Zum Inhalt

Von flatterigen Tauben und der Ruhe in Gott #2

Matthäus 11,28-2922.11.2015
Serie•Teil 2 / 4Ruhe in Gott
Du bist nicht zu beschäftigt für Gott – du bist oft nur zu voll. Drei Lügen rauben dir Ruhe: erst alles schaffen, nur ausruhen reicht, Ruhe sei nur Theorie.

Einleitung und Rückblick

Also, von flatterigen Tauben und der Ruhe in Gott, Teil zwei.
Letztes Mal war mir wichtig, euch mit zwei Sätzen zu entlassen. Satz eins war, Zitat: „Der Gedanke, von dem der Teufel nicht will, dass du ihn denkst.“ Dieser Gedanke geht etwa so: Eigentlich fühle ich mich gerade ganz schön mühselig und beladen. Sollte ich jetzt vielleicht alles andere sein lassen und mir so lange Zeit für meinen Herrn Jesus nehmen, bis er meine Seele wieder zur Ruhe gebracht hat?
Das war der eine Gedanke, den ihr mitnehmen solltet. Der zweite Gedanke, der mir letztes Mal ganz wichtig war: Nichts in deinem Leben spart dir mehr Zeit, gibt dir mehr Kraft und mehr Erfolg als die Zeit, die du betend und hörend in Gottes Nähe zubringst.
Wenn ihr euch erinnert, ich bin gestartet mit einem Bild. Das kam so über mich, als ich da so vor meinem PC saß: von dieser Taube in der Arche, die Noah fliegen lässt, eigentlich um zu verstehen, ob da schon trockenes Land ist. Sie fliegt raus, flattert dann so herum, findet nirgendwo einen Platz und kehrt schließlich zurück in die Arche.
Mir war dieser Gedanke wichtig, dass, wenn wir uns so fühlen wie diese Taube, die da über das Wasser flattert, ihr müsst euch das vorstellen: Du fliegst so als arme Taube übers Wasser und denkst dir: Hm, jetzt fliege ich hier. Wo kann ich landen? Und du siehst nichts, du flatterst einfach und denkst dir so die erste Stunde noch nichts Böses. Und die zweite Stunde denkst du: Das gibt morgen Muskelkater. Und die dritte Stunde denkst du dir: So ewig kann das hier nicht noch laufen. Und spätestens bei der vierten Stunde fängst du dann an zu überlegen: Wenn ich jetzt nicht bald was finde, gehe ich hier den Bach runter.
Das ist die Idee: Wenn wir uns fühlen wie diese flatterige Taube, die dann zurückkehrt in die Arche und Noah sie wieder reinnimmt, dann sind auch wir in gleicher Weise immer wieder dazu berufen, in der Gegenwart Gottes Ruhe zu finden. Dasselbe sein wie das, was die Arche für die Taube war, nämlich ein Ruhegeber.
Deswegen dieses Zitat aus Matthäus 11,28, wo Jesus sagt: Kommt her zu mir, all ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen.
Gott möchte uns beschenken. Seine Rettung und seine Kraft sind nicht an unseren Einsatz geknüpft, sondern daran, ob wir in ihm ruhen und ihm vertrauen. Dann entdecken wir ein Christsein, das sich über Beziehung definiert, nicht über Leistung, das brennt, ohne auszubrennen, und das auch irgendwie weiß, wie man Gott genießt.
Biblisch hatte ich euch noch Jesaja 30,15 letzte Woche mitgegeben: Denn so spricht der Herr, Herr, der Heilige Israels: Durch Umkehr und durch Ruhe werdet ihr gerettet. In Stille sein und im Vertrauen ist eure Stärke. Und dann geht dieser Vers weiter: Aber ihr habt nicht gewollt.
Warum nicht, wenn es so einfach ist? Warum wollen Menschen das nicht? Eine Antwort aus letzter Woche: Es ist einfach zu schön, um wahr zu sein.
Und heute gibt es erst mal einen zweiten Antwortpunkt auf diese Frage: Warum fällt uns das manchmal so schwer, einfach in Gott zu ruhen und zu sagen, da hole ich mir die Kraft, da hole ich mir den Schwung für das, was dann auf mich zukommt? Was nicht immer einfach ist und auch nicht immer dadurch einfach wird, dass ich diese Ruhe habe. Das Leben bleibt beliebig kompliziert. Das möchte ich hier an dieser Stelle auch sagen. Das Ruhen in Gott nimmt dich nicht aus den Problemen und den Nöten der Welt heraus, aber es gibt dir den Schwung, um diesen Nöten und Problemen richtig zu begegnen.
Und von daher ein zweiter Punkt, der mir wichtig ist, der in einem kürzlich erschienenen Buch folgendes Zitat findet: Da sagt jemand: Theologie ist zu neunzig Prozent Biografie. Man kann noch so viel forschen, Bibel lesen, beten, in die Kirche gehen. Am Ende bestimmt auch unser Umfeld und unsere Geschichte, was wir glauben. Mir sind die neunzig Prozent ein bisschen zu steil, aber grundsätzlich ist da etwas Wahres dran.
Wenn wir zum Herrn Jesus finden, wenn wir anfangen, so zu verstehen, dass Jesus für unsere Sünden gestorben ist, wenn wir dieses Angebot ergreifen und sagen: Jetzt wollen wir für ihn leben, dann sind wir in dem Moment kein leeres Blatt, auf das Gott einfach so seine Gebote schreibt, wir nicken die ab und fangen dann fröhlich an, sie zu erfüllen. Das wäre ja schön, das stimmt nur nicht.
Im Moment der Bekehrung ist unser Kopf schon voll von Ideen. Auch religiösen Ideen. Und diese Ideen, das sind so Ideen, wie Leben funktioniert, die muss man erst mal erkennen. Der Apostel Paulus sagt, weil das so ist, weil wir mit einer Vorgeschichte gläubig werden, in Römer 12: Seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern, Achtung, werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, des Denkens.
Du brauchst eine Verwandlung. Du kommst als jemand an, im Moment der Bekehrung, und jetzt kommt Gott und sagt: Ich möchte dich verändern. Du musst anfangen nachzudenken, du brauchst ein neues Denken. Wozu nochmal? Paulus sagt, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist, das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
Es ist unsere Lebensaufgabe, in unserem Leben Lügen zu identifizieren, die wir im Kopf haben, damit wir die Wahrheit leben können. Oder anders ausgedrückt: Das Gute für uns, das Gute für unser Leben, das erschließt sich tatsächlich nur durch Nachdenken. Das ist ein bisschen blöd, ich weiß, gerade wenn man vielleicht so denkt: Ich bin gar nicht so der intellektuelle Typ, und so dieses Nachdenken, oh ja. Aber es ist so: Du musst einfach nachdenken. Ich muss mein Sinnen, mein Denken, meine Ideen davon, wie Leben funktioniert, irgendwie von Gott erneuern lassen.
Wenn ich das nicht mache, Achtung, wenn ich das nicht mache, wird mein Umfeld und wird meine Biografie ganz stark meine Theologie prägen, und das darf einfach nicht sein.
Frage: Was sind das für Lügen, die wir vielleicht glauben im Blick auf dieses Thema Zeit mit Gott? Es muss ja einen Grund dafür geben, warum diese zwei Sätze, mit denen ich anfänglich gestartet bin, einen Grund dafür geben, dass das, was wir am dringendsten brauchen, nämlich Zeit mit Gott, Ruhen in Gott, Kraft von Gott, dass wir es irgendwie nicht so recht schaffen, da immer wieder anzukommen. Es muss ja Gründe dafür geben.
Insgesamt habe ich sieben Lügen mal identifiziert, sieben Dinge, die wir glauben, die aber nicht wahr sind und die uns, wenn wir ihnen Raum geben, wenn wir sie nicht hinterfragen, wenn wir sie nicht durchdenken, dazu führen, dass wir dieses Thema Ruhe in Gott, Gemeinschaft mit Gott, Zeit mit Gott, dass wir das irgendwie nicht so ernst nehmen, wie es eigentlich sein müsste.

Erste Lebenslüge: Der vermeintlich falsche Zeitpunkt

Erste Lüge, die gerne geglaubt wird, heißt sie: Ich habe kein Recht auf Ruhe. Oder ein bisschen netter formuliert: Ich habe noch kein Recht auf Ruhe.
Das ist eine Lüge. Und ich werde das jetzt so machen: Wann immer mir eine biblische Geschichte zu diesen Lügen einfällt, bringe ich sie euch mit. Hier gibt es eine ganz schöne, nämlich die von Martha und Maria.
Die beiden sind Schwestern, genau genommen auch Schwestern von Lazarus. Und eines Tages kommt Jesus zu Besuch, zusammen mit seinen ganzen Jüngern. Die Schwestern fangen an, die Jünger zu bewirten. Martha tut sich dann im Verlauf der Geschichte schwer damit, dass Maria irgendwann aufhört, die Jünger von Jesus zu bewirten, sich zu den Füßen Jesu setzt und sagt: Jetzt möchte ich mal zuhören.
Warum tut sich Martha schwer? Na, ganz einfach: Arbeit geht vor. Problem immer. Versteht ihr? Es ist nicht schlecht, wenn man sagt: Hier gibt es einen Job zu erledigen, den mache ich jetzt. Aber im Kopf von Martha steckt diese Idee drin: Ich muss erst meine Arbeit machen, und zwar ganz bis zum Schluss. Und jetzt gönnt euch da noch einen Hauch Perfektionismus dazu, noch das bisschen mehr, als es unbedingt sein muss. Die sind nicht nur satt, die kriegen auch noch einen Nachtisch. Und nach dem Nachtisch noch einen Kaffee. Und nach dem Kaffee noch einmal so ein Kissen für den Rücken, das so ein bisschen warm ist, oder irgendwie so etwas. Wir machen das so richtig, die volle Dröhnung Gastwirtschaft. Das ist Martha.
Und so nett das klingt: Es ist eine Lüge. Denn sie denkt: Erst wenn ich meine Arbeit geschafft habe, völlig bis zum Schluss, bis ich auch damit zufrieden bin, dann habe ich das Recht, Jesus zuzuhören. Dann habe ich das Recht, mich bei Jesus auszuruhen. Das ist eine Lüge, denn Jesus sieht das anders.
Martha kommt dann und beschwert sich bei Jesus über die scheinbare Faulheit ihrer Schwester Maria. Und Jesus sagt dann zu Martha nicht: Oh ja, da hast du aber recht. Ja, die Maria ist wirklich so eine Faule. Was macht die da eigentlich zu meinen Füßen? Ja, die soll mal gleich wieder in die Küche gehen. Was Jesus zu Martha sagt, ist Folgendes: Lukas 10,41
Martha, Martha, du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge.
Und Martha denkt: Ja, stimmt. Wenn du wüsstest, was alles auf meiner To-do-Liste steht. Du kommst hier einfach vorbei mit deinen zwölf Gesellen und noch ein bisschen Anhang hinten dran. Stimmt, ich bin wirklich besorgt um viele Dinge.
Dann sagt Jesus: Eins aber ist nötig. Du hast viel im Kopf, aber das Wesentliche entgeht dir. Maria aber hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird.
Jesus weist Martha mit ihrem Ich habe jetzt kein Recht auf Ruhe, ich muss das erst zu Ende bringen, in die Schranken und sagt: Stopp. Es ist schon in Ordnung, dass du diesen Blick auf Gastfreundschaft hast, keine Frage. Aber bitte achte darauf, dass du das Wesentliche dabei nicht aus dem Blick verlierst.
Wir können so viel arbeiten, wie wir wollen, noch dazu mit den besten Absichten. Wahrscheinlich ist alles das, was wir tun, und wenn wir selber uns ja, wenn wir so über uns selber nachdenken, ist alles edel, hilfreich und gut, was wir tun, keine Frage. Aber genauso wie bei Martha, die eigentlich nur eine perfekte Gastgeberin sein will: Wenn unsere Arbeit uns davon abhält, dass wir uns zu den Füßen Jesu setzen und ihm zuhören, dann haben wir das eine, das, was wir wirklich nötig haben, das, wo Jesus sagt: Das ist wichtiger, das haben wir nicht getan.
Also die Frage mal hier: Kennst du diesen Gedanken? Ich habe kein Recht auf Ruhe. Oder: Ich habe noch kein Recht auf Ruhe. Ich muss vorher unbedingt das oder das noch erledigen. Kennst du das?
Im Jakobusbrief nennt Jakobus die Bibel das Gesetz der Freiheit. Vielleicht habt ihr das mal gelesen. Er sagt: Wer in das Gesetz der Freiheit hineingeschaut hat ... Warum ist das Gesetz Gottes ein Gesetz der Freiheit? Antwort: Weil es uns freimachen will. Frage: Wovon? Na ja, von den ganzen Lügen, von den ganzen falschen Ansprüchen, von diesen ganzen unheiligen Prioritäten, die wir uns selber setzen. Es ist ein Gesetz zur Freiheit.
Und wisst ihr, manchmal braucht der Teufel nur unsere eigenen Ansprüche, das, was wir uns selber an Ansprüchen machen, um uns zu versklaven. Und ich habe das vorhin gesagt: Das gilt bei denen, die so ein bisschen perfektionistisch veranlagt sind, besonders gut. Aber auch eine liebevolle Mama und so ein ganz engagierter Papa, die kriegen das ganz gut hin. Ich rede nicht davon, dass wir Faulenzer oder Egoisten werden, überhaupt nicht. Aber es ist genauso falsch, wenn man so ein Übergenauer ist, jemand, der einfach nicht weiß, wann es gut ist, mit dem Helfen aufzuhören. Auch das ist falsch.
Und deswegen der Appell von hier vorne: Lerne zu verstehen, was deine Seele braucht. Werde erwachsen, indem du lernst, was dir wirklich gut tut.
Vielleicht noch ein mahnendes Wort: Wir definieren Erfolg ganz häufig darüber, ob wir die Dinge getan haben, die wir tun wollten. Also, du machst dir einen Plan und sagst dir: Nächste Woche mache ich das auch so. Ich schaue mir an, was die Woche so an Aufgaben und Herausforderungen bringt, und dann bin ich am Ende der Woche zufrieden, wenn ich möglichst viele von meinen Punkten erledigt habe. Ich bin dann erfolgreich, wenn ich getan habe, was ich mir vorgenommen habe zu tun.
Das ist das Martha-Prinzip, was ich gerade geschildert habe. Ich nehme mir vor, was ich tun will, und bin dann zufrieden, wenn ich getan habe, was ich mir vorgenommen habe. Merkt ihr was? Da fehlt irgendwie eine Komponente. Ich bin ja nicht gegen Planung, durchaus nicht. Ein gut geplantes Leben macht viel mehr Spaß, keine Frage. Aber wenn ich Erfolg darüber definiere, ob ich geschafft habe, was ich mir zu schaffen vorgenommen habe, dann werde ich irgendwann anfangen, mich über die Marias in meinem Leben zu ärgern. Dann werde ich irgendwann die, die mehr Zeit mit Gott haben und die scheinbar eigentlich immer nur am Beten und Spazierengehen und Singen und so sind, auf die werde ich anfangen, herabzublicken.
Warum? Einfach deshalb, weil biblisch ein Leben nicht erfolgreich ist, wenn ich geschafft habe, was ich mir vornehme. Biblisch ist ein Leben dann erfolgreich, wenn wir tun, wozu Gott uns beauftragt hat. Ich kann das jetzt nicht ausführen, aber schaut euch mal an, was Jesus tut und was er hätte tun können. Er hätte jeden Kranken gesund machen können. Nur ein Beispiel: Johannes 5 am Teich Bethesda. Da liegt eine ganze Säulenhalle voller Kranker. Er geht hinein, geht zu einem hin, sagt: Willst du gesund werden? Jo, steh auf. Tschüss, das war's.
Er geht da nicht zum Nächsten und zum Übernächsten und zum Überübernächsten und zum ... Ja, er nimmt den einen, weil er den einen für seine Mission braucht. An dem entzündet sich dann eine größere Diskussion, und die ist wichtig. Der Rest bleibt da liegen. Hat das Jesus nicht geschafft? Doch, doch. Jesus ist Gott, schlipp, schnapp, kann alle gesund machen, macht er auch manchmal. Aber in diesem Moment macht er es nicht.
Ja, woher weiß ich denn, was dran ist und was nicht dran ist? Genau, schöne Frage. Ja, woher weiß ich bei den vielen Optionen, die ich zum Leben habe, was dran ist und was nicht dran ist? Antwort: Du musst Gott fragen. Du brauchst diese Zeit mit Gott, wo du ihn fragen kannst: Aus der Fülle der Möglichkeiten, die ich habe, was mache ich denn jetzt? Wo mache ich weiter? Wo höre ich auf? Wer kriegt meine Zeit, wer kriegt sie nicht? Ich muss Gott fragen. Ich muss es lernen, mit Gott darüber zu reden.
Also, biblisch gesehen sind wir dann erfolgreich, wenn wir tun, wozu Gott uns beauftragt hat. Und ich behaupte einfach mal frech von hier vorne, ihr könnt mir ja jetzt gerade nicht widersprechen, dass wir die Beauftragung in der Stille vor Gott mitgeteilt bekommen. Wir sehen das auch noch mal am Ende des nächsten Lebensberichts.
Das war meine erste Lüge: Ich habe irgendwie im Moment kein Recht auf Ruhe, ich muss vorher noch etwas erledigen.

Zweite Lebenslüge: Ruhe wird mit bloßer Erholung verwechselt

Zweite Lüge: Die ist auch schön. Sie heißt so: Bei Ruhe geht es eigentlich nur um Ausruhen. Versteht ihr, es gibt Ausruhen. Und es gibt Ruhe in Gott finden. Das sind zwei Paar Schuhe.
Man könnte meinen, wenn in der Bibel von Ruhe die Rede ist, dann ist Ausruhen gemeint. Da ist ein Fünkchen Wahrheit dabei. Auf der einen Seite gilt: Die körperliche Ruhe ist weniger als die Ruhe in Gott. Wenn ich davon spreche, dass wir in Gott zur Ruhe kommen, dann möchte ich mehr zum Ausdruck bringen als nur: Ruhe dich körperlich aus.
Die Ruhe in Gott ist sehr viel mehr, als dass wir uns durch Hobbys oder Medien ablenken. Es ist auch mehr, als nur, dass wir mal ausschlafen. Es ist auch mehr, als dass wir uns mal etwas gönnen. Es ist wirklich ein In-Gott-zur-Ruhe-Kommen. Was da zur Ruhe kommt, ist weniger mein Körper, weniger vielleicht meine Gedankenwelt, sondern meine Seele, der innere Mensch. Das möchte ich betonen.
Auf der anderen Seite ist eben doch ein Fünkchen Wahrheit dabei. Es gibt Situationen, vor allem dann, wenn wir entmutigt sind oder ausgebrannt sind, da macht es sehr viel Sinn, dass wir erst einmal körperlich zur Ruhe kommen, bevor wir Gott begegnen. Körper und Seele bilden eine Einheit, die gehören irgendwie zusammen.
Ich möchte euch das an einem Beispiel vorstellen. Es gibt im Alten Testament einen Propheten Elija. Elija ist so ein Typ, der eine Bewegung anführt, die sich gegen den Götzendienst in Israel stellt. Er gewinnt so eine Art Glaubenskontest. Da sind 400 Baalspriester und er auf der anderen Seite, und dann gibt es eine Glaubensbattle. Am Ende steht er als Sieger da. Und besser noch: Es hat die ganze Zeit nicht geregnet. Er betet dann, und nach einer langen Dürre kommt Regen. Endlich Regen. Er ist der absolute Glaubensheld.
Kleines Problem dabei: Die Königin im Land, Isebel, findet das überhaupt nicht gut, was er da macht. Sie steht nämlich voll auf der Seite des Götzendienstes. Und nachdem es gerade geregnet hat, die Baalspriester alle weg sind und es eigentlich in die richtige Richtung geht, schickt sie ihm eine Nachricht. Und die geht etwa so: Ich mache dich platt. Nun, ich bringe dich um. Schön, dass du das alles hier so geschafft hast, aber Freund, du gehst hier nicht lebendig vom Schlachtfeld.
Der eben noch Glaubensheld Elija, der eben noch mit Gott Schlachten gewonnen hat, hört das, und du merkst förmlich, wie er in diesem Moment allen Lebensmut verliert. Ich lese euch das mal vor: 1. Könige 19,3. Da fürchtete er sich, und er machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba, das zu Juda gehört. Und er ließ seinen Diener dort zurück. Er selbst aber ging in die Wüste, eine Tagereise weit, und kam, ließ sich unter einem einzelnen Ginsterstrauch nieder. Da wünschte er sich, sterben zu können, und sagte: Es ist genug. Nun, Herr, nimm mein Leben hin, denn ich bin nicht besser als meine Väter.
Da ist einer völlig fertig. Da ist einer, der hat alles gegeben. Er kann nicht mehr. Er kann auch Isebels Todesdrohung nicht mehr verarbeiten. Eigentlich hätte man ja sagen können: Isebel, wer ist das denn? Wenn Gott auf meiner Seite steht, hallo, was sollen wir denn? Aber er schafft es nicht. Er hat so viel erreicht, aber er kann seinen Erfolg nicht feiern. Da ist dieser Gedanke: Meine Väter waren Versager, und ich bin auch nicht besser. Alles sinnlos.
Wenn du mal an diesem Punkt bist, dass du dich für den Versager hältst, wenn du sagst, am liebsten würde ich jetzt hier abtreten, wenn dir dein ganzes Leben bedeutungslos vorkommt, was brauchst du dann ganz dringend? Du brauchst eine Begegnung mit Gott. Richtig.
Aber es ist total spannend zu sehen, wie Gott diesem, wir würden jetzt sagen, ausgebrannten Elija begegnet, wie er diese Begegnung vorbereitet. Es ist nämlich nicht so, dass Gott einfach den Ginsterstrauch entzündet wie bei Mose, dann brennt der Ginsterstrauch und jetzt spricht Gott aus dem Ginsterstrauch zu Elija. Überhaupt nicht. Sondern es gibt eine lange Vorbereitung, bis Elija endlich Gott begegnet.
Und drei Dinge sind wichtig dabei, drei Dinge, die Gott investiert, um Elija erst einmal wieder so ein bisschen aufzubauen. Drei Dinge, die mir auch wichtig sind: Schlafen, Essen, Laufen. Oder Ausruhen, satt sein, Bewegung. Es sind drei Dinge, die für einen Ruhetag in meinen Augen total wichtig sind. Aber diese drei Dinge bereiten erst auf eine Begegnung mit Gott vor. Sie sind kein Ersatz für die Begegnung.
Das heißt: mal richtig ausschlafen, mal so richtig lecker essen, wo du sagst, worauf hätte ich jetzt mal Lust, und du träumst von deinem ultimativen Dürüm-Döner mit extra Schafskäse, wo du weißt: Boah, ist okay, ist völlig in Ordnung. Und dann noch eine lange Fahrradtour, weil du sagst: Ich brauche einfach Bewegung, ich muss. Ja, alles super. Alles super, aber das ist die Vorbereitung. Pack das in deinen Ruhetag hinein, super, aber es ist die Vorbereitung auf die Höhle. Denn da schickt Gott den Elija hin, in eine Höhle. Er fragt ihn dort: Sag mal, Elija, was tust du hier eigentlich?
Ich finde das so schön: Elija hat gut gegessen, hat sich bewegt, ausgeschlafen hat er auch, kommt in die Höhle, und Gott fragt einmal: Was machst du hier? Und du merkst, Gott nimmt sich da ein paar Wochen Zeit. Also du merkst, dass er in diesem Moment immer noch total frustriert ist. Elija schüttet sein ganzes Herz aus, wie er sich eingesetzt hat, wie unsinnig ihm alles erscheint, wie einsam er sich fühlt, wie frustriert er darüber ist, dass jetzt auch noch diese Todesdrohung hinterherkommt. Richtig schön, ja.
Also die Frage: Wann hast du das das letzte Mal gemacht? Also ganz ehrlich, wann hast du gesagt: Okay, ich möchte mal mein Herz so richtig vor Gott ausschütten? Lies dir die Geschichte in 1. Könige 19 einfach durch. Schau dir das an, wie liebevoll Gott mit Elija umgeht. Lass dich von Gott in eine Höhle führen, eine persönliche, enge Begegnung, wo nicht noch jemand anders dabei ist, wo es keine Ablenkung gibt. Und dann sag ihm das, wie es dir geht.
Und dann kapiere: Schlafen, Essen, Sport, vielleicht auch Fernsehen, keine Ahnung was, das ist nicht genug. Dass Ausruhen nicht genug ist. Dass wir die Höhle brauchen, die Begegnung brauchen. Leben ist ab und an eine Überforderung, ja. Und wer etwas anderes behauptet, der hat einfach in meinen Augen nicht verstanden, wie Leben funktioniert. Und es war völlig egal, ob du der Glaubensheld bist oder so eine Otto-Normal-Gläubige, die einfach nur so ihr Leben lebt. Es spielt überhaupt keine Rolle. Wir brauchen die Höhle.
Und deswegen ist es eben nicht genug zu sagen: Ja, ich habe da meinen Ruhetag, und ich ruhe mich aus. Ich schlafe mal aus, und dann macht man ein schönes, leckeres Frühstück, auch ein bisschen größer, und da gibt es dann auch ein Ei dazu. Und ja, am Nachmittag gibt es immer, was weiß ich noch, die Sportschau, und da gebe ich mir richtig Zeit. Das ist nicht genug. Das ist gut. Und das tut unserer Seele womöglich auch ein Stück weit gut, aber es ist nicht das Äquivalent zur Begegnung mit Gott.
Und das ist so schön. Also noch einmal: Was passiert, nachdem Elija seinen ganzen Frust losgeworden ist? Ich lese euch das vor: 1. Könige 19,11. Da sprach er, das ist Gott: Geh hinaus und stell dich auf den Berg vor den Herrn! Und siehe, der Herr ging vorüber. Da kam, und ihr müsst jetzt drei Dinge sehen, die kommen:
Erstens: Da kam ein Wind, wir würden vielleicht eher sagen, ein bisschen was Größeres, aber da kam ein Wind, groß und stark, der die Berge zerriss und die Felsen zerschmetterte vor dem Herrn her. Der Herr aber war nicht in dem Wind. Und nach dem Wind ein Erdbeben. Der Herr aber war nicht in dem Erdbeben. Und nach dem Erdbeben ein Feuer. Der Herr aber war nicht in dem Feuer. Es geht alles nur vorüber. Und dann: der Ton eines leisen Wehens.
Und es geschah, als Elija das hörte, verhüllte er sein Gesicht mit seinem Mantel, ging hinaus, stellte sich in den Eingang der Höhle, und siehe, eine Stimme geschah zu ihm: Was tust du hier, Elija?
Mir geht es jetzt gar nicht um die kleinen Inhalte. Mir geht es darum: Was wird hier beschrieben? Hier wird beschrieben ein Gott, der nicht im Orkan ist, der nicht im Erdbeben ist, nicht im Feuer ist, sondern in diesem leisen Wehen. Der Gott, dem ich diene, der Gott, dem du hoffentlich auch dienst, der will mich nicht mit Angst auf die Knie zwingen. Der will mich nicht überwältigen. Der will sich nicht aufdrängen. Es wäre für ihn leicht, ja, es ist so simpel, Gott könnte das, aber er will es nicht. Sondern er will mich zur Ruhe bringen. Und wenn ich zur Ruhe gekommen bin, dann will er leise mit mir reden.
Dort am Eingang der Höhle, mitten in diesem leisen Wehen, spricht Gott mit Elija und hört sich noch einmal seine Klagen an, beauftragt ihn dort und gibt damit seinem Leben eine neue, eine göttliche Perspektive, genau die Perspektive, die er braucht. Und dann kann der völlig entmutigte Elija losziehen und quasi den Rest seines Auftrags, den er noch hat, es ist gar nicht mehr viel, noch erledigen.
Das war die zweite Lüge: Ruhe, das ist Ausruhen. Nein, es kann mal wichtig sein, dass wir erst ausgeruht sind, bevor wir in die Ruhe gehen. Aber es ist mehr. Es ist Ruhe für die Seele.

Dritte Lebenslüge: Ruhe ist nur ein abstraktes Konzept

Dritte Lüge, die ich heute mit euch behandeln möchte, die geht so. Die ist jetzt ein bisschen mehr etwas für die Intellektuellen. Es gibt ja immer unterschiedliche Typen im Auditorium. Vielleicht sitzt einer da und denkt sich: Ruhe, Jürgen, das ist doch eigentlich ein total abstrakter Begriff. Es geht doch bei der Ruhe in Gott eigentlich gar nicht um das Ankommen bei Gott. Es geht darum zu verstehen, dass ich keine verdienstlichen Werke mehr tun muss, sondern nur durch rettenden Glauben ewiges Leben bekomme.
Vielleicht hast du den Gedanken noch nie gehabt beim Thema Ruhe, aber er ist durchaus biblisch. Denn im Hebräerbrief heißt es in Hebräer 4,10: Denn wer in seine, sprich in Gottes Ruhe, eingegangen ist, der ist auch zur Ruhe gelangt von seinen Werken, wie Gott von seinen eigenen.
Also wenn du sagst: Ruhe, das ist ein Zur-Ruhe-gekommen-Sein. Vorher habe ich versucht, mit verdienstlichen Werken, wie so ein Luther vor seiner Bekehrung, mir den Himmel zu erarbeiten. Und irgendwann habe ich festgestellt: Mumpitz, funktioniert alles nicht. Ich brauche nur Glauben, und jetzt bin ich in der Ruhe Gottes angekommen.
Wenn du das sagst, sage ich dir: Stimmt, ist biblisch, steht da, Hebräer 4,10. Ich bin in der Ruhe Gottes angekommen. Aber dieses Konzept der Ruhe hat eine objektive Seite, ein wirklich sicher bei Gott angekommen Sein. Aber es hat halt auch eine subjektive Seite.
Das eine ist, dass ich ruhig sein darf, weil ich nichts tun kann, um Gott auf irgendeine Weise dazu zu bringen, mich mehr zu lieben, als er mich jetzt in diesem Moment liebt. Auf der anderen Seite, und das ist die subjektive Seite der Ruhe, haben wir im Himmel einen Hohenpriester, das ist der Herr Jesus. Und er ist derjenige, zu dem ich mit allen Schwierigkeiten, die ich habe, hingehen kann.
Und ich begegne, wenn ich das tue, also wenn ich mich das traue, mit meinen Schwierigkeiten Gott zu begegnen, nicht dieser objektiven, abstrakten Ruhe, so dieses: Du bist jetzt irgendwie sicher in Gott, sondern ich begegne der subjektiven Seite der Ruhe.
Warum ist das wichtig? Wenn du dieses Flatterige in deinem Leben spürst, wenn du denkst: Boah, das ist mir alles zu viel, und jemand kommt zu dir und sagt: Objektiv betrachtet ist doch alles gut in deinem Leben, dann willst du ihm nicht sagen: Falsch, weil es ja irgendwie richtig ist. Aber du würdest gerne wissen, wie das, was objektiv alles fertig ist in meinem Leben, ein Hauch mehr subjektiv, ein Hauch mehr persönlich, ein Hauch mehr erlebbar ist.
Und deswegen, wenn wir Hebräer 4,10 gelesen haben, dann müssen wir da immer gleichzeitig auch Hebräer 4,16 lesen. Da kommt nämlich die subjektive Seite dieser Ruhe rüber. Auf der einen Seite kannst du wirklich aufhören, dir den Himmel erarbeiten zu wollen. Das wirst du nie und nimmer schaffen. Wenn du noch auf dem Trip bist: gute Werke, und dann wird es schon irgendwann reichen, es wird nie reichen.
Aber wenn ich in Gott, in Christus, wenn ich da angekommen bin, wenn ich wirklich Glauben habe, dann reicht es auch nicht, nur zu sagen: Ich bin jetzt angekommen. Sondern das muss erfahrbar werden. Und diese Erfahrbarkeit findet sich dann in Hebräer 4,16. Da schreibt der Autor des Hebräerbriefes: Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade!
Da sitzt unser Hohepriester, da sitzt Jesus im Himmel. Und er sitzt da nicht und sagt: Hey, ich habe alles gemacht, freu dich an deiner objektiven Ruhe. Sondern er sagt: Ich sitze hier, und ich würde mich freuen, wenn du zu mir kämst, weil ich nicht nur alles für dich gemacht habe, sondern ich möchte heute derjenige sein, der dich mit Barmherzigkeit und Gnade überschüttet, wenn du bittest.
Das ist nicht so ein Gießkannenprinzip, sondern du musst schon kommen. Aber wenn du kommst, und die Einladung ist hier: Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe. Wenn wir kommen, wenn wir mit unseren Sorgen und Problemen wagen, den Hohenpriester im Himmel zu belästigen, dann wird er unser Leben mit Barmherzigkeit und Gnade segnen.
Wisst ihr, Jesus möchte uns geben, was wir nur bei ihm bekommen können. Und ich werde darüber in einer der folgenden Predigten noch mehr sagen. Ich mache mal nur schon so einen Anreiser, so eine Art Teaser, dass du schon ein bisschen weißt, was da auf uns zukommt.
Was gibt es denn nur bei Jesus? Und ich fange mal an mit Trost. Ich mache weiter mit Vergebung, mit Hoffnung, mit dieser Elija-Perspektive, wo ich plötzlich wieder Kraft und Mut schöpfe, Beauftragung im Rücken spüre und denke: Go for it, die Welt braucht mich, Gott hat einen Auftrag für mich. Diese Elija-Perspektive, die finden wir nur bei ihm, die kann er uns geben. Zuspruch, Kraft, Weisheit, Leitung, dass Lebenslügen aufgedeckt werden, und und und. All das finden wir tatsächlich nur bei ihm.
Und wir müssen ihn fragen: Herr, was soll ich tun? Und wo wir das zulassen, wo wir vor den Thron der Gnade hintreten, empfangen wir Barmherzigkeit und Gnade zur rechtzeitigen Hilfe. Die Frage ist nie, ob Gott uns das geben möchte. Die Frage ist, ob wir uns Gnade und Barmherzigkeit bei ihm abholen wollen. Versteht ihr den Unterschied?
Denn so spricht der Herr, der Heilige Israels: Durch Umkehr und durch Ruhe werdet ihr gerettet, in Stillsein und in Vertrauen ist eure Stärke. Aber ihr habt nicht gewollt. Es ist so absurd.
Und ich möchte euch mit diesen drei Lebenslügen heute einfach entlassen. Nächstes Mal gibt es dann die zwei nächsten. Und fragt, ob irgendetwas an dem, was ich gesagt habe, dich im Moment belastet, wo du merkst: Meine Seele kommt nicht so zur Ruhe, wie sie es braucht.
Und wenn ich dich jetzt frage, ich zeige dir die drei Lebenslügen nochmal, wo du sagst: Ja, stimmt irgendwie.
Lüge eins: Denkst du manchmal, dass du kein Recht auf Zeit mit Gott hast, weil es einfach noch so viel zu tun gibt? Ist das so etwas? Das muss man sich nicht so offensiv eingestehen, das geht auch so hinten herum irgendwie. Ist das so etwas?
Lüge zwei: Denkst du manchmal, dass es reicht, sich etwas Ruhe zu gönnen, mal auszuschlafen, schön in Urlaub zu fahren, Sport zu machen, schön essen zu gehen, und dass das ein geeigneter Ersatz dafür ist, eine leidenschaftliche Beziehung mit Gott zu haben?
Lüge drei: Denkst du manchmal, dass Ruhe in Gott vielleicht nur etwas für Romantiker ist oder Mystiker? Aber nicht für dich, der du eher so der abgeklärte, intellektuelle Typ bist?
Auch falsch, es stimmt einfach nicht. Also wenn das irgendwo Klick gemacht hat, denk bitte an der Stelle weiter.

Schlussgedanke und Ausblick

Und zum Schluss ein Zitat. Tolles Zitat. Mir ist es bei einer Übernachtung aufgefallen, ich habe da bei jemandem übernachtet, und er hatte es bei sich hängen. Ich habe gleich ein Foto davon gemacht, weil ich es einfach so schön fand.
Zitat: „Wir Christen müssen unser Leben vereinfachen, oder wir werden unzählbare Schätze auf Erden und in der Ewigkeit verlieren. Die moderne Zivilisation ist so komplex, dass Andacht vor Gott fast unmöglich wird. Der Bedarf an Einsamkeit und Ruhe war nie größer als heute.“
Ich lese es noch einmal vor: „Wir Christen müssen unser Leben vereinfachen, oder wir werden unzählbare Schätze auf Erden und in der Ewigkeit verlieren. Die moderne Zivilisation ist so komplex, dass Andacht vor Gott fast unmöglich ist. Der Bedarf an Einsamkeit und Ruhe war nie größer als heute.“
A. W. Tozer, 1963 gestorben. Das Zitat ist über ein halbes Jahrhundert alt. Wenn es damals schon zu seiner Zeit gegolten hat, wie viel, wie viel, viel, viel, viel, viel mehr gilt es heute?
In diesem Sinn: Amen.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

Seine App "Frogwords" gibt's für Android und iOS.

Jürgens aktuellste Gebets-Infos gibt's hier zum Lesen und Abonnieren.