
mit Gott konzentrieren kann. Das kann dein Schlafzimmer, deine Werkstatt,
das Wohnzimmer, die Küche, dein Büro oder wo auch immer sein.
Es hilft uns, in unser Gebetsleben eine gewisse Stabilität zu bringen, wenn
wir einen festen Ort haben.
Ein solcher Ort hilft uns auch konzentriert zu sein, denn Gedanken, die
ablenken sind die grössten Feinde des Gebets. Auch Martin Luther (1483-
1546) hatte damit zu kämpfen.
In einem Restaurant behauptete er, niemand könne ein Vaterunser beten,
ohne dabei an etwas anderes zu denken. Doch Luther wurde heftig
widersprochen. Er war von seiner These dermassen überzeugt, dass er
sein Pferd darauf wettete. Einer der Gäste nahm die Wette an. Luther
bat ihn, in den angrenzenden Raum zu gehen, wenn er mit dem Vaterunser
zu Ende sei, solle er zurückkommen. Falls er an nichts anderes gedacht
hätte, würde ihm sein Pferd gehören. Der Wirtshausgast zog freudig in
den Nebenraum, denn er war sich seiner Sache sicher. Wie konnte Luther
denn überhaupt nachweisen, dass er an nichts anderes gedacht hatte, als
nur an das Vaterunser? Die anderen warteten gespannt mit Luther im
Restaurant. Es war kaum eine halbe Minute vergangen, da öffnete sich
die Tür vom Nebenraum, und er kam zurück und fragte Luther: »Wie war
das nun mit der Wette? Bekomme ich das Pferd mit oder ohne Zaumzeug?«
Ein Ort der Stille, kann uns sehr darin unterstützen, dass wir uns auf die
Gemeinschaft mit Gott konzentrieren können.
Daniel hatte seinen Ort, wo er sich zum Gebet niederliess. Von ihm wird
berichtet:
Daniel hatte im Obergeschoss seines Hauses Fenster in Richtung
Jerusalem. Dreimal täglich kniete er dort nieder, um Gott zu preisen
und seine Bitten vor ihn zu bringen. Als er von dem königlichen Befehl
erfuhr, ging er wie immer in sein Haus und kniete zur gewohnten Zeit am
offenen Fenster nieder. (Daniel 6, 11)
Hast Du einen solchen Ort? Wenn nicht, dann gestalte dir einen Gebetsplatz.
Überlege dir, wo du deine Altäre, deine Anbetungsstätte bauen willst.
Aber nicht nur der Ort ist hilfreich. Der geeignetste Ort, nützt nichts,
wenn ich mir keine Zeit dazu nehme, um dort zu beten. Es ist nämlich
wichtig, die Zeit für das Gebet zu planen. Alles, was uns im Leben
wichtig ist, müssen wir planen. Wenn ich um 8.00 Uhr im Geschäft sein
muss, dann muss ich mir überlegen, wann ich von zu Hause los muss.
Unsere hektische Art zu leben, macht es nicht einfach, Zeit für das Gebet
zu finden. Doch wenn wir ehrlich sind, ist es meistens nicht die Zeit die
uns fehlt, sondern es ist unsere Trägheit, die uns in die Quere kommt.
Ich möchte dir ja nicht unbedingt zu nahe treten. Aber wenn du meinst, dir
würde die Zeit zum Beten fehlen, meinst du dann wirklich, dass du keine
Zeit dazu hast? Als Mensch, der gestresst ist, hat man in unserer
Gesellschaft ein hohes Ansehen. Je voller der Terminkalender, desto
beeindruckender wirkt das auf andere. Hingegen zu sagen, ich habe keine
Lust zum beten, klingt halt nicht so interessant.
Auf was könntest du verzichten, damit du dir die wichtige Zeit für ein
Gespräch mit Gott nehmen kannst?
Musst du wirklich jeden Film gesehen haben? Musst du jeden Tennismatch
mitverfolgen? Musst du jedes Game gespielt haben, jede Zeitung gelesen…
Nicht, dass man das nicht dürfte, aber wenn es uns davon abhält mit Gott
zu sprechen, ist das für unser geistliches Leben absolut ungesund.
Gott will mit dir Zeit verbringen und es ist ein grosser Gewinn und eine
riesige Bereicherung für unser Leben. Wenn wir diese Gemeinschaft mit
Gott nicht pflegen, wie können wir dann erwarten, dass er unsere Gebete
erhört?
Buchempfehlung! Aufbruch zur Stille
Bibelstellen zum Nachschlagen: 1. Mose 8, 20; 1. Mose 12, 7-8; 1. Mose
13, 4+18; 1. Mose 21, 33; 1. Mose 26, 25; 1. Mose 33, 20; 1. Mose 35,
7; 2. Mose 17, 15; 1. Samuel 7, 17; 2. Könige 19, 4; 1. Chronik 15, 13;
Jeremia 33, 3; Daniel 6, 11; Daniel 9, 23; Hosea 7, 7;
Apostelgeschichte 10, 9; Jakobus 4, 2; Hebräer 4, 10
II. Gott schätzt und belohnt Beharrlichkeit
In der Geschichte, die wir in der Schriftlesung hörten, erzählte Jesus, wie
wir Gott unablässig und eindringlich, ja fast unanständig aufdringlich
bitten dürfen.
Jesus wollte seinen Jüngern zeigen, dass sie unablässig beten sollten,
ohne sich entmutigen zu lassen. Lukas 18, 1.
Gott schätzt es sehr, wenn wir beharrlich bleiben und er wird unsere
Beharrlichkeit belohnen.
Wir dürfen etwas von Gott abringen. Er freut sich, wenn wir nicht sofort
aufgeben. Er freut sich, wenn wir ihm alles zutrauen. Von Jakob liess er
sich den Segen abringen.
Als Jakob mit Gott kämpfte – zugegeben, eine ganz geheimnisvolle
Begebenheit – wollte Gott gehen, er sagte zu Jakob:
»Lass mich los; es wird schon Tag!« (1. Mose 32, 27)Jakob wollte ihn aber nicht gehen lassen. Zuerst wollte er von ihm gesegnet
werden. Lieber würde er sterben, als ohne seinen Segen weiterleben, er
schrie:
»Ich lasse dich nicht los, bevor du mich segnest!« (1. Mose 32, 27)Hast du schon mit Gott gerungen? Bist du beharrlich bei einer Sache
geblieben? Oder sagst du immer – was auch wichtig ist – deine
Gebetsanliegen runter, ohne Leidenschaft – ohne Dringlichlichkeit?
Bibelstellen zum Nachschlagen: 1. Mose 32, 27; 1. Samuel 1, 11-19; 1.
Samuel 12, 23; Lukas 18, 1; Römer 12, 12; Epheser 6, 18; Kolosser 4,
2+12; 1. Thessalonicher 5, 17
III. Gott wartet auf deinen Hilferuf
Gott wartet auf deinen Hilferuf. Er ist bereit in ganz aktuelle Situationen
einzugreifen. Josafat kam in einer Schlacht in die Klemme.
Als die Wagenkämpfer Joschafat sahen, riefen sie: »Da ist der König von
Israel!« und setzten von allen Seiten zum Angriff gegen ihn an.
Joschafat aber schrie; und Gott, der HERR, half ihm und lenkte sie von
ihm ab. (2. Chronik 18, 31)In jeder Lebenssituation können wir einen Hilfeschrei zu Gott schicken. Er
wartet auf unser Rufen. Es stimmt, was im Psalm steht:
Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich
preisen." (Psalm 50, 15)Das hatte Gott in der Geschichte Israels mehrfach bewiesen. Oft erbarmte er
sich sogar dann, wenn das Volk sich von ihm abgewandt hatte.
Was Gott damals tat, das tut er auch heute. Ich habe das, wie ich letzten
Sonntag erzählte, auch wieder erleben dürfen. Für mich war es ein
unüberwindbarer Berg, für das Gemeindebauteam die nötigen Zimmer
bereitzustellen. Ich schrie zum Herrn und er hat mir wunderbar geholfen!
Wenn wir nicht schreien, bekommen wir keine Hilfe.
Bibelstellen zum Nachschlagen: 2. Mose 2, 23-24; 2. Mose 14, 10;
Richter 3, 9+15; Richter 6, 6; 2. Chronik 18, 31; 2. Chronik 20, 12;
Psalm 50, 15; Psalm 55, 23
IV. Sorry – falsch verbunden
Da gibt es noch ein fundamentales Problem, warum Gott nicht antwortet. Es
könnte nämlich sein, dass ich falsch verbunden bin.
Mit anderen Worten: Es könnte sein, dass ich mich nicht an den lebendigen
Gott wende, sondern an einen toten Götzen. Leider waren viele Israeliten
immer wieder bereit, andere Götter anzurufen. So sagte Jesaja:
Das Rufen und Schreien zu den Götzen auf den Bergen und Hügeln kann uns
nicht helfen; nur du, unser Gott, bringst Israel Hilfe. (Jeremia 3, 23)Es ist schon wichtig, dass wir die richtige Nummer wählen, sonst hilft
alles Beten nicht, im Gegenteil, Gott wird es ärgern.
Ein schockierendes Beispiel ist das goldene Kalb in der Wüste Sinai. Mose
befand sich auf dem Berg im Gespräch mit Gott. Das dauerte den Israeliten
zu lange und sie bedrängten Aaron, einen Götzen zu machen. Aaron gab
diesem Drängen nach und konstruierte ein goldenes Kalb. Die Leute sagten
dann:
Das ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägyptenland geführt hat! (2.
Mose 32, 4)
Dieser tote Götze, den sie eben gebastelt hatten, sollte sie aus Ägypten
geführt haben – wie lächerlich! Aber es wurde noch schlimmer. Aaron baute
vor diesem Götzen einen Altar und liess ausrufen:
Morgen ist des HERRN Fest. (2. Mose 32, 5)Er spricht hier den Bundesnamen des Gottes Israels es. Plötzlich wird
dieser Götze als der lebendige Gott erklärt.
Dieser Gott konnte aber nicht helfen. Es ist also von grosser Bedeutung,
dass wir den richtigen Gott anrufen. Sonst sind alle Gebete verschwendete
Zeit.
Vielleicht musst du sogar zuerst einmal die Beziehung zu dem lebendigen
Gott herstellen. Vielleicht betest du, aber Jesus hast du noch nicht in
dein Leben eingeladen. Du hast noch nicht Busse getan.
Es sind nämlich nur die Gebete, die erhört werden, die im Namen von Jesus,
das bedeutet in der Verbindung mit Jesus vor Gott gebracht werden. Dazu
muss zuerst einmal Gott in mir leben. Wie Jesus sagte:
Wenn jemand mich liebt, wird er sich nach meinem Wort richten. Mein
Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm
wohnen." Johannes 14, 23.
Bibelstellen zum Nachschlagen: 2. Mose 32, 1-6; 1. Könige 18, 24;
Jeremia 3, 23; Jeremia 16, 19; Jesaja 55, 6; Zephania 3, 9; Johannes
14, 12-14; Römer 10, 13; Apostelgeschichte 2, 21; Jakobus 4, 10
Schlussgedanke
Wenn wir den Eindruck haben, Gott würde unsere Bitten nicht erhören, dann
müssen wir uns von ihm die Frage gefallen lassen, ob wir ihn den auch
wirklich fragen. Vielleicht liegt das Problem zunächst einmal bei uns,
weil wir uns keine Zeit für das Gebet nehmen und meinen, Gott müsse
handeln, wenn wir ihm unseren Wunsch so beiläufig sagen.
Wenn uns immer bewusst wäre, wie mächtig unser Herr ist und was er alles
vermag, würden wir automatisch mehr beten. Mose war ganz begeistert von
Gott, er sagte zum Volk Israel:
Kein anderes von den grossen Völkern hat ja einen Gott, der ihm mit
seiner Hilfe so nahe ist wie uns der HERR, unser Gott. Er hilft uns,
sooft wir zu ihm rufen. (5. Mose 4, 7)Das gilt natürlich auch für uns. Aber wenn wir das erleben wollen, dann
müssen wir mit Gott Zeit verbringen. Gott hat die Türen weit geöffnet.
Der Ball liegt bei uns! Jakobus schrieb:
Nähert euch Gott, und er wird sich euch nähern. (Jakobus 4, 8)
Bibelstellen zum Nachschlagen: 5. Mose 4, 7; 2. Chronik 15, 4; Epheser
3, 20; 1. Timotheus 2, 1–2+8; Jakobus 4, 8
