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Schäm Dich - aber wofür? Bruch mit Unreinheit und Sünde

1. Petrus 1,13-1519.04.2014
Serie•Teil 2 / 3Schäm dich - aber wofür?
Umkehr heißt nicht nur sich abzuwenden von der Sünde - es bedeutet auch, Gott ganz nachzufolgen und in der Heiligung zu leben.

Der Bruch mit dem alten Leben

Ich glaube, die erste Botschaft war relativ einfach, oder? Es gibt da ein Herausgerissenwerden. Ich muss das jetzt nicht noch einmal vormachen, ihr habt das noch in Erinnerung. Also immer, wenn ihr so ein Blümchen seht, die gibt es ziemlich kostenfrei so vor Muttertag, also immer, wenn ihr so etwas seht, denkt ihr bitte daran, an diese geistliche Wahrheit: dass es ein Vorher und ein Nachher gibt im geistlichen Leben, dass es da einen Bruch gibt, dass der Einstieg in wahres Christsein darin besteht, dass ich mit dem alten Leben breche und ein neues Leben anfange. Dieses neue Leben wird in der Bibel ewiges Leben genannt, wobei ewig nicht bedeutet, dass es nicht mehr aufhört. Das tut der ewige Tod ja auch nicht. Ewiges Leben ist vielmehr Leben, wie Gott es lebt. Es ist eine Frage der Qualität, nicht unbedingt nur der Dauer.
Mir geht es jetzt im zweiten Vortrag darum, euch zu zeigen, dass dieses neue Leben ein heiliges Leben sein soll. Und wir schlagen auf 1. Petrus 1,14-15 auf. Wenn du sagst: Ich bin Kind Gottes, ich gehöre wirklich zur Familie Gottes, ich habe das mit diesem Bruch verstanden und ich habe das irgendwie gemacht, dann ist ja die Frage nicht nur, wo komme ich her, sondern wo geht es jetzt hin? Womit fülle ich jetzt mein neues Leben?
Und da schreibt 1. Petrus 1,14: Als Kinder des Gehorsams – ihr merkt schon, wer Kind ist, der gehorcht – passt euch nicht den Begierden an, die in eurer früheren Unwissenheit vorhanden waren. Ich mag diesen Satz, er ist immer so typisch paulinisch, man muss Paulus mögen. Aber Paulus sagt: Mann, wart ihr alle blöd vor der Bekehrung? Und bitte seid doch danach nicht auch noch blöd. Also frühere Unwissenheit: Du checkst es einfach nicht, du hast einfach keinen Plan, der aufgeht, du weißt einfach nicht, wie es funktioniert. Das war früher.
Und jetzt: Wo kommt denn das her, dieses Kein-Plan-Haben? Na ja, da muss ich gar nicht lange suchen, das kommt aus mir. Also der ganze Blödsinn meines Lebens, der funktioniert deshalb so gut, weil ich innen drin auf Blödsinn gepolt bin, auf Begierden. Wenn ich also mache, worauf ich Bock habe, dann kommt im Allgemeinen kein heiliger Lebensstil heraus. Früher konnte ich ja gar nicht anders, als genau so zu leben, wie ich halt drauf war. Ich konnte ja nur das machen, worauf ich Bock hatte. Ich musste vielleicht auch manchmal Dinge tun, was meine Eltern wollten, da hatte ich dann weniger Spielraum, aber im Großen und Ganzen hat sich mein Leben doch darum gedreht: Worauf habe ich Lust? Was interessiert mich?
Und jetzt kommt Petrus und sagt: Diese frühere Unwissenheit, dass du früher so blöd warst, so zu leben, hör auf damit. Macht bitte so nicht weiter. Also passt euch nicht den Begierden an, dem Leben nach dem Lustprinzip, dem Leben nach dem, was alle machen, die nichts anderes können, weil sie keinen anderen Maßstab haben, als dass sie in sich hineinschauen und sagen: Worauf habe ich heute Lust? Das machen wir nicht, sondern, Vers 15: Wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, seid auch ihr im ganzen Wandel heilig.

Gottes Maßstab und die Frage nach echter Veränderung

Gott ist ein heiliger Gott. Und der Begriff heilig bedeutet, dass Gott ohne Sünde ist. Gott weiß, wie wahres Leben aussieht, und Gott hat einen Charakter, der absolut rein ist. Gott ist einer, der nie lügt. Gott ist einer, der nie klaut. Gott ist einer, der in allen Dingen immer ganz wahrhaftig und ganz richtig ist.
Und jetzt kommt hier etwas, wo du eigentlich sagen musst: Na, das ist doch Wahnsinn. Seid auch ihr im ganzen Wandel heilig, denn es steht geschrieben: Seid heilig, denn ich bin heilig. Ich weiß nicht, ob du das lesen kannst, ohne zu schlucken. Mir geht das so, dass es wäre, als wenn ich sagen würde: Komm her, du da vorne mit dem schwarzen Pulli, komm her. Wenn ich sage: Okay, du möchtest den Himmel, ja, okay, gut, also schau her, wenn du aus dem Stand da vorne hinspringen kannst, ja, das wäre so, ja, genau. Wenn du das schaffst, das ist Himmel, auf dem Stand da vorne hin.
Und du sagst: Hallo, seid heilig, denn ich bin heilig. Da kommt mal eben so eine Latte, die ist irgendwo da oben. Vielleicht habt ihr die Bergpredigt mal gelesen, da findet sich so ein ähnlicher Satz. Da sagt der Herr Jesus in Matthäus 5,48: Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist. Na super! Das geht nicht, oder? Das kann ja nicht funktionieren.
Wenn Gott sagt: Ich möchte, dass du heilig bist, wie ich heilig bin. Ich möchte, dass du vollkommen bist, wie ich vollkommen bin. Was heißt das? Und das ist jetzt ganz wichtig, das ist jetzt der Unterschied zwischen Religion und Christentum. Wenn du eine Religion lebst, und manche Leute leben Christentum als Religion, dann hast du ein paar Regeln. Du hältst dich an diese Regeln, und dann ist Gott irgendwie zufrieden mit dir. Ansonsten machst du dein Ding, wie du willst.
Jetzt kommt Gott und sagt: Nein, nein, ein paar Regeln, das interessiert mich gar nicht. Ich will dir nicht nur ein paar Regeln geben, nicht nur die Zehn Gebote und die Bergpredigt, sondern ich möchte, dass du mir Schritt für Schritt ähnlicher wirst. Ich möchte, dass wir beide Folgendes machen. Also mit dem Springen ist ein bisschen heavy, aber komm, ich bring dich da hin. Wir machen das gemeinsam. Und wenn du mal nicht mehr laufen kannst – das mache ich jetzt wegen meiner Bandscheibe nicht vor – dann würde ich dich auch tragen.
Das ist das, was Gott sagt. Gott sagt: Ich bleibe bei meinem Maßstab. Ich fahre meinen Maßstab nicht runter. Ich möchte, dass du heilig lebst. Ich möchte in deinem Leben keine Sünden sehen. Ich möchte, dass mein Charakter sich in dir offenbart.

Ein Leben als Lernweg mit dem Heiligen Geist

Das geht so weit, dass in 2. Korinther 3,18 steht, dass der Heilige Geist selbst sich an die Aufgabe macht, mich zu packen und in mir den Charakter Jesu hervorzubringen. Das möchte er. Er möchte mich verwandeln, Stück für Stück, damit ich Jesus immer ähnlicher werde.
Ihr merkt: Das ist eine Lebensaufgabe, und das ist etwas ganz anderes als Religion. Mit Religion bist du irgendwann fertig. Religion sagt: Du kommst am Sonntag in den Gottesdienst, am Dienstag in die Bibelstunde, ansonsten singst du im Chor mit und liest jeden Morgen deine Bibel. Punkt, fertig, mehr gibt es nicht.
Christentum heißt: Du wachst morgens auf und sagst: Guten Morgen, Herr Jesus, was steht denn heute an? Hm, schauen wir mal, haben wir noch ein Stück miteinander zu gehen? Es ist so ein ganzer Tag voller Gelegenheiten, dass du Dinge lernst, wie ich bin und was ich gerne bei dir anders sehen würde.
Wir stehen in einer Beziehung, einer Beziehung, die uns prägt, einer Beziehung, die uns Stück für Stück Jesus ähnlicher macht. Und wenn du ein Jünger Jesu bist, dann bist du nie fertig. Das Wort Jünger bedeutet Azubi oder Lernender. Ein Jünger ist nie Meister. Wir sind tatsächlich immer auf dem Weg.
Und jetzt verstehst du vielleicht auch, warum so Leute wie ich dich anregen, in der Bibel zu lesen oder gute Bücher zu lesen. Ja, gut, es ist so. Nimm dir da was mit. Wenn du merkst, da ist ein Buch dabei, das spricht dich an, nimm es mit. Ich bin mir ziemlich sicher, dass, wenn du kein Geld hast, es Jochen dir auch schenkt. Ja, und wenn nicht, verrechnen wir es. Ja, dann ansonsten verrechnen wir es eben mit meinem Budget. Also, ich kriege ja auch was hier für diese Dinge, oder dann ziehen wir das einfach davon ab.
Wenn du sagst, ich lese, das ist mir recht, warum? Weil wir in einem Prozess drinstehen. Du hast ein Leben, und dieses Leben ist das Mittel, das Gott dir gegeben hat, um ihm ähnlicher zu werden, Schritt für Schritt für Schritt für Schritt für Schritt.
Ja, du siehst irgendwo eine Sünde, schmeißt sie raus. Ja, dann siehst du eine neue Sünde, schmeißt sie raus. Siehst du wieder eine neue Sünde, schmeißt sie wieder raus. Dann kommt wieder eine Sünde, schmeißt sie raus. Dann kommt die nächste Sünde, schmeißt sie raus. Und so entwickeln wir uns Schritt für Schritt weiter.

Unreinheit, Herz und die innere Quelle der Sünde

Im Alten Testament gibt es Leute, die sagen, dass das Alte Testament so ein bisschen das Bilderbuch des Neuen ist. Dabei gibt es einen Begriff, den wir heute sehr selten verwenden. Dieser Begriff heißt Unreinheit.
Wenn jemand im Alten Testament unrein war, dann durfte er im Tempel keine Opfer bringen. Also: unrein! Vielleicht muss ich doch noch einmal jemanden schmuddelig machen. Also unrein, versteht ihr? Dreckig! Im Alten Testament bedeutet Unreinheit: Ich darf nicht in den Tempel.
Im Neuen Testament wird man sagen: Gibt es im Neuen Testament Unreinheit? Ja, die gibt es. Jesus greift die Idee wieder auf, die Idee, dass ich, wenn ich zu Gott komme, eine Art Zustand am Leib habe, bei dem Gott selbst sagt: Nein, Freund, so wie du heute drauf bist, das geht nicht. Tut mir leid. Da musst du dich erst einmal waschen. Und solange du da nicht sauber kommst, geht das nicht.
Schlagt mal Markus 7 auf. Was macht Menschen unrein? Markus 7,14. Da geht es um diese Frage: Wie darf ein Mensch zu Gott kommen? Und Jesus sagt: Und als er von der Volksmenge weg in ein Haus eintrat, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis, und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständlich? Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen eingeht, ihn nicht verunreinigen kann?
Also: Was du isst, kann dich nicht verunreinigen. Das ist doch eine schöne Nachricht. Du kannst essen, was du willst, das macht dich nicht unrein vor Gott. Du kannst vor dem Gottesdienst frühstücken, was du willst, das kann dich nicht verunreinigen. Aber es gibt etwas anderes, was uns verunreinigt.
Erst einmal: Warum geht das nicht? Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort, ins Klo. Damit erklärte er alle Speisen für rein. Wunderbar, wir haben die alttestamentlichen Speisegebote hinter uns gelassen.
Aber es gibt natürlich Dinge, die uns unrein machen. Die Frage ist: Was macht dich unrein? Was musst du, wenn du sagst: Ich möchte ein heiliges Leben leben, loswerden? Und Jesus würde sagen, Vers 20: Er sagte aber, was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen.
Was meint Jesus damit? Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor. Bis dahin. Wo fängt Sünde an? In Gedanken. Lange bevor ich etwas tue, fange ich an, über eine Sache nachzudenken. Lange, lange, lange ist es hier oben schon drin.
Und Gott sagt: Ich möchte, dass ihr, wenn ihr zu mir kommt, reinkommt. Ich möchte, dass ihr sauber seid. Ich möchte, dass es in eurem Leben keine Sünde gibt. Ich möchte, dass ihr heilig seid. Nicht heilig in diesem Sinne: Du darfst erst dann zu mir kommen, wenn du alles richtig machst. Das ist nicht der Punkt. Aber so, dass in deinem Herzen die Entscheidung ist: Ich möchte nicht bewusst sündigen.

Die Berufung zur Heiligung und der Kampf gegen die Sünde

Wenn der Geist Gottes in einem Menschen drinsteckt, dann kann man das daran erkennen, dass er in seinem Herzen eine Entscheidung getroffen hat. Und zwar die Entscheidung: „Ich will nicht mehr sündigen.“
Eigentlich kann er nicht mehr sündigen, steht in der Bibel, 1. Johannes 3,9. Gemeint ist: Er kann nicht mehr sündigen einfach so als Lebensstil, er kann nicht mehr Spaß dabei haben. Wenn es in deinem Leben eine Sünde gibt und sie macht dir überhaupt nichts aus, dann kann ich dir fast garantieren, dass du kein Christ bist.
Das Mindeste, was sein müsste, wäre, dass du unglaublich viele Gewissensbisse hast und merkst: Das passt gar nicht mehr zu mir, weil ich zur Familie Gottes gehöre. Gott ist heilig, und er gibt seinen Heiligen Geist in mich hinein. Ich bekomme ein neues ewiges Leben, ich bekomme ein neues Herz, und ich habe eine Lust, eine Sehnsucht danach, alle Sünde loszuwerden. Das ist die Norm. Das ist Christsein.
Wenn du das nicht spürst, warum auch immer, dann mach bitte ein großes Fragezeichen hinter dein Christsein. Dann pass auf, dass du nicht Matthäus 7 einer von denen bist, die irgendwann vor Jesus stehen und sagen: Ja, aber ich war doch auch immer schön artig in der ersten Stunde mit dabei. Und ich habe doch auch immer die Pizza gekauft für die Jugendstunde. Und ich habe doch auch immer die alten Damen, die so komisch riechen, besucht.
Verstehst du, das ist nicht genug. Die Frage ist: Was ist in dir drin passiert? Wenn wir diesen Bruch in unserem Leben haben, wenn wir sagen: Mein Leben gehört jetzt Jesus, dann sagt Jesus auch: Okay, ich möchte dich haben. Und er gibt uns seinen Heiligen Geist. Und dieser Heilige Geist sorgt dafür, dass wir anfangen, Sünde tatsächlich zu hassen, und dass in uns der Wunsch entsteht, Sünde zu lassen.
Und deswegen kann Paulus in 1. Thessalonicher 4,7 sogar formulieren, dass Heiligung, also dieser Prozess, in dem wir Sünde rausschmeißen, unsere Berufung ist. Du musst nicht heilig sein, um zu Gott zu kommen. Du kannst mit dem letzten Dreck, der dein Leben ausmacht, zu Gott kommen. Und Gott sagt: Ich nehme dich in die Arme, wie der verlorene Sohn, der nach Hause kommt, nach Schweinepisse stinkt, dreckig ist, die letzte Dusche wahrscheinlich schon vor drei Jahren gesehen hat. Und der Vater geht ihm entgegen. Er stinkt schon fünf Meilen gegen den Wind, und er nimmt ihn in den Arm und küsst ihn.
Das ist Gott. Das ist unser Gott. So weit geht Gott auf uns zu. Aber dann, wenn er uns geküsst hat, wenn er sagt: Hier bin ich, und du bist bei mir, und ich liebe dich, dann gibt er ihm neue Kleider. Und dann sagt er: Komm rein. Und jetzt gilt es, als Sohn zu leben, als Tochter zu leben. Und dazu gehört, dass wir die Sünde rausschmeißen aus unserem Leben.
Dazu gehört 1. Thessalonicher 4,7: Denn Gott hat uns nicht zur Unreinheit berufen. Er hat nicht gesagt: Jetzt bist du mein Kind, und ich habe so ein Herz für Schmuddelkinder, du kannst bleiben, wie du bist. Es stimmt, dass Gott ein Herz für Schmuddelkinder hat, aber er hat auch eine Dusche. Und das ist das Blut Jesu, das wäscht uns nämlich frei von aller Schuld. Und das wäscht die Sünde ab.
Und dann sagt Gott: Ich würde gerne, dass das so bleibt, dass du verstanden hast, wenn ich dich wasche, dass das das ist, was ich von dir möchte. Ich möchte, dass du mir begegnest als einer, der Heiligung lebt. Wir sind nicht berufen zur Unreinheit, sondern in Heiligung.
Es ist nicht schlimm, wenn es an irgendeiner Stelle in deinem Leben ein Problem gibt, das will ich dir ganz ehrlich sagen. Ich kämpfe heute mit Sünden, die mir bewusst sind, und ich kämpfe dagegen. Schlimm ist Sünde immer nur dann, wenn du nicht kämpfst, wenn du sagst: Ich habe mich irgendwie arrangiert oder ich will sie nicht wahrhaben. Dann wird es ein Problem daraus, weil das nicht Gott entspricht.
Gott sagt: Ich möchte, dass du einen heiligen Lebensstil anfängst.

Radikale Konsequenz und der Hass auf das Böse

Und wenn du jetzt denkst: Was werden meine Kumpels denken, wenn ich das mache? Bin ich nicht verrückt, wenn ich so lebe wie diese Fundichristen, die sich genau an die Bibel halten und da so ganz eng mit Gott sind? Dann bin ich bei meinen Kumpels unten durch.
Und die Antwort lautet: Stimmt, ist so. Ja, da kann ich echt nichts dran ändern, ist so. Sie werden das nicht verstehen. Also, ich meine, meine Freunde, das sind Leute, mit denen ich Abi gemacht habe. Vor 25, 27 Jahren habe ich gesagt: Ich bin Christ. Und übrigens, Berbel, meine Frau, hat sich auch bekehrt. Wir haben uns 600 Kilometer entfernt unabhängig voneinander bekehrt. Und wir wussten beide: Die Beziehung, die wir zueinander hatten, dieses Miteinander schlafen, geht nicht.
Und wir haben uns getroffen und wollten uns eigentlich sagen, dass jetzt Schluss ist. Weil, hm, ja, wir hatten uns ja beide bekehrt. Und stellten fest: Oh, du hast dich auch bekehrt, das ist aber interessant. Ja, ich auch. Wir wussten das vorher nicht. Und dann haben wir gesagt: Okay, wenn wir schon befreundet sind, dann bleiben wir es halt einfach und schmeißen nur das raus, was nicht dazu passt. Heiligung!
Dann haben wir das unseren Freunden erzählt, unseren ungläubigen Freunden. Übrigens, wir schlafen nicht mehr miteinander, wir reden jetzt viel mehr miteinander. Wir wollen jetzt wissen, was Gott für uns hat, wie Gott sich Ehe und Beziehung vorstellt. Wow, ja, vergiss es. Wenn du glaubst, du lebst in einer toleranten Gesellschaft, probier es mal so aus. Da ist null Toleranz. Klammer auf: Wir sind die einzige Beziehung, die noch zusammen ist. Klammer zu. Punkt.
Tja, tja, was soll ich dazu sagen? Was Gott sich vorstellt, hört sich ungefähr so an. Wir kommen noch mal zu unserer Nacktschnecke zurück, so ein bisschen in die Richtung: Römer 12,1-2. Paulo sagt: Wenn du verstehen willst, wie das Leben eines Christen funktioniert, dann musst du deinen Leib, deinen Körper mit all dem, was dich ausmacht, als ein Opfer verstehen.
Ich ermahne euch nun, oder ich ermuntere euch nun, ich rüttel mal ein bisschen an euch nun, Brüder, ihr lieben Schwestern, ihr wisst, dass ihr da auch dazugehört, ja. Also, die Griechen sind da so ein bisschen komisch. Also, Geschwister, was übrigens von Schwester kommt, ja, also wir machen es nur umgekehrt. Also gut, zurück:
Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer. Das ist der Hammer. Du sagst: Was soll ich tun, um ein heiliges Leben zu leben? Und Gott sagt: Oh, das ist ganz einfach. Gib mir einfach dich. Mehr brauchst du nicht, ja, dich. So wie du jetzt gerade da gemütlich sitzt, ja, dich. Ja, einfach nur dich.
Ich möchte dich haben. Und Leib steht hier für deine Körperlichkeit mit allem, was da drinsteckt. Also alles einfach: Begabungen, Intellekt, Kraft. Du nimmst einfach deinen Leib und du nimmst ihn als ein Opfer. Du sagst: Wenn Jesus am Kreuz für mich gestorben ist, wenn das stimmt, dann ist die einzige relevante Antwort darauf, dass ich anfange, ihm zurückzugeben, was ihm seit der Bekehrung schon gehört. Und das ist tatsächlich, das bin ich ganz. Ich möchte, sagt Gott, dich ganz. Ich will dich nicht halb. Ich möchte dich nicht teilen mit deiner Karriere, möchte dich nicht teilen mit deinem Ehepartner, möchte dich nicht teilen mit deinem Computerspiel, mit deinem Shopping-Wahn, mit deinem Beauty-Tick, mit irgendwas. Ich möchte dich nicht teilen, ich möchte dich haben.
Und wenn du verstanden hast, dass Gott ein barmherziger Gott ist, deswegen fängt Paulus so an: Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes. Wenn du kapiert hast, dass du straight highway to hell unterwegs warst und dass Gott dich, diesen Komapatienten, der sich selber überhaupt nicht mehr retten kann, schnappt und aus dem Sumpf zieht und dir schenkt, was du nie verdient hast, weil er am Kreuz gestorben ist, nicht du, wenn du das verstanden hast, dass das aller-, allerbeste, was dir je passiert ist, Jesus am Kreuz ist, dass Karfreitag für dich der Hammer schlechthin ist, dass du alles, was sonst in deinem Leben passiert, die Geburt des ersten Kindes, deine Hochzeit, was weiß ich, der ultimative Karriere-Kick, das Studienfach, was du immer schon haben wolltest, das erste Auto und was dir einfällt, das ist nichts im Vergleich zu dem, was Gott dir schenkt in dem Moment, wo er dich aufnimmt in seiner Familie.
Wenn du sagst, das habe ich verstanden, dass Gott ein barmherziger Gott ist, mich wirklich liebt, und vielleicht kommst du aus einer Family, wo du wenig Liebe erfahren hast, das ist auch meine Geschichte, dann sage ich dir: Du findest in Gott einen Vater, der dich auf eine Weise liebt, wie dein eigener Vater es nie geschafft hat. Und wenn du einen Traum von Vater hast, du findest ihn bei Gott. Ich garantiere dir das.
Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmung Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist. Das ist eigentlich Gottesdienst. Gottesdienst ist nicht unbedingt nur am Sonntag da sein, das nennt sich Gottesdienst. Aber eigentlich fängt Gottesdienst morgens an, wenn du so wach wirst und sagst: Guten Morgen, Herr, was steht an? Ja, da fängt der Gottesdienst an, wo Gott sagt: Okay, was machen wir heute? Na ja, wie geht es denn dir? Ach komm, lass dir mal eine Runde beten, ja, das wäre jetzt irgendwie dran, merkst du selber, oder? Wenn du so in dich hineinhorchst, wir hatten in letzter Zeit vielleicht ein bisschen wenig Gemeinschaft. Und dann beginnt ein Leben mit Gott.
Und wenn du dieses Leben leben willst, dann brauchst du dazu nicht nur diese Entscheidung: Ich möchte mein Leben als Opfer leben, als einer, der ganz bewusst auf diese Karte Jesus alles setzt. Ich spiele mit Jesus gegen die Bank, ja, das tue ich, aber ich werde gewinnen. In gewissem Sinn habe ich gezinkte Karten. Ich weiß nämlich, dass Jesus schon gewonnen hat. Das ist ein bisschen fies, wenn man das so mit dem Rest der Welt vergleicht, aber manchmal ist Leben einfach nicht fair. Und in meinem Fall ist es nicht fair, weil ich auf den Sieger setze. Und ich weiß, dass er der Sieger ist, und ich werde mit ihm gewinnen.

Umdenken, Erneuerung und geistliche Disziplin

Aber um jetzt mit Jesus leben zu können, muss ich umdenken. Ich muss lernen, so zu denken, wie er denkt. Und deswegen heißt es hier in Vers 2: Und seid nicht gleichförmig dieser Welt.
Du musst jetzt schon anders leben als alle anderen. Wenn alle anderen dir sagen: Na ja, das Wichtigste im Leben ist, dass du Knete hast, dass du einen Body hast, damit alle dir hinterhergucken, und dann brauchst du noch, ich weiß nicht, so etwas Tiefergelegtes mit Alufelgen, und du brauchst einen Abschluss XY, da muss schon etwas draus werden, und wenn du nicht das iPhone 87 hast, dann ja ... Versteht ihr? Das ist das, was man dir mitgibt.
Und wenn du nicht aufpasst, dann glaubst du das als Christ immer noch und machst das alles weiter, wie so eine Ratte, die dann halt ständig läuft, läuft, läuft, läuft, läuft, läuft, läuft, läuft, läuft, läuft, läuft. Und jetzt kommt Gott und sagt: Schluss! Stehenbleiben, zack! Und seid nicht gleichförmig dieser Welt. Umdenken! Sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, damit ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
Fangt an, hier oben umzudenken! Ganz, ganz arg wichtig: Fangt an, umzudenken! Und sorry, wenn ich das sage: Dieser Umdenkprozess, dieses Gottkennenlernen, das braucht Zeit. Wenn ihr ein bisschen schneller seid als andere, schafft ihr das in fünf bis zehn Jahren, dass ihr erstens eure Bibel vernünftig gut kennt, wenn ihr heute anfangt, sie einmal im Jahr durchzulesen. Und sagt mir jetzt nicht, das ist zu viel, okay? Das sind vier Seiten.
Der nächste Punkt ist: Ich habe eine Homepage. Jetzt gibt es die Homepage, die heißt Frogwords, die Worte vom Frosch, ja, da war schon da, war schon gut. Da gibt es ohne Ende Material. Wenn du sagst, ich stehe noch am Anfang, schnapp dir den Jüngerschaftskurs hier zum Thema, der heißt Vollgas Jüngerschaftskurs, 116 Lektionen, einfach die nächsten 116 Tage jeden Morgen Spaß haben. Einfach durcharbeiten!
Du musst umdenken, du musst dich füllen mit den Gedanken Gottes. Es ist zu wenig, wenn du auf deinem MP3-Player so ein bisschen nette christliche Musik hörst und morgens dann deine Losungen liest, die drei Verse. Das ist zu wenig. Du brauchst jetzt Masse. Du brauchst Masse und Klasse. Du brauchst gute Predigten, du brauchst gute Bücher, du musst wirklich Gas geben.
Ihr seid mir alle schon ... oder nicht alle, da hinten so eine Fraktion, die hat noch ein bisschen Zeit, okay? Aber hier diese Fraktion: Manche von euch, wenn ihr noch nicht zwei-, dreimal durch die Bibel durch seid, seid ihr schon hinten dran. Ihr habt wahrscheinlich schneller Kinder, die im schulfähigen Alter sind, als euch das lieb ist. Das geht dann nämlich plötzlich ratzfatz. Und von daher geht Gas an der Stelle.
Hier oben muss sich was ändern. Wir müssen durch die Erneuerung des Sinnes verwandelt werden, damit wir wissen, was der Wille Gottes ist. Ich muss den Willen Gottes für mein Leben kennen, damit ich tatsächlich im Kampf gegen die Sünde bestehen kann. Nochmal: Der Kampf gegen Sünde ist Pflicht, nicht Kür.

Die zerstörerische Macht der Sünde

Möchte euch jemanden vorstellen. Kriege ich mal einen Honey Badger, bitte? Honey Badger, dankeschön. Oh, ist er süß, oder?
Also, ich war den ganzen März in Südafrika, habe Urlaub gemacht und habe dann so ein Gehege besucht, wo man reingeht und dann mit den Tieren im gleichen Raum ist. Das sind dann so Wildkatzen. Und wir kamen gerade bei den Geparden raus. Davor gehst du da so rein und siehst die Geparden liegen und bist froh, dass sie schlafen. Dann kommst du da wieder raus und hast jemanden hinter dir, so einen, der auf dich aufpasst, damit auch wirklich nichts passiert, weil das wilde Tiere sind.
Und dann laufe ich da so an dem Gehege entlang und sehe diesen kleinen schwarz-weißen Kerl. Der ist ungefähr so groß im Gehege. Und der kommt da so gemütlich auf einen zu. Und ich denke: Mann, ist der süß! Ich wäre am liebsten hin und hätte so ein bisschen Gulligulli gemacht.
Und er sagt hinter mir, dieser große Guide, der uns eben bei den Geparden geführt hat, er sagt: In das Gehege, da trauen nur ich mich rein und mein Kumpel, sonst keiner. Ich denke: Hallo! Und er sagt, das ist eines der gefährlichsten Tiere Afrikas. Es ist definitiv das mit der wenigsten Angst.
Dieser kleine Honey Badger hier hat ein Fell, da geht keine Schrotkugel durch. Der wird von Puffottern, das sind wirklich giftige Schlangen, und Kobras, die frisst er leidenschaftlich gerne. Und es gibt Filme, könnt ihr euch bei YouTube anschauen, da werden die gebissen, beißen vorher noch, bevor das Gift wirkt, die Schlange tot. Fall um, zwei Stunden starre, schütteln sich und fressen weiter. Aber das ist nicht der Punkt.
Dieses Tier hat vor nichts Angst, vor absolut nichts. Dieses Tier nimmt Hyänen ihre Beute weg, wenn es sein muss. Dieses Tier läuft mitten durch Löwenrudel durch und kein Löwe traut sich ran. Warum? Weil dieses Tier dafür bekannt ist, dass es Löwen umbringen kann. Da sagst du: Hallo, wie macht er das?
Und als ich hörte, wie er es tut, dachte ich: So arbeitet Sünde.
Weißt du, wieso ein kleiner Honey Badger einen Löwen plattmacht? Ganz einfach: Er wühlt sich unter den Bauch bis dahin, wo die Testikel hängen, und dann reißt er da unten alles auf und weg, was er kriegen kann. Und der Löwe, entmannt und blutend, bleibt einfach liegen und stirbt.
Und ich dachte mir: Dieses kleine Tierchen da, das sieht so süß aus. Und manchmal ist das mit der Sünde genau so. Du siehst die Sünde und denkst: Das kann doch nicht so schlimm sein. Ja, die Sünde ist so süß. Die Bibel sagt, Sünde ist leicht umstrickend. Manchmal kommt Sünde daher wie der kleine Honey Badger: Hab mich lieb.
Aber wenn du dich mit ihr einlässt, und verzeiht mir die Sprache, dann packt sie dich bei den Eiern. Reißt dir den Bauch auf und du verblutest. Das muss dir einfach klar sein. Wenn du mit Sünde in deinem Leben spielst, dann macht sie dich kaputt. Und sie wird dir nie geben, absolut nie geben, was du dir von ihr erhoffst.
Wenn du dir anschaust, was Sünde im Leben eines Gläubigen anrichten kann, ich gebe dir mal einen kurzen Überblick, um dir zu zeigen, dass Sünde, wenn du sie in deinem Leben duldest, dich wirklich packt, wo du am verwundbarsten bist, und dich kaputtmacht. Sünde kostet dich einfach alles.
Gehen wir mal zehn Punkte durch. Was macht Sünde im Leben eines Gläubigen? Damit du Angst bekommst vor der Sünde, damit du erschrickst vor der Idee: Ich gönne mir da so ein bisschen einen kleinen Honey Badger in meinem Leben. Wird schon nichts machen. Doch, wird dich kaputt machen.
Wenn Sünde in deinem Leben ist, dann betrübt die Sünde den Heiligen Geist. Wenn du denkst, dass Gott dich führt und deine Gebete erhört, kannst du das knicken. Wenn du Sünde in deinem Leben hast, dann entehrst du Gott. Denn eigentlich bist du dazu da, Gott zu verherrlichen. Und wenn du Sünde in deinem Leben hast, dann kannst du das nicht tun. Du verherrlichst Gott nicht, sondern du entehrst ihn.
Wenn du Sünde in deinem Leben hast, dann verhindert die Sünde die Erhörung deiner Gebete. Wenn Sünde in deinem Leben ist, dann stell dich nicht hier vorne hin und spiel Gitarre oder mach sonst etwas, denn sie nimmt dir die Berechtigung zum Dienst. Jeremia 5,25. Sünde nimmt dir die guten Gaben Gottes. Gott möchte dich beschenken, aber er kann es nicht. Er kann nicht nur nicht deine Gebete erhören, sondern er kann dich nicht beschenken.
Sünde wird dir die Freude an der Errettung nehmen. David sagt es. Sie hemmt dein geistliches Wachstum. Wenn du denkst: Ich möchte mal so eine Eiche der Gerechtigkeit, ich möchte mal ein toller Vater werden, ich möchte über die Leute hinauswachsen, die ich kenne, wenn du sagst: Ich möchte eine Mutter werden, die es echt drauf hat, oder eine Frau Gottes, die weise ist, ein Mann Gottes, der wirklich mannhaft ist, es wird nicht klappen, wenn du Sünde in deinem Leben hast.
Und Gott wird, wenn du sündigst, dich bestrafen. Eventuell schmeißt sogar die Gemeinde dich raus. Sünde macht dich unbrauchbar für Gott. Sünde belastet das Miteinander in der Gemeinde, in der Ehe sowieso. Wenn du sündigst, dann hast du im Abendmahl nichts verloren. Und sie bedroht sogar dein Leben und kann bis zum Tod führen.
Das ist das, was Sünde tut. Und ich bitte dich, dass du dir das vor Augen malst, dass du dir das merkst. Und wenn du in deinem Leben sagst: Ich bin Christ, und du bist es, und du hast irgendwo so deinen persönlichen Honey Badger, dann spiel mit ihm nicht herum.
Wisst ihr, man kann auch einen Honey Badger erschlagen. Es ist ein bisschen schwieriger, weil er ein bisschen tougher ist. Aber wenn du ordentlich draufhaust, stirbt er auch. Und das ist das, was wir mit Sünde tun müssen.

Bekennen, lassen und konsequent leben

Deswegen heißt es in den Psalmen, ich mag den Vers, weil er so tough ist: „Die ihr den Herrn liebt, hasst das Böse.“ Also: „Die ihr den Herrn liebt, hasst das Böse.“ Okay, mach das mit, damit es besser geht. Also nochmal: „Die ihr den Herrn liebt, hasst das Böse.“ Wir wollen aber hier. Also: „Die ihr den Herrn liebt, hasst das Böse.“ Amen, das ist es. Genau darum geht es.
Wenn du sagst: Ich liebe den Herrn, dann hasst du das Böse. Dann schmeißt du Sünde aus deinem Leben raus. „Ja, ich habe gar keine Sünde.“ Doch, hast du, garantiere ich dir. Im Vaterunser heißt es nämlich: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ Jesus würde uns kein Beispielgebet beibringen, wenn das so nach dem Motto wäre: „Nö, habe ich gar nicht.“
Johannes wird sagen: Wenn du dich hinstellst, 1. Johannes 1,8-9, und so tust, als würdest du keine Sünde haben, dann bist du ein Lügner. „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.“
Was sollen wir tun, wenn wir Sünde in unserem Leben finden? Wie müssen wir mit den kleinen Honeybadgers umgehen? Wir müssen sie bekennen, unsere Sünden, und wir müssen sie lassen. Wenn du den Vers nicht auswendig weißt, dann lern ihn auswendig: Sprüche 28,13. Ganz wichtiger Vers zum Thema Heiligung.
„Wer seine Verbrechen zudeckt“ – wenn du sagst, bei mir gibt es nichts – „wer seine Verbrechen zudeckt, wird keinen Erfolg haben; wer sie aber bekennt und lässt, wird Erbarmen finden.“
Möchtest du Erbarmen vor Gott? Möchtest du, dass Gott in dein Leben hineinschaut und sagt: Ich sehe dich, und ich nehme dich mit. Ich begleite dich, und ich mache genau das. Jetzt brauche ich dich doch noch mal, ja. Möchtest du, dass Gott dir quasi die Hand auf die Schulter legt und sagt: Komm, den Weg gehen wir gemeinsam. Den Weg da drüben hin, komm, das schaffen wir. Möchtest du das?
Und wenn du sagst: Ja, das möchte ich. Ich möchte, dass Gott mich bei der Schulter packt, wie ein Vater ist, wie ich selber nie einen Vater hatte. Ein Freund ist, wie ich nie einen Freund hatte. An meiner Seite steht, wie nie jemand an meiner Seite stand. Und ich möchte, dass er mit mir Schritt für Schritt, Schritt für Schritt geht. Wenn du das möchtest, dann nimm das ernst, was da steht: dass du Sünde bekennst und lässt. Nicht nur bekennen, bekennen, bekennen, bekennen und nichts machen, sondern bekennen, aus tiefstem Herzen betroffen sein und dann lassen.
Und wenn du merkst: Das kriege ich alleine nicht hin, ja, das gibt es. Es gibt manche Sünden, die wird man vielleicht alleine nicht los. Und ich habe da jetzt leider keine Zeit dafür, über den Umgang mit Sünden in aller Tiefe mit euch zu reden. Manchmal braucht man einen Zweiten und einen Dritten. Manchmal braucht man eine Gemeinschaft. Manchmal muss man Sünde bekennen, manchmal muss man vor Sünde fliehen. Sünde ist ein Thema, das ist spannend, aber klar ist: Du musst sie loswerden.

Schlussgedanke: Das Ziel von Christsein

So, im ersten Vortrag ging es darum, dass ihr versteht: Wer Christ wird, der hat einen Bruch in seiner Geschichte. Er sagt wirklich zu dem alten Leben Tschüss.
Im zweiten Vortrag ging es mir darum, euch zu zeigen, dass wir, wenn wir Tschüss zum alten Leben sagen, auch Hallo sagen. Und wir sagen Hallo zur Heiligung, dazu, dass wir Sünde aus unserem Leben rausschmeißen, dass Jesus ins Zentrum unseres Lebens gerückt wird als die absolute Nummer eins und dass der Heilige Geist uns verändern darf in das Bild Jesu. Wir machen uns tatsächlich auf den Weg, Jesus Stück für Stück ähnlicher zu werden. Das ist die Idee von Christsein.
Ich weiß nicht, ob du diese Idee kennst und ob du sie lebst. Aber mein Tipp für alle, die sagen: Ja, das habe ich doch schon mal verstanden, das ist eine schöne Idee: Schau in dein Leben, wo Sünde ist, und dann schmeiß sie raus, angefangen bei den Gedanken. Wirklich raus, egal, was es dich kostet.
Letzter Gedanke: Sei radikal. Nimm den Volksstil, sei so brutal radikal, dass du sagst: Ich bin nicht bereit, Sünde in meinem Leben zu dulden. Ich hasse sie.
Die ihr den Herrn liebt? Oh, boah, boah, boah, ich weiß, dass ihr alle auf Farbenbrot wartet, aber komm, ich bin fertig. Aber noch einmal, noch einmal: Die ihr den Herrn liebt? Und jetzt verdoppeln wir das: Die ihr den Herrn liebt? Na, ist doch ganz einfach, ja, das ist wunderbar. Tschüss.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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