Rückblick und Einführung in das Thema Liebe im Neuen Bund
Wir machen dort weiter, wo wir letzte Woche aufgehört haben. Für alle, die nicht wissen, was wir letzte Woche besprochen haben: Überhaupt kein Problem, ich wiederhole alles, was ihr wissen müsst.
Das Thema letzte Woche war Liebe – Liebe im Neuen Bund. Dahinter steckt die Idee, dass wir uns dieses Jahr mit dem Alten Testament beschäftigen. Deshalb gibt es auch diesen Bibelleseplan, der durch weite Teile des Alten Testaments führt.
Dabei betrachten wir immer wieder ein und dieselbe Frage: Wie übertragen wir eigentlich die moralischen Gebote des Alten Testaments, des alten Bundes, des Bundes, der am Berg Sinai mit dem Volk Israel geschlossen wurde, in den neuen Bund? Vor allem ist das wichtig, weil der Herr Jesus an einer Stelle Folgendes sagt:
Matthäus 5,19-20: „Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht ein Jota oder ein Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer nun eines dieser geringsten Gebote auflöst und die Menschen so lehrt, wird der Geringste heißen im Reich der Himmel. Wer sie aber tut und lehrt, wird groß heißen im Reich der Himmel.“
Damit man auch ein bisschen versteht, was er meint, erklärt er: Ein Jota ist der kleinste Buchstabe, und ein Strichlein ist noch weniger – ein Teil eines Buchstabens. Es soll also nichts vom Gesetz vergehen. Das Gesetz hat eine bleibende Bedeutung.
Die Frage ist in dem Zusammenhang: Welche Bedeutung hat es? Und deswegen ist es total interessant zu sehen, dass Jesus das seinen Jüngern nochmals sagt. Es geht nicht, dass wir auch nur ein noch so kleines Gebot in der Bibel auflösen – im Sinne von für ungültig erklären.
Wir sollen auch die kleinen und vermeintlich unsichtbaren Gebote ernst nehmen. Wir sollen sie tun und lehren. Es ist die Aufgabe der Leute hier vorne, euch damit irgendwie in Verbindung zu bringen. So, und...
Vom Alten zum Neuen Bund: Liebe als Grundprinzip
Damit man jetzt genau weiß, was damit gemeint ist, denn man könnte vieles denken, bringt der Herr Jesus konkrete Beispiele. Matthäus 5,21 ist so ein Beispiel:
Ihr habt gehört, im Alten Bund, dass zu den Alten gesagt ist: „Du sollst nicht töten.“ Wer aber töten wird, der wird dem Gericht verfallen sein.
Ich aber sage euch: Jetzt springen wir in die Prinzipien des Neuen Bundes, dass jeder, der seinem Bruder zürnt, dem Gericht verfallen sein wird. Wer aber zu seinem Bruder sagt: „Raka“, dem Hohen Rat verfallen sein wird. Wer aber sagt: „Du Narr“, der Hölle des Feuers verfallen sein wird.
Wenn du deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar stehen. Geh vorher hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und bring deine Gabe dar.
Also, im Alten Bund geht es ums Töten. Im Neuen Bund merken wir, dass es um Versöhnung geht. Aus dem „Du sollst nicht töten“ wird eine Suche mit aller Kraft nach intakten Beziehungen.
Der Mord ist einfach nur die Art von Beziehungsabbruch, die eine Gesellschaft ahnden muss. Aber eigentlich fängt „Du sollst nicht morden, du sollst nicht töten“ da an, wo ich ohne Grund auf jemand anderen zornig werde.
Wo sich dieser Zorn dann in Form von Unmut zeigt – „Raka“ ist eigentlich kein Wort, das ist eine Beleidigung. Wo sich das anfängt, wo ich den Unmut so herauslasse. Und wenn ich dann auch noch jemand anders mit Worten diffamiere – „Du Narr“ –, da bin ich weit jenseits von Gut und Böse. Da bin ich schon richtig, richtig falsch unterwegs.
Jesus stellt uns im Neuen Bund also die Frage: Wozu ist das Gebot „Du sollst nicht töten oder morden“ da? Wo fängt das Böse in deinem Herzen eigentlich an, in deinen Gedanken? Wo fängt das an?
Und was Jesus hier für das Morden tut, kann man jetzt für alle moralischen Gebote des Alten Testaments tun. Man kann sie als Ausdruck des Liebesgebotes verstehen.
Die neue Dimension der Liebe im Neuen Bund
Und jetzt kommt der Clou: Man kann das sogar auf das Liebesgebot des Alten Testaments anwenden. Dort heißt es im Alten Testament, 3. Mose 19,18: „Du sollst dich nicht rächen und den Kindern deines Volkes nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der Herr.“
Wir merken, dass hier Liebe als Gegenteil von Rache und Groll verstanden wird. Es geht darum, nicht zu rächen und keinen Groll zu hegen.
Wenn wir das lesen, könnten wir sagen: „Check, check.“ Aber dann kommt Jesus und zeigt uns am Kreuz, was er unter Liebe versteht. Er sagt: „Hey, ich hätte da eine Idee. Wollt ihr nicht so lieben, wie ich euch geliebt habe?“
Und plötzlich bedeutet das, wie es in 1. Johannes 3,16 heißt: „Hieran haben wir die Liebe erkannt, dass er für uns sein Leben hingegeben hat. Auch wir sind schuldig, für die Brüder das Leben hinzugeben.“
Merk dir: Das ist eine ganz andere Qualität. Es geht nicht nur darum, dich nicht zu rächen, nichts nachzutragen und nicht grollig zu sein. Es bedeutet, bereit zu sein, für die Geschwister, für die Leute, die hier sitzen, für die Menschen, die mit dir in einer Gemeinde sind und für die du Bruder oder Schwester geworden bist, dein Leben hinzugeben.
Das ist die Qualität von Liebe, die Gott fordert, die er vorlebt und von uns erwartet.
Die praktische Beschreibung der Liebe und ihre Herausforderungen
Wir sind jetzt einen Schritt weitergegangen und haben uns beim letzten Mal den Ersten Korintherbrief, Kapitel 13, angeschaut. Dort wird die Liebe praktisch beschrieben. Ich lese den Text noch einmal ab Vers 4 vor:
Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie neidet nicht, sie tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf, sie benimmt sich nicht unanständig. Sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern und rechnet Böses nicht zu. Sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern freut sich mit der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles und erduldet alles.
So verhält sich Liebe.
Wenn wir uns noch einmal kurz vergegenwärtigen, was ich zum Gebot „Du sollst nicht töten“ gesagt habe, dann wissen wir, worum es jetzt geht. Nun müssen wir uns die Frage stellen: Wo fängt eigentlich das lieblose Verhalten an, wenn wir wissen, was Liebe ist?
Liebe heißt hier, langmütig zu sein, im Sinne von geduldig und fröhlich den anderen zu ertragen. Das bedeutet übrigens, kleiner Einschub, nicht, dass man Leute, die jeden Gottesdienst zu spät kommen, nicht auch mal daran erinnern darf, wann der Gottesdienst anfängt. Es heißt nur, dass wir das nicht tun, weil wir ungeduldig oder genervt sind.
Wir tun es zwar, aber aus einer anderen Motivation heraus. Wir tun es, weil wir dem anderen helfen wollen, höflicher und liebevoller zu werden, jemand zu werden, der mehr wie Jesus ist. Wir handeln also aus einer anderen Motivation heraus.
Wir müssen verstehen, dass manchmal das gleiche Tun mit der falschen Motivation falsch ist – nicht, weil man die Sache selbst tut, sondern weil die Motivation falsch ist. Augenrollen und ungeduldig sein können Sünde sein. Den anderen hingegen in Liebe anzusprechen und zu ermahnen, ist völlig in Ordnung.
Aber bleiben wir beim Thema Ungeduld.
Selbstreflexion und Umgang mit Schwachstellen in der Liebe
Wo fängt Ungeduld und Intoleranz an?
Wir hatten beim letzten Mal so eine Übersicht, und diese Übersicht finde ich nach wie vor genial. Darin wird das Thema Liebe, wie es in 1. Korinther 13 beschrieben wird, in unterschiedliche Punkte eingeteilt. Ganz links steht die Tugend, dann folgt „fast richtig“, also ehrlich gemeint, aber im Verhalten schon daneben. Danach kommt „verdeckt ungehorsam“, das heißt, es ist schon deutlich destruktiv, aber derjenige, der so auftritt, möchte nicht, dass man merkt, wie er wirklich ist. Zum Schluss folgt die Untugend, also das Gegenteil von Liebe, voll daneben.
Ich werde diese Liste jetzt nicht noch einmal durchgehen, weil wir sie ja letztes Mal besprochen haben. Ihr dürft sie mit nach Hause nehmen. Wer sie irgendwo herunterladen möchte: Ich habe sie auf frogwords.de auf der Startseite oder, wenn man das später mal nachhört, unter dem Stichwort „Liebe im Neuen Bund“. Dort ist diese Folie zu finden.
Ich habe euch letzte Woche darum gebeten, dass ihr für euch den Zettel, den ihr ja schon bekommen habt, mal umkringelt, wo ihr euch selbst seht. Ich habe mir dann gedacht, ich zeige euch, wie es bei mir aussieht.
So, das ist meine eingekringelte Liste. Da merkt man schon eine ganze Menge auf der linken Seite, wo ich denke: Ja, das machst du eigentlich schon ganz richtig. Aber es gibt ein paar Punkte, bei denen ich sage: Da ist Luft nach oben, da treffe ich mich.
Ich kann euch ein paar Dinge zeigen. Zum Beispiel habe ich bei „Selbstlosigkeit“ eingekringelt, dass da noch Luft nach oben ist. Ich wäre gern selbstloser, im Sinne davon, dass ich die Dinge, die ich tue, vielleicht doch manchmal mit der stillen Hoffnung mache, ich bekomme dann von den Ältesten einen Fresskorb oder so. Versteht ihr? Irgendwie so etwas, wo man sich selbst ganz ehrlich hinterfragt: Wie selbstlos bist du eigentlich?
Oder bei „Lässt sich nicht erbittern“. Da hat jemand von mir ein Bild geklaut und dann einen diffamierenden Song auf YouTube gemacht. Das ist eigentlich nur böse. Und wenn man das mitbekommt und weiß, dass derjenige eigentlich die ganze Zeit gegen einen wettert, dann fühlt man sich im ersten Moment schon ein bisschen gekränkt. Dieses „lässt sich nicht erbittern“, diese innere Ruhe und Gelassenheit – wenn man das zum ersten Mal betrachtet und den Text durchliest, denkt man sich: Da ist für mich einfach noch Luft nach oben.
Ich habe auch gemerkt, dass ich dazu neige, bei Sünde zu lange wegzuschauen. Ich schaue bei anderen Leuten weg und wenn ich dann doch etwas sage, werde ich manchmal zu grob, weil ich zu lange weggeschaut habe. Vielleicht hätte ich früher etwas sagen sollen.
Bei mir habe ich außerdem festgestellt, dass ich manchmal bei den ganz schrägen Vögeln, die sich nicht so gut verstehen, nicht sofort reagiere. Ich würde niemanden fallen lassen, das ist nicht mein Ding. Aber mal zwischendrin keinen Bock mehr auf den anderen zu haben, das gibt es leider schon.
Dann ist mir aufgefallen – gebt uns mal noch die Folie bitte – dass dort hinten der Begriff „Lästerung“ steht. Den habe ich gelesen und dachte: Jürgen, das machst du manchmal. Nicht in einer ganz fiesen, bösen Weise, sondern eher nüchtern, indem man einfach nur die Fakten zusammenträgt. So bin ich also.
Keine Ahnung, wie ihr drauf seid. Ich weiß auch nicht, ob ich mich überall richtig einschätze. Darum geht es auch nicht. Es geht darum, dass ihr ein bisschen versteht: Aha, wenn ich zusammen bin, male ich mal meine Kringel. Seid ehrlich, aber seid bitte auch barmherzig. Seid eher ein bisschen zu nett.
Schaut mal, wo in eurem Leben es in puncto Liebe, wenn ich Liebe lebe, so wie der Neue Bund es sich wünscht, mit einem Vorbild, der am Kreuz für mich stirbt, noch Entwicklungsbedarf gibt.
Unterschiedliche Schwerpunkte von altem und neuem Bund
Wenn ihr das gemacht habt, stellt sich die Frage: Was kommt dann?
An dieser Stelle merkt man besonders den Unterschied zwischen altem und neuem Bund. Im Alten Bund, im Alten Testament, geht es stark darum, die Sünde im eigenen Leben zu entdecken und zu begreifen, dass man verloren ist. Das ist die zentrale Idee des Alten Testaments. Es möchte vermitteln: Du brauchst einen Retter.
Im Neuen Bund weiß ich das jedoch schon. Versteht ihr? Ich hätte mich ja nicht bekehrt, wenn ich nicht wüsste, dass ich ein Sünder bin. Das haben wir ja im Zeugnis vorhin gehört. Ich weiß, was ich ausgefressen habe, ich habe die Liste der Sünden vor Augen.
Deshalb geht der Neue Bund auch über den Alten Bund hinaus. Im Alten Bund merke ich: Ich bin Sünder. Im Neuen Bund geht es darum, wie man Liebe lebt. Es geht darum, dass Gott selbst meine Seele heilt und mich zu einem Liebhaber macht – zu einem Liebhaber von Menschen und letztlich auch zu einem Liebhaber Gottes.
Es ist wirklich wichtig, dass wir diesen Unterschied zwischen Altem und Neuem Bund gut verstehen. Man kann nämlich auf diese Übersicht mit den Kringeln schauen – wenn ihr sie denn gemacht habt – und dann denken: Boah, wenn Gott das alles von mir will, dann bin ich ja nie fertig.
Die gute Nachricht lautet: Stimmt, du bist nie fertig. Deswegen kann Jesus auch sagen: Matthäus 5,48: „Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ Das ist mein Ansatz, oder? Sei vollkommen, wie Gott vollkommen ist.
Da kann man nur sagen: Autsch! Ja, entweder meint er das nicht ernst, oder er meint es auf eine Weise ernst, dass wir begreifen müssen, dass es im Neuen Bund nicht darum geht, einem Maßstab zu genügen, den Gott uns gibt.
Und jetzt kommt ein ganz wichtiger Satz: Gott sucht nicht Perfektion, sondern Gott sucht Ehrlichkeit. Ich habe das oft gepredigt und ich denke, ich werde es noch oft predigen: Gott hat kein Problem mit deiner Sünde. Er hat nur ein Problem damit, dass wir Sünde verstecken, dass wir uns selbst belügen und uns hinstellen und sagen: „Hey, wir sind die Guten.“ Das sind wir nämlich nicht.
Wenn du diese Übersicht anschaust und denkst: Boah, nicht noch ein Anspruch! Was will Gott denn noch alles von mir? Wenn das deine Gedanken sind, dann bist du noch nicht in der Freiheit Gottes angekommen – noch nicht frei, wie Gott dich frei machen möchte.
Diese Übersicht hier ist eine brutale Aufdeckung unserer Schwachheiten. Ich glaube, ich kann das so sagen. Wenn hier jemand sagt: „Ich habe nur auf der linken Seite die Kringel gemacht, mir ist überhaupt nichts eingefallen.“ Super! Ja, erklär mir, wie du das hinkriegst, ich würde dich gerne als Vorbild haben.
Aber dieses brutale Aufdecken von Schwachpunkten in meinem Leben ist Gottes Geschenk an dich. Es ist eine Sammlung genialer Ideen, die Gott mir gibt, damit ich verstehe, wie ich mehr wie Jesus werden kann. Und wisst ihr was? Es geht nicht nur darum, mehr wie Jesus zu werden, sondern auch darum, wie ich mehr ich selbst werden kann.
Aber nicht nur das: Nicht nur ich werde mehr ich, ich werde brauchbarer, ich werde reifer, ich werde bessere Beziehungen leben. Das heißt, wenn Gott dir deine blinden Flecken zeigt, wenn er deine Schwachpunkte aufdeckt, die Lügen, die du glaubst, diese komischen Glaubenssätze, mit denen du dein Leben irgendwie anfüllst, dann macht er das immer nur mit einem einzigen Ziel – weil er es hemmungslos gut mit dir meint.
Das müssen wir verstehen: Gott meint es hemmungslos gut mit uns. Lasst uns als Kinder Gottes das bitte verstehen. Wir dürfen an die Güte Gottes glauben. All das, was wir über Liebe gelesen haben, das ist Gott selbst für uns.
1. Korinther 13,4-7: Diese Begriffe kannst du immer einsetzen. Gott ist so im Umgang mit mir. Gott ist ein Gott, der Zeit hat, der geduldig ist, der gerne gibt, der uns jeden Fortschritt gönnt, der uns nicht überfordert, der selbst bereit ist, alles zu geben, der sich nie zurückzieht, der uns immer wieder neu vergibt, der null Freude daran hat, dass Sünde unser Leben kaputt macht.
Er ist ein Gott, der immer auf unserer Seite dasteht. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber dieses Gleichnis vom verlorenen Sohn, wo der Vater da steht und wartet, dass der Sohn endlich umkehrt – ist das nicht berührend? Da ist einer, der uns nie aufgibt, selbst wenn wir gerade bei den Schweinen quasi unseren Kopf in den Trog stecken, dann ist er immer noch auf unserer Seite.
Mir ist es so wichtig, dass wir den Unterschied zwischen altem und neuem Bund verstehen, diese unterschiedlichen Prinzipien. Wir dürfen nicht das, was im Alten Bund wichtig war – Sünde zu entdecken –, in den Neuen Bund hineinlesen. Sondern wir müssen begreifen, dass, wenn Gott uns zeigt, was Liebe ist und wo wir uns noch verändern dürfen, dann ist das ein Dürfen. Es ist ein Vorrecht.
Ich darf anders werden. Es ist sein Geschenk. Es ist Gnade.
Praktische Schritte im Umgang mit Sünde und Liebe
Wenn ich mit meinem Enkel Daniel Schach spiele, dann passiert es manchmal, dass er einen weniger guten Zug macht. In solchen Momenten weise ich ihn darauf hin und sage: „Schau, wenn du diesen Zug machst, kostet dich das den Springer.“
Dann nimmt er den Zug zurück und versucht es anders. Das mache ich nicht, um ihm zu zeigen, wie gut ich im Schach bin. Ich tue das für ihn.
Gott ist genauso. Wenn er dir zeigt, dass du gerade dabei bist, einen falschen Zug zu machen, der dich später viel mehr kostet, als du jetzt vielleicht siehst, dann tut er das zu deinem Wohl. Das ist die Liebe Gottes im Neuen Bund.
Die Männer von unserem Klickstop-Zoomtreff haben sich letzten Montag darüber unterhalten, was Sünde alles im Leben kaputtmacht. Das war, glaube ich, das Thema.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr etwas aufgeschrieben habt. Die Ergebnisse darüber, was Sünde im Leben eines Menschen, besonders eines Mannes, zerstört, könnt ihr euch bei ihnen abholen. Dennis wird euch das gerne weiterleiten.
Es ist so wichtig, dass wir verstehen: Sünde macht kaputt.
Jetzt geht es mir noch einmal um die Haltung, mit der ich auf die „Kringel“ schaue.
Im Folgenden kommen fünf Punkte, wie man ganz konkret mit den Baustellen umgeht, die man entdeckt, also dort, wo der Kringel nicht ganz links ist.
Punkt eins:
1. Freude über den Maßstab
Ich freue mich. Das ist der wichtigste Punkt. Ich freue mich über das Vorrecht, einen Maßstab im Leben zu haben, der ewig ist. Einen Maßstab, der sich nicht alle paar Jahre neu dem Zeitgeist anpasst, bei dem du nicht wissen musst, ob das, was ich heute noch tue, morgen schon richtig ist.
Heute soll ich noch eine Frau haben, und morgen sollen es zwei sein? Versteht ihr, bei Gott ändert sich erst einmal nichts. Deshalb ist die erste Reaktion, wenn du eine Sünde in deinem Leben entdeckst, Halleluja, ich hab dich! Das ist cool.
Das gilt natürlich erst einmal für die Leute, die bekehrt sind. Wenn du hier sitzt und sagst: Ich bin eigentlich noch gar kein Christ, Jesus ist nicht Herr in meinem Leben, ich bin noch nicht bekehrt, dann ist es, wenn ich Sünde entdecke, eine ganz andere Geschichte.
Denn wenn ich im Wort Gottes Sünde entdecke, begegne ich meinem Richter. In Johannes 12 heißt es dazu: Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, hat den, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, wird ihn am letzten Tag richten.
Also, wenn ich noch nicht bekehrt bin, ist das Wort Gottes mein Richter. Es will mich dazu auffordern, die ganze Sache mit Gott zu machen, damit das, was wir im Zeugnis von Christina gehört haben, in meinem Leben Realität wird. Dass ich ein Kind Gottes werde durch den Glauben an den Herrn Jesus, der für meine Schuld am Kreuz gestorben ist.
Aber wenn ich das habe, wenn ich sage, ich bin Kind Gottes, und du entdeckst die nächste Sünde in deinem Leben, dann heißt es: Tschaka, Halleluja, ich habe dich!
Erster Punkt. Zweiter Punkt.
2. Sünde bekennen
Ich bekenne sie. Sünde ist dazu da, bekannt zu werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es nur ein bisschen lieblos war oder ob es richtig daneben war. Ich bekenne sie.
Jetzt könnte jemand sagen: „Jürgen, soll ich wirklich Augenrollen bekennen? Oder wenn ich ein bisschen eingeschnappt war oder nachtragend?“ Gute Frage.
Gegenfrage: Was hält dich davon ab? Warum nicht? Ist das, wenn du die Frage stellst, Weisheit oder Dummheit? Steckt hinter der Frage der Geist Gottes oder ist es vielleicht dein Ego, das sich Gott nicht beugen will?
Ich glaube, die Antwort ist klar. Wir dürfen und sollen jede Sünde bekennen. Achtung: Wir bekennen das, was wir erkennen. Wenn du eine Sünde nicht erkannt hast, kannst du sie nicht bekennen – das ist klar. Aber dort, wo ich Sünde erkenne, soll ich nicht nach Ausflüchten suchen, sondern ehrlich werden.
1. Johannes 1,8-9: Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Du bist kaputter, als du dir das vorstellen kannst.
Glaub mir: Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist Gott treu und gerecht. Er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von jeder Ungerechtigkeit. Also auch den kleinen Mist in deinem Leben, wo du denkst: „Boah.“ Mein Tipp ist einfach: Bekenne das Zeug.
Dritter Punkt:
3. Experte werden
Werde Experte. Beschäftige dich mit deinen Kringelsünden, lerne Bibelverse auswendig und unterhalte dich mit anderen darüber, wie es ihnen damit geht.
Stell dir vor, wir würden uns unten beim Kaffee treffen. Dann würde einer den anderen fragen: „Hey, fällt es dir eigentlich auch so schwer, innerlich nicht zu stöhnen, wenn immer Leute zu spät zum Gottesdienst kommen? Wie geht es dir damit? Wie schaffst du es eigentlich, so höflich und ruhig zu bleiben? Findest du das nicht auch total respektlos und doof?“
Da kann man ja mal den anderen fragen: „Wie machst du das? Ich merke, bei mir brodelt es, bei dir brodelt es nicht. Sag mal, warum brodelt es bei dir nicht?“
Werde Experte und schau dir deine Sünde von allen Seiten an. Welches Verhalten fördert das Falsche? Welches Verhalten fördert die Sünde? Wann und wo bist du besonders anfällig?
Wenn ich wenig geschlafen habe, ein bisschen zu viel Alkohol getrunken, oder Stress mit den Kindern hatte – gibt es dann noch Leute, die du um Vergebung bitten musst? Finde Worte für das, was du da tust. Das ist ganz wichtig: Gib dem Tun Worte.
Wir können nämlich nur das ändern, was wir benennen können. Das ist ein bisschen blöd, aber du musst sagen: „Ich mache das falsch“, um dann darüber nachzudenken, wie du es anders machst.
Und es gibt noch einen anderen Grund. Stell dir vor, du bist Experte in Sachen Augenrollen und ein bisschen eingeschnappt sein. Weißt du was? Du wirst zum Segen für ganz viele andere, weil du mit deinen Erfahrungen anderen helfen kannst.
Wie viele Leute haben an dieser Stelle vielleicht ein Problem? Du bist doch nicht der einzige oder die einzige! Jetzt kannst du sagen, wenn sie ein Schild hochhalten: „Ich bin Experte in Sachen Augenrollen. Immer wenn euch das passiert, weiß ich, wie es geht. Habe ich durch, hat mich was weiß ich fünf oder zehn Jahre gekostet, aber ich bin durch, ich weiß, wie es geht.“
Also: Alle Augenroller zu mir, alle, die ein bisschen eingeschnappt sind, zu mir! Das könnt ihr doch tun. Wir brauchen Experten, wir brauchen solche Leute, die uns an dieser Stelle helfen.
Punkt vier.
4. Für die Veränderung beten
Bete dafür. Manche Tipps erscheinen so banal und werden so oft wiederholt, dass ich mich fast nicht traue, sie immer wieder zu predigen. Trotzdem: Mach eine Liste mit deinen Lieblingssünden – das ist doch klar. Wenn du noch keine hast, fang heute damit an. Schreib dir deine Lieblingssünden auf und bete jede Woche dafür. Du darfst auch dafür fasten oder beten.
Wenn du keinen blassen Schimmer hast, was du ändern sollst, ist das nicht schlimm. Du kannst einfach beten: „Gott, ich mache diese Sünde und habe keine Ahnung, was ich dagegen tun soll.“ Ja, so ist es. Dann bete wenigstens dafür. Der erste Schritt ist beten – sei einfach ehrlich.
Bete darum, dass Gott dir hilft und dir zeigt, was du brauchst. Vielleicht brauchst du Weisheit, vielleicht andere Menschen, die dir Tipps geben, ein gutes Buch, eine passende Predigt oder eine Bibelstelle. Bete dafür. In Jakobus 4 heißt es: „Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet.“ So ein ganz uriger Vers: „Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet.“
Persönlich denke ich, dass zu wenig für sich selbst zu beten der wahrscheinlich größte Fehler ist, den ich als Christ machen kann. Und wenn wenig Gebet für andere verwerflich ist, dann ist wenig Gebet für sich selbst einfach nur dämlich.
Umbete deine Sünden. Bitte Gott darum, dass er dir zeigt, wie zerstörerisch sie sind. Dass du so ein bisschen „agro“ wirst im Blick auf diese Dinge. Dass er dir Ideen gibt, wie du sie wieder loswirst. Dass du vielleicht verstehst, warum sie in deinem Leben so attraktiv sind. Das ist ja auch eine wichtige Frage.
Überlege dir auch, wer dir helfen könnte. Dieses „Wer könnte mir helfen?“ ist ziemlich wichtig. Wer könnte mir im Kampf gegen diese oder jene Sünde eine Hilfe sein? Vielleicht ein Gebetskreis, vielleicht ein Rechenschaftspartner, vielleicht ein Freund, der mir väterliche Identität zuspricht – die ich von meinem eigenen Vater nie gehört habe. Vielleicht ein Bibellehrer, der mir Zusammenhänge erklärt, oder ein guter Therapeut.
Bete, dass Gott dich führt und dir zeigt, wer dir helfen könnte. Wisst ihr was? Wir gehen gemeinsam einen Weg. Wir humpeln als Gemeinschaft den Weg Richtung Himmel. Und deswegen darf einer den anderen stützen. Wir wollen alle miteinander Schritt für Schritt Jesus ähnlicher werden.
Ich habe euch erzählt, dass ich diese Gedanken aus einer Gemeindefreizeit vor zwei Wochen entwickelt habe. Damals habe ich den Geschwistern gesagt: „Frösche kommen nicht ans Ziel.“ Jetzt ist mein Spitzname der Frosch, meine Seite heißt Frogwords – warum „disse“ ich jetzt Frösche?
Ganz einfach: Im Kopf mancher Christen steckt die Idee, wenn es um Heiligung geht, dann muss ich so hop-hop fertig sein. Also als würde man zweimal hopsen und dann wäre man irgendwie mit der Heiligung fertig. So hop-hop, wie Jesus.
Und jetzt muss ich euch sagen: Das gibt es nicht. Es tut mir schrecklich leid. Ich liebe Frösche, ich finde Frösche total cool, wirklich. Aber sie sind kein Vorbild in puncto Heiligung.
In puncto Heiligung ist das beste Vorbild eine Schnecke. Ich weiß nicht, ob du dir mal eine Schnecke angeschaut hast. So eine Schnecke hört einfach nicht auf, vor sich hin zu schleimen. Sie schleimt einfach kleinteilig immer weiter, sie hört einfach nicht auf. Und das ist der Clou bei Heiligung.
Bei Heiligung geht es nicht um Hop-Hop-Jesus, sondern wirklich darum: Minischritt, Minischritt, Minischritt, Miniminiminischrittchen, Minischritt, Minischritt, Schleim, Schleim, Schleim, Schleim, Schleim, Schleim.
Bloß nicht aufhören! Du gehst jeden Tag einen Mikroschritt weiter. Und indem du das tust – und das kann etwas völlig Banales sein, zum Beispiel ein Zettel im Bad am Spiegel, auf den du einmal am Tag schaust – bringt dich das am Ende ans Ziel.
Deswegen waren die ersten vier Punkte: sich freuen, Experten werden, Sünde bekennen, Sünde ins Gebet nehmen.
5. Neue Gewohnheiten einüben
Super Tipp als Hausaufgabe: Ich weiß, Hausaufgaben sind hier vorne uncool. Aber stell dir vor, du würdest Fürbitte für die Gemeinde tun. Stell dir vor, du hättest einzelne Gebetsanliegen, bei denen du sagst: Diese sind so wichtig, die möchte ich gerne regelmäßig, pauschal für die ganze Gemeinde beten – so wie der Herr Jesus in Johannes 17 auch für uns pauschal betet.
Jetzt stell dir vor, du würdest zu jeder Zeile aus der Übersicht ein Gebetsanliegen formulieren. So einen Block von Gebetsanliegen machen und sagen: „Die bete ich ab heute immer für die Gemeinde, so einmal die Woche.“
Schau mal, ich habe euch das für den Bereich „Liebe tut nicht groß“ mitgebracht. Du könntest das zum Beispiel einmal die Woche beten:
Vater, ich bitte dich für mich und meine Geschwister, dass wir uns in Demut und Bescheidenheit üben. Hilf uns bitte, aus Selbstlosigkeit heraus zu dienen und nur das Wohl des Anderen im Blick zu haben. Bewahre uns vor jeder Form von Arroganz, Hochmut, Selbstdarstellung oder Besserwisserei. Amen!
So, das ist jetzt eine Zeile mal zusammengefasst in einem Gebet. Stell dir vor, du würdest das für jede Zeile machen und einfach einmal die Woche beten. Was würde passieren?
Na ja, du würdest dich selbst verändern, weil du dich allein durch das Gebet daran erinnerst, was bei dir Sache ist. Das ist wie ein TÜV-Bericht, den man durchliest – nur eben als Gebet.
Es tut mir leid, wenn ihr hier den Hörer habt, und da den Täter, und in der Mitte den Denker. So funktioniert das Leben einfach: Der Hörer wird zum Denker und dann zum Täter. Du musst etwas tun, damit sich in deinem Leben etwas ändert.
Deshalb Punkt fünf: Neue Gewohnheiten einüben. Das ist einfach wichtig. Hier betrittst du den eigentlichen Veränderungsprozess. Ich suche mir eine Sache heraus, bei der ich anders werden will, und überlege mir ganz konkret, was ich anders machen kann.
Also, ich habe mir bei den vier Punkten, die ich euch in dieser Übersicht gezeigt habe, erst einmal vorgenommen, mich einmal die Woche daran zu erinnern, dass es diese vier Punkte gibt.
Jetzt wirst du sagen: „Das ist doch gar nichts.“ Stimmt, es ist nicht viel. Aber einmal die Woche. Ich habe das auf so eine Gebetsliste gepackt, die kommt einmal die Woche. Da steht drauf: Denke ich kurz darüber nach, wie es aussieht, wie die letzte Woche an diesen vier Punkten war. Fällt dir irgendwas ein, wo du merkst, da war eine Versuchung, das war gut, das war nicht so gut? Einfach mal darüber nachzudenken – ein erster kleiner Schritt.
Und wenn du überlegst: „Ja, was kann man noch tun?“ Antwort: Alles, was du für dein Leben für richtig hältst, eine Sache.
Ich möchte dich vorwarnen: Es reicht nicht, etwas nicht tun zu wollen. Das ist nicht genug. Also zu sagen: „Ich mache es gleich als Gebet, Herr, mach mich weniger ungeduldig.“ Das kannst du zwar beten, aber es ist wenig zielführend. Warum? Weil ich Geduld in Situationen lerne, in denen ich geduldig sein muss.
Also wäre es besser, ich würde mir vornehmen: „Okay, wenn ich das nächste Mal in so eine Ungeduldssituation komme – ich merke das ja, wir spüren das ja – dieses Brummeln innen, das kommt so ein bisschen auf – jetzt könnte ich mir vornehmen und sagen: Ich will, wenn so etwas passiert, mir zwei Bibelverse vor Augen halten. So ganz kurze, weil ich vielleicht nicht so gut im Auswendiglernen bin.“
Der erste Vers heißt: „Die Liebe ist langmütig.“ Vier Worte, ein Vers – super. Der zweite ist genauso kurz: „Der Langmütige ist reich an Verständnis.“ Sprüche 14,29.
Ich könnte, wenn ich das Grummeln merke, sagen: Meine Reaktion auf das Grummeln ist, dass ich einen Zettel raushole, auf dem die zwei Verse stehen. Ich lese sie durch und nehme mir vor: Nein, ich möchte das jetzt nicht.
Dann kann ich beten und sagen: „Im Namen Jesu Christi, ich möchte das jetzt nicht, das ist die Wahrheit, so möchte ich leben.“
Und wenn du Angst hast – ein anderes Thema, nämlich geistlicher Kampf –, dass es da dämonische Mächte gibt, die deine innere Unruhe und deine emotionale Verfassung gleich mitbenutzen, um dich noch ein bisschen zorniger zu machen, kannst du auch gleich noch sagen: „Und übrigens, wenn da im Hintergrund noch irgendjemand mitwurschtelt, der da nichts zu suchen hat, im Namen Jesu, hört auf!“
Ja, das ist dann so geistlicher Kampf. Wir können also den geistlichen Mächten auch gleich mitgebieten, wenn sie dahinterstehen und uns zu bösem Tun anstacheln wollen.
Das wäre eine Idee. Statt zu sagen: „Ich mache gar nichts, ich lese erst mal das durch, da ändert sich doch noch gar nichts.“ Das weißt du doch nicht. Fang doch erst mal an, mach das doch erst mal ein Vierteljahr.
Neue gute Gewohnheiten kann man als Experiment machen – mal drei Monate ausprobieren. Wo lande ich in drei Monaten mit der Sünde, wenn ich sie mal wahrnehme?
Ich will das noch mal sagen: Sünde verliert ihre Gefährlichkeit und ihre Persistenz, wenn du sie in den Augenschein nimmst. Wenn du sagst: „Halleluja, ich habe dich!“
Da fängt es an: Ich habe dich, ich kenne dich, ich habe einen Namen für dich. Ich weiß noch nicht, wie ich mit dir umgehe, aber ich kriege dich los.
Das ist wie so ein Pickel oder eine Warze, wo du denkst: Ich kriege dich los, du bleibst hier nicht.
Oder mein Lieblingsbeispiel: Die Ratte im Keller – ich fang dich!
Okay, das war’s.
Übe dich in neuen Gewohnheiten, werde anders, wage Experimente. Werde lieber eine Schnecke, aber unaufhaltsam.
Und wenn du dann merkst: Ich stehe mir selbst im Weg, ich komme irgendwo nicht weiter, dann wende dich an die Gemeindeleitung. Überlege zusammen mit ihnen, wie es anders gehen könnte.
Vielleicht brauchst du eine Salbung, vielleicht brauchst du Seelsorge, vielleicht brauchst du eine Therapie. Wende dich dorthin, lass dir helfen.
Aber bleib nicht stehen, dreh dich nicht im Kreis, lerne es zu lieben.
Du tust das nicht für Gott – du tust das primär für dich selbst und für die Gemeinschaft.
Und deswegen trau dich, trau dich, ein kleines bisschen anders zu werden.
Amen.
