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Du sollst ein Segen sein

21.02.2021
Wie lebst du als Fremder in dieser Welt: abkapseln oder mitgestalten? Josef zeigt einen dritten Weg: treu dienen, andere mittragen und so selbst zum Segen werden.

Einleitung: Die Frage nach dem Leben in der Fremde

In unserer Predigserie durch die Josefsgeschichte haben wir in der letzten Woche gehört, wie Josef seine Familie nach Ägypten rufen ließ und wie die Familie zu ihm nach Ägypten kam. Aufgrund der großen Gnade, die sie erfahren hatten, wurden sie wieder miteinander vereint, diese Familie Gottes, dieses im Entstehen begriffene Gottesvolk. Gleichzeitig wurden sie nicht nur vereint, sondern auch abgesondert von den Gottlosen, in deren Land sie für einige Zeit leben sollten.
Das ist zunächst ein interessanter Bericht. Wir haben aber weiter darüber nachgedacht, dass uns dieser Bericht auch heute zur Belehrung und zum Vorbild gegeben ist. Durch Gottes große Gnade sind auch wir mit Christus und miteinander vereint und abgesondert von der Welt, in der wir zwar leben, zu der wir aber nicht mehr gehören. Wir sind Pilger, wir sind Fremdlinge in dieser Welt, denn eines Tages werden wir in unsere Heimat einziehen. Unser Bürgerrecht ist im Himmel. Dort werden wir eines Tages den vollen Segen, die große Gnade Gottes, in Fülle erleben.
Doch das wirft eine große Frage auf: Wie sollen wir dann in dieser Welt leben, zu der wir nicht mehr gehören, in der wir aber dennoch noch sind? Sollen wir gegen diese Welt ankämpfen, als wäre sie uns feindlich gesinnt? Oder sollten wir uns so weit wie möglich von dieser Welt zurückziehen, quasi in eine Klostermentalität, in eine Wagenburgmentalität?
Nun, der Fortgang der Josefs Geschichte kann uns helfen, diese Frage für uns zu beantworten. Denn auch das, was wir in unserem heutigen Predigttext lesen, ist nicht nur ein historischer Bericht, sondern ist uns auch aufgeschrieben zur Belehrung und zum Vorbild. Unser heutiger Predigttext sind die ersten 26 Verse des 47. Kapitels des ersten Buches Mose, 1. Mose 47,1-26.
In diesen Versen, in diesem Abschnitt, werden wir sehen, wie der Pharao Josefs Familie freundlich empfängt. Und wir werden sehen, dass Jakob und auch Josef den Pharao und das ganze Volk in Ägypten segnen, ganz im Sinne der Verheißung, die einst Abraham empfangen hatte.

Die Verheissung als Leitmotiv

Dort hatte Gott zu ihm gesagt: Diese Verheißung war weitergetragen worden zu Isaak und dann zu Jakob: Ich will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. Das ist auch der Titel dieser Predigt: Du sollst ein Segen sein.
Und so merken wir gleich zu Beginn, dass das, was unser Predigttext uns an der Hand der Geschichte von Jakob und Josef und seiner Familie zeigt, in gewisser Weise genau das Gleiche ist wie das, was wir gerade in der Textlesung gehört haben. In der Tat: Der letzte Vers der Textlesung, 1. Petrus 2,17, könnte fast die Struktur dieser Predigt sein, wenn es da heißt: Ehrt jedermann, habt die Brüder lieb, fürchtet Gott und ehrt den König.
Bevor wir uns dem Predigttext zuwenden, möchte ich mit uns beten, dass der Herr wirklich zu uns spricht und uns zeigt, wie wir als seine Kinder in dieser Welt leben sollen.
Himmlischer Vater, wir haben gerade schon gesungen: Sprich, o Herr, Herr, sprich, sprich zu uns durch die heilige Schrift, die uns unterweisen kann zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus. Herr, alle Schrift ist von dir eingegeben und ist nütze zur Lehre und zur Korrektur, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.
Und so wollen wir dich bitten, dass du so dein Wort gebrauchst, um uns zuzurüsten zu allem guten Werk, damit wir in der Welt, zu der wir nicht mehr gehören aufgrund deiner großen Gnade, aber in der wir noch leben, zum Segen werden. Das bitten wir durch Jesus Christus. Amen.

Der Empfang in Ägypten und die Ordnung des Lebens im Exil

Wir wollen miteinander betrachten, wie nun Josefs Familie vor den Pharao kommt, nachdem sie nach Ägypten gekommen ist. Wir erinnern uns, wie der Pharao bereits, das haben wir letzte Woche gesehen, von Josefs Brüdern gehört hatte. Er hatte ausrichten lassen, dass sie nach Ägypten kommen sollten. Sie sollten alles zurücklassen und sich einfach in Ägypten heimisch fühlen.
Jakob und auch Josef war klar, dass das im Widerspruch zu Gottes Willen stand. Denn Gott hatte seinem Volk verheissen, dass er es als ein besonderes Volk aussondern wollte, es segnen wollte und es eines Tages führen würde in das gelobte Land. Von daher wäre es falsch gewesen, wenn sie ihre nationale Identität aufgegeben hätten und in Ägypten einfach aufgegangen wären. Deshalb brachten sie ihr ganzes Hab und Gut mit.
Dann gab Josef am Ende unseres Predigttextes letzte Woche seinen Brüdern einen Auftrag. Er sagte: Wenn ich euch vor den Pharao führe, dann sagt ihm, dass ihr Viehhirten seid, denn mit denen wollen die Ägypter nichts zu tun haben, so dass wir das Land Goschen bekommen. Das Ziel war, dass sie in dieses fruchtbare Land kommen könnten, das am Rande Ägyptens lag, am nächsten zu Kanaan, um dort ausgesondert für sich weiterleben zu können.
Und in den ersten sechs Versen unseres Predigttextes sehen wir nun, wie dieser Plan Josefs aufging.
Vers 1: Da kam Josef und sagte es dem Pharao an und sprach: Mein Vater und meine Brüder, ihr Kleinvieh und Grossvieh und alles, was sie haben, sind gekommen aus dem Lande Kanaan. Und siehe, sie sind im Land Goschen.
Und er nahm von allen seinen Brüdern fünf und stellte sie vor den Pharao. Da sprach der Pharao zu seinen Brüdern: Was ist euer Gewerbe? Sie antworteten: Die Knechte, deine Knechte, sind Viehhirten wie unser Vater. Und sie sagten weiter zum Pharao: Wir sind gekommen, bei euch zu wohnen im Lande, denn deine Knechte haben nicht Weide für ihr Vieh. So hart drückt die Hungersnot das Land Kanaan. So lass doch nun deine Knechte im Land Goschen wohnen.
Da sprach der Pharao zu Josef: Es ist dein Vater, und es sind deine Brüder, die zu dir gekommen sind. Das Land Ägypten steht dir offen. Lass sie am besten Ort des Landes wohnen, lass sie im Land Goschen wohnen. Und wenn du weisst, dass Leute unter ihnen sind, die tüchtig sind, so setze sie über mein Vieh.

Josef als treuer Diener und die Wirkung seines Lebens

Wir sehen hier, dass der Pharao Joseph und seinen Brüdern wohlgesonnen ist. Das kommt sicher nicht von ungefähr. Immerhin hatte Joseph sein Land und sein Volk vor einer riesigen Katastrophe bewahrt.
Wir erinnern uns, wie Joseph einst aus dem Gefängnis gerufen wurde, weil sich bis an den Königshof herumgesprochen hatte, dass er Träume auslegen konnte. Der Pharao hatte seltsame Träume gehabt, die ihm keine Ruhe ließen. Dann kam Joseph und erklärte ihm, was diese Träume zu bedeuten hatten. Es sollte sieben gute Jahre geben, sieben Jahre mit reicher Ernte, und danach sieben schlimme Jahre, eine große Hungersnot.
Joseph hatte das dem Pharao nicht nur ausgelegt, nicht nur erklärt, sondern er hatte auch weise Vorschläge gemacht, was nun getan werden sollte und wie man sich darauf vorbereiten sollte. Der Pharao sah die Weisheit Josephs und beförderte ihn, frisch aus dem Gefängnis gekommen, zum zweiten Mann im Staat, zu seinem direkten Mitarbeiter, der nun die nötigen Maßnahmen ergreifen sollte, damit das Volk Ägypten gerettet werden könnte, wenn diese Hungersnot käme.
Wir sehen in all dem immer wieder, wie der Herr mit Joseph ist, wie Joseph, was auch immer er anpackt, Erfolg hat. Der Herr schenkt Gelingen. Zugleich sehen wir, dass Joseph fleißig und treu ist. Das fand nun die Anerkennung des Pharaos, und deswegen ist er bereit, den Brüdern das zu geben, worum sie bitten. Sie bekommen Goschen zugewiesen, so dass sie in dieser Abgeschiedenheit weiter ihr Leben führen können als Viehhüter.
Wie sehr der Pharao Joseph schätzt, was er von ihm hält, das wird in diesem etwas seltsamen Satz am Ende unseres ersten Abschnitts, am Ende von Vers 6, deutlich. Da sagt der Pharao, so wie er Joseph einst einen Job gegeben hat, hätte er auch für seine Brüder noch einen Job, wenn die ähnlich begabt und ähnlich fähig wären. Dann will er auch ihnen viel Verantwortung geben. Er sagt: Und setze sie über mein Vieh, wenn du ähnlich begabte Brüder hast. Also gibt es mehr von der Sorte Joseph. Die habe ich gerne in meinem Land, die dürfen gerne hier mitarbeiten.
Das ist das Erste, was wir sehen. Der Pharao segnet Josef und seine Familie gerade weil Josef ihm ein so wertvoller, ein so treuer Mitarbeiter war. Und Josef handelt dabei klug, aber zugleich fleißig und treu.
Ihr Lieben, ich denke, die Lektion ist eine Lektion für jeden von uns. Wenn wir danach fragen: Wie sollen wir denn in unserem Umfeld leben, wie sollen wir denn unseren Aufgaben nachgehen? Und wenn wir vor allem fragen: Wie können wir gesegnet werden, Segen erleben in einer Welt, die Gott nicht kennt? Nun, dann ist die Antwort naheliegend: Lasst uns genauso treu und fleißig unseren Dienst tun, so wie Joseph es dort tat. Das wird in aller Regel die Anerkennung finden.
Und tatsächlich ruft uns die Bibel immer wieder dazu auf. Wir haben das auch in 1. Petrus 2 gehört, dass wir als Christen eine Arbeitsethik haben sollten, die weit über das hinausgeht, was man sonst in der Welt findet.

Treue im Alltag und Ehre gegenüber der Obrigkeit

Das wird dann ganz praktisch. Das gilt für uns in der Uni, im Job oder in der Schule. Sind wir bekannt als diejenigen, die besonders fleißig und treu das tun, was uns gesagt wird? Gilt das auch für unsere Aufgaben in unserem Wohnumfeld, vielleicht in Vereinen, zu denen wir gehören? Wo immer wir aktiv werden, sind wir bekannt als diejenigen, die besonders engagiert sind und sich besonders zum Nutzen aller einbringen?
Wir dürfen wissen: Egal, wo wir uns engagieren, in letzter Instanz dienen wir dabei immer Gott, denn er ist der Herr über allen Herren. So sollten wir als Fremdlinge und Pilger in dieser Welt so gut leben, dass die Menschen eines Tages unseren Vater im Himmel preisen. Der Aufruf im 1. Petrus 2 endet mit den Worten: Er ehrt den König. Genau das tat Joseph. Er ehrte den König, er ehrte den Pharao in Ägypten. Und das führte dazu, dass der Pharao ihm und seiner Familie wohlgesonnen war und sie so in Frieden leben konnten. Lasst uns das ein Vorbild sein.
Dann, ab Vers sieben, lesen wir, dass Joseph schließlich auch noch seinen Vater Jakob zum Pharao führt. Ich lese uns die Verse sieben bis zehn:
Josef brachte auch seinen Vater Jakob hinein und stellte ihn vor den Pharao, und Jakob segnete den Pharao. Der Pharao aber fragte Jakob: Wie alt bist du? Jakob sprach zum Pharao: Die Zeit meiner Wanderschaft ist hundertdreißig Jahre. Wenig und böse ist die Zeit meines Lebens und reicht nicht heran an die Zeit meiner Väter in ihrer Wanderschaft. Und Jakob segnete den Pharao und ging hinaus von ihm.

Jakobs Segen und die Berufung, ein Segen zu sein

Wir lesen hier, dass Jakob den Pharao segnet. Das wird hier zweimal betont. Das ist eigentlich erstaunlich. Wer sich ein bisschen in der Bibel auskennt, der weiss, dass in Hebräer 7,7 ein wichtiges Prinzip erwähnt wird. Nämlich, dass der Geringere immer vom Höheren gesegnet wird. Deswegen segnen nicht wir Gott, sondern Gott segnet uns. Er ist der Segnende.
Und hier, und das muss uns klar sein, kommt ein Migrant, Jakob, ein Viehhirte, und segnet den König der Supermacht Ägypten. Wie kann das sein? Nun, Jakob tut das, weil er um seine wahre Identität weiss. Er weiss, dass er der Träger der göttlichen Verheissung war, dass er wirklich der Träger und der Erbe dieser Erwählung Gottes ist. Und so, wie es sein Grossvater Abraham gesagt bekommen hatte und wie es dann weitergesagt wurde an seinen Vater Isaak und dann an ihn, erkennt er, dass es sein Auftrag ist, sein göttlicher Auftrag ist, ein Segen zu sein.
Nochmal diese Verheissung, die Gott erst Abraham und dann Isaak und dann Jakob gegeben hatte: Ich will dich zum grossen Volk machen und will dich segnen und dir einen grossen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen. Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. Jakob versteht das und sagt: Nun sollen in ihm, durch ihn, auch die Ägypter gesegnet werden, dieses Geschlecht, dieses Volk. Deswegen segnet er den Pharao und nicht andersrum.
Nun, wenn wir davon hören, dass Jakob gesegnet war, dann stellen wir aber fest, dass Jakob das nicht zwingend in seinem Leben immer so wahrgenommen hat. Er antwortet dem Pharao auf die Frage, wer er denn ist und wie es ihm denn geht, da sagt er: Wenig und böse ist die Zeit meines Lebens und reicht nicht heran an die Zeit meiner Väter in ihrer Wanderschaft.
Also erst mal sagt er: Ich bin, obwohl ich davon ausgehe, dass ich bald sterbe, noch relativ jung. Klingt jetzt für uns nicht zwingend so, aber im Vergleich zu Abraham und Isaak war er noch relativ jung, er ist nicht so alt geworden. Aber noch viel wesentlicher ist, dass er sagt: Böse ist die Zeit meines Lebens. Jakobs Leben war nicht wirklich leicht. Es war nicht das, was wir gemeinhin als ein gesegnetes Leben beschreiben würden.
Er wuchs von klein auf im ständigen Konflikt mit seinem Zwillingsbruder Esau auf. Schliesslich musste er fliehen, in ein fernes Land, musste seine geliebten Eltern verlassen. Er kam zu seinem Onkel Laban. Dort schien alles erst eine gute Wende zu nehmen. Er verliebte sich in eine Tochter Labans, in Rahel. Doch sein Onkel sagte ihm: Du musst erst mal sieben Jahre arbeiten, dann kriegst du meine Tochter.
Als er dann sieben Jahre gearbeitet hatte, wurde er von seinem Onkel betrogen. In der Hochzeitsnacht wurde ihm plötzlich die falsche Tochter untergeschoben. Er war auf einmal verheiratet, nicht mit Rahel, sondern mit ihrer Schwester. Letztendlich musste er zwanzig Jahre im Dienst seines Onkels arbeiten, der ihn so betrogen hatte. Er hat viel Leid erfahren.
Dann konnte er sich endlich aus diesem Dienst befreien, aber auf seinem Weg zurück ins gelobte Land begegnete ihm Gott. Und wenngleich Gott ihn segnete, wir erinnern uns an diesen Ringkampf mit Gott, führte das dazu, dass er für den Rest seines Lebens behindert war, gehbehindert war.
Dann musste er erleben, wie seine Tochter vergewaltigt wurde. Dann richteten daraufhin zwei seiner Söhne ein Blutbad an und brachten die ganze Familie in Gefahr. Dann hörte er davon, dass sich sein ältester Sohn an seiner Nebenfrau vergangen hatte. Dann starb seine Lieblingsfrau, und dann wurde sein Lieblingssohn, wie er dachte, brutal von Tieren getötet, so dass er ihn 22 Jahre nicht mehr sah.
Das ist jetzt nicht gerade das, was wir als ein gesegnetes Leben beschreiben würden. Und doch wusste Jakob, dass Gott mit ihm war in allen Dingen. Gott hatte ihm das immer wieder deutlich gemacht. Er hatte ihn durch alle Nöte hindurchgetragen und hatte ihn nun auf seiner Pilgerreise nach Ägypten geführt.
Und Jakob erkennt, dass das Beste, was er tun kann, nun das ist, dass er den König dieses Volkes segnet. Denn ein gesegneter König ist gut für das Volk, ist gut für die Menschen, die in seinen Grenzen leben. Und so segnet Jakob den Pharao.

Segen empfangen und weitergeben

Nun, vielleicht geht es dir ein bisschen so wie Jakob. Vielleicht hast du auch das Gefühl: Ich habe kein gesegnetes Leben. Ich bin Christ, aber ich muss viel Leid erleben. Ich habe viele Herausforderungen in meinem Leben.
Wenn das so ist, dann möchte ich dich heute Morgen ermutigen: Zweifle nicht an Gott, und vor allem verzweifle nicht an deinen Lebensumständen. Der Herr ist bei dir, wenn du ihn als deinen Herrn kennst. So wie er Jakob durch alle Tiefen und Nöte des Lebens geführt hat, wird er auch dich durch dein Leben führen und sicher nach Hause bringen.
Seine Segenszusagen gelten allen, die sich ihm im Glauben zuwenden. Dabei muss uns klar sein: Der Herr hat uns nicht versprochen, dass wir hier und jetzt gesegnet werden, dass der Segen, den wir erleben, ein irdischer Segen sein wird. Vielmehr sagt uns die Bibel, dass wir Christen in Jesus Christus allen geistlichen Segen im Himmel empfangen haben. Dort erwartet uns das grosse Erbe, das weit besser ist als aller irdischer Segen. Und auf dem Weg dorthin dürfen wir wissen, dass der Herr bei uns ist, dass er uns durchträgt und dass er uns sicher ans Ziel bringen wird.
Und im Wissen um diesen Segen und diese Segenszusage sollten wir Christen nun in dieser Welt nicht nur dankbare Segensempfänger sein, sondern eben auch grosszügige Segensweitergeber. Nicht nur Segen empfangen, sondern Segen weitergeben.
Nun können wir es uns leicht machen und sagen: Ja, Jakob hat das ja ganz gut gelöst, der hat einfach mal kurz gesagt: Ja, Herr, segne dich. Das können wir auch sagen. Nun, das Neue Testament warnt uns davor, so zu reden und nicht entsprechend zu handeln. Deswegen sollten wir darauf bedacht sein, dass das Segnen, das wir ausführen, praktisch wird.
Gottes Wort ruft an anderer Stelle dazu auf: Suchet der Stadt Bestes, der Stadt, in der du lebst, der Umgebung, in der du lebst. Bete für sie zum Herrn, und wenn's ihr wohl geht, so geht's auch euch wohl. Mir ist klar, dass dieser Vers in den letzten Jahren teilweise fürchterlich missbraucht wurde. Gemeinden haben dann nur noch Sozialdiakonie betrieben und alles Evangelisieren sein lassen. Dabei haben sie komplett übersehen, dass der grösste Segen, den Menschen brauchen, den sie vor allem anderen brauchen, das Evangelium ist.
Aber natürlich kann man auch auf der anderen Seite vom Pferd fallen. Der Auftrag ist klar: Suchet der Stadt Bestes, werdet den Menschen zum Segen. Und das beinhaltet eben auch sozial-diakonisches Engagement. So wie einst Jakob die Menschen, unter denen er lebte, gesegnet hat, so sollen auch wir darauf bedacht sein, dass wir die Menschen, unter denen wir leben, segnen.
Das heisst: Frag dich, wo kannst du ganz praktisch in deinem persönlichen, in deinem tagtäglichen Umfeld deinen Mitmenschen zum Segen werden? Das ist übrigens keine rhetorische Frage. Ich möchte dir im Moment Zeit geben, darüber nachzudenken. Wie kannst du da, wo Gott dich hingestellt hat, deinen Mitmenschen zum Segen werden?
Wir sehen, dass Jakob darauf bedacht ist. Er segnet den Pfarrer. Und ich denke, wenn wir uns das vornehmen, wenn wir so leben und sagen: Wo kann ich meinen Mitmenschen ein Segen sein?, dann dürfen wir darauf vertrauen: Genau das wird der Herr dann auch gebrauchen. Genau solches Engagement, solches sozial-diakonisches Engagement wird der Herr dann auch gebrauchen, damit das Evangelium weiterlaufen kann. Denn Menschen, denen wir so zeigen, dass sie uns nicht egal sind, die werden uns dann auch glauben, wenn wir ihnen die frohe Botschaft verkündigen. Das ist das Zweite, was wir hier sehen.

Versorgung der Familie und Fürsorge in der Gemeinde

Und dann sehen wir im zweiten großen Abschnitt dieses Textes, wie Josef segnet und versorgt. Zuerst in den Versen 11 und 12 nur ganz kurz seine eigene Familie. Aber Josef heißt es hier ab Vers 11:
Aber Josef ließ seinen Vater und seine Brüder in Ägyptenland wohnen und gab ihnen Besitz am besten Ort des Landes, im Lande Ramses, wie der Pharao geboten hatte. Das ist dasselbe wie Goschen. Und er versorgte seinen Vater und seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters mit Brot, einen jeden nach der Zahl seiner Kinder.
Wir haben in den letzten Wochen schon darüber nachgedacht, wie erstaunlich das ist, wie Josef nicht einfach nur sagt: Okay, ich vergebe euch, euch Brüdern, die ihr mich so brutal in die Sklaverei verkauft habt, die ihr verantwortlich seid für so viel Leid in meinem Leben. Ich vergebe euch, aber jetzt geht weg von meinem Angesicht, lasst mich in Frieden. Ich will nicht mehr streiten.
So wie sich einst Jakob von Esau getrennt hatte, hätte Josef sich nun trennen können von seinen Brüdern und sagen können: Geht euren Weg, ich gehe meinen Weg. So wie Abraham und Lot getrennte Wege gingen. Aber das tut Josef nicht. Sondern er ruft sie zu sich, um sie zu segnen, um sie zu versorgen, um für sie da zu sein. Er gibt ihnen jetzt im Namen des Pharao das gute Land und er versorgt sie so mit Brot, dass sie nicht in Abhängigkeit geraten von den Ägyptern.
Wir werden gleich sehen, dass das ein großer Kontrast ist zum Rest des ganzen Volkes in Ägypten. Diese eine Großfamilie ist versorgt, weil Josef für sie sorgt.
Ich denke, auch das darf unser Vorbild sein. Sind wir als Christen darauf bedacht, nicht nur unseren Mitmenschen ganz allgemein ein Segen zu sein, sondern in besonderer Weise unseren Glaubensbrüdern und Schwestern? Die Bibel ruft uns allgemein zur Nächstenliebe auf, aber sie ruft uns in besonderer Weise zur Bruderliebe auf, dazu, dass wir füreinander da sind. 1. Petrus 2,17, wir haben das vorgehört: Habt die Brüder lieb.
Nun, wie können wir das ganz praktisch leben? Ich wurde diese Woche sehr ermutigt, als ein Mitglied zu mir kam und fragte, ob es möglich wäre, einen größeren Betrag zu spenden, so dass Mitglieder aus unserer Gemeinde, die vielleicht in Not geraten sind, gerade in dieser Corona-Zeit vorübergehend vielleicht Hilfe brauchen und versorgt sein können.
Dieses Mitglied hatte mitbekommen, dass wir früher beim Abendmahl immer noch eine Extrasammlung hatten. Da ging ein Kollektenkorb durch die Reihe, und dann haben wir für die sogenannte Unterstützungskasse gesammelt, eine Kasse, aus der wir Mitgliedern in Notsituationen vorübergehend helfen können. Sie hatte mitbekommen, dass das gerade nicht stattfinden kann, aufgrund der Einschränkungen, die wir haben, und auch weil sowieso nicht ganz so viele Geschwister in die Gottesdienste kommen können, und sagte: Ich möchte gerne eventuelle Lücken stopfen.
Ich fand das großartig. Das ist ein Mensch, ein Mitglied dieser Gemeinde, der sagt: Ich möchte Nöten in unserer Mitte in besonderer Weise helfen. Und tatsächlich ist es so, dass sie nicht die erste und einzige ist. Das heißt, die Unterstützungskasse ist so gut gefüllt, dass wir Mitgliedern in konkreten Notlagen vorübergehend helfen können.
Aber das ist natürlich nur ein Weg, wie wir voreinander sorgen können. Das können wir auch ganz praktisch tun durch Fahrdienste für die, die vielleicht darauf angewiesen sind, dass sie gefahren werden, Einkäufe, die wir erledigen können, vielleicht für Geschwister, die in Quarantäne sind, oder für Geschwister, die sich aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen nicht aus dem Haus trauen. Wir können einander unterstützen, ganz tatkräftig durch Reparaturen und bei Renovierungen und bei Umzügen. Und ich weiß, das geschieht regelmäßig. Preis den Herrn für diese Geschwisterliebe, die ganz praktisch wird.
Das können wir tun, indem wir die besuchen, die einsam und krank sind, auch wenn im Moment nur eine Person kommen darf. Eine Person darf kommen. Eine Person können wir einladen. Ich bin dankbar, dass sich einige Familien, einige Ehepaare zur Aufgabe gemacht haben, die Singles, ein Single nach dem anderen, einzuladen, um diese Singles aus der Einsamkeit herauszuholen und sie mit hineinzunehmen in ihr Familienleben. Ich finde das großartig. So können wir füreinander da sein.
Wir können uns im Haus Zeit dafür nehmen, zuzuhören, wenn jemand besondere Nöte hat. Wir können einfach mal zuhören. Wir können mit den Lachenden lachen und mit den Weinenden weinen. Und wir können uns dann Zeit nehmen und füreinander im Gebet eintreten.
Das ist überhaupt ein wunderbarer Weg, wie wir füreinander sorgen können. Denn wer ist der Versorger par excellence, wer ist derjenige, dem alles möglich ist? Gott! Und wenn meine Geschwister Not leiden, dann ist das keine billige Nummer, dann zu sagen: Ich bete dann halt für dich. Das ist das Beste, was wir füreinander tun können, wenn es nicht bei dem Wort bleibt, sondern wir tatsächlich füreinander eintreten im Gebet.
Wir schicken jetzt aktuell jede Woche so eine E-Mail herum an die Mitglieder, wo wir immer einige Mitglieder vorstellen und einige Gebetsanliegen weitergeben. Das kann man einfach als interessante News mal so lesen, oder wir können sagen: Ich nehme mir wirklich vor, so einzutreten, so für meine Geschwister zu sorgen, dass ich in den Nöten, die sie mit der Gemeinde teilen, auch eintrete für sie.
Und manchmal brauchen Geschwister noch mehr Versorgung, mehr Hilfe. Ich bin dankbar für eine ganze Reihe von Geschwistern, die sich Zeit nehmen, um sich regelmäßig mit einzelnen Geschwistern zu treffen, um sie für eine Zeit zu begleiten, um ihnen dabei zu helfen, persönliche Nöte, bestimmte Themen aufzuarbeiten. Auch so wie Josef einst für seine Brüder sorgte, damit sie nicht in ungute Abhängigkeiten geraten, dürfen wir füreinander sorgen in der Familie Gottes. Das ist das Dritte, was wir sehen.

Der Weg vom Versorger zum Retter

Und schließlich kommen wir zu dem langen Schlussabschnitt, den Versen 13 bis 26. Ich möchte uns diesen Abschnitt jetzt nicht in Gänze lesen, er ist einfach sehr lang. Ihr könnt ihn vielleicht zu Hause noch einmal nachlesen. Ich möchte ihn uns nur kurz zusammenfassen.
Wir bekommen hier beschrieben, wie Joseph nun auch zum Versorger, ja wirklich zum Retter des ganzen Volkes Ägypten wird. Nachdem er während der sieben guten Erntejahre vorgesorgt und gewisse Ernteteile als Vorräte angelegt hatte, kann er diese nun gebrauchen, um dem hungernden Volk zu helfen.
Dann wird beschrieben, wie Jahr für Jahr die Ägypter zu ihm kommen, um Brot zu kaufen, damit sie genug zu essen haben. Zuerst brachten sie ihr Geld zu ihm, sie kauften von ihm Brot, und er verkaufte es ihnen, sodass sie weiterleben konnten und versorgt waren. Als die Hungersnot immer noch weiter wütete, brachten sie ihr Hab und Gut und kauften so weiter Brot, und Joseph verkaufte es ihnen.
Schließlich haben die Menschen weder Geld noch Güter, mit denen sie das Brot bezahlen könnten. Und so bitten sie Joseph, ihnen ihr Land abzukaufen. Sie sagen: Wir wollen zu Dienern des Pharao werden, im Austausch für Brot und Saatgut.
Das klingt für uns vielleicht erst einmal dramatischer, als es ist. Wenn wir das hier hören, wir wollen leibeigene Diener des Pharao sein, dann sagen wir: Das ist fast sklavisch, das ist hier fürchterlich. Aber tatsächlich ist es wahrscheinlich eher vergleichbar mit der Situation, in der ein Kleinunternehmer merkt, dass er vor dem Bankrott steht, dann seinen Betrieb aufgibt, die Betriebsmasse quasi an einen Großunternehmer weitergibt und sagt: Gib mir eine Anstellung. Er bekommt ein gutes Anstellungsverhältnis, sodass dann für ihn gesorgt ist.
Das ist tatsächlich das, was wir hier in gewisser Weise sehen. Die Ägypter arbeiten nun für den Pharao, und sie dürfen 80 von dem, was sie mit dem ihnen gegebenen Saatgut erwirtschaften, für sich selbst behalten. Ich weiß jetzt nicht genau, was du beruflich machst, aber wenn du Angestellter bist, gehe ich mal davon aus, dass du nicht 80 von dem behalten kannst, was du für dein Unternehmen erwirtschaftest. Ich weiß, im Konsultbereich, in dem ich mal tätig war, da war der Lohn ungefähr ein Drittel oder sogar weniger von dem, was für das Unternehmen erwirtschaftet wurde. 80 Prozent ist großzügig.
Und die Ägypter erkennen das an. Sie erkennen an, dass Joseph sehr großzügig ist. Sie erkennen an, dass er wirklich ihr Retter ist. In einer katastrophalen Notlage sehen sie, dass Joseph sie segnet, sie versorgt und sie vor dem sicheren Tod rettet.
Das sehen wir am Ende des Textes in Vers 25: Du hast uns beim Leben erhalten, sagen sie zu Joseph, du hast uns beim Leben erhalten, lass uns nur Gnade finden vor dir, unserem Herrn, dann wollen wir dem Pharao leibeigen sein, wir wollen ihm gerne dienen.
Und so sehen wir, wie Joseph treu sorgt, zum Retter wird für die Ägypter und dabei seinem Herrn, dem Pharao, treu dient.

Josef als Schatten des kommenden Retters

Wir haben in den letzten Wochen immer wieder darüber nachgedacht, dass ein ganz wesentlicher Aspekt der ganzen Josefs-Geschichte der ist, dass Josef als ein Schatten eines grösseren Retters agiert. Josef ist in gewisser Weise nur ein Abbild für den Herrn Jesus. Wir können in ihm etwas erkennen von einem, der grösser und besser ist.
Und so ist das auch hier: Josef handelt weise und gut. Er begegnet den Menschen in grosser Gnade. Er hilft jedem aus der grossen Not, jedem, der zu ihm kommt. Dabei dient er nicht sich selbst, sondern dem Herrn und seinem Reich.
Genauso sehen wir das später bei Jesus. Er war vollkommen weise und gut. Noch viel mehr als Josef war Jesus voller Gnade und Wahrheit. Und so wie Josef wurde Jesus zum Retter aus der grössten Not für alle, die zu ihm kommen.
Dabei hoffe ich, dass wir erkennen, dass unsere grösste Not nicht die Versorgung mit Brot oder sonstigen materiellen Gütern ist. Unsere grösste Not, die grösste Not aller Menschen, ist, dass wir eines Tages als sündige Menschen vor dem heiligen Gott erscheinen müssen. Vor dem heiligen Gott, vor dem grossen, allmächtigen Gott, vor dem Herrn über alle Herren werden wir eines Tages unseren Bankrott erklären müssen. Erklären müssen, dass wir nicht so gelebt haben, wie er es uns gesagt hat, dass wir ihn oft ignoriert haben, dass wir uns gar nicht darum gekümmert haben, was er zu sagen hat und was er von uns will.
Ich hoffe, du erkennst, dass das deine grösste Not ist, ja die grösste Not aller Menschen. Denn Gott ist zu Recht zornig darüber, dass seine Geschöpfe ihn beständig ignorieren und gegen seine guten Gebote handeln. Doch in seiner grossen Barmherzigkeit und Liebe sandte er seinen geliebten Sohn in diese Welt, damit er uns befreit, damit er das aus der Welt schafft, was uns Sünder von dem heiligen Gott trennt.
Und so nahm Jesus unsere Sünde auf sich. Er zahlte die gerechte Strafe. Er ertrug den Zorn Gottes, den wir verdient hätten, so dass wir das nicht erleben müssen. Und so wie bei Josef wird Jesus so zum Retter und zum grosszügigen Versorger von jedem, der sich ihm im Glauben zuwendet, der ihm seine Not bekennt und um Hilfe bittet.
Das darfst du wissen. Ja, in der Tat, Jesus lädt dich ein. Er ruft uns zu: Tut Busse, kehrt um von euren Wegen, wo ihr versucht habt, alleine zu leben, gottlos euer eigenes Ding zu machen. Tut Busse, wendet euch davon ab, kommt zu Gott, erkennt eure Not und dann lasst euch beschenken. Glaubt der guten Nachricht, glaubt an das Evangelium, vertraut darauf, dass Gott, der Vater, seinen geliebten Sohn in diese Welt gesandt hat, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben.
Segen in Fülle!

Der lebendige Christus und der Auftrag der Gemeinde

Dieser Jesus, der gestorben ist, ist auch auferstanden. Er ist der lebendige Herr. Er ist der, der uns zusagt: Ich bin bei euch alle Tage. Er ist der, der durch seinen Geist in uns lebt und uns versorgt. Er ist der, der uns ermutigt und tröstet. Er ist der, der uns in seinem Leib, der Gemeinde, zusammenführt, sodass wir füreinander da sein können. Das ist der Segen, den er uns gibt.
Glaubst du das? Erkennst du in Jesus deinen Versorger und Retter? Jesus sorgt für uns noch viel treuer und grosszügiger, als es Joseph einst für die Ägypter tat. Und so wie die Ägypter dann zu Joseph sagten: Wir wollen dir gerne gehören, wir wollen dem Herrn, dem Pharao, gerne dienen, so sollten wir doch, wenn wir diesen Segen empfangen haben, auch sagen: Jesus, wir wollen dem Vater gerne gehören, wir wollen ihm gerne dienen, mit frohem Herzen.
Und das tun wir, indem wir fleissig und treu uns überall da einbringen, wo unser himmlischer Vater uns hinstellt. Hier in dieser Welt tun wir das, indem wir in seinem Namen Menschen zum Segen werden. Und das tun wir, indem wir in seinem Leib, in der Gemeinde, füreinander sorgen.
Hört noch einmal den Aufruf aus 1. Petrus 2,17, als Auserwählte und Fremdlinge in dieser Welt: Ehrt jedermann, habt die Brüder lieb, fürchtet Gott, ehrt den König.
Ich bete mit uns.
Himmlischer Vater, danke, dass du uns in deinem Wort anhand dieser Geschichte von Joseph zeigst, wie dein Volk inmitten einer gottlosen Welt leben soll. Danke, dass wir sehen können, wie Joseph den König ehrt, den Pharao ehrt. Hilf uns, auch so in dieser Welt zu leben, dass wir für die beten, die uns regieren, dass wir ihnen Ehre erweisen, denen, die du über uns gesetzt hast.
Herr, danke, dass wir sehen dürfen, wie Joseph seine Brüder lieb hat. Hilf, dass das auch immer mehr uns zu eigen wird, dass wir unsere Glaubensgeschwister lieben. Danke, dass wir sehen dürfen, wie Joseph jedermann ehrt, wie er darauf bedacht ist, dem ganzen Volk zum Segen zu werden. Hilf uns, so in dieser Welt zu leben, zum Segen für die Menschen um uns herum.
Und in allem lass uns wachsen in angemessener Gottesfurcht, im Wissen darum, dass wir nicht primär dem Menschen um uns herum, nicht primär der Gemeinde, nicht primär den Regierenden, sondern vor allem dir dienen und dir gehören. Du bist unser Retter, du bist unser Versorger, du bist unser Herr, und wir preisen dich dafür durch Jesus Christus, unseren Erlöser. Amen.